Indiana Tribüne, Volume 17, Number 48, Indianapolis, Marion County, 5 November 1893 — Page 5

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1fr. Sarah 3fntr tcn SJclnneaJosiJ. Für Fraucn. Hsod'A Sarsaparllla ist hauptsächlich da,u e. eignet, die Beschwerden, denen bei Geschlecht tenoorsen ist. zu heilen. Leset da Folgende: ,34 Itit eine lange Zeit an Weibliche Schwäche nd dersnchle Viele Heilmittel und Aerzte, jedoch ohtt Erfolg. Sine Tage lal Ich eine do Hood's Cnsaparilla Büchern nd dachte m Flasche der Mediji ,u versuche. . E be wirk eine U flTccn Unterschied in rnememVe finden, daß ich weitere drei Flaschen nah und ich vollkommen gesund fand. Ich weiß. Wood's Sarsaparille! heilt. Ich hab dakselde auch meinen Kindern gegedc nad finde, dai ei sie dei gmer Eesundheit erhalt. Sk ift mein WunsÄ. dak diese zum Ratzen Lnde rer gebraucht werde. Wr. Sarah Muir. 808 18. TLve Co. TlinneoVoIlJ, üina. Hood'k Pillen hkile alle Lederleide, Sa. faAi. Idsudn. Uvrdaliäkit. Vli,rU,e. Mi ZSZTSMWMsMZB Verlorne ManneSkraft ! tt es4ile,örranklieiten l TX Slaen kr IttcensündenZ nach einen neuen vtnt einzig Ti&ntn Der, saheen, eine dcrufzs:tu. z, 0 iittt nv dauern? zu hcilcn, zrizt ux .,VUUtg tungs-Äntcr." StxawU, fctbft die, V teniacn KtlAt an verallcte. nnsreinend hf uutitUbart ZZaUi tsn ct)lcd)lo VXf C IrfiuirtitetilnCf n.lcir 21bt. von ftcrniis 5 frnfsltcii nuarffilhrrn WrtSiifrft,. iclit-n ti ' nlAt Bctiaarnea. tai MttVtill&t itnti&:V& 75 Bück zu leitn, durck dessen Rathslr-.läfl ' tSksundheit undtbr Leben ögluck rviei ' ' lanakeu. CDaä Ön. 25. Avil. 2.0 Seiten ' nruaöU.ie veiaence in iMt-tx Xcit tit ' mir iJI fhrriAin HiTSavr 4 k Aiien iCinv4 seudunz von 23 Qtä. toflm arten, oHlH? M W W V V klVVtllf IK 1; V l l ' l . M V'lil' verstegett, jtet veyanr Strc.rt: XX DEUTSCHES nEIL-IXSTITn, Vo. II Clinton Place, Scw Torfi. . T. $s Htm ,mfc 4it?v Z?er ettunL'Stkr- ist u ,u t,ave tn ß anasvtt. ar. bei . . Brandt & 0.. .v Ven lvaai troke. . kuriren Verstopfung. tttt sich gnte? esnndheit zu er??euen, sollt Ik)ermau alle vierund'wcttjiz Vitture eslmik!geStlenunLut)aez:. TereuS gen?ohnhcitZN:äszZiz5? Äc?stsPf::::J entflekknden kö?ze'.liS:kN wie tistiaen ttebelztünd sii:S es viele etnlüie. TrüT eilng dieserJnsiÄ! osttionen Nadc Tutt'ck everpi2t eine drisxiLZ?5 ?popu laritit erlangt. Qi: suo i: .ve? zutkert werdr:: ilberaU vcvhmifi. &i)a$. Jhndris, j j n 1 Uerekant su loon, 7 25 Süd Dela,vre Str., (iöitk Peari Strafe.) Der neue Eigenthümer versichert seinen Freunden und undcn nur d:e besten emhel, mischen und irnportirten Ertränke und Cigar ren zu verabreichen. Äeeue Aelienung is garantin. VormittaaS warmer Luncd. Neue Wirthschaft 13 Michi;',an Avcnue. Ein hübsches Lokal, die besten Getränke und ir' r di.v-L. Zigarren uns irr euuc üiuiuiiy. Euch die Gläser zu füllen. Um den Durft zu stillen. Macht stets mir P aisir. Drum kommt zu mir. JOHN B. WEINDEL. 130 Michigan Tvcnue. POUDER'S Sauberer Fleisch - Markt, 224 Ost Washington Straße. rarktkände 7 und 80. Okmarkt. Televbon S77. Dach - Material. T. F. SMITHER. Ländler tn ieSdach.Vwterial, und S pl Krad -Skoofing. wasierdicdte Shecting. seuer festem plzait.Filj. Strohpappe. Dach und Me tall.ffarben ,e. ,c. Offtce: 109 Seft Mary laud Ltrahe. Telephon 861. D a ch d e ck e r e U S5dig däcker, vlle Arten kerial. Offtce-: 0. 169 69, Äard : 180 W. Marylandstr. öievbonL6l. Jndianavolis.Jnd. uiet: 13 N. MERIPIAN STREET-. gnV Brillen und Augenglaser.

