Indiana Tribüne, Volume 17, Number 27, Indianapolis, Marion County, 15 October 1893 — Page 6

Flittefwochen bet 39 (Zrad. Von Tr Bela Ticsq.

m . . . Mit dieser nicht ganz ariikulirten Lautäusteruna. welche immerhin als Ausdruck des höchsten Mihbehagens eines vor Hitze verschmachtenden Menscben verstanden werden kann, trat der v junge Ehemann in's Zimmer. Er v warf seinen ßut auf das Bett und beczann unter öfterer Wiederholung des einczanas erwähnten Leidensausrufes sich aller Kleidungsstücke zu entlediyen. welche ikn in dem vollen Genusse seiner menschlichen Freiheit behinderien. Mit Rücksicht auf die noch kurze Aeit seines ehelichen Sklavenlebens glaubte er sich hierbei auf Rock. Kralen. Kravatte. Manschetten und Weste beschränken zu müssen, aber als seine hübsche junae ftrau hereinkam, ihn zu begrünen, kamen ihr seine adamitischcn Anwandlungen am hellen Tage so fhockina" vor. daß sie sich mit einem vorwurfsvollen: Aber Alfred!" und einem ebenso keuschen wie iiberflüsslgen Erröthen wegwandte. Mit einem schweren Seufzer der Retfanation hüllte der junge Ehemann seinen irdischen Oberleib in einen Hausrock und begab sich zu Tische. Von der Suppenschüssel stieg eine Wolke von Dampf auf. MifMuthig blickte Alfred auf die gluthbergende Urne: richtig verbrannte er sich gleich init dem ersten Löffel die Zunge. Vernünftigerweise hätte er sich den Vorrrurf machen miinen, warum er die Suppe nicht kalt geblasen, aber mein Gott." wozu ist man denn verheirathct? Schau, mein Schatzerl." begann tx daher mit der Miene eines mild rüsenden Richters, wie oft soll ich Dir v.od) saa.cn. das; wir in dieser Hitze uns wirklich die Suppe schenken könnicn. Willst Du mich denn mit Absicht Lraern?" Diese lehte Bemerkung war nun offenbar sehr überslüig und auch ungerecht und blos aus dem Grunde einigermaßen erklärlich, daß den gestrengen Ehegemahl die Zunge wirklich schmerzte. Die junge Frau benahm sich weit 'edler und auch klüger: sie schwieg. Mit entsprechender Geduld kann auch die heißeste Suppe verzehrt werden, und so geschah es auch mit dieser. Herr Alfred fühlte indeß aß Eonsequenz seines Opfers, das er seiner Zxrau durch Vertilgung der dampfenden Flüssigkeit brachte, ganz deutlich, wie sich die Temperatur seines Blutes von siebenunddreißig ganzen und sieben Zehntelgraden aus siebenunddreifcig ganze und acht Zehntel steigerte, und diese Wärmezunahme versetzte ihn in einen Zustand heimlich lauernder Äanklust. Räch dem Fleische kamen grüne Wohnen auf den Tisch. Es war wirklich lächerlich, was diese junge Frau bereits wagte: im zweiten Monate der Ehe kochte sie bereits Gemüse, ganz gemeines Gemüse. , Mehlspeise haben wir nicht?Rein, lieber Alfred." So o? Auch gut." Und dazu setzte Herr Alfred eine Miene auf, als ob ihn seine junge itrau auf das Schmählichste betrogen hätte. Er fühlte sich ihr gegenübe zu gar keiner Rücksichtnahme mehr verpflichtet, er knöpfte seinen Rock auf und fächelte sich mit dem Tascheniudje. Man räumte den Tisch ab und die zunge Frau stand auf, ihrem Gemahl einen Kuß zu geben. Als sie ihrem Gatten die hübschon Lippen bot. fühlte dieser, wie sie rings um den Mund über und über mit stet nen Schweißbläschen bedeckt war. Das war ihm doch zu arg. Sein niedliches Weibchen, das er vor der Hochzeit für ein Wesen höherer Ordnunq hielt, transpirirte wie eine ganz gewöhnliche Köchin, ja wie seine eigene Köchin, deren fettglänzenber Anblick ihm jedesmal den Appetit verdarb. Ja, wenn er das nur früher gewußt hätte! Aber so sehen alle Ideale von Ux Nähe besehen aus. Die junge Frau begreift in ihrer reizenden Unschuld die Verstimmtheit ihres Gatten nicht. Sie nöthigt ihn freundlich auf den Divan und setzt sich dicht neben ihn. Er fühlt in der Innigen Annäherung seines Weibchens, das sein Köpfchen an seine Schulter legt, nur den lästigen Druck von zehn Kilo Muskeln. Knochen. GeHirn und so weiter, und dazu eine weitere Steigerung seiner Bluttemperatur um ein halbes Zehntel Grad Reaumur. Er möchte so gerne eine 5igarre rauchen, aber Bertha verträgt den Rauch nicht, er denkt an das kühle Kaffehaus, einen in Eis gekühlten Kapuziner-, eine duftige Trabucco. .und ein schwerer Seufzer