Indiana Tribüne, Volume 16, Number 332, Indianapolis, Marion County, 20 August 1893 — Page 10

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SnduSrieoder StaalS'Ansstessung, in Amerika so woh! wie in fremden Ländern, wo St. Jakobs Oel ausgestellt wurde, hat ti jedesmal die höchsten Diplome als das beste ZSttlel zur Heilung von Schmerzen erhalten und zu?ar auf der New Zealavd nssteLung, 1832. Lslrutta Umstellung, 1883-8-!. lkinrinnati Gewerbliche uöstkllnng, 188t. Lalissrnia EtaatS-Ansftellung, 1854. Louisvillk. y., usstkllung, 1884. Waxylaud taatZ-Luöstrlluvg, 188t. Tr. . A. TntcZiffc, rftauM !ti) a-Ct r iKUttw mtt jpun&ci tltifirn j len ur. mit eMcte unt Uiir-fi&nCäeitc . tto. t 0ft Viarket Strafte. unU-enicim : S iih 10 Nbr !8crtc. i öt 8 U';' Ütrtj'r.. .:;t:t:: itjJtitnsxrne ;t. tel 5V T' 41. Dr. Wagner, Office : Jlo. tiO Gsl Ohlo Str. OZftceSl!i drn ' v Uli onunq. 5-4 Uhr yjaämittaa. kSohnung: tffke Brsaklsy Viucvlu Cfcf. 5y ?elvion bii. Dr. Aineliii lt. Keller, Office: 39 Süd Meridian Straße. ' 9 10 Vbr Vurrn. Cincf5iuuDtrn : 2 4 lUt sJiacrin. ( 7 ?!?rAdends. e l e p h o n 90?. 1)1!. XParntoeBr, Chirurg und Frauenarzt. Heilanstalt und Cfnce: 194 Ost Mickigan Skragc, ('LSe Ulufiadinfetti Ävcnue.) Täglich von ii Uhr. Sonntag ausgenommen. Bandagen und wundärztliche Apparat? Bruct'dZnder, Lrückcn, Tckienxn un alle wundrzilicden Gegenftänse. Das gröhtk Lager küaftlicber Äugen. Wm. H. Armstrong & Co., 77 Süd Illinois tiafje. Dr. PFAFF, Office: 134 Nord Pennsylvania Str. Offtck'Ttnden von 2 t Udr ?!ackm. No. 425 Madison Avenue. Stunden von 10 11 Uhr Porm. iöodnnna: lö" "k.Aiabam-str. .E te.rmontstr. ?ck,kün ' CMiffJ'J. Xclepüon . j u36liunM!)3st. Dr. Vnrckhardt, Veutscher Ärzi. Ossiee und Zobnung: No. 382 Süd Meridian Str. Olsice'tunden : 8 bis 9 Uhr Vorm. 2 bis 3 Uhr Ä!lt,m. 7 bi, Uhr rldss. TvunkaS vormittags. 1tUtbou 280. Dr. C. N. Schaefcr, Krzt und Chirurg, o. 43 Madison Avenue. ,lbe Morris Str. Sprechstunden : 7:309 Uhr Margen!. i-Z Uhr Z!ackmittagS. 7:309 Uhr Abends. Telephon SS. UDn?- ß5Lf9 No. 38 Ost Ohio Etraße. Vpreckstunden : 1 12 Ubr Brn:tttag. 1 8 Nat!n,,ltaas uno h Avcno. sonntag von i 3Utjt achmlttags. Dr. I. Btthler, Teutscher Arzt. Office und Wohnung: 337 Süd Delaware Straße. Offtee-Stunden: 8 9Uhr Borm.: 2 ? Uhr Nachm.: 7 9 Uhr Abend. Telephon Uia. CIIAS. G. MUELLEK, Deutsche Apotheke Nachfolger von W. 33. Scott. Zlo. 667 Wirginin Avenue, Ecke Coburn Str. Telephon Ym. Nachtalocke an der Teitentbiire. Rrrvte TaaS undtchtS sorgfältig gefallt, greie Ablieferung. Ferd. A. Müller, (Nachfolger fr e,cae VZÄller.) Apotheker. Tie Unsertiguug doa Rezepte eschiebt t Avlcksfiger. schversZöndtgerketse. Südweft-Scke der Ost Washington und OS Otv Telephon 870. Fragen Sie Ihren Grocer nach Princeb Mehl." gabri,irt on der Blanton MiUtng VB,

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Wie Linem die Wilddieberei abgewöhnVurde ! Von Oswald aiyl, Wner Vorsladtzeitun?.

