Indiana Tribüne, Volume 16, Number 339, Indianapolis, Marion County, 27 August 1893 — Page 10

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g'gen Verrenkungen, Verletzungen, Quetschungen, Zahnschmerzen, Hüftenschmerze, Brandvunde, Vnflauchungkn, Neuralgie, Nhcnmatismus, Nulkenschmcrzcn. ?IM!lIMMM?7I!s!??I?I,sI!II!!!I!IsMMi:i?I,MIIMIIIkMI!sIk 2 MvcrÄaulichkcit. Die Verdauung I spielt für die Gesundheit deS Kör . xerS eine wichtige m öü. Rolle. Durcheine mangelhafte Ver- Z ß dauung werden eine große Anzahl W I von Krankbeiten hervorgerufen. Z Ist dieser Fall eingetreten, so wähle 3 1 man solche Arzneimittel, welche den Verdauungsapparat zu größer- i ß er Thätigkeit milde anreizen. W Gerade das Mittel, welches mit j Erfolg angewendet werden kann, Z W aus rein vegetabltschen Stoffen U reitet, ist 3täwl&tti$& I Hamburger Tropfen I ;iiuuiiiiiiiiiiuuii:iiiii!iii!iuiii!uuiiiiiiiiujiimuuiiiiuuiiiiii T"r. I. A. Sutcliffe, lfj iiait!t:i sich cai mit niunoerMichkn feilen sal mit iltu.? und UnntranfSjriwn. S?o. 95 Cft Market Strafft. Olre.ciuntrn : 9 bis 10 Ufcr Bor. 3 btl 8 ilfr Jlain. Ä.ntsgA aucc? KOtttuirn. Tele ,ho D41. Dr. C. N. Schaefer, jOrt nd intrcj, Wo. 430 Madison Ävenue, nche Morris Str. ?vrkä,s,undcn : 7:"-9 Nur Morgen, l Uhr Siackmitk.igö. 7:30 Uhr AbcnöS. Telephon 2Stf. MD a?m. LALM9 No. 38 Ost Ohio Straße. Sprrchskunden : iJ 12 Ubr Voriiitragö. 13 Nact.miktagS und 7 ÄbeilvS. eenntae,! von 23 lllir Nachmittags. Dr. I. Bühler, Deutscher Arzt. Office und Wohnung: 337 Süd Delaware Straße. Ofnce'Skunden: 8 9 Uhr Vorm.: Z 3 Uh, Stadm.; 7 v Udr Abends. Televbon 1U6. Dr. Wagner, Office: Zlc. 6 xs iöhio Str. Vsstce-Stupben : 910 Uhr yorinmaal. S i Nhr NscbmilkagS. KZvtznu : ESe'lZrvudmav ad Lwepl ve. FL7- Televbon 48. l)r. Anielia 11. Keller, Office: "3ß9 Süd Meridian Straße. t 9 10 'r 2?üiin. Cifiee2tu!ircn : 24 N?r Vi'aiut. ( ; - :iu ibeno. Telephon 907. JX-snarQÄja-, Chirurg und Frauenarzt. Hrilanstilk und Office: 3io. 14 Ost Michigan Strafe. (iSJc '1'i'afiaä.nsc:: Ävenu.'.) läglick von S I Uhr. Tonntaz? ausgenommen Bandagen und wllndärztliche Apparate, ru.tl'ander, ftrüJen, Zölenen un all 'undZrztlichen Öcgenftäuöc. TaS grögt Vager künstlicher Augen. Wrn. H.Armstrong & Co., 77 Süd ZllinoiS Straße. Dr. PFAFF, Office: 13 t Nord Pennsylvania Str. Okstce'-tunden von Z 4 Ubr S!acdm. No. 425 Madison Avenue. Stunden von 1011 Uhr Borm. Wohnung: !97 N.Alabamstr. .Ee Vtrmontftr. l-eleohan - i Office v'ö. """"i Wohnung Sä. Dr. Bnrckhardt, JentschcrÄrtt. O s f t e e und Wohnung: No. 382 Süd Meridian Str. Ossice'tunden : 8 bis 9 Uhr Porm. 2 bis 8 Nhr Nachm. 7 btS 8Uhr NddS. Tonntags 8 9 Pormittags. Telephon 280. C. C. WVerts, Deutscher Zahn-Züzt, No. 8j ?kord Pennsylvania Str. K wird auf Wunsch anaemandt. fferd. A. Müller. (Nachfolger vou George rküller., Apotheker. Tte userttguug vo ezeptea eschieb i znderläfflger. sachdersköndter TVeie. S ü d ro e st - Ec? e der Ost Washington und Ost Otr Telephon 870. CIIAS. G. MXJELLER, Deutsche Apotheke. Nachfolger von W. W. Scott. Zlo. 667 Wirginin Pvsnue, Ecke Coburn Str. Telephon 1747. Nachtglocke an der Seitenthüre. Rezepte Tag vtibtttchl? sorgfältig gefüllt, greie Ablieferung.