entringt sich seiner ehemännlichen Brust. Ach, wäre er doch frei! Es ist gewiß eine schöne Sache um die Liebe und auch die Ehe. aber, mein Gott. Alles zu seiner Zeit. Bei dreißig Grad Reaumur. nach einem geringschätzig zusammengestelltenMit taasmahl in einer Sofa-Ecke zu sitzen, auf der rechten Seite belastet von einer dreiundsechszig Kilo schweren, schläfrig - matten Gattin, in der Linken die Zeitung, die noch nicht einmal aufgeschnitten ist das soll das heißersehntc Eheglück sein?! Endlich ist es Zeit, in's Bureau zu gehen. Herr Alfred entfernt sich mit dem Gefühle einer gewissen Erleichterung. Er gibt seinem sich liebevoll dehnenden Weibchen einen Kuß entsetzlich! sie transpirirt noch immer! Nach vierstündiger Langeweile kehrt der junge Gatte wieder heim. Die Hitze auf der Strafe ist geradezu unerträglich und Her? Alfred ist gereiziti denn ie. Er tritt in seine Woh, ziung.' Die Ialonsien sind herebat-

lassen, wohluj kühles Dunkel empfängt ibn. Wo ist Madame?" fragt er mit einer gewissen Milde. Sie nimmt eben ein Bad." Er zieht einen beguemen Hausrock an. setzt sich an's Klavier und phantasirt in wartender Langeweile. Plötzlich .macht ein Donnerschlag die Fenster erzittern. Ah, endlich geht es los. Alfred öffnet ein Fenster und sieht in den Sturm hinaus. Wolken von Staub fegen über die Straße, nun fallen einzelne dicke große Tropfen, jetzt Hunderte starker Fäden, da, ein greller Blik. und im Ru prasselt in lustiaer Wuth ein Meer vonWasserPfeilen auf das Pflaster herab. Eilig flüchten die Leute unter schützende Dächer. Das Kaffeehaus gegenüber ist in wenigen Augenblicken dicht gefüllt, die Lichter müssen angezündet werden: iekt wäre es drüben sehr lanaweilia. Alfred schließt das Fenster und setzt sich wieder an's Klavier. Wo nur das Weibchen so lange bleibt? Der Sturm hat aufgehört. Alfred öffnet die Balkonthür und tritt hinaus. Ah ist das eine Luft! Aller Erdenstaub ist niedergeschlagen und dem jungen Ehemann ist. als wäre durch den Regen sein eigenes Gemüth gewaschen worden. Das hübsche Weibchen tritt auf den Balkon! Mit einem innigen Blicke wendet sich der Gatte ihr zu. Ein leichtes Sommerkleidchen umschließt die schwellenden formen, zärtlich zieht sie der Gatte an sich heran. "Hast Du mich lieb?" flüstert die junae Frau. Unaussprechlich . mein Schatz bis ZU fünfundzwanzig Grad Reaumur." Ein theurer Hase. Des Hubernbauers schönes Schwein, Die Frau treibt's in das Dorf hinein. Zum Metzger geht ihr eil'ger

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Lauf Und schnell wird auch perfekt der Kauf. Der Thaler zehne löst sie für Das wdtgeweihtc Rüsselthier. Und froh geht sie darauf von hinnen. Was mit dem schönen Geld beginnen? Ein neues Kopftuch wär' ihr noth. Das fehlt ihr ja. Du lieber Gott! Und ihrem Jochen winkt dabei Auch eine Pfeife, schön und neu! Froh in den Strumpf zählt 'T sie hinein Hie Thaler, die sie heut' nahm ein, Und schmunzelnd dann die Brave spricht: Heut' schilt mein guter Jochen nicht! Wie sie am Kohlfeld geht vorbei. Thut sie 'nen , -1 T H : -l rrrK v tytf& - V-N ' foÖ-.. lauten Freudenschrei: Ein Has' ist in die Schling' gegangen Und hat sich darin festgefangen. Schon ist darin, o große Roth, Das arme Häschen beinah' todt. Wart, spricht die Bäuerin mit Lachen: Aus Dir will ich 'nen Braten machen. Den essen morgen wir zu Drei'n; Wird sich mein guter Jochen freu'n! Und schnell hat sie das Häselein Gepackt in ihren Korb hinein. Schlingt um ihn fest den Strumpf geschwind, Darin die blanken Thaler sind. Mit 4 vvys'ep V, 'S&ri ' 5 i.,V -.W . .A V.äA i r .. :.. - T .. ' Dir hat's weiter keine Noth, Dich brauch' ich nicht zu schlagen todt. Ein solcher Fang ist wirklich nett, Der Hase hier ist dick und fett, Und trag' davon auch schwerer ich, Was thut's, mein Jochen freue Dich! Der Jochen steht vor seinem Haus Und schaut nach seinem Weibe aus, Da kommt sie eilends hergegangen Und ruft, mit freudenrothen Wangen:, 'Ne Ueberraschung habe ich, Mein guter Jochen, freue Dich! Der Jochen sieht erstaunt s an, Nimmt seine Pfeife langsam oann Aus sei ' i , . jf. nem Mund und sUr)l verdutzt Die Bäuerin an: Ich hab' genutzt' Gai