Im Kreise Ober dem Wiener Wald in Oesterreich ist die Wilddieberei nichts seltsames. Sie wird im Gebirge wie in der (bene getrieben, in den Revieren der reichen Klöster und Cavaliere wie in jenen der Privatpächter. Sie schadet na: türlich der Jagd, am meisten aber immer dem Wilderer" selbst. Hat der Iagdteufet" einmal den Bauer erfaßt, dann läßt er ihn so leicht nicht mehr los, zieht ifm von Saus und Hos mit aller Macht weg in Wald und Feld, bringt ihn nach und nach in den Kerker und allmählich an den Vettelstab. Daß es so ist. beweisen leider alljährlich viele Fälle; und aerade so ernste Gedanken moacn das Herz der hübschen Mühlbäuerin in T . . bcroegt haben, daß ihr Mann, ein ehemals so rarer" Bauer, unter die Wilderer gegangen. Vor drei Jahren war's, da hat er, der saubere, treuherzige Bursche, sie zum erstenmal mit Wissen der Alten" am Kirchweihseste zum Tanz geführt. Den ältern war's recht. War doch der Toni ein braver Bursch aus gutem Haus und die Kathi eine munzerlsaubere" mit einem schönen Stück Geld. Die Liebszeit" ist auf dem Lande gerade so selig wie in der Stadt, und so waren denn der Toni und die Kathi ein seliges Liebespaar, glückliche Vrautleut, und gar bald ist aus ihm der Mühlbauer geworden. Das war, wie gesagt, vor drei Jahren. Selige Zeit! (5r wirkte rechtschaffen im Felde, sie im Haus und Stall, und sichtbar ruhte der Segen Gottes aus ihrer Wirthschaft! Sie katten gefüllte Scheuern, prachtvolles Vieh; die Kühe gaben reichlich Milch, Schweine und Schafe wurden niemals krank, aus der St. Pöltener Sparkasse hatten sie ein nettes Bücherl im Kasten und als nun gar erst einmal ein Bübel" in der Wiege lag, da hatte selbst Rothschild diesen Bauersleuten lhr Gluck nicht abkaufen können! Lcider blicb'S nicht so ! Dreiviertel Jahre mögen's sein, da änderte sich der gute Mühlbauer nach und nach gewaltig, früher war er niemals oder selten in die Torfschenke qeqanaen: wozu auch? Schmeckte ihm doch der Haustrunk" dahenn oel der schmucken Zllauerin und dem blauäugigen kleinen Schreihals weit besser als irgendwo ; fuhr er an Donnerstagen auf den Wochenmarkt nach St. Pölten, so war er gewiß der erste wieder daheim, kurz er war ein Musterbauer". Nun aber blieb er oft ganze Tage in St. Polten, und in der Dorsschenke war er schon ein rammgasl . naiv mußte er mit dem Steffen wegen Holz reden, bald mit dem Florian wegen Kleesamen, immer fand er Vorwände, um wegzugchen, immer öfter ging er fort, immer spater kam er heim. Avar die Mühlbäuerin anfangs heimlich traurig, so wurde sie bald offen grantlg und brummig, und was vordem nie gewesen nun fielen gar oft schon mürrische grobe Worte zwischen den beiden früher so glücklichen Leuteln. Gar manche !acht welnte die Bäuerin einsam in der Schlaskammer und oft genug mußte sie'S unter (5kel und (sntseven erleben, daß der Bauer toll und voll getrunken tn's Hau? polterte. in der Wirth schaft gina's auch nicht mehr recht vom Fleck. Des Morgens schlief sich der Bauer aus und die Knechte faulenzten am Felde. Wohl zermarterte sich Kathi den Kopf und weinte sich die Augen roth, doch konnte sie den Grund nicht finden zu dieser traurigen Umwandlung ihres oni. Eines Sonntags nach dem Essen er war im Wirthshaus faßte sie sich ein Her; und ging zu ihren Eltern und klagte ihre Noth. Diese nun sagten ihr. daß sie es längst gemerkt, daß iin ganzen Dorf, schon darüber gemunkelt und geplauscht werde, daß der Toni ein Wilderer geworden. Es sei nämlich vor Kurzem ein bekannter, oft abgestrafter Wilddieb in's Dorf gezogen und der habe nach und nach den