Indiana Tribüne, Volume 17, Number 27, Indianapolis, Marion County, 15 October 1893 — Page 2
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Sollen Ftauen rauchen?
( Diese Frage ist für die sogenannte große Welt aufs Neue brennend geworden durch ein Ereigniß. das sich in Louisville abgespielt hat. Drei junge Damen, Annie Wilson, Emmy Creighton und Mary Wilson spazier ten des Abends plaudernd und Clga litt vi vivtiiw vtuuvvvnw uuv vi' retten rauchend auf der Straße, als ihnen zwei Polizisten begegneten. Die .?'d,. Ahnungslose. Man vramie irc in oas Pviizeigesangnig und am nächsten Tage standen sie ti der Court ?nter deAnklag, öffentWUlUl iiliui lui hu i ju iiiumvu, nachdem er die Aussagen, der Polizi ' ' ' . " . sien und die Erwiderungen der gefan genen jungen Damen angehört hatte, sagte er würdevoll: Obwohl die An geklagten sich nicht g'nau an tfie Re. geln des öffentlichen AnstandeS gehalten haben, kann ich doch nicht finden. daß sie irgend ein Gesetz verletz! hat 'ihm durchaus keine Verlegenheiten be reiten würde, die drei rauchenden Grazien vor der Oeffentlichkeit zu Der, theidigen. Ebenso wenig aber würde es ihm schwierig fallen, wenn er den Cih des Staatsanwalt einnähme, si anzuklagen. Ich würde die sürchterlichen Verheerungen betonen" so schreibt er ..welche der Tabak in dem festgefügten männlichen Organismus hervorruft. Um wie viel mehr muß das Nikotin die zartere Gesundheit ei ner Frau unterwühlen! Der Tabar vergiftet die Milch der Ammen, ja, er macht sie verschwinden. Wenn man die Hebammen , " - - --- nen fragen würde, welche aitin wohnen in dem d - ?n'.knk tn dem Quart TabakZarbeiterinnen zu Hause sind. so würden sie bestätigen, daß die Kin der dieser Arbeiterinnen blaß und kränklich sind und in großer Zahl ster ben.". . . Doch mit derselben advoka-. torischen Beredsamkeit bringt derselbe allerlei Gründe vor, welche er als Ver theidiger Eer drei angeklagten Raucherinnen den Nichtern darlegen würde, um ihre Freisprechung zu erwirken. Ich würde die Richter nach Spanien führen wendet er gegen die Anklage ein wo seit Langem die Sitte be sieht, daß Frauen rauchen. Ich würde ihnen vorhalten, was General Marbok in seinen Erinnerungen von einer Reise nach Portugal erzählt, wo er in einem Postwagen eine große Gesell, schaft von Damen rauchen fand. Wie schade", rief der General aus. als er diese Gesellschaft sah. daß ich mir das Rauchen noch nicht angewöhnt habe!" Die Herzogin von Chartres und von Bourbon rauchen viel. Un ter den berühmten Frauen Frankreichs war Georges Sand eine leidenschaft liche Rauch:?m. und zwar rauchte fit aus der Pfeife. In ihren Neis?bri?z r - . . . . - fen vom Jahre 1837 schreibt siel 'Wenn während meiner Abwesenheit .die Republik proklamirt werden sollte, r . rw s . I so möge man mir Alles nehmen, was ich besitze: Man gebe meine Ländereiei, Jenen, die Nichts besitzen, man mache aus meinem n Haus ein Spital für die ' en. man trinke meiner. ! Verwundeten, man trinke meiner. I Wein aus. man stopfe mit meinen Drucksachen die Flinten, kurz, man mqmz mir nues, nur oas Pornar, ' meiner alten Großmutter nicht und ! .. Cff - L -k -r I - 1 tu,,- um nur eine aoarspselse, eine Feder und Tinte..." Und zum Schlüsse seiner Ausführungen weist der Vertheidiger der rauchenden Da men aus oen rienl mn, wo alle a men rauchen, unv er zahlt die Llfle t TIPT frtsfoff sTf n TZrmian VnaTrA. . .. - . . . . . I ..v. v";akl"-""" oi.i uu , iviiu es durchaus nicht unter ibrer Mllrdk sinoen. oem avalögenuß zu frohnen Da ist die Zarewna, welche auct ' ' " 1 raucbt. aber nur in ibrem 5n,,Wr . ' ' Niemals vor ikirem Katten. ferner dli. , Königinnen von Rumänien und Sva ---r 1 nien. welche sehr milde ägyptische Et gareuen lieben, dann die Königinnen von .ien und Vortuaal und dZ, 1 Gräfin von Paris." Soweit der ranzoie. Damit ist die Fraae: Sollen Frauen rauchen?" bei denen. . fc Jm A A A . L. a . A l ' I für welche sie überhaupt eristirt. u ' unenizchieoen wie zuvor. Ein WeiSbeitsaussvruck. Ortsrichter (einer kleinen Torfgemeinde x rr ; i. v. ... . . . 01 i 1 c . . cv in un viihunu iiucu uiuciii: .jll, Leuteln. das Betteln der Handwerks burfchen und derart überhand. muß! Ich habe schlag in rjeüo: Wir errichten an sämmtlichen Eingängen des OrteZ yMiirrniniiStiiMn tnnrnnf ni. WHfn bei einer Geldstrafe von fünf Mark VttbotkN l',t. OrtZrath: Gut. wenn jemand beim Betteln betroffen wird. . ."a''7'""' -1 ---"fcw: r - rm . gibt er suns Mark wenn er aber dle sllNs jjiuii nicqi ql k risricyier cm. :xx t.n . . So hm ja dann dann muß eben unter volittilicker Auskickt
liches Aergerniß verursacht zu haben. He den ihr verhaßten Namen vor dem Aber der Richter Buckley schien bl dttx wenn die Menschen einander be- 0f)rc ihres Gemahls aus. Bisher r r.,". .,r ,., segneten, so tauschten sie kemen czs?