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Herr von Töiiller und Herr von Odi.v. In Anthologien, auf Thcater;ettiln und Schulaufsäyen, namentlich im Reiche der deutschen Denker selbst, liest man sehr oft noch : Friedrich von Schiller-Wolf. gang von Goethe. Diesem lächerlichen, an einem Ort von plattem Unverstand, am andern von Servilität eingegebenen Brauch läßt ein Mitarbeiter der Berli. ner Zeitung" folgende kräftige Abferti gung zu Theil werden: Richt einmal drei volle Jahre vor seinem Tode," sprach Jakob -Grimm am

10. Februar 1859 auf der dnerbühne j der Berliner Akademie der Wisienschaf ten, wurde Schillern der Adel zu Theil, und seitdem erscheint der einfache, schon dem Wortsinn nach Glanz streuende Name durch ein sprachwidrig vorgescho benes von verderbt. Kann denn ein Dichter geadelt werden? Man möchte ; es im Voraus verneinen, weil der, dem 1 die höchste Gabe des Genms verliehen I ist, seiner geringere,' Wurde bedürfen ! wird, wird Talent sich nicht wie Adel oder Zirankhetten fortpflanzen ; alle Welt aber glaubt es steif und fest, daß Dichter geboren werden, und hier galt es einem als König im Zteiche der Gedanken wal tenden. Schon 1736 hatte Bürger gesungen : Mit einem Adelsbrief muß nie der echte Sohn Minerven's und Apoll'S begnadigt hei ßen sollen. Denn edel sind der Götter Söhne schon. Die muß kein Fürst erst adeln wollen. waS leicht besser und starker ausgedrückt Ware. Dem uneroMllchen Zeitgeist er scheinen solche Erhebungen längst un edel, geschmacklos, ja ohne Sinn. Denn lst der bürgerliche tand so beschatten. daß aus ihm in den Adel gehoben Werden mag. müßte auch aus dem Bauernstand in den des Bürgers als Erhöhung gel ten. Jeder Bauer kann aber Bürger, jeder Bürger Besitzer eines adeligen Gu tes Werden, ohne daß ihnen die persön llche Würde gesteigert Ware. Em Ge schlecht soll auf seinen Stamm, Wie ein Volk auf sein Alter und seine Tugend stolz sein, das tst natürlich und recht ; unrecht aber scheint, wenn ein vor ragender, freier Mann zum Edlen gemacht und mit der Wurzel aus dem Boden gezogen wird, der ihn er- - zeugte, daß er gleichsam in andere Erde übergeht, wodurch dem Stand seines Ursprungs Beeinträchtigung undSchmach wtdersahrt; oder soll der sreie Burgen stand, aus dem nun einmal Goethe oder Schiller entsvrangen, aufhören, sie zu , besitzen? Alle Beförderungen in den ! Adel werden ungeschehen blerven, sooatd ? dieser Mittelstand seinerseits stolz und entschlossen sein wird, jedes Mal sie aus zuschlagen. Ein großer Dichter legt auch v: - r ' oju t w-rr nvtyiveilvig iciucii jwumiutu uu, ccu er nicht weiter bedarf, und es ist undeut scher Stil oder gar Hohn, Friedrich von ! Schiller, Wolsgang von Goethe zu schreiden. Ueber solchcn Dingen liegt eine zarte Eihaut des Volksgefühls. In seine künftigen Standbilder mag nur gegraden werden: Schiller!" Freib-it ist das Edelste, was der Mensch haben kann, und die sollen Sie oer mir finden, so schneb der Markzras von Baden an Klopslock ; mit derselben Zusicherung rief der Herzog Karl August den Dichter des Werther" nachWcimar, ohne sich jemals anmaßen zu wollen, Schiller und Goethe durch ein erbarmli ches Papier erheben" zu können. Nein, der aufgeklärte Fürst, der den Frankfur rer urgeroyn zum ryreaen auer