Indiana Tribüne, Volume 17, Number 13, Indianapolis, Marion County, 1 October 1893 — Page 9

.rfuamu Bei y 1 N Kst fcfc JnN.NZpoli?, Ind., 1. Oktober 1S03. i'ufi.ßc braver. (Von Tr. Gustav Kleiner!.) Herr V?k?fefsor K::oll und Frzu geben sich d:e (Stxc, den Herrn ßtud. phil. Scöarjf z:i Abend zu sacen." Diese lieben 3:üiirt'ia.e lilsfiirderunz fwb der Stndlvs'.is Scharss ÄZittwgS aus seinem Zimmer ucr, nadjbrin er soeben eine breitspurige Vorlesimg über Lautphqsioiozie mit dein einzigen schon seit Iahren berühmten Witz, öajj der zlus; nur ein inspir.torisch gesprochenes 11" sei und eine ebensolche Vorlesung über die verschiedenen Arten ö?s No'landliedeS, d:e ein moderner Vbiloloze, dieweil die seS Lied schon so fürchterlich alt sei, alle genau wiffen müsse, überstanden hatte. Man schrieb den 27. des Monats, die E.nlOdunz hätte also gar nicht gelegener kommen können. Vielleicht hatte anch der Herr Professor einige Fühlung mit den stillen Leiden der Herren Swdenten in den letzten Tagen des Monats, viel leicht kannte er sie gar aus eigener Er fahrnng. Thatsache - war, daß Herr Scharff schon seit drei Abenden nicht mehr warm" gegessen hatte und er über die Vortrefflichkeit des SchweizerkZses in den verschiedenen Kneipen praktische Studien angestellt hatte. Schärft rieb sich daher vergnügt die Hände und war schon im Begriff, die altgermanische Gastfreundschaft des Professors Knoll in einige glühende Reime zu gießen, wie Heine sich so schön ausdrückt, als ihm einfiel, daß sein Schlips, den er sich zu Anfang des Monats, als das Porre monnai noch durch seine angenehme Schwere seine Gegenwart fühlbar machte, für 90 Pfennig gegen Baar er worden, eigentlich gar nicht mehr salon fähig war. Die Schlipse hatten am lich ge.-vöhnlich die blöde Eigenschaft, daß die unteren Partien, die durch die Weste verdeckt wurden, noch in blenden der Verfassung waren, während die ode ren Gegenden, die dem Auge des Be schauers zugänglich waren, sehr wenig konservative Gesinnung zeigten, und in ihrer radikalen Verschossenheit und volksthümlichen Fadenschelni.keit den Besitzer an die Vergänglichkeit alles Irdischen schroff erinnerten. Also ein neuer Schlipp mußte unbedingt angeschafft werden. Nun, das war' zwar, genau genommen, eine Ausgabe, die früher oder später doch hätte gemacht werden müssen, also eigentlich keine direkte, weniger erfreuliche Folge der Einladung, aber man hätte doch eben ganz gut bis zum Ersten warten können und nicht in den schrecklichen letzten Tagen des Monats, wo ein wirkliches, greifbares, blinkendes, massives Zehn markstück im ganzen Bekanntenkreise als eine größere Seltenheit angestaunt wurde, wie beispielsweise die besterhal tenste, neuentdeckte Handschrift befagten Rolandliedes, das wenige, schone, baare Geld in eitlem Tand sich verflüchtigen zu lassen. Scharff dachte eben einge heno darüber nach, welchem Geschäft er durch die Anschaffung eines Schlipses um diese geldlofe Zit imponieren wollte, wobei denn schließlich die Grazie des betreffenden Ladenfräuleins den Aus schlag gab, als die Thür seiner Bude" hastig aufgerissen wurde und der Ver bindil'.lgsbruder Dösig mit den nackten Worten in'S Zimmer stürzte: .Scharff, Du mußt mir zwei Mark pumpen!Wenn ein lebendiger KönigZtlger mit aufgesperrten Rachen vor ihm gestanden hätte. Scharff hätte kein verblüffteres Gesicht machen können. Die Angst preßte ihm e.n entsprechendes Citat ab: Staut es znrück, dies