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AUS New York. Von erschiedener Seite, manchmal in wohlmeinender, manchmal in bösirilliger Absicht, ist in ltzter Zeit darauf hingewiesen worden, datz Präsid'nt ClevelandZ Gesundheit nicht die :-est? sei. Ein Blatt brachte sogar die !!ach richt, daß er letzthin einen leichten Schlaganfall gehabt, daß w.w jedoch aus naheliegenden Gründen SJichtä habe in die Oesfentllchkeit dringen lassen. Ob es sich hier um gewiffcn lose Sensationshascherei oder um Wahrheit handelt, ist leider nicht fest, gestellt worden. Thatsache ist daZ Eine, daß Cleveland aus einer urgesunden Familie stammt und daß diejenigen, welche an die bekannte' Aerer-bungs-Theorie glauben, sich danach hinsichtlich der guten Konstitution unseres Präsidenten keinerlei Besorgnisfen hinzugeben brauchen. Vielleicht um die obige beunruhigende Meldung zu entkräften, erschienen dieser Tage Mittheilungen über den Cle oeland'schen Stammbaum, welche in mehr als einer Hinsicht hochinteressant sind und Vielen völlig neu sein dürften.

Als der Stammvater der levelands zilt Sir Guy Cleveland. ein fideler ilter Engländer, der in der Schlacht von Poitiers ein Fähnlein Speeriräzer befehligte. Dieselbe fand am 19. September 1356 statt und endete mit einem glänzenden Siege der Engländer über die Franzosen. Aelter geworden ,og sich Sir Guy ganz vom Kriegs Handwerk zurück und lebte vergnügt 2uf seinem Landsitze, wo er besonders vas Fischen mit Leidenschaft betrieb. Von den unmittelbaren Nachkommen ir Guy's. der hockbetagt starb, ist nicht viel bekannt. Mehr in den Vorvergrund tritt erst wieder Moses Cleoeland. welcher in der Eolonial'Zeit nach Amerika kam und sich in New England niederließ. Er ist der eigent liche Ahn des amerikanischen Zweige oer Eleveland-Linie. Sein Sohn, der Reverend Aaron Cleveland. kam im Jahre 1739 nach Connecticut und übernahm das Pastorat desStädtchens adden. Bald noch seiner Jnstallirung heirathete er die ehrsame Jung frau Susanne Porter, eine weitbekannte Schönheit, die ihm zehn Kinder gebar. Die freigeistigeren Predigten Whitfields, der zu dieser Zeit viel von ch reden machte, hatten es auch Aaron Cleveland angethan. Er hatte varob vielerlei Angriffe zu erdulden md man beschuldiate ihn offen des Abfalls vom Calvinismu.s Dies verleidete ihm seine Thätigkeit derart.daß :r im Jahre 1747 seine Stelle niedereate und nach Medrord m Neu-Eng land zurückkehrte von wo er gekommen war. Aber er fand nirgends rechte Ruhe und so zog er von Medford nach Haltsar und von Neu-Schottland nach Enaland. Von England kam er dann mieoer nach Amerika und wurde Rektor :iner Kirche in New-Castle. Delaware. Schon seit längerer Zeit war er em intimer Freund Benjamin Franklins gemesen und in dessen Hause in Philadelphia, wo er zum Besuch weilte, starb er auch. Das war im Jahre 1757. Sein Sohn, ebenfalls Aaron genannt, wurde im Jahre 1744 in dem oben erwähnten Hadden geboren. Wenige Jahre vor dem Ausbruche dcZ Krieges ging er nach Norwlch. wo er sich als Prediger, Vorleser undSchriststeller bald einen Namen machte .lad bedeutenden Einfluß gewann. Als Kedner und Schriftsteller predmte er leidenschaftlich gegen Sklaverei und brachte lm Jahre 1779 eine Am vor sie Legislatur, welche die Sklaverei verdammte. Er starb im Jahre 1815. im Alter von 91 Jahren als Pastor der .Congregational Church" von New Haven. Wieder dessen Sohn William führte in Norwich, Connecticut, ein friedliches Leben als Silberschmied und Uhrmacher. Aber auch er wurde später ein Diener des Herrn und