Indiana Tribüne, Volume 17, Number 48, Indianapolis, Marion County, 5 November 1893 — Page 2

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a, m, nee. vdi. 5er r um.uaiu! Der Mensch muß man blos mal Pech hab'n. bann sitzt er ooch glcich feste drinnen. Sähen Se, ich bin blos so'n armes Knusperchen, das immer zu frieden.ist, wenn i2 'n !seen wenig mitleben darf, und dabei blase ich Se Anmberdon um 's liebe Gelo, was bei mir immer da Wenigste ist, aber die Kunst wird nicht anerkannt. A!s5 da war ich Se im Circus bei der Musiklapelle und verkehrte fast immer in einem Restaurang an der Schwanthalerstraße. Nu wie es eben geht, hatte ich mal zufälligerweise keen Geld im Sacke ud kehre zu mit zwei Freunden. Ich vertilge Se so 'n acht Halbe, zw:e Würschte und 'n Bro) und fchlizllch laß' ich mir ne Cigarre geben. Der Wirth durfte man itm Äanze haben, denn ich bin ja 'n oller Stammgast. Der Wirth ging aber zu Bette und die Eellnerin betrachtete mich immer so aus Dlstangs und ich denke mir schon lange: Heute tIirsi man herausfliegen, Ma? Friedrich, den:: der Gedankenaustausch pijchcn Eellnerin und Schnkbursche is mir ooch nicht entgangen. Nu beschtell ich mir 'n Taschen Gaffer. Die Gegnerin lacht mir aber in' Gesicht: und sagt: Ader mein Kutester. dazu müssen Se in's Gaffeehanö gehen oder morgen früh kommen! Ueberhaupt ist t) i:5t Fraömd, zahl'n! Ich greise Se in alle Taschen, da war Se n'x zu finden und zufälligerweise hatte ich vech keene Uhr bei mir. Nu ging der Spektakel los und ich lag Se im Rinnstein und hatte eine Portion Hau: weg!- So erzählte der Musiker Friedrich Mc: Z. aus Bernstein vor dem Schöffengericht zu München seinSommernachtLabenteuer, welches die erste Anklage wegen Betrugs bildete. Richter: Sie sind aber eines weiteren Vetruzes sicher Art befchloigt. den Sie am 59. August im Hofbräuhaufe verübt haben. Besch.: Nee, aber hären Se! Da betrügt sich man gar nischt. Also ich gehe Se in's Hofbräuhaus und trinkeso 'n drei Liter, was ober bei dieser Bärenhitze gar nicht zu viele ist und da bekomme ich Hunger wie ein Wolf und lasse mir eene Hare geben. ., Die dick: Theres hat die Geschichte gebrach! und da greife ich in btn Sack und habe zufälliger Weise keen Geld. Nu. das fuhr mir durch und durch. Mein Freund, 'n Maler, isar rnii esnem Male ooch verschwunden und ich überlege mir das Dünnemachen natürlich, um von zu Hause Gel) zu holen. Her: Justizrath, eene Hihe ist über mich gekommen, wie 'ne halbe Stunde Hölle. Ich sage Se, Betrüge? bin ich nicht, denn Tags vorhe? hab ich fü? zwee Mark beim Schcnkgellne? im Hofbräu meine Uhr eingeset, 'n: Uhre sag' ich Jhen, die wenigstens drei Mark und fünfzig Pfennig werth war. Ich betracht: die beeden - usaänge und saae mir. so muß Napoleon bei Sedan drinne gettn uno und o:e yeres it der olle Moltke. Während ich mir so in die Sliltcz lefchichtc hineinlebe, gommt die Theres und begebrt'l Mark 55 Pfennig. Nu war die Kapitulation auch schon da. Ich biete einen Hut, ein Hemde.. meinenSchirm! Ne?, sie wollte Münze und fuhr mir mit zehn Fingern an die Kehle. Sähen Se! Schiller hat gedichtet: Ehret die Frauen, sie 1p:nn:n und weben hatte der Mann cemal eine Gellncrin im Hoförau aesehen, der hätt' Se einen anderen crZii) urus geschroben. Ich werde Se in der