Indiana Tribüne, Volume 17, Number 55, Indianapolis, Marion County, 12 November 1893 — Page 2

Gin Opfer seiner Leisen schuft.

Ben Tag zu Tag ncchm er cn Kör tjrfüHe fast sichtlich zu. Sein Garn; umice schleppend, sein Athem keuchend. , Mit dieser körperlichen Verant-eruna j 1 ' ' . Ä, . I hielt die Wandlung fernes ücmuxl)Teoen gleichen Schritt. Er würd. mürrisch und verdrossen; bis Fliege -a:. der Wand entfesselte seine Wuth. Nur wenn sie fern, Pauline, dann raffte tx sich aus sein:? trägen Nuhe cuf; er wurde freundlich und charmant, wi? er es nur in seinen besten Tagen cc roesen. Aber auch diese ersrculim: Reaang aeisiig:: äiiafei: schlief all mälia. etn: er rcur'oe völlia stumpf fin m r.f In b::cm t:lIa?,:nsK?cricn Zustände befindet er sich je t nr-ch. Eine Sirene des berliner chc-szenge.. rictä hat Kenr.tV.ij von b:ej:r That. f-.-'-I - W- V l . .- rcu-iri T SR Oi v'-"Srf "-i V . U(UVU;li V. li: jr :n r.:2:rir:tunq. fc:.3 s s-, C:rrr f. - j -1 V V.J Vw 1 1 - j ri r'-rtTT "Tt .-7 vtv:ll , ' n , : J, r 'T" l?V J .' r'C p----iri.1' r. I ? der i? ütt: - S - " xirr.t; eder aci.: . , L.; -- f r'ss"T dr?, U . ) lU.,1 t'tE: c? ff :f um oeiie:? Sie find als - i i rr b:s':loi i I r.. Yfi WTfkry'i- , ....i-'C. l4 -üJ. lfclw - ! ' C2 t'.e Urtneüacii:, Ihrer Herrschasi fori.ictt Schinken. Konfekt, Znäe: und t:röleiciien cr.ilrendet zu haben, um daniii heimlich derer, wertvoll:?; Mopub zu füttern. Sie sollen tz'ä in Conftcr Absicht gethan haben. Ar gefragte: ifce, so trat läuft nicht fr. -;:.jdcn 'rnm.wat die Herrschaften 5eit:jeniLg' AllenZ die arme icnstöclen anhängen looll'en. Je. tiz$)i feilen se nu immer haben, cnU weder so? ihren Jrenadier oder fcr'n meiUcafinen &!:se.:c, oder nu ja? fer';: richtijen MopZ. Xd olle Freilen. sollte sich war schämen, mir wejen ss ne Sache vor bei h?he Schurzericht zu schleppen. Lorfitz.: Sie bestreiten also di: Beschuldigung? Angckl.: Det bra-ch ick nich zu streiten, det ick dem crrnen 'aiar manchen Happen 2?)? Uzn jeöen Hake, denn det konnt Mensch mit ansehen, lz:z det arme Aieh vcr H:necc lnurrt: nn an seinen eiienen Schwan; rum knabberte, weil et sonst nischt zu leiten un zu beiden hatte. Wenn det nu een Verbrechen ls, dann bitte ick den hohen SchwurjerichtIlcf. mir zu sagen, wat det vor Iesctze sind, wo man mir rinwicleln toill. orsih.: W.ir- wrdzen einmal die Zeugin hören. Es ist ein älteres Fräulein mit scharfgeschnittenen Ge sichtözügeu, das aus den Ruf des CerichiZdiemrs im Saale erscheint. Sie wirft der 2lng:!!agten eben vernichtenden Vlick zu und wendet sich Z)ann mit feierlicher Niene an den Gerichts hos. Meine Herren, beginnt sie, ich ra'.f e!ö bekannt vorclussctz''n, daß Cäsar häufig an Indigestion litt und don jeh'.r eine bedenkliche Dispositioit l'ix Fettsucht erkennen ließ. So weh 'es nur auch that, aber ich mußte Cä sar die g:ohnt?n Leckerbiss'n entzieV-! dem sast menschlichen Ler. stand des Hundes durste ich auch wohl tfugm: u.:rn, o::r Wie 3 . 1 . . , "lf f ' r rT s V 4 l . 'l ..;4 UU3 U.l U(.li ilUl.U Mittheilungen meines Rechts beistan des bekannt sein dürste, zeigte sich bei (äsa? nach m?hrwöchcntlichir Durch" fuhrung d.r silengsien Diät bereits ein: erfreuliche Veerunz seines Be geradezu teil v( tc. Meine Be-!ür;una werden Sie begreiflich finden, zumal sich gleichzek. tig auch 'ein überraschender Stimm, ingswechsel bei ihm einstellte. Er be.gann .mich zu meiden, während er gleichze-itig eine leidenschaftlich? Zu Neigung für Paulin?, die Angeklagt faßte. Ich dachte lange über das seit same Näthsel nach, bis ich eines Tages die Lösung deelben fand Lorsitz.: Ich muß Sie bitten, meine Frage zu beantworten, ob die Angeklagte Sie bestohlen hat. Zeugin: Ich bin im Begriff, dieö zu thun. Eines Tages also überrasche ich zu meine? namenlosen Bestür.'.ung die Angeklagte, wie sie eben damit beschäftigt war, meinen Eäsa? mit Schinken zu füttern mit fettem Schinken! Iet't war mir Alles klar Borsitz.: Hatte sie Ihnen den Sckinken entwendet? Zeugin: Wo sollt: sie ihn sonst her gehabt haben'; Dk Ang.e:lagte: Det hatte ick mir Allens von meinem eigenen Mundi abjesvart. Beif.: (zu? Zeugin): Wol. Ien Sie den Strasantrag nicht zurück, nebrnen? .mgin.: Unmöglich! Das Mädchen ha! Ear in der unverant wortlichsten Weife verführt, feint nied?igen, schon fast unterdrückten. Le denschaften genährt und ihn zum Opfer derselben gemacht. O. Sir sollten sehen, was aus ihm aeworden ist! (Die Zeugin schluchzt.) Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung der Angeklagten, da die Beweisauf nähme nicht ergeben hat, daß sie zur Fütterung des Mopses geeignet: Ge genstände den Vorräthen ihrer Herrin widerrechtlich entnommen hat. T r o st. Während eines Gewit iers schlug der Blitz in den Stall et. r.e Gutsbesitzers und tödtete ein Pferd und drei Kühe. Da tröstete ihn sein Nachbar mit folgenden Worten: Ei ist freilich ein großes Unglück, das Si: getroffen, aber es ist doch auch wieder ein Glück dabei! Denken Sie sich, wt: traurig wäre es erst gewesen, wenn der Stall Ihr Wohnhaus, das Roß Ihr Herr Sohn und die drei Küh: Ihre Fräulein Töchter wären!

