Indiana Tribüne, Volume 16, Number 353, Indianapolis, Marion County, 10 September 1893 — Page 4
Jttdwna Tribüne. Erscheint glich und Sonntags.
Die tägliche Tribük-koyri durch den Tröge, ! JICcntS per ßoAe, die Sonntag.Tribüne' 6, (Stati per Woche. Beide zusammen 16Cent oder , Sem perMonat. PerPoft,uzeschi in VorauSdezalzlung V per Jahr. ! - Ossice i No. 18 Tii) Alabama Str. Sndi na;clil,3nb.,10 September '33 i Torfmoorbrände in Holstein. Durch die außerordentliche Trocken ! heit des vorigen Monats wren die ; Torfmoore, deren die Karte von Kolstein so viele zeigt, in einen Zustand ; versetzt, in welchem die kleinste Unvor- j slchtigkeit genügte, um einen Brand ; zu entzünden, der sich in wenigen ; Stunden übet Quadratmenen fortpflanzte. Um Leben und Eigenthum der Anwohner sowie die angrenzenden Forsten zu retten, mußten große Ar beiten ausgeführt und an verschiedenen Stellen die Truppen aufgeboten werden, wodurch eö denn nach Hinzu tritt nasser Witterung gelang, des Feuers Herr zu wden Der bedeutendste Brand betraf die zroße Moorfläche zwischen Wrist, Üramstedt und Barmstedt. Dort war ine Strecke von etwa etwa 10 Kilom. Cänge und Breite bei Gelegenheit einer Schießübung in Brand gerathen. Das Feuer hatte so plötzlich um sich gegriffen, daß es am 9. Juli die im Biwak liegende Artillerie buchstäblich zuZsengte; Sättel und Gepäck verbrannten zum Theil, während Men schen und Pferde einen äußerst eiligen NLckzug antraten. Am 10. wurde vas Pionier-Bataillon telegraphisch zu Hilfe geholt, das schon einige Tage vorher im Bokelholmer Moor gelöscht hatte, drei Bataillone Infanterie und :in Telegraphen-Detachement folgten. Nun wurde rings um die brennende Fläche ein Graben bis unter dieMoor schicht gegraben, und es gelang, das Ueberspringen des Feuers über denselben durch Tag und Nacht fortgesetzte L'öscharbeit so lange zu verhindern, bis der Himmel einEinsehen hatte und Anfang vorletzter Woche durch zehnstündigen Regen das Feuer so weit dämpfte, daß nun direct gegen dasselbe vorgegangen und durch Ausgrabunzen und Ablöschen der unterirdisch weiterglimmenden Brandherde dieGefahr beseitZzt werden konnt?. Geienwärtig sind bis auf ein geringes Äacht-Detachement die Truppen wieoer in ihre Standorte zurückgekehrt. Sie blicken auf eine anstrengende Zeit zurück 14 und mehr Nächte im Biwak abwechselnd durchgeregnet und angebraten. Die Erfahrungen, die man bei dieser Gelegenheit gemacht hat, dürften aber bei zukünftigen ähnlichcn Ereignissen äußerst werthvoll sein. Landschaftlich muß man im Moor verschiedene Bilder unterscheiden. Wo 'Heidekräuter (Erika vulgaris und tetrali?) eine gleichmäßige fußhoheDecke, der Torf eine schwache Schicht über Sandboden bildet und der Fuß überall hintreten kann, sieht es nicht an ders aus wie die Lüneburger Heide oder die Geesteheiden überall in Norddeutschland. Ueber diese Strecken ist das Feuer dahingegangen wie ein Präriebrand, mit dem Winde vorgehend mit hoherRauchwolke, langsamer aber sicher auch gegen den Wind anbrennend, ab und zu mit Heller Flamme, wenn eine Fichtenschonung erfaßt wurdc,Menschen und Thiere bedrohend und durch Menschenhand ohne vorbeleitete Gräben nicht zu hemmen aber die Gefahr geht rasch vorüber, wo die Heide schwarz gebrannt und der Rauch verzogen, ist das Feuer zu Ende, die schwarzen Stoppeln der Erika beginnen, wenn es regnet, in einigen Tagen sich mit kleinen grünen Spitzen zu überziehen, und nur der Förster sieht