Bewußtlosigkeit abgeführt und aomm? in das sckauriae Gefänaniß wieder zur Besinnung. Da fällt mir in der Äerstreutbeit ein. dafc ick im Restaurant an der Schwanthalerstraße lang t rezadl: ade und daruoer Qmt luna babe. Lassen Se mir eeneStunde Freiheit. Herr Justizrath, und die hercZ begommt die 153 Pfennige oder feie sehen mich nie wieder. Das Gericht ging auf diesen Wunsck selbstverständlick) nicht ein. sondern sprach den Angenagten vom ersten Vergehen frei und veurtbeilte Km w?aen deZ zweiten jedoch zu vier Tagen Gefängniß, die durch Haft getilgt'waren. Der ngellagte bedaull: für das gunstig! Urtheil und meinte: Herr Iustizrath! In zwee Tagen iö die Schuld bezahlt V rt w 1 1 f V i. 0 1 1 t-v ink Vs VU4it ltUh .ClUiHUiiV idi.k gemacht werden. K a s e r n e n b o ? b l ü t f. Unteroffizier: Nekrut ctohn, wenn Homer's Elias so schief auf dem t?ozanischen Pferd ges:ssen wär', wie Sie aus :;rem tfaul, hatte er sich vor seinem Hund, dem berühmten Hektar, Ivanen nr.iijcn. Wahlbeeinflussuna. Älter Her? (mm dreier): 55cü babe aeen Ihre Person gar nichts einzuwenden. nur wäre es im?, vssen gestanden, lieber gewesen, Sie hätten sich um meine altere Tochter beworben! Jun aere Tochter (die im Nebenzimmer ae horcht): Papa, Wahlbeeinflussung ist geienua? verooien: Neues Geschäft. Richte?: Was sind Sie? Anaeklaater: Reien. Wurmtreiber bei 'nc-m Rejenwurmbändler. 3cf muß mit'm Stock uff die Erde kloppen, damit det die Würmer aus die Erde vorkommen und sich fangen lassen' Buntes Allerlei: Gla. dierstimmer: Ihre Tochter hat mir t- . rr . . v . c. ' r it rn; . . agen iacn, oag xa qx -iianv xzpa l'ariren solle. Vater: Was fehlt denn d'ran?" S!immer:D?ei Saiten sind ab. Vater: Hier ist einDollar reinen toie auch Die anderen ao. Welche Freude! A.: Haben Sie schon gehört, die alteSchachItl da drüben bat tick verlobte V.: Nee, woher soll ich das gehört haben? Ä.: Na, die hat doch so laut geschnnn. als sie gefragt - wurde, daß man es zwei Meilen weit gehört hat!

Wieder losgelassene Verbrecher.

Von Nufus R. Wilson, Neu Vork. Niemand wird von den Verbrechern zweier Welten so sehr gefürchtet, all Superintendent Byrnes im hiesigen .Polizeihauptqu'Zrtier an oer Mul 'dernzstraße. Er hat das Verbrechen und dessen Verüber zu seinem Lebensstudinm gemacht und hat Las Meister eamen in seinem Veruf längst be standen. Neulich fand ich ihn eines Nachmittags in nachdenklicher und .gesprächiger Stimmung, welche be nül'.etnX ich ihn bat. mir doch ciniae Mittheilungen über die notorischen Verbrecher zu machen, welche sich geaenwärtig außerhalb der Cefängnißmauern befinden. . ..James Tnnlap", meinte er nach kuriern kachvcnlen. ist vielleicht der beknnntcste Verbrecher, der sich zur eit in reibrit befindet. Er war feiner jcit einer der kühnsten und geschustern Vünlcinbrechcr. der jemals r.clcb.t hat. Wahrend der Jahre von 1071s bis 187(i hat er und seine Siotte dir 3:iinmc von beinahe ? 