Indiana Tribüne, Volume 17, Number 6, Indianapolis, Marion County, 24 September 1893 — Page 10
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2?fV Preisttckröntf.'ZNduürieodcr StaatS'Msstcllung, in Amerika so wohl wie in fremden Ländern, wo aidU Oel ausgestellt wurde, hat cS jedesmal die höchsten Diplome als das beste 'glittet zur Heilung von Schmerzen erhalten und zwar auf der Kr Zealenö ttussteUug. 1582. Lalentta nsi!rllug, 1882-84. Slncinuati Gewerbliche OuSpellung, 1884. California Ctaats.AnöZiellung, 1884. Louisdillc, Ky.. SnsSellung, 1884. KartjUai Staats.Suszleag, 1884. Dr. I. A. Sntcliffe, kkchalttgk sich a?ZAttef,licL mti u?derztlickkn ffsllea und mit esch!ti rnii Urinkrankhrkten. No. 05 Oft Market Strafe. C?ftcrStunbfit : bi 1 Ud? Br. 3H8 SKr ?latm. snntsz? owf senontiu.. Tel, llor 41. M, No. 38 Ost Ohio Straße. Lprechftuaden: 10 li Uhr Bormittag, 1 SiackimittagS und 78 AbendA. &snntstr,0 ooi S 3 litt aiimttteo. Dr. I. Btthlcr, Deutscher Arzt. Office und Wohnung: 337 Süd Delaware Straße. Offtce'Ttanden: 8 9 Uhr Vorm.: 2 3 Uhr airn.; 7 9 Udr Abend. Telkvhon 1445. .Dr. Wagner, Ossice : Zlo. 60 Gsl ßfyio Str. Of?etunde : 9 10 Uhr V:mttt?z. S Uhr -chmtttag. Vohnung: Cckevrosdwsd ud ftaeota Telesbon Dr. Anielia R. Keller, Office: 369 Süd Meridian Straße. H i OfficeStunden : 2 4 i i 7 8?! Telephon 907. 910 rsr Vorm. r Siadrin. ir AbcubA. DR. JßPJ2a.1l2zö3ar, Chirurg und Frauenarzt. Heilanstalt und Cffire: No. 19 Ost Mich'gan Stratze, (Scke kassackniette ocnue.) Täglich von l 1 Nkr. Sonntags auestlncmmen (. C. GverZs, Deutscher Zahu Aizl. 8j Nord rnnsyldni S:r Gas ird au0uit) aatclt. Dr. PFAET, Ossice: 134 Nord Pennsylvania Str. Okfiee-Ttunden von t Nbr Natm. No. 425 Madison Ndcnne. Stunden von 1011 Uhr Vorm. Vohnnn: 1V7 N.laba,n str. .SkeBcrontstr. '0 SBgff&o. Dr. BurShardt, Veuischer Arzt. Offtee und Wohnung: No. 382 Süd Meridian Str. Ossice'Srunden : 8bi Uhr Vorm. 2 bis 8 NHZZach. 7btS8UhrbdS. Sonntägig 9 Vormittag. Telephon 8. Dr. C. R. Schaefer, Zörzt irnb Chirurg, No. 430 Madison Avenue, nahe MorriS Str. Gvreckkunden : 7:A 9 Uhr Morgen. 1 Uhr achmtttag. 7:Z0-9 Uhr Abends. Telephon 282. CIIAS. G. MUELLER, Deutsche Apotheke Nachfolger von W. W. Scott. Zlo. 667 Virgini prcmie.. Ecke Coburn Str. Telephon 1747. achtglocke an der Seitentbüre. iKetre Taal und acht sorgfältig gefüllt. Freie Ablieferung. Mary C. Lloyd, Zahnärztin, Zimmer No. 19, über Fletcber'S Bank, gegen über vom New Z)ork Store. Ferd. A. Müller, (schfolger tzo eorge Müller.) ApothekeV. Ate Vnserttgnng do Rezepte geschieht t Betl5ff1ßer. schverftSdig Setse. Südveft-Scke der OS Washington und Ost Otr.
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Silberminen in Nevada.
