Indiana Tribüne, Volume 17, Number 55, Indianapolis, Marion County, 12 November 1893 — Page 3

iiiTTiiir niii! iiiiMHmniMiiTi

itö Wnttemlml.

Oölfirrjun von Xavez ZIledl. (16. Fortsetzung.) Si: wendete sich von dem Hause c3 und kehrte nach der Bahnstation zurück. Tort trat die steine blasse Wanderin zum Billet-Schaltcr, kaufte ihr FahrKillet und überblickte zum ersten Mal: mit ernsten Gedanken den Inhalt ihrer Börse. Außer ihrer Angst und 53er zweiflung hatte sie wenig rnitgenom inen. Nur einige Geldstücke schützten st: noch vor Noth undMangel. Sie stieg in den Wagen, nahm einen Sitz ein. hüllte sich in ihren Shawl, ihr Gesicht noch verschleiert, und so saß ste, lautlos, r: gunaslos, während der Zug seinenMeg dahin fuhr. Keinen Schlaf fand ste in dieser Nacht. Sie hielt ihr: Augen weit offen und unermüdlich hinausgerichtet in die kühl: Finsterniß, durch welche ste reist:. Ihr Herz lag glühend und sie schmerzend, wie eine feurige Kohle, in ihren? Busen. Nur ein Gedanke, der immer wiederkehrte, erfüllte ihr Gehirn. Aas ste auch immer sein mag oder pjwesen ist. ste ist meine Mutter. Alle Welt hrA mich von sich gestoßen, außer ihr. IÄ bin gebrandmarkt, namenlos und verflucht. Wo find: ich ste? Ick) verlange nichts mehr, als mich in ihreArme zu werfen und zu sterben." So fast ste die ganz: Nacht hindurch, wiloe Bisionen vor ihrer Seele; ste sah ihre Mutter, ein: jüdische Mazdalena. Dann das braune, vorwurfsvoll: Gestcht dzn Arthur Weißenthurn und das weiß: Haar, die zornig: Miene des al ten Generals und als das Schrecklichst: von Allen St. John, so wie ste ihn zuletzt bei dem Stelldichein im Pavillon fleschen. Am frühen grauen Morgen kam der Zug an seinem Bestimmung?orte an. Mehr todt als lebendig regle Vaulette ihre müden Glieder, erhob stch mechanisch und stieg ans. , Ohne Haus und Heimath, allein, stand ste wieder in der Stadt, wo st: l-nge'Jahre gelebt wo sie geirrt und triumphirt, geliebt oder wenigstens geträumt hatte, daß ste liebe und wo sie so viel gelitten si: stand wieder auf dem feuchten Pflaster und sah auf den Sonnenaufgang, der den Osten mit Kosen und Amethnsten zu schmücken schien. Das erste Summen und Gerausch einer großen Siadt am Morgen erfüllt: die Luft. Paulett: schlüpfte durch die Menschen dahin, ihren Schleier vor dem Gestchte und sie ging nsch und ohne Ziel. Sie kam von Straße zu Straße und blickte öfters über ihre Schultern, als fürchte stc, daß ste verfolgt würde. Es bangte ihr davor, das grausame dunkle Antlitz von St. John zu sehen. Sie wußte nicht, wohin ste ging. Lauter würd: d:r Straßenlärm um sie, Räder rass:l!en über das Pflaster und Fußgänger wogten hi.i und her. Vaulette hatte seit Stunden nichts gegessen und fühlte große Schwäch?. Wo bin ich?" dachte ste. Wohin geh: ich? Wo soll ich ruhen?" Als ste um stch blickte, fand ste, daß ste einen offenen Platz vor einem großen, grauen Gebäude erreicht hatte, welches letztere zu beiden Seiten von Den Gespannen von Pächtern undLandlcuten flankiri war. Es war der Markt und Käufer und Verkäufer in Menge besorgten da ihre Geschäfte. Hin- und h.ergedrängt von Männern nud Frauen mit Küiben in ihren Händen, lamPaulette bis an ein großes Thor, wo ste stch plötzlich an der Schulter berührt fühlt:. Sie wendete stch um und sah eine Gestalt mit einer weißen Haub: und einein hellfarbigen Halstuch: vor ihren Busen gebunden, die einen Korb trug, in dem stch einige Eier, etwas Salat vnd" Radieschen befanden. Ach, Mademoiselle! Können Sie eö seist? Habe ich Sie an Gestalt undGanz erkannt?" fragte die Stimme der alten Megrim. Paulett: lüftete ihrenSchleier. .Ja. es ist Mademoiselle!" rief dieAlte; .aber hier zu diefcr Stunde? Ich bin erstaunt ich kann meinen Augen nicht trauen." Führen Si: mich zu irgend einem Obdach." sagte Paulette, und fragen Sie mich nicht. Ich bin einer Ohnmacht nahe." Ei, ja!" entgegnete Mezrim. Ich bin auf dem Markte gewesen, wie Sie sehen, nun ge ich in meine bescheidene Wohnung, viel zu bescheiden für eine Dame, aber so wie sts ist, steht ste Jhnen zu Diensten!" Dann, rasch!" sagte Paulette. Megrim bahnte stch den Weg durch die Menge und schritt nach demQuartier, -wo"ste nicht viele Wochen vorher Georg Trent empfangen hatte. - Fräulein." sagt: ste, ich sehe, daß Sie den General verlassen haben und 'Ihre schöne neue Heimath." Für immer!" antwortete Paulette. '" Ei: kamen zu dem braunen Zinshause, stiegen die schmutzigen Stufen empor, auf denen stch schreiende Kinder umherbalgtcn; Megrim zog einen Schlüssel heraus, "öffnete di: Thüre und sie traten ein. Das kleine Zimmer sah freundlich cus, mit der blühenden Reseda amFenster und dem Eanarienvogel. der froh in seinem Käsige seinen Triller schmetterte. Megrim stellte ihrem Gaste einen Stuhl zurecht, fegt: dann Seid:, Draht und Kunstblumen von ihremArbeitstische und breitete ein reines Tuch zum Frühstücke darüber. Als Paulette ihren Hut beiseite legte, überraschte ihre lZlässe und Erschöpfung die alteFrau. Ach! Sie sehen in der That krank aus!" sagte ste. Nun, nun, ein Becher Chocolade und ein Ei wird Sie wied?? beleben! Ach! Als Sie mit dem General fortgingen, dachte ich nicht, Sie jemals so zurückkehren zu sehen!" Mit achtlose? Hand nahm Paulette die Chocolade, welche ihr die alte Frau reichte, nippte ein wenig und stellte sie nieder. JDltaxim." rief sie vlöklicb auö.