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gut die Zeit, spricht sie mit Lachen 'Ren Sonntagsöraten will ich machen, So lecker wie Du sehst ihn nie! Und gar nichts kostet er! Hä? Wie?" Ruft Jochen und schmunzelnd lacht Sein Weib er an: Was hast' gemacht?" Die wackelt mit dem dicken Kopf: Ein Hase soll uns in den Topf." Und schnell stellt ihren Korb sie hin Uns öffnet gleich mit frohem 'Sir- : .ryv jf MZl Sinn Den Deckel, weh', was ist denn das? Nicht todt war der ge fund'ne Has, Mit keckem Sprunge setzt er frisch Hinab zur Erde von dem Tisch Und zu entflieh'n ist ihm gelungen, Trotzdem er von dem Strumpf umschlungen, In dem, o grauenvoller Schrecken! Die schönen neuen Thaler stecken! Fest schlang des Strumpfes Ende sich. Um seinen Hals; er schüttelt sich, Daß laut die harten Thaler klingen, Doch will dem Hasen nicht gelingen Die Äürde von sich abzustreifen. Weitaus die flinken Beine greifen Und mit ihm schwinden fort, o weh! ' M , ?- "f . m I ' . -i' S . . . m Mif( t. "$&.,.,.- : I m Die Thaler in dem dichten Klee. Und eh sie es noch recht empfunden. Sind Has' und Thaler schon verschwunden. Die Bäuerin steht da halb entseelt, Dem Jochen seine Pfeif' entfällt, Und schreiend liegt am Boden hie Der Bäuerin Jüngstes, Ann-Marie. Eins aber ist geschehen heut': Der Jochen hat sich nicht gefreut. Was er im Geqentheil gethan. Das acht Dlch. Leser. gar nichts an! m m m RoseggerS Gestündnissc. Der österreichische Schriftsteller P. K. Roseggcr hat kürzlich, ehe er seinen' 50. Geburtstag feierte, in einer trüben Körperverfassung ein paar melancholische Geständnisse an einen Freund geschrieben, die für ihn selbst gewiß keine bleibende Ueberzeugung sind und von keinem Einsichtigen für vollen Ernst genommen werden können. Indeß ein Körnchen bleibender Wahrheit ist doch darin, und eine Nutzanwendung läßt sich auch daraus machen .nicht für Rosegger selbst, aber für die vielen glühenden Jünglingsseelen in Deutschland, die sonst bittere Feinde aller Bewußtlosigkeiten hergebrachter Denkweise sind und keine Ahnung davon haben, daß sie selbst mit ihrer allernichtigsten Vorstellung so konventionell wie möglich an überlieferten Gedanken hängen. Mit der Borstellung nämlich, die ihren höchsten Stolz und ihre tiefste Lebenskraft ausmacht: daß kein Beruf edler, werthvoller, rühmlicher. königlicher sei, als der eines Dichters! Gnsagt wird das selten, aber füllen läßt sich's aus mancher Zeile. Und für diese unter Umständen gefährlichc Selbstüberschätzung hat Noseggers melancholische Betrachtung doch den Werth eines kalten Wasserstrahle. 'Ich denke nun manchmal daran," heißt es in dem uns mitgetheilten Briefe vom 13. Juni d. I. ob es sich nicht rächt, daß ich nicht Bauer geblieben bin. Meine Brüder sind ja auch von Natur schwächlich, auch mein Vater, aber sie sind gesund geblieben, das Landleben, die .lörperliche Arbeit hat sie allmählich gestählt, und sie leben in ihrer Weltunkenntniß und Bedürfnislosigkeit zufrieden dahin. Nur ich bin dem Siechthume verfallen, das wohl gr'ößtentheils don meiner aufreibendenThätigkeit stammt, mit einer Thätigkeit, mit der schließlich nichts gethan ist. Manchmal kommt mir die geistige Arbeit" so windig vor, gegenüber einer Bethätigung, die z. B. Korn baut oder auch die Ordnung der Gesellschaft aufrecht hält. Jch'habe nur für Unterhaltung gearbeitet und wo ich hinausstieg auf ein ernsteres Feld, um für die Tüchtigkeit und Sittlichkeit unseres Volkes ein Wort zu sagen und an der Vervollkommnung der Menschheit mitzuarbeiten. da war es schon nicht recht. Was also bedeutet eine Arbeit, der ich mein Leben gewidmet habe? Ich habe Niemanden ernährt nd bekehrt allerdings auchNiemanden verzehrt. Harmlos ist d' Dichterei und das ist vielleicht an ihr das Beste. Wenn ich aber Bauer geblieben wäre, so könnte ich heute noch gesund sein, unbekannt und unangefochten, und so arm wäre ich kaum, daß ich nicht einmal die nöthige Luft bekäme in die Brust.- ' Ausred! e. Frau: Nicht wahr, Männchen, bald lassen wir auch unsere kleine Jenny Photographiren!Mann: Ach geh', für so was hat das Kind doch noch kein Verstand th.m

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NrbeitSloö.