starb, gleichfalls hochbetagt im Jahre 1837. Ein besonders hervorragendes Licht scheint r jedoch nicht gewesen zu sem. Richard Fally Cleveland. der Sohn sieses William und der Vater Grovers, ähnelte in mancherlei Beziehungen seiaem Großvater Aaron. Er war geistig äußerst regsam und sehr fromm. üuch er folgte der Familien-Traditwn und wurde Prediger der Caldwell Thurch in Essex County, New Jersey. ,Auch die übrigen Clevelands sind fast .sämmtlich von jeher sogenannte zesunde Jungen gewesen, besonders die übrigen Söhne Aarons des zweiten, sie sich in Clermont. Ohio, niederließen. Einer dieser Clevelands brachte !s zu hundert Jahre, die andern wur den fast alle über achtzig Jahre alt. Es spricht also Alles dafür, daß auch Gro ?er noch lange gesund und lustigdleibt wenn ihn Tammany Hall .licht zu Tode ärgert, oder die SilberZill. Von Grover Cleveland zu McAlli ster ist nur ein Schritt. Der gute Mc llllister ist zwar eigentlich schon lange nn Ekel" im wahrsten Sinne des Q?rtes und. es mag nicht wenige Leute zeben, die seiner bereits mehr als über nüssig sind, aber er ist als dankbarer -loff unbezahlbar. Und letzteres ist :r um so mehr, wenn er's sich 'mal der Abwechselung halber leistet, statt des iblichcn Blödsinns leidlich Vernunft!i,cs zu verzapfen. Sein neuestesStück hen ist der hochweise väterliche Rath, )en er durch sein Sprachrohr, die .World" McAllister und dieWorld. vie reimt sich das zusammen? den ungen Leuten von Bildung ertheilt, oie sie vorwärts kommen können. Seirer Ansicht nach ist das ungeheuer ein'ach. Der junge Mann muß sich vor allen vingen nach McAllister viel in Gesell-j schaft bewegen, worunter er natürlich durchaus nicht einzig und allein di mSikÜSlVilm verÜalHtn wissen will.

iiu'c ein möglichst ausgedehnte! Bekanntenkreis bringt den jungen Mann dazu, sich schnell eine lohnende Stellung zu erringen. Ist die letztere errungen, so ist es für ihn eine &UU

! nigkeit. ein wohlhabendes Mädchen zu j heiraten, und em glückliche Eheleben I zu führen, denn eine gute gesellschaftliche wie pekuniäre Stellung ist das ' Erste, was die Frau vom Mann ver- ' langt. W? ihr dieser Wunsch nicht be- ; friedigt wird, gubt es Unfrieden und .Trennung oder gar Ehebruch. i Was der Hofnarr der Vierhundert da orakelt, trifft wie gesagt den Nagel ausnahmsweise einmal den Kopf. Aber es ist leider mehr als traurig, daß dem so izt. Thasächlich ist es bereits dahin ! ge!omn-.?n. daß der junge Mann -- j und durchaus nicht der von Bildung , allein gezwungen ist, allen mögll' ! chen Clubs und Vereinen beizutreten 1 und daselbst dem Kundenfang obzulie gen im Interesse seines Geschäfts. Aber . da ist nicht nur anstrengend, sondern ' auch sehr kostspielig und durchaus nicht geeignet, den Sinn für Häuslichkeit in ! ihm zu pflegen. Und was die wohlhaoende brauen betrifft, so wird er nur ;u vald ausfinden, daß dieses Giua :in mehr als zweifelhaftes ist mit ihrem unauslöschlichen Durst nach Aergnüzen, ihrer Oberflächlichkeit und ihrer bodenlosen Selbstsucht, die sie lehrt, oenMann als eine Art gebildetenHaus knecht zu betrachten. Dos hat schon seit lange ansteckend zuf bescheidene Kreise gewirkt. Aber mährend der gut situirte neben seinem übrigen Lu:us-Arti!eln sich schließlich auch eine prätentiöse Frau leisten kann, ist die anspruchsvolle Gattin sür den hart um die Existenz kämpsenden jun gen Mann e'.n Bleigewicht. An ein ehrliches Mitarbeiten ist selten zu denken. Wenn er ihr kein faules Haremsleben bieten kann, läßt sie ihn einfach sitzen. Die Gerichtshöfe erzählen uns oas jeden Tag