Indiana Tribüne, Volume 17, Number 48, Indianapolis, Marion County, 5 November 1893 — Page 4

Sndiana Tribüne. Erscheint Täglich und Sonntags.

Die tägliche , Tribüne- koyrt durch den Träger üCcnt per Woche, die SonntagS-.Tribüne- k Cent per Woche. Beide zusammen ISCentS oder 85 EentS perMonat. Per Post ,ugeschilkt in Vor auSdezahlung tfptx Jahr. Office : No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis, Ind., 5. November '93. Die fesch, atyk. Kai dem ZeUa einer Sauere e. e JuNul Kel. Die ,. fesche Kathi", die Soubrette deö 0 r Stadttheaters, saß in tbrem elegant ausgestatteten Boudoir beim Mor . aenkaffee. Kathi Fischer war der Liebtmg des ge sammten Theater-Publikums der Stadt, j tl Im. UaSUMi Mliit Vnr Vst ' ji( IVUi V(iV4V UUV UiyVVVV VV1 Hl jungen und alten Herren, a selbst die ö r Damenwelt fand diefescheKa thi", wie man sie allgemein nannte, ge iadezu entzückend. Sie bezog eine ansehnliche Gage, und eineSchaaraufopferangsfähigerVerehrer lag ihr zu Füßen. Aber nur einer schien von ihr erhört zu werden : der reichste, vornehmste Mann der Stadt, der Herr Baron von Waldhausen, ein Millionär. Zr hatte ihr sein ' Herz, eine prächtige , v sir: fu-irr.... ...

fein 6ca eine prächtige san solider.anständiger Kerl werden kön. droht die müde Sängerin zu ersticken, sel verbreitet, und wo ich an einem Fii unzählige Brillanten ge nen, wenn ich nicht so verdammt einsam was fragt das Publikum danach mehr, scherhäuschen vorbeikam, waren die Fen,

tZX3XTZlXnl7 i V dagestanden, wenn ich ein Wesen besessej&mJZ& Xt 1 m daß sich mein in Liebe annahm !

Bälde zu seiner rechtmäßigen Gattin zu n u;mivv uviwvv., I s.:," r.nZen fflti 111 machen, wenn sie der Bühne entsagen wolle. Und nun endlich war's entschieden. Sie hatte sich bereit erklärt, in wenigen Tagen zum letzten Male aufzutreten und nur zwei Wochen lagen dann noch iwi schen diesem Abschiedsabende und dem V f rx- CTl A .r Tage, da sie Frau Baronm Katharma ! f f i.W , : coix Waldhausen, Mit dem imposanten TO, n'if rnm vni?nlshTslff. w?r,n sollte. !, VVI1MI tH An dieS Alles, an den bevorstehenden Wechsel ihres Geschickes dachte Kathi) als sie an diesem duftigen Frühlingsmorgen am Fenster ihres Boudoirs saß und träu mensch auf die belebte Straße hinunter blickte. Sie fragte sich, ob sie denn den Aser wählten wirklich liebe und konnte sei ne Antwort auf diese Frage finden. Auch ich könnte sie nicht beantwortenden wer ist im, Stande, die wirklichen HerzenSge fühle einer Soubrette zu ergründen ? So recht glücklich fühlte sich Kathi jeden falls nicht, trotz des Reichthums und des ihr bevorstehenden Adels. Lange Zeit hatte sie so sinnend dage sessen, als ihr Kammermädchen meldete, baß ein junger Mann, der ganz wie ein Schnorrer", ein Kollektenbruder" aus sähe, sie zu sprechen wünsche. Schon wieder !" rief Kathi unwillig auS, fügte aber gleia) hinzu: Ich will nicht hartherzig sein, laß ihn eintre t?n." Sie lehnte sich nachlässig zurück und gähnte. Gleich darauf betrat der Kollektenbru der" daZ Zimmer. Ich begrüße Sie, schone Kellegin," sagte er mit sonorer, klangvoller Stimme, mein Name ist Steinberg." Wie gebannt blickte die fesche Katbi den Eingetretenen an. ihre Augen beleb ten sich seltsam und konnten sich nicht von jenem abwenden. Das war ein imponirend schöner Mann! Eine hohe, schlanke Gestalt von selten schönem Körperbau mit einem dunkellocki - gen Kiinszlerhaupt, dessen Antlitz, obwohl deutliche puren wiloen, ausschweifen den LebenS tragend, jeden sympathisch berühren mußte und dessen große, tief dunkle Augen seltsam glänzten. Die ganze Erscheinung dieses jungen Mannes batte etwas Außergewöhnliches, sas auf eine so excentrische Natur, wie Kathi war. einen überwältigenden Ein druck machen mußte. Und sie war völlig konsternirt von sei nem Erscheinen. Er bewies ihr keine Demuth er küßte nicht einmal ihreHand, sondern stand gerade aufgerichtet, mit stolz erhobenem Kopf vor ihr. gar nicht, .ils ob er komme, um ein Almosen von ihr zu erbitten. Seine Kleidung war l s -C C a l w r? - r cm