m begann ihrem Gemahl . nstleistungen mit ver chwenderischer sammengebracht hat! atn Weihnachtstisch aelegt. Ge. ' Freigebigkeit belohnte Aber we Lady - Beim Bauer. Arzt: Ich org trug das kostbar? Tuch an jedem l3 l Ehrend, so weich, so schmelhörte, bei Euch ist Jemand schwer Sonntag, wenn er zur Kirche ging.-S sie die krank. Holzbauer? Was fehlt Euch Und Sophie hatte es sich noch nie neh. geschulten Stimmen vollständig denn? haihnmf tfa nvrV nTT?n li7. S.n 04n ..nnZ lN llZatteN tüt, vatz 0 KoNig
y-.g-.v. Jf IVtlV UMbltl r-i: TNi tc .i icnig, jjeu jvaut, ity yau nur ein wenig Cholera; aber wenn Sie mal k..... ..; r n. ittl.i,.i, vt tuLf uii uuuiü ivvuiu, da muh es gefährlich sein, die macht schon seit gestern recht betrübte Augen! weifel A- Sie waren ia wohl gestern mit FrüuLn Weör an? geln SÄ A: Ra haben Sie etwaZ aefanaen ? . viu. ijuwiii wit uivu3 uuijiu I c uuueu uct iiu 11c: tti . k kl l or . LZ. Gesatzt: vi.: Glauben n...i4..? ?a . e-.sre.a 5S:!inl af,5eföS!2v ÜoJcnf! x i-:. 4 er m6 20 Mk pumml u,i U5 uuiiuuiuuu T?0
DaS wcir.e HälStuö,.
ErzZhwng von Paul Lang. Die Gärten und Parks, die das au beherrschender Anhökze gelegene engli sche Köniasschlok Windsor umgaben. J M r . -, rv o f-rta wgen zu Anfang be Jahres 1,2ö unter etntr leisten 2tdc srischgesal-
r t m:i f .. i I ' r - -v ...jjvvjt.v.v vu uiviuu, cncn Schnees begraben. Mit laut., bsl& cttoag Unwillen in losen, hastigen Schritten eilte da und Wmtt verhaltenenStimme bebte, wen d. "Ä'j ausgezeichnet, als
., . entlaubten Zweigen der hochragenden dahn , um ., der naM . , , ri r r freundlichen Gruß sondern nur einen ftimmrhniln TOIt- rDitVröilsn ilnt lumiunuuucii uu. Juiveiten iwa ,
22 aber es gelang ihm nicht. Er kniete der ianuarmorgensonne schimmernde m Krankenbett nieder und beugte ,,lach oder ur den unter der E,Z. Wm aüpL Gin thränen tropf, Nock z!ten aus seinen Augen auf die abgemaVlo&i stiller war es drinnen -w.:.. a
Schloß. Wenn nicht das Glocken-, rn?r n,,p s.n La u ' hättt, so hätte man glauben sönnen. TZ&t B"3aU6"itä Wä"S,"U mJ.. T' i rr w v? l l iJ5Zrr' hangen des Gemaches, das der Schal' ten des runden 2hurmes noch düsterer SÄ fÄM" " Der Leibarzt der Kömqln war s - f.. s,. c-f,. eoen. nachdem er die in solchen fallen üblichen Mittel noch angewandt und hrnrWf ?m C5ATif,n n.. fahren, um. wie Sophie ausdrücklich verlangt?, nach seinen anderen Kran- ; , it. ... r . ,f.? a l Stadt zu sehen, die ihn brauöen wurden. Ein fein. ber betäubender Mschusdu!I ersüllle das Kranknzimmer und r -, H . " i seine nächste Umgebung. Aber auch aus ihrem Sterbegemach ließ die Königin nunmehr alle ihre Dienerinnen und Höflinge entfernen;
sie wollte mit ihrem Gemahl, dem Kö- l "ia v "nc& nia. Georg, allein sein, um Abschied Beweises beigebracht daß ich Dir unvon ihm zu nehmen. gewesen bin. Doch lege zetzt alle
Der König konnte und wollte sei-! :er sterbenden Gemahlin ihren letzten ' ner Wunsch nicht versagen. Sein Gewlssen mahnte ihn daran, daß er der am Altar ihm angetrauten Frau das nicht gewählt hatte, was auch das unter dem Dache der niedrigsten Hütte wohnende rechtschaffene Taglöhnersweib von ihrem Ehemann mit Fug und Recht verlangen kann: unverbrüchliche treue Liebe bis zum 'Tod. Der Könia stalte es wohl nie daran fehlen lassen, seiner Gemahlin alle äußerliche Ehre zu erweisen und von Anderen für sie zu fordern, wie es ihrem hohen Range und ihrer Stellung entsprach. Aber sein Herz hatte in den letzten Zähren einem anderen Weibe gehört. einer vornehmen, jugendlichen Wittwe 1 v m 1 l " l r , der Ladt; Horaiia. die den musikliebenden Fürsten zuerst nur durch ihre t ti, ff. :-fi: t:! f:ü ! . '. prachtvolle Singstimme für sich einge V-. CV V S. . CD! nommen, jedoch bald durch den Reiz ihres einschmeichelnden Wesens völlig in ihr: Fesseln geschlagen hatte. Das wußte man