Vvs' schrämt und Gebnm zum Eehti. men Rath machte und mit ihm das brüter Burgersohn zum Schrecken aller Hos schrankn und Geborenen z men Rath machte und mit ih derliche Du tauschte, er schlug mit einem energischen Llescript alle Intriguen dcs standesgemäßen, blaublühgen Hofgeschmeißcs", der heimtückischen Hoflrute", wie Goethe sie nennt, für alle Zeiten nie der und verachtete jenen Sklavensinn, der den Mann nicht nach seinem inneren Werth, sondern nach der Zahl seiner . ' ..w - X 1 . . " i f.;-. ronliicyen ooer erorcieren iutcrouu gen Ahnen schätzt. Aber der verzog bat ja dennoch Schil ler und Goethe den Adelsbrief besorgt $ Und die Dichter haben ihn angenommen 1 Freilich, freilich, das ist nickt zu leug' r w . . 4. r . nen. Viux ya: es mit vielen oeiungen seine besondere Bewandtniß. Ar? seinem eigenen Hofe konnte Karl Auqust schalten und walten nach seinem Willen. Aber daß die langen, Zöpfe der übrigen Hofe sich nach wie vor an den bürgerlichen Freunden des Herzogs stieß? un) dieselben nicht als ffähig behandelten, dal konnte der Freund seiner Freunde nicht Verwinden. Einem Kotzebue öffneten sich die Thüren der Hofgesellschaft, weil er ein von vor seinem Namen führte ; den stcf'ierlcn Dichtern der Nation bliebin sie verschlossen. Da ließ der Fürst, der diesem Unw?' sen mit einem Schlage ein Ende machen wollte, unwillig und über -sein Volk er--röthend, das Blatt P.-vier kommen. Von tbrem verrjcher hatten weder chller noch Goethe ein Diplom angenommen; aber sollten sie den Areund durch die Zu rückweisung kränken, ihn, der nur die edelste Absicht gehegt? Mit Achselzucken steckte der Dichter des Don Carlos" die .kahle Ehre" ein. Sie werden gelacht haben", schreibt er an Wilhelm von Hum bodt, da Sie von unserer Standes Hebung hörten", gelacht über eme Lacher nchrert . crme isattrn aver, sctv.t eine Adelige, s treibt andenjungen Freiherrn von Stein : Aus dem Diplom kann Jeder sehen, daß Schiller ganz unschuldig daran ist. was mrch berührst ! Goethe wehrte sich Jahre lang gegen die AdelSkomödte. Der Herzog selbst roagte es gar nicht, mit ihm Überdieselbe stand gegenüber seinen Brüdern bringe. Er verlangte die Annahme des Diploms als ein Opfer auf dem Mare der Freund scyask. ie vgrn uer , Goethe an Frau von' Stein, hat mir gestern eine Weitläufige Demonstration gehalten daß mich der Herzog müsse und Wolle adeliz lassen. Ich habe ihr ganz finfach'meme Meinung gesagt pnd l)u pigeS dsttes picht verhalt, waS ich Dir auch noch mahlen will nämlich L-.".-.i: x. n ' iMt v t.r...V.H W"?' . oa . Iw 2"? 1 ;Drc cc wmcwubs .wtisoixci nxnu

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- s . . . I schickte ihn Goetheer Freundin mit Urt ! Worten : Ich bin so wunderlich gebaut, daß ich mir gar nichts dabei denken kann." Wobei man sich aber nicht? denken kann, das ist nach Goethe's eige ner Erklärung : Unsinn"! ' Goethe nennt die Adejunz Unsinn, Schiller nennt sie lächerlich. Und in gerechtem Stolze sagt der Dich ter des Fault" tu Ackermann : Ich fühlte mich selber so vornehm, daß ich's nicht eben merkwürdig gefunden haben würde, hätte man mich zum Fürsten ge macht !" Denn wahre Fürsten im Reiche