Skizze von Jobanna Wilhelm!. Es ist in früher Morgenstunde. In dem unteren Stadttheile unserer Metropole fängt das erwachende Leben des neuen Tages sich bereits zu regen an. Namentlich sind es die Gebäude der vielen Zeitungsdruckereien, die sich eines besonderen lebhaften Verkehrs zu rühmen haben. Kolporteure und Jeitungsjungen gehen ein und aus. sich und ihre Kunden mit dem täglichen Bedarf an Neuigkeiten zu versehen. Vor den Expeditionsräumen der größten Morgenblätter sieht man noch eine andere Klasse von Männern jeder Altersstufe, jeden Bildungsgrades und von verschiedenartigstem Aeußeren die Arbeitsuchenden. Eins haben sie jedoch alle miteinander gemein, das Neduirte in der Kleidung. Hier und da wohl sieht.man es einem sadenscheinizen Rocke an, daß der Träger desselbcn verzweifelte Anstrengungen vermittels: Kleiderbürste und Tinte nmchte, seinem äußeren Menschen ein etwas präsentablcs Aussehen zu verleihen, leider mit nur zweifelhaftem Erfolg. Diejenigen, die noch über die Mittel verfügen, drei Cents für ein Zeitungsexemplar erlegen zu können, haben sich im Besitze eines solchen schnell wieder nach allen Richtungen hin zerstreut. Die weniger Glücklichen jtdoch warten ungeduldig auf den Augenblick, wo das Blatt von dem betreffenden Angestellten auf die vor dem Eingang befindliche schwarze Tafel geklebt wird. Kaum erscheint die Gestalt des sehnlichst Erwarteten, so ist derselbe im Nu von der Menge dicht umringt, so daß er Mühe hat. die Zudringlichen abzuwehren, um seinem Geschäfte nur cblicgen zu können, und nachdem oieZ geschehen. mit nicht weniger Schwierigkeit sich seinen Weg zurückzubahnen. Nun drängt Alles auf's Neue he,an. Sechs, sieben versuchen zu gleicher Zeit Einblick in die Spalten der ..Verlangt"Anzeigen zu gewinnen, während ein ganzes Reserve-Heer noch im Hinrergründe lauert. Dabei geht es weder sehr sanft, noch sehr höflich zu. und von den Ellenbogen wird in ausgiebigster Weise Gebrauch gemacht. Unter den Suchenden befindet- sich euch ein junger Mann, dessen seines, intelligentes Gesicht ihn als der gcbildeien Klasse angehörend kennzeichnet, dessen abgezehrte Wangen und kummervoller Ausdruck hingegen deutlich die Spuren von Noth und Entbehrungen ausweisen. Fast gierigen Blickes gleitet sein Auge über die Anzeigen hin. Zuweilen zuckt es auf in dem blassen Gesickit. wie ein leiser Hoffnungsstrahl kuscht es über dasselbe hin. Dann fliegt der Bleistift, den er in der ?!echten'hält. über das in der anderen Hand befindliche Papier, um eine der Annonc:n zu notiren. Endlich ist er fertig und wendet sich zum Gehen, während er noch einmal die verschiedenen Notizen Ub-rliest. um dos Zunächstliegende herauszufinden. Das ist ohne Mühe geschehen : Ein kräftiger Mann, der mit Pferden umzugehen versteht. No. Pearl Str.Mit Pferden umzugehen hatte er schon als Junge gelernt auf dem Gute seines Onkels, wo er die Ferien zuzubringen pflegte. Folglich ist er also vollkommen qualificirt" für den in Rede stehenden Posten. Noch einmal gleitet sein Blick über das Papier : NackiZufraaen von sieben Uhr ab" steht da. So hat er ja noch Zeit g:nug. vorher eine der anderen Annoncen, die e,ne schriftliche Offerte verlangt, zu bantWorten. Mit Briefbogen und Couvert ist er glücklicherweise versehen, da er hiervon noch einigen Vorrath besitzt und vorsorglich zu sich gesteckt hat. ' So lenkt er denn, sinnend vor sich hinschrcitend, den Gang nach dem Post, gebäude. wo ihm Tinte und Feder zur Verfügung stehen. Hier liest er noch einmal die betreffende Anzeige : ..Ein gebildeter junger Mann, der deutschen Sprache vollkommen machtig und etwas im Englischen bewandert, kann bei bescheidenen Gehaltsansprüchen in unser Geschäft eintreten." Etwas im Englischen bewandert ?" Das isr der Strohhalm, an den er sich klammert. Ist doch die gründliche Kenntniß" der englischen Sprache stets die Klippe, an der alle seine Hosfnungen scheitern. Hier, hier ist vielleicht eine Ehanc für ihn. wenn es je eine gab. Es bemächtigt sich seiner eine fieberhafte Erregtheit, während ihm die Worte nur so aus der Feder fließen. Noch einmal überfliegt er das Geschriebene mit zufriedenem Kopfnicken, faltet den Brief zusammen und adressirt ihn sorgfältig, woraus er die letzte, in seinem Besitz befindliche Briefmarke opfert. Seine Hand zittert fast, während er den Brief durch den Spalt in den Briefkasten gleiten läßt. .Der Wurfel ist