in den verbrannten Schonungen die Kunst langjährigen Flei ßes endgiltig vernichtet. Anders war tl in den mit tiefern Torfschichten derscheuen Theilen, z. B. dem königlich Großen Moor bei Lentföhrden. Hier entzündete sich durch den über die Oderfläche dahinstürmenden Brand die Torfschicht so tief, wie die Wurzel der Pflanzen nach unten reichen, etwa 50 Centim. tief. Die noch tiefer liegenden, schon ganz zu einer gleichförmigen Masse vereinigten ' Schichten brennen wegen Mangels an Luft führenden Röhren meist nicht von oben an, sondern kommen nur da in Mitleidenschafi, wo die Moorcultur tiefe Gräben gezogen hat, in denen dieTorfschicht mehrere Meter hoch zutage tritt, sonst voll Wasser, jetzt aber infolge des Zurücktretens des Grundwassers trocken wie Zunder bis auf die tiefste Sohle. Es entzünden sich von vorn herein nur einzelne, über die ganze Fläche vertheilte Stellen, manchmal .auf weite Strecken ohne Zusammenhang, wie denn auch der oberirdische Brand bei Windstößen unregelmäßig in Sprüngen sich fortpflanzt. Wenn es möglich wäre, gleich nach dem Abbrennen derHeidekrautschicht genügend Leute zur Hand zu haben, um die einzelnen Stellen, an denen das Feuer die untern Schichten ergriffen hat, löschen zu lassen, so würde man deS Feuers noch Herr werden können. Ist dieser Zeitpunkt versäumt, haben sich die Feuerherde erst zu großen Flächen zusammengezogen, so ist MenschenHand vorerst nicht im Stande, zu lö schen. Zudecken mit Sand, das vielfach empfohlen wird, und Ausgießen mit Wasser hilft gar nichts, der Brand glimmt unterirdisch weiter und kommt nebenan wieder zum Vorschein. Im LentVbrder Moor smd die Brandltel
len noch nach mehrtägigem Regen nicht alle abgelöscht gewesen, sie wurden schließlich einzeln ausgegraben und die qualmenden Torsklötze in besonders dazu gegrabenen Wasserlöchern ertränkt und ausgerührt; ließ man die Torfstücke ganz und tauchte sie nur unter, so glimmten sie im Innern weiter und entzündeten sicü wieder, so alt das eingegoene aer argelausen war. Die Landschaft im abgebrannten Moor erinnerte an Sodom und Gomorrha. Anfangs lag nock ein weißer Rauch über der schwarzen Fläche, einzelne Rauchwolken tanzten darauf umher und flatterten windhosenartig in Trichtersorm darüber hin, später sah man nur noch eine einzige endlos schwarze Fläche. Von einer Wache, die die Pioniere in den spätern Tagen auf einem Hügel mitten im Großen Moor hatten, um von dort mit dem Fernglas aufsteigende Rauchwol. ken zu finden und zu signalisiren, sah man ein wahrhaft trostloses Bild, ringsum schwarze Fläche, am Horizont die Hünengräber zwischen verkohlten Schonungen und darüber ein trostlos grauer Regenhimmel. In dn Heide sah man ab und zu verkohlte Hasen und anderes Gebein, kein Vogel, kein Jnsect läßt sich in der ganz, Gegend mehr sehen, nur die hier so berüchtigte Kreuzotter die Schlange, die man. wie der Pionier sich in kühner Ueberragung aus dem Ezercierreglemeni ausdrückt, daran erkennen kann, daß sie sprungweise vorgeht" schien m großer Zahl sich verkrochen zu haben. Die Bewohner der Umgegend sahen die Sache mit echt holsteinscher Ruhe an; da zunächst meist siscalisches Gebiet in Gefahr war, kümmerten sie sich wenig darum, ja, es kam vor, daß noch in der Zeit dcr größten Trockenheit, als -s bei Lentföhrden schon brannte, in den Nachvar-'ioorcn nainu,. Torfstecher große offene Feuer anzündeten, um sich ihr Miiiagessen daran zu bereiten. Vine TchreckenSnacht.