der Geister sind Goethe und Schlller. ur tic Mumien des Borurtheils mögen sie Herr von Goethe und Herr von Schü ler sein ; auf den Eichensärgen in der weimarischen Fürstengruft, in welchen die Unsterblichen ruben, stebt kein Wav pen und kein Adelszeichen, ist kein von" vor ihre arone Namen aesekt. Adolph Stahr hat schon vor einem ' leneiiayryunverr gegen die ü)!lkhand- j lung der edelsten Namen einen culturgeschichtlichen Protest erhoben und den cen mix reit rrenenven Wonen ?, chlossen: i Wer heute in den Tagen, wo daZ deutsche Volk den hundertjährigen Ee burtstag seines Schiller feiert und be geht, von F. von Schiller" sprechen kann, der bezeugt dadurch, daß er Theil hat an deut Geiste eine? tochmüthigen Vorurtheils vergangener Zeit und daß tx sich scheidet von dem Volke, dessen Apo theose seiner Lieblinge, seiner großen Männer und Helden ' darin besteht, daß es, indem es sie allen äußeren Glan zeö und Nanges entkleidet, sie eben dadurch über die Hohen der Menschheit erhebt; er b.zeugt endlich, daß er sich abtrennt von dem Geiste der Bildung unserer Zeit, der nur noch einen Goethe" und einen Schiller" kennt. Ein fataler Name. Hand auf's Herz ! Möchten fcft Knackwurst heilen? Ich auch nicht, denn )aß er Knackwurst, U'id sogar JeremiaS kkntickwuist hieß, var eigentlich kein Un ilück. denn da er von gar nicht üb!tm Uussehen roac und einen Gehalt von W00 M. I Neallehrer besa, sonst em zanz ausgem'.ckter .Kerl- war, so genirte :S doch den auf Freier FüßenWandeln )en gar geivaltig, sich als JeremiaS Knackwurst einer Zungen Dame anzudie ien. Da war z. B. Oberamtsrichter ööhrer'S Tochter, ein junges Mädchen ion recht gewinnender äußerer Erschein. mg. Alllkdinzs roat sie nicht vksonverj leistreicb : allein die geistreichen Frauen varen unserem guten Professor noch von I ,er Zeit her verhaßt, wo er ali Student ' n Erlangen ästhetische TyeeS besucht jatte, bei denen ungeheuer viel auszebo :en wurde, wahrend der Körper sich mit nnerTasse entsetzlich schvachenTheeZ und . 7 . . . w nnrgen VUllerorooen oegnugrn raugle, , ie so dünne geschnitten und geschmiert aren, das man den Mond hindurch cheinen sehen konnte. Aber konnte er hr zumuthen. den wohlklingenden Na nen Schönthal gegen die entsetzliche .Knackniurst einzutauschen? Eine solche Zumuthung erschien ihm als eine Ver vegenheit, de-en sich ein wohlgesinnte? öthrer r.i malS schuldig machen durste. Besonders nicht. er einmal eine 'raurige Ersabrung gemacht hatte. Er hatte sich etwa oussallend um die Kunst des Fräulein Kättzchen Donnsdorf zeworben, die ebenfalls von recht ange lehmer äußerer Erscheinung war. Und NkseS hübsche Bild war in einen schme :en goldenen Rahmen gefaßt, daZ heißt, aö blonde Käthchen bekam, wenn sie sich zerheirathete. eine Mitgift, von daaren 'echzigtausend Mark. Aber einst auf ei zem Balle, nachdem er viel mit ihr ge:anzt hatte, hatte er sich hmter ihren Stuhl gestellt, obne daß t lai sogleich zemerkt hätte. Und du ?ar er unfreiilliger Zeuge eines GklrächS 'wijchen chr und ihrer Busenfrindin Martha klllen geworden. Lejtcreatte daS blonde lkäthchkn mit ihrer Eroberung geneL,.' znd sie gefragt, ob sie rsohl Lust hätte. Frau Prosesior zu werben. Da hatte )aS blonde Käthchin eznen , Augenblick zachdenklich vor nc5. hingesehen und dann zeantwertct; .Weld Wu, Marthq. er st ein recht nezte? Mevsch. . und ich zlaube auch, daß ich g znz gut mit ihm luskommen würde, ahix Frau Knock purst zu beißen.?' Ziisdetrübt hatte Jekemias Kncckmurst sich weggeschlichen nd och. vergeblich sinen Zorn gegen seinen Namen, gegen sich, gegen seinen Vater, gegen den ersten Ahnen des Ge ichlechtS der Knackmüiste in perlendem Zideinwein zu ertränken gesucht.