am Hofe wohl; flüsterte man einander neuerdir das dings zu ohne Scheu. Es sehl!c unter den 5o'öslingen nicht - . . . . mt I c: stimmen, Die Des Königs '.uonieDt : für Ladn Soratic. zu entschuldigen , terjuchten; er vermeioe ja, men, es, 'jeden groben, die eheliche Treue ver ! letzenden Fehlschritt, der freilich im Lande peinliches Aufsehen erregen mür. it. mit s renaer Osoratalt: man l -r .1 J nmfcilan tonne kv einem kunstsinnigen Fürsten nicnt verargen, wenn er sich mit einer nia j UClUlllCU, lUCHU iu mu u,Un itt.rnnd,n PHnn iuiivuI) viif ukkiivk wuiigK Itllllvltl, llllllkW wiy 111 vtivuw tr-Anr, smnfTtn Ym sehnn hti 1 l u l& 1 4 w 1 v 1 manche: musikalischen Ausführung in GÄtoft Windsoi' das Gähnkn d Langeweile nur mit Mühe verborgen 1. WnSr s; va oHnins N,n,s. l'icht zu billigen vermochten, ' swi klülick? denn es aalt als tnt ausgemachte Sache, daß Georg! . nach dem Hinscheiden seiner kränkeln - - den Gattin nur die schickliche Trauer zeit abwarten und dann die Lady He ! ratia neben sich auf den. Thron erhe ! ben werde. I r c t: ra:ii v.. vSv. 1 vsu quu uciiu uic 011 uu kranken, sie wolle mit ihrem Gemahl ' Herz. Aber er erfüllte ihren Wunsch. n)er erfüllte ihn so hastig, daß er dem ihn ankleidenden Kammerdiener ein n .:?..Z ,2.... a,,;, , ::.. r, r p 1 . . ..s...:.... ikc ojuisiuu, uurtiauT 1 ' Schönheit aus dci Hand riß UNd d' 'mit nach dem Krankenzimmer eilte, i, iniihnrm c?vZK, wiiv viwv w vt yvn ' .r. w, ls h,; """'" . " ; ill(ll IU fcll, VHi IIWIUI lllHUIIlM ... Jc-. m: v h..n.lv rzu inupicn; yiicuiuuu vciiunu ujh v qewandt und zierlich zu schlingen. tz. r.
. tin über seinen L ebl nqsgegenstcrnd l""" ,VUV- Z rV Zr,7,- , ! lieber unterkalte, als mi seiner aut- .'gen. er könne se nicht empfangen.
! ;mm.Mn ia Hoffte. )it werde aus oiefer lchroffen
: eine Landarbeit der Könia n Sovb e. ."" '."
Sie hatte das Geschenk am vorletzten ?a?er. -angermnen. dle er. so rr-At .e.. r: ' ' ,.x,.s ,.v, onst cm sparsamer Mann, für ,lzre
iuic u t. l v C Tlff "4 c ri" V Das weiße Halstuch über den Im Gebete der Hofgeistllchkeit bestandig ken Arm gelegt, trat der König in daS lm Ohre nachklang. Sterbegemach. wo lautlose Stille Schon war der König sur Lady berrschte. Er hatte wenigstens . den Soratm halb und hali w.edergewon. Arzt noch anzutreffen gehofft; derben; doch pachte er sie zu kranken Moschusduft beklemmte ihn; aber bei mdem er sie nach Beendigung des . i 7 r, , fU2K;Ttrr2 V1frrA kn CSnf mftrfrflTT
1 M..v.., -v..v V " v ' ut .kk.,.. rc- sjt;::.t. uumui ju yi uyivtu. . ' ,uuitk r?.. nJL: w:. . .
1 1 1 i.uuiiii vit uiUUUUl" 1 o"f die einen röthlichen Schein auf das'r Majestät.- erwiderte Lady Hora-
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ranienoeu inroaiycn. uno aia.ua uem jyüiuuiuu m auim, j nun bic funken knisterten, all die nie i wehmüthigem Lächeln. Dann fuhr
?ergeörannten Kohlen wie mit fri-
schein Athem aufglühten, meinte er auch die regelmäßigen, schwachen iUtaMoe Sophicns zu hören. Jetzt öffnete die Königin ihre Lippen und sprach feierlich langsam: Cif -Z. , " v . ' Y i r r . n j i " v im. miA .,r..M yiij, vo) romuc niaji o sruye . neroen. ' - . - ' " " , rVZ icq alm s üa s. Lippen. Zum ersten Mal rief i' wiw schweigend qetraqen. ' ' Xn- ..r.. - " nr? FF nft r7 v,w Da griff Sophie nach dem weisen ,1 r A ifivarn (i .Cs V. tTN I 1 i wöhn' war. Si? schlang 'das Tuch kunstgerecht um Georgs Sls und knüpsle den nten. Dann :utt r, t0tj. i mlnr2 ;r rr ...r?. i ' wmemHerzz diese Herz Neb. !"kll L'V,''??.Ä?' wurs will lch Dir machen, sondern . r;4; n;. ? l.ml - M i 3u JlC Mik gewahttN? Rede!" saaie der KLnia. der sich inzwischen erhoben Halle. ..Virtviu, lUlllll xju 13 illUJl UU3 .V 3 . . ., , ? mir Ihm, wills 1 ue es ,???'?'