Indiana Tribüne, Volume 17, Number 13, Indianapolis, Marion County, 1 October 1893 — Page 5

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2fr. Harvey Ilced , Katarrh, Herzschwäche, Hals lähmung. JH litt mehre Jahre a Katarrh oni Herz schwäche, di s schlimm wurden, fcafc ich nicht rbeiien und kaum gehen konnte. Ich hatte einen sehr schlimmen Tlnsal von HalZ Uhmung vor einige, Zeit. Meine stehle war rate luflefchttiitt und ich konnte nicht sch5nen. Di ftcrjte sagk,n. et sei i Folge von Herzschwäche, ud verschrieben Medi,in. die ich laut Vorschrift ahm. doch sch'eu sie mir litt 1 nützen. Vttmt Frau drang in mich. Hood'K CarsadarUla i versuchen, indem fit mvt von Herr Joseph E. Emüh triJljItt. d An der Schwelle des Todes (andi doch durch Hood' Qnesavarilla toeai!u big ,eheU wurde, l ich,mei Flasch, genom -nen hane. sü:e ich mich entschiede besser. J h führ fort. I ii nedmea. nd fützle setzt vorzüglich. Ich danke Sott nd f Hoods Sarsaparilla nd mein TfTan für die Wiverberff?llung meine? Bpllkornmenen Cesondhett. Harvey Heed. jZaceyvtUeO. Hood'S Pillen verursache keinen EtuhlganU. kchmerzen oder Grimmen, sonder wirke prompt, leicht und vonbeilhasl. . Für Alt uud Jung. rutt'S LeberPllle wlrkf lelch mild beim td. bet der zarte Fr nd den, er. Ichlasste Vlttx, wie Heim trüsligenSiann. ZmnNre in vohttöuener Qls, den schwachen Magen, dis (inaeweis,. Nleren nd t, iSlase. ftäe dies. v$ue find ihr krastigenden E,g5s?zaktcn wunderwir7env nd deritrsache. dak dieselben ihr ueti,ne wie i der kräftig, Jueeudielt ver, richten. Sie sind überall m Imbeu. Vj'n.AUjZK ffyyrg a-r r-- f j j f fjtf-r rAILzxgfZal. t '? ZM derfeM ftfan ist eine ß?.' 3 We cljneTVi,nli:FT Wie unc rrer tiefen Uc&a sicher at T. .f . v ... . .: . i d giBtiun UJlIllTl lUU'i. j-i.u Vtl ..aHl3 I ktungs-Änker." em keli'jö ?llch N'.lt fefll 250 ciua und natyrel.;H'u na:j.r t:;aea itWi ci'.tern an tte Haste i. iiy. r.. . ynnac ;'Uie, i';fucuctn cit iwirii ,". ir (cij-.ni;i x..i'.tnii'. tfi uui' Vf. I J3)lfv1)loniin(;)sttcr., rcrau Aicibsi ' , nlualiaKC-Df u; fcvljc vJuiuntr lfstt tft, jcüKü tte tiiiit't-viirrr :itu...?:i vme:sunn nedst anSb'titelJtirticr. i' , Rathschläge L.e? S ol;e:t btu:a;jitn ; vuai9 detslgkn.. r.c rrc r- cu:ct ö tbi-Tj'.9rn : Truut yti U'tr ji j ctti tludct," et je t:u u.'i,:c y . Lidritk im Leren tl'vn. Ti rnch wird far 25 6!S. sf-r.irfn, 'sohl verslczklk,ficiven'an!t. '?.s'!'::e: s.-r , iHlTMMt Hr.lL iATllL I, V Uo. 11 Clinton l lac., ei Voii, X X. bvspx 5 afrnkiUjDUtLK ' " tDer wJKettuna5lnIrr" tft aueü u aaeen in . anajoli. Ind.. bet K. . tanit Co. 7 Penn Bloanta trone. 'Bandagen und wundärztlich ' Apparate. Bruchbänder, Krücken, Schienen un alle wundZrztlicden Gegenstände. TaS rößt Lager künstlicher Augen. - Wm. H. Armstrong & Co., 77Eüo Jllinoi Sk'abe. Mary C. Lloyd, Zalznärtin, , Zimmer S!o. 19, über Fletcher's Banl, aegcr Kder vom New Z)ork Store. AH IDEAL FAMlLY MEDICIMt Por ladlceatloB. BUloMieMj llMdaete, i'tMUptuo, -V c CvaplexUa. OffejeKitb, jT i Mul u auuroeri vui Uvrand Bowel, RIPANS TABULE8, Mt tfentlj yet prornpUy i"erfct alreätion folloirs tbelr um Bold I DT orUKSnui or sent uj nuui. , rt?uU),l5e. PackurUboxt:aXta. or f rc ampleMddiTfls BIPA.N