Wenn der Winter seine Schneedecke für eine lange Dauer über die weiten Ebenen Rußlands breitet und alles erstarrt unter dem eisigen Hauche des Nordwindes, dann sammeln sich die, in der Sommerzeit allenthalben in Wald und Flur zerstreut lebenden Wölfe und gehen in Rudeln von oft mehreren hundert Stück aus Raub aus. Schauerlich dringt dann ihr Geheul .durch die Stille der Nacht, wenn sie der heftigste Hunger peinigt. Alljährlich fallen viele Menschen in Polen und Rußland diesen Raubthieren zum Opfer. Der Gutsherr Petrowitsch wußte, daß sich auch in der Nachbarschaft fei nes Gutes Wölfe gezeigt hatten, aber er hielt die Gefahr nicht für dringend und hatte daher das schöne klare Wetter benutzt, um mit seiner Gemahlin Kathinka dem nächsten Gutsnachbar einen Besuch abzustatten. Obgleich beide dringend zum längeren Äerbleiben genöthigt worden waren, hatte Petrowitsch dennoch den Rückweg angetreten, nachdem er sorgfaltig feine Doppelp:stol?n sowohl, wie die Vüchs. flinte frisch geladen, auch das lange und schwere Dolchmesser zum Griffe bereit um den Leib geschnallt hatte. In der düsterenTannenholzung hatt die Nacht schon ihre Herrschaft angetreten, als der Schlitten mit dem Ehevaar in dieselbe einbog. Horch! Da ertönte langgezogen und aus weiter Ferne das Geheul eines WolfeS. Um Gotteswillen, Mann, Wölfe!" rief verzweifelnd die Frau. Ruhig. Kathinka, ich habe sie schon längst gespürt, aber hoffentlich werden wir noch wohlbehalten nach Hause zu unseren Kindern kommenz'unsere drei schnellsten Pferde sind ja vor den Schlitten gespannt, die laufen mit jedem Wolfe um die Wette." Es schien auch, als ob er Recht behalten sollte; die Hälfte ic3 Weges lag. bereits hinter ihnen und das Geheul der im Walde dem Schlitten folgenden Wölfe erklang immer mehr und mehr aus weiter Ferne da stürzte das zur Linken eingespannte Pferd, indem es über einen auö dem Schnee wenig hervorragenden Wurzelknorren stolperte, zu Boden. Eilig übergab Petrowitsch seiner Frau die Zügel, sprang vom Schlitten und da er sah, daß das Pferd den Fuß gebrochen hatte, schnitt er mit scharfem Messer die Stränge entzwei, um das Pferd seinem Schicksal zu überlassen. Kaum war er wieder in den Schlitten gesprungen und hatte die beiden nun höchst unruhi - gewordenen gesunden Pferde, die ihrem Ka meraden ein letztes Lebewohl" zu wieherten, zum rasendsten Laufe angefeuert, da brachen auch überall aus dem Gebüsch die dunklen Gestalten der Verfolger hervor und ein röchelndes Aufwiehern des verlassenen Pferdes gab Zeugniß davon, daß die hungrige Rotte ihr blutiges Mahl begonnen hatte. Jetzt, Kathinka, gilt eZ Tod ode? Leben!" In wenig Minuten werden die Bestien mit ihrer Mahlzeit fertig sein, und durch daö frische Blut gieriger gemacht, uns nachstürzen. Nimm Du jetzt die Zügel, ich werde mit meiner Büchse und den Pistolen vom Rücksitz auS die Räuber erwarten. Wie Petrowitsch eS gesagt hatte,' so kam es auch. Kaum waren einige Mi nuten verflossen, so erhob sich ein geradezu entsetzliches Geheul und schon kamen die raschesten Verfolger zum Vorschein. Ganz dicht heran ließ Petrowitsch die ersten kommen, ein Dop pelknall und zwei Wölfe wälzten sich in ihrem Blute, um im Nu von den Nachfolgenden zerrissen und aufgefressen zu werden; so geschah eS tr( it Vnt ffT)Tt nftn VmiS Q.tl livvy Q vt gtvit iuuii vttfc vp jn yjwblieben wäre, von Neuem zu lad-n. Bereits war einer der Verfolger auf daö Hinterteil deS Schlittens gesprungen, tsotiiz er teiliä mit den daarscharfen .