gefallen"," murmelt er vor sich hin. und es klingt beinahe trotzig. drohend, wie eine Herausforderung an das Schicksal. Dann schreitet er dem schleudernd seinem nächsten Ziele LU. Noch lange vor der angegebenen Ausgange zu und geht , langsam Zeit ist er vor dem Hause angelangt, wo der pserdekundige, kräftige Mann verlangt wird. Dennoch hat sich schon ein dichter Knäuel von Männern, dk auf die Stelle reflcktiren. angesam. melt.. Ein Gefühl dumpfer EntmU" thigung beschleicht ihn. Doch er will nichts unversucht lassen und beschließt, geduldig auszuharren, bis die Thür geöffnet wir'o. Nach langem Warten endlich ist dieser Augenblick gekomrnen. Er sieht und fühlt, wie unge fähr die Hälfte der Versammelten in das nunmehr geöffnete Lokal drängt. Die andere Hälfte, zu der auch er ge hört, findet keinen Zutritt mehr. Mefa Minuten veraehen. Dann

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icqi er rn oem Eingang o:e vunenhafte Gestalt eines Mannes erscheinen, der den Außenstehenden irgend eine Mittheilung mach!.' Die Worte selbst kann er nicht versteh:, aber die Wir. kung derselben läßt keine Mißdeutung zu. Im Nu hat sich der dichte Menschenknäuel gelöst und die Versammele ten stieben nach allen Richtungen hin auseinander. Enttäuscht wendet auch er sich zum Gehen. Zwar ist das. was er eben er-. ' lebt, ihm nichts Neues mehr. Aehn liche Erfahrungen hat er in letzterei Zeit za fast täglich gemacht und heute wohl , auch kaum etwas Anderes erwartet. Dennoch wirkt diese neur Enttäuschung überaus entmuthiaend - in? !frn l uu iiyn. In trübem Smnen ist er. ohne daß er weiß wie. an den Battery-Part gekommen. Hier bleibt er einen Au- ? genblick stehen, unschlüssig, wohin er zunächst seine Schritte wenden soll. Auf dem Zettel, den er in der Hand hält, sinket sich noch eine Annonce no tirt. die jedoch lautet: Nachzufragen zwischen 1011 Uhr. Jetzt kann es kaum Sieben sein. Freilich ist es bis nach der oberen Stadt eine tüchtig? Strecke, die er zu Fuß zurücklegen muß. Immerhin aber hat er noch so viel Zeit, um ein wenig auszuruhen. Und er ist so müde, so todtmüde. Langsam wandert er einen der wohlgepslegten Parkwege entlang und läßt sich tw.n auf eine Bank in der Nähe des Wassers nieder. Vor seinen Blicken liegt der Hafen von New Nork in all' seiner Herrlichkeit ausge breitet. Prächtige Dampfer ziehen stolz über die in der Morgenjonne ' glitzernde, krause Wasserfläche. An j Bartholdi's Freiheits-Statue vorüber gleitet majestätisch emOcean-Hampser hin. An dem aus dem Schornstein aufsteigenden Rauch und der im Mor genwinde lustig wehenden Flagge, die l eu:icyianos aroen iragr, crrcnni der Beobachtende, daß sein Lauf heimwärts gerichtet ist. Heimwärts! Wie ihm das Wort an's Herz greift! So klar und deutlich steigen da .liebe, traute .Bilder aus der Heimath vor ihm auf. Besonders die letzten Jahre sind es, dir schönste Zeit seines Lebens, die ihm die Erinnerung auf einmal zurückzauöert. ), alte Burschenherrlich!eit," inur melt er wehmüthig lächelnd, nie. it kehrst Du wieder." Er hatte sie ausgekostet bis auf die Neige, die köstliche Zeit. Leider nur zu sehr, so daß e den Ernst des Lebens darüber vergessen. Dann, als er angefangen hatte, dies einzusehen, war es zu spöt gewe sen. Die wenigen Wochen eifrigsten Studiums hatte das jahrelang Ver. säumte nicht einzubringen vermocht. Und so war es denn gekommen, wir es hatte kommen müssen: er war durchgefallen. Darauf war dann ein höchst unerquicklicher Auftritt mit sei. nem Schwager, dem Manne seiner älteren Schwester, erfolgt, der ihr natürlich die heftigsten Vorwürfe machte. Jetzt, in diesem Augenblicke fühlte er, daß dieselben nur zu berechtigt gewesen. Damals aber hatte ihn das ! Benehmen fernes Schwagers, der sich ihm gegenüber die Rechte seines verstorbenen Vaters anmaßte.auf's Höchste empört und seinen Trotz herausgefordert, so daß er den plötzlichen Entschluß gefaßt, mit dem wenigen, ihm noch zukommenden Gelde sein Glück jenseits des Weltmeeres zu su. chcn. Wie bitter er das schon bereut hatte! Mit unendlich müdem Ausdruck blickt er vor sich hin. Drüben, au der Bargc-Office kommen eine Anzahl kürzlich gelandeter Emigranten, die in ihrer grotesken Nationalkleidung ihn im Vorbeigehen momentan von seinen Gedanken ablenken. Auf all' diesen Gesichtern ist eine durchNichts getrübte freudige Erwartung ausgedrückt. Haben sie nun doch das vielgepriesene