Indiana Tribüne, Volume 17, Number 5, Indianapolis, Marion County, 23 September 1893 — Page 1
:l i - :: JL -... I S ) - V V r .y "V-J-.v S(Mi?-iy O r1h- sVs n KV AI V l w o w Jahrgang 17. Office: No. 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Indiano, Samstag, Cen 23. September 1893.
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-. -i Todes-Anzeigc. Freunden und Bekannten die trauiige Tlit theilung, daß Herr Iokiann Friedrich Voehm, Lamstag Morgen gezen 2 Uhr, i.a Ält:r vsn 80 Jahren v:rsied'n ist. Die Beerdigung findet Tonntag, den 24 Sept. vom Trauerhause, 400 Nord West Stro.ee, aus statt, wozu einladen Eduard Senninger nebst Familie. t:"-K: ttjty -i yzr&.jr&z&i Öeorno ilerrmaim !SichenbesisttsV, Office : 25 End Delavarestr. et33?: ISO, 122, 124, 12, 123 Ost Pearlstr. 31 ?. Oftm Taq un! 9te6t. Sprechet vor der Boicourt, Tyner & Co., M o n tt m c n t c, tn ranit oder VZarmor. Office und ÄrbettS ftStke: 32 & 34 Massachusetts Ave. Telephon 998. Fairview Park. Der schönste park in Zndiana, und eine hübsche Fahrt von 6 Meilen. Elektrische Waan verlassen Ecke 2llmoiS und Washington Straße über die Jlllnois lrapenraynnme aue w . . . i . r- rt tt. I Zvcmulen, uno uoer o,e ouege oe. Linie alle 20 Minuten. Der letzte Wzgen verläßt den Park um 11 Uhr 47 Min. Nachts. &1PtC2. TfQ---Z-' v '. 5VÄftÄ. ttZ. ' ? VW. st iw-: Schinsscheine nach Europa, $20.00 $273.00. Schinsscheine von Europa, 823.00 blö 8273.00. 1 SU täliiiiVV TIMW Offi: o. 7 O, Market Straße. elevbon Ittv. ; Sommer-Hüte. Wir haben ein reichhaltiges Lager derselben und in Anbetracht der vor gerückten Saison verkaufen wir diesel ben zu herabgesehten Preisen. n. W. Ecke Pennsylvania und ZZssbinqton Strafe. JULIUS A. SCHULLER'S Weittstttbc, No. 106 108 Nord Meridian Str. Jmportirte und einheimische Weine im Krok und Kleinhandel. Champagner .betMlaS" ernepectatt t. Mein, geehrten Kunden finden allezeit, . . t ! Y..TJ I . . . , . liii.: . u imdn tinn;n ni ,i,it. i dl. iicui ysvvv" j"( I freundlich! BeNenung und em gkrnu:yuqes Plätzchen. Warum in die Ferne schweifen. Sieh' daZ Gute liegt so nah Ist für alle durst'g?n Seelen Nicht d Friedrich leiS mehr da ? An der Süd New Jersey Straße Findet ihr mein gastlich Wer nur emmal drin gewesen, Will dann gar nicht mehr hinaus. Alle? ist bei mir zu haben, Tabak Whiskey. Bier auf üiS Und ein Lunch von extra Güte, Drum herein zum Friedrich KleiS, 154 S. New Jersey, Ecke Birg. Ave. ToZtaitUNcve Waro - Jiscr.- . . y cvrv . .c nrv . - lamnnungen. 1.W.rd: 423CMrd Avenue, jeden Tien. uau Mwiiv. 9, Ward: Ecke Hoyt Ave. und State Str. ieren Sonntaa Nacbm. 12. Ward : No.277 Süd Delaware Straße, jeden Mittwoch Abend. . i fliws n. 522 Nlrarnia Av?.. leien - y ffönntaa Vorm. - 14. Ward : 39 Smithsen StraSe. jeden reinwitV) Garbage Collectioncn. A..iif,;iir sinli Tfucht alle rsSumniffe in den Abholung an den regulären Tagen. Unkiöf f,F,fn der Ueberkorderunaen an den (ttu garbage Uollrckor. 83 Ost Market Str.. zu be ickten. OnkeTtunden LormittazS von 9 10
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Editorielles. Ein ?!ctt öorker Nichter stellte an einen Applikantcn um daS Bürgerrecht die Frage, wie viele Mitglieder das Unterhaus des Kongresses zähle,