Treffliche Angaben über den Betrieb der Cilberminen in Nevada entnehmen vir einem Artikel des deutschen Pro1 sessors Niedler in der Zeitschrift für Deutsche Ingenieure"; e5 he'cht darin: Das größte Interesse in Nevada , nimmt die bekannte Vergstadt Virginia iCity mit den berühmten Comstock , Silbergruben in Anspruch. Die Fahrt nach der hoch gelegenen Bergsiadt bietet in keiner Weise die großartige Natur ! schönheit von Colorado und Leadville. I rrs er o" .. r:s ... tui crgc tevavuv jinu zu iui;i uuu wenigstens in unmittelbarer Nähe von Virginia City nicht so abwechslungsreich wie das Felsengebirge und entwickeln sich erst in größrer Entfernung am Tahoe-See und nahe der Sierra zu großartiger Schönheit. Die Fahrt, von Reno ansteigend über Carson City und mit der Gebirgsbahn nach Virginia City, bietet erst bei der Bergbaustadt Gold Hill Interesse. Dort wird ebenso wie in Leadville in einer Unzahl kleiner Schachtanlagen mit verhältnißmäßig kleinen Mitteln der Boden zerwühlt. Hinter dem nächsten Hügelzug liegt Virginia City. 18(30 Meter über dem Meere, eine rno derne, verhältnißmäßig hoch entwickelte Stadt mit breiten Straßen, großen Schulpalästen, Hotels und mit den großartigsten Schachtanlagen, welche nicht nur in Amerika, sondern überHaupt für Erzbergbau vorhanden sind. Die ersten Goldlager sollen durch auswandernde, Mormonen entdeckt worden sein, die nach Calisornien zogen, das Gebirge aber im Winter nicht überschreiten konnten und aus Zeitvertreib den Goldkörnern nachgingen. Viele haben ihre Apostel verlassen, sind zurückgeblieben und haben durch Goldwäscherei bel 5' bis 8 Dollar täglichem" Verdienst ausreichendes Auskommen gefunden. Darauf folgten andere mit kleinen Tagbauten. Tiefbauten waren mit kleinen Mitteln unmöglich ; die Entfernung von Kulturstättcn und von der Eisenbahn war damals, in den fünfziger Jahren, viel zu groß. Was nicht mit den einfachsten Hilfsmitteln geschaffen werden konnte, mußte unterbleiben. Erst später, als größere Erzlager aufgeschlössen wurden, wandte man sich der Silbergewinnung zu, und der Silberbergbau hat in Virginia City den größten je erreichten Maßstab, die größte Schachttiefe und die größte Ausbeute erlangt. Er ist mit großen Mitteln betrieben worden, und die maschinentechnischen Einrichtungen derdienen Fachgenossen gegenüber in Einzelheiten erwähnt zu werden. . Ende der !Oer Jahre wurden die ersten größeren Lager von Silbererzen in Virginia City entdeckt. Die Geschichte der Entdeckung wiederholt sich mit Variationen in den einzelnen bedeutenden Vergbaubezirken, und als Charakteristik ist sie werth, erzählt zu werden. Zwei Goldgräber hatten im G'birge geschürft und nur Minderwerthi7.es gefunden. Sie waren im Begriff, das Suchen aufzugeben, als sie an der Stelle, wo hete die Ophir-Grube liegt, eine Erzader öffneten. Sie fanden dort Gold und außerdem sehr reiches Schwefelsilber, welchen schweren schwarzen Stoff" sie als werthlos bei Seite schafften. Als der Ruf von der Entdeckung des Erzganges sich verbreitete, kam ein Mr. Comsiock und bewies mit seinem Revolver, daß er ältere Rechte besitze, ließ sich aber herbei, als Theilhaber der Unternehmung einzutreten. Er besorgte das Geschrei, die beiden Anderen die Arbeit, und schließlich wurde von dem neuen Fund so viel gesprochen, daß er den Namen Comstock-Lode" behielt und als so!' cher weltberühmt wurde. Der