Wunderland erreicht. Wie sollt's ih nen da fehlen! Der junge Mann mit dem blassen, traurigen Gesicht blickt ihnen lange nach. So hatte ja auch er einst die gastlichen Gestade Amerikas betreten, hosfnungssreudig, sicgesgewiß, in un. gebrochener Jugendkraft. Nur wenig mehr als ein Jahr war seitdem verflössen, und was hatte er gekämpst, gelitten in dieser kurzen Zeit, wie alt erschien er sich heute. Und alle diese harten, schweren, ost so demüthigen den Kämpfe um eine Existenz waren ohne Erfolg geblieben, auch dann noch, nachdem er entschlossen gewesen, ir gend welche, selbst die gröbste, niedrigste Arbeit zu vernichten. Es g? währte ihm jetzt eine Art grausamer Genugthuung, daran zu denken, um was Alles sich zu bewerben, er den Muth gehabt hatte. Selbst als Mann für Alles" in einem Restaurant hatte er sich versucht, wenn ihm auch die Scham, unter dem Eom mando einer derben Küchenfee zu ste hen, das &'ut in die Wangen getrieben hatte. Aber nur ein paar Stunden hatte sei'ie Wirksamkeit in dieser Sphäre gedeuekl. Mit einigen weni. gen Cents war er als nicht anstellig genug entlassen worden. Trotzdem hatte er noch zwei weitere Versuche aus diesen: Gebiete gewagt, die aber beide in gleicher Weise mißglückt wa ren. Bei Bewerbung um Beschäftigung solcher Art, die eine tüchtige, rohe Arbeitskraft voraussetzt, war er stets, obgleich groß und kräftig gebaut, seiner feinen Hände wegen abgewie sen worden. . Auch mit dem Unterrichtertheilei. hatte er es versucht, und zwar nicht zanz ohne Erfolg. In der That toai sas Wenige, was ihm seine beiden Schüler. .über zwei hatte er esnic iu bringen vermocht eintrugen, das nnzige gewesen, wa5. ihn, am Leben :rhalten, gerade genug, um ihn vor

dem Verhungern zu schützen. Dan:: aber war der Sommer gekommen un hatte ihm seine Schüler entführt, unz trotz aller Mühe wollte es ihm nicht gelingen, dieselben wieder zu gewil nen. Mittlerweile war sein Anzug der letzte in ein höchst bedenkliches Stadium getreten, so daß seine Er-. fcheinung als Lehrer eine wenig Ver.. trauenerweckende war. Während der letzten Monate hatte er sich bemüht. Beschäftigung als gemeiner Arbeiten zu erlangen, aber auch da hat er täglich, neue Enttäuschungen erfahren müssen. Jetzt fühlte er, daß es zu Ende geht mit seinem Kampfeswuth, mit der Fähigkeit sich gegen die Ungunst des Schicksals auflehnen Körperlich und seelich versagen ihm die Kräfte. Seit drei Tagen hat er seinem Magen nichts mehr bieten können als Brod. Die letzte Mahlzeit, die er vor viev Tagen zu sich genommen, verdankte er in dem letzten der drei Restaurants, den letzten drei Restaurants, in denen er sein Heil versucht, der mitlleidigl. Oberköchin, auf deren Anordnung den: armen Teufel" vor seiner Entlassung noch ein Mittagessen verabreicht wor den war. Seit Wochen hat er in keinem Bett' mehr geschlafen. Seine Baarschaft besteht h?ute noch in zwan zig Cents, die ihn im günstigstenFall: noch ein paar Tage lang vor dem Ver-. hungern schützen. Und dann? Was dann die Briefe, die von Zeit zu Zeit von seiner Schwester eintrafen, Briefe mit kleinen Geldsendungen und langen Ermahnungen sind seit Monaten ganz ausgeblieben. An Werthsachen besitzt er nichts mehr. Seine Habseligkeiten sind längst, eiaz nach dem andern ins Pfandhaus gewandert. Was bleibt ihm noch? Bet-, teln! Er schauert leise in sich zusammen bei der Erinnerung an einen faU ten Dezembermorgen des letzten Win-, trs, wo er vor einem Hausse der oberen Stadt, als die fürchterlichen Qualen des Hungers ihm den Ver stand fast geraubt hatten. frostdurch schüttelt die erstarrte Hand an dir Glocke gelegt, um zu betteln! und im entschiedenden Moment sie doch wieder zurückgezogen hatte. Damals hatte ihm der Himmel selbst Rettung gesandt, in Gestalt eines ungeheuren Schncefolls. in Folge dessen er durch Schnceschnaufcln beinahe einen Dollar verdient hatte. Heutc, war die Möglichkeit einer solchen Rettung ausgeschlossen. Mit einem Seufzer erhebt er sich und schreitet durch den Park nach dem Vroadway hin. um' sein Glück noch einmal zu versuchen. Sehr !angszn und sehr müde wandert er durch das ihn umfluthende Treiben rastlos ja zender, eilender Menschen. Am Union Square hält er auf einer der dort be findlichen Bänke eine kurze Rast. Er fühlt sich so matt, so grenzenlos elend. Nur wenige Minuten gönnt er sich, dann tritt er auf's Neue seine Wanke, rung an. Er ist kaum im Stande sich