Indiana Tribüne, Volume 17, Number 20, Indianapolis, Marion County, 8 October 1893 — Page 9
Jndiana Tribune.
Beilage. Indianapolis, Ind., 8. Oktober 1893. Sie Aehörfarven, In seiner Geschichte der malerisch, Harmonie" zieht L. Hoffmann (1733) Parallelen zwischen Licht und Schall, wie daZ schon ton Aristoteles angeregt worden war. Er erwähnt dabei, daß bei den Tönen velschiedener Jnstrumente Farben in seinem Gesichtsfelde erscheinen. So erzeugt das Vio'onceU Indigo, . die Violine Ultramarin, die Menschenstimme Grün, die Clarinettc Gelb, die Trompete Hochroth, da? Hoboe Rosenroth, die Flöte Cermesroth, das Waldhzrn Purpur, das Fagot Violett. Eckardt, in seiner 1864 erschienenen Vorschuß b:t Aesthetik" erzählt, van ein ibm bekannter Blinder, der als Kind wenige Zeit gesehen habe, .sich bis in das höhere Alter die Eigenthümlichkeit bewahrt hatte, Namen, Worte, Personen inner lich als Farbe zu empfinden ; so hatte er bei dem Worte Schiller die Empfindung des Rothen.Im nächsten Jahre berichtete Verga über diese subjektive Verknüpfung von Ton- und Farbenempfindunaen." Aber erst durch die Arbeit Nußbaumers 1873 wurde die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf die Erscheinung gelenkt. Dann folgte eine größere Anzahl von Arbeiten auf diesem Gebiete. Medi ziner, Komponisten (Joachim Raff) u. a. bestätigten die Thatsache, jed?ch traten eyr große individuelle Verschie denheiten zu Taae. So sah eine von Pedrono beobachtete Person bei den Klängen des Harmornums Gelb ; die Clarinettc erzeugte Roth, das Piano Blau. Beim Sprechen sah sie Blau. Gelb. Roth und Grün ; Vlgu am häufigsten und, im Gegensatz zu Hoffmann, Grün am seltensten. Ein Arzt hatte beim Hören der Flöte die Empfindung Roth Elarmette Gelb, Guitarre und Trom pete Goldgelb. Piano Weife. Deich. mann beschreibt die Farbenerscheinun gen, welche bei ihm selber durch den Schall einiger Instrumente yervoraeru
r fen worden : Flöte erzeugt Blau ob
Blaugrün, Clarinettc Gelbweih u.s.w. Malona'o nimmt an, dafe hier ein mechanischer Reiz der Sehnerven vor liegt. Die Schzdelknochen werden durch den Schall in Schwingungen ver setzt, und diese wirken auf den Optikus. Deichmann verlegt den Ort des Zu standekommens in die Sinnesspbären des Großhirns. Er glaubt, eingedenk der zahlreichen Assoziationsfasern. welche die verschiedenen Einzelbezirke der Hirnrinde mit einander v:rknup fen, dafe der Reiz, welcher einem be stimmten Rlndencentrum zugeleitet wird, unter gewissen Umständen durch jene Assoziationsfasern auf ein anderes benachbartes übergeht und dieses 'in Mlterregung versetzt. Eine Ausnahme stellung komme den mit Sekundärem pfindungen behafteten Personen nur insofern zu, als bei ihnen dieser Jrra dlationsvorgang besonders k:ch! von statten ginge. Collrneau, Rinrier und de Mendoza suche die Erscheinung mit dem Timbre der Instrumente in Zusammenhang zu bringen. Der Voraana Iaht ncd ledoch. io schreibt R. E. Lieseganz in der 5to turw. Wochenschr.", einfacher erklären. Die Versuchsperson assoziirt natürlich leicht auf den Ton einer Trompete, einer Glocke u. s. w., das Bild einer Trompete, einer Glocke. Bemüht sie sich nun, eine Farbe bei der Schallempfindung zu sehen, so abstrahirt sie unbewußt die Farbe jenes Bildes. Jsl das 'mehrmals geschehen, so bilden sich die Assoziationsfasern zwischen den beiden Centren immer mehr auZ. Des halb sieht der genannte Arzt beim Trompetenton