Indiana Tribüne, Volume 16, Number 325, Indianapolis, Marion County, 13 August 1893 — Page 4
t uIVIUUI Erslyeint - KllQild? uni Sonntngs Tie tagltZje .Tribun' koyci durch den TrSge? JXKcnt per Woche, die Gonntaa8Iribüne" k Cenl? erS3oaie. Beide zusammen 15 Senk? od?r 55 Cent per Sftonot. Per Post .ueefchllt in Do?. suSbezahlung V per Jahr. j Oince : No. IS SsiD ?l!olnma iv. Jr.dianavolik.Jid.. 13 August IS:? tnderleide . fa3 dem Holländischen ton (?rttst Keller.) Giebt es Armuth in Amsterdam? fttt
tthlAtt ?iftftit
M . ( V f v . . "im if.iv. "O I ' w1 vtung von Ferienkolonien berechtigt? Was halten Sie von Austheilung war mer Speisen in den Schulen? Unter mehreren solcher Fragen rich tete ich auch die obenstehenden an einen Bekannten, von dem ich vermuthen durfte, daß er über die Zustände bei uns wohlunterrichtet sei, und ick hatte mir
C3 war.r, oaß ir. unsrer raci vin ge- ctv VJttiiW sragie nocg giciajjcui, . ow miu cmcai wu.iuiuy , , s ft.fsf C?niTjnd ftfon toteli m.rh Oft Vcr l.i inr ferri,, i-.., tfn uns rttnr Amtft. fr nprttn jppt llfir rtrn b"1 W u,u? '"''".IT" :
vorgenommen, ieme Ammorl vazu zu Abends stieg ich, nachdem lq zuvor lange Rechnung ciott ohne den Wirth gebenutzen, UM mit den Lesern dieses Wo. ; nach der rechten Adresse gesucht hatte. ' mackt. Da saate mir nämlich der
chenblatteZ über diese Fragen einmal ge r.iLCX ... . (. v. ir.uiijuu) zu vrluanvcin. Die erbetene Antwort kam und bestand ans einer larmoyanten, wass und milchartigen Erzählung, feucht von sentimentalen Thränen und ungilßb durch Uebertreibung. Was sollte damit anfangen? Dem edeln Streben, meinen Lesern etwas NeueS aufzutischen, hatte ich eS zu danken, daß man mich mit einem Stück geheulter Prosa rega lirte; es ist also nicht mehr wie billig, dünkt Uiich, daß dieses von meinen Le fern verschluckt werde. Darum lasse ich eS unverändert hier folgen. Ziehe ich mir dadurch die Feindschaft seines Verfassers zu desto besser; denn ich wcrde dann hoffentlich künftig mit seinen un genießbaren Federfrüchten verschont. .Streichhölzer ein Stückchen Seife gefällig ? Ach, kaufen Sie mir 'was ab, mein Herr! ES sind echte schwedische und die Seife riecht so fein! Kaufen Sie mir doch 'was ab! G..' mir vom Leibe. Kind! fort!- sagte ich barsch, denn das Bette!m5dchen, das mick angeredet hatte, verursachte mir grofie Verwirrung in einer prächtigen Berechnnz. die ich im Achen gerade angestellt haue. .Mußt du denn nun gerade auf dem Trottoir vor mir herlaufen? Geh' fort, oder ich rufe den Polizisten herbei!- Er schreckt ging das Kind auf die Seite, und ich spazierte, meine Kalkulation wieder ausnehmend, weiter. Unwillkürlich iah ich am folgenden Tage, als ich denselben Weg ging, mich nach dem kleinen Mädchen um. ES war war wieder in der Straße und suchte, wie gestern. Streichhölzchen und Seife zu verkansen; mich aber redete es nicht an, es wich vielmehr scheu ans die Seite, als es mich erblickte. .Wenn jeder sie nur so tüchtig heimschickte so lachte ich bei mir selber dann würde die Straßenbettelei bald aufhören! Aber aus Gewohnheit und Denkfaulheit geben d:e Leute ruhig weiter und machen da durch das Bettelpack rn't jedem Tage unverschämter." Seltsamerweise fing eS nach einigen Tagen doch an, mir ein wenig leid zu thun, daß das Kind mir so ängstlich ouswich, und eines Morgens war ich s?tbst so thöricht, ein Päckchen StreichHölzer von ihm zu kaufen. .Danke Ihnen vielmals !" sagte die Kleine, als ich ihr außer dem Kaufpreis noch zwei Cents gab, und ich blickte ihr dabei einmal flüchtig in ihr Gcsichtchen. Ich gemehrte, daß sie blonde Haare und schöne Aeuzelchen hatte, aber mager und schlecht geuäyrt aussah; und im Weitergehen hernach simulirte ich ein Weilchen über die thörichte Frage, wie mir wohl zu Muth sein würde, wenn meine eigenen