1,000.000 in ttar und lcichtverkam'lichen Wihriercn auö Vi'.nüttstitutctt in Ia::ies Tunlap. allen Theilen des Landes gestohlen. Dunlap's Bande hat einen sonderbaren Ursvruna. k'caen Ende 1567 wurde ein geriebener iunge des Groß diebstahls'm Illinois überführt und liach dem Zuchthaus zu Joliet geschickt. (5r war von vortheilhaztem Äeunern, o.ut erzoqen und hatte wegen seiner (cschicklichleit im Schwindeln den Spitznamen Hustling Vob" erhalten. Sein richtiger Name war Nobcrt Scott. LLShrcnd seines Aufenthalts in oliet kam er in Berührung mit ei l nc:n alten und erfahrenen Vcrbre cher. welcher der Polizei sehr wohl i bekannt rcar. Der Mann hien Tom Aeillv. bekannt als Scar Face Tom" (das Narbengesicht). (5r hatte eine Neigung zu Bob gefaßt, traf ihn in Chicago nach seiner Entlassung und machte ihn mit Tnnlap be konnt. Neilly war zwar kein Bank räuber. aber er rühmte sich, daß er im Stande sei. jedem Verbrecher sei nen eigentlichen Veruf, in dem er am meisten reüssiren müsse, genau sagen zu können. So gab er Seott und Tunlap den Nach, sich gemeinschaftiich aus das Erbrechen von Banken m werfen. Tnnlap war jung und geweckt; er brachte Scott nach Ncw jort und führte ihn bei einem gewissen Lonnors ein, einem vielversprechenden Pflünzchcn. der stets auf 'der Lauer lag, wo es ein gutes tück Geld zu mausen galt. Tiese Trei bildeten den Kern der berühmten' Bande, welche aus Hand wcrtsmäs'.igen Lrbrcchern von feuer sicheren (Leldscörankcn bestand. Bald darauf raubten sie aus der nallö (ütli-Bank . in LouiSville 5200.000. Durch ihre Schlauheit wußten sie die Polizei völlig hinter's Licht zn führen. (George Mlles. Lcarn, (Zdfon und noch Andere waren Mitglieder der Firma Tunlav k l'o.. und sie stahlen in allen Nicbtunqen. Die Bank zu Pittston Mass... verlor 9400.000 durch die Anstrengungen Tunlap's und Scott's, und darauf passirtc der große Bankraub von Northampton. Verhaftungen fanden statt, und Ed son wurde zum Verrather an seinen (Genossen. lonnors wurde aus dem Gefängniß in der Ludlowstr. entlaf sen und bat sich nie wieder in dieser Gegend blicken lassen. ?!ed. Leary e$s A . ti v r JStl" Allen. ist aesiorben. und die anderen haben entweder einen eyrllqen Berits ergrif fcn oder sind nach unbekannten Ge aenden verzogen.. Scott und Tun iap wuroen uversutzri nno jcoer . . " ? " , .. zu zwanzig Jahren Zuchthaus ver urtheilt. Scott ist vor zedn ab ren an der Schwindsucht aestorben und Tunlav wurde im voriaen Te cember begnadigt, hauptsächlich auf die Verwendung der Wlttwe Scott bin. Tunlap machte, den 5krieg als Soldat mit, und als er das Gesang niß verließ, erwartete ihn eine anae nehme Ncberraschung in Gestalt einer m...! ....fi. . , v r Peniion. weicue waureno seiner nnfreiwilligen Abwesenheit zn einem netten Summcben anqewachien war I5r Übt seht still und ordentlich in der tadt ew orl und wird schwerlich der Pollze( wieder Grund zur Be schwerde geben. (5in anderer bekannter Bankein brecher der sich jetzt in Freiheit befin det. ist Jsaac Marsli. der vor en paar Jahren aus dem Gefängniue aus Cherry viü bei Philadclpbiaent lassen wurde. (5r war einst ein ae fährlicher Kumpan in seinen besten Jahren, und war oft genug der An