Wort, dies sürchlerliche Wort." Verschone mich mit jeglichem Rhyth mus, Scharff, ich weiß ganz genau, daß Du noch drei volle Mark Dein Eigen nennst; es ist das eine finanzielle Lei. stung, ich gibe- eS ger te zu, und der Staat sollte Dir eigentlich mit 10,000 Mark Gehalt und entsprechendem Woh nungsgelözuichnß eine definitive Anstel lung in der SchnldentilgungsKsmmis siou anweisen; aber von diesen zähen drei Mark mnßt Du zwei herausrücken, denn . Aber, Mensch, höre doch nur einen einzigen Augenblick auf die Stimme der Lern un st " Auf die Deiu'lge oder auf die rnei a!ge?Auf die meinige, selbstverständlich; Zlso ich bin, hier ist der schriftliche Beleg heute Abend zu Profeffor Knoll eingeladen!" Desto besser, da kannst Du mir die zanzen drei Mark pumpen, denn dort kannst Tn Dich so satt essen, daß Du bis zum Ersten proviantirt bist." Aber ich k'-n doch nicht ohne einen ftrninig in der Tasche zu Knolls aehen; Du kennst doch auch das reizende Mädchen bei Knolls, der muß man doch beim ZZachhansegehen etwas in die Hand drücken." Schön, zu diesem edlen Zwecke will ich Dir also die eine Mark lassen, nd aas Mädchen wird die ganze Nacht da von träumen! Nun also heraus mit Dem geprägten Metall, denn, um es Dir ehrlich zu sagen, ich bin ebenfalls zu KnollS geladen hier ist meine Einbe rufungSordre und muß mir daher nothwendig Du kennst doch meine alten gelben vom Stiftungsfeste her eine Paar neue Haildschui,e zulegen. Denn ich würde den heutigen Abend nicht mit der nöthigen Ruhe genießen können in dem Bewußtsein " Zugegeben, aber sieh Dir mal diesen meinen besten Schlips an, kann ich vielleicht mit dem ? Macht 90 Pfennig, Du siehst, ich bin kein Unmensch und erkenne die Schlechtigkeit der . Welt im allgemeinen uÄTemes, SÄiökZMieIoNde.ren

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veu wn ganz an." V eMl tP Imm er"n ö eh 10 Pfennig für außergewöhnliche Aus gaben!" Und Knolls liebliche Zofe Bertha mit ihrer kleinen offenen Hand?" Da laß mich nur machen; dafür habe ich eine neue Methode erfunden, ist bedeutend billiger u:'d der Erfolg noch viel großartiger, w!e Du Dich überzeugen wirst. Beim N?chhausegehen hefte Dich nur an meine Verse, weiter hast Du nichts dabei zu?nn." Und das machst Du ohne jegliche pekuniäre Hilfsmittel?" Ganz ohne Apparate, alles auS der freien Hand." j Schön, ich verlasse mich auf Dich; - hier find die zwei Mark! Wann bekommst Du Deinen Wechsel?" Tu weißt doch, immer schon am 29. ; des alten Monats. Diese Znvorkom I menhcit dem neuen Monat und mir gegenüber ist einer der rührendstcnZüge in dem herrlichen Charakter meines , Vaters." x UcbrigenZ, warst Tu denn nicht in ; der Lm:tp!)yslvlogie?" ! Nichtig ! Kannst mir Dein Hest pum pen! Habe derartig mit Benzin an mei nem Gehrock gearbeitet, daß ich das ( inspiratorisch gesprochene U vollständig ' verpaßt habe. Du hättest aber auch denKragen sehen sollen! Werde doch wohl noch mal einen neucn Kragen darauf j setzen lassen müssen. Damit könntest Du , mich eigentlich zu Weihnachten überra schen! Holmich heule Abend ab! Aus Wlederzehen!" - AlZ Scüarn Abend bei Dösia vor zprac, ) ouinc .. u. Abendroth in dem Glau'e o-'r mn.: Handschuhe. Sieh 'mal. Schaff, prähtiz, nicht ! wahr, und nur eine Mark achtzig! Hät ! lest das Gesicht der schönen Agathe seyen sollen, als ich die zwei Mark heute ! am 27., Nachmittags 5 Uhr 17 Minu- ; ten, auf den Ladentisch niederlegte. ! Kennst Du die