Goldgelb ; Deichmann bei Blechinstrumenten Gelb, bei Glok ken einen Ton zwischen Orange und Braun. Dem Blau, welches er beim Hören der Stimmgabel sieht, entspricht die Farbe des Stahls. Die w:ißen Tasten des Klaviers lassen dem Arzt den Klavieranschlag weiß erscheinen ; das Holz des Harmoniums gibt sich bei Pedrono als Gelb wieder, das der Clarinette als Blauroth. Eine Person sah während eines Konzertes sogar den Metallglanz des Gelben b:i Posaunenstöfeen. De Briale glaubt die Erscheinung, 'oafe nämlich Farbenhören auch beim Hören von Buchstaben eintritt, durch eine unvollkommene Erinnerung an eine Farbenwahrnehmung deuten zu können, welche früher mit dem Hören oder Lesen des Buchstaben verknüpft war. Die betreffenden Personen könnten z. B. in ihrer Jugend Bücher gehabt haben, in welchen der Buchstabe A roth, E violett u. s. w. war. Es wäre das ein weiterer Beweis für meine An nähme einer unvollkommenen Assozia tion. Komplizirter ist der Vorgang bei dem von Eckardt erwähnten Fall. Der Blinde assoziirte wahrscheinlich bei dem Worte Schiller, der ihm ein Ver treter des Großen und Erhabenen war"; Schiller Erhaben Purpurmantel Roth. Danach müßte de Rochas, welcher beim Anhören verschiedener Sprachen verschiedene Farben sah ; so bei Deisch, Englisch und Französisch Grau, "bei Spanisch Rothgelb und bei Italienisch Gelb, Roth und Schwarz wahrscheinlich beim Anhören einer Jndianersprache Kupferroth gesehen haben. Die Er klärung durch eine unvollkommene Ussoziation kann nicht auf alle Fälle . angewandt werden. Viele Beobachtunaen der früher genannten Forscher
äffen sick' nickt damit- in Zusammen-
hang bringen. Auch nicht die patholoa scken ??älle. welche neueromgs Äioerloni betrieb. Derselbe wies nach, dafe . Farbenblinde auch typische geselle oer Gehorsemvnndung zeigen, too nah men zwei Rothblinde das g mcytwayr und konnten es im Gesang nicht richtig miedergeben. Bei einem Grünblinden ehlte die Empfindung .für d. ine Reibe von Versuchen, welche 'Zesegang im Psychologischen Institut in Xinhaxa i. Br. (Mönsterberg) anstellte, blieben ohne Ergebniß. Die Versuchsperson betrachtete aus einer Entfernung von 2 Metern durch ein Rohr, welches alles Nebenlicht ausschloß, eine kleine farbige Glas- oder Seidenvavierfläche. welche von der Rückseite gleichmäßig beleuchtet wurde. SOie Oeffnung des Bettes, hinter wel3ern sieb diese befand, konnte von 0.3 bis 2,4 Millimeter Durchjcynitt um ! ' ., i t 0,1 Millimeter vergrößert werden. Ermüdungscrscheinuagen wurden dadurch vermieden, das; die Person vor Zeder Aussage eine bestimmte Zeit lang die Augen schloß und dato vurcy eine andere abgelöst wurde. Ich ließ die verschiedensten Reize auf sie wirken: mit Stimmgabeln, iiniin, lavier, reine Töne und Dissonanzen u. s. to.; ferner anaenebme und unangenehme Gerüche, Kälte, Elektrizität ; Kommutationen diese? Reize : ie muhte akti ven Druck und Zuz ausüben ; ihre ; Aufmerksamkeit wurde durch vtecynen abgelenkt u. s. w. Die kleinen Verr t i . i . f V a kf,, I k. V ICateufnnciien. lucuyc w.uiuhu vt untctuirfjtcn Personen ergaben, waren uweilen aröner bei Wiederholuna des selben Versuches als bei zwei verschiedenen. -Auch die unklaren Resultate, welche Urbantschitsch bei einer ähnlichen Untersuchung erbielt. machen die Erklärung der Gehörfarben durch physische Vorgange sehr unwahrschernlich. Nickt zu verweckleln mit solchen aualitativen Veränderungen