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fnbrer in der Entwcrfung und Au?, führung der gewagtesten Nauberstück chen. Heute aber ist er gebrochen, und die Banken haben seine Tollkühnlicit nicht mehr zu fürchten. Bill Forrester, auch Lonrad Folt) genannt, ist heute viel gefährlicher, als Marsh. Auch er ist zu derselben Zeit aus dem Cherrn HillZuchthaus entlassen worden. (5r hat manches Jährchen wegen Einbrnchs in Tennesfee, Louisiana, Illinois und anderswo abgesessen, ist unzählige Male verhaftet gewesen und hat sich der Strafe öfters en;o gen, als er bestraft wurde. Seine Ticbstähle belaufen sich auf hundert .taufende von Dollars. Auf ein Mal aclang es ihm. Diamanten im Werthe von 503.000 zu New Orleans zu mausen. Seine Verbrechcrcarricre umfaßt etwa zehn Jahre. Vor Jahren heirathete er ein reiches Mädchen in Baltimore; als sie seinen wahren Charakter kennen lernte, starb sie an gebrochenem Her-

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Shanzi" Campbell. . Strafe. - Porter ist ein Mann von einnehmendem Aeußern und zählt heute etwa 45 Jahre. Taylor stammt aus Philadelphia und war früher mtHorace Hova n eng liirt. Sam PerriS. alias Wooster Sam. ist schon feit einigen Jahren an demGefängniß heraus.' Er verfährt bei seinen Ein bruchsdiebstählcn sehr vorsichtig und hat meist Glück. Jahre lang lastete der Verdacht auf ihm, daß er den Bankraub zu Texter.'Mainc, nnd den Mord des Kassirers Varron auf dem Gewissen habe. (5r reiste" nüt Spitzbuben erster Klasse so mit denen, welche den Bankraub von Northampton begangen hatten. Er ist ein französischer Canadier Don Geburt und spricht Französisch slie ßcnd und ohne Accent. Er bewcrkstelligte seine Flucht aus dem Gefäng' niste von Worcester, Mass., i. I. 1873. und obgleich eine Belohnung von S3000 aus seine Wiedercrgreifuna gesetzt wurde, ist eS noch nicht gelungen, seiner habhaft zu werden. Nur ' wenigen Verbrechern ist es in gleichem Maße gelungen, die wachsa men Tetectives zu täuschen. Shang" Eampbcll so fuhr Hr. Burnes fort ist ein anderer noto rischer Verbrecher im Zustande der Freiheit. Er war lange und zu ver schiedenen Malen mit Bahnrüubern, Taschendieben und Einbrechern eng verbunden. Seine letzte Heldenthat war sein Versuch. James Foster aus dem Gefängniß in Bangor. Maine, zu befreien; Foster war überführt, dem Geizhalse Peter Vennett in New Port 812,000 geraubt zu haben. Eampbell mit drei Gefährten sollte von New Z)ork nach Bangor gehen, um mit Dietrichen -und Stahlsa'gen den Gefangelun zn befreien; aber wir bekamen Wind davon und verhafte ten Lawlor mit den Schlüsseln und Sägen, welche er unter seinem Unter Hemde versteckt trug. Eampbell be fand sich bereits unterwegs nach Bangor, als der Plan verrathen wurde, und entging so der Verhastung. Er gehörte zu jener Bande vermummter Einbrecher, welche im xmmi 1X w Boston Gharlfo. Jahre l873 in New Nochelle nnd im Eounty Westchester den Schrecken der Einwohner bildete. Die ganze Bande wurde jedoch verhaftet, bis auf Eampbell und Johnny Tobbs, der vor einem Jahre mit .ode abging, und jeder der Bande würd in's Zuchthaus geschickt, wo er 2 bis 20 Jahre abzubrummen hat. Eamp bell nnd Dobds tauchten spater wie der in Floriba auf. wo ste die Nolle von unabhängigen Gentlemen spie! ten. Sie gaben das Geld mit vollen Händen aus und tranken, was das Zeug ha!ti wollte. Auf ' einer Spree" Plauderte Eampbell seine Geheimnisse aus und wurde verhaf tet. Sein ganze Gepäck, wie sich bei der Untersuchung herausstellte, be stand aus Einbrecherwerkzeugen. Während man noch mit der Festste! lung seiner Persönlichkeit beschäftigt war. erhielt der Sueriss von Key West von einem .angesehenen Kaufmann in New ?)ork ein Schreiben, iu