,cyr avgclruzen uno Cttjug. zeme IWst nieren elegant und sicher, Robert Steinberg war eben ein verkommenes Genie. Ich bin kein gewöhnlicher Kollektant, schöne Kollegin," begann er, ich bin ein Künstler, dem daS Schicksal leider nicht wohl will und der das Unglück hat, niemals mit seiner Gage auszukommen. Der Teufel aber, kann ich dafür, daß ich ven Wein und die Weiber über alles lie be? Habe ich mir selbst diese Leiden - schaft in's Herz gepflanzt? Pah! sie liegen eben in mir un, darum kann lch's keinem Theaterdirector recht ma chen ! Ich soll lernen, wenn's ihm ge fällt und nach seiner Pfeife tanzen, den ken Sie sich das an, schöne Kollegin, ein . Mann wie ich, vermaz sich darein nicht zu finden. Frei will ich sein ! Aber der Hunger, der vermaledeite Hunger und der Durst ! Ich gast! jetzt nur noch ! Komme soelen von L habe zweimal gespielt, beim dritten Male konnte man mich nicht aufsinden. Ich hatte die Komödie ganz, vergessen, ha ....aha, und schlief gin gemächlich, im (" Weinkeller meines Busenfreundes!.... ' ' Natürlich war's mit iem Gastspiel aus und ich verließ die elende Bande ! Nun aber ist's auch mit meinen Mitteln Mat : thäi am Letzten ich babe keinen Kreu zn 'in chr - in der , Tasche und werd ' wahrscheinlich hungern müssen, wenn nicht Sie " Die Soubrette stand hastig auf. Hier, nehmen Sie." sprach sie unsi cher, ibmeine k!?ine Börse überreichend. N Blicke trafen sicb. ' ' Gneeigentbümliche'?mpsindungüber ,,?araKathi, - sie SMochte sich selbst ' " den Eindruck, ven dir Mann auf sie rnachte, nicht zu erkläre. . Der Ausdruck im Gesicht deT Lünst. MTlers .vurde weicher und wehmüchigeZ LKkl.besSatte daLklbt...Lr Jtxai

Soubrette Nuyer unossrach leise,' mit üt wegter Stimme : Sie müssen nämlich wissen schöne Kollegin tch bin eine Waise und unter fremden Leuten aufgewachsen. Man hat mich durch meine Juendjahre recht bar barisch hindurchgesto?en und geprügelt kin alter, am Deliriun leidender Wein Händler war mein Erjieher meine Mut ter hatte keine Zeit für mich, weil sie auf dem Drahtseile tanzen mußte und mei

nen Vater, hm, keinen Vater hab' ' aber welch' ein kummervolles, todtenblei. eingeweihte mocylen uniere leitzamen Ve's. -J.L i l trt ...i:. j.. Qr.ir:. ..e vrr.. cro weaunaen für einen ani der. Wilden