von Neuem. Maurice Grau, von der Firma Adbey. Schöffe! und Grau, ist soeben von Europa zurückgekehrt und verspricht uns Wunderdinge von der kommenden Oper im Metropolitan OpernHaus. Für Sopran'Parthien sind engagirt: Emma Eames, Lillian Nordica.Melba. Sigrid Arnoldson, Emma Calve. Vir zinia Colombati, Mathilde Bauer meiste?. Vo.l der jungen schönen Co lombati. die ein Gesangs-Phänomen lern soll, erwartet Grau große Dinge. Mezzo Sopran und Alt repräsentiren Sofia Scalchi, Olympia Guercia. eine Schönheit ersten Ranges und Consuela Domenech. Als Tenoristen erscheinen: Francesko Vigna, Mastroburno Rinaldini de Luccia und de Reske; als Bariton: Angona, Martapera. Jean Lassalle und Baß: De Reske, Planco, Carbone u. s. w. Als Kapellmeister sind enaagirt: Luigi Mancinelli und Brevignani. An Neuheiten sollen aufgeführt we den: Pagliacci von Leonscvallo. Falstaff von Verdi. Philemon und Baucis von Gounod. Samson und Delila von Saint-Saens. Die deutsche Oper ist in dem Reperwir sehr stiesmüterlich behandelt. H. Urban. ' Blitzverrehr. Eine neue Erfindung auf elektrotecbnischem Wege setzt einmal wieder nicht nur die Laien in Staunen, sondern erregt auch in Fachkreisen das höchsteJnteresse. Sie besteht nämlich aus nichts Geringerem, als einer elektrischenLufteisenbahn. welche 500 Meilen in der tunde zurücklegen und vorläufig zur Beförderung von Ezpreßpacketen. Postfachen. Früchten und Gegenständen, welche rasch verderben, dienen soll. Der Erfinder, ein gewisser Widdes. in Detroit. hat sich sein Werk bereits patentiren lassen und einModell von demselben zur Weltausstellung nach Chicago geschickt. In der Nähe von Detroit will Widdes zum Versuche eine Linie bauen.auf der er seinProiect vor Augen ühren wird. . Zur Erreichung der angeführten Fahrgeschwindigkeit, sowie einer g ringeren Friktion der Räder, hat Widdes auf Elektricität und Mechanik bezügliche, werthvolle, originell: Ideen verwirklicht und theils ältere Erfindungen abgeändert. Trotz der colossalen Schnelligkeit der Züge ist deren Controlle eine sehr leichte und vermögen dieselben infolge einer neuen genialen Einrichtung an jedem bcliebizenPunkte der Strecke zum Halten gebracht zu werden. Auch vermag man auf mechanischem Wege auf irgend einer Stelle der Linie die Fracht auszuladen. Um den Widerstand der Luft zu vermindern, sind die Wagen in der Form eines viereckigen Kastens gebaut, der an seinem vorderen Ende pyramidisch spitz zuläuft. Die Wagen werden vermittelst eiserner Haken von vier 2j Fuß im Durchniesser haltenden Rädern getragen, welche auf einemGeleise laufen, dessen Arme auf einer einreihigen Linie von Pfosten ruhen. Un ter diesen Schienen befindet sich ein anderes Geleise, welches das obere stützt und. die Entgleisung der Wagen verhindert. In der Mitte derselben sind ein elekirischer Motor von außergewöhnlichem Gewicht, sowie die Vorrichtungen angebracht, welche die Räder über den Wagen in Bewegung setzen. In Thätigkeit wird der Motor gebracht durch eine nach dem Trolleysystem eingerichtete Drahtleitung, die sich, wie bei den gewöhnlichen elektrischen Straßenbahnen, über der Linie und den Wagen hinzieht. Die elerische Kraft liesern Dynamostationen, welche der Strecke entlang liegen. Man hat berechnet, daß mit nur elf Pferdekräften Elektricität ein Wagen, der mit Fracht 1000 Pfund wiegt, in einer Stunde 500 Meilen weit sortbewegt werden kann. Höchst sinnreich und dabei einfach sind die Einrichtungen für daS Ausladtn der.PostsMen.. Für dasselbe ist

