Indiana Tribüne, Volume 17, Number 39, Indianapolis, Marion County, 27 October 1893 — Page 1

v A o o 00 rK AA rN kYM V v o w v v w y o V Tlahrgann. 17 Office : S!o. 13 Süd Alabama Straße. 2i 30 Indianapolis, Zndiano, Freitag, den 27. (Oktober 1895.

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Editorielles. Gouvernör Altgeld erweist sich immer mehr als -3 enfant terrible der bürgerlichen Gesellschaft. Er hat Einficht und Verständniß und auch

Muth. Kein Wunder, daß die kapi talistiss gesinnte Presse wie eine wüthende Meute über ihn her fällt. Er hat sein Begnadigungsrecht trotz der kurzen Zeit, die er im Amte ist, schon vielfach ausgeübt. DaS aber würde man ihm nicht übel nehmen, wenn er nur nicht so sonderbare Schrullen" in seinen Begründungen kundgäbe. So z. B. in folgendem Falle : Eine Frau Mary C. Kelleher war von ihrem Gatten zur Theilnahme an einem Morde verleitet worden; Beide wurden verurtheilt, sie zu 14 Jahren Zuchthaus, das war im Jahre 1891. Nun nachdem die Berurthellte 2 Jahre des Termins verbüßt hat ließ der Gouvernör sie frei unter folgender denkwürdiger Begründung : Die Situation in der Familie ist diese : Der Vater ist zu lebenslänglichem Zuchthaus verurtheilt, die Mutter zu 14 Jahren. Die Mutter hat ihr jüngstes Kind, das nun etwas über 2 Zahre alt ist, bei sich im Zuchthause. Ein Kind, jetzt 5 Jahre alt, ist im Ar. menhause und ein anderes Kind, ein erkrüppelter Junge wird theilweise durch Wohlthätigkeit unterhalten. Ich bin überzeugt, daß diese söge nannte Bestrafung dem Gemeinwesen mehr Schaden als Nutzen bringt, und ,ß eS am allerbesten für die Gesell schast ist, d t Mutt.rmit dem Kleinsten auS dem Zuchthause herauszunehmen und das andere Kind aus dem ArmenHause herauszuholen und die Kinder lle wieder mit der Mutter zu verein!gen; die legrere yar ?a sqon voryer theilweise die Familie durch Waschen ernährt ; so wird sie es auch jetzt thun' können. Es gibt viele Leute in diesem Staate mit blutbefleckten Händen, die von der Justiz nicht ereilt wurden, weil sie Geld oder Einfluß besaßen. Der vorliegende Fall rechtfertigt theilweise das Sprichwort : Kleide die Sü'de in Lumpen und ein Strohhalm wird sie durchbohren; kleide sie in Gold und der starke Arm des Gesetzt sinkt hoff nungslos vor ihr herab." Die bürgerliche Gesellschaft zuckt die Achseln, lächelt dazu und ärgert sich vielleicht auch ein wenig darüber, wenn irgend ein vorlauter Revoluzzer oder Zozialdemokrat so etwas sagt. Ueber oaS Bischen Aerger kommt sie dann auch schnell hinweg. Wemi aber einer der Ihrigen, und noch dazu der Pro minentesten Einer, ein sehr reicher Mann, ein gebildeter Mann und noch Gouvernör obendrein, ihr solche Vorwürfe inS Gesicht schleudert, dann hört die Sache denn doch auf, Spaß zu sein, und sie wird um so wüthender, als sie fühlt und weiß, daß der Mann Recht hit. ES ist aber auch wirklich zu toll. Da kommt ein Gouvernör, der Jahre lang auf einem der oberen vhchterstühle saß und als Jurist in bohem Ansehen steht, und begnadigt drei Leute, gegen welche die gute Gesellschaft ihr Anathema geschleudert. Er begründet seine Begnadigung mit der Voreingenommenheit des Richters und der Parteilichkeit des Prozesses. In dem oben argeführten Falle geht er sogar so weit zu sagen, daß Leute mit blutbefleckten Händen von der Justiz nicht erreicht werden, weil sie Geld und Einfluß ha ben. Er sagt, daß die Sünde in Lum pen gekleidet, von einem Strohbalm durchbohrt wird, während der starke Arm des Gesetzes bossnungSloS vor ihr herabsinkt, wenn sie in Gold gekleidet ist. Diesen Vorwurf schleudert der gu ten Gesellschaft ein Gouvernör und Richter entgegen, der eS doch wissen muß, und welche Vertheidigung hat sie dagegen ? Sie nennt den Mann einen Anarchist und wirft ihm vor. daß er die bürgerliche Ordnung" in Mißkredit bringe. Als ob sie sich nicht längst selber in Mißkredit gebracht hätte. m m Drahtnachrichten ' C ( Inland. WetterauSliÄten. Etwas kühler ; schönes Wetter am Samstag.