ico nitni RCiannt, iou act ein civuum J U - ' , - " vornehmer Herr gewesen sein. Eines Tages stürzte meine Mutter vom Seile herunter und brach sich's Genick. Nun blieb mir nur der alte Weinhändler, ihr rwandter. Und so wanderte ick von Schließlich aber, als siebiehniäkrigtt ' Bursche, als er mich noch immer schlagen und stoßen wollte, riß ich aus und wur. be Komödiant. Ich schloß mich der bra ; L. -m. Cm M V tMtllUA M X AM W . 1 fai Hungern begann. Den Wein hatte ' C . f ! t. H .T.4 Dell -iüuuvriiiuj.'c yuuift uu uuv ich bei meinem Erzieher lieben gelernt, das Spiel auch, na und so wurde denn der Mensch auS mir, der vor Ihnen steht, schöne ollegin !" Ein seltsamer Mensch !" flüsterte die Soubrette vor sich hin er aber fuh, fort: Es freüt mich, daß Sie sich nicht ver ächtlich von mir abwenden, wie so Man che es thun ! Sehen Sie, ich hätte ein alt.. 4. . v. biX si ar oer e waren aue w wwu, j0 schwach! Ele ließen Mir memen Willen ' der u Xtti i iu' GeUrb j Sie sind wirklich schön, Kollegin," sag. er leXe. wk,n s. dunk.lalän,en. . flr.t ,.,.. ?.k.l,4 ,.k iUr nisr Vlil MUUill UIIUUCHl (D HU IW UWui kk. V fcW WfcUV WMWt ßlVkfl kV UiW V f kch5n. Und Sie sollen auch ein gu. . ' , w M, edlcS Herz besitzen, sagt man r4t As. tk. .S i 5N! A K)u yrnaw v. nr OV lästig ? Soll ich gehen ?" : Sie antwartete Nicht, sondern wandte sm . . . C . C M sich hastig ab. ES war ihr Herz, sie ver mochte da Gefühl, welches sie beherrschte, nicht zu verstehen. Darf ich noch ein wenig mit Ihnen plaudern ?" fragte er in ganz anderem, viel wkicherem Tone als vorher. Eis wandte sich ihm wieder zu und nick te leicht. Und er blieb. 5 De? Tag, an welchem dieTreuungdet feschen Kathi stattfinden sollte, war ge kommen. Pünktlich zur festgesetzten Stunde fuh, der glückliche Bräutigam bei der Sou breite vor, um sie abzuholen. Mit ängstlicher, verlegänerMiene em psing ihn daS Kammermödchen und übn reichte ihm einen Brief. WaS soll das ?', fragte er verwun dert. Vom gnädigen Fräulein," entgegnete Anna sehr verlegen." Sie schreibt an mich? Ja, ist sie denn nicht zu Hause ?" Nein, Herr Baron. Und wo ist sie ? Fort, gnädiger Herr. Fort ? !" Ach bitte, Herr Baron, belieben Sie nur den Brief zu lesen, er wird Ihnen volle Aufklärung geben." Hastig öffnete Baron Waldhausen das Schreiben und las. Sem Gejlcht wurde aschfahl, er z knittert? daS lS Papier in der Hand und höhnisches, bitteres GelSchtc, stieß ein aus Sie war ihm entflohen! Entflohen mit jenem verkommenen Menschen, jenem verlumpten Künstler, der sich ihr genähert und täglich zu ihr gekommen war. Ich liebe Sie nicht," schrieb sie, und ich werde Sie niemals lieben können, Ich fühle, daß mein Geschick unlösbar an das des Mannes gekettet ist, der so plötzlich vor mich hintrat und die heiße r, m r..r , . e sten iesuyie meines Herzens waa) rief. Ich ahne wohl, daß ich mich opfen, aber ich kann nicht anders, ich würde nicht leben können, ohne ihn! Ich lasse Ihnen ? -t m ..fii c.-ä "X.4r.r den größten Theil der Pretiosen und all' der übrigen Kostbarkeiten, die Sie mir großmüthig schenkten, zurück und nehme nur soviel mit, um im Augenblick davon leben zu können. Ich will nicht eigen nützig erscheinen. Glauben Sie mir, ich weiß, was ich thue und bin durchaus nicht überzeugt davon, daß es mir gelin gen wird, aus dem Geliebten einen an deren Menschen zu machen, dennoch aber muß ich ihm folgen, lieber den Tod, als ein Leben ohne ihn." Der Baron stand vor einem Räthsel. Er durchschritt die Zimmerreihe, welch die fesche Kathi bewohnte, und überzeugte sich, daß sie wirklich verschmäht hatte, sei ne kostbaren Geschenke mitzunehmen. Tiefer Schmerz erfüllte seine Seele, er hatte die Soubrette wahrhaftig geliebj und fühlte sich vernichtet. Am andern Morgen reiste er in's Aus, land, die ganze Stadt B. aber bedauerte ihren Liebling, die leichtsinnige fesche Kathi". 5 Ei sind fünf Jahre später. . , , Wir befinden uns in einer rauchigen, schmutzigen Matrosenschenke einer der ki,tr,fVtt ennert flirtrftrtSf itnften Ffim schmalen, engen Borstadtgassen Ham vurgs. - WüsterLärm durchtöitt den vom dichten Qualm angefüllte Raune. 9tohe Scherz Worte fliegen von Mund zu Mund, wilde Flüche ertönen und dazwischen keifen toi der die schrillen Stimme der blassen, verlorenen Frauenzimmer, welche sich ip. der Wüsten Gesellschaft befinden. Es sind fast nur Matrosen, robuste Gesellen mit alübenden. sckweißbedeckten