??. ? Erbarmen m , m,r. Georg, wenn Du es Nicqt aus '' ' . Usarne vadn Horatia nicht zur Uiaäjt Xsadn oratia nicht 31 Stiefmutter unserer Kinder!" Das verspreche ich Dir," entgegnete ?er König. Du hast übliens bis ? ruoen eoanien oei,eiie. adu) '.jW es mcht so schlimm um Dich, wie . . lk X (T a m Vl mm X l jm A b jl A Du meinst. Der Arzt hat mich erst zestern versichert, man dürfe nicht alle Hoffnung auf Deine Genesung aufeben, und ganz England betet für Dich." Sie schüttelte bei diesen beruhigen?en Worten das Haupt. Es gibt nicht nur eine äußerliche Untreue, Georg, sondern auch eine innerliche. Und in der Welt, in die ich ietzt eingehe, sieht man nicht auf das. lvas vor Augen ist, sondern auf das Herz. Doch ich danke Dir für Dein Versprechen." Als der König eine Viertelstunde später aus dem Krankenzimmer kam, wunderten sich die Höflinge über zweirlei, darüber, daß bei dem Manne. ber sonst nicht leicht eine Führung i i f ... r, r. zeiate. die Augen in Thränen schwammen, und darüber, daß das weiße Spitzen - Halstuch so sorgfällig geknüpft war. wie es nur die Königin ;u knüpfen verstand. An demselben Tage noch verschied die Königin, nachdem sie ihre 5Zinder im ihr ttrankenlaaer versammelt ' 1 ;7ane gegen Abend ' e'r Könia mußte onig mutjtc lich naa) einer fchZaslosen Nacht entschließen, die ersten Besuche zu empfangen, die ihr Leileid bezeugen wollten. Unter diesen ersten Besuchen ließ M auch Lady Soratta melden, die. y du.".klcs Trauergewand qehüllt. , '" o,nKui :s. n,l OinSrtiif nrf TOinfcfrtTI n 'n ihrem Landgut nach Älndso? ge r. mü Deil ? : ' ' r1" wCl sT tf. aC Im 1ThmaV a aC. fT t j "1" r' V. ' .llilc )Cll jiuu;wuiuui iv Windsor ganz zu meiden oder Zn's Äusland zu gehen. Allein darin täuschte er sich. Lady Horatia blieb nicht nur auf chrem j Landgut, sondern sie erschien auch bei ' . W . - . & a A & hfc a i 4 ver rauerseieriillilcii, oic uni uuuicu Sonntag gegen Abend, nachdem die irdische 'Hülle in die Grust versenkt morden war, in der Schloßkapelle zu Windsor abqehalten wurde. Georg t , . . r.ccf.- vc t,uf ;,x, on jtte befohlen, daß womöglich Nie- ? rDcn r"1? ? .UUT i 'ssen werde Lady Horat.a aber jtte sich ln das Vertrauen des Kapearntiftcrä emzuschleichen gewußt. . ... ,,k,,:,,. hi fft hfrn UIIW UI viv "W V WV V V V , v t v vu von Traueraoltesdienst gesungen werden sollten, die schwierigste Stimme über- . J ch 1 P noinmen. Der Komg bemerkte sie aniTJ.r-.- sV. V,.M. inten Gesana aus allen anderen ... , p ' 1 w w t c j immm PW j ihre Stimme wahrend der Reden und r 1 . sAteVne n erwiesen nabe. htnmbmtri- . , ,r va k.:,,, m si k?,;l' fi.c .rxrr r.ci
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sie durch die Winternacht hinaus auf ihr Landgut. Erschöpft von den Anstrengungen oes Tages, warf sich der König auf sein Lager. Wieder floh ihn der Schlaf. Durch die hohen, breiten Fenster des Zimmers warf der Mond lange Lichtstreifen auf die Tapete; das Feuer im Kamin glostete. leise knisternd. Die Gedanken Georgs begleiteten die Sängerin Lady Horatia auf ihrer nährt durch die Winternacht. Endlich verlangte die Natur ihr Recht. Er schlief ein und hatte einen seltsamen Traum. In der Mitte zwischen seinem Bett und dem Fenster, da wo der Mondschein auf den Bodenteppich fiel, sah er eine weiße Rauchsäule aufsteigen, die nach Moschus duftete. Er wollte aufspringen, um nachzusehen. ob eine Kohle aus dem Kamin gesprungen sei und den Teppich in Brand gesteckt habe. Allein seine Glieder waren wie gelähmt. Denn die Rauchsäule nahm immer deutlicher die Umrisse der in die Gruft versenkten Königin an. Und nun bewegte sich die Gestalt gegen sein Bett her. jetzt wuchs ein Arm aus der Gestalt hervor und dieser Arm griff nach dem weißen Halstuch, das der König auf das Sammetpolster vor seinem Bett gelegt hatte. Der Arm hob das weiße Halstuch in die Höhe und die Gestalt flüsterte: Georg, vergiß nicht, was Du mir