wuchtigen Dolche von Vem AuM)errn so gezeichnet wurde, daß ihm jedes Springen für immer verging, und ein anderer wiederholt denVersuch gemacht, in den Schlitten zu gelangen, um die fahrende Gutsherrin zu zerfleischen, da bogen die Pferde um die Waldeseckt und die Gutsleute, welche das Schießen und das WolfZgehei'l gehört hatten. kamen mit Fackeln, Gewehren undSen sen ihrer Herrschaft entgegen. Vor den flackerndcnFlammen und der stattlick'en Anzahl Bewaffnete? swtzten die Wölf, und flohen dann in das Dickicht
des Waldes. . j Drei Tage nach dieser Schreckenfahrl ! wurde von den gesummten Gutsbesi' j tzern der Umgegend mit ihren sammt ! lichen Bauern eine Wolfstreibjagd in j dem Walde veranstaltet, wobei nich! , weniger als 165 Wölfe erlegt wurden. Aber nächtlicheSpazierfahrten wäh. rend d:3 Winters hat PetrowiUck trotzdem nicht gemacht. Seine Frau ig en'.schleden dagegen. Tk. Peters über Stanley. Dr. Carl Peters, der bekannte Afrl-ka-Erforscher, welcher nächstens in Chicago eintreffen wird, wurde während seines kurzen Aufenthalts inNew York von einem Berichterstatter eineZ anglo-amerikanischen Blattes Pflicht gemäß interviewt" und hat sich bei dieser Gelegenheit in ziemlich scharfer Weise über Stanley geäußert. Man schreibt mir die Aeußerung zu: Stanley sei gereist wie ein Gentleman, ich akr wie ein Brigant". sagte Dr. Peters. So habe ich sicherlich nicht gesagt. Das was ich erfuhr, wenn ichStrecken zurücklegte. dieStanley vorher bereist hatte, war durchaus nicht dazu angethan, mir eine solche Ueberzeugung beizubringen. Stanley hat seine europäischen Reisegefährten nicht wie Gentlemen" behandelt und sich also selbst nicht als Gentleman benommen. Während Herr Stanley selbst nur das Beste speiste, gab er seinen europäischen Gefährten dieselbe Nahrung, welche die Neger bekamen Das hörte ich .von den französischen Missionären am Victoria' See. Unter diesen Missionären befand sich Msgr. de Livinhac, der Nachfolger deS Msgr. Lavigerie. Die Missionäre besuchten Stanley in Usumbir und fanden ihn, oben an der Tafel sitzend, gute, auS Europa bezogene Speisen verzehren, ein Fläschchen Claret dazu schlürfend, während Emin Pafcha, Herr McKay und die übrigen Mitglieder der Stanley'schen Erpedition Reis aßen und Wasser dazu tranken. Es wurde mir auch gesagt, daß manche von Stanleys (weißen) Leuten ihre Zelte aufgeben und unter freiem Himmel schlafen mußten, nur damit Herrn Stanleys Wernklsten mitgenommen werden konnten. Dr. Peters wundert sich ferner dar über, daß Stanley in feinen Schriften und Vorlesungen behauptet, semeLeute