Weißkappen in Tennessee.. Milan, Tenn., 26. Okt. Der Weißkappenkrieg gegen die Baumwollfabrikanten hat den hiesigen Ort erreicht und die GinS von JameS Morj. r . rt . v 1 1 m

gan, lv. ii. aloweu uno Vuner Co. sind mit den ältesten 10 Cents pro: Pfund" Warnungen versehen worden. . Die . Bürger hier sind aufgebracht über die Affaire und haben Vorbereitungen getroffen, die GinS zu beschützen, welche ohne Rücksicht auf die Drohungen, in Betrieb gehalten werden sollen. . Ein kostspieliger Empfang. Chicago, 26. Oct. Wie eine hiesige Zeitung berichtet, wurde in der heutigen Sitzung der Lady Manager recht unangenehme Sachen zur Sprache gebracht. Am unangenehmsten war den Damen aber die Mittheilung, daß der Schatzamtssekretär Carlisle für den Empfang, welchen die Damen während deö Sommers ihm zu Ehren veranstalteten, selbst die Kosten hat tragen müssen. Die Damen scheinen nämlich geglaubt zu haben, daß Herr CarliSle kraft seiner Stellung den Geldbeutel der Nation nach Belieben öffnen und schließen könne, und ihn deshalb, als er in Begleitung seiner Gattin die Welt ausstellung besuchte, bestens fetirt. Unter Anderem hatten sie ihm einen Empfang veranstaltet, der sehr fein aussiel und $40 $500 kostete. AIS sie die Rechnung zur Bezahlung ein schickten, weigerte der böse Congreß sich jedoch, daS Geld dafür anzuweisen und Herr Carliöle griff selbst in dll Tasche und zahlte. Eine der Damen sagte in Bezug darauf heute': Man bedenke, der arme Mann hat bei der Gelegenheit eine Tasse Thee getrunken und eine Makrone gegessen nnd muß dafür $500 bezahlen und dazu war der Empfang noch ihm zu Ehren gegeben." Eisenbahnunglück. Hamburg. Mich., 26. Okt. Gestern Abend.um? Uhr verunglückte der Toledo, Ann Arbor und Nord Michi gan Frachtzug indem er in eine Unterwaschung stürzte. Die Lokomotive gerieth vom Geleise und siel in den Graben. Die folgenden Wagen Fils und Kohlen enthaltend rollten aus die Lokomotive und .geriethen in Brand. DaS Feuer war meilenweit zu sehen. Auf der Lokomo'ive waren der Führer Bulian, Heizer AlberS und Bremser 'Rullizan, die alle in den Trümmern ihren Tod fanden. Mulligan hat man gefunden und seine Leiche feinen Angehörigen geschickt. Er war ledig. Von den beiden Anderen ist nichts übrig geblieben. Die Bestie Stone. Washington, Ind., 26. Okt. Dem Geständnisse Stöneö, deS Mörders der Wratten Familie, schenkt man in so fern keinen Glauben, als man annimmt, daß . er die entsetzliche That nicht allein ausgeführt hat. Stone ist als Lügner bekannt, und eS find Anzeichen vorhanden, daß er Complicen gehabt hat. Man erwartet von ihm ein drittes Geständniß. ,. . ... KleijijjS Feuer. Chicago, 26, Okt. Der Thurm deS Zndiana Gebäudes gerieth heute auf unerklärliche Weise in Brand. Das Feuer wurde jedoch rasch gelöscht und that keinen merklichen Schaden. .'. . Merkwürdige Rücksicht. Chicag o, 26. Okt. Zohn Clarke war heute in der Küche der Wellington Catcring Co. mit dem Kneten einer 5eigmasse von 700 Pfund vermittelst der .Maschine beschäftigt, als seine Hand in letztere gerieth und abgerissen wurde. Er wurde nach dem Hospital gebracht und als man ihn fragte, wo seine Hand sei, antwortete er: Ich vermuthe, daß sie im Teig ist, aber ich hoffe zu Gott, daß das Brod nicht verdorben ist." ., DaS Unglück bei Battle C r e e k. Battle Creek, Mich., 26. Okt. Die Angestellten deS ZugeS No. 6 frnfhn fiiit tirtn Sr ffnmnr ttrti bezüglich dessen,. was sie von dem UnI t. k:cr r.nT. a tyluu iuiin, vitvii. oyy y. ui' ner, der Heizer, sagte, er habe gehört, daß Lokomotivführer Wooley Condukteur Scott' vor der Abfahrt frug, oh No.9 durchgefahren sei und eine bejahende. Untk?ort erhalten habe.