CIIEMICAt. CO., WewTr. Glaswaarcn, Bleckwaaren. Lampen, Blumentöpfe und Kücken geiöthe aller Art in größter Auswahl. Englisches Dinnerservice von lOOSiücf $6,10. Rentsch's Bargaia Store, No. 106 Virginia Aocnuc. Red Star Line. Vn. Staatm und Königlich Belgische PostDampfer. Regelmäßige Fahrten zwischen Llntwerpen und LTew York Antwerpen und Philadelphia or,ügltcde Beköstigung, gute Bedienung und tedrige Preise, lntweroe bietet Reisenden von und nacr Deutschland, Oesterreich. Frankreich und de, veionvere orroele. -Atzfadrt von !em k)ork jeden Mlttmoch: vor. nrrserpen jeden Samstag. Die Dampfer diese. Linie sind alle neuester Konstruktion und verdln. den icherheit und Bequemlichkeit un eeiet)oeioader tedrige Preisen cdnelllv Nähere. l International Nav. Co., Qt t h t x i lH a e n t u r'. yn;erz;l'AgerUert, New Verkünd Philadewbio edfr: renzei Vros.. Alex Wtta ttttnwiit sozialistische Ward ? Vtt? fammlungen. 1. Ward : 429 Clifsord Avenue, jeden Dien, . -ttaa Abend. 9. Ward: Ecke Hoyt Ave. und State Str. je en Sonntaa. ?tacym. 12. Ward : No 277 Sud Delaware Straße, ieden Mitlwock Abed. IS. Ward: o. 522 Virginia Ave., jeten ' - Sonnta Vorm. li. Ward 39 Smithson Straße, jeden Frei -. Uz Nend. '

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Ein ritf an die Unglüe?ttQen. A. v. SutZze) V!a!t.,daS wie dieses, seine Leser ', nacg so vielen Tausenden zählt, muß da runter leider nur zu vieleAdressaten für emen Brief mit obiger Aujschrljt aufzuweisen l:abcn. Freilich, die fürchterlich Unglücklichen, die da am Stande der Verzweiflung ste den und zu denen ich am liebsten sprechen wollte, die werfen keinen Blick auf den Zeitungstisch: die weinen am sarge des Liebsten, Die liegen stöhnend ' auf dem Schmerze?lslager, die zückenge ( brochenen Muthes die Selbstmordwaffe, i Aber neben diesen Felomarschällen giebt ', es in der düsteren Armee des Unglücks ! Doch auch niedrere Chargen. Solche, i die sich tief traurig fühlen, aber dennoch i vlees Blatt zurHan) nehmen, um dasselbe mit mattem Blick zu überfliegen und bald wieder seuszend sortznlegen. Diese werden vielleicht, wenn ihnen obige Adresse in die Augen siel, nicht mehr so trüb und gleichgültig welter blättern, sondern wenigstens diese eigens an sie gerichteteten Spalten zu Ende lesen. Gewöhnlich ist es für den Traurigen, den Kummerbedrückten em bitteres Ge fühl, eine Zeitung durchzusehen. -.MeS was in heiteren Tagen sein Interesse weckte, das scheint iym jetzt so nichtig; nichts vermag ihn zu spannen, nichts seine Theilnahme wach zu rufen. Im Gegenttzeil, das Spiegelbild der weüeu Welt draußen zeigt ihm, wie gleichgilkig Diese Welr sich seinem Schmerze gegen über verhält; wie sremo, wie kalt Du All ihn umschließt, wie er darin ver schwinoen soll mit seinem mikroskopischen Kummer ein Kummer, der für chn Joch io riesig ist, daß er un:er desjea öürde fast zujammenbricht. ' Noch vor kurzer Zeit, wenn der Bote oas Sonntagsblait vrachie ein Echo ius der großen, bewegten, freundlichen Äelt , mit welcher Freude siel man darüber her! Da fand man die Fort iktzung der spannenden Erzählung, die zerschledensten 9!achrichten von nah und ern; im Brieskasten vielleicht die Ant Jort aus eine gestellte Frage, die Aus i iösung der