einer schmutzigen Hand in die andere . ein homerisches Gelächter der rohen Ge. "s cnrc3enje betrachtet, Erst ge. ick lernte viel, denn wenn der Alte nück sellen rings umher: singen, singen!" cn Mittag brach die Sonne mit ibren

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' lern war, zeigte er sich als ge cheidtei ruft man dem Paare zu uno vazwljcyen iciuicujic uuyii uuy vuv vyc

- ' Wsl nh fAtrfte mith tut Sckule. erUinaen timm wilde ..Goddams" der woire. ?ut vem rraylenoen nirmameme

Gesichtern, halb trunken von dem starken Thürme und Gesimse des Felsens sxrüh.Groa. den üe aenieken. und allen Leiden ten unter der Wirkung de Wachtfeuers

zqalen sroyneno, vie ne aus ver iangen Fahrt, AuZ offenem Meere unterdrücken müssen. . ' . Eine wilde, uslassene und rohe Pe sellschast! - In einer Ecke de? niedrige W?lhSsrube befindet sich ein kleines, mit einem scheuch imn roübedecktes Äsdul, XX- fi r " f v w " . f . P w f

Zwei' Personen haben "auf demselben fcn' tx' Wmb wehte Heftig uöi Platz genommen, ein Mann und ein peitschte den Gischt der Wellen bis zur Weib. Stelle, wo unser Boot lag, und es schien (Ir.rnaa, in der Blüthe seiner Jahre fast, als müßte dasselbe splittern irnb, stehen, vielleicht ein Dreißiger, aber Zusammenstürzen. Lionardo, der Schis seine wildlockigen Haare sind schon grau fer, bat mich, unter dem Zeltdach des gefärbt und die Züze seines im Grunde VsoteS auf die AufliSrung deS Wetters schönen Gesichtes sind roh und verzerrt zu waiten. Aber Kälte und Nässe iti; es sind die Züge eines Trunkenöol den uns immer wieder hinaus. Frödes. 1 stelnd und mit weithin schlenkernden ArDas Weib ist offenbar jünger als er, " liefen wir am Strande umher; Un.