- Aehn iichkS fürchtete er seitdem immer wieder nd war sa vierunddreißig Jahre alt zeworden, ohne den Muth gesunden, zu !aben, ein'r jungen Dame Herz und Hand zugleich mit dem fatalen Namen ffnarZrourft anzubieten. Mit großem Eifer hatte er sodann ge korscht, od nicht noch ein zroeiter Mann jlZamenS Knackwurst in der Welt ezistire. Denn,- eatkulirte er sehr richtig, .wenn ich noch einen Knecklvurst endeckte, der eine heirathSsähige Tochter hat. so bekommt ziese, wenn sie. mich heirathet, zwar kei ien schöneren Namen, aber auch keinen schlechteren, als sie schon hat. Die Sache .'ißt sich vielleicht machen Die Sache ließ sich aber nicht machen, den trotz aller Mühe hatte er keinen zweiten Knackwurst 'ntdecken können und eS schien, alt ob ZikseS edle Geschlecht mit ihm auSsterben jolle. - Besonder? am Vorabend des Pfingst festes var er in verzweifelt übler Laune ewesen. Zum Abendbrod hatte seine baulmirthin, welcher zugleich die Sorge für da leibliche Mohl ' des ,PiofessorS lnvertraut war, iym' eine' appetttli ' hustende frischt' Knackw'ürst vorgesetzt. &t 'Sasihos zur Sonnet sein Stammlokal, gekommen, verdrießlich batte er h'a, zierliche. Pritschen: geöffnet, "welchel t am 'lorgen e ,flen Pingntage ins seinem Tisch 'vorgefunden hatte"u.nd ggn deffen TTorejK iljm dechijN stesneihmsa'tal'e Nami tZNtseSi'nglän' gkrdri.kßll haite etz wieder weggelegt,' ili" er sah, ' h'aß'eZ tln'ßinlahung heS ymnasieldiretorS a, einer 'am" Abenh m genießenhsr Psingfthoyle entdiett.' ' 1., : 1... . tn . r :..: WÄ"B' iuVtu 111 nft iin n ergrui mc rnrjix

Verdrießlich wurde, hatte er beschlossen, der Einladung Folge zu leisten. So vertauschte er denn, als der Abend iahte, seinen leichten Strohhut, den er :r aus inm Nachmitlagösvaziergange Imt hatte, mit dem Cylinder, nachdem ;r denselben, tief in Gedankenversunken, 0 wohl ein weibliches Wesen weilen könne, daS Lust verspüre, Frau Knack vurst zu heißen, einige Male gegen den Strich gedürstet hatte, so daß die Haare, erstaunt ob der unzewohnten rauhen Behandlung, nach allen Seiten weit ad standen, und begab sich Wohnung des Directors. Eine zahZ eiche Gesellschaft fand er dort versammelt, auch verschiedene Frem be. Erleichtert fühlte er sich, als der Direktor, ein jovialer Weltmann, der die Schwäche seines Gastes wohl kannte bei der unvermeidlichen Vorstellung sei nen Nomen so rasch aussprach, .daß er ungefähr wie Knarrus herauskam. Das klang zar auch nicht gerade schön, im merhin aber noch besser, als Knacksurst. In seiner Freude bemerkte er gar nicht, daß der Director, wolzl um das rasche AuSsprechen deS fatalen Wortes .Knack amist nicht allzuaussällig zu machen, die Namen der fremden Gäste ebenfalls sehr schnell nannte, io daß er keinen ein zigen derselben verstand. DaS schadete aber auch nicht?, denn da die Fremden meistens zum schönen Geschlecht gehörten, half er sich mit einem .gnädige Fcau oder .gnädiges Fräulein" rasch aus der