Toni fchlau eingefädelt. In der Dorsschenke seien sie zusällig bekannt geworden und allmählich öfter, dann täalich zusammengekommen. Dabei habe der Toni saufen" und Kartenspielen gelernt und dem gesingelten Lumpen" manchen Groschen angehängt; dieser habe auch dem Toni die verbotene Jagd so lockend geschildert, daß er endlich in Gesellschaft des schlechten Kerls" (P . . . hieß er), in neuester Zeit schon ein paarmal allein in die Au geschlichen sei. So erzählten die Alten". Mit Kummer und orge m Herzen ging die arme Mühlbälsklin nachdenklich heim. Dort saß sie an der Wiege des Bübcls" und klagte dem schwarzgeräucherten Muttergottesbilde ihre schwere Noth. Sie war aber ein gar resolutes, junaes Weib, muthiqer und fester im Eharakter als der Bauer, der ja lmmcr als gutmüthiger, taubensanfter Trauminöt" bekannt war. Jetzt wußte die Bäuerin den Sitz des Uebels. Wohl saß sie noch ein Stündlein sinnend im Stübchen, nun war aber auch ihr Entschluß gefaßt. Was Weib heißt, ist Diplomat, und so werden wir sehen, wie diese ländliche Diplomatin, die ihren Toni in- und auswendig kannte, eine List ersann, die ihn kurieren sollte, die r r i freilich oe: einem anderen Manne zu schlimmem Ende hatte fuhren kennen, bei ihrem Toni aber radikal wirkte. Sie war fortan crnst, aber nicht unfreundlich a,cgen ihn und nichts verrieth ihm, daß fie seine Schliche kenne. So ainq's eine Woche fort. Vor sechs Wochen e.twa, dq war eine stocksinstere Sommernacht im Neumond, just so, wie's für Wilddiebe paßt. Der Bauer verließ Abends schon das Haus. Er müsse nothwendig mit dem Fleischer re den, wegen der braunen Kuh, die keine Milch mehr gebe. Ist schon recht, dachte die Bäuerin! Bald nachdem cr fort war, zog sie von. ihm hohe Stiefel und einen langen Winterrock an, stellte den Kraaen aus und drückte sich einen alten breiten Hut in die Stirne. Nun küßte sie ihr Kind, nahm einen langen Prügel zur Hand und schlich durch den Garten hinaus gegen die Au zu. Beider Mühlbachbrücke, dem einzi gen Weg, der aus der Au führte, drückte öe sich in die Stauden hinein. Diesen

Weg mußte dc? Toni heimwärts kommen. Wohl klopfte ihr das Herz im Mieder und Angst durchfröstelte sie, als Stunde zu Stunde von der Turmuhr in finsterer Nacht herüber klang! Endlich nahen Schritte! Ja, er ist'S Sie kennt

ja seine Gestalt gar gut, wenn ihn auch das böse Gewissen drückt und er dahin schleicht wie ein echter Dieb, voll Angst und Flucht ! Er ist der Brücke schon nahe! Da springt sie mit einem Nuck aus den Stauden heraus, hebt den Prügel wie ein Gewehr und ruft mit rauher stimme: Halt! oder i schieß!" Und der Toni folgt! Wie er folgt! Umkehren, Gewehr wegwerfen, in die Au stürzen, das war eins ! Sie ( lauscht eine Zeit, dann springt, sie vor, ' hebt das Gewehr auf und eilt im Fluge nach Hause. - j Sie lag schon längst scheinbar schlafend im Bette, als der Bauer in die Stube trat. Den Morgen darauf war der ?ute .onl wieder einmal, wie in guter rüherer Zeit zeitlich auf. Die Bäuerin war freundlich und fragte, was er wegen der Kuh ausgemacht? Sie seien Nicht bandelelns geworden, sagteer, grüßte und ging o Wunder auf's Feld zu den Knechten. MittaaS erzählte iijin die Bäuerin, auch als List, daß ein Gcndarm dagewesen und gefragt, ob er nachts daheim gewesen sei, was sie bejaht habe. Toni ward blaß vor Angst, war aber fortan kein Wildern mehr. Vor vierzehn Tagen war ich in T . . . . and hab' die Mühlbauersleute heimgefucht, als ich dort auf Hühner jagte. Der Toni war wieder der brave Musterbauer" und Kathi die glückseligste Bäuerin. Sie hak bei