schöne Agathe von Schie per und Biermann? Nicht? Ja, aber womit hast Du denn in den letzten drei Wochen die Zeit vertrödelt? Du k'nnst die schöne Agathe nicht mit den Gazellen äugen?" Hast Du- schon einmal eine Gazelle gesehen, Dösig?" Nein, ich glaube nicht, aber schon zwei ausgestopfte Nilpferde. Wie meinst Du das?" Woher weißt Du denn, daß die schöne Agathe Gazellenaugen hat?" ' Kunststück! Habe mal eine fünf Sei ten lange Beschreibung dieser Sorte in einem Roman von irgend einem alten Käfer gelesen; die hat auf mich g nz den berauschenden Eindruck gemacht wie Agathe'S Augen. Wo hast Du denn den Schlips gekauft? Ganz gefälliges Muster, kann übrigens höchstens 70 Pfennig kosten!" Bei Lina Kaufmann, kostet Lo Pfennig !" Was Du sagst? Verdient die Ge' sellschaft ein Heidengeld !" War denn die blasse Mimi noch dort mit der schmalen Hand?" Natürlich, habe sie ir sogar zweimal gedrückt." Das ist viel! Aber laß uns gehen, ich habe diesen Mittag nur einen Spa ziergang genossen. Wer kommt denn sonst noch hin, hast Du eine Ahnung?" Jedenfalls doch der Professor Pfau mit der duftigen Hermi l" j Ha, das regt mich auf, und so etwas wirkt beeinträchtigend auf meinen Appe tit. Aber eine göttliche Erscheinung, beim ältesten Texte des Rolandliedes! die könnte ich auf Anhieb heirathen Mau schätzt ja den Profeffor aus 400, 000! Wenn ich die hätte, na, da würde ich gerade Vorlesungen über Logik hal teil Meinetwegen könnte es da so kon suS in der Welt zugehen, wie es wollte! Weißt Du denn eigentlich, waS Logik ist, Scharff?" Augenblicklich würde ich eS nicht strikt formuliren können, aber zum Examen " y Um d?S Himmels willen. Du weißt, ich kann das Wort nicht hören! Willst' Du denn vorsätzlich und mit kaltem Blute meinen Appetit untergraben? Ei, wie die Bertha transcendental auS sieht und was sie für ein adäquates Ge ficht dazu macht! Wird heute Abend j ihre Freude haben!" Sie traten ein, begrüßten den Pro fessor und seine Gattin und nahmen ihre Plätze ein. Donnerwetter, Bouillon mit Ei, und welche diskrete Temperatur! Die mußt Du mal mit dem lOOgradigeu H'O vergleichen, mit dem unser Wirth sein Mittagessen für 60 Pfennig einzuleiten pflegt." Der langweilige Cand. phil. Sslß holz ist ja euch da! Wie der Professor nur. ,u dm kommt?" Verstehe ich auch nicht! Wahr scheinlich seines encyklopädchen Wech sels dalber! Hat noch vorgestern einen echten Hundertmarkschein wesel lassen: dem stuc!. med. Häring, der cod) sicher eine starke Statur ist und schon rlwoS mit ensi'lx'n liiMt, ist dabei 5 '4 Hasser im Mi'iibe lisammengelsuken. D kommt ?c j2 "gerade! Daß der auch kein nn;'g,' ickelstück n dir Tasche hat, ist so sicher wie daS '.'lw in 'ctx Kirche. Sien nur mal, miV welcher ritterlich voniehme Nochalance er drn Prosesscr begrüßt, als rotux hm der Cand. pliil. Süßholz den pha.lcna len Hnlidcrlmarkschein abgepumpt yaiu! Und für Dr. Kummers baareS Geld gebe ich auch kerne zwei Mark! Wht lich hervorrngende Kapitali'':?. die hier heute Ädcud zu löblichem 7bun vcr sammelt sind! 'Wenil da nicht noch die pc.a? Pro fessorcn und verdienstvollen Männer säßen, man müßte sich schmer:. einer solchen pauvcren Gesellschaft Zuzüge hören: Ah! Lämmerdraten. Erbzcn nnd frische Kartoffeln! Heiliger Luknl lus, das ist wirklich ein Paar neue Handschuhe werth!" Und dazu scheint der Professor Pfau noch eine Ansprache halten zu ollen! Sieh nur,' was er für ein gedenTe lfchweresMilcht.maM". .