warum yaven 5te lyn aus meine Spur gesendet? Warum sagten Sie. ihm, wo er mich finden und quälen könnte?" Mecjinr schien sebr überrascht. Wen, Mademoiselle?" Den Mann, den ich vor Allen hasse und fürchte St. John." '. Die Miene in dem G:stchte d:r Alten veränderte stch rascheste stellte ihr bunt bemalte Tasse ganz verwirrt auf den Tisch nieder. Er ist also zu Ihnen za rückgekehrt?" Ja, o ja!" rief Paulette, ihreHänd: ringend. Gott!" schrie Megrim außer stch; er hat Ihnen ein Leid zugefügt? Er kam hierher, fragte nach Ihnen und ich antwortete ihm. Konnte ich weniger thun?" Es ist wahr, Sie wußten nicht, wie sehr ich ihn verabscheuen lernte." P5ui! Den Gatten, für den Sie vor vier Jahren eine so groß: Leidenschaft fühlten! Wo ist er? Weiß er. daß Sie hier stnd?" Gott verhüte es!" ' ' Und Sie haben kein Geld?" fragte Megrim. Gewiß ließ Si: der General, der hochherzig: Mann, nicht mit leeren Händen fort?"' Paillette' zog ihre Börse und legt: dcren Inhalt auf den Tisch. Nehmen Si: es." sagte ste; ich werd: Beschäftigung finden, ehe die Sonn: untergeht. Ich werde zu meinem alten Leben, zur Bühne zurückkehren." Sie sehen aus, als sollten Sie in Ohnmacht fallen. Legen Sie stch jetzt euf mein kleines Bett und ruhen Sie." Ruhen?" entgegnete sie bitter. Werde ich je wieder di: Bedeutung dieses Wortes kennen lernen? Wie kann man ruhen mit glühenden Kohlen in der Brust?" Sie setzte stch am Fenster nieder und sah über die Reseda hinaus nach den benachbarten Dächern und Schornsteinen, bis die Zeiger einer Uhr auf einem nahen Kirchthurme auf Elf standen. Dann erhob stch Paulette, kleidete stch wieder vollständig an und ging auf die Straße hinab. Sie begab stch in'sThea ter. Es war eben Frühproöe. Sie begab sich ans die Bühne und dort schlug sie ihren Schleier zurück. Ist der Herr Intendant hier?" fragte ste den anwesenden Cassirer. Dieser erkannte sie auf den ersten Blick. Er machte ihr sein Compliment und führte ste zu dem Leiter derBühne. Wieder stand die kleine Paulette" auf den Brettern, auf denen sie so stürmi sch: Triumphe gefunden. m - 27. C a p i t e l. Hermann Barneck stand an der Thür des Hauses zu Hammerstein und ließ stch nicht träumen, wer die Person war, der er kurz zuvor am Thore begegnete. Dieselbe Antwort, welch: Paulette in Verzweiflung fortgetrieber?, erwartete den Geliebten Sibyls. Frau Arastein, ihre Tochter und die Dienerin derErst:ren waren fort. Aber ich weiß es nicht, wohin si: gingen," rief die alt: Frau, und ich könnte es Ihnen nicht fagcn und wenn Sie mich von wilden Pferden zerreißen lassen wollten!" Fort! Und da stand er mit derNachricht, daß er frei sei, mit der brennenden Ungeduld eines Liebenden und voll Sehnsucht, seine . Ansprüche auf Sibyl geltend zu machen. Denken Sie doch nach!" bat er die Frau. Ließ Miß Arnstein nicht ein Wort für mich zurück irgend einLebewohl? Sie wußte ja. sie wußte es doch gewiß, daß ich wiederkommen würde." ' ; Nicht ein Wort, Herr." antwortete die alte Frau gleichmüthig keinLebewohl, weder für Sie, noch für sonst Jemand." Varneck wendete sich der Thüre zu und ging in Snlenangst. so toit es Paulette gethan hatte. Er begab sich zur Bahnstation, nur eine kurzeStrecke hinter der kleinen, verschleierten Gestalt, aber so in seine Gedanken versunken, daß Salomon in all' seiner Bracht