sind die quantitativen, welche hausiger austreten. Diese Erscheinungen, wie man ste bei einigen Personen bei Einwirkung eines unerwarteten Schalles, bei Schmerz und Aehnllchem beobachtete, sind auf länast bekannte Reaktionen der ?kris (durch den Sympathicus) zurückzufllhren. Die alten Folterakten beweisen sie. und nach Foa und schiff finden sie selbst durck leichte Tasteindrücke statt. Alte Leute nehmen zuweilen Schnupftabak, um besser sehen zu können. Ein fürstlicher Plauderer. Aus seinen Unterhaltungen mit dem Herzog Ernst auf der Beste Koburg theilt ein ungenannter Autor in der R. Fr. Pr. Folgendes mit : Bei Tische berührte der Herzog wiederum allerlei interessante Fragen. Er sprach namentlich von den beiden süddeutschen Königen, deren absonderliche Eigenthümlichkeiten für die Förderung des deutschen Einheitsgedankens so nützlich geworden seien.. Die eigenen Landeskinder hätten sich darüber vielleicht zu beklagen gehabt, aber das große deutsche Reich dürfe sich' nur Glück dazu wünschen. Er sprach von einer ernsten Verstimmung am Wllrttemberger Hofe über die unheimliche und beÄngstigende Freundschaft, die der König für den hergelaufenen Amerika ner Mr. Jackson gefaßt habe. Mr. Jackson,- sagte er, beherrscht den König ganz und gar, und kein Mensch findet den Weg zu ihm, wenn Mr. Jackson lhn versperrt. Der Konig ist menschenscheu. Beim Rauschen eines Unterrockes fährt er entsetzt zu sammen. Das sanfte, einschmeichelnde Wesen des Herrn Jackson bezaubert ihn. Es ist eine Freundschaft, die an Castor und Pollux erinnert. Der arme König von Vaiern hat aber nicht einmal einen Freund. Er vereinsamt immer mehr. Er ist ein hochbegabter Phantast, ein edles Herz, aber er ist nach meiner aufrichtigen Ueberzeugung tief krank Der Herzog sprach von den seltsa men Liebhabereien, den verschwenden schen Launen und der gänzlichen Rück sichtslosigkeit des Königs, die nicht etwa ein Ausfluß unfreundlicher Gesinnung sei, sondern lediglich ein Defekt. Er sei selbst ein so eigenthümlicher Mensch, daß er für die gewöhnlichen Bedürfnisse gewöhnlicher Menschen überhaupt kein Verständniß besitze. Bei dem Anlasse erzählte der Herzog eine lustige Geschichte, die ihm die unglückliche Heldin selbst mitgetheilt hatte. König Ludwig hatte sich eine zeit lang für die bekannte Schauspielerin Lilla v. Vulyovsky besonders interes sirt. Er hatte sie eines Abends zu sich zum Thee geladen, um sich von ihr etwaS vordeklamiren zu lassen. D'e Bulyovsky erschien natürlich in großer Soiree-Toilette, ausgeschnitten, mit Ballschuhen, seidenen Strümpfen u.s.w. Es war ein bitterkalter Winterabend. Während des Thees hatte draußen ein wahrer Schneesturm getobt, und der Schnee lag einviertel Fuß hoch aus allen Wegen. Der volle Mond leuch tete jetzt unbewölkt vom Himmel herab. Der Kö'ng hatte sich, während die Schauspielerin die große Schlußscene des vierten'Aktes aus Jphigenie" mit dem Parzenliede deklamirte, an daS Fenster gestellt. Rettet mich Und rettet Euer Bild in meiner Seele ! rief die Schauspielerin mit erschüttern, dem Pathos. Der König unterbrach sie. Entschuldigen Sie ! Konnten Sie mir das ohne Buch deklamiren V Zu Befehl. Majestät.Dann bitte, kommen Sie mit mir in den Garten. Es ist wundervoller Mondschein, und ich denke mir, daß die Deklamation im Garten viel wirksamer lein, wird.- ,
Die Künstlerin verneigte sich, der König öffnete die Thür und trat mit ver Schauspielerin in die eisig kalte Winternacht. Auf den rschneiten Wegen gingen