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Wer tfr okne QÄnld?

?l2pc2c:le i o.i i,luo. WtÄe. v te Abendfa?atten breiteten Viüt cr, 4 Stronigeöiet der Weichst. Dez g war nein uno icnrrui g:n?en. Die heimkei'irenden Feldarbeiic: athmetcn auf, als der Sonnenball l)'.nler eine phantastisch gestaltete Wolkcndank. deren Ncinder sein Purpurlicht noch rnit ö)oldlanz versah, untertauchte. Der nffpringende Abcndwind kühlte nicht uur die heißen, braunen Gesichter der Landlcuie. fondern auch daZ zarte, lekchtgeröthcte einer Reifenden, die der Rutsch dc trafen von LaNa im zweifpcr7rnin Jaqdwaen von der Öifcriiabnrtation abgeholt hatte, u:.! fi: dem Schloß dieses GroggrundbesitzerZ iri:vs:sirc7i. Die junge Tarne trug das rnanschlieszende K!:id der 5cranlenvileae?inn:n. Aur einer m:b?-Zun-lign (.'isei5.-.5n:sart het: sie so sehr : der H!?ke des Augus:!c?geö ae::t:n, das? sie :H x:r : TlrTi nr T..ind- ' ' t-i ' l--'C- tca:t xzzTtf irqi!;::i'r.T c?nivtrS o:--, """nsi'-s'.-?'" I- .;i -.0" .1. cii'-tTii s.'T -'-.r"' ('v, f-" !f..; VI l.U 4 -kly .M - f" f r. ln iHF1 r rt I , V,t,.,'..li. f.. Uv'K jt-Uiv-..'. IvU, UlUy' fUf,IlM Braun.?n ;:$03cne Wazen in den fic-if.ftomnihcTi Eienwald e'm-Irr-rsT-o f?; -V-n ss,nbf -sH-n "'.-: 1'. 1 . . , t .fk,s. v . . k j , 4 - fc r::ti;cfier. i:?'.-. ein: wohlthuendc 51UHI: f.rrju ie. nesielte sie das enr,e flkib W-Jix der Vrust auf, ath:n:te tief und lehnte sicb dann in die Cae deö WagenZ. Eine Weile ließ sie die Länme gedanlenlzs an ihrem Auge dorüberleiicn. dann schloß sie die Lider und ccl nch Träumereien hm. Sie hatte sich während des ganzen Tages in einer seltsamen Erregung befunden. In jenem Krankenhause, wo sie ihren Samariterdienst begonnen, war am Morgen ein Telegramm kingelaufen, welches eine Pflegerin für den Grafen Laska verlangte. Die Oberin kanr in Berlenheit, wen sie senden solle. Di? älteren und in der Krankeuvflcze bewährten Schwestern waren theils im eigenen Hause, tüeils in der Stadt mit wichtigen Aufaaben betraut; es blieben ihr nur drei Novizen, die sie xur Noth hätte entbehren können. Diesen theilte sie den Wortlaut des Telccramms mit und knüpfte daran die ??rage, wer von ftnen die Sendung zu dem schwerkranken Grafen übernehmen wolle. Warum sie Hilma Weber, die jüngste unter allen sofort mit einem entschiedenen : Litte, senden Sie mick, ! geantwortet hatte, war ihr jetzt selber 'nicht klar. Der Name Laska hatte etroas in ihrem Herzen geweekt, das sie längst überwunden zu haben wäbnte : die Erinnerung an ihn. Seine Mutter war ein: Laska dzs hatte Hilma zufällig erfahren, als sie eines Tages in feinem Album tes Bild einer alten Frau betrachtete, deren feine, durchgeistigte Züge ihr Interesie erweckt halten. Damals bemerkte er mit einem von Liebe und Wehmuth durchbebten Ton : Das war meine Mutter, Hilma, an der mein ganzes Herz hing und für deren Verlust Du mir Ersatz bieten sollst !" Dann Hatte er sie geküßt und es durchs vor jullborn. Seele enti - (,a,r .5 52 .n.A?.V.ff ftttTM UUilUllU. W.IVtll, r i ' daß die übernommene Sendunq entscheidend werden könne für ihr Leben, od?? nur die rascbe Bewegung des Wai gcns. welche sie zur Rückschau leitete die Neidende verzank m jenen träumeri schen Zustand, in welchem Bilder der sah sie wieder, in dem sie ihre Kindheit fröhlich verlebt hatte, dann tauchten, umspielt von den Klängen der Musik, die blauen Dragoner auf, die zu den Hervnubungen gekommen waren. Als die Reiben sich lösten und die Reiter :bre Quartlere suchten, kam er. Fritz Hellborn, gerade aus ihr Haus zugeritten. und sie meinte, nie einen schöneren Mann slffpfin in fiifion aT2 h?f dlonden decken n der blauen Nnilnrm " " -I ,1 t.fe'V! VIVIkll - ' yj i de? fHiipn Mrtmf,,s.rf, , ...... .nvmnn vt,ini lui.l . . , . . T.r . . . y vor ihrem Fenster parirte und ihr die rage zuries : Wohnt hier der Baumeiste? Weber V Und sie sah ihn wieV. - . n. i . r? . f.. c. mi vci uyi iu;, ne oen Uilllommentrunk k?sden?i? ItnS Ynr fein sn. r.cn fr analänzten. als wll. t ! vollen Römer auf hr m.nM um cz ; - . ' V n : t., o. ' ? . . CLli Um wieder bor ficfi nsa ,r s?- 1,? folgte jener Stunde, in der sie mit inr.erem Jubel, aber zitternd vor Scharn i'uu. . ivumiiuc "CU und Seligkeit, seine feurigen Kü kennen vor all' den strömenden Thräoen C o gehalten, ihm nur eine Episode Wesen war in der abwechselunasrrichen Geschichte seines Lebens. Ermatte . . i rzehrenden neuer Noch ein Iiabr wa? in's nn . . . "