schwarze schwere Stoff" wurde nach Calisornien zur Untersuchung gesandt und ruf dort ungeheures Erstaunen hervor ; mit der Analyse, welche den großen Silberreichthum feststellte, kamen "Xo.v sende von Arbeitern und Abenteurern in's Land gezogen, welches bis dah'!n nur von wenigen Mormonen dünn lvölkert war, und am Fuße des 2310 Meter hohen Davidson-Bergs wur: eine neue Bergsiadt aus Hütten errichtet. Aus dieser Entdeckung unwissende? Goldgräber erwuchs der Reichthum der Comstock-Grube. der Reichthum der Mackays. Fairs. u. f. w., und die Berühmtheit dieser ersten amer'kanische.l Silbergrube ist in alle Welt edrungen. Der erste Abbau im Gnn stirß auf große Schwierigkeiten, ?z (zeiibte Leute nicht zu haben waren. Die taufende von Goldgräbern, die in's Land zogen, konnten als Grubenarbeiter nicht zählen. Die einzigen ..Sachverständigen waren die Milaner, unwissend zwar, aber im Handwerk erfahren, und was die Merikaner angaben, war für den Bergbau Gesetz. Erst zehn Jahre später wurden dcch amerikanische Ingenieure Pochweike angelegt. Die Ausbildung des eigentlichen Bergbaues ist fast ausschließlich durch deutsche Bergleute, ehemalige Freiberger, erfolgt. Durch diese wurden auch das Amalgamationversahren, die Erzröstung, der Schachtbau und der größte Theil der Grubenarbeit eingeführt. Als der Tiefbau fortschritt, wurden die größeren Wasserzuflüffe mit Urfache, daß der Erfindungsgeist uii großer Maschinen stark in Anspruch genommen wurde, und kalifornische Ingenieure hatten an dieser Richtung der Entwickelung den größten Antheit. Als der Bergbau große Ausdehnung, die Schächte eine bisher nicht erreicht? Tiefe erhielten, wurden auch die'Mu schineneinrichtungen für die damalig? Aeitebr bedeutend. , .
Mit dem Bergbau entwickelte sich die Stadt. Bei der Höhenlage int kahlen Gebirge war die erste und-othwen-
'digste Einrichtung die Wasserseitung, i da der Bergbau anfangs nahezu hin ! Wasser lieferte, sondern viel benöihigte. -Zuerst wurden Brunnen angelegt, die für den Bedarf bald unzureichend wurden, als die Aufbereitungsinülilen ihren Betrieb eröffneten. Euie Wassergesellschaft stellte Stolle.: her. die aber hauptsächlich Betriebswasser für den Bergbau liesern und nebenbei Was ser an die Stadt abgeben sollt?n. Der ! Zufluß war für den wachsenden Betrieb ; und schließlich selbst für die Stadt allein unzureichend. Es wurde be- : schlössen, ausreichendes und gutes , Wasser von den hochgelegenen Seen der 'gegenüberliegenden Sierra zu holen. ! Hierbei nrnßte aber das etwa 600 ! Meter tiefe Washoe-Thal überschritten werden. Die Proiectirunq und Ausi sührung wurde dem Ingenieur Schüß?er in San Francisco übertragen und 1873 vollendet. Es wurden 11 Km. Röhren don 0.3 Meter Durchmesser v?rl,it. ausreichend für 7500 Cbm. i gliche Wassc:v7:so?gun.z. und ba5 lhal wurde dura) c:n:n Syphon über 'chritten. mit einer Wasscrpressung von S2ö Meter Höhe im unteren Scheitel. Die Einströmungsstelle in das Versorzungsrohr lag 142 Meter höher als ?as Ausgußgcrinne. Die ganze Rohrleitung wurde mit genieteten Blechröh- ! ren von 8 Millimeter Wandstärke un!!en. 1.6 Millimeter Wandstärke oben ?ergestellt. 