Verlegenheit, wie er sie anreden sollte, wahrend man ihn einfach .Herr Proses s" titulirte. Froh, daß sein fataler Name hie? nicht ist daS Spiel kam. gab sich Herr J're mians Knackwurst unbefangener demReiz der Conversation hin, trank auch wohl von der Maibowle, die der Matemati ker. Prosessor Stau, ein alter Jungge selle. nach allen Regeln der Kunst ge braut hatte, mehr ai5 gewöhnlich, so daß es ihm recht angenehm war, als dieFrau Rectorin denBorschlag machte, ein wenig in dem zur Amtswohnung deS Aector gehörerdkn Garten zu lustwandeln. Ga taut bot er seiner Nachbarin, einer der fremden jungen Damen, mit der er sich am ledbejleslkn unterhalten, und die auch den bist.'N Eir.drnck auf ihn gemacht hatte, den Arm. Ader cd ! solche Promenaden in den einsamen Gängen des großen GartenS.Mondenscheln über denHäupien, Maidole in dkn Adern, haben ihr Le denk!:'t ! sV-tt a nehr war Vr miaSHerr seiner seilst. Die schönen blauen Augen der holden ThuSnelda mit diesem Namen hatte die Mutter der sungen Dame sie angeredet hatten es iym angelyzn : Wie von einem rr triichen Schlage fühlte er sich durch, zuckt, wenn b?i einer raschen Wendung der jungen Dame ihre goldblonden La cken stüchtiz seine Wangen berührten, wer., wie d'S im Laufe ihrer eifrig ge fühlten Unterbaltunz öfters vorkam, sie mit encm allerliebsten, ein ganz klein wenig kokctten Augenaufschlag ihm voll in daö Gesicht blickte, und wie bübsch sah eS gar erst aus. wenn'ein Lächeln um ihren kleinen rothen Mund spielte, so daß zwei Neihcn blinkender Perlenzähn chen sichtbar wurden ! Und, wie Vortheil hast zeigte sich ihre schlanke Gestalt, als sie die Arme erhob, um den Strohhut. dessen Band sich gelöst batte. wieder auf den blonden Locken z'i befestigen ! Kein Wunder, daß die so lange künstlich ' zu rückgedämmten Gefühle der LiebeSsehn sucht plötzlich alle Schranken durchbra chen und er den vollen, weichen Arm deß jungen Mädchens zuweilen fo fest an sich drückte, daß sie ihn gc'nz verwundert an sah ! Aber sie mußte eS doch nicht übel genommen haben, wohl gar sich auch von ihm angezogen fühlen, denn sie wurde nicht böse, sondern lächelte nur vustjh

len vor sich hm.a 'S bereite ibr die Glulh. die auS den Worten und Bewegungen deS Professors sprach, eine heimliche Freude. Auch JeremiaS bemerkte daS und im mer kühnere Gedanken durchblitzten fein Virn. .Der Zua deS Herzen ist des Schicksals Stimme!" sprach es in ihm .Freilich kennst Du die junge Dame erst feit Kurzem, allein ein solches Antlitz kann nicht trügen ! Ihr Benehmen, ihr ganzes Wesen'verröth einen guten Cha rakter, ein mildes, gefühlvolles Herz ! Und sie ist so liebe?. würdig gegen mich, ich glaube, daß auch ich keinen schlechten Eindruck aus sie gemacht habe. Ob ich e wage, ihr einen Heirathöantrag zu machen ? Ader me?n Name, dieser ent schliche Name ! Wenii eS nur die Poesie dieses wunderbar schönen Mondschein abends ist. die sie bethört hat. ihreSinne gefangen hält, der entsetzliche Name Knackwurst reißt sie auS -allen ihren Träumen ! Mit einer Geberde der Verzweiflung fuhr er sich durch sein dichtes Haar. .WaS ist Ihnen ! frug Fräulein ThuSnelda thtilnehmend. .Soeben varen Sie nöch so heiter und nun aus einmal diese gramjerrissene Miene V .0, w:nn Sie wüßten ! stöbnte Je remia