versprochen hast, als ich Dir zum letzten Male zum letzten Male den Knoten dieses Tuches hier knüpfte." Kalter Schweiß stand auf des Königs Stirn, als er von feinem Schlafe erwachte. ..Es ist nichts gewesen." beruhigte er sich selbst, eine thörichte Vorspiegelung meiner überreizten Einbildungskraft." Seines Versprechens wollte er eingedenk sein. Er vergaß es doch. In den nachsten. auf die Beisetzung der Königin folgenden Wochen war bei Hof und in der Stadt der Landestrauer wegen aller Gesang und alle sonstige Musik verstummt mit Ausnahme der Orgel und der Ehoralmelodien, die in den Kirchenhallen erklangen, aber des Königs Herz nicht aus seiner Schwermuth zu erheben vermochten. Da äußerte Georg einmal gegen seinen Hofmarschall, sein Ohr dürste danach, das Lied, das Lady Horatia bei der Beisetzung seiner Frau gesungen habe. nur noch einmal zu vernehmen; er fragte auch seinen Hofprediger, ob es eine Sünde sei. daß ihn jener schmelzende Gesang bis in den Traum hinein verfolge, was der Geistliche verneinte. Der Hofmarschall hätte es für einen groben Verstoß gegen die Schicklichteil und gute Sitte gehalten, wenn er Lady Horatia nach Schloß Windsor berufen hätte, um mit ihrer Stimme die Schw?rmuth des Herrschers zu verscheuchen, wie dereinst der Hirten-
knabe David mit seinem Saitenspiel j vtii finsteren Geist Sauls gcbannt hatte. Ader etliche Tage darauf erhielt der König ein Bittschreiben der Lady Horatia. er möge ihr seine unveränderte Gnade damit beweisen, daß er mit zwei oder drei Vertrauten eine Abendgesellschaft auf ihrem Landgute besuche, wo man im allerenqstenKreise der Heimgegangenen Königin in tiefer Wchmuth gedenken wolle. Georg konnte und wollte diese Einladung" so nannte er ehrlicherweise die unterthänigste Bitte der ehrfurchtsvollen Dienerin nicht ausschlacken. Mit einigen seiner Höflinge. auf deren Aerschwiegel'.hcit er sich verlassen konnte, fuhr er nächtli cherweilc hinaus auf das Landgut der Lady und hörte den schmelzenden Gesang, noch lcelchem sein Ohr durstete. Die Abendgesellschaften wiederholten sich, als der Winter zu Ende ging. als der Frühling in's Land zog. als der Sommer mit all' seiner Pracht die Anlagen deS Schlosses Windsor schmückte, als der Herbst wiederum die Bäume entlaubte. 5n dem Landhause der Lady wurden gar bald hinter dicht verschlössenen Fensterlädei ganz andere Lieder gesungen, als Trauerweiscn, die dem Andenken der in ihrer Gruft ruhenden Fürstin galten. Sophie wäre vergenen gewesen, wenn der König nicht zuweilen noch das weiße Halstuch. das keiner .seiner Kammerdiener kunstgerecht zu knüpfen verstand, an die Verstorbene erinnert hätte. Der letzte Sonntag, der in das zu Ende gehende Trauerjahr fiel, war herangekommen. Lady Horatia hatte seit einigen Monaten wiederum ungehinoertenZutritt bei Hofe. Und wenn sie es auch mit peinlichster Sorgfalt vermied, in ihrem Benehmen etwas zu zeigen, was man als Verletzung der Schicklichleit hätte deuten können: sie erschien doch neuerdings bei Hose nicht mehr im Wiitwengewand. sondern eher aufgeputzt wie eine Braut. Sie hielt darauf, daß sie nie mit dem König allein war; aber sie beherrschte thatsächlich die ganze vornehme Gesellschaft, und sie machte kein Hehl daraus, daß es nunmehr die höchste Zeit sei, den Herrscher um seiner Kinder, um der Regierung, um des Landes willen seincm dumpsen Brüten zu entreißen. Die Höflinge gewöhnten sich immer mehr an den Gedanken, die Lady als die Nachfolgerin der verstorbenen Königin zu betrachten. Beim Gottesdienst am letztenSonntag des Trauerjahres hatte der König das weiße Halstuch getragen. Das wenigstens konnte man ihm nicht nachsagen, daß er das kostbare Andenken seiner verewigten Gemahlin nicht in Ebren aehalten habe. Das Tuch weit. I eiferte in seinem blendend weißen Glame mit dem frisch aefallenen
Wv.