1859 bestand die erste Ansiedlung nur aus Erdhöhlen und Zelten, 1860 war Krieg mit benachbarten Indianern zu führen, 1863 war die GoldgräberKolonie eine richtige amerikanische Stadt. Ein alter beliebter Einwohner. Virginia genannt, hat die Stadt mit , einer Whi.skey-Vottle" getaust. Sie i war nach amerikanischen Begriffen 'lFire Proof" hergestellt, nachdem zahlre:che Feuer rnele Verwüstungen in den ersten Ansiedlungen angerichtet hatten. Mit dem Reichthum kamen die Abenteurer und das Gesindel in's Land gezogen. Gewalt und Mordthaten wa- , ren an der Tagesordnung, und es folg- ' ten Jahre der Ordnungslosigkeit. Ein !Vigilance Committee" machte Mitte der sechziger Jahre dem Unwesen ein Ende. Die Schuldigen wurden aufgehängt. 1862 wurde die Gasleitung hergestellt ; im selben Jahre erschienen auch schon zwei tägliche Zeitungen und eine wöchentliche. Die Zahl der Einwohner betrug 1863 schon 20.000. Wie in den meisten amerikanischen Städten zerstörte ein großes Feur (1875) 2000 Gebäude und die meisten ! Schachtgebäude. Dies ist kaum trag! scher zu nehmen, als die alljährliche Zerstörung von hölzernen Städten durch Cyclone. Die Städte sind eben darnach gebaut, und so rasch die angeblich feuerfesten Häuser von Virginia City zerstört wurden, eben so rasch ent- , standen sie wieder. Der Neubau begann ' am selben Tage, an dem das Feuer gelöscht wurde. Die Vergbauünternehmungen waren besonders thätig und konnten trotz der großen Zerstörung nach 60 Tagen den Betrieb im ganzen Umfange wieder aufnehmen, und nach 60 Tagen war die ganze Stadt neu erstanden. 1869 wurde mit einem Kostenaufwände von 3 Millionen Dollars die ! Eisenbahnverbindung mit Reno 'und der Pacific-Bahn hergestellt. Die srühere Verbindung, auch für den Bergbaubetrieb, die Zufuhr an Material und Maschinen wurde ausschließlich durch Karren, bis zu 16 Pferden bespannt, besorgt. .Die Personenverbin dung wurde mit Postwagen besorIt ; die Verbindung mit Calisornien durch Maulthierkarawanen. 50 bis 100 in einer Reihen Von dort aus wurde alles Grubenmaterial, Maschinen u.s.ro. zugeführt. Das gesummte Erträgniß in Millionen Dollars bis zur Einstellung des Bergbaues betrug bei der Ophir-Grube 20, Cäl. und Consol. Virginia 65, California 46. Savage 16.5, Hall und Norcroß 11, Chollar 16, Gould und Curry 15,5. Crown Point 22. Welcher 5 xx x Sonxit die Geschichte des bis' Anfang der 80er Jahre mit unerhörtem Glück entwickelten Bergbaues. Hieran schließt sich folgende Leidensgeschichte : Die Temperatur des Grubcnwassers wurde immer höher. Die Gelehrten Europas interessirten sich lebhaft für die bishet noch nicht vorgekommene starke Erwärmung in den bedeutenden Tiefen, wo Wassertemperaturen bis zu 80 Grad C. erreicht wurden. Zahlseiche Unglücksfälle durch Verbrennen waren an der Tagesordnung, und der Betrieb konnte gerade während der Zeit der besten Ausbeute nur durch besondere Ventilationseinrichtungen aufrecht erhalten werden, durch Anlage besonderer Eiskühlkammern. n welchen die Arbeiter nach ungefähr zweistündiger Arbeitszeit sich abkühlen konnten. Ohne Eis war das Arbeiten in der Grube überhaupt unmöglich. Am Kombinations-Schacht z. B. betrugen die Kosten für Eiskühlung allein durck schnittlich etwa 1300 Dollars im Mo. nat. Tie vielen gelehrten Beobachtungen über diese ungewöhnliche Temperaturzunähme sind aber hinfällig gegenüber der einfachen Thatsache, daß in ganz Nevada in geringer Entfernung von den Erzbergbauten heute noch heißt Quellen unmittelbar zu Tage treten und daß durch den Bergbau solche heißt Quellen aufaefabren wurden. Se lange die Ausbeute eine reiche war. wurden die ungewöhnlichen Betriebs ' schwierigkeiten, welche das heiße Masse? schaffte, durch Aufwand großer Mitte! und großer Kosten überwunden. Die ' zufließenden . Waffermzngen.. wurden
