Indiana Tribüne, Volume 16, Number 332, Indianapolis, Marion County, 20 August 1893 — Page 9

Jndiana Tribüne.

e i l a g c. Indianapolis, Ind.. 20 August m?. Iauberlrüfilge Zahlen im Aber glauben Die Zahlen, an welche sich Vorfiel lung:n von zauberkräftigen Wirkung gen knüpfen, sind besonders die Drei, die Sieben und die Dreizehn; die beiden ersteren noch mit einigen Vervielfälti Lungen. Die Drei ist die eigentlich heilige Zahl. In dicken heidnischen Religionen kommen drei Hauptgottheiten vor. Schon in der ältesten indischen Religionsform sind es Agni, Jndra und Äciruna: Feuer, Luft und Himmel. Im späteren Brahmanismus: Brahma, Wischnu und Siwa. Bei den Griechen waren Zeus. Poseidon und Hades, Himmel. Meer und Unterwelt die Hauptgötter; bei den alten Scandinaviern Odin, Thor und Freya. Bei den Indern und den Slawen kommen drei kopfige Gottheiten vor. Manus. der Sohn des erdgebore.ien Tuiskio. hatte drei Söhne: Jngo. Jsko und Hermio, oon denen die drei germanischen Haupt stämme: die Ingäwonen. Istäwonen und Hermionen abstammen sollen. Matt findet ferner: drei Cnclopen, drei Cen timanen (Urriesen). drei Götterbrüder, drei Schiclsalsgöttinnen (Parzen bei den Griechen, Nornen bei den Germa nen), dreiRachegöttinnen (Furien), drei Grazien. Im Märchen kommen drei Jungfrauen, Burgsräulein. drei Nixen u.s.w. häufig vor. Zauberformeln müssen dreimal gesprochen werden. Mephi sto verlangt, als er an FaustS Thüre anklopft, und dieser Herein!" ruft, die dreimalige Wiederholung dieses Wor tes. bevor er eintritt. Die Orakelpriesterin Pythia sah auf einem Dreifuß. Poseidon trägt einen Dreizack. In der Wilden Jagd", und auch sonst im Volksaberglauben kom men dreibeinige, gespenstische Thiere vor. Drei Kreuzchen wurden alsSchutz vor Hexen und Geisterspuck an Thüren. Fenster u.s.w. angebracht. Drei 5?reuz chen galten auch als Unterschrift. Aren nen zufällig drei Lichter in einemZimmer, so ist das ein Zeichen, dah ein Mädchen im Hause Braut wird. Zu Dreien zu Tische sitzen, gilt als bedenklich. Auch im Sprichwort und im Volks lied erscheint die Drei in charakteristi scher Weise. Aller guten Dinge sind drei, kehrt in dieser einfachen Form, wie in verschiedenen Variationen häu fig wieder. Unter den Volksliedern sei:n nur erwähnt: Es zogen drei Bur schen wohl über den Rhein"; Es hatten drei Gesellen ein fein Colleqium-; Drei Lilien pflanzt' ich auf einGrab"; Drei Reiter ritten zum Thor hinaus.In der Wissenschaft spielt die Drei ebenfalls eine Rolle. Es gibt drei Dimensionen: Länge, Breite und Höhe. Dreifach ist der Gang der Zeit in Veraangenheit, Gegenwart und Zukunft. Zu einem Accord gehören drei Töne: Der Grundton. die Terz und dieQuinte. Ein philosophischer Satz erfordert drei Begriffe: die Thesis, die Antithesis und die Synthesiö. Die Reun als das Quadrat derDrei kommt ähnlich, wenn auch nicht so viel fältig, vor.- Es giebt neun Musen, neun Walkyren; neunerlei Kräuter sind heilkräftig, aus neunerlei Holz wird in der Schweiz bei Epidemieen Feuer angezündet, mit neunerlei Holz zündet der Brahmane das heilige Feuer auf dem Altar an. Ein neunspeichigeLRad ist das Symbol des nordischen Sonncngottes Fro. Zauberhandlungen werden neunmal vorgenommen. Die Dreißig hat ebenfalls mancher lei derartige Bedeutungen. Mit Maria Himmelfahrt beginnen die so genannten dreißig Tage, die besonders in Süddeutschland als zauberkräftig im günstigen Sinne gelten. Giftige Thiere sind dann nicht gefährlich. u. s. w. Im Mittelalter hatte der dreißigste Tag auch rechtliche Bedeutuna, indem die Wittwe bis zum dreißigsten Tage unter