Kinder betteln und Streichhölzer und Selfe auf der offenen Straße verkaufen müßten. Nach diezem Morgen wurde ich ich weiß wirklich selber nicht, was mich T . i. m a dazu bewog ein regelmäßiger Kunde von dem Strelchholzermadchcn, und ich gab ihm (denn ich bin au, meine Art nobel) stets ein oder zwei EentS mehr als ihm zukam. Dadurch wurde die Kleine zutraulicher und ich sing eineS Tages ein Gespräch mit ihr an. .Warum gehst du nicht zur Schule?fragte ich. Das kann ich nicht, mein Herr, denn ich muß für meine Großmutter sorgen," antwortete sie. Leben denn deineEltern nicht mehr?Batcr und Mutter ist todt, und Groß mutter ist lahm wir wohnen so arm und kalt auf unserm Solder ist der Kalk von der Wand gefallen und wir lie gen auf Stroh wir leben von dem bis chen Geld, das ich verdiene und. . . . ES ist das alte Liedchen!- dachte ich, da habe ich die Bescheerung! Kaum fängt M2N mit so einem Geschöpf zu sprechen an, da wird auch schon ein An fall auf des Nächsten Portemonnaie ge macht!" Ich bin jedoch, wie ich schon sagte, auf meine Art nobel, ich schenkte dem Kindc zehn Cents mit dem Anfü gen: Kaufe dafür etn?aS Warmes ! Eine Zeitlang ging es aus diesem Fuße weiter, bis ich anfing zu bemerken, daß die Kleine öfters hustete und daß feuerrothe Fleckchen auf ihren Wangen sichtbar waren. Aber ich fragte sie na türltch nicht darüber, aus Angst, wieder allerlei Jeremiaden hören zu miicn. .Außerdem so sprach ich sehr ver künftig mit mir selbst außerdem ist eS mch!S mehr als natürlich, daß Je and, der den ganzen Tag in der freien Luft zubringt, ein wenig Husten kriegt, und die rothen Flecken nun ja, das kann nichts . anders als eine Art HautauSschlag sein, denn das haben ja meistens die Kinder ans der unteren LolkSllcMe.- . ,
"Ain" 'folgenden Morgen war da! Mädchen an der gewohnlcn Stelle nicht
! mehr zu sehen, und an dem darausfol ! zenden Morgen auch nicht. Es verging ! :ine, eS vergingen zwel Wochen end' ' lich ja. da war sie w'cder da. aber sie trentclte nicht, wie sonst, hin und her, sie w zusammengekrümmt auf einer Treppe. .Tu darfst nicht so krumm sitzen-, sagte ich in ermahnendem Tone, Jai ist nickt gesund für Binder! Wo hast du während der langen Zeit gesteckt?" ! .Ich bin so krank gewesen!- sagte sie leise. Schon mir ich im Begriffe, zu ihr zu sagen: Großmutter solle sie Leberthran. E:er uns uuiuta arome zn lieg ncqrncn lassen; aber ich schlucke diese Bemer kung noch zeitig wieder hinunter, als mir einfiel, daß Gloßmutter wohl nichk dazu im Srnnce sei. Ich sprach noch ein paar Worte mit ihr, gab lvr eine . . -i.' iHriniafeit denn ick bin cm mitleidi' w-v 4 p t 1 1 ivv 1 1 w tliia v i . uv4 iwiy iwviyivk, dann meinen Geschäften nach. Es ging nun wieder alles seinen alten Gang, bis das Mädchen nach ewigen Wochen wiederum, und nun während langer Zeie, fortblieb. Ob es Neugierde oder etwas anderes war, n?as mich beseelte ich konnt: es wahrlich nicht mehr sagen; aber emes eine armselige Treppe hinauf und stand -v r . . w r Letzteres sah ein Geist, und ich beeilte mich, ihm das Töschen mit Bruftbonbons zu geben, das ich unterwegs für dieses gekauft hatte; denn ich bin stets darauf aus, meinen Mitmenschen nützlich zu sein. Ich sprach mit der alten Großmutter,
uu vern wii vyiölUl1 "UÜ lUl,U Die 'Jiote yerauszuqeoen, oa gar lem -zz j " TOV.räStrrtr.rrnt sie : bewohnten Solder. - In dem Raume icingelb in der Kasse sei. Obgleich lten D r Jßtxmvynii er feblte jeder Komfort: ich ah mich ver. : ?,t w.n? i versuchte sofort ini den Schacht emz
. k a w a ikmau i n itittrsiirff i t rvi , l i 111111 uillul w lu uuj iu v v v -
geblich nach einem Teppich, einem Spie- rblUfft war. würate ick di? fick mi? dringen, allem well d .lZen
ar .el oder Gaslicht um. E'n aus dre, nT'n' hnQh Qualms war es e ne unmoziicyleii.