aoer für den elneo ver resvauren ungeheuer große, so daß selbst die vorhandenen großen Pumpwerke auch in Verbindung mit dem Sutro-Tunnel immer unzulänglicher wurden. Jm Februar 1882 wurde in 825 Meter Tiefe auf der Exchequer-Grube viel Wasser angefahren und die Grubk ersäuft, ebenso die benachbarten Gruben Alpha, Jmperial, Kentucky, Crown Point, Belci,u', Overman und Caledonia. Die Wasser konnten nicht gehalten werden, und alles bis auf 825 Meter Sohle war unter Wasser. Die Pumpwerke wurden in Betrieb gehalten, um den unterirdifchenWasserzufluß der Exchequer-Grube zu bewältigen. Hierbei stand aber als leistungsfähige Anlage nur Jellow Jacket zur Verfügung. Unter den Interessenten konnte : eine Vereinbarung über die Betriebskosten nicht erzZelt werden, sodaß Jel-; low Jacket Ende Februar 1832 den Betrieb einstellte, worauf dann die Gru-'
ben bis auf die Hol-e des Sutro-Tun-, nels ersoffen. In vollem Betriebe stand - damals ! nur nrtf) der Kombination-Schacht (990 Meter Tiefe). Die Ausgaben waren aber zu hohe, und der Betrieb wurde 1886 eingestellt, obschon die Wasser noch bewältigt werden konnten. Der Mezican Union-Schacht hatte noch Betrieb in der 825 Meter-Sohle. stellte aber auch wegen zu hoher Betriebskosten 1885 den Abbau und die Wasserhaltung ein. Gegenwärtig sind über 200 Kilometer Grubenstrecken unter Wasser. Die Wassertemperatur vor dem Einbruch betrug zwischen 60 und 70 Grad C. Die Tiefbauschächte hatten außerordentlich viel gekostet, insbesondere für die Wasserhaltung waren für damalige Begriffe und für die dortigen Verhältnisse äußerst kostspiclige Anlagen hergestellt worden. Die .Unternehmer derloren das Vertrauen in den sicheren Betrieb der Tiefbautcn und wollten auf die zweite Schachtreihe zurückgehen, wo bauwürdige Erzgänge zurückgelassen worden waren. So blieb der Betrieb unterhalb der Sohle des Sutro-Tun-nels endgiltig eingestellt. Damit ist der Bergbau von seiner ursprünglichen Höhe immer mehr zurllckoea.ana.en und fristet heute nur noch ein kümmerliches Dasein. Der große Wassereinbruch ist dabei nicht die alleinige Ursache dieses gewaltigen Rückganges ; seine tiefere Ursache liegt in der immer geringer werdenden Ergiebigkeit der Erzgänge. Die große Ausbeute hatte schon Ende der 70er Jahre aufgehört, 1831 und 1832 hatten die Erträgnisse mehrerer früher reicher Gruben die Betriebskosten nicht mehr gedeckt. Die 5kosten der LJasserHaltung insbesondere waren unverhältnißmäßiz große. Die Theilhaber wollten reiche Aus beute haben, aber sich zu keinerlei Ausgaben verstehen. So ist der Bergbau heruntergekommen und beschränkt sich gegenwärtig auf winzige Abbauten in minderwerthigen Erzgangen und Aufschlußarbeiten, wahrend die Mehrzahl der Schächte nur noch nominell in Betrieb ist. Der .Betrieb" beschrankt sich auf das Halten eines Wächters, weil nach dem Gesetz eine Ausgabe von 100 Dollar im Jahr für jeden Bergbau aufgewendet werden muß. wenn nicht die Berechtigung verfallen soll. Das Halten eines Wächters wird als das billigste Mittel betrachtet, um dieser gesetzlichen Vorschrift zu genügen. Gegenwärtig werden einige früher zurückgelassene minderwerthige Erzgänge und in Brand gerathene