iucw iuuo, uu vt t .tuuiigtu tiy yu- , , , Brr sv . , X ?, hendrothe, böse Flecken zeigen! Der Glanz ihrer Augen ist erleschen und nur manch mal blitzt es darin auf, wenn eine ver. stohlene Thräne heimlich und sacht da rauS bervorauillt. Dann aber ertönt ausländischen Matrosen. DaS junge, bleiche Weib greift zu der Ißarfe, welche an lbrem alten Stuhle lehnt, und Beide beginnen dann zu sin gn Fanatischer Peifall erbraust nach dem Duett, das stellenweise von den Gasten mitgesungen wurde, aber immer mehr verlangen dieselben nun zu hören, und immer Wieder muß das arme Weib zur Harfe greifen und ,mmer wieder icht man -dem Manne Brannxwem und Grog zur Stärkung hmauf. So geht eS stundenlang fort, tief in die Nacht hinein. Die Luft in der Stu he ist blau aeworden und der d icke O,ualkN lmmer meyr!" verlangt es zu yorcn. Erst, als der Morgen zu grauen beginnt, taumcln die Gaste nach und nach binauS, leert sich der Raum, und erst wenn der Letzte das Haus verlassen hat, dürfen auch rtn ger geyen. Er vermag nicht mehr zu stehen, er schwankt, - gütig und liebevoll aber un terstutzt ihn die Frau und willig laßt er sick VON hl sÜhrkN, 17 l l?r nir. e anW ?-rnf,n. v" ' bolde, sondern ist ruhig und geduldig und . - r. m-i ' v. ... "t.. giebt sich Mühe, gerade zu gehen. n.ic: u i r.:r. cr.. i:n Uly,. TNUlillCU ri vk doch so gut, ich will auch nicht mehr so viel . . ' T 'T A MM ttmken, gewiß nicht." . Sie spricht freundlich und zuredend auf ihn ein und so gelang? sie langsam an j em kleines, schmutziges Haus, daS sie öss en. und dessen enae. knarrende Wendel treppe sie hinaufsteigen. Hier ist ihr Heim, Der -erste Blick deS jungen WeibeS, als eS die niedrige, reinlich gehaltene Stube betreten, gilt dem kleinen, weiß überzöge nen Bettchen, in welchem ein dreijähri ger. gesund aussehender Knabe im tiefen Schlafe liegt. Es ist ihr einziger Schatz ! Sie eilt an das Bett und preßt ihre welken Lippen auf die Stirn des Kindes .....und auch der Mann tritt schwan kend bin und aus seinen qroßen Auaen strahlt Liebe, da er. den Knaben betrag, tet. Wir haben wieder soviel verdient," flültert das Weib ibm zu, daß wir Eini geS bei Seite legen können für Nooert.Ja jawohl," sagte er eifrig, die Summe wächst, sie wächst", und ein, fast kindische Freude leuchtet in seinen Au, gen. 'Die fesche Kathi aber umschlingt den Trunkenbold und drückt einen innigen Kuß auf seinen Mund. Du bist doch ein guterMensch !" sag. te sie leise, und fast wie ein Schein deZ (vlückeö überfluthet es ihr Gesicht. ZRof isto. Nickt der Graf, sondern dle Insel so beginnt Dr. Feß'.er ein anmuthigeS Feuilleton im Neuen Wiener Tageblatt i Den Grafen habe ich nur flüchtig gekannt ' s seinem berühmten Romane, den ich m Gymnasium verstohlen unter der : Schulbank gelesen. Mit einem treuen ! Kameraden einen besseren fand ich seither nimmer durchflog ich während der Chemiestunden die spannenden Kapi ' tel; eben war der ins Meer geworfene Gefangene dar,, den Schah auf der ' Insel zu heben, als das Falkenauge des ' VHrttrM il t f . .t O.ff i'ir, t n t ft m A (VnSa ! "imi" mu,",h i bereirete. Die Confiscation deS Buches mar rinn tntm immirn iirrnnimrrVV . HVt 0 1 Y begleitet, den sich mein Freund so sehr zu Herzen nahm, daß er sich im Frühling des Jahres 1359, a!? die. Werbetrommel für den italienisch' Feldzug gerührt wurde, freiwillig zu d.'n Zehner-Jägern" liennren lieg. Ntt.?:ge ?gcyen oanacy hatte der tunae Mann bei Maaenta un. sere Lectüre und den Äittenpu:lkl mit dem Leben gebüßt. Den Graf von Mnte Christo habe ich seither nicht wieder gelesen und ich weiß auch gar nicht, wie die Geschichte ausgeht: denn in -den Leihbibliotheken ist sie immer vergriffen. Aber der ge, beimnißoolleu Jnje! habe ich einen Be: such abgestattet. Sk' liegt weit draußen im tyrrhenischen Meere einsam und welt flüchtig, fast mitwezS zwischen Civita Vecchia und der Straße von Bsnifacio. Auf den Stekartea ist sie mit einem ichwarzen Kreuze markirt; es ist dies aS warnende Zeichen für gefabrliche Klippen. Monke Christo ist auch nichts als 'hoher, steil iuS dem Mrere auf ragender isranitselsik, und es vergehen Monake, ehe irgendein kleines Schiff aä demselben beikommt. Sehnsüchtig schautt ich oft deS Nachts ' IT.1t. ".t. JT I. f I von Elba hinüber ich dem aesvenstiaen j Leuchtfeuer von Meate Christo: gleich iner scharjbezrenzte Wolke stiez üdlicken Qoril.nt di: n.'.l auk la nadelartiaer Obeli!'. Unter dem Sil . ' ---iberlichte des VöllmoideS, dieser latenu piagica des Himmel!, ergsß sich über die ranjtwände eine Garbe bengalischer Zvlammen. Die brennenden ftjrkm Ka ten UeberaSn ,on dem iarten Colorit einer r Pfirsichhlüthe bis zum tiefsten Car moisin und die vorsorj Ugeudea Ecken. aI X i.o.it.M..'3 4.-rl mA trmfi ft (T X iuumuiwuimBuiU4. t sobald der Morgen graute und. ich mit j meiner Barke dem Eilande nahe kam.ilieb n der leuchtenden Herrlichkeit uicht übrig, als ein dunkler, grauer gelS im neblige Meere. Es war ein recht unangenehmer Mor Sk.n,. aS. ir .ui Monte Cbriita