und verweigerte ihm das Bürgerrecht, weil er die Frage nicht beantworten konnte. Dazu bemerkt das Cincinnati Volksblatt: . Die Frage war dumm. Hunderttaufende von Bürgern in den Ver. Staaten und zwar solche, die mit den politischen Verhältnissen deS Landes sehr gut vertraut sind, wären nicht im Stande, diese Frage unvorbereitet zu beantworten. Außerdem war die Frage ungerechtfertigt. Im Naturali-sations-Eeseh steht nichts davon, daß Nichter befugt oder berufen sind, Applikanten um das Bürgerrecht, einem Gramen über ihre Kenntnisse in der Politik zu unterwerfen. 3m Gesetz steht nur, daS Gericht solle sich überzeugen, daß der Applikant seit mindestens fünf Iahren in den Vcr. Staaten gewohnt hat und seit einem Jahre im Staate oder Territorium ansässig ist, wo der Sih des Gerichtes sich befindet, daß er ein Mann von gutem Charakter, den Prinzipien der Verfassung der Ver. Staaten zugethan ist, sowie die Ordnung und Wohlfahrt der Ver. Staaten erstrebt. Mit welchem Ncchte die Nichter sich herausnehmen, Applikanten einem Er-nnen über Kenntniß k tt nt. Politischen Einrichtn gcn unö Landessprache zu unterwerfen, a&ro(ut unvcrstädliZ." ' ' agcr h,ci5 ob tn Nichter dumm Vielleicht war er vielmehr boö Uat unb cqu in nativistischem Hasse Fragen, die nicht Einer unter Hunder. ten beantworten kann. Verbrechen wirken ansteckend, j, man mocyte Ta t aaen. eptrcrniicg. Wenn irgend ein Verbrechen gelingt. daS Aufsehen erregt und viel von sich reden macht, so kann man mit Sicherheit darauf rechnen, daß bald darauf das Verbrechen von Anderen wttderholt wird. ES kann uns nicht einfallen, die psychologischen Ursachen dieser r r ... t rsazetnung zu unreriuazen. wir oeanüaen:unS einfach mit der Constatiu q Ut Thatsache, welche schon längst , tl ' . . , beobachtet wurde, so daß man nch über die rasche Aufeinanderfolge der Ueberfa?e auf Eisenbahnzüge nicht besondecs zu wundern braucht. Wie jede andere Epidemie, so hört aber auch eiue solche einmal auf, und man braucht daher nicht zu befürchten, daß sich solche Verbrechen Jahre hindurch häufig wiederholen. . Trohdem wirken sie für den Augenbluk erschreckend, und cS ist ganz natürlich, daß man auf Abhilfe? sinnt. Da zeigt sich nun wieder die Sonderbarkeit des Amerikaners, der unter solchen Umstanden immer gleich mit einem Gesetze bei der Hand ist, und dex die sonderbare Anschauung zu haben scheint, daß Gesche und die Bundesregierunz allmachtig sind. Mehrere Schlauberger schlagen nämlich vor, ein Gesetz zu erlassen, welches die Verfolgung und Pxozessirung von . , . . , . , . Elsenbahnraubern ,i m s?iT0nhnhnrSiiti?rn i !1 hie .ISiitth her viwiitvtii " w Bundesbehorden legt. ES mag sein. vrtfi v , hUit rtr,.r v...n r0rrt- k mt, f " " W T -V W setz so lauten, daß die Näuber sich von den Bundesbehorden auch sofort er wischen la)en munen, oenn oas rwischen bleibt doch immer die Hauptsache. Oder das Gesetz müßte vormm l & rr schreiben, daß alle Eisenbahnräuber sofort auf frischer That zu ertappen seien, daS wäre gewiß auch wirksam. Bis dahin aber wird sich ein Empfang, wie der, den die Nauber vorgestern in Illinois fanden, als sehr praktisch er weisen, und tvxt uns aucy uoerzeugr, dak lunäckZi in oiesen Ueberfallen eme I r " Pse eintreten wird. Drahtnachrichten Inland. Wette rauösichten. ' , . , tri i ftut 3ndiona i Etn wenig kuhler: schzA Wter in der Nacht und am Sonntag. Das gestrige Eisenbahnun glück. Kingöbury, Ind., 22. Sept. Die Zahl der Todten bel dem gestrigen. Eisenbahnunglück belauft sich auf els, die der Verwundeten aus zwanzig. Schuld an dem Unglück trug die Nach-
lässigkeit eines Weichenstellers. Der Personenzug fuhr in zwei Abtheilungen. Ein Frachtzug stand auf dem Seitengeleise. Die Weiche war geschlössen und die erste Abtheilung deS