vergebens studirteu Rätizsel ....alles das intereffirte, bis zu den Annoncen hinab. Ader inzwischen brach ?as Unglück herein; man hat daran zu tragen ein uuglückseger Atlas- so schwer wie die Weltkugel. . . .was gelten ietzl noch die Erzählungen, was die Bll ?er '.l der Fremoe ach, die ganze Welt ist ja eine öde Fremde geworöcn vas Briefkasten, Charaden und Annon .en? Lcyon will der Unglückliche das ülatt wenn er es übertzaupt zur Hand rahm wieder fallen lassen, als er den Titel dieses Aufsatzes erblickt da durch juckt ihn doch eine Art von Interesse: ,Ah ein Brief an mich." s&ai Dir der Schreiber zu sagen hat, Unglücklicher? Dieses : Die Welt ist aicht ganz so kalt und theilnahnslos wie Du glaubst. Es giebt ein Mitgefühl, in Mitleid, das in ihr pulstrl, und iion dem Dir diese Zeilen Kunde brin en. Ich weiß nicht, was Dich ve rübt aber es ist mir leid um Dich . . .Es krampst mirdasHerz zusammen. wenn ich denke, daß Du weinst, daß Du )ie Hände ringst, daß Du am liebsten iierben wolltet. Sprechen wir von Deinem Kummer. Du sollst sehen, daß Du nicht ganz un oerstanden bist, Ist auch Niemand um Dich, der sich vor de? Majestät Deines Unglücks neigt; hast Du auch weit und breit keinen Freuud, der Deine Sorgen tragen hilst; wisse, daß es um Deine Trauer etwas Heillacs hat. daß Du durch Dein Leid, geadelt bist ra) daß Tu mitwirkst an der großen V.'ll riebskrast: Schmerz. Aber das ist kein ?'.ost sür ttch. Dieses Aufgehen der individ 'eiln Schicksale und Zustände in da harmo nische Leben deS All'S mag dem beschauenden Geiste eine befriedigende Erkeulltniß bieten, aber dem leidenden Herzen bringt diese Erkenntniß keine Linderung im Gegentheil: Wenn es für das lndlvlduelle Lew noch eine B; ! friedig llng geben kann, so ist es die, daß Andere dasselbe als wirklich so groß , und schrecklich anerkennen, wie es den Betroffenen dünkt. 1 Darum also : sprechen wir von Deinem Kummer. Ob derseibe groß der klein sei das kommt mir nicht zu, zu be messen; ich darf weder hie Unendlichkeit der Welt uoch mem eigenes Uubetheiligtfein als Maßstab daran seyen, ich muß mich an Deine Stelle denken und dann erscheint mir Dein Leid genau so groß, wie Du eS suhlst. Ich srage nicht, was die Ursache davon gewesen ?n sich mag diese eine Kleinigkeit sein; zber wenn Du darüber schier vcrzmei sein willst, so ist diese Berzwcifllulg doch keine Kleinigkeit zu nennen. ES lebt so BieleS nn Leben, was uns unglücklich machen kaun. Ich will :nmal die Fälle hersagen, die ich mir gor.elle, darunter slnoen wohl Einige .hren beionderen Fall heraus: Der To) hat uuS ein geliebte Wesen ntrissen; Unser Bi.ruiögen ist dahin; Der Gegenstand unserer Liebe hat ms die Trruc gebrochen; Eine lang nährte Hoffnung lit gescheitert; :vir sind verleumdet und verkannt; , im Freund Hat uns verratben; Ein :h;vacr Zahltag steht vcuor; Wir ;:iD lahm, taub oder blind geworden. Uns' Liebstes:' Gatle. Mutler. ?Z:,Ä lic.s. lebensgefährlich erkrankt dar . e. Das und. so die verschiedenen schwerk?n Unzlüjs'Slle; daran, reiben sich noch y.e z.iülreiä'o:l juitälsSe chroul'chcn lln 'jliickiichcitts,' welkes oft auf unjcheiN' szr geringen Ursachen beruht, welches ivcr ourch sein nnuttlerbrochene?, nnab vendbareS Vorhandensein unS maßloS .lält. Z. A.: Tyrannisirung oder Zurücksc!)ttnz im Familienkreis; der Sialuranlage zuwiderlaufende Berufs pflichten; Zusammenleben mlt lau aenhaften, boshaften oder dummen GeEhrten; sich stet erneucrnoe Nah runsskeu:. vzt&i&tty OüT:

hoffnungslose Liebe; Kränklich lichkcit. . . .' Und so könnte cS noch fpa'l :enlang fortgehen. Die Liste menschli :ben Leiden ist eine endlose, denn die unbegrenzte Berschiedenhelt der LebenSlagen bring! aucn eine unbegrenzte Berschledenhcit der Lcidcnssitnationen mit sich. Tamil will ick nicht gesagt haben, daß die Erde ein Jammerthal sei da 'ch glaube, daß auch die Freuden in unbegrenzter Abwechslung blühen; ich zlaube sogar, daß mir der fortschreiten ?cn Zeit d,e Hanptunglückserzcugcr, näml:ch Siechihum, Unwissenheit, Elend und Bcrbre.en in positiver Abnahme begriffen sind. - Aber diefe Betrachtung gehört i:icht hierher: würden auch tau send lückliche auf einen Unglücklichen kommen, die Freuden der Ersteren kön neu das Leid des Letzteren nicht rcrmindern und dem Lctzreren allein ist ja Dicstrr Bres fcestiunni.

Welches nun immer von den anze i sühr:cil UümmerniZzen das Teilte sei, ' Gedeugter, Du nimmst Tlzei! an dem - I. , . r ! liksen Vel.eiosgesuyl, oas .'lancye von uns eriaßt. wenn wir an unsere unalück lichcn Mitmenschen denken. Wer von uns baue cs and) nicht einmal eriad ren, was es il aguiuuch sein? Dieses wunde Herzölutcn, dieses dumpfe Schmcrzbrüten, wer tzätle es im Lehen nicht ruipzunden; die Bittcr'-It, die Trostlvjigkci: uns bitterstes Weh von allen: die Äene wer hätle diese Dinge ulcht keuueu gelerni '! Ja, die Neue. Jeder Mensch kiat wo.il eine Stunde, erne Thut, eine Ge sinunng in seiner Bergaugcnhcit, die er ans dcm GedächmiJ tilgen wollte, die aver unauslöschbar weiter brennt. Dem seldstverschuldetcn Unglück glauben Sie Meisten de Triout des Mitleids nicht zollen zu müssen, und doch ist eS doppelt so jch:s zu tragen, als da unverschuldete. Ihr Unglücklichen, d:e Ihr diesen Br:es les: und die Ihr selbst das Schicksal auf Euch herabbcja,woren, unter dem Ihr seufzet, seid mir doppelt betlagt! Ob, hätte ich doch!' 00, hätte ich doch nicht l Diese rlzig nutzlosen Ausrufe, die das Bewußtsein Deines Unglücks begleiten, machen dasselbe nur noch gcaujamer, denn der Eiuzige, der Dein Leid ganz ;u fassen vermag nämlich Dein Selbst überschüttet Dich noch mit Borwür sen uns Zagt Dir beinahe schadenfroh: Leide nur eS ist Dir recht gcsche len.Nein. Ktn mit Leide,; -st Nie nandem .eun aefchehen. Die Strafe mag eine gerechte fein aber es ist nicht billig, daß man so schwach, so schlecht erzogen oder so schlecht beanlagt war, das Slrafwürdige zu begehen.... Jedes Geschöpf wird mit einem An spruch an den in der Welt erhaltenen ' Glücks und Tugendvorrath geboren j aoer o les er norraly ix nicgt groy ge nuz, um für alle Geborenen zu reichen. Es gehört viel schmerzliches Ringen dazu, um den Frendengehalt der Welt zu erhöhen. AU die großen Kämpfe der Civilisation, die von der ersten onthropophagischen Wildheit an durch Völ kerwanderuugen, Kriege, GlaubeuSver folgungen, Wtssenschastsmärtyrerthum, Revolutionen u.s.w.' bis znr heuligen EntwicklnngSstufe geführt haben, die also den Freudenfchatz aufgestapelt, der