Schnee. den der Sonntag Morgen über die Gärten von Windsor gebreitet hatte. Ueber Mittag aber trat Thauwetter ein und gegen Abend erhob sich n heulender Sturm, der im Schloßaarten die dürren Aeste zerbrach und auf den Wegen verstreute. Der König befahl seinem Hofmarschall, daß Lady Horatia bei diesem
entfesselten Wüthen der Elemente nichjjdem Zimmerboden lag. und im Ru " 0 f 3 "jtt.c r. . . - . 9
in ihr Landhaus zurückkehren dürfe. sondern es geschah zum ersten Mal für heute Nacht in Schloßt Windsor beherbergt werden müsse. Im Uebrigen ließ sich die in den Räumen des Schlosses Windsor versammelte vornehme Gesellschaft durch das eingetretene Unwetter in ihrer Heiterkeit nicht stören. Ja, in ihrer Heiterkeit! Man durfte nach langen, trüben Wochen der Trauer wieder von Herzensgrund aufathmen. Man unterhielt sich über die Neuigkeiten, die der Tag brachte; man sprach auch von den großen Herrschern der Weltgeschichte, von Cäsar, von Alexander. Der König selbst ging in munterer Laune seinen Gästen mit gutem Beispiel voran, und die junge Welt hätte sich kaum gewundert, wenn er auch noch die Erlaubniß zu einem flotten Tanz gegeben hätte. Doch ging das vor völligem Ablauf des Trauerjahres nicht an. Die Heiterste und Aufgeräumteste in der ganzen Gesellschaft aber war Lady Horatia. Sie hatte das Spitzenklöppeln nun auch erlernt, und wenn sie es auch in dieser Kunst noch nicht zur Meisterschaft gebracht hatte, wie die verewigte Königin: die Kaufleute von London und Brüssel hatten dafür gesorgt, daß sie ihre hoheitsvolle, schlanke Gestalt in einem tadellosen, den Neid aller Kennerinnen erregenden, auf's reichste ausgestatteten Spitzcnlleid bewundern lassen konnte. Und so oft man sie bat, sie ließ sich nicht vergebens bitten, ihre Zuhörer und Bewunderer mit einem schmelzenden Lieds zu bezaubcrn. Erst lange nach Mitternacht hob der Köniq die Festtafel auf und begab sich zur Ruhe. Als er sich auskleidete, wog er das weiße Halstuch sinnend in seiner Hand. Er wollte es doch noch einmal versuchen, ob nicht seine eigenk Hand geschickter sei, als die seines Kammerdieners, der ihm das Knüpsen des Tuches nie so recht zu Dank besorgen konnte. Allein er mühte sich vergebens ab mit dem widerspenstigen Tuche. Halb unwillig, halb lächelnd warf er es endlich beiseite. Als er erwachte, hatte sichlängfl der helle Tag. soweit es ihm die dichten Fensieroorhänge gestatteten, in's Schlafgemach des Königs geschlichen. Im Kamin heulte immer noch dei Sturm. Er war heftiger geworden, die Thür, die auf den Corridor führte, zitterte in ihrer Umrahmung, und die Vorhänge, mit denen die Thür bedeckt war. bewegten sich wie in lebhaftem Luftzug. Und nun meinte Georg die Thür in ihren Angeln kreischen zu hören. Er rief den Namen seines Kammerdieners und fragte ihn. ob er das Frühstück bringe. Keine Antwort. Doch trat jetzt für ein paar Augenblicke Ruh: ein Stille Todesstille nur unterbrochen durch das Ticken der Uhr. die vom runden Thurm her die neunte Morgenstunde verkündiate. Und nun meinte der König hinter dem 'Thürvorhang eine menschliche Stimme und die Worte zu vernehmen: Das Trauerjahr läuft heute Abend ab; ich werde Deine Träume nicht mehr stören. Georg; aber daß ich zum letzten Mal zum letzten Mal bei Dir gewesen bin, vavon wirst Du Dich überzeugen, wenn Du das weiße Halstuch betrachtest." Nachdem der König angekleidet war und den Kammerdiener vergeblich wegen etwaigen verdächtigen Erscheinungen ausgefragt hatte, trug er mit zitternden Fingern das weiße 5alstuch an's Fenster. Sonderbar! es war in einen Knoten geschlungen, in einen Knoten, wie ihn nur die Königin Sophie zu knüpfen verstanden hatte. Und noch sonderbarer! Wie sich der König am vorhergehenden Abend vergebenS abgemüht hatte, den Knoten zu schlingen, so bemühte er sich jetzt einige Minuten ohne jeden Erfolg, den Knoten zu lösen. Ja. wenn er das feine Spitzentuch hätte zerrelßen wollen, dann hätte er schließlich die Ausgäbe, die er sich gestellt hatte, zuwege gebracht. Aber ohne Zerreißung des Gewebes ging die Sache nicht. Er begab sich in das behaglich durchwärmte Frühstückszimmer und ließ bei Lady Horatia anfragen, ob sie den Morgenlmoiß mit ihm einnehmen wolle. In ganz kurzer Zeit erschien sie, strahlend von Schönheit wie der junge Tag. Sie schickte den Kammerdiener fort, sie wollte dkm König selbst die würzige Chokolade in die Tasse schenken. Zum ersten Mal war Georg mit Lady Horatia im Schloß Windsor allein. Wie heiter sie zu plaudern, wie geschickt sie ihn zu bedienen verstand. Er sagte ihr zuerst einige Artigkeiten, daß 'sie keine Langschläferin sei. Dann in einen ernsteren Ton übergehend, überreichte er ihr das SpitzenHalstuch mit der Frage, ob sie diesen Knoten lösen könne. Wenn es sonst nichts ist antwortete Horatia, den Knoten will ich bald offen haben." Und mit ihren zierlichen, von Gold und Edelgestein blitzenden Fingern drehte sie das Tuch um und um; sie versuchte es hielt inne versuchte es wieder, vermochte aber an dem Wunderknoten auch nicht das mindeste zu verrücken. . .Ihr seht," sagte de? König, ..Ihr könnt es nicht." O doch!" entgegnete sie in ungeduldige? Hast, so mache ich es wie