PcrsonenzugeS fuhr über daS Haupt geleise an dem Frachtzug vorbei, dabei daS Sigual gebend, daß eine zweite Abtbeiluna des ZuaeS folge. Warum nun der Weichensteller die Weiche trotz dem öffnete, bleibt vorläufig unerklärt, wahrscheinlich hatte er daran vergessen, daß eine zweite Abtheilung folge. Ee nug, die Weiche stand offen, die zweite Abtheilung des PersonenzugeS fuhr auf das Seitengeleisz in den Frachtzug hinein und das Unglück war da. Der Weichensteller ist verschwunden. Die Szene, die sich an dem Schauplatz deS Zusammenstoßes abspielte, war eine furchtbare. Die meisten Pas sagiere schliefen zur Zeit deö Zusam menstoßes und die Plötzlichkeit deS Kraches schien alle derart erschüttert zu haben, daß noch nach mehreren Minuten allcö still war. Aber bald erfüllten die Schmerzenörufe der Verletzten und Sterbenden die Luft. Nur wenige der Unverletzten hatten am Anfang Geistesgegenwart genug, Schritte zur Rettung der unter den Trümmern begrabenen Unglücklichen zu thun ; als aber bald daraus aus der Nachbarschaft die Bürger herbeieilten. wurde das NcttungSwcrk systematisch begonnen. Es war dies keine leichte Arbeit, da die Trümmer des Zuges eineu ungeheuren Haufen bildeten, den zu entfernen. eS riesiger Anstrengungen bedürfte. Erst nach zweistündiger harter Arbeit war es gelungen, den letzten Lebenden unter den Trümmern hervorzuholen. Und die Tobten konnte man erstaunter den Trümmern hervorholen, nachdem ein regulärer Konstruktion?zug mit Maschinen au Ort und Stelle angekommen w.r. .W. ÄluSland. D i e C h o e r a. Hamburg, 22. Sept. Zn dem hiesigen Hospital btsidcn sich neun Cholera-Krankc und acht, die an einer cholcraartig'n Diarrhöe leiden. Bis jetzt sind 54 Personen an der (5holera erkrankt und 14 gestorben. In Altona find heute vier Personen gestorben. Den in Altona stehenden Truppen ist der Besuch Hamburgs verboten worden. Berlin, 22. Sept. Die drei im Hospital von Moabit befindlichen verdächtigen Fälle sind heute für asiatische Cholera erklärt worden. Brest, 22. Sept. Die Cholera ist hier stationär. Gestern sind acht Persor.en an derselben gestorben. . .,... . D i e Ermordung Emin Pas ch a'ö. London, 22. Sept. Weitere Nachrichten über die Ermordung Eniin Pascha's sind vom Congo. eingetroffen. Diesen Nachrichten zufolge, war der Araber-Hauptling Said Ben Abadi von dem mächtigen Häuptling Muni Moharra aufgefordert worden, Emin zu ermorden und für den WeigerungSfall waren ihm selbst Tod und Berberben angedroht worden. Das Verbrechen wurde in Folge dessen auf Gcheip Said Ben Abadi'S von einem Führer Namens Ismally begangen. Die Ermordung geschah am 20 Oktober v. ?. und an einem vier Tagereisen von Nibonge gelegenen Ort. O. Eine leise Warnung. S t. P e t e r S b r g. 22. Sept. Die russischen Zeitungen sind offiziell von der Negierung gewarnt worden, in Zukunft einen, weniger gehassigen Ton gegen Deutschland anzuschlagen, wie t während der letzten Tage gethan haben. Die Regierung hat diesen Schritt ge than, trotzdem sie wenig Hoffnung hat, daß die jetzt in Schwebe befindlichen Unterhandlungen betreffs eineö russisch deutschen Handelsverträge? von Erfolg gekrönt sein werden. HchiffSnachrichten. - Angekommen in: New I o r k : Trave" von Bremm. Philadelpia: Pennsylvania" von Liverpool.. . .. . Mufiklehrer fl, Leppert, No. 217 yst Morris Straße, empfiehlt sich für den Unterricht auf Piano und Violine. Bedingungen mäßig. Dcr Unterricht wird auf Wunsch im Hause der Schüler erthM. '
Hiesiges. Wieder zwei Menschenleben.