;JU, mir braucht er dadurch den Ap

petlt nicht zn.. reizen. .W. reoct er denn da? Großherzigkeit an1 Edelmnth des deutschen Vol:?i. m'.rlwür dig,ivas er wohl heute ;!.'W damit will! Ein schreckliches Unzlui, sürch terliche Überschwemmung der herrlichen Geländ? unseres Nheinstrcn.es! Hast Du davon etwas gelesen, charss?" Nein, aber das scheint i;lr nnö auch ein schreckliches Unglück abz.isch?n, denn wenn cr für die Uebcrschwcmm-en snn melu laßt, sind wir fertig!" ' Wahrhastig, hör nur, daraus kommt er hinaus! Es isi gut, daß ich daZ herrliche Lamm bereilZ mit mir identi fizirt habe! Ha, w-r sollen mit unse rem Scherflein beitragen! Der Un glückömensch, ihm geht bei seinen 100. 000 völlig das Verständniß ab. daß es noch Wesen ans der Welt giebt; die weniger faben!" Pslj nur auf, und seu'? Tochter Hermi mnß persönlich die milden Gaben eintreiben! Ich kann ihr d'ch keine 20 Pfennig geben! Ich wllt?, 'ch säße auf der äußersten Spitze M Moullt Everest ! Dössig, wie soll das wer den!" Siehst Du, wie Häring und Dr. Kummer blaß werden und sich gegenseitig an den Rockschößen ziehen? Die sitzen jetzt auch auf den berüchtigten hei bcn Kohlen! Ha, jetzt schaben sie nach dem Sundertmarksch:mmann hinüber! Der sitzt uns näher, wir müssen ihnen .firrnrnrnn.! , zuvorkommen! Dösig, verlaß mich nicht im fürchter lichsten Ernst!" Nur nicht den Kopf verlieren, Scharff, Süßholz mutz herausrücken." Er raunt einige flehend hastige Worte dem letzteren herüber. Dieser lächelte herablassend gutmüthig, greift in die Tasche uud reicht Döfig etwas unter dem Tische her. Einen Augenblick spä ter wurde Süßholz von Häring ein Zet tel zugeworfen. Noch ein Griff in die S;r Zr: UV; .uivub 4iu i V v vii wijiit min mmu trt uA schon die duftige" 'Hermi mit einem silbernen Teller, um die Gesellschaft nü! ! ihrem bezauberndsten Lächeln zu einem , kühnen Griff in den Beutel zu veranlassen. ,AKttr M?rfft",,? (&,Anr& da genügt Uebrigens Du hast ja noch sn .Wmtm! Kind ki. JiihtLt in, LO, Pfennig! Sind die vielleicht in einem Stück?" . .Ich glaube wohl, von der großen Sorte !", Laß sehen! Richtig ! Noch ziem lich blank, das geht für ein Markstück durch! Versuch nur, daS Deinige so zu placiren, daß meine Pseudomark dadurch verdeckt wird. Ich glaube übrigens, Hermi ist etwas kurzsichtig! Still! Da kommt sie!" - DaS Zwanzigpfennigstück wandert vai i..n ücäcr uns das Markstück nei z.eüich günstig darauf. Bravo, da? w.rre geglückt!" Halte Dir Süßholz denn nur eine Mark gegeben, Dösig?" Nein, auch noch ein Zweimarkstück, aber ich werde hier doch nicht solche Summen opfern! Da hätte ich auch im Rothen Ochsen" speisen und den Ober kelluer dazu anbellen können!" Es gab noch zwei Gange, welche' Dösig noch ordentlich zusprach, während ' Kckarff vante. Dann verabickucdet, Scharff paßte. Dann verabschiedet! man sich allmählich. Bertha stand er j wartungsvoll am Fuße der Treppe, um , den Herrschaften die Hautbüre zu i öffnen. Döng schritt m!t Scharff die Treppe hinab und drückte Bertha elwaZ m die Hand. Das Mädchen, brach lg helles Gekicher aus. Hast Du gesehest, wie sie sich iul Fäustchen lachte?" Natürlich! Du hast ihr die zwei CTO t ASAflW illUll .Den Teufel auch, ich habe ihr mit diesem kleinen Pinsel die Hand gekitzelt! .Mit den zwei , Mark aber machen iw 'morgen einen Bummel! , ' , '- - J 2a Gebet der raver. f.,? ,:. s uf einer Reise nachJtallen und den nördlichen Afrika, welche der bekannte r .-.-'rj A .fi n I mi talhlX Zusteller Guy de Mau. lAtlrtttf Vin titi-M ,, Drni .... f Passant vor Kurzem zu dem Zweck untco , nahm, denWeltausstellungSkatzenjamm los zu werden und demAnblick deS Eiffcl ThurmS für einige Zeit zu entgehen, hat er in Algier die Araber und ihre Frauc beim Gebet beobachtet nnd von dem, wai ihm dabei als besonders bemerkfnswertj ' t . f V j..fv. i auffiel, eine fesselnde Schilderung end worsen. ( LaVie ermnte.Paris 1890.) Er schreibt: Wir besinden uns untei Menschen, bei denen die religiöse Jdci Alles beherrscht. Niemals ist eine an, dere Religion in gleichem Maße rncr,sch lichen Wejen in's Fleisch undBlu: übeo gegangen. . Gehen wir deßhalb in ihr, Moschee, in jene weiße Mcoschee, welch man dort am Kai von Algier sieht, ini sie beten zu sehen. Ich trete ein, indem ich die Strumpf, und Schuhe ausgezogen habe, uui schreite ans Tcppichen zwischen Heller Säulen dahin, deren regelmäßige Linier diesen weilen, aber niedrigen Tempel, in dem tiefe Stille herrscht, ausfüllen. Die Säulen sind sehr stark und alle ost wärts gegen Mekka gerichtet, damit jedet Gläubige, wenn er vor emer derjclbcn niederkniet, nichts sehen, durch nichtl von seiner Andacht abgelenkt werde vv ! UVjWtVU IVIVVM kann, sondern, indem er sein Gesicht de, heiligen Stadt zukehrt, ganz in seinem Gebet aufgehe. Einige liegen auf de V&IUIUC llCUtllUU Knien. Andere murmeln aufrecht in'de vorgeschriebenen Stellungen Formel? aus dem Koran; noch Ändere, welchß diese frommen Pflichten schon erfüllt haben, unterhalten sich, indem sie aus der Erde sitzen und miteinndel sprechen, denn die Moschee ist nicht nlleii ein Ort des Gebetes, sondern auch ei Ort der Erholung, wo man sich oft deß ganzen .ag ansyalt. , Alles, ist einfach, schmucklos, weiß uni friedlich in diesen Zufluchtsstätten dei Glaubens, die so verichieden sind vor ...,s.... A.f.,.,r.rfu n..k. ' uiivtiu t.iiiuii. ti dlivuytii. uuuuj1 .' unaup hörlich treten Araber ein, rci :.cye nn, arme. der.Lastträger des Hasis uni ü" cycmuii(jc .vuVuin8, c ;vio3c hörne mit glänzendem, wckieidlnv' .