heute in Form von materiellen, künstle riscken und moral:schenGenüssen in tau send Existenzen sich vertheilt: diese i Kämpfe, die in ihren Resnltaten als Freunde erscheinen, in ihren Bestandtheilen waren sie Schmerz. Ja. im Walzer, bei Strauß'fcher Musik in elektrisch beleuchtetem Saale getanzt ist noch der Angstschrei des Urmenschen entHallen, der sich gegen denHöhlenbären zur Wehr gesetzt; auch die Thränenderfolgte? Horden, das Blut gefallener Krieger, die Schweißtropfen arbeitender Sklaven, der Gtt?ank eines Solrates. :e Kerierletten eines Eall!äl....Ss !iie die Natur Moder, Unratb, Gerippe. Quitten und Leicken benützt, um daraus Inseln unn Berge, Blumen und Aehren sprießen zu lassen, so läßt sie aus den Sorgen und Mühen, aus den Plagen und Trauern der Menschheit mensch liche Weisheit und Güte, Kunst, Liebe, Freude uns Friede erstehen. Aber diese Erkenntniß, ich wiederhole eS, bietet keinen individuellen Trcst. Und einen solchen erwartet der Unglück liche doch in einem au ihn adressirten Brief zu finden. Nun denn, ich hätte wohl einen Trost bereit, aber er ist so banal, daß ich ihn kaum vorzubringen wage. Er ist freilich nur darum banal geworden, weil er einzig und weil er wahr ist. Für jeden Schmerz giebt eS eine Linderung die Zeit. Der Unglückliche will davon nichts hören er kann nicht begreifen, daß das bloße Verrinnen der Sekunden sernenSchmerz schwächen soll; diese Zumuthung belei digt ihn beinahe. Uno doch es ist un fehlbar so. Die Zeit bedeutet eine Ent ernung, so gut wie der Raum; und so wie eS keinen Donnerschlag giebt, der laut genug wäre, daß er nicht auf eine gewisfe Entfernung hin verhallen müßte, so giebt es keinen Unglücksschlag, dessen Vibrationen durch ' die Zeltentsernung nicht immer schwächer uud schwächer -' t -"..' " wurden. - Aber abgesehen von der mathemati schen Sicherheit dieser Annahme, bietet die Zett dem Kuramerbeladencn noch eine ' andere Chance; ' nämlich , deil. öZe'chfel der Umstände. Erstens kanni)ie Zurunft dur.ch unerwartete Zufälle .wie Erbschaften, Geroinnste u. dgl, eine traurige Existenz in eine froh, jiche umwandeln; ferne? hewirft dieZeitz in jeder Eriftenz ein allmäligeS Bor rücken her Verhältnisse, Das geschieht mitunter sy langsam und durch so geringe Verschiebungen, daß man eS kaum merkt; aber wer kann eS leugnen, daß in einem Intervall xpn einigen Jahren um unS und in uv S alles anders ge worden? Blicken wi? in eine entfernte Epoche zurück, vergleichen wir damit unsere heutige Lage und waS bleibt jetzt noch von unserm damalige Freunden, Aergeru und Wünschen? von unserm Glück oder unserm . Unglück? Heute hsfsen üx ädere und O kränke

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570 bis ünö andere Dinge. Und so w:rd eS in einer zukünftig entftrnten Epoche wieder sein, menn wir auf heute zurückschallen. Jb gestehe, eS ist eiz banaler aber eS lst ein sicherer Trost. Dennoch, warum tröstet er nicht? Weit das Ich an die gegenwärtige Sekunde gebunden ist; weil es nur, wenn ich heute leide, beinahe ebenso gleich giltig ist, zu wissen, daß ich in zwanzig Jahren vergnügt tin werde, als wenn ich erfahre, daß gegenwärtig der G?oß fultan ein: Freudentanz aufführt. WaS geht mich der Großsultan, was