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duldet Und dann der Abschied ! wnmmm r Beim Moraenarauen hatten sie sich .Der UnqeduldiZe schritt zur Thüre, Lebewohl gesagt, und als das Regiment b.sie aus und als er am Ende des unter den brausenden Klän?en einer Kor?ido?S einen Lichtschein beme?kte, kriegerischen Musik du?ch die Gasse zog. : !Ima n Gottbesvhlen zu und konnte sie seine Gestalt nicht meh? e?- "lte mit polte?nden Sch?itten den

ren Kaum ein Jahr war vergan- . icgxc leine eiselasee aen, da wußte sie, daß die Liebe, welch: m tmi Ecke des Zimmers und nahm sie für den Ke?n und Malt ibres 9,- die Haube ab. Es wa? ?echt schwül im

Land geganqen. da Hörte sie. Fritz Hell- ?u?cht. dieser könne trotzdem er anborn babe den Dienst auittirt und di- scheinend bewußtlos wa? doch die

Besitzerin einer großen Herrschaft an de? polnischen Geenze g:hei?athet. Das siel wie ein Rauhfrost ihr junges Leben : sie glaubte ve?zweifeln zu müssen und ve?ließ die Heimath mit dem festen Entschluß, ihr Leben de? Eharitas zu weihen. Es wa? ein

5ar!er. dornlaer 'Wrg, 'den Hilma 'be-

irat. denn ihrem S'eben war die DafcinSfreudc, die Lust am Heiteren cnd Schönen eingeboren ; dazu kam ein Abscheu vor allen Gebrechen. Sie litt ?u sehr mit den Leidenden, um eine gute Pflegerin sein zu !önnen. Aber die Oberin hatte ihr ermuthigend ffesagt. daß die Gewöhnung ihre .empfindsame Natur abhärten werde, und sie war seufzend weiter geschritten auf dcrn dornige uP fad der Pflicht. Und in rastloser, opfermuthigcr Arbeit schloß sich auch die Wunde, welche sein Treubruch ihr geschlafn, und nur zuweilen in kinsamenSiunden, so wie jetzt, schwebte sein Bild über ihr. Da liegt das Schloß Dieser Zuruf des Kutschers entriß Hilma ihren Träumereien. Eben verließ der Wagen den Wald und sie erkannte aus einer Anhöhe die schattenhasten Urnrisic eines gewaltigenSchloß baues. Die Erscheinung war jäh Qufegetaucht und dann wieder im Dunkel zerronnen. Die Blicke zum Himmel erhebend, bemerkte sie zu ihrer Ueberraschuna. daß Wolken, über die nur v?n Zeit zu Zeit der grelle Sch:in deö Wctierleuchtens hinflog, ihn verfinsterten. Ein dcwittcr war in? Anzug. In der nächsten Stunde fuhr der Wagen raffelnd über den Schloßbof, eine' Meute kläffender Hunde begrüßte die Reifende beim Aussteigen, die ein Peitschenknall des Kutschers verscheuchte, dann sah sie beim fernen Auszucken des Vlines eine verwitterte Schloßfassade und wurde gleich darauf von einer geschwätzigen alten Wirthschaf terin unter dem mächtigen Portal empfangen : Gott fei Dank, mein trautfies Fräu. leinchen, daß Sie da sind ! Der Kreis. arzt wartet schon 'ne halbe Stunde, um Ihnen die nö!h!ge Jnstrukfchon zu geben." Hilma fühlte sich von der Hand der Alten ergriffen und über dunkle Trevden, lange Korridore und Gänge geleitet, die sie tastend und stolpernd durchmaß. wobei die Führerin anzunehmen schien, daß ihre Anweisungen mehr Licht über den Weg verbreiteten als eine Lampe. Endlich wurde ein: Thür Ousgestoßen und Hilma sah ein weites, mit gediegener Pracht ausgestattetes Schlafzimmer vor sich, an dessen rechter Seite sich ein mit seidenem Baldachin überspanntes Veit erhob. Die auf dem Nachttischchcn beim Kopfende stehende Lampe warf ihren Schein auf das Gesicht eines Mannes, bei dessen Anblick sie ein Schauder überflog. Sie glaubte das durch schreckliche Leiden verwüstete Antlitz eines Todten vor sich zu sehen. Bevor si: sich noch recht von ihrem Erschrecken erholt hatte, löste sich eine robuste, untersetzte Männcraestalt aus dem Halbdunkel einer Fensternische. Es war der Arzt, der durch die Scheu ben der Balkonthür' hindurch den Nachthimmel betrachtet hatte '.md jetzt i crjc. . vi c :m barschen Ton ausrier : Na endlich. das hstl l-irf?nfkt Irtnni nphniieril" ! Als Hilma ihn ve?wund:?t ansah, fuhr er fort ; Sie sind doch die bestellte Pflegerin V Ja, mein Herr !" löut. ich werde Ihnen gleich sagen. was Sie zu thun haben, ich bin nämlich der Doktor. Weißhauptin. sag' sie dem Michel, er soll: ja nicht au--spannen. Ich muß nach der Stadt zurück und möchte nicht vom Gewitter überfallen werden." .Gleich. Herr Doktor." Bring' Si: aber 'ne Lampe mit. Ich hab' nicht Lust, mir aus den Treppen de Hals zu brechen. BerstanWi J tll X Ja. Herr Kreisarzt." Die Alte entfernte sich, um den Auftrag auözufuhren und der Arzt sagte, ohne seine laute Stimme zu dampfen, zu Hilma : ,Was nun die Verhaltung5-.naßreqeln betrifft, so sind die sehr einfach. Der Kranke da, dem ich durch eine Mo? phium-Einspritzung eine kurze Erlösung von seinen Qualen verschafft habe. wird nach zehn oder zwanzig Minuten aus der Lethargie erwachen. Wenn er dann früher oder spater wieder zu jammern und zu deliriren anfängt, müssen Sie ihm durch eine neue Jnjekhon den Schlaf wiedergeben. Sie verstehen doch mit dem kleinen Jnftru I Ijj c II r l r-rt y . i unnt" ViiiiMi . ( V a IiTTmuI.... " ua! tlc ;umspritze umzugehen ? l (x, f -v i . t 9 tf I CSrr Mnfrnr llrtS , Vfi Vfc 4V4. ivit neien ?" Können Sie aus dem Fenster we? sen. An dem da" er deutete auf den schwerathmenden Patienten ist pfen und Malz verloren. Todeskandidat ! Unsere ganze Aufgabe be ! ri.'.i v i ;t ' , iii, u)ui oiz -i:uaicu oc3 ierI fr.fnPs nncfi WoTTrA? rtrnn - ..n'yUUinik QH klfUtlll. I m. ' j.' ' .. . " ' - - ,luan ' Ser oltox horcht: nzch der alkonthüre hin. Da draußen donnerts schon. Wo bleibt I ng hwilnter Zimmer. Als Hilma bald darauf das Nassein des adfahrenden Wagens horte. ube?!am sie ein Gefühl de? E?!eichte w v t 1 r c - n-r i 'er oruia:: .on oe '.rzres ? gründlich mißfallen, denn sie l o ' - r r I r,c5IC Dtl o.-ijoiicrä ruancrtsiojtn k I " . CXmLS ..3 !l 11- i riiarungen uuuu ves 'jancnt:n cie Worte vernehmen. Sie erwartete, daß die alte Wi?thschafte?in nach der Abmit ves 'rzies zu iyr zuruaieyren we?de. allein dies geschah nicht. So sete sich Hilma zuletzt an da. Bett deö K?anken und während draußen heftige Windstöße gegen die Fenster pochten