es wmvq lttqr yöllMndig. daß tu Zug anhält. Die 'zur Beförderung der Postsachen bestimmten Wagen haben keinen Boden, sondern die Gegenstände liegenauf einem Regal oder ein:r Platformjdie durch einen Hebel aus und nieder geschoben werden kann. Letzterer geht durch die Seite des Wa gens und berührt, wenn der Zug ein5 Station erreicht, einen an einem Pfosten angebrachten Arm, wodurch die Platform niedergedrückt wird und der Postsack auf den Boden derStrecke öder in ein Netz fällt, während die Wagen darüber hinwkglaufen. Sobald der Druck des Hebels aufhört, kehrt das Regal zur Aufnahme ne-uer Postsachen in seine frühere Lage zurück. Dasselbe System kommt bei den Weichen in AnWendung, wenn ein Wagen auf eine Seitenlinie abgehen sskl. Bemerkt sei. daß die Betriebskosten dieser Bahn äußerst geringe sind und ein Wagen für 5300 herzustellen ist. Das Material, aus welchem die Naben der Räder angefertigt weiden, besteht aus einer Mischung, welche 7500 Um

! drehungen in der Minute aushält, ohne heiß oder glühend zu werden. Bei der seitens des Erfinders geplanten Fahr geschwindigkeit von 500 Meilen in der Stunde würden die 2 Fuß im Durchmesser haltenden Räder etwas weniger als 6000 Umdrehungen in der Minute auszuführen haben. Fallk Widdes mit der Ezpedirung von be sagtet Fracht mit dieser elektrischen Bahn Erfolg haben sollte, so wird n den Verkehr auch auf Personenbeförderung ausdehnen. Welch: Perspektiven sich hierbei aber eröffnen würden, läßt sich vorderhand gar nicht absehen. Wir wollen nur daran erinnern, daß .man dann San Francisco von New Aork aus m 8 stunden erreichen könnte und ein Bürger der letgenann.ten Stadt täglich sein Seschft in Chicago zu besuchen im'Stznde sein würde, da die einfache Fahrt dahin mit d'eser Bahn nur zwei Stunden in Anspruch nähme. (Cinc. Fr. Pr.) Moderne Pythten. Hypnotismus. Magnetismus. Spi. -itismus und wie die Dinge auf us" ''iüi heißen mögen, haben in den letzten fahren überall Aufschwung genommen Mit unter den prosaischsten, nüchternsten Menschen Anhänger in Menge gefunden. Nirgends aber ist die Gemeinde welche sich um das Uebernatürliche.Ner enaufregende schaart. so groß, recrutirt sich dieselbe aus gesellschastich und wissenschaftlich so hochstehenden Krei. sen. wie in Paris. Ich spreche nur von Europa, denn daß Amerika das ge lobte Land der Geister und Geisterseher" ist. brauche ich nicht zu erwähnen. Paris ist aber jedenfalls die gelobte Stadt, daö Paradies der Somnambu lcn. Kartenkünstlerinnen und Wahrsa gerinnen, und so erregt denn das Genicht, die modernen Pythien hätten den Zorn derGesetzgeber erregt und würden demnächst deren Strenge in einem Maß fühlen, daß inre Unterdrückung zu fürchten sei. dort allgemeine und nicht freudige Aufregung. Das Ge setz ist aber im Recht, denn wenn auch unter den Prophetinnen an der Seine eine ganze Menge hirmloseDamen exi stiren, so gibt es notorisch andere, de ren Cmpfangs' und Consultationssalons wahre Erpressungsagenturen geworden sind. Letztere arbeiten mit gro ßen Capitalien, kennen sämmtliche Fa miliengesch'chten, u.id vor allem die Chronique Ccandalznse aller derer, welckc durch Geburt. Geld. Talent oder amtlichen Einfluß nichtig genug sind, als eventlielle Beüie der Erpressung angesehen zu werden. Wendet sich von diesen Jemand an e':ne Wahrsagerin von Renommee, so kann es geschehen, daß d.'r erste Schritt in deren Sprechz'.mmer auch der ersteSchritie zum voll ständigen Ruin ist. Da eristirt bei spielweise eine Dame aus der großen Welt, welche eine, übrigens schon wegen Betrüaerci bestrafte. Somnambule vollständig in ihrer Getvalt hat; sie