mein so weit entrückter, bis dahin vielleicht schon nicht mehr seiender Zukunstsmensch en? Ich mem heutiges armbS Ich, eS leidet, eS weint, eS ringt die Hände eS ist verlassen, verrathen, verachtet, verzweifelt ! : Du hast recht, Unglücklicher. Dein Schmerz muß darum nicht geringer ge achtet werden, . weil er morgen vielleicht nicht mehr schmerzt: für beute schulde ich Dir mein Mitgefühl. Und dieses, die seS.ganz allein hotte mein Brief den Zweck, Dir auszudrücken. Ich will Dich weder auf die Zukunft deS Menfchenge schlecht?, noch auf Dtine eigene ver:rö sten: weder mit philosophisch welta::. schaulichen Betrachtungen, noch mit ab geleierten Linderupgsphrasen werde ich die herbe Wirklichkeit Deines Schmer zeS wegzuleugnen trachten ich wollte Dir nur sagen: Arme, armeMenschen seele, T'n Unglück thut mir weh!" Wiener (seiei stöp.ascNirgends auf der Wölt werd:n so oftmals die Hände geküßt, wie in Wien, überhaupt in Oesterreich. In Gesellschaften, auf der Straß?, beim Begegnen, im Theater küssen die Herren den Damen die Hände bei jedem Anlaß von Abschied und Begrüßung ! vor und nach Tische, vor und nach dem Thee werden den Damen die Hände geküßt. Selbst Männer küssen einander die Hände Ge ringe dem Vornehmeren. DaS Händeküssen ist demnach so verbreitet, daß man eine Redensart als Surrogat dafür erfunden hat. Tritt der Wiener in Ge sellfchaft und die Anzahl der Damen ist über zwanng, sitzen sie vielleicht auch noch an Spieltischen oder soast zerstreut und verschränkt, daß man ihnen schwer beikommen kann, so verbeugt er sich aegen jede und spricht nur: Ich kuss' die Hand l" und eS ist so gut, als wenn es geschehen wäre. Hat man aber Gelegenheit zur Anbringung d?s natürlichen Kusses, so darf man es durchaus niä?t unterlassen. Bei Tische und im Gcspräch geschieht es immer' nur Anfang und ;u Ende, die übrigen Kuß Avp'.'.katio.is Gelegenheiten werden blos mit der Redensart ausgefüllt. Das ich kuss' die Hand", hat aber seine ver sckiedenzrtige Bedeutung, und nur ein Wiener Stutzer von Geist v"d Geschmack U ird wissen, wo es gut, und mit welche Betonung eö a.lzuwer:?en sei. Statt aller Antworten, als Bejayun, Verneinung kann man es durchaus anbringen, es ver schlägt da nichts und zeugt hochste.is von großem Respekt. Zum Beispiel frot eine Dame Wie ist Ihr Befinden?" so antwortet der Mann läebelnd : Ich küss' die Hand V und das beißt so viel, als gut. Fragt sie; Waren Sie ge stern im Konzert i" so antwortet er mit einer Verbeugung d?3 Kopfes: Ich kuss die Hand !" Fahrt sie fragend fort : Wie hat Ihnen dasselbe gefal Un?" so antwortet er mit einem Achfel jucken : Ich kuss' die Hand !" und das beißt : nicht urn Besten. Darf ich Ihnen noch eln Stück Braten vollegen?" heißt es bei Tische, und die Antwort ist mit etwas erhobener Stimme und Nacb druck auf dem letzten Wort: Ich kuss' die Hand !"und das beißt, ablehnen. Wird man gefragt, ob man mitfahren, mitspielen, mittanzen oder singen wolle, und man willigt ein. so ne' man ha$ Haupt, scharrt mit dem c Fuh et was nach hinten und sprich A : Ich kuss' ditüand!" Wollen, a mir den

Voch

Ich habe noch viele ausgezeichnete

opulärer