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und der Ttznner heftiger grollte, glitte?, ihre Blicke .von dem wachsgelben Gesicht

des Grafen zu einem Bildniß hinüber. das in Lebensgroße einen Kavalier in der kleidsamen Tracht des Oberjäger, meisiers darstellte. Ob dies Gemälde wohl einen Grafen Laska darstellte Z Hilma stellte sich diese Frage, weil eZ ihr schien, als hätten die Züge des blühenden, in voller Mannesschönheit prangenden Obcrjägerrncisters auf dem Bilde eine leise Aehnlichkeit mit dem Sterbenden. Hier wie dort die breite. gewölbte Stirn, die feinmodellirteNase. der sinnliche Mund und das energische Kinn, aber der Mann im Bilde sah sie an mit stolz und siegesgewiß blickenden Augen, seine Stirne umgab volles, welliges Blondhaar, seine Backen waren gebräunt und gcrötlet, sein Schnurrbart aufgewirbelt und in der Haltung prägte sich das Bewußtsein aus, daß er in die Welt gekommen sei. um zu gebieten und zu genießen. Der Sterbende aber sah kläglich aus. Die sparlichen Neste de5 Haupthaares umgaben in zottigen Strähnen den mächtigen Schäl eC der in seiner Elfenbeinsarö: und durch die tiefliegenden, eingesunken neu Augen an einen Todienschäde! gemahnte, die mageren Wangen waren mit Bartstoppeln bedeckt, der Schnur?' bart hing in den halbgeöffneten Mund und am dürren Halse sah man die Muskelsiränge unter d2? welken Haut. Nein, sagte sich Hilma in Gedanken, den Vergleich zwischen dem 5i?anken und dem Portrait abschließend, diese Nuine eines Körpers hat nichts mit dem Oberjägermeister im Bilde gemeinsam. Nach einiger Zeit zuckte ein Blitz durch die Nacht und eZ ballten so mächtigc Donnerfchläge durch die Luft, daß Hilma entfetzt auffuhr. Das Gewitter stand über dem Schloß und feine erste furchtbare Entladung ließ dessen Mau ern crbcben. Und fast schien es, als könne der Donerhall Todte erwecken, denn der Kranke riß plötzlich weit die Augcn auf und starrte' die entsetzte Wärterin verständnißlos an. Das dauerte eine Minute, dann erhob er mühsam den Oberkörper, schob die Bettdecke zur Seite und entsiiea dem Bett. Hilma stieß einen leisen Schrei aus, denn der Kranke sah, in dem langen Nachthemd völlig gespenstisch aus. Sie machte eine Bewegung, um ihn auf das Lager zurückzuführen, er aber schob sie mit dem knöchernen Arm zur Seite und ging wankenden Schrittes, irre Worte murmelnd, auf die Thür zu. Das Mädchen hatte noch so viel Besinnung behalten, daß es zur Thüre springen und sich vor dieser in abwehrender Haltung aufstellen konnte. Der krank: Graf stieß wie ein Nachtwandler auf das Hinderniß und kehrte um. In der Mitte des Raumes hielt er an, preßte die mageren Finger gegen die chlase und sah sich seufzend um w:e ein Verirrte?, der nicht zum Äiel aeTtr.n fnrtrt Wieder erschütterten Blitz und Don'.erschlag die Lust, daß die Fenster klirrten. Jetzt mit einem Male schien es, als habe die gewitterschwangere Atmosphäre etwas von ihrer Elektrizität dem rnattschleichcnden Blut des Kranken mitgetheilt, denn, er hob die Arme aus und rief in heiserem Ton : Wer donnert da, bcoor ich das Signal gegeben V In das Tosen des GewittersturrneZ hinein warf der vom Fieber geschüttelte Mann mit bebenden Lippen wirre Re-den,-eiferte gegen unsichtbare Gestalten, haderte mit feinem Schicksal, antwortete auf die Donnerfchläge mit furchtbaren Flüchen und stürzte plötzlich auf die Balkonthüre los, die er nKt einem Griff LUfrlJ. Hilma war dem Gebahren des Grafen mit wachsendem Entsetzen gefolgt, feine wilden Geberden und wüsten Reden hatten ihr einen Schauder nach dem andern über den Rücken gejagt. Lange war sie unfähig, eine Bewegung zu machen, jetzt aber, da von dem geöffneten Fenster her ein kalter Windstoß durch's Zimmer fuhr, begriff sie, daß der Graf im Fieberwahn über die Balluftrade des Balkons falley und m der Tiefe zerschmettern könne. . Rasch sprang sie ihm nach und riß ihn in's Zimmer zurück. Kaum war dies geschehen, so fegte ein neuer Windstoß, welcher Hagelkörner mit sich führte, durch's Zimmer, und zwar mit solcher Gewalt, daß cr die Lampe verlöschte. Das junge Mädchen war plötzlich mit einem Rasenden im dunklen Raum allein, dessen Balkontbüre zu schließen sie sich vergeblich bemühte. In ihrer Todesangst rief sie um Hilfe, aber ihre Rufe wurden vom entfesselten Sturm der Elemcntc verschlungen. Der Kranke irrte wieder redend und gesiilulirend im Zimmer umher. Plötzlich erhellte ein Blitz den Raum und des Grafen Blicke fielen auf