fortzuschleppen. Aber er muß. er will, und es geht wirklich. Als ?i endlich von Müdigkeit und Hunger er schöpft die Wirthschaft an der chU undfünszigsien Straße erreicht hat. zeigt der große Regulator hinter dem Schanktisch auf fünfzehn Minuten nach Neun. Er ist also viel zu früh gekommen. Einen Augenblick zögert er, während er mit einiger Verwunde rung wahrnimmt, daß er keinen Mitbewerber hat. Dann tritt er entschlos. sen auf einen Mann zu, dem er den Zweck feines Kommens erklärt. Habe schon einen engaged", lautet die Antwort. Der also Veschiedene ist im ersten Augenblicke ganz verblüfft. Dann kann er sich nicht enthalten im gerecht ten Unwillen zu, bemerken: Su schreiben zwischen zehn und elf", war. auf der Mann jedoch nur achselzuckend und ohne ihn einer Antwort zu würdi. gen. hinter den Schanktisch tritt. In äußerster Muthlosigkeit, verzweifelt, zum Sterben matt, verläßt er daö Lokal. Draußen bleibt er stehen und starrt wie irrsinnig bor sich nieder. Die Vorübergehenden werfen neugic rige oder theilnahmsvolle Blicke auf ihn. Er sieht kaum, was um ihn her vorgeht, ein plötzlicher Schwäche, anfall bringt ihn dem Umsinken nahe. Die Natur fordert ihr unabweisbares echt. So schleppt er sich, fast unbewußt, nur dem Instinkt folgend, mit Müh? in den nächsten Bäckerladen um für zwei Cents Arödchen zu kaufen. In kurzer Entfernung vor ihm. dehnt sich der (5eniral Park aus. Dorthin wen oet er mit seinem Einkauf feine müden Schritte. In Gottes freier Natur, hofft er, wird ihm besser werden. Es ist ein so wunderbarer Morgen. oieLust durchsichtig klar. An dem tiefblauen Himmel gleiten kleine, weiße Wölkchen langsam dahin. Noch prangt die Natur. Baum und Strauch in üppiger Fülle. Hier und da nu:. schimmern zwischen dem Grün ein--zeluk gelb oder roth gesärbtc Alättcr hindurch. Nach einem schmalen, wenig betre. tenen Psade lenkt der Wnndrrer seine Schritte, um sich ungesehen aus ?iner Bank niederzulassen und mit Vier seine Arödchen zu verzehren. Es ist nur ein Tropfen auf einen heiß. Stein, aber die Qual de Hurigers ist doch auf knrze Zeit gestillt. Da. für aber kommt ihm jetzt tas Verzweifelte seiner Lage mit um su furchtbarer Deutlichkeit zum Bewußt sein. Nirgends Rettung! Nirgends :in Ausweg! Ihm bleibt nur die ein zige. letzte Zuflucht aller Unglücklichen. Verzweifelten.. Vor ihm steht das zräsliche Gespenst Hunger, und grinst ihn höhnisch an. als freue es sich, ihn mit .seinen Qualen langsam zu Tode zu martern.' Nein, tausendmal eher zin kurzes schnelles Ende. I Ein wächtiges Sehnen nach Ruhi

erfaßt ihn. Ruhen! Ruhen! Wie gut das sein mußte. Kein Ringen, !ei:, Kämpfen mehr. Kein Ringen, kei:, gen, Demüthigungen! Es ist so wunerb27 still in dieser Morgenstunde. Nur der vielstimmige Chor der Käfer und anderer Insekten ist zu vernehmen. Flinke Eichhorn chen huschen von Ast zu Ast. Aus der Entfernung dringen von der großer, Wiese her, fröhlich: Kinderstimmen zu ihm herüber. Seine eigen: Kindheit tauch! vo ihm auf. Der Vater, die Geschwister; vor Allem aber ist es das gütige, sanfte Gesicht der Mutter, das er mit greifbarer Dankbarkeit vor sich sieht. Mutter. Mutter.- ruft er. in schmerzlicher Sehnsucht, wärst Tu mir geblieben, es wäre so nie gekom. men!" Ein heißer Tropfen brennt ihn, auf der Hand, und langsam rinnt ihm Thräne auf Thräne durch den Bart. Ach! wie das wohlthut! Wie lange ist's doch her. seit er zum letzten Male geweint hat. Bei dem Tode der Mut. ter war's und die schlummerte nun schon sieben Jahre. Bald, bald wird auch er schlummern. Da plötzlich ist ihm, als sähe er das Gesicht der Mutter mit fehlendem, vorwurfsvollem Blick auf sich gerich tet. als strecke sie wie abwehrend, be schwörend die Hände aus. Ein kal ter Schauer überrieselt ihn. DaZ Gesicht in di: Hände vergrabend, der harrt er minutenlang, mit geschlosse nen Augen, regungslos. Vergieb. Mutter vergieb,- flüstert er dann leise. Um Deinetwillen, um Deiner Liebe willen, werde ich le ben, werde den Klech bis auf die Neige leeren." Ein wunderbarer Friede erfüllt aus einmal seine Seele. Wie eine stille Heiterkeit kommt es über ihn, die Lust ist ja so mild, die Sonne so goldtc hell und he Welt so schön! Und er ist za noch so jung! Vielleicht giebt es doch noch eine Zukunft für ihn. Gewiß, einmal muß es ja auch zu ihm kom. men. das Glück, vielleicht bald, viel leicht morgen! Ter Nährwert!, deö Honigö.' Bvn Dr. (S. Paulr,.