578 Süd Ost Arm geben ?" forscht die Dame beim Nachbausegeben und beim Einsteigen in den Wagen, und man biegt den rech en Ellenbogen und flüstert b.'lückt : Ich knss' die Hand !" Die übrigen Arten, Modifikationen und Vetonungsweisen hier anzuheben, würde jrn weitschweisiz sein. Einen Mann von Welt muß die ses in Wien der Instinkt lehren, bat er sich erst'ein wenig eingebürgert. Darum aber meinen auch die Wiener Damen von allen Fremden, daß sie steif und unbebolfcn seien, weil sie die Art und Weisen des Hindeküssens nicht inne haben. Indeß so was erlernt man, wie gesagt, bei glücklichen Fähigkeiten bald. Uebrigens ist es selbst bei Männern, die einander respektiren wollen, üblich, daß sie einander bejahend, ablehnend, dankend das submisse : Ich kuss die Hand !" alle Augenblicke entgegen wer fen. Der Handkuq ist also in Wien lange nicht n dem Maße Sache der De muth oder Berebrung. als er Sacbe der Höflichkeit, der ModeanMndigkeit ist. Ailsreden lassen! Stamm gast : Gestern erschoß sich der Uhrmacher Neumann (Zweiter Stammaast einfal le.rd) : Wa-a-s r-(vVr ;r soclfabrend): ..den crsien Breis!" . Spekulativer Geist. .Aber, Borsteiee, bei Euch zu Lani, muß e doch viel öiejindel grden, da fast keinTaq vergeht, ohne daß eine Geriedts commission hierher kommt, um Zlu.'en schein wegen Einbruchs und dergleichen einzunkden !" Vorsteher : arg. H'rr. ist'? doch nicht; aber' Länole ist fchieai und man könnt' nicht leben divon. ?.'un ist' so kingesührt. daß immer er ein Jenstee oder eine alteTdür' e.nsckiögt ; die j'igt man an, dann werden Zeuaen vkrnom inen, iirb so ha: man doch noch einen kleinen edenveroientt mik Z?ugenge bühren, die der Staat bejahte muß. wenn nichts aufkömmt !' Die Glücklichen. .tzerroott. 'S Hat'S Niemand besser. :oie die F'.nar!zm'Nlft.r. illwklt Sch.töe m"b,n und ii tin5'verrt ttrton " Ein neuer mildernder Um stand. R'chte?: .Angeklagter, haben Sie noö etwas dtizusüen?" Angetiagter : Ich bitte. die ml'erable BertöeioiqungS ,köe des Herrn Doktor Meier als mik cernden Umstand beim Strafausmak oerücksichtigen zu wollen." Bescheiden. .Sie, Me-ster, habe S' denn g kine Beschönigung für mich, s,e qla c.en gar nicht, mit wenig Ärdklt ich tuttleben bin ! 1 Neue Eiildeckuntten. Obgleich manche neue und wichtige Entdeckungen in den verschiedenen Wissenschaslen in jüngster Zeit gemacht wurden, so ist doch keine derselben von größerer Wichtigkeit für das Publikum, als die Entdeckung, welche kürzlich durch Herrn Dr. lschoop gemacht wurde und welche die Aufmerksamkeit von Aerzten, sowie Laien in allen Ländern aus sich gelenkt hat und welches de Entdeckung 0er Ursache von chronischen Krankheiten deö Magens, der- Leber, der Nieren und ankeren inneren Organe einschließt. Dieser Arzt fand, daß die Ursache in gewissen Nerven, welche diese Organe kontrolllren, liegt und durch die Verordnung von Dr. Schoov'4 Wieder! ersteller. eine Arznei, weiche e? speciell für die Behandlung dieser Rer ven herstellt, wird die Ursocke und mit derselben die Krankhezt entfernt, in deutsches Buch, di.et?.ntkkckuna beschrei bend nebst Proben, wird an jeden Leser nach Swpfang einer Briefmarke frei versandt. Agenten gegen Salair und l?ommisson der langt. Man schreibe an ,At;. Tchc op, Racine. mV'.

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