Alexander, de: den gordischen Knoten mit dem Schwert zerhieb." Mit diesen Worten schleuderte sie das Tuch in das Feuer, das im ofsenen Kamin knisterte. Blitzschnell fuhr der König nach der Feuerklamme, um das Tuch dem Verderben zu entreißen. Aber Lady Ho-
ratm haschte auch danach, als es auf stand ihr Aermel, stand ihr prächtiges Kleid in llchterlohen Flammen. Der König rafft einen Teppich vom Boden auf, um die Brennende darein zu wickeln und das Feuer zu ersticken. Sie stößt einen Schrei aus, noch einen Schrei, dann streift ihr Athem seine Wanae und sie drückt einen heißen Kuß auf des Königs Lippen. In demselben Augenblick tritt der Kammerdiener in das Gemach und laßt vor Schrecken die Thür offen stehen. ..Ein Weib. daS einen solchen Augenblick benutzt, um sich einen Kuß zu rauben!" schießt es dem König durch den Kopf. Er stößt sie von sich, der Teppich qleitet zu Boden, das glostende Cpitzenkleid flammt von Neuem auf. Wahnsinnig vor Schmerz rennt Lady 5oratia durch die offene Thür und den Corridor und sinkt' am Ende des Ganges bewußtlos in die Arme des nacheilenden Kammerdieners, dem es endlich gelingt, die brennenden Fetzen der Unglücklichen vom Leibe zu streifen. Der König, von Neue gemartert, nicht im Stande, der jammervoll Zugerichteten unter die Augen zu treten, schickt nach seinem Leibarzt. Aber nachdem Lady Horatia wieder halbWegs zur Besinnunq gekommen war, bestand sie mir aller Hartnäckigkeit darauf. 'daß sie sich nicht im Schlosse Windsor verpflegen, sondern nur in ihrem Landhause den Arzt die helsende Hand an ihre fürchterlichen Brandwunden legen lasse. Der Arzt qinq sehr unqern darauf ein, aber schließlich mußte man der Lady ihren Willen lassen; er begleitete im Wagen die Verzweifelnde, den König in untröstlicher Stimmung zurücklassend. . Eilboten flogen den Tag über zwischen Schloß Windsor und dem Landhause hin und her. sie brachten bald hcffnugsfroh?. bald schlimme Nachricht. Als sich der König gegen Abend dennoch zu einem Krankenbesuch bei Ladn Horatia entschloß, trat ihm an der Gartenviorte des Landhauses sein Leibarzt mit der Kunde entgegen, daß die Unglückliche vor einer Viertelstunde ihr Leben ausgehaucht habe. Das junge Blut." setzte er hinzu, wäre wähl noch zu retten gewesen, aber sie Hai in einem unbewachten Auaenblick ' ein schnellwirkendes Giftmittel zu sich yenommen. das sie. wie es scheint, seit längerer Zeit in Bercitschaft aehalten hat. Warum? weiß ich eigentlich nicht." Von nun an hatte König Georg keine vergnügte Stunde mehr in seinem Leben. Das weiße Halstuch, dessen Spitzen im Kaminfeuer versengt worden waren. das sich aber sonst unversehrt erhalten hatte, verwahrte er wie ein Heiligthum. Er trug es in der Seitentasche seines Rockes stets bei sich, auf dem Herzen. - Die Regierungsgeschäfte überließ er mehr und mehr seinen Ministern und seinem Sohne. Uliu innern wuiui. I Um Zerstreuung zu suchen, begab er ' sich auf Reisen und weilte längere Zeit i in Deutschland. ' O : v.o -sfT.s.n Vnf.JlltV n MÄÄI 2 ." r-urr rn Y,sr nabruck e,nen SpaZierrit nach semer Gewohnheit nur von einem treuen Gewohnh Diener begleitet, der ihm in einiger Entfernung folgen mußte. Wie er so in Gedanken verloren dahin ritt, verletzte ihn' der herabhän- ' gende Zweig eines Baumes leicht an der Stirne. Er griff in die Tasche, um etwas zu suchen, womit er das rinnende Blut stillen könnte. Zweierlei fiel dem König in die Hände: Der Brief, mit dem ihn Lady Horatia bald nach dem Tode seiner Gemahlin in ihr Landhaus eingeladen hatte und das weiß: Halstuch. Das Pferd stand geduldig still, auch während der König es nicht im Zügel hielt. Georg wandte sich nach seinem Diener um und versuchte, das weiße Halstuch an die blutende Stirne zu drücken. Aber ein Windstoß entführte das Tuch der Hand des Königs und warf es dicht vor die Augen des Pferdes, das seinen Kopf zur Erde gebeugt hatte. Das Thier scheute, machte einen Seitensprunq und schleuderte den König mit aller Wucht gegen einen Meilenstein. Der herbeieilende Diener fand seinen Herrn entseelt. Im Volke hieß es, ein Schlag habe ihn gerührt. Als man seine sterbliche Hülle' nach England gebracht und im Schlosse Windsor seine letzte Willenserklärung eröffnet hatte, fand man darin die Bestimmung, daß im Sarge sein Haupt auf nichts anderem ruhen solle, als auf dem Spitzentuche, das Konigin Sophie eigenhändig gefertigt hatte auf dem weißen Halstuch. Kindermund. Mutter : Fritzchen, wo bist Du?" Fritzchen. Im Gärten. Mama." Mutter: Aber Junge. Du Neckst ja bis über die Knie im Schmutz!" Fritzchen: Ich habe mich selbst eingepflanzt und will sehen, ob ich wachse." Abhilfe. Er: Mit Deiner großen Schneiderrechnung hast Du mir wieder völlig den Appetit zum Mittagessen verdorben!- Sie: Ser doch gut. Männchen, es soll nicht wie der vorkommen, das nächste Mal geb' ich' Dir die Rechnung erst nach dem Essen."
Für unsere Frauen.