Gerade in jetziger Zeit dürfte ein kurzes Mahnwort betreffs der Ernahrungsweisc am Platze sein. Vov einer guten geregelten Ernährung, zu mal der heranwachsenden Jugend, hängt unendlich viel ab. Leider aber ist es Thatsache, daß nach dieser Richtung noch gar viel gesündigt wird. Wie die allgemeinen klagen über du Gelundheitsoerhältnisse und die fest gestellte Entkräftung der Aolksconstitution darthun. Der menschliche Körper muß zu sei' ner guten und vollen Entwicklung die verschiedenen Nahrungsstosfe in dem rechten Verhältniß, in hinreichender: Mengen und in einer leicht assimilirbaren Form zugeführt erhalten. Wir. möchten heute speciell die all: gemeine Aufmerksamkeit auf einer, sehr werthvollen Ernährungssörderer. den echten, naturreinen Bienenhonig, lenken. In dem Bienenhonig finden wir die feinsten Pflanzensüßsäftc ver einigt, den sog. Blttthcnnektar in der rechten Eonsislenz. Der echte Bienenhonig darf unbedingt als das edelste aller Kohlehydrate angesehen werden und als in erster Linie zur menschlichen Nahrung bestimmt. Da er den großen Vorzug beiht, daß er. ohne einer erheblichen Verdauungsthätig keit des menschlichen Magens zu be dürfen und ohne Rückstände zu hin terlassen. sofort in's Blut übergeht, so ist der Honig so recht eine Nahrung für Kranke und Magenleidende. Dek Honig fördert die allgemeine Verdau ung und in wohlthätigster Weise den Stoffwechsel. Er spendet in reichem Maße Lebenskraft und Energie. Wenn der Tourist in Tyrol und der Schweiz sich durch das mit Honig ver scheue frühstück in höherem Grade ge krastigt fühlt, als daheim, so ist dies keine Einbildung, denn rr hat mit jedem Löjfel Honig, mit dem er sein Brot l'cstrricht. mehr kräftigendes Rahrunasmaterial seinem Körper ein verleibt, als daheim mit der besten Butter. Die außerordentlich wohlthätige Wirkung des Bienenhonigs toird noch bedeutend erhöht durch die in'demsel ben enthaltenen feinen ätherischen Oele. tvie auch die sich in ihm findende Ameisensäure durch ihre kräftige anti septische, bazillenvernichtende Wirkung zur Ablvehr vieler Krankheiten der Athmungs- und NerdauungSor aan'e n. A. auch aller choleraartigen Krankheitserscheinungen von höchstem Werthe ist. 2 o v T t f t. Bf t rauenthränen m ') .S"Ust du nicht wähn'n. 'Eafc stelS ernst gemeint, WnS dir so erscheint. ' Ter 'Zhrönen Thau 3ft Leid zur Schau, jttln Sieg für sich. , uili liuii für dich. Darum auch. A.: Meme Kochin ist eine gan ausgezeichnete Person, denken Sie nur. sie ist schon über sechs Jahre mit meiner?Zrau aus gekommen. B.: Sie sind ja aber wch weit länger mit Ihrer ssrau aus gekommen. A.: wissen Sie .' ich bin so wenig zu Hause.... . E i n l e i s e r W i n k. Rekon valeszent: Sagen Sie., Herr. Doktor, kann ein plötzlicher Schreck nicht einen Rückfall meiner Krankheit hervorru sen?" Doktor: .Gewiß!" Rekonva leszent:. .Dann bitte ich Sie. Herr Doktor. Ihre Rechnung danach einrich. . ten u wollen!" ;

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