allen Umstan den im Sterbehause bleiben durste. Für manche Gegenden hatte diesRecht bis in die neueste Zeit Giltigkeit. Dreiunddreißig kommt als zauberkräf tige Zahl, namentlich in Veschwö.rungssormeln vor. Sieben ist die magische Zahl und kommt fast ebenso häusig vor wie die Drei. Der Ursprung ihrer mag! schen Bedeutung ist ohne Zweifel astronomisch und führt sich aus Egyp ten zurück. Veranlassung waren die damals bekannten sieben Planeten. In der Bibel kehrt die Sieben häufig wieder: die siebenfältige Rache, die sieben fetten und die sieben magerenKühe. Sieben Jahre bildeten das Sabbathjähr, in welchem die Felder nicht be stellt, die Sklaven freigelassen wurden, sieben mal sieben Jahre das Jubel jähr, in welchem alle Schulden getilgt waren. Verschiedene Feste dauerten sie- . Un Tage. Außerdem kommen vor: sieden Siegel, sieben Sakramente, sieben Schläfer (Siebenschläfer), sieben Todfünden. Sieben Schöffen gehören zu einem giltigen SMch. sieben Zeugen 'ZU einem hinreichenden Beweis. Schätze steigen alle sieben Jahre bis aus einen Fuß an die Oberfläche. Mit dem siebenten Jahre hört die unschuldige Kindheit auf. Bei schweren Nrankheiten wird der siebente Tag als der Krisispunkt angesehen, weshalb diese? Tag auch bei den sympathischen Euren eine wichtige Rolle spielt. Um das Fieber zu vertreiben, mutz man z. V. um sieben Uhr früh und um sieben Uhr Abends sieben aufeinanderfolgende Tage Weihwasser aus sieben rerschZcdenen Kirchen trinken. Di,

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?)!ön'a!6daten. dte eine sieden enthalten (7.. 17., 27.), gelten als Unglück bringend. Wenn sieben Weiber auf einem Kreuzwege stehen, giebt es Regen. Ein böses Weib heikt im Volksmund Bose Sieben". Sieben schwarze Katzen, die ein Alter von sieben Jahren erreichen, werden zu Hezen. Die Katze ist von uralters her ein Zauberthier, da sie der Wol ken- und Gewittergöttin Frigg. der späteren Frau Holle, geweiht war. Wenn Schwalben sieben Jahr: in ein und demselben Nest gebrütet haben, lassen sie darin den Schwalbensiein zurück, der sehr heilkräftig ist, insbesondere bei Auaenkrankbeiten. Mit

siebenerlei Holz werden in Südleutschland Remlgungsfeuer sur kran S I kes Vieh angezündet. Besonders interessant für die Auffassung der Sieben im Mittclalter ist der Umstand, datz allen Verhältnissen und Maßen des Cölner Domes die Zahl sieben zu Grunde gelegt ist. An, allen Portalen und Nebeneingängen befinden sich sieben Nischen zur Aufnähme von Standbildern. Die Tiefe der Vorhalle zwischen den beidenThüren betragt 7 mal 8 ist 56 Fuß. Sieben Postamente für sieben Standbilder befinden sich in derselben. Sieben Capellen umgeben den hohen Chor, der. wie das Mittelschiff, eine Höhe von 7 mal 23 ist 161 Futz hat. Die Seitenschisse sind 7 mal 10 ist 70 Fuß hoch. Die Länge des DomeS beträgt 7 mal 76 ist 532 Fuß. und dies ist auch die Höhe der Thürme. Die Zahl der Hauptpfeiler ist 7 mal 4 ist 23. Die Siebenzahl beschränkt sich aber nicht blos auf die Verhältnisse der Haupttheile, sie kehrt auch in den feineren Theilen wieder. Was endlich die Dreizeb', betrifft, so ihre Bedeutung als Unglückszahl bekannt. Nach dem Volksglauben muß von einer Tischgesellschaft von dreizehn Personen in demselben Jahre noch eine sterben, und zwar diejenige, die beim Erwähnen der Zahl dreizehn erschrickt, oder die unter einem Spiegel, oder in einer Ecke sitzt, oder die zuerst aufsteht. Man hat den Grund jenes Aberglaubens mit den 13 Personen des heiligen Abendmahles (Christus und die zwölf Apostel) in Verbindung gebracht, von denen sich eine (Judas) in demselben Jahr erhenkte. Möglicherweise steht er auch in Zusammenhang mit dem Umstände, daß von den 13 Göttern in Walhall einer (Baldr) dem Tode verfallen ist. Die Zahl ist auch bei sympathischen Euren wichtig, kommt aber auch als Glückszahl vor. indem nach dem Volksglauben zur Erzieluna einer glücklichen Brüt 13 Eier von nothen sind. Es wiederholt sich hier ieneS eigenthümliche Merkmal der nebeneinanderstehenden guten und bösen Wirkung .das bei jedem als zauberkräftig geltenden Gegenstande wieder kehrt. Der Khedlve beim Sultan. Am 11. Juli traf der Khedive von Aegypten zum Besuch des Sultans in Con.stantinopel ein. Ueber den Empfang berichtet ein dortiger ZeitungsCorrespondent In dem ungeheuer zusgedehnten Constantinopel merkt man nichts von dem Ereignitz. durchaui nichts. Im Sinne der Hiesigenhandelt es sich auch gar nicht um ein solches, und sie sagen, der Aegypter sei nichts anderes als ein Wali, dem der Äroßvezir im Range vorangehe. ES lohnt also nicht, um den jungen Herrn sich viel zu bekümmern, dessen Personliche Eigenschaften übrigen nicht sehr freundlich beurtheilt werden. Man sagt, er sei hochmüthig. eitel, habe von vem Wiener Lebenmann nur gewisse Ueußerlichkeiten, aber nicht die für diesen vielfach so bezeichnende gutmüthige Liebenswürdigkeit, und außerdem daß er es mit dem Sultan nicht ehrlich meine. Er brüökire die Engländer, damit er den Suzerän gewinne, aber nur. um schließlich diesen nicht anders zu behandeln. EL mag viel Wahres an diesen Dingen sein, aber jedenfalls, soweit der Sultan in Betracht kommt, stellt sich Abba, Pascha daS Spiel doch i wohl ein wenig zu leicht vor. Der Sultan ist, wie der Wiener zu sagen pflegt kein heuriger Has'-. er ist ein Menschenkenner, und dieses Kennerthum wird im vorliegenden Falle durch das dem hohen Herrn innewohnende orientalische Mißtrauen noch verschärft. Der Sultan weiß genau, was er von fernem jungen Vasallen zu halten hat. Hunderte von Berichten sind ihm seit dem Tage der VerufungAbbas' auf den Nhedivial-Stuhl von allen Seiten zuegangen. die sich mit jede? Falte deS innern Wesens des jungen Pharaonen beschäftigen. Mukhtar Pascha, der hohe Commissär deS Großherrn bei der Pforle, ist selbst ein sehr scharfer Beobachter und nicht minder unterrichtet ist Jsmael Pascha, der 5-Khedivt und Großvater deSVicekönigS. der von dem Großvater ob seiner Zurücksetzung ux(b Demüthigung nur einen sehr platonischen Gebrauch macht. DaS hindert ihn nicht, daß er den Enkel sehr form lich und feierlich begrüßen und dabei seine KaikdschiS (Bootführer) so präch. tige Anzüge zeigen ließ, wie sie hier nicht oft gesehen werden. Nicht minder zuvorkommend und herzlich war troh ÜtUm, oder richtiger gerade wegen seiner Kenntniß der Dinge, der Sultan. Er hat seinem Gaste ein Landhauö am Bosporus aus'S reichste hn Pariser Geschmack einrichten lassen, in welchem eS sich unter Umständen auch für immer gut leben ließe (waS politisch Schwarzseher heute schon erwägen. indem sie an den alten JZmael denken). Aber nun kommt die Nuance: der Vicekönig wohnt nicht innerhalb des Bereiches deS kaiserlichen SchlosseZ oder in einem der Schlösser; eine solche Ehrung bleibt Fürsten von Ge. blüt vorbehalten und als solchen sieht man.hier. ffikLilm. nicht an. SSeiiii