wären oft in Gefahr gewesen zu ve? hungern. Das sei nun eme ganz un sinnige Behauptung. In den Gegen den Afrikas, welche Stanley bereiste, gäbe es genug Wild und die Bäche und Flüsse seien voll von Fischen. Stanley Vifa sdekiell sein una??Laak? am .muhrtmi" beschrieben. Gerade dieser Fluß aber fei sehr flschreich und auch cn Wild fehle es in den Uferländereien nicht. Wie also die Leute, denen eö -uch an Gewehren und Pulver und Blei nicht fehlte, da hatten Hunger leide können, sei Herrn Peters un verständlich. Dr. Peters selbst wäre nie in die Lage gekommen, mit seinen Leuten hungern zu müssen. Ans eine Frage deS Berichterstatters erklärt Dr. Peters, daß seine persönlichen Be ziehungen zu Stanley immer ganz freundschaftlicher Natur gewesen seien. Er sei sogar früher ein Bewunderer Stanleys gewesen und nur die Art, wie derselbe Emin Pascha und seine übrigen europäischen Reisegefährten behandelt habe, hatte ten gegen Stan ley eingenommen. Uebrigenö scheint Dr. PeterS auch die wissenschaftlichen Qualifikationen Stanleys ls For schungsreisender sehr bedeuhendi , in Frage zu ziehen. Herr PeterS sprach zum Schluß deS Interviews seine Ueberzeugung auS, daß Emin Pascha noch am Leben sei. Am Tage nach dem Interview (Dien stag) reiste der berühmte Afrikareisende nach Washington, von wo er nach kur zem Aufenthalte sich nach Chicago wenden wird. hinesen-Trunsport nach Bra siliett. Die Kulis von China haben endlicki das Land gefunden, wo man sie zu hundertkausenden verlangt und mit Freuden aufnimmt. Es ist Brasilien. Hoffentlich wird dies den Chinesen Zug von den Aer. Staaten ablenken. Tie Regierung Brasiliens soll mit der von China ein völliges Abkomme? über eine schließliche Chinesen-AuS Wanderung nach Brasilien getroffen haben. Diese Entwickelung ist von große, wirtschaftlicher und ethnographischem Bedeutung. Brasilien wird sein Plan, tagenwesen und seinen Kaffee-Hande! zum größten Aufschwung bringe können, aber zugleich sich eine Chine ,n-Frage aufbürden, gegen welche du iesige eine Bagatelle ist. Die eingeborenen von Dom Pedn mancipirten Negersklaven wollten nicht mehr auf denPlantagen arbeiten; sie zogen sich in die ungeheuren unbe wohnten Regionen zurück und lebe dort in urwüchsigem Naturzustande. Im vorigen Jahre sind in eine?i einzigen Staate Brasiliens über 600,. 000 Säcke Kaffee und in ganz Bra silien in dieser Zeit mehr als eine Mil. lion Säcke Kaffee und ihr Geldwerts lacht bis zehn Millionen Dollars) ver, loren, ebenfalls blos weil eS an Ar, teitern fehUe, um die Ernte ewzu. .fcefcafor. . ,. . ...