ich . Beinen hinkend Tisch, ein Stuhl, i flWr,; i tä xym, a s er oen
etwas, das wie eine Art Feldbett uZ. ft einem Bureau-Kollegen zu ?acht sah. das war alles. 7ntleknen und dackte sckon bei mir- luchte. Dieser geht 200 Yards hei ' T.e lahme Großmutter saß auf den, Zm f einFtenn)Sen unb ! wa 40 Yards von dem m und das Kind lag auf dem sog. Wheatley-Swllen sern wo sich d n nnnt?n ?tt PrMerrs. aK an ti c n.i Erplosion schlafender Keller uge
und da körte ich eine Erzählung dessen. I1L1K111L .1 1 VA LX J 1 1 Li ii. IUU1UL IlUili. UL1 U il& dieAuözehrung n. überlebte den Todih res ManneS nicht lange; die Großmut I "V I - - - " " , ter erlitt durch die mannigfaltigen Schrecknisse einen Schlaganfall und blieb : , """ gelähmt. Wie sollte sie sich die Kost verdienen? Nach und nach wanderte alles iil's Pfandhaus; endlich konnte das kleine Mädchra etwas verdienen, und jetzt. . . . Ich entfernie mich so rasch als mög lich wieder von Stätte, nachdem ich in einem Anflna von qroßem Edelmuth einen Gulden geopfert hatte, und ich ' war recht froh, als ich wieder zu Hause beim warmen Ofen saß, meine Cigarre rauchte und ein paar lustige Anekdoten las. Drei Wochen später saß das Mädchen wieder auf seinem alten Plätzchen und hielt es nun wieder einige Zeit aus. Ich . kaufte regelmäßig meinen Bedorj hpi tfir itrtS (urftrf hrrfrt Yiinrr " v " r ) , I ich' mehr über HZuUiche Angelegen. oeiten, e:,!i ,e uicen wuaen mir f ? C f M A. nicht auf dein Nucken : aber ich konnte es mir doch nicht verheimlichen, daß die Kleine je länzer, je elender auszusehen ifing. Wieder in der Mäuse!- dachte ich, als ich eines Morgen sie wieder nicht sah; .ich bin neugierig, zu sehen, wie lange es diesmal dauern wird.Aber ich verfiel von einer Verwunde' rung in die andere, denn es vergingen zwei Monate und ich sah noch immer vergeblich nach ihr ans, so daß ich un begreiflicher Weije dazu kam, ein ganzes 2'Guldenstück in memen Sack zu stecken und wieder auf den bekannten Solder loszusteuern. Vor dem Häuschen standen ein paar NachbarSsrauen in lebhaftem Gespräch. Ich fragte diese, ob sie etwas von dem Streichyölzcrmädchen wüßten, .'s ist schlecht mit ihr, sie wird nicht i lange mehr machen,- lautete der Be scheid t " He!" dachze ich, das ist seltsam! Ich glaubte immer, daß di: Kinder aus dieser Volksklasie eine zähereGesundheit hätten." Ich stieg die Treppe hinauf und öff nete die Thüre zu der ärmlichen Woh nung. Die lahmeGroßmutter saß, wie das vorise Mal, auf dem Stuhle, hatte aber ihren Kopf in die Hand auf den Tisch niedergebeugt und bemerkte nicht, daß ich hereingekommen war. Schnurstracks ging ich nach dem Jett und da lag meine kleine Freundin kalt, steif, todt. Das schmale Gesicht chen hatte den Ausdruck ruhiger Erge bung; die abgemagerten Händchen wa rm auf derBrust gefaltet, und eme mit leidige Nachbarsfrau hatte ein Blüm chen zwischen die durchsichtigen Finger chen gesteckt. Auf einmal war'S mir, als od mich eine starke Hand im Genick faßte und mich zwänge, mich vornüber zu beugen und die kleine, kalte Stirne zu küssen und ich glaube, daß .... ja, ich glaube, es liefen ein paar Thränen über meine Wangen. Da.... Nun frage ich dich, lieber Leser, ob eine Lektüre, wie diese, genießbar ist? Vielleicht irre ich mich, aber eS sollte mich wundern, wenn der Verfasser das ganze Geschichtchen ftch auS den Fingern gesogen und er eS nur erzählt hätte, um zeigen zu können, wie freigebig er sei. Kurz, ich wurde döse und zerriß den letzten Theil des Manuskripts, der vermuthlich noch die Mittheilung it hielt, daß der Mann m seiner Rührung der labmen Großmutter 5 Gulden schenkte, was natürlich eine Lüge wäre, dcun er hatte ja vorher schon erzählt, daß er nur 2j Gulden in seine Tasche , gesteckt habe. MVte sich. kuLt icde .Uekrtrelbmu un