dieser Gelegenheir mir und ihrem Manne die ganze Geschichte erzählt. Er hat große Augen gemacht und mir sind sie übergegangen vor Rührung und Lachen über das prächtige Wcib. Als ich ihr sagte, ich werd's in die Zeitung geben, da war's ihm freilich nicht ganz recht, aber sie stimmte freudig zu und sagte, daß es recht gut wär', wenn sie'S in allen Dörfern lefen könnten, daß der Bauer am glücklicksten ist, wenn er tüchtig wirthschaftet und die noblen Herren-Passionen läßt, die ihn nur vom Haus und Hof abziehen und Un glück bringen. Und so ist's richtig in die Zeitung gekommen. Ein Traum im Carcer zu Göttin, gen. Unter den gemüthlicheren" Festgaben zum Göttinger Jubelfest finden wir ein kleines Schriftchen: Vierundzwanzig Stunden auf dem Earcer." Von Dr. phil. Ernst Heinrichs. Da wird auf 15 Seiten eine ganz nett geschriebene Geschick)te erzählt, wie es Einem gehen kann und che Erinnerungen und Stimmungen weinen überkommen, wenn man 24 Stunden lang im Earcer zubringen muß. Wir greifen die für die Vergangenheit recht charakteristische Traum:Erzählung heraus, mit welcher der Verfasser sich und dem dienstwilligen Schlüsselbewahrer eine Vietelstunde Zeit vertreibt: Wilhelm so heißt des Hauses redlicher Hüter mußte sich auf den Stuhl sehen, ich aber trat hinter den Tisch, nahm mein Manuskript in die Hand und sprach erst folgende einleitende Worte: Sie werden wissen, daß uns im Traume meistentheils das beschäftigt, woran wir kurz vor dem Einschlafen gedacht haben. Nun haben Sie ferner geiviß schon ahört, daß augenblicklich in Göttingen ammlungen für die deutsche Flotte veranstaltet werden. Davon war denn auch gestern in meinem Bekanntenkreise viel die Rede, und ich wurde mehrfach angegangen, mich alsPatriot zu lcgitimiren. Vorsichtig bat ich mir Zeit zur Üeberlegung auö und meinte, so etwas wolle bedacht sein; man lachte mich aus. aber ich blieb standhaft und ein Glück, daß ich es geblieben; denn nach dem, waS ich diese Nacht geträumt habe, werde ich mich wohl hüten, auch nur einen Groschen für die deutsche Flotte zu opfern. Nun hören Sie ausmerksam zu, ich habe heute morgen mei nen Traum niedergeschrieben und werde Ihnen denselben jetzt vorlesen. Tic Göttinger Eorpöstudenten hatten eine Summe von 200 Thaler für die deutsche Flotte gezeichnet und beschlossen, daß das Geld bis zu einem bestimmten Termine eingezahlt und Tages darauf weggeschickt werden sollte. Ich hatte 20 Silbergrosehen gezeichnet, und auch sogleich baar einbezahlt. Als nun der festgesetzte Tag kam, stellte es sich heraus, daß alle Eorpsstudenten kein Geld austreiben konnten. Da wurden meine 20 Silberqroschcn allein weggeschickt und dem, sottencontitö wurde mein Name ausdrücklich genannt. DaS Eoinite sagt mir seinen Dank für solche Bethätigung meiner patriotischen Gesinnung und di ganze Geschichte kam in alle Zeitungen und endlich auch in das Göttinger Wo chenblatt und aus dem ersuhr es das aca-. demischc Gericht. Da erschien es war an einem Dienstag Morgen Herr MagnuS vor meinem Bette, und als er mich mit feierlicher Stimme im Namen dcs Prorectors vor das academische Gericht citirte, glaubte ich, der jüngste Tag breche an und ich sollte über alle Sünden, dic ich noch hätte begehen können, Rechenschaft ablegen; und es schien mir, als ob ein Engel mit flammendem (Schwerte vor meinem Lager stände; es war aber, als ich genau zusah, Herr Magnu?.' ?llS ich 'nun hinging," wo meiu Schicksal entschieden werden sollte, pochte mein Her; vor Angst laut, daß die Leute aus der Straße stehen blieben, aufhorchten und nicht wußten, was