hatte an lhm vorüberziehen können, ohne daß er ihn bemerkt hätte. Er begab stch in schlechtester Laune nach seimm Hotel, wo er einen Brief von seiner Mutter vorfand. Er war vonMün chen datirt, wohin ste mit einigenFreunden gegangen war. Sie schrieb: Wenn keine Gesahr ist. daß Du die fürchterliche Krankheit in Deinen Kleidern mit Dir bringst, so komm' recht balo hierher zu mir. Ich bin ganz erstaunt über die Neuigkeit von H'enriettens Thorheit. Sie 'wird es o.ewiß bedauern, sobald das erste Gefühl der Dankbarkeit gegen Dich vorüber ist. Ohn: Zweifel bist Du jetzt verliebt:?, denn je. Komm' sogleich und erzähle mir, wie Alles geworden." Varneck durchschritt das Zimcr und dachte über diese Zeilen nach. Ich kann dortbin so gut, wie an einen anderen Ort gehen." sagte Varneck düster. Und mit demselben Zug. der Paulette zu ihrem alten Leben zurückführte,' fuhr auch Varneck. ... . ' Er frühstückte allein mit seinerMut ter in i'jrer eleganten Wohnung. Wo hast Du Henriette gelassen?" fragte ste. Zu Hause, bewacht von einer Anzahl Krankenwarterlnnen und Dienern," antwortete er. Ich hoffe," 'rief ste, indem st: ihr hübsches Morgenhäubchen zurecht zupfte, liebster Hermann, daß Du kein Contagium mit Dir gebrächt hast, etwa in Deinem Barte. Du scheinst aber gar nicht in guter Laune zu sein." Nein," antwortete er. Bitte, Muti?r, zwingen Sie mich nicht, zu spie chen ich kann eS wahrhaftig nicht.Ah!" rief Frau Varneck. indem ste stolz denKopf zurückwarf, das bedeutet waö bedeutet das? Dieses Mädchen diese Miß Arnstein 'nein! ES i

nZLzr mogttq: ic rann Dtr doch ntchz einen Korb gegeben hab:n?" Es ist fast noch eiwas Schlimme-

res!"' antwortete er. Sie ist verschwunden ich kann ste nicht finden!" Fra.u Varneck sah jetzt fast etwas vergnügt aus. Ich möchte mir wahrhastig erlauben, die Hoffnung auszu drücken, daß dies: Deine jüngste Verirrnug von ebenso kurzer Dauer wäre, als irgend eine andere, deren ich'. mich erinnere. Geh! Sieh nicht so finster drein! Meine Nn sind so angegriffen diesen Morgen. Bleibe eine Woche mit mir da, und dann, denke ich, dars ich es wagen, mit Dir zu Henriette zurückzukehren." Zu einer anderen Zeit hätte er dies; Ansicht sehr ungünstig aufgenommen. Nun hörte er ste mit größter Gleichgül. tigkeit an. Betrachten Sie mich als Ihren tr:u:n Ritter", sagte er launig, und. thun Sie mit mir, was Sie wollen."' Am dritten Abend: nach seiner An kirnst in München befand er stch, einer zufälligen Laune folgend, im Parquel des Theaters.- Die Musik ertönte; der Lichtcrglanz, d5 Puülicum, Alles schien wie vor einigen Jahren. Mil einem Male sah Varneck eine leichte, graciös: Gestalt mit anmuthiger Bcwegung auf der Bühne erscheinen, jetzt trat sie an di: Lampen :Z war Paulette! Paulette, in vollem Glänze ihrer gereiften Schönheit, mit den Flüthen goldizen Haares, ein süßes Lächeln auf' denLippen, mir den dunkeln leuchtenden Augen! Da stand ste, verneigte sich vor dem applaudirenden Hause mit der iln rnuth, die früher alle Herzen im Sturm erobert hatte. Varneck starrte auf den Theaterzettel. Konnte er seinen Augen trauen? Ja. die blondhaarige Zauberin, die er einst so wahnsinnig verehrt, stand wieder vor ihm. Was für cin schönes Geschöpf!" flüsterte FrauVarneck, indem si: ihrTh:a terglas abwischt: und auf dem Zettcl nachsah. Wer ist ste, Hermann? O, Entsetzen! Nein ja es muß so sein! Du böser, hinterlistiger Mensch! Du hast mich, Deine Mutter, hierherg:bracht, um diese fürchterlich: Schauspielerin zu sehen, um welche Du bei nahe Dein Leben verloren hättest." Pardon!" erwiderte er ruhig, Sie sind es, die mich hierher gebracht. Ja, das ist ste und lieblicher, als jemals! Es ging doch vor einigen Jahren das Gerücht.. daß irgend ein reicher, alter Mann sie adoptirt hab::. Man scheint seh? froh darüber, st: wieder hier zu f:hn." . Ich kann wahrhaftig nicht eine Minut: länger im Hause bleiben!" sagte Frau Barneck. Du mußt mit mir. Ach. ich möchte nur wissen, ob alle Mütter so viel mit ihren Söhnen auszustehen haben!" Sie. erhoben stch zugleich und kehrten nach Hause zurück Varneck war ein Bild der vollständigsten Ruhe. Er faß den langen Abend mit seiner Mutter beim Schachbrett, bis ste inmitten ihrer Bauern und Thürm: cinschlief. Am folgenden Morgen, lang: vor der Frühstücksstunde, zündete er eine Cigarre an, und wie von einem rastlosen Dämon getrieben, wandert: er durch dieStadt.Varneck wanderte planlos umher und hatte schon viel: Straßen durchschritten, als er zufällig seine Augen erhob und auf einer Bank, unweit einer plätschernden Fontaine, zwei Frauengestalten sitzen sah. Eine jung, eine alt und mit dem Aussehen einer Duenna Beide einfach gekleioet. Das Mädchen bohrte die Spitze ihres Parasols in den Rasen, ein Sonnenstrahl schlüpfte durch die Aeste und traf gerade ihr schönes, gesenktes Angestcht. Varneck sah :l, hielt an, machte wieder rasch einiz?Schitte vorwärts und seine Stimme erhob stch fast zu einem Schrei. Sibyl! Sibyl!" Das Parasol entsiel lyrer Hand. toic sprang empor. Dasselbe that Rebecca Hardin. Im nächsten Moment hielt Varncck die bei den Händc Sibyls in den seinigen und sah sie mit großen, vor Leidenschaft leuchtenden Äugen an. Endlich!" rief, er, endlich habe ich Sie gesund n, Sibyl!" Sie veränderte rasch di: Färb: und v:rsuch!e es, ihr: gesangenen Hände zurückzuziehen, aber ste vermockie es nicht und so ließ ste dieselben ruhen in den seinen. Rebecca sah aus geringer Entfernung zu. Mß SibyZ!" sagte sie. ich will einmal allein um den Platz gehen." und sie ging und ließ das Paar allein. Der Himmel segne die Frau!" rief Varneck ml: Inbrunst; sehen Si: mich an, sprechen Sie zu mir, geben Sie mir jetzt Ihr Jawort, Sibyl, denn ich bin frei' Sie setzten sich unter den schattigen Bäumen nieder. Eine Weile sprach Keines von Beiden. Sie wechselten ihre Liedesbetheuerungen aber mit den Augen, eh: ihre Lippen einen Laut äußerten. . Henriette Varneck hat freiwillig unser Bond ablöst. Darf ich mich nun als Jhrä5,'Ierlobten 5,etrachten.Sibyl?" Dann erzählte er ihr Alles. . Ich konnte Ihnen keine Botschaft hinterlassen," sagte Sibyl gedankenvoll, denn ich wußte nicht, wohin wir gingen. Eines Abends , kam ein Herr zu mein-.r Mutter und am nächsten Morgen beiTagesanöruch verließen wir Hammerstein. Wir haben unsere Wohnun in einem Hause in der Nähe auf geschlagen. Ich gebe niemals aus, au ir a Ort . i ßer des corgens mu neoecca ne iji, wie ste sehen, sehr gut gegen mich." Er faßt: wieder zärtlichst ihreHände. .Besonders jetzt, weun ste oft langsam geht und unS den Rücken zuwendet! Sie muffen mich Ihrer iwun vonlel !en, Sibyl. Darf ich Sie heute be suchen?" Sie ließ ihr Hauöt auf seine Scbul