Grubenselber abaebaut, und die Aussichten aus künftige reichere Aufschlüsse sind sehr gering. Die ungeheuer reiche Ausbeute, welche Virginia City früher lieferte, gab Veranlassung zu zahlreichen Schürfungen in der Umgebung von Virginia City. ebenso in Leadville (Colorado). Buttk City (Montana), sowie in den im slldlichen Theile von Nevada und Utah o legenen Silberdistricten. überall in der Hoffnung auf Erschließung einer gro ßen Vonanza". Ertragsfähig sind von den zahllosen neuen amerikanischen Erzbergbauten nur wenige. Außer den Calumet und Hecla-Kupfergruben am Oberen See, der Anaconda-Grube (Montana), sowie einigen kleinen Goldgruben gelten die amerikanischen Erzbergbauten auch ohne den seit Iah ren niedrigen Silberpreis als zweifelhaste Speculationen. Virginia City ist seither eine kleine Stadt von etwa 6000 Einwohnern ge worden, in der es heute äußerst still hergeht, und nur die groß angelegte Stadt, die großen Schachtanlagen und einige prächtige' Gebäude sprechen von vergangenen Zeiten. Die Kapitalisten haben ihr Interesse- an Bergbau rnrt Tunnel, meist rechtzeitig, verkauft. Bergbauaktien, auf einen oder wenige Dollars lautend, sind heute in den Händen kleiner und kleinster Leute in San Francisco und anderen Städten, und das oft starke Schwanken des Kur ses und der Hoffnungen wird ohne jeg lichen Zusammenhang mit den wirkli chen Bergbauverhältnissen von den Händlern besorgt. Ein Weinkenne?. Karl Vraun.WieSbaden, der kürzlich verstorbene Politiker und Schriftsteller, trieb neben etlichen anderen Dingen auch Weinkunde mit redlichem Eife und so glänzendem Erfolge, daß ihn w!. X' s : . in c.i n: w ' oic viuonc rinn ui ucuiigiuguiücn Weinkennerschast umstrahlte. Minister von Friedenthal hatte auch davon ge. hört und wollte Braun einmal auf di Probe stellen. Ter Minister hatte groß( Gesellfchast geladen; vor zahlreiche? Korona sollte Braun um den Ruf d Wein-Meisterschaft' gebracht werden. Schon war manches erlesene Flüschchen i aeleert. und der Wirth dachte. da ditj
unge des Eastes an Feinheit ringe büßt haben könnte, da wurde dieser aufgefordert, seine Wissenschaft zu zci gen. Frau von Friedenthal selbst überreichte ihm die aller Ursprungszeichen ermangelnde Flasche. Außer Braun war ein zweiter rheinländischer Abgeordneter anwesend, auch einer mil Weinknochen". Beide zogen sich zur ernsten Arbeit in ein Kabinet zurück. . Nach dem ersten Nippen sagte Brauns Kollege: Nüdesheimer Hinterhäuser, zweifellos Äüdesheimer Hinterhäuser." Braun nickte zustimmend, und der Andere fragte: Wollen wir sofort in den Saal zurücktehren?" Noch nicht," erwidert;
Braun, und nipvte wieder. Hören Sie, lieber College, der Rüdesheimer hat einen Doppelgänger, zum Bermech sein ähnlich, es ist ein Hattenheimei Riesling, der wenig bekannt denn der Berg, auf welchem er wächst, hat geringe Ausdehnung. Tiefen Hattenheimer werden wir hier vor uns ha ben.". Der zweite Experte bemerkte: Allerdings ist unter den Hattenheimer Gewächsen eins, welche ganz den Ri desheimer Charakter hat. Aber ich sollte meinen, die große Hinterhaus Kreszenz anzunehmen liegt doch näher, als das kleine Stuck in Hattenheim." Braun sagte schmunzelnd: Umge kehrt. Ich habe nämlich zufällig dieser Tage gehört, daß ein Verwandter Frie denthalS einen Theil jenes Hattenhei mer Bergstücks angekauft hat." Beide lachten herzlich und kehrten in den Saal