das bedeutete; ;ch aber wußte eS. Ernsten Blickes führte mich ein Pedell ins Gerichtszimmer, wo mich die Richter erwarteten ; sie maßen mich mit Blicken, die mir tief in div Eeele dranafn. da mein Herz noch lauter zu schlagen anfing. Er aber, dex Mann mit dem Alles vernichtenden Auae, ragte mich, waS ich gethan hätte. Mix lsitttkN die thränen aus den Augen und t : l ii. oi.ii. icy laare, icn yane oie ocuilc m,i? gc stiftet, ich wolle es aber auch ganz aewi nicht wieder thun. Da wurden ihr? Gesichter freundlicher und sie sprachen leise miteinander, während ich vergebens mein Urtheil aus ihren Zügen zu lesen suchte, denn auS denen konnte man nichts lesen. Endlich sprach der Höchste von ibnen. daß für ieden Groschen, den icb

gegeben iarie, mir e;n Tag (rarcerstraft beschicden sei. Schnell fing ich an zu rechnen und stellte fest, daß das 20 Tage Summa Summarum brächte ; doch sie rechneten 24 Tage heraus, denn sie waren noch einige Jahre zurück und rechneten noch nach Mariengroschen. Sehen Sie. Wilhelm, das war mein Traum und nun uitheilcn Sie selbst: 24 Tage Earcer, wenn auch nur im Traume erlebt, sind schrecklich ; wie würden sie in d Wirklichkeit sein! Ncin, wenn die deutsche Flotte nicht ohne mich zu Stande kommen kann, so muß sie auf das Glück der Eristen; verzichten. Man hat auch Pflichten gegen sich selbst." Wilhelm war ofsenbar enttäuscht, er hatte sicher Großartiges erwartet, aber er war zu gebildet, als daß cr mich seine Enttäuschung hätte fühlcn lassen. Er blieb liebenswürdig wie vorher und versprach, mir einige Flaschen Bier, die ich, den trägen Gang der Zeit zu kürzen, noch für nothwendig hielt, recht bald zu besorgen." ZU Elmsfeuer.

Ueber elniae merkwürdige Veobachtun gen von Elmsfeuern berichtet die Meteorologische Zeitschrift": Der im Seengebiet des österreichischen !alzkammergutes gelegene chasberz ist durch seine starken Gewitter und Blitzschläge bekannt, und die elektri schen Spannungen zeigen sich daselbst auch ebenlo häusig durch Elmsfeuer an. Kleine blaßblaue birnförmige Flammen von der Größe einer Lampenflamme spielen dann an der Spitze des Flammenstockes vor dem Hotel; sie verschwinden mit zedem Blitz und erscheinen mit zunehmender Spannung wieder. Dieses Spiel wiederholt sich, bis das Gewitter sich entfernt. Ganz dasselbe beabachtet man an den Spitzen der Blitzableiter, und hier sind die Elmsfeuer etwas größer und lichter gefärbt, sie verlieren ihre birnförmige Gestalt und erscheinen lang gezogen, einer gelben Röhre ähnlich. Bei stärkeren Gewittern beobachtet man kleinere Flammen an allen möglichen Gegenständen, am Windmesser. an Eisentheilen des Gebäudes, am Boden, an spitzen Steinen des Berggipfels u.s.w. Auch an denFingerspitzen der aufgehobenenHand, an der Nase oder an der Spitze eines emporgehobenen Bleistiftes zeigen sich bläuliche Flammchen, alle etwa in der Größe einer kleinen Erbse. Zuweilen ist der Mensch derartig mit Elettnzität geladen, daß wie beim Versuch auf dem Jsolirschemel die Kopshaare sich emporsträuben, während dieBarthaare mehr wagrecht abstehen. Dabei fühlt man ein starkes unangenehmes Prikkeln und eine Erwärmung im ganzen Körper, jedoch empfindet man dort, wo die Finger leuchten, nichts. Die qroßartigste Erscheinung von Elmsfeuer hat einmal am Dreifaltigkeitssonntag der Besitzer des Hotels, W. Grömmer, der zugleich die meteorologischen Beobachtungen für die Wiener Centralanstalt auf dem genannten Berggipel macht, im Innern des Hauses erlebt. ES ging damals ein besonders heftiges Gewitter hernieder. Viermal nach einander schlug