ter.ttnierc. CS war ein glücklicher JU" fall, daß stch außer Rebecca Niemand in der Nähe befand. O," flüsterte st:, im Gefühle ihres Glückes, ist es denn nicht gewiß, daß ich nicht träume? Ich

fürcht: ich fürchte sehr. Mama wird sich Ihren Wünschen nicht fügen. Rebecca versicherte m:r, dan sie mich memals heirathen lassen will." Das wäre widernatürlich! rief Varneck.. Meine Besoranisse um Sie steigern stch. Bitte, antworten Sie, wann kann ich Ihre Mutter sehen?" Rebecca allein kann es Ihnen saqen, seufzte (sidyl. Wir leben hier so abgeschlossen wie zu Hammerstein. Sie allein weiß, was bei meiner Mutter möglich ist." Die Alte näherte sich mit niederge schlagenen Augen, Sibyl erhob stch un ter tiefem Eröthen. Rebecca," stammelte sie und die Scham verschönte sie wunderbar, Varneck wünscht sehr Mama zu sehen. Denken Sie, daß es möglich ist? Rebecca warf einen freundlichen Blick auf den großen, schönen, jungen Mann. Frau Arnstein, "antwortet: ste, steht niemals Fremde bei stch. Der Letzte, den ich ihr einließ, vertrieb unö Alle, von Hammerstein." Sie muß mich sehen und hören."' sagte Varneck, und zwar ohn: Aufschub. Woll:n Sie die Güte haben, mir die Stunde zu nennen,, wenn ich st: besuchen darf." Ihre Miene wurde noch verwirrter. Sie nimmt den Thee um Sechs," sagt: sie; vielleicht kann ich Sie da vorlassen, obgleich ich Ihnen schon jetzt sage. daß nichtsGutes daraus entstehen wirv. wird Fräulein Sibyl niemals h:irathen lassen. Ich will noch einmal um den Platz spazieren, dann müssen wir gehen." So überließ die nachsichtig: Rebecca sie noch etwas länger der Sügigkeit des Beisammenseins. Versprechen Sie mir, Sibyl," bat Varneck. daß uns nichts mehr trennen soll, was auch Ihre Mutter entscheiden rnag." Ich verspreche es!" antwortete ste. Als Rebecca langsam zurückkam, fand ste die Beiden im Schatten der Bäume stehend, Varneck voll Zuversicht und Sibyl stolz erhobenen Hauptes. Dort ist das Haus," sagte Rebecca, indem sie mit ihrer Hand über den grünen Platz zeigte. Um sechs Uhr Abends also," sagt: Varneck. Wenn Sie darauf bestehen." Ein Händedruck, ein langer Blick, ein Seufzer folgten, dann ging Sibyl knit Rebecca fort und Varneck stand und beobachtete di: Beiden, bis st: mit ein snder in dem bezeichneten Hause verschwanden; dann kehrte er zu seiner Mutter zurück, die ihn nachdenklich bei zem fast kalt gewordenen Frühstücke er wartete. Ich lieb: solch' frühes Herumwandern nicht!" rief ste bekümmert, als er eintrat, besonders mit leerem Magen es folgt immer große Ermüdung darauf. Wie seltsam Du ausstehst!" Was ist Dir geschehen? Sag: es mir sofort!" Eine große, groß: Freud: ist mir widerfahren, Mutter ich habe ste gefunden!" Frau Varneck war überrascht und stieß einen Seufzer aus. Mein Riechfläschchen! Ach. zum Glück ist es kein unerwarteter Schlag! Ich will nur hos sen, daß ste Dich glücklich macht, so glücklich, wie unzweifelhaft Deine arme Eoustne Dich gemacht haben würde." Daran zweifle ich nicht," antwortete er trocken. Und jetzt, Mutter, mllssen Sie auch gegen Henriette großmüthiger sein, ich selbst habe ihr eine Jahres rente au5gesetzt." Punkt sechs Uhr schritt Varneck über den stillen Platz zu der Thüre, durch welche Sibyl am Morgen verschwunden war. Si: wurde von Rebecca geöffnet. Ich will Sie sogleich zu ihr führen," sagte ste, aber, wie ich Ihnen sage, ich gebe Johnen keine Hoffnung. Sie