welchem sich dieser für Eampbell als einen Bürger-von Ruf verbürgte. Es wurde so sehr schwer, einen Ueberführungsbeweis gegen Camp bell zu erbringen, und später gelang es ihm, unter Beihilfe eines dortigen Verbrechers und eines uner Mordanklage stehenden Negers, in das Tach seiner Zelle ein Loch zu schnei den nnd so zu entweichen.. Eine Belohnung wurde ausgesetzt, und d'em Bruder de5 genannten Verbrechers gelang es. dieselbe zu verdienen, in dem er einen Trupp Soldaten nach einer Insel führte, auf welcher sich alle die Flüchtlinge versteckt hatten. Eampbell wurde nun mit 300 Pfund schweren Ketten belastet und wurde schließlich nach Westchester gebrächt. c?v T''-l r irr er zu 2' Jabrcn esänaniZ: verr ti.eill nniröc. Obwohl nnN'rbeNprli und außerordentlich gesährlich, stnd bc i?r.ciijü'( doch mit großer VniU icgcn ihn versah? n. In Montreal wurde cr vcryaslet. nadem rr einem -'.'cannc Namens AkcNa' utte die Summe von 1-Z.000 Dollar-: .idgelun hatte.- Ta-z (5Zeld wurdt .ue0krcrs:,'.t:es. und '.NcNamce wei sich, alz .-eue gegen ihn aus i-.rctcn. Doch der Nicht.-r dreht:

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jetzt den Spieß gegen McNamee nm und verurtheilte ihn zu zehn Jahren wegen seiner sträflichen Milde gegen den Verbrecher. Wes" Allen ist ein anderer notorischcr Spibube. der es lange verstanden hat, das Zuchthaus zu meiden. Er ist schlank gewachsen, 55 Iah alt, von gelblicher Gesichts.

färbe und trägt seine bereits stark mit Grau gemischten Haare lang. wie ein Cowboy oder Künstler, Er hat das linke Auge eingebüßt und trägt zu Zeiten ein glülernes. Manchmal .trägt er eine Brille, dann auch wieder ein grünes Pflaster an Stelle seines linken Auges. Auf der linken Gesichtshälfte ist eine starke Narbe erkennbar. Er gehört zu einer berüchtigten Verbreche'rfamilie. Er ist als gewerbsmäßiger Einbrecher und Taschendieb bekannt. Dem Bur schen ist nicht zu trauen, denn er greift zum Revolver auf die geringste Veranlanuuq hin. Bei dem Begrabnisse seiner Frau .Amelia wurde er wegen Groj;diebstahls verhaftet rnd wehrte sich wie ern Verzweifelter ge. gen die Beamten während des Be gräbnisse?. EharlkS Mason, genannt Boston Eharley, einst Socius von Shang" Eampbell, läuft jetzt auch kni herum. Maton s Hauptdelckas' tigung ist das gefährliche Aunco. Er hat viel Geld gemacht, aber nichts davon behalten. Zu den Gefüng' Nissen, die er mit seiner Gegenwart besonders beehrt hat, gehört Joliet und Qlnq sing. Mason versteht das Vunco fcjt ebenso aus dem Grunde, wie Hungry Joe Lewis, der auch auf freiem Fuß sich befindet. Joseph Tubuque, ein französischer Eanadier, hat sich seit einigen Jahren der Freiheit erfreut. Er ist bekannt als Begünstiger notorischer Diebe, und ist nie abgeneigt, selbst einen Job auf eigene Faust zu unternehmen, wenn die Olelegenheit günstig jv??. I' ? ."T-J", ? s, -ftiwy ?; V &? i' i r TSilly, the ttM'. ist. Er hat gelegentlich dieiand ge boten zu Taschendiebstahl, Einbrü chen, Hallen von Spielhöllen und Bunco-Jeu. Er lstein Tieb im All gemeinen, wenn man das so nennen kann. Er ist irgend ein Mal in seinem Leben mit fast allen Vankdieben des Landes in Verbindung gewesen, und war selbst bei einem Bankraub in Winnipeg, Manitobo, betheiligt. Er zählt 51. Jahre, ist von mittlerer