wurde er bet seiner Landung wohl Vegrüßt, auch eine Ehrencompagnie war aufgestellt, aber er landete nicht wie z. B. Kaiser Wilhelm an der Schwelle deö Paläste! Tolmabaghtsche. sondern an dem Platze vor dem Schlosse. DaS Schiff Fajum fuhr auch nicht unmittelbar, nachdem e in Sicht vor der Serailspitze war (gegen 9 Uhr) an den Platz, sondern es mußte geschlagene 2 Stunden dort liegen, bis die etwa einviertelstündige Weiterfahrt an die Lan dungsstelle erfolgen konnte. Die Raaen des Fajum und der beiden, ihn begleitenden ägyptischen Schiffe waren in dessen von festlich angethanen Matrosen bis an die höchsten Spitzen besetzt; die armen Kerle hatten dort lange zu hängen, ohne die Genugthuung zu haben. von den Collegen auf den in der Nähe liegenden zwei Sultansjachten irgendwie beachtet zu werden. In stummer Ruhe lagen diese da. wie Babylon in Belsazars Schreckensnacht. In allen Wipseln spürte man keinen Hauch. Auch eine Nuance, dazu angethan, den jungen Khediv nicht allzu übermüthia werden zu lassen, und schließlich der Hoswagen, der nicht allererster. sondern nur ersterClasse war. Kurzum, der Kenner der hiesigen VerHältnisse und wenn er sich ein wenig auf politische Zeichendeuterei versteht, wird sagen müssen, daß in der BeHandlung des Khedivs seitens seines Oberh::rn sich die gcinze Stellung der beiden zueinander abzeichnet und daß darin auch sofort zu erkennen ist. daß etwae Wünscht deS GasteS sehr geringe Aussicht auf Erfüllung haben. Die politische Lage in Aegypten wird durch den Besuch nicht verändert wer den. Soll eö doch politisch anderl werden. so wird eS nur durch den guten WillenEnglandS bewerkstelligt werden. Vorlaufig sind dem Sultan die Eng-

länder wichtiger als fein Statthalter, und wenn er gelegentlich thut, als sei daS Gegentheil der Fall, so thut" er eoen nur so; ihm ist eS ganz erwünscht, wenn AbbaS undEngland nicht freundlich zueinander stehen, und dazu hilft eine anscheinende Ermuthigung deS ersten seitens deS Lehnsherrn. Heute erhält Avbal den Jmtiaz.Orden; er wird auch noch andere Ehrungen erfahren: aber sie alle sind nichts anderes a!S Beweise der Gnade und einer gewissen Dankbarkeit dafür, daß Abdas gekommen ist. Aber nicht mehr. Wer daraus schließt, daß die Engländer in drei Monaten Aegypten verlassen tobet in 14 Tagen Lord Cromer abberufen werde oder wer gar schon 10.(D0Mann türkischer Truppen in Alerandrien lan den sieht, der ist. glaube ich, nicht gan tut unterrichtet. m m m ama Schriftsteller alS Politiker. In letzter Zeit hatten einige Leute tn Paris den originellen Gedanken, verschiedenen bekannten Schriftstellern eine (Kandidatur für die bevorstehenden Kammerwahlen anzubieten. DieAnt Worten werden in der Frkf. Ztg.- wie folgt mitgetheilt: Zola, bei dem man zuerst anklopfte, hat nicht Ja und nicht Nein gesagt, sondern sich eine Antwort für später vorbehalten. Der Romanschriftsteller Jean Aicard, dem eine Candidatur in Toulonangeboten wurde, hat das Anerbieten rundweg abgelehnt. Hector Malot will auf die Frage nicht antworten, weil er nicht die Rolle des Fuchses vor den Trauben spielen möchte. Ludovic Halevy schreibt: Nein, ich würde die Candidatur nicht annehmen, aber ich bin unbesorgt, man wird mir keine anbieten! Alexandre Parodi, der Verfasser der Reine Zerana", antwortet: Ich. ein Deputirter? Nein nein, nicht um Alles m der Welt! Aber ich wurde mit Vergnügen wenig sein! Haben Sie mir einen Thron anzubieten?" Pierre Loti hat auch keine Lust, Kammerluft zu athmen. I. Claretie schreibt: Ich finde, daß es diePflicht eines jeden Menschen ist, seinem Lande nach seinen Kräften zu dienen. Aber es scheint mir, daß ein Schriftsteller, der allgemeine Ideen auSspricht und die Sitten macht, ebenso nützlich, ja vielleicht nützlicher ist, als der Politi ker. der die Gesetze macht.