wird uns AUen zürnen." Varneck folgte ihr eine Stiege em por in ihr Zimmer, wo auf einem eingelegten Tisch ein Theebrett stand und eine Frau, in einen purpurrothen Schlafrock gehüllt und stattlich ;fic eine Königin, schritt hier auf dem.. mit einem kostbaren Teppich überspannten Boden langsam hin. Sie achtete nicht darauf, als die Thüre geöffnet wurde und begann mit einer Stimme, die von tiefem Kummer zeugte, laut zu sprechen: Ich frageDich wieder, Rebecca, ist es glaublich? Ich ließ Geld und Juwelen, mehr als genug für alle Ausgaben zurück. Warum sollte Frau Christof mein Kind haben tödten wollen? O, wie schlau meine Feinde stnd wie ste es versuchen, mich zu täuschen und aus eine falsch: Fährt: zu bringen!" Madam:!" unterbrach sie Rebecca dreist, hier ist ein Herr Aarneck, der Sie zu sprechen wünscht." Sie hielt an in ihrem Gange, ihre lange Purpurrobe fegte über den Teppich und Zarnesflammen blitzten aus ihren tiefliegenden schwarzen Augen. Mit einer heftigen Geberde streckte ste ihren Arm aus. Fort mit ihm!" be fahl ste kurz. Varneck sah ein, daß er keine Zeit zu verlieren habe und machte ih: eine tiefe Verbeugung. Es ist Sibyls Geliebter!" setzte Rt becca hinzu. Die tiefliegenden Augen flammten Blitze auf den Eindringling. Was meinst Du damit. Einfältige? Sibyl ist eine Nonne. Sie hat keine Lieb haber." Ich hatte die Ebre." sagte Varneck in seiner höflich männlichen Weise. Fräulein Arnstein einige Wochen in meinem Hause zu ?s?een. Da war eö, wo ich ste lieoen lernte." Sie lernten sie lieben und Sibyl erwiderte ihre Lieb??" Dem Himmel sei Dank, ja! Krau Arnstein wendete sicd in 5&

s!enr Unwillen Nevecca-zu: A?rr?e rin!" rief ste. Und das hat seitdem, unmer fortgedauert;- und Du- wußtest es ohne Zweifel von Anfang an und woll test es mir nicht sagen!" Madame!" antwortete Rebccc, warnte ich Sie' nicht, das Mädchen so lange in einem fremden ause zu las scn?" Madame," drängte Varncck, und sein schönes Antlitz röthet: sich, ich habe Ihnen gesagt, daß ich Ihre Tochter liebe und in der That, ich lieb: sie mehr, als ich es sagen kann. Ich habe Vermögen und eine ehrenhaft: Stellung in der Gesellschaft; gebenSie mir sie und ich werde sie als das kostbarste Geschenk annehmen, das ich jemals empfangen- habe." Sie wiederholte- ihre zurückweisend: Geb:rd: mit größererHeftigkeit. Mein: Tochter wird niemals heirathen!" Und mir einem dämonischen Ausdruck: setzte sie hinzu: Ich wollte, sie wäre mitFelir zu Grunde gegangen, ehe st: Ihre Schwelle betrat!" 'speiet! Sie nicht zu hart gegeer ihn," Uit Zitbtcca trocken, Sie sind euch ci.nm7.k jung gewesen." stch die ganze Welt aegen mich verschworen?" kreischt: ste. Weder diescr Mann noch ein anderer soll Sibyl haben! 3ch wollte st: ebe? todt sehen! Gehen Sie, Herr Varneck! Ich will 5cin Wort weiter hören! Ich weise Ihre Werbung ab!"' Varneck sah.a'ls, als ob er dem Wahnsinn nahe sei. Madame, wie l'önnen Sie denken, daß ich mich m.7l einer solchen Antwort zufriedenstellen werde? Ist das Glück SibylS ist das mein: als nichts zu rechnen?" Das Gesicht der Frau Arnstein nahm eine nabezu bläulich: Färbung an. Si: griff nach einem Stuhle. Ich kümmere mich," rief sie. nicht um Sibyls Glück und nicht um das Ihrige! Wer hat sich je um das memige gekümmert? Soll ich sie jetzt, nach all' den langen Jahren, aufgeben für Sie oder irgend einenAnderen? Nein! Dieb! Sie haben die