der Blitz neben dem Hotel in den Berg, der fünfte Strahl traf den ersten Stock des Hauses. Alsbald entstanden an der Stiege zu demselben in Zwischenräumen von je einer Sekunde Elmfeuer in der Höhe von 7 Fuß. Diese furchtbar schönen Flammen waren im untersten Viertel grellweiß, weiter oben gelblich, dann gelblich grun, lichtblau, bis sie sich an der Decke ohne sichtbare Grenze ins dunkelblau verloren. Als ich vorbeirannte, schreibt Herr Grömmer. um im ersten Stock wegen Feuersgefahr nachzusehen, sah ich auch dort im hinteren Theil, wo das Gebäude unmittelbar an den Felsen angebaut ist. Elmsfeuer von gleicher Höhe und Stärke wie unten, während es noch zweimal in das Gebäude und sehr oft um dasselbe einschlug. Dabei machte ich die Beobachtung, daß diese Flammen einen Hund, welcher zufällig beim Aufsteigen einer derselben mitten durch sie hmdurchrannte. nicht im Mindesten verletzten, obwohl er vor Schrecken aufheulte. Es zeigte sich kein Haar an ihm versengt, und auch nachträglich befand er sich ganz wohl. Die großen Feuer stiegen blitzartig auf. blieben eine bis zwei Stunden, yhne an farbiger Leuchtkraft zu verlieren. ruhig stehen und verschwanden auch blitzartig, aber nie mehr als höchstens zwei zu gleicher Zeit. TchisssahrtA VermessungS dienst. Entschieden zu den wichtigsten Zweigen unseres Marine-Departe-ments gehört der 5tllsteii' und Tief-wasser-Bermessungsdienst, und es war ganz selbstverständlich, daß derselbe auch auf der jetzigen Weltausstellung eine würdige Vertretung fand, die ihm übrigens spät genug zu Theil geworden ist. (Das Bundes-Berines-sungsboot Blake" ist erst vor einigen Wochen in Chicago eingetroffen.) Unser Küsten- und Wasser-Br.nef sungsdienst hat etwa 3.0,000 englische Meilen Küstenlinie zu überwachen, Alaska noch nicht eingerechnet. Wie werthvoll es sei, die Schisffahrt. möglichst leicht und sicher zu machen, wurde bei uns verhäljnjßmäßtg frühzeitig anerkannt; im Jahre 1807 wurde dieser Dienst aus Empfehlung des Präsidenten Thomas Jeffecfon eingerichtet. Ein Geschwader don 15 Schissen, darunter 8 Dampfer, ist gegenwärtig für denselben bestimmt, und 37 Officiere und 250 Seeleute sind darauf beschäftigt. Außerdem beschäftigt das geodetische Büreau in der Bundeshauptstadt 135 Personen, und in Philadelphia sowie in San Francisco begehen Zweigämter desselben Das jetzt in Chicago vor Anker liegende Boot Blake" (das nebenbs! di Bestimmuna bat. aegen Ende Octr

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nach der eekuste zu bugsiren) lst ein gutes Muster dieses Dienstes und entj hau auch alle alten und neuen Gerathe : sowie Karten, welche in demselben benutzt werden. Das Boot hat 8 Osficiere und 35 Mann und wird gegenwärtig vom Lieutenant G. W. Mentz befehligt. Es ist darnach gebaut, daß es sich in allen Arten Wetter auf der See aufhalten kann, und wird daher vorwiegend für die Tiefwasser-Arbci ten verwendet, für welche es vollständiger ausgerüstet sein soll, als zedes andere Boot der Welt. An feinern Aeußeren und Inneren kann daher dieser Dienst besonders vorteilhaft oaraestellt und studirt werden. Was die vorzunehmenden Arbeiten betrifft, so sind dieselben ziemlich mannigfacher Art. Es muß die Nichtung und Geschwindigkeit der Wasserströmung genau festgestellt werden. Ehe dies . geschieht, wirft das Boot seine Anker aus, die ein Gewicht von 350 bis 500 Pfund haben und mit Kabeldrähten, welche eine DamvfMaschine in Bewegung setzt, aiedergelassen und wieder zurückgezogen werden. Man hat zwei StrömungsMeßapparate, beide von Amerikanern erfunden: den