Hilmas geisterbleiches Gesich'. Von Neuem drang cr auf sie ein und schrie : Eine Ratte, die noch nicht mein San'ff verlassen !' Warte. Dich will ich verjagen. Ich kenne Dich, Du bist vorn Geschlecht der Balletratten, die ich zu Dutzenden mit Champagner getränkt und mit Pralines gefüttert babe sahrelana. Ei. Du haft Dich in eine Nonne verkleidet. Schätzchen, ?um Karneval ? Ja. dies ist, der Kehraus dcS Bacchanals, tanz' ihn mit mir, denn das Narrenhaus der Laslas " Weite? hörie Silma nichts meh? von den wirren Reden des Rasenden, der sie tastend suchte und ulefct an sich zu rei ßen versuchte. In dem Augenblick, wo sie sich von feinen Handen ergriffen süblte. nabm sie all' ibre Kraft zufarninen und stieß ihn weit von sich. An allen Gliedern bebend, entfloh ,sie durch die nach dem Korridor führende Thüre. Draußen herrschte Finsterniß und als sie aufs Gerathewohl vorwärts ti.Uß ?;.s 5. iibtr drei Stufen. Mit I I mrw-w ,

einem Schrcckensruf raffte sie sich auf

und tastete sich an der Wand hin, wobei sie von Zeit zu Zeit den .Namen der Wrrthfchafterin in's Dunkel hineinschrie. Kein Laut gab Antwort und sie hatte das erdrückende Gefühl, sich in einem grausigen La-byrinth zu befinden. Nicht ein Lichtschimmer erhellte mehr die Nacht, denn den elektrischen' Entladungen war ein wolkenbruchartiger Regen gefolgt. Eben war Hilma eine Treppe hinabgefwlpcrt. als ihre tastenden Hände ans einen Fcnsierriegel stießen. Es gelang ihr, das F"'ster zu öffnen und sie schrie NUN mit dem letzten Ausgebot, ihrer Lunge um Hilfe.. Das Geheul der Hund: schallte als Antwort "vom Hof herauf. Gleich darauf aber, wahrend sie mit laut pochendem Herzen in die Nacht hinaus horchte, vernahm . sie den Hufschlag eines Pferdes, das von den Hunden mit einem wüthenden Gekläff begrüßt wurde. In diesen Lärm hinein schallten die drohenden Zuruft einer Männerstimme, dann Peitschenknallen, Pcchen gegen die Läden und zuletzt ein Kreischen, das ans dem Munde der Wirthfchaftcrin zu kommen schien. Als endlich in der Tiefe das Hundegebell verstummte und Hilma schwere Tritte, sowie den Au?i:f : '::tt steh' mir bei, der junge Herr !" im Innern des Schlosses zu vernehmen glaubte, rief sie nach Licht. Dem Ruf folgte eine kurze Stille, dann wurden rasche Schritte- und ' das Geräusch von Stimmen auf dem Gang vernehmbar. Plötzlich tauchten zwei Gestalten auf : 'ein Mann, denen Gesicht vom nassen Schlapphut und hohen Mantelkragen ganz verdeckt war, und di: Wirthschafterin, welche dem rasch Voranfchreitenden mit einer Lampe in den zitternden Händen folgte. Die Wirthschaften frug, als der Fremde bereits an Hilma, di: noch im Dunkeln stand, vorübergeschritten war, was gefchehen sei und das Mädchen antwortete mit halberstiäter Stimme, - daß der Kranke im' Fieberparoxismus die Balkonthüre aufgerissen habc,. worauf die Lampe vom Sturmwind' verlöscht worden fei. Der Fremde schien im Schloß bekonnt zu fein, denn er ging .eilig auf das Krankenzimmer -zu 'und die beiden Frauen hatten Mühe, ihm zu folgen. Als ste eintraten, erfaßte zener bereits den Grafen und legte ihn aufs Bett nieder. Hllma schloß cilia die Balkon ihüre. während Frau Weißhaupt mit einem Ausruf des Bedauerns die brennende Lampe mit der erloschenen vertauschte. Als Hilma sich dem Krankcnbctte wieder zuwandte, warf de? Fremde eben Hut und Mantel von sich. oe? schein de? Lampe fiel auf sein Ge sicht und ihr rieselte ein Schauer durch's Blut vor ihr stand Fritz Hellöorn. Als sie mit einem halberstickten Ausruf des Erschreckens nach einer. Stütze tastete, siel sein Blick auf die Wankende und wie ein Aufschrei des Staunens kam ihr Name von seinen öippen. Eine Minute standen sich beide wie erstarrt, wortlos einander gegenüber, jeder suchte in der Seele des anderen zu lesen, dann lenkte ein röchelnder Ton ihre Blicke auf den Kranken. Dem Fieberanfall schien ein: tiefe Erschöpsung gefolgt zu sein, das letzte Aufflackern der Lebensflamme war vorüber, der Leidende versank in einen Zustand des Hindammerns. Nur die Brust hob und senkt: sich von der ungewöhnlichen Anstrengung und das Athmen ging zeitweise in ein Röcheln über. Fri Hellborn saate der Alten, daß man ihrer Dienste nicht mehr bedürfe ; diese zündete die erloschene Lampe wiei c r i. n oer an uno oeriien oas ranienzimnur. Hilma, der die Kniee zitterten, ließ sich auf einen Sessel beim Nachttisch nieder und faltete die Hände im chooh. Hellborn war der Wirthschaf terin bis ,. '