Schliche meiner Feinde sich angeeignet und sind gekommen, mi? zu nehmen, was ich habe!" Dann gegen die Thüre winkend, setzt: sie hinzu: Wagen Sie es nie wieder, hierher zu kommen! Mir aus dem Gesichte! Ihr Anblick raubt mir den Athem er tödtct mich! Gehen Sie!" Si: ließ ihre erhobenen Arme sinken, wie von einer unsichtbaren Hand getroffen. Dann schien jedes ihrer Glieder zu erstarren und wie todt sank ste in Rebeccas Arme. Varneck eilte ihr zu Hilfe. Legen Si: sie nieder!" rief dieWär terin. Sie hat öfter solche Anfälle in einem solchen wird sie noch sterben! Mein Gott! Wie starr ste ist! Rufen Sie eine andere Dienerin rufen Sie Sibyl und einen Doktor. O, um des Himmelswillen, eilen Sie nach einem Doltor!" Sie scheint einen Schlaganfall be kommen zu haben." sagte Varneck und stürzte hinaus auf die Treppe und begegnete Sibyl, die eben emporkam. Es ist etwas geschehen ich weiß kaum was!" rief er. Ich bitte, gehen Sie zu Ihrer Mutter ich werde sogleich zurück sein!" Er eilte aus dem Hause. Ganz unbekannt mit der Gegend, war er in Verlegenheit, wohin er sich wenden sollte, um einen Arzt zu finden. Es wurde dunkel auf dem grünen Platze, als er darüber hineilte und scharf gegen eine Person stieß, die eben von der Straße in die Anlage eingetreten war eine still und nachdenklich dahinschreitend: Person, mit gesenktem Haupte und die Hände auf dem Rü cken. Bitte tausendmal um Verzeihung!" entschuldigte sich Varneck. Wollen Sie wohl die Güte haben, mir zu sagen, wo ich den nächsten Doktor finden kann?" Der Mann sah ihn ruhig an, dann erwiderte er: Ich felbst bin Arzt. Was kann ich für Sie thun?" Varneck ergriff seinen Arm. Eine Dame hier in der Nähe hat eine Ohn macht oder ein Schlagfluß befallen. Kommen Sie um Gottesttillen! Es sieht höchst bedenklich, aus!" Führen Sie mich ich werde folgen!" sagte der Arzt. Sie gingen hastig mit einander nach dem Hause und Varneck führte den Doktor nach dem Zimmer der Frau Arnstein. Als ste über die Schwelle traten, sahen ste Rebecca bei einem Sopha knieen und das Haupt derFrau stützen, die in ihrer langen Purpurroöe, einer Leiche ähnlich, dalag. Neben ihneil stand Sibyl, bleich und furÄtsam. Der Doktor näherte stch dem Sopha und sah auf das geisterbleiche Antlitz hinab, das in. Rebeccas Armen ruhte. Er betrachtete es einen Moment, ohne zu sprechen. Dann sagte er: Es ist eine Ohnmacht." Sind Sie auch dessen gewiß?" fragte Rebecca mit kläglicher Stimme. Sie bat auch ein tiefes Herzleiden ja, und auch ihr Kopf ist krank!" Ihr Name?" fragte der Doktor Arnstein," antwortete Varneck mit leiser Stimme. Und dieses junge Mädchen?" fragte der Arzt, einen festen Blick auf Sibyl richtend. Ist ihre Tochter." Er ging schweigend an's Werk, sie in's Bewußtsein zurückzurufen. Als das erste Zeichen des zurückkehrenden Lebens sich zeigte, bat Rebecca Varneck, zu gehen. In der That, Ihr Anblick konnte den Anfall zurückrufen," sagte sie. Der Arzt ließ die Hand der Patientin los. S.ind Sie ihr Sohn?" fragte er. Nein," erwiderte Varneck, ich bin der Verlobte von Fräulein Arnstein." Dann streckte er seine Hand aus, um sich von Sibyl zu verabschieden und sagte zärtlich: Was sollen wir thun, Oeliebte? Sie will mich nicht hören." .Still!" flüsterte Rebecca; .sie bWtzukü." "