Condukteur Scott und Lokomotiv-

führer Wooley weigerten sich heute, irgend welche Fragen zu beantworten, dabei angebend, daß sie nicht sich selbst beschuldigen wollten. Nach einer scharfen Debatte wurde der Jnquest vertagt. Der Staatsanwalt telegra pbirte an den Generalanwalt um feine Ansicht in der Angelegenheit und der selbe antwortete, 'daß die Männer Nicht gezwungen werden .könnten, zu ant Worten. . . - Zwei weitere Leichen sind hier iientisizirt worden, die eine wn die eines Chemikers aus New Jork, Namens Strub und die andere die von Robert Colgrove, von London, Ont. . Jetzt sind noch sechs Leichen in der Morgue. -- Buchstäblich verhungert. N e w B e d f o k d,.Mass.., 26. Okt. Ein grauenhafter Vorfall wurde gestern Morgen in einem Tencmenthause der Field Straße konstatirt, wo man die ganze Familie eines seit langer Zeit arbeitslosen WeberS dem Hungertode nahe fand. Seit acht Tagen hatten die Leute nichts genossen, als Wasser und ein Stückchen trockenes Brod. Zwei der Kinder waren bereits dem Elend erlegen und auch für den Vater dürfte wenig Haff iung bleiben. Die Mutter und ein drittes Kind können vielleicht gerettet werden. Die Silber - Bill. Washington, 26. Okt. Die Senatoren, welche die Widerrufs-Bill in Händen haben, erwarten, daß morgen mit dem Aommmen über die AmendementS begonnen werden wird, daß die AmendementS am Samstag erledigt werden und am Montag über die BoorheeS Bill selbst abgestimmt werden kann. . ES ist aber auch möglich, daß dieS nicht alles so zutrifft wie erwartet wird. Man hatte erwartet, daß der Senator Stewart heute Abend seine Rede beenden werde ; dies ist aber nicht geschehen und wenn er eS für. gut sinden sollte, morgen förtzufahren, dann wird vor Samstag nicht mit dem Abstimmen über die verschiedenen AmendementS begonnen werden können. Der Senator ZoneS wird nur mehr kurze Zeit sprechen und auch der Senator Allen hat nicht mehr viel zu sagen. Der Senator Wolcott wird nuc 16 Minuten in Anspruch nehmen und auch der Senator Gorman wird einige Worte zu sagen haben. ES ist möglich. aber kaum wahrscheinlich, daß noch andere Senatoren Reden über die Sache halten werden. '. Theures Bier. Cmp orio, Kans., 26. Okt. Theodor Vost, der sich schuldig bekannte, eine Flasche Bier verkauft zu haben wurde gestern zu 60 Tagen Gefängniß, $20) Geldbuße und die Kosten deö Gerichtsverfahren? verurtbcilt, sowie zur Stellung von $2000 alö Garantie dafür, daß er n'cht wieder eine Wirthschaft betreiben wolle. Ausland. Die Lcn d tag ö w a h len und die Sozialdemokraten. Berlin, 26. Okt. Die Sozialdemokratin in BreSlau haben angekündigt, daß sie bei den bevorstehen' den Wahlen zum preußischen Landtag die radikale Volkspartei unterstützen werden, weil sie dadurch die Bemegung iur Einführung deS allgemeinen Wahlrechts , und der geheimen Abstimmung fördern zu können hoffen. , . ., ,.. ,t, Der kranke Cornelius Herz. Paris, 26. Okt. Die Regierung hat beschlossen, abermals zwei Aerzte nach London zu schicken um den Dr. Cornelius Herz, den notorischen Pana na-Lobbyisten, der seit seiner Rückkehr nach England als schwer krank gem:ldet wird, nochmals zu untersuche und festzustellen, ob er nicht nach Frankreich ausgeliefert werden kann. , D i e K osten der MilitärVorlage werdendem deutschen Michel . präsentirt. Berlin, 26. Okt. Inder heutigen Schlußkonferenz der bundeSstaatliehen Minister einigte man sich über die Vorlagen zur höheren Besteuerung deS Tabaks, der Börsengeschäfte und deS WeineS im Preise von 60 Mk. pro dl. und darüber; ebenso wurde eine