zur yure gefolgt, jetzt wandle e? stcy neu, oo er jcrnais an einem raucnucrrafch um. trat vor das Mädchen hin zen so gefrevelt, wie icb an dem Deinen, und sagte : Welch' ein Wiederfehen!" Aber Liebste" hier erhielt feine

Wie kommen S,: m diese Laae ?" fragte er nach einer Wecke in rauhem Ton. Sie berichtete mit ihrer weichklingcn den, von Thränen leicht umflorten Stimme die schauerlichen Erlebnisse des Tages. Er ging, während sie sprach, auf dem iweicken Teppich zur Valkonthüre und

blickte in die Nacht hinaus. Als sie ge- unser unerwartetes Wiedersehen verendet, wandte er sich um. schritt im setzt. Ich bin nickt mitleidslos. Als

Zimmer auf und nieder und sagte im i r n- i "fi . it c r iOnC lieser Vjnuuiiung : UU0 j9 wollte es ein tückischer Zufall, daß mein Telegramm gerade Sie. die Reine, an das Lage? dieses Elenden rief, de? zum Abschaum der Menfchheit.aehört. Ja, zum Absckaum" wiederholte cr. als ' . . . . . . . fte ihn mit ihren sanften Rehaugen ver- ' . . - , c r m ff.L. wunoett ansay, uno sklne AUgen 0115ien im Horn, feine Stimme schwoll

mächtig an : Dieser Graf Laska. der lassenschast übernehmen werde sonBruder meiner theuren, unvergeßlichen I dern weil ich mir saqte : Der Bruder

Mutter, gehört zu jenen rücksichtslose? Egoisten, die keinen anderen Wille aelten lassen als den Ihrigen, die un ter den 'konventionellen äußeren Hof lZckkeiZssormen die Nobbeit ihrer Gesinnung verbergen, die alles iliedertre ten. was sich ihren Beoierden und Leidenfchaften in den Weg stellt, die alle Rechte für sich' in Anspruch nehmen, ohne ie eine Pflicht zu erfüllen " Sie sprechen von einem Sterbenden," waate Silma schüchtern einzuwenden. Mag er elend kre ." Er ver- - i l . on.n v.o f.'tf! t rrr-i-o Ichiucne dcn es yan.ii yen. vories, als fein Blick auf Hilmas blasses Ge - sicht und. ernsten Augen fiel. O, wenn sie wüßten, was dieser Mann seiner leiblichen Schwester angethan hat ! Weil sie ihrem Herzen zu folgen wagte und ihr Loos mit einem bürgerlichen Gutsinspektor verband, kränkte.schmähte und ve?folgte e? sie und bet?og sie um die Hälfte ih?es Vermögens. Und mich? Nun mich wußte dieser edle