verführte die sehr reiche Frau durch Prophezeiungen großes Gewinnes dazu, ihr Vermögen in allen möglichen Spekulationen anzulegen, bei welchen die Somnambule nicht zu kurz kam.die betreffende vertrauensvolle Clientin jedoch ihr Hab und Gut bis auf wenige Reste verlor. DZe äußerste Strenge des Gesetzes ist solchen Vorgängen gegenüber angebracht ;das nimmt ja mancher unschuldigen Nachfolgerin der Lenormand ihr Brod, rettet aber vor allem eine Menge kleine Leute, denn diese sind es gerade, welche ihre Unternehmungen häusig mit dem Kugelsegen' der Prophezeiung beginnen und schwer dafür büßen müssen. ApropoS Lenormand; sämmtliche Prophetinnen von Paris erheben, gestützt auf die verschiedensten Documente. den Anspruch, daS von der Pythia des ersten Kaiserreichs gegrün dete Haus direct übernommen und wei tergeführt zu haben. MadamoiselleLe normand hatte aber nur eineSchülerin, Madame Moreau, welcher sie ihre Papierc und Bücher, sowie die Geheimnisse ihres Wissens und Könnens vermachte. Von dieser erbte Madame Emelie daö geistige und materielle Inventar der Lenormand'schen Kunst und führt das Geschäft übrigens, so heißt es. aus anständige, tadellose Weise in der Rue deTournon in der alten Wohnung der napoleonischen Sibille weiter, und ist wie diese die gesuchte Rathgeberin von Staatömän nern; vor allem recrutire sich ihre Kundschaft auS dem Senat. Eine andere Dame dieser Zunft, Madame H., hat die Specialität der durch Hypnotismuö zum Verbrechen gezwungene Individuen, welche sie sofort von dem wahren Verbrecher unterscheiden' zu können vorgibt. Sie hat sich in Folge dieser besonderen Divinationsgabe mehrfach für Angeklagte interessirt und mit der Mörderin Gabriele Bompard l. A. große Freundschaft geschlossen.

Sie" hatt 'di5 Geliebte EyrMS''sui ganz unschuldig, besucht sie im Gefängniß in Clermont und setzt ihreBeobachtungen an ihr fort. Sie schildert Gabriete als sehr leidend, voll Reue, nicht über ih?e eigene Handlungsweise, denn an dieser ist sie nach der Theorie des Hypnotisirens. welche Eyraud an ihr vornahm', unschuldia.nur darüber, daß die Sache überhaupt geschah. Sie hofft noch so lange zu leben, daß sie durchArbeit und einen exemplarischen LebensWandel die Vergangenheit wieder gut machen könne. Gabriele wird übrigens in ihrem Kerker von derMitwelt durchaus nicht vergessen. Täglich kommen umfangreiche Sendungen in Clermont für sie an. Man macht ihr die WUN' derbarsten Anträge. Alte fromme Damen schicken ihr Gebetbücher, "reiche Männer aus beiden Hemisphären bie ten ihr Hand und Herz, und außer ordentlich gut bezahlte Stellen in den originellsten Etablissements werden ihr in Aussicht gestellt. Ein Varnum von New Aork. der für dieses Jahr auf ihre Begnadigung hoffte, schlug ihr vor. si, möge einen Hauptplatz in einem Verbrechermuseum einnehmen, welches er in Chicago ausstellen, wollte. Gehalt wöchentlich 300 Dollars und alle Kosten bezahlt. Nicht Narren, son d ern Gch w in d l er. Auch die Silberleute von Montana haben einen Aufruf an das amerikanische Volk erlassen, aber gleich Eingangs die Versicherung ertheilt, daß sie sich unter keinen Umständen gegen die Ver. Staaten auflehnen werden. Desgleichen behaupten sie, daß sie die Freiprägung, nach dem Werthverhältnisse von 16:1 nicht aus Eigennutz verlangen, sondern lediglich auö Rücksicht auf das Ge meinwohl. Da sie ihre Ansichten sachlich zu begründen suchen, und weder schimpfen noch drohen, so ist ihreDarstellung wenigstens der Beachtung werth. Selbstverständlich führen sie dieEnt werthung des Silbers auf