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?atten. mwn qumc mxant Langewelle. Es war gerade die Zeit, ZU der die Wiener gewohnt sind, Z"tung zur Hand zu nebmen; ich hatte schon die Lecture emer Logarithmentasel schwebte in dichten Schwärmen, in dreieckige Phalangen geschaart, eine Unzahl rother Punkte. Allmälig waren die graciösen Gestalten rosenrother Flamin, gos zu erkennen, die scheinbar rea.'ings, InL in hin Pilsen fctstfrt sS rnk?t,n si erst sich srientiren, ob sie sich nicht (xxt unb wirklich die alte Heimath ie gefunden hätten. Plötzlich loste sich ie makedonische Schlachtordnung in eine einzige, schnurgerade lange Linie auf und Vic i&flcro3gcl schössen zur Erde nieder, ,m Sommerausenthalt auf der Insel t Monte Christo. Schneller als ich errsartet, hatte sich die Kunde von meiner Landung durch die name etma t'me D.ua'bratmtile arohe ins ster mit öpfen von ceugierigen besetzt. ! Am Ostende der Insel bilden einige regellos an nander gerechte Hütten eine Art Straße, durch dieselbe bewegten sich zmei mächtige Crinolinen mit jungen Damen, fast blieb kein Raum, an denselben vorbeizukommen. Zwar hatte ich, bevor ich nach Monte Christo gekommen, auch nicht geglaubt, daß daselbst die Nil pferdeaufder Straße spazieren gehen ; doch keinesweaS habe ich auf der weltentrückten Insel oaS Vorkommen des Reif, rockeS erwartet. Woher diese Fischbein eultur auf Monte Christo Eingang ge. , . r. . . svnsen, vilev Ml? n zralyiel. ')enn im Allgemeinen sind die Bewohner der D l.v. ... . Insel ein biederer, treuhernaer Men schenschlag, der in seiner glücklichen Ab. ' aeschlossenheit sich um der Außenwelt Whl und Wehe wenig bekümmert. Kaum imer von ihnen ist des Lesens kundig. In ihrem Aeußeren gleichen sie verkommenen Banditen; ihre Kleider auS Lammhaar sind beschmutzt und abge rissen, ihre Gesichter gebräunt, als hätte sie die Sonne der Tropen beschienen. Sogar ihre Sprache, ein breiter sardini, scher Dialekt, mit sonoren iberischen AuS drücken stark gemischt, mahnt an vergan gene Zeiten. Die geistliche und weltliche Obrigkeit auf Monte Christs erscheint Vereint in der Person deS Fra Antonio. Dieser führt anf.den Ruinen eines im sechzehn ten Jahrhundert von Seeräubern zerstörten Kloster? das Leben eines Eremi ten. Seit einem Menschenalter der Ein samkeit überantwortet, hat er gelernt, sich in jedem Sattel zurechtlusinden und keinerlei Hantirung ist ihm schwer; er ist ebenso vertraut mit dem gestirnten Him mel wie mit der Führung von Art und Fischerney. Er bereitet aus fast nichts ein Mittagessen und aus einem zerfetzten Segel em Paar Hosen. Aber obwohl nicht einmal im Besitze der höheren Weihen, hat er doch den Ruf eines heili gen Gottesmannes, und am Tage des ?errn kommen vte einsölttgen