- Der Vete ran des Melodramas, Ad. d'Ennery, schreibt: Sie fragen mich, ob ich für dre nächsten ammerwahlen eine Can didatur annehmen würde? Ich würde sie energisch ablehnen. Die social f. . ? i r jr. . i nrins, Die wir ouraMaazen, rcuo im wer heftiger und bedrohlicher. Ein schrecklicher Kampf bereitet sich vor. der memer Meinung nach nur durch dlt folgende Formel bischworen werden kann: die Sicherheit der Besitzenden, garanhrt durch das Wohlergehen Der jenigen, die arbeiten. Die Männer, die in sich die Krast füh.'en. dieses Problem zu losen, mögen ein Deputirtcnamt an nehmen. Ich gestehe ganz bescheiden em, daß ich daran, verzichten mun! Goncourt lehnt die Candidatur sür die Kammer ab, weil xnan nur ein Metier gut betreiben kann . und derselbenAn ficht ist Andre Turiet. der schreibt: Man kann nicht jttd Herren dienen: der Literatur und der Politik. De? Poet oder Romanschriftsteller, welcher f.! fi f.fi , r i p leine unji lieor, muy ncy mttt ausschließlich widmen, (fr hat aenua zu thun, wenn er sein Werk aut vollenden will, und kann keiilö Zeit damit der ueren. die krummen Pfade der Politik einzuschlagen." EdouardCadol ist offen und antwortet ohnettmschweife. er lehnt jede Candidatur für die Kammer ab. weil er sich nicht in schlechter Ge s llschast gesällt und JuleS Vernt begnügt sich damit. Mitglied des Ge meinderaths zu Amiens zu sein wo man sich niemals mit Politik be fchäfligr. Die Revue dS btut Mond, 5". Eine Skandalgeschichtk in der groben Ilteranschen Uvelt von Par,S ist fei einigen Tagen in aller Munde. Sie hat erst in dunklen, dann in deutlichen Andeutungen, schließlich mit Namen und Einzelheiten ihren. Weg in dis

Blätker gefunden und bildet heule den

Gegenstand der Erörterung an leitender Stelle. (5s bandelt lick um die Ne vue des dcur Mondes", unbedingt die erste und die berr ckcnde 5Ze:tkckritt Frankreich? seit vielen Satiren, br Lei ter und Haupttheilhaber Bulo; ist. wie lo viele vor ihm, der unqezugclicn Vltiaung für das ewia Weibliche um c)yscr geworden. Cr ist unter die saurer, die rpre;er gesallen. und ein sauberes Ehepaar hat ruhig und zielbe wu'gt dcn Mann, der an der Scbwelle der Fünfzig steht, um einige Millionen geschröpft, zulegt vzd) dazu gebracht, für 600,000 Franken Wechsel zu unter, zincn. mit einem Wort, ein Vermö gen von 300,000 Franken Einkünften fast ganz zu verschleudern. Zuletzt hat in nreund der Familie der OiaU'm des Gevlünderten die Slicklaae daraeleat. rtrau Buloz bat auf Gutertrennuna und Trennuna von Tisch und Bett an. getragen, den Zugang zwischen den Re bactiönsräumfn und der Familienwoy nung vermauern taen. und die cat wird demnächst vor den Gerichten ihren weiteren Verlauf und unvermeidlichen Allsgang finden. So weit wäre die ganze Angelegen hcit nur eine unerquickliche Fainilien angelegenheit, ein Ereignib. wie es auf dem Pflaster der französischen Haupt stadt, ieder Großstadt, wenn nicht alle Tage, doch leider häufig genug vor kommt. WaS der Sache aber in dle sem Fall eine besondere Bedeutung gibt und die öffentliche Meinung in den lite rarischen, wissenschaftlichen und sogar in manchen hocharlstokratischen Kreisen in Bewegung setzt, daö ist die eigen thümllche Stellung der Revue deS deux Mondes". Tiefe Revue nämlich ist im Laufe der Zeit, vom Vater auf ben bisher regierenden Sohn, nicht nur die erste Zeitschrift Frankreichs, viel leicht Europas geworden von den etwa 40,000 Exemplaren, die sie ab zieht, gehen die volle Hälfte m s Aus land , sondern sie bildet auch den Mittelpunkt eineS gi eßen geschlossenen Jnteressenkreises. Die Gattin deS Leiter, eine begabte, entschlossene Frau, die mehr durch fast männliche Ueberle