Ein bedauernswerther Unfall, der zwei farbigen Arbeitern das Leben ge kostet hat ereignete sich heute Morgen um 9 Uhr in der Nähe der Irrenanstalt Dort wird nämlich von I. C. Power & Co. ein Abzugskanal erbaut, an dem etwa 15 Mann arbeiten. Man hatte einen etwa 15 Fuß tiefen Graben ausgeschachtet und zwei farbige Arbeiter Jack Woods und G. D. White waren damit beschäftigt noch mehr Erde herauszuwerfen. Man hatte die Seitenwande mit Bohlen be legt und dieselben durch Querbalken befestigt. Doch waren die Vorsichtsmaßregeln ungenügend, da durch den Druck der Erdmassen die Balken und Bohlen nachgaben und zusammenkrachten. WoodS muß in dem Graben aufrecht gestanden haben, denn ihm ist der ganze Brustkasten zerquetscht, während White jedenfalls gebückt war, denn ihm ist der ganze Schädel zerdrückt. Der Tod trat zum Glück bei Beiden, sofort ein. Der Coroner war bald zur Stelle.' Ts kostete diel Arbeit, die Leichen auö den Bohlen herauszubringen. Beide Todte waren in Haughville wohnhaft und etwa 30 Jahre alt. White war ledig, während WoodS eine Frau und drei Kinder hinterläßt. , Ke!n Straßenbahn Streik. Dem Gerüchte entgegen, hielt die Brüderschaft gestern keine Versammlung ab. Die Leute erklären jetzt, das k mit Ausnahme von ein paar Hitz köpfen. Niemand Lust zum Ausstande habe. ...... Interessant ist das Gespräch, welches ein Reporter mit einem der UnionBeamten hatte, weil man merkt, wie letzterer um den heißen Brei geht. Die Leute sind nach wie vor der Meinung, daß McLean ihre Brüderschaft sprengen wolle, aber das darf man natürlich nicht sagen, und muß sich überdies noch zusammennehmen, überhaupt nichts zu sagen, denn das ist ja mit McLean ausgemacht. Einer der Union - Leiter wurde gefragt, ob er an die Absicht der Compzgnie glaube, ihre Verbindung zu zerstören, und er antwortete : Ich glaube nicht, daß solches die Abficht der Compagnie ist, noch glauben die übrigen Mitglieder daran. Die Leute denken, daß die Compagnie im Allgemeinen zu thun gewillt ist, waS 'sich gehört." WaS denkt die Brüderschaft von Herrn McLean V Wir haben nichts gegen ihn einzuwenden", war die Antwort. Ueber die jüngsten Entlassungen, sowie die ?keubesetzung der Plätze beklagen sich die Unionisten. Sie sagen, daß anstatt Hiesige anzustell-n, die Compagnie ihre Leute von auswärts hole. . Die Big 4. Bis zur Stunde ist es noch ungewiß, ob ein Streik erfolgen wird oder nicht. Groß-Meister Sargent bleibt allerdingö bei seiner Meinung, daß ein Ausstand vor der Thüre stehe, die Bahngesellschaft dagegen sieht die Dinge, äußerlich wenigsten?, mit Ge müthSruhe an und viele Angestellte begleichen trübe Erinnerungen an den Verlauf vergangener Ausstände. Betreffs der feiernden Kesselschmiede hat die Bahnverwaltung verfügt, sie als ausgeschlossen zu betrachten, wartet aber ob sich nicht der eine ydcr andere wieder meldet. Erbschaftösacben. DaS Testament deS John Frederick Boehm wurde heute Morgen bei Ge richt deponier. DaS Testament ent hält nachfolgende Bestimmungen. Der Schwiegersohn Edward Henninger er hält eine auf $1900 lautende Note von ebendiesem Henntnger an den Erblasser. Babette Henninger erhält die HauSeinrichtung und sein Stiefsohn Michael Wimmer die Summe von $0Q, Der Rest wird gleichmäßig an die Enkel len)...:. .-v v o.i . i'wmt,i.uiuufv uno i)Tcocna Penninger und Anna Smith vertheilt. Edward Santo stellte als TerffgrnentsVollstrecker $2000 Bürgschaft.. . ! 'Charles Cor leistete als TestamentsVollstrecker deö Geo. Cooler Z2200
Börgschaft.