die Beiden neben einander her. 2)ie Bulyovsky. die nicht zu widersprechen wagte, deklamirte zitternd und bebend vor Frost die herrlichen Verse. Bis über die Knöchel watete sie durch den srischgefallenen Schnee, der durch die seidenen Strümpfe natürlich sofort eindrang ; und so mußte die Unglückliche 1 neben dem sehr abgehärteten Monar-i chen, der weder Källe noch Feuchtigkeit zu empfinden schien, die Goethe'sche Dichtung rccitiren. Denll, Kinder und Enkel. Und schüttelt das Haupt ! Schaudernd sprach sie bicfe letzten Worte des Parzenlicdes. Der König war ganz ergriffen und gerührt. Sie sprechen das sehr schön. Bitte, deklamiren Sie es mir noch einmal." Jetzt konnte die Bulyovsky dem königlichen Befehle nicht mehr folgen, es war ihr physisch unmöglich. V!aiestät wollen mir gnädigst verzeihen stammelte sie, ich habe ganz j rr e."t. v ' -i- r i .ir.i.r:& i nane HUsze uno Mill juc tmuuf. Der König fuhr erstaunt auf. Aber weshalb haben Sie mir denn das nicht früher gesagt V Ec dankte der Bulyovsky noch einmal herzlich, verabschiedete sie, und sie kam mit einem gehörigen Schnupfen und einem fürstlichen Geschenk davon. Der Herzog sprach auch von dem zauberhaften Wintergarten mit dem Lohengrin-See. Er behauptete, der tiefblaue See, der durch einen elektrisehen Mond beleuchtet wird, werde mit blauer Farbe gefärbt. Ich erlaubte mir, zu entgegnen, daß ich von einem Manne, der darum wissen müsse, gehört habe, das Becken des Sees sei mit blau angestrichenem Zink verkleidet, und durch den Reflex des blauen Grundes werde-das Wasser blau gefärbt. Nein !" rief der Herzog, weiß - ganz genau, das Wasser .Ich wird guten überblau gesarbt. ISiner meiner freunde hat die Diener dabei rascht, uls sie die Schwäne, die einen ganz blauen Bauch hatten, putzten." UebriqenZ rühmte der Herzog König Ludwig trotz aller seiner Absonderheiten als ein gutes Hecz und einen osfenen Kopf, der in politischen Dingen gewöhnlich auch das Rechte treffe. Zustimmend erinnerte ich an den Kaiserbrief. Da lächelte aber der H:rz:g und sagte : Das war nun doch nicht ganz so einfach, wie e aussah. Der bekannte Brief des Königs ist in Versailles, im Kabinet meines Schwagers, des Groß Herzogs von Baden, geschrieben worden. Holnstein (der damalige Oberst-Stall-meiste?) übernahm den schwierigen Austrag, den Brief nach München zu befördern und den König zur Unter Zeichnung zu veranlassen. Holnstein hat diese Aufgabe wie ein Held gelöst, und wenn er den höchsten Orden, den ein deutscher Fürst zu vergeben hat, be käme, so wäre sein Verdienst doch noch nicht in gebührender Weise anerkannt worden. Zunächst war der König ganz bestürzt, als man ihm zumuthete, einen solchen Schritt zu thun. Acht undvierzig Stunden ließ er Holnsiein überhaupt ohne jeden Bescheid, und erst auf wiederholtes Drängen des Abgesandten entschloß er sich endlich, ihn noch einmal zu empfangen. Das geht nicht. sagte König Ludw!g. Ich bin der Erbe meiner Väter, und em solcher Schritt kommt der Abdankung nahe." Holnstein widersprach furchtlos und energisch. Er machte alle Gründe gel tend, die er in Bereitschaft hatte, und schloß mit den Worten : In diesem Augenblicke liegt die Entscheidung bei Eurer Majestät! Deutschlands Schicksal liegt in den Handen Eurer Majestät! Ganz Deutschland blickt auf Eure Majestät!Der König sah ihn groß an, machte