schwarzen' yo'hlen Augen Äva Arnstein öffneten stch langsam: Mit einem Schauder blickte ste die Anwesen den an,, welche ste umstanden, bis ihr Blick auf' dem fremden Arzte haften blieb. Die Augen der Beiden begegneten sich. Ein Moment des tiefsten Schweigens folgte. Dann stieß die Kranke ei nen Schrei aus, einen wilden, furcht baren Schrei,, der das ganze Haus durchdranz und sie richtete sich dabei vom Sopha empor. Großer Gott!" rief sie, Philipp Walter!" Endlich Angesicht gegen Angesicht! Die Frau athmete tief und schwer, der Mann, war ruhig und bleich. Im näch sien Momente fiel sie wieder auf das Sopha zurück. Phi'ivp Walter." stammelte, sie, wie komm.n Sie hierher?"' Ich wurde gerufen, Ihnen ?u helfen," antwortete er. Gott selbst muß mich geführt haben; und so fanden. wir. un wieder." Ihre Augen fielen auf Sibyl, die an dem einen Ende desSophas stand. Rebecca," stöhnte ste. jetzt Varneck gar nicht beachtend, Du falsche, thörichte Rebecca, siehe, was Du gethan hast!" ..Nun, ich meinestbeilö bin froh, daß es so gekommen. ist. Madame!" rief Rebccca. Frau Arnstein sireckte ihre Händ: abwehrend gegen denDokt.r au-. aen Sie es nicht, mich anzuklagen." murmelt: ste, auch nicht mit cinem Blicke! Habe ich Ihnen nicht immer und immer wieder eine Auswechslung angeboten? War ' ich nicht immer bereit,. Ihnen Ihr Kind zu geben für das meine?" Doktor- .Walter ging gerade zu dem großen Wnen Mädchen, welches an dem Sopha stand. Er öffnete sein: Arm: und streckte ste ihr langsam tv.t gegen. Ein Blick von unauSsprecblichci Zärtlichkeit glättete die Linien seines Antlitzes. Herzchen!" rief er in dersel ben schmeichelnden Stimme, wie er vor siebzehn Jahren zu Hause sein Kind ge rufen Herzchen, mein Engelslind!" Sie warf ihr Haupt zurück, ein leb haftcs Roth überflog ihr Antlitz und ihre Lippen öffneten sich. So stand ste einen Augenblick, zitternd und mit leuchtenden Blicken. Herzchen!" rief er wieder, komm zu mir Deinem Vater!" und mit einem leisen Auffchrei warf ste stch an seine Brust. Adah Arnstein lag da, bleich und schweigend, eine stumm Zeugin dieses Wiederfindens. Plötzlich aber rief' ste laut: Und meine Tochter? Wo ist ste?" Doktor Walter ließ seinen wiederge fundenen Schatz los und näherte sich feim Sopha. während Varneck. der sich in den Hintergrund zurückgezogen, sprachlos vor Erstaunen -stand.. Madame." sagte Philipp Walter, ich weiß bis auf den heutigen Tag nicht mehr u"öer Ihre Tochter, als da mals, als Sie mich zuerst fragten." Sie stützte stch auf ihren Arm, nach Worten ringend. Rebecca beeilte stch, sie zu unterstützen. Wir haben einen Mann gesehen," rief ste, der uns sagte, Frau Chriftof habe das Kind an dem Ufer, das Sie nannten, ausgefetzt, da mit es ertrinke, abs? es sei gerettet worden, lebe und befinde stch wohl. Aber wie konnten wir ihm glauben, da er stch selbst einen Freund dieser Wei-ßcnthurm-Brut nannte des alten Generals, der mein: Herrin des Mor des beschuldigte des Weibes, das ihr einst schrieb, ste würde, wenn sie könnte, sie und ihr Kind Glied für Glied in Stücke reißen!" Der Doktor erbebte. Der Name des Mannes?" fragte er. Er nannte sich Trent." ' Das fft seltsam." sprach Philipp Walter und seine Augen richteten stch auf die Gestalt am Sopha. Ja, das ist der Schlüssel des ganzen Geheim nisses. Sie müssen es glauben Sie müssen endlich seyen, daß ich unschul dig bin, daß die Klage ungerecht war, welche Sie doch so lange Zeit gegen mich erhoben." Unter Stöhnen bewegte stch Adah Arnstein auf Rebeccas Armen. Der Doktor erzählte ihr sein eigenes Zusam mentreffen mit Trent. So viel von der Geschichte, als ich selbst wußte, hörte er unter meinem Dache," sagte er; das Uebrige hat er anderswo gesammelt. Ich kam heute in Folge einer Auffor derung von ihm nach dieser Stadt, um

! mit ihm zusammen zu treffen undNach richten von meinem Kinde zu erhalten. Ich bin überzeugt, der Mann kann Jh nen Alles sagen, was Sie zu wissen wünschen." Um des Ewigen willen," rief Adah Arnstein, senden Sie ihn wieder zu mir: Ich werde es," sprach der Doltor, ich werde es. Dann endlich werdenSi: nir glauben!" Ich glaube Nichts! antwortete ste wild ich weiß nichts, außer daß mir mehr Unrecht zugefügt worden, als je einer Frau; außer daß ich noch mit meinem letzten Athemzuge, den Namen Weißenthurn verfluchen werde!" Mächtig erregt neigte sich der Doktor über sie. Stille! Sie werden sich selbst schaden. Die Person also, welche stch damals Capitän Roland nannte, wa? der Sohn des Generals?" Ja za! O Himmel. m schreck liehe Nacht! Ich sah sein Antlitz nach her nie wieder!" lFortsetzung folgt.) Districts-Politiker: Der Präst. dent hat zur Hebung der Finanzkrise Alles gethan, was in seiner Macht steht. Grabschmeier: D?n Teufel euch, hat er! Wenn ich Präsident tvär'. that iä) die Herbst-Wahlen schon jetzt abhalten lassen, damit etwas Geld unter die Leute kommt und wie ich die Siimmgeber kenn', n:hrnen die kuck Silberl .