,n & mir Nichts Anders iibrig, als jÄ L? " das Postamt zu verlast und in eiWelt wiederholt; der Vater war em ! a;. 0,v, ' mnis . tüchtiger Handwerksmann, Spengler, ! beliebigen Laden meme Note um saß auf einem Dache bei der Arbeit, sie! Achseln ZU lassen Ich kehrte znerst herunter uud war todt; die Mutter, eine ! I? einem Tabakladen em und forderte c,.?,. ,s.. 9 k.,, für 1.2o L. Briefmarken. Kaum
Darum zögerte ich keinen Augenblick, ein
absäülgeZ Unheil über die oben darge ! botene Schilderung auszusprechen. . Außerdem hörten wir ja erst dieser j Tage bei einem Lolkssest tausend Kin der nngen: .Wie schon ist das Leben, die Kindheit wie schvnl" und ferner: .Wir kennen kein Leid, weder Kummer noch Schmerz, Wie schön ist die Jugend, wie sorglos und sroh! Nun denn, wenn die Kinder des ein ttutn und bekennen, dann braucht man ja über die S"che kein Wort mehr zu verlieren. Italienisches Münzelend. Das italienifche Münzelend wZrd der Köln. f&olUxia." von einem Neisenden anschaulich geschildert. &i Z V Jf v - sZ 4 '") ( O V .Postamt ein, um einen schwerwiegenluini ein, um ciucu lunucuuicucu . .:r:x. . ,n. den Brief einschreiben zu la en. Lie ' 3u entriß StbeU tok nach Abwägung vom Schalterbeam ten festgestellt wurde, 1.25 L. Ich reichte eine ?Zünflire-No bw und hoffte, den Rest sowe die Quittung eingehändigt zu bekommen, yatte die Beamte, es sei ihm nickt möalick. auf i ' I ' 3 ' ' . I ! Nach einer Viertelstunde kehrte der Unglücksmensch mit dem Bescheid zurück, er habe die nöthige Summe in den verschiedenen Amtsabtheilungen nicht auftreiben können. An die Be förderung meines Briefes war für den Augenblick nickt zu denken, und es hatte man aber mein Papiergeld zu Gestckt bekommen, als man mir er k? . c" tt, "unc, uuii"p Ulf wufu' blick nicht umzuwechseln sei. da es sotonni an Ztumer- wie an OliverKleinaeld fehle. Ich wanderte nun OaS. Af. uuiuu?, um tiutu uiuuui suii uu - zufuchen. wo cs mit Um KassenbinJs7 f- m?;;-, ' 2 stand an klingender Münze ttm ...... St.. ,,?,'",. 0N t"tr,rlTZ5 5 lungen aufsuchen. weil die anderen
Ä um" gÄJfiÄ vSS&JiA nicht benutzen, da ich nur Papiergeld ! u d Aerzte brach en den
bei mir trua. und aus der Pserdebayn solches nicht angenommen wird. Be-! ttiibt fri ich nun sürbab durch die lange Via Solserino, bis ich einen Vk.s, ..rai4iU &rf lucucii -tuvuuuvui luuuit. Kh. t d fchSchtetn legte ich ; meine schmierige Note auf den -lisch, " indem ich für 1,25 L. Briefmarken verlangte. Meine Hoffnung dauerte nicht lange. Kann Ihnen den Schein nicht umwechseln," sagte unwillig der hinter dem Ladentisch thronende Krämer. Ich entwich, mit rasender Geberde die Thüre hinter mir zuschlagend. Plötzlich kam mir ein tröstender Gedanke. Im Wirthshaus nimmst du 5'" -v,"."