Burnus. Allesind barfuß, ?lllc trage dasselbe Micncnspiel zur Schau. Alli beten mit demselben natürlichen und be geisterten Glauben zu demselben Gvtt, ohne Serbstbewußtsein und ohn, Zerstreuung. Zunächst bleiben sie auf recht stehen, das Gesicht emporgehoben, die Hände in der Höhe der Schulter geöfsuet. in der Haltung dcinü::ger Flehens. Dann fallen die Arme air Körper hernieder und das Haupt deugl sich; nun befinden sie sich vor :tm Heir scher der Welt in der Haltun?. der Hin gebung. Darauf gehen die Ha5e übci dem Leib aneinander, als wc.n i zn sammengebnnden wären; jetzt sind si Gefangene unter den Willen des Herrn. Endlich fallen sie in ra'cher Aufeinan dersolge mehreremale nieder, wobei sie den Boden mit der Stirne berühren. Dieses Gebet, das stets dasselbe ist und mit den ersteu Sprüchen des Koran be ginnt, muß jeden Tag fünfmal von den Gläubigen wiederholt werden, die sich, bevor sie in die Moschee eintreten, di Füße, die Hände und das Gesicht ge waschen haben. Die muselmännischen Frauen dürfen, wie die Männer, die Moscheen betreten, aber sie thuu es sehr selten. Gott ist zi weit, zu hoch, zu mächtig für sie. Su wagten es nicht, ihm alle Sorgen zu er

zahlen, ihm alle Leiden anzuvertrauen, j f. . e r i ' in um aue ucrneit Alenue uno rniji reichen Tröstungen, deren die Herze Jl F1 B-3 T V Kinder bedurlen, zu bitten. Sie verlaw der Frauen gegen den Gatten und du gen nacy einem zermurier z'viicr.er Gott, der so groß ist, und ihnen selbst die so klein sind. Dieser Vermittler iß der Marabut. Am Grabe deS Heiliget also, in der kleinen Kapelle wo sein. Gebeine ruhen, werden wir die arabisch, Frau beim Gebet finden." Ueber seinen Besuch einer solchen ara. bischen Heiligenkapclle schreibt Manpas. sant: Bei meiner Annäherung bedeck' alle Frauen, welche um daSGraddenkma! l Wen, rasch ihre Gesichter. Mitten zwi. rj , i - f. r . schen ihnen, m diezem Schaum vrr Flanell, Seide. Wolle nnd Leinwan) schlafen oder bewegen sich Kinder u rothen und blauen und grünen Kleid chen: das ist ein reifender und natür licher Anblick. Hier bei ihrem Heiligen dessen Wohnung sie geschmückt haben. & P4 e-gu Hause. ! flüstern sie und unterhatten sich und Nu, ev zählen dem Marabut ihre Angelegen, heilen, ihre Sorgen, ihre Streitigkeiten, ihre Beschwerden gegen den Gatten Das ist eine vertrauliche Geschwätzver einigung nm eine Reliquie herum. Tu ganze Kapelle ist voll von ihren ttundev lichen Gaben: Wanduhren in alle Größen, Weihbannern, Kronleuchten der verschiedensten Art auS Kupstr uni Krystall. So zahlreich hängen du letzteren von der Decke hernieder, daß man diese nicht mehr sieht. Du Mauern sind mit Halbporcelan in fcct reizendsten Mustern bedeckt, und zwal sind Roth und Grün die vorherrschen den Farben. Der Boden ist mit Tkvpi chen belegt, das Licht des TagcS fäll! von der