eine lange Pause, nahm dann die Feder und unterschrieb hastig. Beim Einzug der Oarden. Aus Berlin wird berichtet: Jüngsten Morgens ritt Kaiser Wilhelm dem aus Kiel in die Berliner Garnison rücken den 4. Gardk'Regiment entgegen und kehrte an der Spie desselben durch daö Brandenburger Thor in die Garde kaserne zurück. In dem Augenblicke, als der Kaiser in den Thorbogen der Kaserne nritt, ereignete sich ein schreck lkber UnglückZfall. Die gewaltige Menschenmenge, die sich zusammen drängte, um den Einzug des Garde Regiments zu sehen, hielt den großen Plag zwifchm Jnvalidenstrase. Alt Moabit und dem Kriminalgerichte dicht besetzt. ölne größere Anzahl Personen hatte thellweise, um dem Gebränae auszuweichen, vder .auch, um besser sehen zu kennen, sowohl d:e Bäume der Anlage, als auch das Gitter. wclcheS den AuSltellungZpar! einzchllekt. er stiegen. Ter kolossalen Last, welche an dem Gitter hing, konnte dasselbe nicht standhalten. TaS in steinerne Pfeiler eingelassene Gitter brach in der vollen Länge von der Jn.-alidcnstraße bis zur C L- - QYI k. i : t !' r rrn . ciiu5c 'Diuaou, circa iunszig Fleier, zusammen. Die gewaltigen Mauervseilcr r splitterten wie GlaS und stürzten in die Menschenmassen hinein, wobei zahlreiche Personen verunglückten. Eine Frau, welch: auf dem Arme ein kleiiseZ Kind trug, wurde unter den Stein maeu begraben und soll innere Der lekungen erlitten haben. Anoere ka men mit Kopfwunden davon. Neun Personen wurden mit schweren oder minder schweren Berledungcn in'S Krankenhaus gebracht. Schwer ver lekt .wurde die achtjährige Tochter der ' in der Drezsestrabr wohnenden Oennia schen Ebeleute: die Kleine erlitt einen Schähelbruch und einen. lonzvllÄrten
Doppelbruch deZ rechten Unterschenkels. Im städtischen Krankenhause Moabit sind zwei weitere Opfer' dc5 Unfalles eingeliefert worden, die durch die r.ie derstürzenden Mauern schwer verletzt
stnd; die echsiahrige Tochter de Die ners H., Trensestraße 9io. '.) wohnhaft. erlitt einen doppelten Schenkclbruch. Eine iirau Ech. hat ichn?ere .'erletzun gen an Kopf und Unterleib davonqe tragen; serner wurden in der Politli nik diese? Krankenhauses fünf Personendic ebenfalls bei dem Einsturz deS Zaunes zu Schaden gekommen, ver bunden. Außerdem aber dürsten noch verschiedene Personen verlebt worven sein, die sich direkt zu Aerzten und Heilgehilfen begeben haben und deren Namen noch nicht bekannt sind. Der Unglücksfall hatte einen argen Tumult , zur vvlge. v Wertin der Nichtraucher. Ein Verein der Nichtraucher hat sich in Wien gebildet. Man sollte glauben. daß es dem freien Ermessen eines jeden Mitbürgers anheimgestellt .sei, ob er rauchen will oder nicht und ob er ein Bahncoupe besteigen will, in welchem das Rauchen gestattet ist oder ein sol cyes, das die Au schrift Nur Nichtrau cher !" trägt, und daß die verschiedenen Verordnungen in öffentlichen Localen, auf Eisenbahnen u. s. w. den Nichtrauchern genügenden Schutz bieten.' Ein vorbereitendes Comite theilt jetzt aber Wiener Blättern mit. daß es der Statt halterei die Statuten eines Vereins der Nichtraucher vorgelegt habe, der es sich zur Aufgabe machen will, die Jnteres sen der Nichtraucher nach besten Kraf ten zu schützen". Damit hatte Wien also wieder einen Verein, der, gleich dem jüngst entschlafenen Junggesellen Club, sich in Gegensatz zu allgemein verbreiteten socialen Zuständen und Gewohnheiten zu stellen beabnchtigt. Der