Theresa Bause leistete als Administratrix des Nachlasses des William Bause $100 Bürgschaft. John Lecklider stellte als Adminiftrator des Nachlasses des John Og-
leöby Z1800 Bürgschaft. Als Vormund der minderjährigen Olwar Bennett und Otto Bennett ftell'e Sarah Black $200 Bürgschaft. Briefliffe. 7 Indianapolis, S3. Sept. 1893. Herren. 1. Adelmann A. H. 2. Winder arl. 3. Weingarth Jacob. Damen. 1. Heisler Irma. E. P. Thompson, Postmeister. - Volizeigerlcht. Robert Lester, der 18jährige beim Einbruch Ertappte, wieg ein Verhör zurück und wurde an die Grand Jury verwiesen. , " Maggie Laird, von der grünen Znsel gebürtig, hatte sich einen Kapitalrausch angepfiffen nnd mit ihrer Nachbarin Sarah Gordon ein Wortgefecht angefangen. Die schwatzmäulige Irin kriegte natürlich die Oberhand, aber Sarah, auch nicht faul setzte ibre Gedanken in die rächende That um und hieb ihrer Gegnerin ein paar gehörige Schellen hin und zeigte, daß sie darin doch über sei. Wegen Sauf und Schlmpfertravaganzen wird Maggie 22 Tage im Arbeitshaus verbüßen, wahrend Sarah die deftigen Ohrfeigen mit 511 berichtigte. ChaS. Williams, ein Neger, der hnmal dümmer aussieht, als erwirkVist, war beschuldigt, gestern ganz .hörig besoffen gewesen zu sein, und zum war daS die dritte Anklage. Der Kadi setzte schon die plssende Miene auf, um dem Armen das Unghörige und Anstößige feiner That in einer be sonderS tüchtigen Dosis Arbeitshaus fühlen zu lassen. Der Belastungszeuge, Polizist Wilson, sagte aus, daß der Grad deS NauscheS ein solcher war, daß Williams zur Balancirung seines Leichnams der ganzen Straße benöthigte. Des Kadis Gesicht wurde noch um einen Grad ernster und unheilverheißender.. Da überraschte Williams den Richter sowie die Zuhörer mit der mit ernstester Miene und verblüffender Sicherheit vorgebrachten Aussage, daß jene momentanen Schwankungen gestern zwar nicht von einer Störung in der Bewegung in der Erbaue, sondern durch eine Pfeife zu starken Tabaks hervorgerufen wurden. DaS war dem Kadi zu starker Tabak, als daß er'S ihm geglaubt hätte, aber mit $5 Buße kam Williams diesmal dadurch doch weg. M. A. Smith und I. Fitzgerald sollten sich gerauft haben. Fitzgcrald trägt die Spuren deS Gefechts an feinem Kopf. .Fitzzerald behauptet nun, daß der Kerl, der ihn geschlagen, nicht Smith war. Beide wurden deshalb von der Anklage der Körperverletzung freigesprochen. Um aber sein richterlicheZ Gleichgewicht wiederzugewinnen, diktirte er dem Smith, der im Besitze eines häßlichen Schlagrings gefunden wurde, eine Geldstrafe von $10). Recht so, wenn dieser Kadi auch nicht gerade als Jurist leuchtet, so weiß er doch, waS diesen Messer- und Revol verHelden und ähnlich?: Gesindel ge bührt. Wm. Grifsin wurde nach gehabtem Verhör unter dem Verdacht, in eine Schmiede in Nord Indianapolis eingebrochen zu sein, den Großgeschworenen überwiesen. W , 1 Zltwt Klagen. Am 22. Zuni d. 3. wurde Sullivan HilligoeS zum Massenverwalter deS Holzlagers von Charles Dale k Co. ernannt. Unter den Aktiva befanden sich 15 Stammaktien, die von Wm. RhodeS übernommen aber nie bezahlt wurden. HilligoeS hat den RhodeS nun auf Bezahlung deS Nominalwert theS der Aktien, ZI, 500 verklagt. Die McCormick Mahmaschinen-Ge-sellschaft hat die Eisenwaarenhändler Hildebrand & Fugate auf $1000 verklagt. Hiervon sind $241 auf eine Note fällig, daS übrige ist für gelie- , ferte ZZaare. ! Die Vq.n Camp Eisenwaaren-Ge-segschaft hat tlae Notenklage auf $314 gegen dieselben Verklagten eingereicht. r- Warrick H. Riplcy überschrieb gestern Nachmittag eine Jnve.ntarhrzpothek von
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