Kuppel durch gewölbte Fcnstel herein. Das ist keine ernste uni schmucklose Moschee, in der Gott allcik herrscht, das ist ein Boudoir, das zu iinuiijr c,a,ma Frauen geschmückt Word, lst. Ost kommen ihre Verehrer hiehe. Gebet dnrch den kindlichen Geschmalj I her. um ia) mit iynen an oiecrn vxi en Stelldichein zu geben und ihnen einig Worte im Geheimen zuzuflüstern. Ein ropäer, welche Arabisch verstehen, knüpfen hier manchmal Mit diesen ein gehüllten Geschöpfen, deren Blicke ma? nicht sieht, zarte Beziehungen an." Aus der Schule. (5 waren wieder einmal zwei Lampen im Erven . mentirsaa'. zerschlagen worden und selbst ! verständlich wollte leiner der Schüler der Uebelthäter gewesen sein da bekam denn die ganze Klasse für eine Stunde Stu benarrest unter Aussicht eines Lehramts kandidaten. Währenddem entstand aus der Stratze plötzlich ein Lärm und sämmtliche Eingesperrte stürzten nach den Fenstern, um zu sehen, was geschehen sei. r,,. :u, ..u; ti; r.. i.7- -.A:. C U i sat, es saut gewi emer von euch zum fa jina. jb rd lä t IV ' ' . . . w '. - I ' ovf, und dann wird'S wieder keiner ae esen seiil wollen." Eine Arie ,lS Satisfak. twn. Der derühmit Tenorist Rubin, hatte durch einen Witz einen cnalischen Marineoffizier beleidigt. Dieser forderte I ihn Wi'iiiii rfrfitari 11s Platze und erklärte, sich nur mit der Was fe duellnen zu könner., in der er sich bis ,. . " . .. y... viiii wyivi UU Vtlil aHUliifl jetzt gevvk. ir oegann dann die groe Arie auS ..Wilhelm Tcll" und hatte nie mals herrlicher gesungen. Nach Beend i gung des BortragS fragte der Tenorist seinen Gegner ! Sind Sie nun icsric dlgt?" Und dieser sowie die Skundan ten klatschten begeistert Beifall, womit der Ehrenhandel zur allseitigen Zufrie denheit zum Austrag gebracht worden war. Uebereifer. August, wo sind die Briefe, die aus meinem Bureau la gen?" Ich habe Sie auf die Post ge tragen, Herr Graf !" Einer davon hatte aber noch keine Adresse !" Ich nahm an. daß der Herr Graf nicht be kannt haben wollte, an wen er gerichtet .'unapp,it kiche Mei i in. oclor- Vun. rvrau .(lob C C V , ' l" 'mVjf . P.'IÄ? Wn die Blutegel geholfen, s-vle ich Ihnen verordnete ? ! , iV? !V " 1 1 ? ?a. Herr Doctor. f vciiic iö i;, ecr ye ,e vraaenLi. btt eck kunn se ich 'runnerZ) kreegenS). - 1) gekocht. 2) gebraten. S) hmm ter. 4) krieaen. T .-So nderbareMnemotechnrk. EtnLehrer (in Serta) :Mit wem kämpf, te Achilles vor Troja?" Knabe : Mit.Pluto!" -Lehrer: Mit Pluto?Knabe : Nein, mit Nero." Lebrer: ..Mit Nero V Knabe : ..N. : öector einer von unsren dr.-i A,,ns. ;u HcruS war es !" ,..,. o;.:, Vlieber Eosin. icb bebarre .k .. . ""'i' v 5 :nc ; yiun Wunsch. Kitt, , lose Beurtlu' meines G loje Beurtheilung meir meines Talent. Mali? memes Talents. Maler : Lieb MelaF . .Male nkj

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