Verein will, wie es in seinem Programm heißt, auf die strengste Hand habung der bestehenden Vorschriften U züglich des Rauchens, resp. Nichtrau chens auf Eisen-, Dampf- und Pferder . re i m r, ' oaynen. oer ossenliicyen erannattun gen u. s. w. hinwirken. Dazu braucht man wohl nicht txun Verein, sondern kann sich getrost auf jene Behörden und Beamten verlassen, welche die Ausfüh rung der einschlägigen Vorschriften zu überwachen haben. D Verein will weiter gegen das Rauchen der Kinder und Frauen Stellung nehmen. Wenn diese Stellungnahme sich auf die Frauen und Kinder der Herren deS vorbereitenden Comites beschränkt, so wird wohl Niemand etwas dagegen einzuwenden haben, aber es konnte doch zu unangenehmen Consequenzen führen, wenn sie ihre entschiedene Stellungnahme auch auf andere. Frauen ausdehnen wollten. Und gegen das Rarchen der Kinder hat in erster Reihe die Familie und die Schule zu wirken. Die Herren glauben, daß sie mit ihrer Vereinsbildung einem allgemeinen Je dürfnisse entsprechen und auch Gesinnungsgenossen gewinnen werden, ja sie sprechen schon von Zwergveremen m Prag, Brünn und Graz. Es ist ab zuwarten, ob sich diese Liga der Nichtraucher starker erweisen wird, als der seiner Zeit gegen das Rauchen gerichtete Vannstrahl von Papften. als d!e scharfen Strasverbote, welche Könige und Fürsten gegen das Rauchen erlassen haben. Was dem freien Belieben jedeS Einzelnen anheimgestellt ist. das wird er sich kaum durch einen Verein einschränken lassen. Wenn sich schon :in Verein der Nichtraucher bildet, dann mag er seine Wirksamkeit auf seine Mitglieder beschränken, die übrige Menschheit aber rauchen lassen, wie s Dill. Alt sein erträgt sich leichter, als alt werden. u vertauschen: Mehrere grove und ücirt armen nahe der .takt, darunter 12 cker, VA zvteile südlich, mit Zs:Sckigem Basteinhauv, großen Stallungen, nebst anderen nöthigen (Ä. bau ichkeiren, meisten neu? ein Acker mit W tn reten nebst alleriet Sorten von Odstbäumen und Beeren in tragtähgem Älter. Die Gebäude stehen auf einem Hügri. der allmSblig nach Oster, Süden und Westen bfäUt; der kleSarttg Unter gründ ist geeignet für eine Värtneret, welche je'.t auch darauf betrieben rvird. ist die fchönfte Lage südlich von der Stadt, waS noch jrder zugr stand dem ich e etgre und da Bcsitztham mird nur wegen Altersschwäche des Eizenthürners veräußert. versaufe n: (iin Hus au Hendrckstrake mit sieben Zimmern, Sveisrkam mer und Keller, Brunnen und llitterne nedsr großen Stallungen. Da Ärundkück ist iO iaj ,usz. (IdenfaU Sko. 156 und 158 Olivcstrah-, rundstüik 00 186 Iah. Jede Hau hat 4 Zim mer und ist nur einen halben Älock von der Pro spectstrake. (ASvhal'pftaster.) Sau mit S rftir mern, Äa, Wosserwe k, Abzugranal und ale:l anderen . ökhtge . Berbcsserungeu; 2309.va. S. kl.Würsler. Oi: alhtngton Str. str .l -i-nLi'-S-- - l . IjETl Sf'v-w rt- - y-? & Schiffsscheine nach Europa, $20.00 bti $273.00. Schiffsscheine von Europa, 823.00 bis 8273.00. P. Psistcrer, Office: o. 70 Cfl Market Straße. Televhan 100. Sommer-Hüte. Wir haben ein reichhaltiges Lager derselben und in Anbetracht der vorgerückten Saison verkaufen wir oieselben zu herabgesetzten Preisen. AMsrEsr. R. W. Ecke Pennshldania unr Washington Straße.
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lerchanis National Ban!: Indianapolis, den 12. Juli 1803.
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