Schulanfang. Die Schule fängt wieder an." lautete die Parole in den letzten Wochen, und aus tausend und abertausend Kehlen von großen und kleinen Leuten hallte dieser Ruf wieder im Kreise ebenso vieler Familien, deren Mitglieder entweder, lehrend oder lernend an diesem größten Ereigniß der HerbstSaison betheiligt waren. In diesem wie in anderen Jahren ist die Wiedereröffnung der Lehranstalten für alle Lehrkräfte, besonders aber für sämmt liche Nrinzipale und Leiter der öffentlichen Schulen gleichbedeutend mit einer großen, schweren Arbeit. Denn es erfordert ein gehöriges Maß administrativer Gewandtheit, die gewaltigen Schaaren heranrückender männlicher und weiblicher Regimenter in verschiedene Bataillone zu rangiren, dann das 'Kommando den UnterfeldHerren zu übergeben, und über das Llvaneement der neuen Rekruten und Ausmusterung der Refervetruppen, für welche momentan leider noch keine Exercierplätze vorhanden sind, zu cntscheiden. Doch nicht nur Führer und Lehrer, sondern auch die Eltern der tapferen Juaend werden durch den Schuleröff-nungs-Alarm aus ihrer Ruhe aufgescheucht, und so sehr auch sonst die Mütter und namentlich die Väter in ihrer eigenen Thätigkeit aufgehen mögen, an dem einen Tage wenigstens fehen wir zahllose Eltern mit ihren kleineren und größeren Kindern gemeinsam den Weg zur Schule antreten. Alle Mütter, die jemals ihre Kinder, sei es nun das Aelteste oder Jüngste, der Stammhalter oder das kleine Prinzeßchen, bei einem solchen ersten Schuljahr begleitet haben, denken gewiß noch zurück an die eigen thümlichen Gefühle, welche sich, ihrer dabei bemächtigten. Vielleicht mögen nicht alle Frauen sich selbst Rechenschaft darüber ablegen, was sie so sondcrbar bewegt, aber ich bin überzeugt davon, daß jede die Bedeutung des Augcnblicks empfindet. . Während sie so Hand in Hand mit dem kleinen Wesen dahinschreitet, das sich, beherrscht von einem richtigen Gefühl, auch zärtlicher als sonst der lieben Mutter nähert, denkt diese vielleicht der Zeit, wo ihr dies kleine Geschöpfchen geschenkt wurde, wie sie es liebend an's Herz geschlossen und seitj dem gepflegt und gehegt all' die Jahre mit unermüdlichem Eifer, nichtachtend der vielen Mühe und unsäglichenPlage bis zu dem heutigen Tag. Es erscheint ihr Alles wie ein Traum, wie rasch ist die Zeit dahingegangen, und jetzt soll sie sich schon trennen müssen von eben diesem kleinen Herzblättchen, es Anderen anvertrauen, gleichzeitig mit einer Unzahl anderer Kinder, die allesammt wieder nur einen kleinen Theil eines großen Gemeinwesens bilden. Noch tief in Gedanken versunken beobachtet sie die Vorgänge um sich her, wie Alles ordnungsmäßig hergeht, Einer nach dem Andern sein Kind daläßt und raschen Schrittes heimgeht, um die verlorene Zeit wieder einzubringen. Bald kommt auch die Reihe an sie, und auch ihre Kleine wird in dem großen Ganzen aufgenommen und vielleicht untergehen. Fast unsicher nennt die Frau Namen, Alter und Wohnort ihres Kindes, sie möchte fcipfleirftt norfi eine Aemerkuna. eine Bitte binzufüaen. aber dazu ist keine . ' " " ' .. ' , . Zett vorhanden, es rua.n ja noch 10 Andere nach, sie sieht ihr kleine Mädchen noch schüchtern und ängstlich den ihr zugewiesenen Platz einnehmen. mit' einem langen, sehnsüchtigen ! 81ici nach ihm verläßt sie zögernd den . Schulraum. Auf der Straße . r. " r. cngelanqt. möchte sie, wenn sie sich nicht lchämcn würde, am liebsten wieder umkehren und ihr kleines Nesthäckrlien zurückfordern, doch die Vernunft siegt natürlich über diese sentimentale Rea.?ng. sie weiß, daß von heute ab das Kind ihr nicht mehr allein gehört, aber diese Trennung ist nöthwendig und heilsam. Wir Mütter können unsere 5!inder nicht allein für uns behalten, sie nicht für unS allein einseitig erziehen, sie gehören dem großen Gan--en an. müssen also als Theil dieses Ganzen sich diesem unterordnend gelehrt, erzogen und herangebildet werden. Doch ein Vorrecht bleibt uns Müttern erhalten. Wenn auch Geist und Körper unserer Kinder in öffentlichen Anstalten geschult werden sollen, wenn wir auch scheinbar uns von unscren Kindern trennen müssen, sobald wir ihnen unsere reine Liebe in's Herz aepflanzt und dieses Pslänzchm auch lwkitkrhin treu pflegen, dann bleibt .. . i. 1 r n:... UNS Mll oen .ycrjcn uiicici jmut. doch ihr bestes Theil erhalten, und wir können sie ruhig der Schule und den Einflüssen des öffentlichen LebenS überlassen. Der Hahn im Korve. Am Auertieften kränkt r$ den, Bei einer Dame adzublid.' Der in dem Korb, den er bekommt Sieht einen anderen Hahn schon sit)en. Umgangen. Arzt: Sie dürfen also Ihrem Mann von jetzt ab jeden Taa ein Gläschen Bier geben verstanden?!" Frau: Jawohl Herr Doctor. jeden Tag ein Gläs chen!" Arzt (nach acht Tagen): Na. Sie sind doch hoffentlich bei dem einen Gläschen stehen geblieben, das ich Ihrem Mann pro Tag erlaubt hatte?" Frau: Selbstverständliche Herr Doctor aber auf die nächsten vier Wochen ist er ' schon im Vorschuß!" Au s dem technischen Examen. Professor: Herr Kandidats was stellen Sie sich unter einer Ket tenbrück vor?" Kandidat: Wasschr Herr Professor!"