ftr.ockrornst au tiesstemHerzen. .Wenn ich wüßte was wüßte?" .Nein, nein, ich wage eS Ihnen nicht zu sagen. Lassen Sie mich mein Un gluck, meinen Scherz allein weiter tra gen !' Vergebens varen ihre Bitten, ihr zu gestkh'n, was ihn bedrücke. Er konnte es nicht, gerade weil er sie liebgewonnen hatte, gerade, weil auch sie Neigung za itzm zu veispüren schien. Stumm wan. bellen sie weiter, den äußerste Theiles deS Gartens zu. Plötzlich tSntenStimmen hinter ihnen. .Herr Professor rief man; .Fräulein Zregendein ! Wo p.cken Sie denn Y ''Wie tzöm 'Blitz ' getroffen, blieb 'der Professor stehen.' ,Sie heiß'n Ziegen dein ?" frug er. athemloS vor Erwartung. .Allerdings", entgegnete sie, etwas unangenehm berührt durch diese brüske Frage. .FamoS, herrlich, Viktoria !. Hurras und nochmals Hurrah und jurn di;Ut(i Male Hurrah !" rief der Prvfessizr, vor Freuden sich wie ein Toller geherdend, so daß Fräulein ThuSnea Ziegenbein,' kalb entsetzt, halb 'beleidigt, durch seine Lustigkeit, einen Schritt mcüdCua. .her? Prosessor ! sprach sie dann lies entrüstet, .ich habe schon SsterS erlebt, daß mein Name eine mir Heinliche Heiterkeit her vorrief, aber noch Niemand von meinen Bekannten hatte so wenig Takt, eS i . dieser. Weise jji .einen l

.UinzigeZ, oestkSFrZuleln, verzeihen Sie mir, ich will Ihnen Alles erklären ! Ich liebe Sie, es ist rasch gegangen, daß ist richtig, aber meine Liebe ist darum nicht weniger wahr und innig. Ich wagte eS nicht, mich Jbnen zu erklären, denn bedenken Sie, ich heiße Knackivurst !" .Knackwurst?.Knackwurst ! Ein schauderbafte,

Name, es ist wahr ; aber Ziegenbein ist , auch nicht schön ! VJltm verehrtes Fräu lein, darf ich Sie fragen, ab Sie den Namen Ziegenbein gegen den Namen Knackwurst vertauschen wollen ?" Herr Professor! Sie überraschen mich wir kennen uns noch sowenig!" .Ich kenne Sie genug, um zu wissen, daß ich an Ihrer Seite der Glücklichste der Sterblichen sein werde ! Ich bitte, ich beschwöre Sie : sprechen Sie ! Glauben Sie, daß Sie mir ein klein wenig gut sein können ? Oder sollte mein Na me. ..." .Nein, Herr Proschor, ich ich glaube.ich dmJhnen schon ein wenig gul!" .Habe Dank für dieses Wort, mein süßes Mädchen! Da:f ich mit Deinen Eltern sprechen, sie um Deine Hand bit ten ?' Sie nickte Gewährung. Die Eltern Tbu5neld's hatten nichts gegen den so rasch entschlossenen Schwiegersodn ein zuwenden. Nur stellten sie die Beding ung, daß die jungen Leute sich noch nähe, kennen lernen sollten, denn sie meintet, im Stillen, und wohl nicht ganz mit Uii recht, daß die Psingstdowle wohl auch ein wenig zu dem raschen Entschlüsse deS sonst als so schüchtern und zurückhaltend bekannten Profcssorö beigetragen baben möchte. Nach einigen Monaten jedoch erschienen bei alle:, Verwandten Karten mit der Aufschrift : ThuSnelda Ziegenbein JeremiaS Knackwurst Verlobte. Das geschah im Jahre '1881 und Mi Hochzeit fand statt am ersten Psingstfei ertag dieses JahreS. Hoffentlich wird nun daS edle Ge schlecht der Knackwürste nicht auösterben I Unerwartete Wendung. Bei einer großen Hochzeit ist das Brautpaar im Vegriis, sich zu entfernen, als der jüngere Bruder, der bis dahin sich an den Herrlichkeiten dcs Hochzeitsmahls de lectirt hlte, an seinGlas klopft und Fol gendes redet : Meine