Man hat sich im verflossenen Ja?n Mühe gegeben,deutsche und italienischl Arbeitskräfte heranzuziehen. CS ka men auch 185.000 Italiener und eim stattliche Anzahl Deutsche, und ti sollen noch mehr kommen. Man bietet diesen Leuten freie Beförderung ' imfc Erhaltung, bis sie engagirt sind.. Seh, bald aber kommen die Deutschen unr Italiener dahinter, daß sie sich besse: stehen, wenn sie ihre eigenen Wege ge hen. Sie ziehen sich daher Alle schließ lich nach den Städten oder auf die Güter, die si: sich selber gegründet ha ben. Die Heranziehung von Arbeitskräf ten aus China und auS Japan ist deshalb eine Nothwendigkeit. Alle von dort eingeführten Arbeiter sollen frei sein.sollen aber so wenig wie nur mög lich kosten. Außer für die Kaffee Plantagen wird auch für die Kakao-. für die Zucker- und für die Gummi Industrie ArbeitSzufuhr nöthig; doch werden die Meisten auf den Kaffee Plantagen arbeiten. Gerade letztere Industrie hat so gewaltige Dimensio nen angenommen, dafe daö ganze Ge. deihen deS Landes von der ordentlichen Einbringung der Ernte abhängt. Bereits sind Borkehrungen für einen diesbezüglichen bedeutenden. Dampfer Dienst getroffen. Die Dampfer fah n von Rio de Janeiro üker das Kap der Guten Hoffnung nach Hongkong. Sie nehmen aus China außer ihrer lebenden Fracht", nur flUte und Kohlen mit. Auf der Rückfahrt von Brasilien werden sie mit Kaffee. Zucker. Kakao und Gummi befrachtet, und solchergestalt führt dieses Unterneh men gleichzeitig zu lebhafteren Handelöbeziehungen zwischen Ärastlieu und den orientalischen. Liindern. In Verbindung damit wird o.uch die diplomatische Vertretung Jrasiliens in China eine außerordentlich starke sein, und in jeder Sichtigen chinesischen Stadt wird ein brasilianischer Consul
etabltrt. Nebenher sollen jene Dampfer noch ein ausgezeichnetes Küstengeschaft trei ben und auf der amerikanischen Seite blS nach New Orleans ymUf fhren Vielleicht kann bei dieser Celeaenheit auch eine erhebliche Anzahl Chinesen aus den Ver. Staaten nach Brasilien zogen werden. Die Brasilianer wollen auf eine Reihe von Jkhren jedes Jahr etwa 100,000 Kulis aufnehmen. AlleS in Allem, hat man es hier mit einer Bewegung von großer Tragweite zu thun. Brasilien aber mag in ab sehbarer Zukunft eine Chinesenfraae im verwegensten Sinne des Wortes haJa? Tamen mmmm Reich! j rriajirvrn Allerneuestes in wollenen Muster-Kleidcrn, Seiden, Satins und Sammet Herbst-Muster angekommeit ! Dieselben sind auffällig wegen ihrer Farbenpracht und Neuigkeit der Dessins. ' Verschiedene neue Stoffe rivalisiren mit persischen Nugs wegen ihrer Farbenpracht, und ist durch die Vcrmi schung der Schattirungen eine vollstän dige Harmonie hervorgebracht. Den beliebtesten Besah für Prome naden-Kleider, wir meinen Sammet, haben wir in allen Arten, Farben und Qualitäten. Novi äten in Brocaden und Atlas. JyresiOo Madame Ayres u. Madame PhelpS sind von Jbrcr Reife zurückgekehrt und ufer Kleidermachcr - Departement ist jeht geöffnet. JULIUS A. SCHÜLLER'S Weinstube, No. 106 108 Nord Meridian Str. Jmportirte und einheimische Weine im Grov- unv lemhanvei. Champagner .beim Glaö eine Svcialitat. Meine geehrten ökunden finden allezeit, sreundttcöe Bedienung und ein gemüthliches Va?c?en. Mozart Halle! Henry Victor. Da gröbte, schönste und älteste derartig Lokal in der Stadt. Die geräumige und rchön eingerichtete Halle steht Vereinm, Logen und Privaten zur. Lbhaltung von Bällen, Konzerten und Versammlungen unter lidera len Bedingungen zur Verfügung JIFaDTinniitl;:njaiL Saloon u. Billiard-Hall No.S2 Oft Washington Str. Jokn Meilacher, Eigenthümer
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