Gröne, aeiunder Gcnchtsrarbe und geschmeidig und muskulös. Seine Mußestunden bringt er bei seiner Schwester in Albany, N. Y.. zu; vor Jahren betrieb er mit einem be kannten Faustkämpfer eine Schankwirthschaft nicht ganz tausend Mei len von Ncw yoxi. William Llrke. genannt Billv the Kid", einer der geriebensten Bank diebe in den Ver. Staaten, machte vor einiger Zeit alle Banken des Landes in Gemelnzchast mit Sophie Lyons unsicher. Sophie ist die Frau von Ned Lyons, eine berüchtigten Einbrechers, der icUt im Zuchthause von Eolumbus eiue Freiheitsstrafe absikt. Burke ist etwa 35 Jahre alt und von gutem Aussehen. Er war einst bei dem Raube von 810,000 ans der Manufacturers Bank m Eohoes. N. behilflich, aber einer der Elerks bedrohte ihn mit dem Ncvol ver und er ließ das Geld auf die Erde fallen. Er hat gesessen und ist mehrere Mal aus dem Zuchtbaus entsprungen. Er läßt seine Bürgichait im itick. wenn er (Gelegenheit dazu hat. Er ist mit Nufus Miner und George ()arsons eng verbunden r. ffL.i.t. sl. o gewesen, mu oenen optzie iiouv das Unternehmen gegen die Office der (ZaSgese!lschaft von Norbury, Man., ausführte. Sopkie war eine geborene Elkin, und bekannt als die bübfcbe Tochter des alten Heulers Eltin, eines Hel serShclfers sür Diebe in der Stadt New ?)ork. Sie war die hübscheste Jüdin in der Welistadt. Ihre Schön- $ rI ttWj'W l'ZJ JSa Hungru Joe LcwiS heit ist trotz ihres wilden Lebcnswan' dels heute noch nicht gänzlich ge fchwundcn. Si? macht sich dieselbe in ihren ErpresiungSstückchen wohl zu nutze. Sieverlocktnämlichälterereiche Herren in ein Hotel, wirft dann plöl) lich die Kleider ihres Opfers aus dem Fenster und verlangt von ihm Schweigegelder. Sie ist ferner eine erfahrene Ladendiebin. Bor sieben Jahren wurde sie das letzte Mal in New York verhaftet. Sie wurde beim Ladendiebstahl abgefaßt. Jini ger Mann", redete sie mit großer Geistesgegenwart den Detektiv an, wissen sie, wer ich bin? Sie haben einen schweren Irrthum begangen, und sie werden ihn schwer büßen müssen." Die Zuhörer waren überzeugt, daß der Tetectiv sich übereilt hatte, und sie bezeugten ihr Mitgefühl. Doch als Sophie den Fahrstuhl bestieg, siel eine Rolle-Seidenzeug aus ihren Kleidern zu Boden. Auf der Poli

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zeistation gab sie ihren Namen als Kate W'.lson an und behauptete,. daß

sie eine Kleidermacherm aus Harlem sei. Während der Prozeßverband lung stellte sich jedoch ihre wahre Persönlichkeit als Sophie Lyons her aus und ihr Urtheil lautete alsbald auf sechs Monate Zuchthaus. Neuer lich hat sie sich dem Opiumgcnuß cr geben. Aus ihrer Ehe mit Ned Lyons sind nacheinander fünf Kinder ent sprossen. Das älteste Kind war ein Knabe, der schon in ganz jugendli chem Alter zum Tiebe wurde, und vor mehreren Jahren im -Zuchthause zu Auburn verstarb. Drei Töchter blieben ehrbare Frauen, und eine von ihnen ist in einem Kloster der Stadt New York. ,'ord" Eourtney, der Schwindler aus England, der immer wieder reiche Opfer diesseits des Atlantic gefunden und ausgebeutet hat, ist wieder auf freiem Fuß, fuhr der Superintendent sort. nachdem er sich eine frische Eigarre angebrannt hatte; und ebenio ,red Theln. ein aeivikter Juwclcndieb, welcher einst den Verkäufer des Hauses Keck Sz Eo. in