Fischers leute zu ihm und singen die Messe mit. Der Einsiedler hat auch weder Kirche noch Altar. Aber aus der starren, kah Un Felsenmelt, die ihn umgibt, tritt dem . Besucher urplötzlich ohne Üebergang auS einer bewaldeten Schluckt die üoviaste , Vegetation entgegen. Mitten durch die Schlucht, nach dem Meere zu, ziehen sich ; in dichten Hecken Rosen und Qollunder büsche, umrankt von den lebhaft roth ge . färbten majestätischen Blüthen der Paeo- . nia corallina. Ueber ManneShöhe neigen sich die Ro ' senhecken über den Weg und bilden eine köstlich duftende, schattig kühle Laube. ' k (T ! . : X. i fi C n t t r , . Zttl luicyl nngen Sie ogei uno ounie ' Schmetterlinge haschen durch daS grüne Laubdach nach den blitzenden Gönnen strahlen. Ein schwellender Rasenteppich, auf welchem hohe Farren träumerisch ihre Fächer wiegen,' führt hinab zu dem tief blauen mächtigen Stahlspieael der Torr l t o cf..i. ..: . . f. ! henersee. Fra Antonio, . eine Hünenge i statt, aus deren Gesicht ein Zug von un endlicher Gatmüthigkeit lag, hielt die Hand vor den Augen wie ein schützendes Dach, als er meiner ansichtig wurde. Seit Jahrzehnten hatte keines Fremd lings Fug seine Behausung betreten: dann trat er mir mit einem lateinischen Gruße entgegen, und ich reichte ih-n als Gegengrug meine mit blondem Timbi ! rizzi wohlgefüllte Feldflasche zum Trunke. Und der Mann Gottes ließ , rasch die Hand von der Stirne sinken und trank, u,ch ttank, wenn eS gereicht hatte, auch bis .Morgens um halb Viere-. Aber er war höflich genug, sich zu ent schuldigen mit den Worten deS hziligen Benedict: Wiewohl der Wein kein Trunk für Mouche ist, so mag dieS , doch heutigen age keinem Einzigen mehr mit Ueberzeuauna einaercdet wer den.- Mit höfischem Tacte hatte Fra Antonio diese Worte nicht in Volapük ge sprachen, .fondern in internationalem La, ! ': .5' ?"b'tf ,a nicht ;?n Mann . )ei. Als ich ihn aber fragte, ob er deutsch verstünde, da flärte' sich zum ! weiten Male sein Antlitz selia lächelnd i ' . v ...iT t au f, un iiifcjn er meine ano Zwilchen inen Itiesen fausten schüttelte ' ' unh seinen quetschte, antwortete er mit unöerhohle' ..W . f X. f'- e t ' rrr ' nct (jicuuysi ny$y oin iciocr einer Ale, manen Kind, und mein Vate stand als Schweizergardist im Dienste zweier Pap i P v'elle,cht wäre ich auch einmal ein uaroumi occ.r ijcvoj geworden, wenn nicht... ' - " ' ' Der Einsiedler seufzte auf, als ob ih m rt m S t. fCriT... t- - T Jf i I r . . '"' vMiuijg ociucyen yaire. Cr kauert, sich auf den Nasen, den abae'z sallene Rosenblätter bedeuten, die Stirne an einen stämmigen Ericastrauch sepreßt, als wollte er die Welt und die Sonne nicht mehr sehen, fuhr er fort; ,Acht Jahre verbrachte ich in der Kloster, löule iu Biterbo ein toller Juo