zurück. Mittlerweile hatte Frie. denthal die Gesellschaft in's Vertrauen gezogen, wie Braun hineingelegt feiUnter allgemeiner Spannung trug die. ser die Eigenthümlichkeiten des RttdeSheimer Hinterhäuser vor, die sich alle in dem geprüften Weine vorfänden. Schließlich aber kam die Entscheidung, daß ein minimales Element, ein fluch' tiges Salz, leicht wie ein Frühlingshauch, diesem Weine eigen sei, welches nicht dem Rüdesheimer, sondern einem kleinen Brge in Hattenheim angehöre. Da erscholl ungeheurer Jubel, Frieden that war dem Spotte preisgegeben, allgemein wurde gerufen: Braun ist wirklich unfehlbar, der Papst! de, Weinpapst! Unnö thi ge Sorge. Liede Emma, ich habe Dich schon so oft gebeten, mir zu sagrn, von wem die Locke ist, die Du wie ein Heiligthum in Tei nem Medaillon bewahrst und nie hast Du mir Rede gestanden. Dies hat mir schon manche schlaflose Nacht bereitet und der Tcu'el der Eifersucht umgarnt mich mehr und mehr. Heute nun verlasse ich Dich nicht eher, bis durch eine Antwort von Dir jeder Zweifel von mir genommen ist oder ich stehe für nichts ein! Du hast also unser ferne reö Lebensglück in der Hand!" Wenn Du mir solche Schreckbilder vor. malst, Alfred, muß ich schon mit der Sprache heraus; die Locke ist von meiner letzten Puppe.Unangenehme Renommage. Gast: Tie Suppe ist versalzen.... Ihre Köchin ist wohl ver liebt? Wirth: Keine Spur! Die alte Schachtel renommirt nur da mit!" Beim Abschied. ..Und bleibst mir auch treu, Alma, bis ich wiederkehre?" Bis in den Tod!" Wenn aber ein Anderer um Dich an hält?" Dann trennt uns daZ Schicksal!" Zu vertauschen Mehiere groize und k!ei,,e Farmen nahe der Stadt, darunter 12 Acker, VA iRciicn südlich, mir 2ftSigcm Backstelnhauö, großen Stauungen, nebst anderen nöt. igen Ge ?äu ichkeiken, meistens neu; ei Acker mir Urin r'den nebst allerlei Torten von Obstbäumen und Beeren in trag'äh.grm Alter. $e Gebäude stehen auf einem Hügrt. der allmähliq na cd Osten, Süden und Ersten biSllt; der k,esarttj,e Unter gründ ist geeignet für rine Gärtnerei, weift letzt auch darauf verrieben wird. v ist die schönste Lage sudlich vo , d?r Tradt, vaS noch jcder zugr stand dem :ch cS zeigre und das B'sivthum wird iur wegen Älteres vwSche dcS Eigenthümers veräu, err. Zu veka ufen: Eia Hau an öendricksstrahe mit sieben Zimmern. Sveisekam er und Keller, Brunnen und Ltsterne edst zrouen Ttallungen. Da Grundstück ist 40 1 tut). Ebenfalls 4io. IM und 158 Otivestrafze. Srundftür Ctt im uft. Jrdes Sau5 bat 4 im mer und ist nur einen halben (ock vo der Pro fpectstrahe. (ZlSnkal'pstasrer.) au8 mit S rfira en, GaS, Wassern,, k, AbzugSkanal und aücn anderen ölhtge Berbeffnunge.'': kZlM.on. S. U. tibätiltT. On ik a kttnaun tsit. Sommer-Hüte. Wir haben ein reichhaltiges Lager derselben und in Anbetracht der vorgerückten Saison verkaufen wir dieselben zu herabgesetzten Preisen. Bamber W. Ecke Pennsylvania und ?Lsbina.ln Strsbe Schiffsscheme nach Europa, 920.00 bis S27S.00. Schiffsscheine von Europa, S2S.00 blS S27S.00. P. Pfifterer, Ofsi: o. 70 Ost Market Strße. Telephon 1002. JULIUS A. SCHULLER'S Weinstube, No. 106 103 Nord Meridian Str. Importiere und einheimische Weine im Gro und Kleinhandel. Cbamvaaner beim GlaS" eine Spciali tät. Meine geehrten unden finden allezeit, freundliche Bedienung und ein gemüthliches Plähchen.
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