Taytn, O.. um Kostbarcit'n und goldene Uhren im Werthe von $15, 000 im Jahre 1891 erleichterte. Theilt alt lich zur Zeit in Europa ans. Ii3 gibt noa) manche andere iV : 1 Krwi Zß Fred Thcin. Tiebe. welche sich augenblicklich der goldenen Freiheit erfreuen, aber die. welche ich genannt habe, stnd die .Stars" ihres Berufs. An anderen nimmt das Publikum kein Intereise. Wie wir über den Aufenthalt der Tiebe unterrichtet bleiben? Turch ihre eigenen Erzählungen, auf Erund deren wir Nachforschungen anstellen. Sie würden nicht wenig erstaunt sein, wenn Sie in dieser Ossice unnchtbar den Vernehmungen beiwohnen und mit anhören würden. wie sich die Diebc untereinander verratben. Noch niemals habe ich einen Tieb getroffen, der nicht bereit gewe sen wäre, alle seine (Geheimnisse zu verrathen, wenn ich ihn überzeuge. daß eö zu seinem eigenen Vortheil dient, oder der nicht ohne Zaudern einen Geno',sen verratnen wurde, wenn er nur den geringsten Grund zu der Annahme hätte, daß dieser ihm geschadet hat. Thatsächlich sind gewöhnliche Verbrecher engherzig im höchsten Grade, und wenn Jemand schlau ist, ihre Eharaktereigcnschasten kennt und Entjchlonenhelt besitzt, so kann er so ziemlich Alles, was er will, ans ihnen herausbringen. Was die sprichwörtliche Ehrlichkeit unter Tlcbcn" anbetrisst. so kann ich nur auf Grund meiner eigenen Erfahr rnng, die mich 14 Stunden des Tages in Berührung mit ihnen bringt, constatiren, daß ich seit vielen Jahren dieser Ehrlichkeit nicht begegnet bin. Ich mnn bitten. davon ausdrücklich Notiz zu uehmen." Tamit stand Supt. Byrnes auf. um seinen nächsten Besucher zu begruben. Wen das Negtten freut. Vvffc vl? vlAir-.'. D er Sauer. (5s r-znet! Cct! sei Dank! Die Freude: Lald sieht er wachsen das Getreide! Ein Liebespaar. So Arm in Arm! Dann untersteht! O. die Gelegenheit ist schon! Der Wetterprophet.

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Der hat es gestern prophezeit, D'rum heut er sich am meisten freut!'

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Der Wirth. Platscht's plötzlich mal bei c'.M' Feste Die Thüren aus! Grüß (Sott, Jhi 03.V! D e r M a u r e r. Ha! Endlich 'mal 'ne Rcgenbrause! Das gibt doch wieder 'mal 'ne Pause) Der Menschenfeind. CV V hm ist's 'ne wahre Augenweide, Weil's Anderen verdirbt die Freude! mmmmm ' , mii X fta? yr Der Schirmmacher. Durch's ganze Land ein langer Ne gen, . Für's Schirmverkaufen ist's ein Se Die aanze Welt. Würd's einmal regnen recht viel Geld, Da freute sich die ganze wtuiSelbstverrath. Die Dame vom Hause (zu dem neuen und hübschen Kammermädchen): Was halten Sie von meinem Manne. Marie? Marie? O..er ist ein netter, sehr netter Mann! Wenn er nur nicht- so laut schmatzen wollte, wenn er küßt! Sprachloses Entsetzen der Dame vom Hause. Bosbaft. A.: !.Hat denn der Maier noch immer keine Anste!lung?" B.: Ach, so viel Protektion gibt es ja gar nicht, wie der Kerl ber semer Dummhelt , nöthig hatte. Arme Weiber! Gardelieute. nant lin einer ' Galerie histoschn.Frauensch'önheiten): Arme Weiber! haben Mich nicht erlebt! Entsetzlich. Ein alterHm: Mein Gott, wer flucht denn da fortwährend so gräßlich? Knabe: O, daS ist die Bibelklasse, die mit der Chri. stian ' EndeavorClasssse Ballspizlt.

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