Tbe-Alavttrr.tZti:: Em:n' komischenSchmeizenZsrc' ':b:? das Wüthen der Klavierseuche entyalt der folgende-HerzeAZcrguß : Den' Schumann, den Schubert, den Cbopin. den Kücken Zerfleischt sie' , zerfetzt i: zerreißt ste in Stücken ; Voll Wuthgier und Blu-tgier verschlingt sie und frißt Den Mendelssohn. Offenbach, Händel und Liozt; Mit fletschenden Zähnen mordgrimmiz erschnappt Sie den Verdi. Element, Scharwenka, Franz Abt. Und stürzt stch blindwüthiz. verlechzt und verhungert Auf Dvorak. Moszkoski. Bach. Ler V'.'naert ; Mit furchtbaren Tatzen grausamem Svie! Verstümmelt sie Hand-r. 7?aff. Lorinz und Kiel. Kein Ruhen, kein Rasier kein Mitleid noch Gnade. Si: würgt Eher'ifcH. Gluck, Iensen und G'de :

Allero, vivav o, ..l, snoco, oon ins(n Jerhämmert, Mrauü n?, zerhackt si: den F!o!o-. Den Spohr- D?nize!ti, Bellini, Sp?n tini. Den VrahmS, Kalliwoda, S:arlatti, ?jT5!r i- 1 1 Sie orgelt, sie dudelt, sie llimpert und klappert . , Den Beethoven. Meyerbeer, Taubert und Tavvert. Wie kocht mir die Galle, wie schwillt mir di: Leber, Sie schont nicht den Mo?-?.rt. sie schont nicht den Weber, Und Siegfried und Tristem o höllische Qual ! Fast niemals im Talte und immer Pedal ! Auszog'' ich, möblirter, verzweifelter -Herr. Wohnt' ich nicht drei Treppen hoch, fondern Parterre !" Oaö Heiratköalter arokzer Männer Wie es für den Genius keine be stimmte Abgrenzung der Jugend und des Alters gibt, so knüpf: stck, an di: Eingehung ihrer Ehen kein bestimmte? Lebensalter. Mögen auch gleich Rasael, Michel Angel?, Beethoven und Andere mehr unverheiratet gewesen sein, so können doch auch große und berühmte Geister vortrefflich: Ehemänner abgeben, und ihre Geschichte lehrt uns, daß stch niemals zu früh und selten zu spät diese zarten Bande um sie geschlos sen haben. Fast für jedes Lebensalter lassen stch Beispiele hierfür finden. Shakespeare heirathete Anna Hatha way. als er 18 Jahre alt war. Friedrich der Große führte die Prinzessin Elisabeth von Braunschweig mit 21 Jahren zum Altar. Wilhelm von öumboldt führte im 24. Jahre Karo line von Dachröden beim. Mozart und Walter Scott waren 25 J?hre alt; ersterer heirathete die reizende Konstanze Weber, und qerad: di: Flitter Wochen begeisterten ihn zu seinen schönsten Werken ; letzterer reichte Fräulein Charlotte Margarethe Earpenter ie Hand. Dante qina seine zweite Ehe mit der.Florcntinerin Gemma Donati In seinem 25. Jahre cin. In dem glei chen Alter heirathete Johann Heinrich Boß seines Freundes Schwester Ernestine Boie-. Napoleon und Bvron zähl ten 27 Jahre, als sie die schöne Wittwe osephine Jeaubarnais resp, die reiche Erbin Anna ElisabethMilbank heim führten. Der schwedisch: Naturforscher Linne heirathete im 27. Lebens jähre ; Herder war 29 Jahre, Robert Jurns 30 Jahre alt. Schiller verebelichte sich mit Charlotte von Lengefeld in seinem 31. Jabre. Wieland in seinem 32. Jahre. Milton. der Dichter oes Verlorenen Paradies", begann seine unalückliche Ehe im 35. Jahre : Bürger führte seine qeliebte und heiß ersehnte Molly im 36. Jahre heim. Lessing heirathete mit 37 Jahren, Luther mit 42 und Busfon mit 53 Iahren. Goetbe ehelicht: mit 57 Jahren Christiane Vulpius. Klopstock endlich ging, nachdem er seine so frühzeitig verstorbene Meta 33 Jahre betrauert hatte, im 7. Jahr: seine zweite Ehe mit der verwittweten Johanna von Windheim ein. Ein Schweizer Eisenbahn gespräch wird den Münchener N. ?Zachr." mitgetheilt: Ein total betruntener Passagier brüstete stch Fremden gegenüber, daß er koi Schwob. aber : freier Schwyze? sy. Duliäh!" Ein Schweizer sagte darauf: 's isch nur auet. daß alli freie Schwyzer nit glich stn." Betrunkener: Bisch mir vil iicht um mi Schnaps nidig. Eidgenoß?" Schweizer: Du solscht Wasser sufe!" Betrunkener: Bim Hagel nit! Die freie Schwyz isch nit vom ne Apotheker ersunde worde!" Nichtrechtbeider Sache. Der Mayor, dem das Recht zusteht, Trauungen zu vollziehen, stellte dem Zräutigam die üblich: Frage: Joh? Jacob Obermeyer, Sie erklären sich ilso bereit, diese Jungfrau hier, Anna Dorothea Schusselfeld, zu Ihrer ge. setzlichen Gattin und Ehegespons zu machen?" Ein langes Stillschweigen trat ein, dann suhr der junge Bräutr. ' gam wie au einem Traume auf und stellte verdutzt di: Frage: Bitte um Zntschuldigung, Herr Mayor. habeic .Sie etwaZ zu mir gesagt?" Ein Heros. Das ist eö?. $all von Stoicismus, wie er mir bii her im Leben noch nicht vorgekommen ist " riff in nerkÖskr 5?rr aus. I.Was?" O die Art und Weise, wie , 1 C "f der Mann ca oruoen. inen eigenenHebungen auf der Klarinette geduldig luh'ört!"