Herrschaften, da uns eben das junge Paar verlassen will, so will ich mich kurz fassen. Ich bitte Sie alle, hr Glas zu erfassen, sich tu erheben und und nachzusehen, ob vielleicht jemand von Jhnen.aus meinem neuen Cylinder sitzt. . Ein Münch ener Cicerone. fremder: Um Verzelyunz, mein Herr, können re mrr nicht sagen, wo man hrn ein gutes GlasBier zu trinken bekommt Münchener : Dös kann ich Ihnen sa gen, mein Herr. Wann S' a gut Glas Brer trinken wollen, so gehen da die Gassen 'nauf bei der Kirchen Qfai, du nächste Gasse danach biegen S' links ein und gehen bis zur dritten Quergasse rechts, da kommen S an eine Brücken, die gehen S' nüber, und gleich rechts daß sechste Haus da sinden S' a gutes Bier. Wann 'S aber a recht gutes Bier trinken wollen, so gehen S' nur gleich in daß Haus da vor uns, . in 5 Minuten bin 1 uich dort. --Kardinal Nekäunerte eine? Tages gegen Menage den Wunsch, ihm uver die schons Literatur emige Borle fungen zu halten, denn er bekomme täa lrch eine solche Menge von Poesien, das es doch gut wäre, wenn er sich wenigstens den Anschein von einem Kritiker zu geben wüßte. Es ist nicht wohl möglich, er widerte Menage, Eurer Eminenz die er sten Gru,'dsö.e der Kritik in kurzer Zeit mltttttyellen. Ich würde Ihnen daber im Allgemeinen rathen, nichts weiter zu aT. " v Fä . rr r IYUN, ai cie ersten paar euen slucytig durchvas.'hen, und dann auszurufen: Erbärmliches Zeug! jämmerlicher Dich terling ! elende Berse !" und Sie wer den in hundert Fällen neunundneuntig Mal Recht haben. Bald erledigt. Diener, tritt in das Bureau eines Recensenten : Hier schickt Ihnen der Herr Dr. Müller seinen neuesten dreibändigen Roman zur gefal ligen Begutachtung. Der Herr Doctor laßt anfragen, wann die Recension wohl fertig sein dürste. Recensent : Können gleich darauf warten ! Vorsicht. Ein lustiger Verein machte eine Landpartie, die durch nichts gestört werden sollte. Daher gab er sich folgendes besetz: Wer sich betrin:r, giebt zwei Bowlen, wer sich und Andere langweilt eine." C-r 1 j-T , Tx&Am rii VJ L 7 SSZli, U wMk imw00i$wß MmxMätimrjj.vw.; s mtr. l a j-r; 'u-Äir - ZMMäW OrfOfi " VZ& DaS nährsnds Vlrwsut. l Me ' ' ud Bin.. Als und Bier eutbalten ein nährendes' Elcincnt, aber in geringer Quantität oleickzcitia aber encki eine bcransckzcndz C' acnsckaft. Daaeacn wird viclfa6) Einwand erhoben. Trotzdem w?rdcn Ale und Vier genossen, manchmal zum Aortycu oft Vet. vs..!x ' r . 't.ia ..s,. . .'vicr:.. unoi;cii. ayuuu yiui ruic.uiiv.i.t.ijll'b' keit. deren tbätiacs Vrm:mMb'ist, J'o. hann'Hoff BäNe5trak.t. ' Ein Dutzend Flaschzri havon haben die nämliche I nährend? und str.llülircnde Wirkung wie ein grojz Faß Ale oder Bitf Das ist ein Verzug. ,,Ein ander Vsrzng ist, daß er nicht die b,crasch?a.de Wnkik.lg von mt oder Bier tut. (tr tjilit die Nahrung veri dancn und asslmiliren, reizt den Appetit ' t ii. j. ft. . v .r..s. uno maazi oic Oz:vuu)rn ilU" yr,uuv. Achtet daraus, den ächten zu eryauen Seht darauf, baß der Namenszug I r. ctk ypr f?tifrtti nrrr ff3Lleiu I u u II v v i i "i vv ,.... vOT-'Tr-l J T 'A - ' , 11. :r. ü.i..-- -; I yais ueyr. eru auoercr .lruu. uiw Eisner & Mcndelson Co., ÄaeuteülöS unh w v , m. ' l. ... ISÄ tzranum zu, vumjQou - -

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