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Einvernehmen über die Vertheilung der Steuerüberschüsse an die einzelnen Bundeöstaaten erzielt. Finanzminister Miquel gab nach Schluß der Sitzung eine Gesellschaft, bei der auch seine süddeutschen Kollegen aufgeräumt gewesen sein sollen. G Ein Milli onen-B anker ott. Berlin, 26. Okt. DaS Bankhaus Pfeiffer und Hartdegen in Cassel hat mit 4.000,000 Mark Passiven fallirt. Pfeiffer ist durchgebrannt. H . Verhaftung eine S Redak teurs. Berlin, 26. Okt. Die Verhaf tung deS Redakteurs Gradnauer von der sächsischen Arbeiterzeitung ist auf einen Artikel in dem erwähnten Blatte hin erfolgt, in welchem Gradnauer erklärt, während seiner Militärdienstzeit sozialistische Lehren unter seinen Wasfengesährten verbreitet zu haben. m ,, Obi7önacbricbten. Angekommen in : London, In Sicht: Tauric" von New Zork nach Liverpool; Britanic",von New Aork. Bremerhaven: Lahn" von New Jork. Genua: Werra" von New Jörk. Boulagne: Rotterdam" von New Jork nach Rotterdam. New I ork: Aller" von South - ampton ; Premier" von Kingston ; Werkendam" von Rotterdam und Hekla" von Stettin. Clu den Gerichtshöfen. Tuverior Eourt. Theodore D. Oldendorf jr. durch einen 'nächsten Verwandten gegen Bauer; Schadenersatzklage ; in VerHandlung vor Geschworenen. Zimmer No. 2. John W. Snowden gegen ChaS. Buser; Befitzrccht auf ein Pferd ; die Jury spricht dem Kläger daS Pferd zu. Harry E. Neglcy gegen CitizenS St. Ry. Co. ; Schadenersatzklage ; in VerHandlung vor Geschworenen. Philip Kiley gegen Edw. Sickleö; Notenklage und Schul)forderung; niedergeschlagen. Zimmer No. 2. Philip Rosinberger ge.en L. E. fc W. R. R. Co.; Schadenersatzklaze. In Verhandlung. Für den Verklagten entschieden. Elmire Kuhlman gegen Ernest H. L. Ku'ilman; Hyo!hekenkla,,e. Für Klägerin entschieden und Exekution angeordnet. Circuit Court. John M. Birk gegen Samuel N. Gold, Trustee. MandamuS. Antrag auf Abweisung nicht stattgegeben. A. G. Smith, Generalanwalt, gegen John S. McClellan, Trustee von Wayne Township. MandamuS. Argumentation. NachlassenschaftSgericht. Mary Shehan wurde zur Administratrix deS. Nachlasses, von Daniel Shehan ernannt ; Bürgschaft $900. Als Nachlaßverwalter von Constantin Schäfer leistete C. Richard Schäfer $800 Bürgschaft. Kriminalgericht. Nach einer Sitzung, die die ganze Nacht hindurch währte, brachten die Geschworenen in dem Falle gegen Jack S. Moore wegen Unterschlagung einen aus schuldig lautenden Wahrspruch ein Der Angeglagte wurde zu $1 Buße und zwei Jahren Zuchthaus vcrurtheilt. Wegen schmerer Körperverletzung verurtheilten die Geschworenen den Mart Morgan zu $250 Buße und 6 Monaten. yrlzkitS.hau.S,

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