Onkel nach dem Tode meiner Eltern zu

urnga?nen und zum schlimmsten Fehltritt meines Lebens zu verleiten. Daß ich einer Frau meine Hand reichte, die mich wahrend zweie? Jahre alle Gefühle der Schmach, der Demüthigung und des Ekels durchkosten ließ und die ich endlich mit großen Opfern abschütteln mußte, nur um meine Manneswürde nicht ganz einzubüßen, das war sein Werk. O, wie ich ihn hasse de Kuppler !" Er blieb vor dem Bett stehen und sein flammender Blick fiel auf das Antlitz des Röchelnden. Vielleicht warcn die harten Worte in dessen umnachittt Seele gedrungen, wie zuweilen ein Lichtstrahl das Dunkel eines Kerkers bis in die Tiefe durchrinnt. Der Sterbende bewegte nach eine? Weile mühsarn die Lippen und flüsterte, ohne die Augen zu öffnen : Wer ist ohne Schuld ?" Fritz Hellborn ,trat erbleichend zurück ; sein Zorn. verrauchte und einem Gefühl der Beschämung nachgebend, ließ er sich im '-dunkelsten Winkel des Gemachs nieder. Wer ist ohne Schuld ? Diese Frage schnitt ihm in die Seele, 'si-e schien ihm aus einer anderen Welt zu kommen. Scheu und verstohlen schielte er nach Hilma hmüber. Der milde Schein der Lampe fiel aus ihr Gesicht, und wob goldige Neslexc in ihr glänzendes, roihbraunes Haar, das der Sturm zum Theil in lockige Strähnen aufgelöst hatte. Die Rosen der Jugend, welche vordem auf ihren Wangen geblüht, waren verblichen, abe7 es lag noch derselbe Liebreiz über den edlen Zügen, und die von laugen Wimpern beschatteten Augen besaßen noch den f?üheren Glanz, den warmen Blick, mit dem sie ihn vor vier Jahren angeschaut hatt?. Still saß sie da und schaute theilnehmend auf den Leidenden.' Und Fritz Hellborn fragte sich, wie viel schwere innere Kämpfe dies einst so lebenssroh: Mädchen hin &(?rry(ir-it hr.k? fohr 2" srrf onf i vv- yvwp v W V v I kvV V' 1 schlössen, allen Weltfreuden zu entsagen und in den Dienst der Krankenpflege zu , treten. OS sein Treubruch sie dazu getrieben? 'Er wandte sich im Geiste ziirück zu der kurzen, aber.schanirr Zeit, die er an ihrer Seite verlebt hatte und die Erinnerung beschwor Aussprüche und Vorgänge herauf, die ihm mit aller Klarheit bewiesen, daß Hilma in ? dieser ersten Liebe ihr Schicksal gesehen. Ja. es fiel ihm sogar der Schlußsatz ihres letzten Briefes wieder ein, der da lautete : Wenn ich Dich verlieren sollte, Fritz, so gäbe es für mich kein Glück und keine Freude mehr, denn mein Leben wurzelt in dieser Liebe." Der Brief hatte damals einen wehmüthigen Nachhall in feinem Herzen zurückaelassen, den er mit dem leichtfertigen Wort zu ersticken suchte : Ah, bah, sie wird darüber wegkommen sobald' der Nächste auf der Lildfläche erscheint. Nun bewies ihm das dunkle Kleid der Diakonissin, daß sie nicht darüber weggekommen war. Hilma." sagte er mit zitternden Lippen, was in aller Welt hat Dich in's Hospital getrieben V Sie wandte langsam den Kopf nach der balbdunklen Ecke, woher di: frraae kam und' öffnete den Mund inn aber biß sie sich auf die Lippe , schloß die Augen und schwieg.' War's mein Trcubruch, sag'S ?" Sie crröthete bis in die Schläfe hin ein und senkt? den Kopf, allein sie antwortcte nicht. - Jetzt fprana cr auf und trat dicht vor sie hin. Hilma !" Seine Stimme klang heiser vor Erregung. Ich erkenne eben zu meinem Entsetzen, daß meine Schuld mindestens ebenso groß I in l. ! .. V!.. V 3 V.. Ta w "ic uc ouiucuucu. Mann, dessen getreues Abbild Du hier siehst er deutete aus das Oelgemälde war vom SlckZa! mit allen GluasI I " F"ll 1 . -C L . 1 r. I gutem uoericyulrei woroen uno yar ne alle schnöde vergeudet, allem es ist fragje : cv f. Stimme jenen welchen Klang, der die I Aushorchende an die Tage ihres SiebesI X ltXtfl 3 tlMMAtll C C A frühlings erinnerte ich habe etwaZ zu meiner Entschuldigung zu sagen. Sieh , mein Zornesausbruch am Bett dieses Sterbenden muß Dir barba?isch erschienen sein " Er hat mir Furch! einaeflößt." Nun. in diese E?regung hatte mich ! mir, der ich drei Meilen von hier ein I ff.:.? Ti.ii f.uJi(.rciA tt.t.,& k l ucuic wiu uciuuu;uic, vuiu uzn Doktor mttgetyelit wurde, mern ajneel läge im Sterben und fei von allen verlassen worden, die sich an die Fersen des Verschwenders geheftet hätten, da w t r i t kam ten 1.0 orl yieryer rnezt um ver Erbschaft willen, denn Laskas Güter w 1 :i "-jc..rv t-rn.i 1 sino verari mu vsuiucn ociaua, oag I es sehr fraglich'ift, ob ich diese HinterDeiner Mutter vars. trotz allem was er Dir zugefügt, nicht ganz hilflos enden. Als ich aber heute Abend Dich ! hier traf, da war es mir. als trete die I Nerkörveruna meines Gewissens vor mich hin und mahne .mich an meine I Schuld. Diese hast Du verlassen. schrie es in mir, Du ließest Dich durch den Verführer da in die Sümpfe locken! Wie anders hätte sich Dein Leben doch nein, nein, ich will nicht wieder I beftia werden" lenkte er ein, als Hilma mit einem flehenden Blick aus I i. .?i.t.s..- W...X.4. iJt t.?r. : . i oen ieciiucu ucuuic iuj ju 1 setzt, daß meine Schuld größer ist, als l die seine, denn er kannte Dich nicht, ich l aber hatte Dich an meinem Herzen gebalten, ich hatte von diesen Lippen beseligende Liebesgeständnisse vernom inen, mich hatten diese seelenvollen An gen so angeblickt, daß mir das Herz gezitte?t und das alles konnte ich ve?gessen, konnte Neigung und Erinnerung im mir hmabdrucken und nach de? Gift