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streich, und der Nest war Äusstoßung und Flucht. Wie das kam? Die flam inenden Worte eines Gioberti und Massimo d'Azegl hatten auch Eingang in unsere beschaulichen HSrsale gefunden, bie Klage der Patrioten über das zertre tene Italien schnürte mir daS junge Herz zusammen. Die Wandlung in den Anschauungen des italicnischen Volkes, die sittliche Einkehr, die Mahnung der Füh rer, daß die Auferstehung der Nation be dingt sei von der Wiederbelebung mann licher Tugend, da Bekämpfen deS HangeS nach gallischer Frivolität, daS Alles erfaßte mich als Jüngling mit Allgewalt trotz Kutte und Sandalen, und eS drängte mich, mit mehreren .vertrauten Mitfchülern mich darüber auSjusprechen. Ei IudaS ging hin und verrieth mich. Zwanzig wohlgezählte Geißelhiebe wäre mein erstes Martyrium, dann jagten fie mich oum infamia hinaus. WaS jetzt folgte, war daS Leben eines Abenteurers,' bis auf den Schlachtfeldern Piemonts mein cbensmuth zusammenbrach. Seit Novara bin ich hier und jetzt läßt mich sogar mein Bischof in Grossetto in Frie den. Er weiß, daß ich kein ehrliche? Mosterbruder bin ; aber wenn Eins voit den armen Fischern im Sterben liegt und im ParorySmuS des TodeSkampfeS Trost und Zuspruch braucht, ss fragen sie nicht danach, ob ich ein Recht habe, die heili en Saeramente zu svenden." . l Wie ift dies! Wir bieten einhundert Dollars Belohnung für jeden Fall von Katarrh. er nicht durch einnehmen von Hall's atarrh-Kur geheilt werden kann. F. 2. C h e n cy & d o., Eigenth., TcZedo, O. Wir, die UntcrzZchnetcn. haben F. Z. (5hency seit den letzten IS Iahren gekannt und halten ihn für vollkommen ehrenhaft in allen Geschaftsverhand lungen und finanziell befähigt, alle von seiner Firma eingegangenen Bcrbindlichkeiten zu erfüllen. Ä e st k T r u a x. Großhandels -Droguisten, Toledo, O. W a l d i n g, K i n n a n & M a x v i n, Großhandels'Droguisten, Toledo, O. Hall's Katarrh -5iur wird innerlich genommen und wirkt direkt auf daS Blut und die fckle'miaen Oberflächen ."es System?. Zeugnisse frei versandt. Preis 75c. für die Flasche. Verkauft von allen Apothekern. Die Zeit zu kaufen. November ist ausnahmsweise ein Monat für Kleiderstoffe. Unsere Sammlung in Kleiderstoffen ist vollständig. Die schönste Auswahl für den Winter ist eingetroffen und für den Gebrauch der Saison jetzt ausgebreitet für die Käufer, oder für diejenigen, welche sie besichtigen wollen. Wir laden Sie zur Musterung unlerer Kleiderstoffe freundlichst ein. 3n unserer Auswahl halten wir niemals ein reiHhaltigereS, derschiedcne Qualitäten enthaltendes Lager gehabt, als da?, welAeS diee Saison aufweift. Alle sind sehr inodern neu ... i 4 1 1 "' und elegant. Preise welche den Genauesten, befriedigen. trr r '.. 0 N. B. Pension? - Anweisungen werden für Baargeld angenommen.

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