genhelt als durch weibliche Anmuth glänzt und neben der Herr Vuloz fast den Eindruck der Schüchternheit macht, hatte unter dem Schatten der mächtigen Zeitschrift einen Salon, man könnte fast sagen, einen Hof gebildet, der m unseren Tagen republikanischer Zer splitterung und Verflachung ohne Lärm allmählich zu mächtigem Einfluß gelangt ist. Auf dem neutralen Boden ihre reichen gastlichen HauseS fanden die Führer, die hervorragendsten Perfön lichkeiten aller maßgebenden Kreise einen angenehmen Berührungspunkt. Nicht nur die Häupier der gelehrten Zunft, der Schriftsteller und Künstler, sondern auch die wirklichen Größen der Politik und Finanz und sogar des Heeres begegneten sich unter seinem Dach, und die Unsterblichen der Akade mie. zumal die recht konservativen, die man auch wohl die Herzogspartei nennt, hatten dort neben dem PataiS Mazarin ihren regelmäßigen Sammelplatz. DaS HauS Buloz war nachgerade eine Art Durchgangsstation sür die Akademie ge worden, wenigstens für alle diejenigen Candidaten, durch deren Wahl der Kreis der Unsterblichen sich nicht selbst mit neuen Nuhmeskrünzen schmückt und die auf freundliche Förderung und kluaeS Sammeln von Stimmen angewiesen sind. Noch manches andere wurde in diesem Salon mit der Tasse Thee in der Hand, bei Concert oder Ballmusik oder bei den dienStäglichen DinerS im Winter durch liebenswürdiges Zusammenwirken I erledigt. Professoren hatten dort ihre Stellen, Prosessorentöchter ihre Männer und Schriftsteller ihre Preise und Aus Zeichnungen gefunden. Kurz. daS HauS Buloz war ein einflußreiches, mächtiges, herrschendes HauS, und alles daS ist heute zusammengebrochen und mancher ist bestürzt und verstört. Die Revue deS deux Mondes cm sich wird ihre Stellung voraussichtlich behaupten, wenn sie auch bei manchen sittenstrengen und treuen Lesern und Anhängern immerhin einen Stoß er leiden mag. Ihr arbeitender Stab, ihre literarische Leitung und Redaction, an deren Spitze Brunetiere steht uud die als ställdige Mitarbeiter unter an dern die Namen Cherbuliez. Lavittt, Radau, Faguet, Larrouniet. de Aogue, Fouillee uud Bourdeau ausweist, bleibt von dem neuesten Aergerniß unberührt. Doch die GeschästZleitung muß, so viel sich zur Stunde übersehen läßt, in an dere Hände übergehen. Zwar hatte der ältere Vuloz durch seine lki)twilligen Verfügungen und so weit sich da? sonst durch rechtliche Festsetzungen erzielen ließ, seinem Sohne die lebenslängliche Oberleitung der Zeitschrift gesichert. Allein anderseits muß statutenmäßig der Geschästöleiter mindesten zwölf Anteilscheine besitzen, was an sich schon ein Vermögen von 1. 200,000 Franken bedeutet. Wenn, wie eS heißt, die Mit besißer im Begriffe stehen. Buloz zum Rücktritt zu drangen, so erwartet man mit k'.nlgcr Spannung, wer sein Nacb -vlger werden wird. Ter EhesrcdacteUr Brünettere verfügt, wie eS heißt, nicht über genügenden Actienbesik. Sollte Vielleicht grau Buloz zur Regierung gelangen? Junger Mann (zu einer koketten Schönen): Wissen Sie auch, mein Fräulein, daß diese Dinge, die Sie als ss-furchiösr trivul betrachten, die Der lobungen, im Stande sind, einem Manne das Herz zu brechen? Sie: Gewiß, und daß ist auch das Einzige, wozu sie noch gut sind. Ein SportSmann, dem vor ein! ,en Monaten 3125 aeltoblen wurden. iat die folgende Zuschrift erhalten: wttDxttx Herr! Ich bin der Mann, der Ihr (Selb gestohlen hat. Die Reue nagt an meinem Gewissen, weßhald ich Ihnen $25 davon zurückschicke. Sobald mein Gewiffen weiter nagt, schickt ich mebr. LidöTullian. j '

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