Pillsbury'schen und den Haskell'schen. Letzterer ist ganz neuen Datums und bis jetzt nach nicht in größeren Tiefen benutzt worden. Mittels dieser Apparate kann man beobachten und aufzeichnen, obne das Instrument aus dem Wasser zu nehmen. und auch in anderer Beziehung wird viel Zeit gespart. Für den Laien wäre es nutzlos, diese Vorrichtungen hier zu beschreiben; es sei indeß bemerkt, daß hauptsächlich durch metallcne Rädchen oder Ruder die Richtuna und Schnelliakeit der Strömungen gezeigt wird; dazu kommt noch ein Compaß. Die Tiefe-Verme-ssungen werden mit Klavier-Draht vorgenommen, welcher an der Vortseite des Schiffes über ein gerinntes Rad hinaus sechs Fuß. oder einen Faden, hinabgeht, während das Rädchen eine Umdrehnng macht. Bei jeder vollstündiqen Umdrehunq werden wieder 6 Juf; 5raht entrollt, und ein: Maschine zählt 'elbstthätig die Drehungen. Aehnlihes haben wohl schon viele Leser und Leserinnen als P.Jgiere auf Oceanampfern beobachten können. An dem vraht ist auch ein messinqencr Bcchcr, mit einem Bentil unten, befestig', und dieser Becher wird in eiue cschützkugel. die zu diesem Ztoecke i';;i Loch hat. gesteckt. Sobald da schwere Geeicht den Gr::nd dcs Wassers trifft, öffnet sich das Lentil, s?daßSchlamm und Wasser In Un Becher dringen kann, die Geschützkngel löst sich los. und zugleich schließt eine Sprunafcder in dem Becher das Ventil wieder. Solcherart wird zugleich Wasser und Grund schlämm vom Boden des SNee res herausbefördert, und ersteres wird auf seine Dichtigkeit geprüft, letzterer auf die mikroskopischen Lebensformen, die sich in ihm befinden. Die besagte Kugel geht natürlich jedesmal verloren. Mit besonderen Apparaten wird auch das Steigen und Fallen der Fluth beobachtet und sorgfältig studirt; einer dieser Apparate überträgt selbstthätig die Fluthenbewegungen auf Papier, wozu dann noch jedesmal die genaue Zeit vermerkt wird. Das sind einige der Aufgaben dieses Dienstes, der schon zur Entdeckung vieler neuer Thatsachen, z. B. hinsichtl'ch deZ Golsstromes, geführt hat. Unter den Odd Fell vwö wvb' bekannt. Julius Grummann. der Jahre lang über das Odd Fellows Gebäude die Aufsicht führte und einer der bekanntesten deutschen Bürge: ist, wurde vor neun Jahren von einem hiefi gen Arzte vom Bruch kurirt. Die VoUstön digkeit seiner Heilung drückt Herr Grummann in folgender Weife aus : Indianapolis. Lt. März, 1893. Dieses bezeugt, daß ich im Oktober im Jahre 1884 von Doktor W. . Nott für einen Bruch, auf der linken Seite behandelt wurde. Am 1. Noven her wurde ich als kurirt be trachtet und n?ar es auch. Ich habe Dr. Nott viele Patienten zugesandt und kann ihn Allen in dieser Hinsicht Leidenden empfehlen. Er thut AUes, was er verspricht. Julius Grummann, Custodian des Odd Fellows Gebäudes, Nordost Ecke Pennfylvania und Washington Str. Wir beantworten alle Anfragen per Post in prompter Weise. Dr. W. H. Nott. seit 23 Jahren ein praktizirender Arzt, 14 Jahre in Indianapolis, hat in den letzten tt Jahren di Kurirung von Bruch zur Spezialität gemacht. Er macht alle Untersuchungen und ferneren Behandlungen persönlich. Bedingungen: Keine Bezahlung bis kurirt. Pamphlete frei. Adresse Dr. Nott, Rupwre Cure Co., 20Z West Washington Straße, Indianapolis, Ind. HTn rmnaUsaHim. Saloon ll. Billiard-Hall No. 9.2 Oft Washington Str. Jokr Meilarlier. s.iaentbümer Extrafein! Creme de 1er Creme ! Nur in Flaschen! PALE SELECT! DaS beste Bier in der Stadt. Gebraut von der HOME BREWING CO mD TOUKX&Tb& nBTD&9 JA &ub Delaware Git. Ttledtjo W.

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