frucht haschen o ich Thor, ich Nar? ich " Ein tiefes Stöhnen unterbrach den leidenschaftlichen Erguß des Reuigen. .Hilma beugte sich mit einem leisen Auf schrri über den Kranken, dann sagte sie nach einer bangen Minute : Graf Laska ist todt: - Mag Gott ihm vergeben, wie ich ihm vergeben habe." ??ritz Hellborn stand eine Weile erschüttert da. .' Das Antlitz des Todtem war so mild, so friedlich geworden, als habe nie ein' böser oder niedrige: Gedanke hinter seiner Stirne gewohnt. Fritz seufzte, tief auf. dann wandte er sich ZU Hilma und sah sie mit Augen an, in denen Thränen schimmerten Liebste, Du hast dem Todten veraeben, ' kannst Du mir, dem Lebenden, all' das Herzeleid verzeihen, das er Dir angethan Durch ihr Herz wogten langverhaltene Schmerzen und ein berauschendes S'ücksgefühl. Sie wollte antworten, aber die hervorbrechenden-Thränen erstickten jeden Laut. Da faßte er sie in feine .Arme und schrie halb' schluchzend, halb 'jauchzend : Hilma,' mein Herz, mein Alles, Du hast vergeben, Du bist mein ! O, fei gesegnet, fei gesegnet dafür." ' Er trug sie vom Sterbebett weg, riß die Balkonthürc auf und trat mir ihr in's Freie. Der Sturm war vorüber, di? Sterne am Firmament 'erbleichten. Im Osten färbte ein rother Streifen den Horizont. Sieh', arme Dulderin, dr Morgen graut. Jetzt bricht auch für uns ein neuer Tag an und cr soll schön und sonnig werden, denn Du hast mich entlastet von schwerer Schuld." Sie erschauerte unter Hellborns Kuß und erwiderte dann lächelnd : Ja, die Sonne geht wieder auf."

drastischer Vergleich. Strumpfwirker Daibchen aus Wehsen bat in Pirni ?u tlrnn und kehri da. selbst nach glücklicher Abwicklung seine? Geschäfte im Gasthause Zur aestreckten Wade" ein, um sich durch ein eppchen Eenfach" zu stärken. Im Laufe des Gesprächs mit dem Wirthe, fällt auch d Rede auf die Firigkeit" des Telegraphen, der schon so manchen Durchbrenner eingefangen hätte. Ja," meinte der Wirth, wissen Se, Daibchen, wenn de Leite nur mähr an den begannten scheenen Värsch dächten: Schlaf, Gindchen, schlaf ! Schnell looft der Telegraf ; D'rum wärsch'te mal Gassirer sein. Geh' ja nich durch er holt dich ein ! dann wirden's Mausen woll rnähr bleirn lassen." Da gennen Se rächt harnrn." schmunzelte Daibchen, awer drodz und alledem muß ich zu meiner Schande geschdehn, ich gann mer weeß Gnebb-. chen ! kenn Värsch druff machen, wie Sie das zugehn duht mit so een Delegrafen : dassen fe's z. B. gleich , in Dräsen hören, wenn mer hier in Bärne uff'n Gnopp drickt." ' ' ; Das is Se doch eegentlich gan; eenfach, Daibchen," meinte der Wirth, das kann ich Se mit ä baar Worden verdeitlichen." Ei. das wär wer Se-wärklich fähre inderessant ; die Sache geht rne? nämlich schon lange im Goppe rum." Na, dann stellen Se sich mal 5 mächdig langes Schwein vor, so lang, daß es mit den Hinderbeenen hier in Värne uff'n Margdblatz steben dähte nn mit 'n Goppe in Dräsen bis vor die gadolsche Kärche reichte !" Ei, Du meine Giede, hätt' mer da dervon nor ä eenziges Hindervärtel chen! Scheen. ich denke mer das , Schwein, un was nu weiter V Ja, sähn se, Daivchen. wenn e nu das Viech hier in Bärne in sei Schwanzel gneipen dähten, dann wirde doch der Gopp in Dräsen vor der gadollschen Kärche im sälbiaen Ogenblicke anfangen zu quiken. So is Se's nutt'n Delegrafen nämlich ooch." ' Im Wirthshaus. Kell ner, bringen Sie mir noch rasü ein Butterbrod. Aber, Henri, du sollst ja gleich zu Müllers zum Abendessen. Ganz recht: das hatte ich ganz ver. aessen! Kellner, bringen Sie nur gleich vil t. js T - sl zwei! Widerspruch, yerr: ieyc Sie gar nicht mehr in . der Familie Meier; haben Sie denn das Interesse für die reizenden Schwestern oori ganz aufgegeben? Bekannter: Hm, wi fen Sie kein Geld habe ich selbst! Modernes Gespräch. A.: Die kleine Müller wäre eine Partie für Dich, dl: nicht so obne ist!" V.: Wenn si? nur nicht so ohne wäre!" Gründliches Kreuzverhör. Ein geriebener Advocat hatte einem bejahrten Deutschen bei einem Kreuzverhör derartig mit .Fragen zu gesetzt, daß der Zeuge endlich erklärte, er sei vollständig erschöpft 'und muss: ein . Glas Wasser, haben, .ehe. er irgend welch: weitere Fragen beantworten könne. Zu dem Advocaten gewender sagte der Richter: Ich sollte denken, daß Sie nun mit dem Zeugen fertig sind, denn Sie haben ihn bis zur vollständigen Trockenheit ausgepumpt!" Heb erlist et. Töchterchen? Mama, Du hast ein paar weiß: Haare, wovon kommt das? Mama: DaS kommt davon, wenn die Kinder den Eltern Verdruß machen. Mariechen, davon bekommt man nxiße Haare. Mariechen: Na. dann hast Du abe? der G?oßrnarna seh? viel Ve?d?uß ge macht. Mama, denn ihre Haare sind ja alle weiß. Ein mitfühlendes Herz. Du siehst ja so detriibt aus." sagte eine? von den vielen Bekannten des jungen Lebeleicht zu diesem. Ja. aus Mitgefühl sü? meine F?ennde." Aus Mitgefühl?" Ja. es ceht ihnen allen so schlecht, daß keine? im Stande war, mir $5 zu pumpen."

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