schlechte und ungerechte Gesetze zurück. Angesichts der Thatsache, daß viele Länder versucht haben, durch ZwangskurZ-Tesehe, internationale Verständigung und Me talleinkäufe den Werth des SilberS künstlich zu erhöhen, ist das einfach ein Unsinn. Noch unhaltbarer ist ihre Ve hauptung. daß dieGetreide undBaum woll-Pretse in Folge der Entmünzung )es SilkerS heruntergegangen sind, eder Anfänger in der Volkswirth schaft sollte wissen, wie ungeheuer die mit Weizen und Baumwolle bestellte Sodenfläche in den letzten 25 Jahren zugenommen, und wie colossal sich daS Lerkehrswefen entwickelt hat. Vollend? anwissenschaftlich ist ihre Berechnung. ?aß das Silber nicht 40 Cents, sondern U.29 kostet. weil viele Leutz. welche Silbergruben anlegen, dabei thk zanzes Capital einbüßen. ES geht auch sie Hälfte aller Zeitungsgründunaen nieder ein. aber die Zeitungen kosten trotzdem nicht halb so viel, wie vor 25 Zahren. Jeder Eisenwaaren. Tuch, 'der Möbelfabrikar't verkauft seine Vaare mit einem geringen Zuschlag uf seine H.'rste0,.ngskosten. Wollte r das Capital bin,-,u rechnen, das seine Mitbewerbe? verloren haben, so würde er seine Waare nicht los werden. Wenn also diejenigen Silbergruben, die am Leben geblieben sind, das Silbererz für 40 Cent die Unze fördern, so können sie nicht verlangen, daß man ihr Erzeugniß mit $1.29 die Unze bezahlen soll, weil viele andere gruben ganz eingegangen sind. Diese Art der Beweisführung ist gerade der beste Beweis dafür, daß die Silberleute eine schlechte Sach: vertreten. Sie bringen nichts als Scheingründe vor, die sich mit Leichtigkeit wiverlegen lassen. Auch stellen sie geradezu unwahre Behauptungen auf. wie z. B. die. daß ein Silberdollar, der nur 50 Cents Werth hat. daS Geld der Verfassung" ist, und daß das Land dies e n Dollar 70 Jahre lang gehabt hat. Die Verfassung sagt kein Wort von dem Metallgehalte, den jeder Dollar haben soll, und der Silberdollar. den die Väter hatten, war eine Zeit lang sogar 103 Cents werth und verschwand deshalb aus dem Verkehr. Die stetige Wiederholung dieser gerade heraus gesagt Lügen, trotz fortwährender Widerlegung und Berichtigung, zeigt deutlich, daß die Silberleute keineNarren. sondern Schwindler sind. Unter denOdd Fellvws wohlbekannt.

Julius Grummann, dr Jahre lang über da) Odd Fellows Gebäude die Aufsicht' führte und einer der bekanntesten deutschen Bürger ist. wurde vor neun Jahren von einem hiesigen Arzte vom Bruch kurirt. Die Vollstän digkeit seiner Heilung drückt Herr Grummann in folgende? Weise aus : Indianapolis, 2t. März. 1893. Dieses bezeugt, daß ich im Oktober im Jahre 1884 von Doktor W. . Nott für einen Bruch, auf der linken Seite behandelt wurde. Am 1. November wurde ich als kurirt be trachtet und roar es auch. Ich habe Dr. Nott viele Patienten zugesandt und kann ihn Allen in dieser Hinsicht Leidenden empfehlen. Er thut Alles, was er verspricht. Julius Grummann, Custodian des Odd Fellows Gebäudes, Nordost Ecke Pennsylvania und Wash ington Str. Wir beantworten alle Anfragen per Post in prompter Weise. Dr. W. H. Nott, feit 23 Jahren ein praktizirender Arzt, 14 Jahre in Indianapolis, hat in den letzten 9 Jahren die Liurirung von Bruch nur Spezialität gemacht. Er macht alle Untersuchungen und ferneren Behandlungen persönlich. Bedingungen: Keine Bezahlung bis kurirt. Pamphlete frei. Adresse Dr. Nott, Rupture Cure Co., 20j West Washington Straße, Jnvianapolis. Ind. Salopn u. Billiard-Hall 9lo.92 Oft Washington Str. Io Kn Meilacher. Eigenthümer

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