-. "" em unas Äier oacyie ten vosroiuig r.. : e7. ,,f,T Wiuu in iiiUa uou öuVM m meinem erzen zayi,l erst, uackdem du es oetrunken. und da t' w-nn;,1fc f,.n. ' $Z i .xuzi ' ic' cv .,, ' m :lT ;n ih Vrf ein Glas Bier. Ich trank es V W V Vf V vy xliJ ra:.. s2 i-.t ?. ',JL uu aus. Dann fing ich an, wieder an meinen ?Zünflire-Schein zu denken. Es wäre vielleicht unklug, sq überlegte ! ltf lt Inirn ftilnf Sm ffst trift iui. iiiit nui vitibitt wtu t vnti utitw ,m rar.tn f, , , nrt.n trän, ls!wh,gem;,h noch ein Glas, und nachdem dies geschehen, rie ich, den Kellner und legte ihm mit triumphirendem Lächeln den Schein in die Hand. Da war ich schön angekommen! Der Kellner kannte mich zufällig und sagte freundlich grinsend: Der Herr wird schon ein andermal bezahlen, denn ich kann ihm eben nicht auf die Note herausgeben!" Beschämt schlich ich hinaus; denn es wollte mich bedllnken, als ob einige nahesitzende Gäste mich etwas verächtlich angeblickt, da sie wohl einen Mann, der seine Zeche mit Papiergeld zu bezahlen trachtete, als ein nicht sehr empfehlenswerthes Subjekt ansehen mußten. Das war wirklich zum Toll werden! Drei Stunoen waren verstrichen und noch war die Note nicht abgesetzt, nd mein Brief noch nicht befördert, . aber ich hatte bereits 1,50 L. für Bier verausgabt. , Nun verfiel ich auf den Gedanken, nach der Post zurückzueilen und ein fach für fünf Lire Briefmarken zu kaufen, um neue Verzögerungen wegen des Wechselns zu verhüten. Auf dem Hinwege nach der Post begriffen. kam mir der Einfall, noch einmal das Glück zu wagen, und einem Manne. der drei Orangen für zwei Soldi schreiend feilbot, streckte ich den Fünf-lire-Schcin entgegen. O Wunder! Der Mann reichte mir drei Orangen hin, stecttj die Note ein und gab mir 4.90 L. heraus. Freilich waren es 49 schwere Kupferstücke, die ich in Empfang nahm, war aber recht frol,. endlich die Note los geworden zu sein. Silberaeld herausbezahlt zu bekom rnen, hatte ich mir ja überhaupt auch, , -(T. I I nie träumen lassen-
es beinahe 5Uhr. Ich reichte meinen Brief am Schalter ein und legte 1,30 L. auf das Zahlbrett. Ach. du lieber Herrgott! Da sagte mir der Beamte, die Post nehme Kupfermünzen nur bis zum Betrage von einer Lire. Rasend raffte ich die Soldistücke zusammen und lief zum nächsten TabakHändler, um die zur Frankirung meines Ariefes nöthigen Briefmarken zu kaufen. Als ich schweißtriefend wieder in die Post zurückgelangte, war der Schalter geschlossen, da es fünf Uhr geschlagen" hatte, und so mußte die Beförderung meines unglückliche Briefes bis zum darauf folgenden Tage unterbleiben. Die Grubenerplosion inJork stiire. Kaum l)zi li, der erste Sckireöel. über den Unt:rgang der SüiuoriV der ein schreckliches Unglüi. Wie . , tv i n-s : m,rk.;. ,.r schon gemeldet sind n Aorkshire aus ' .. ÄiSÄ bo-Zeche durch eine Grubenerplosion 136 Menschen um's Leben gekommen Man berichtet hierüber: Es war wenige Minuten vor 12 Uhr. als sich plötzlich ein erdbebenar tiges Geräusch am Eingang desBergWerks vernehmen ließ. Aus dem Schacht schob eine Feuergarbe, woiraaen hatte. Zuerst stienen Scott und seine Bergleute cnif vier Leichen. Darunter befand sich die eines Huf scbmiedes, welcher erst vor einerStun de sich in das -Bergwerk begeben hatte, um ein Pferd zu beschlagen. Die muthigen Männer versuchten noch etwa 40 Aards vorzudringen, bis ihnen die dichten Rauchwolken verkündeten, daß N'ck't nur eine Erplosion stattgefunden kc.!te, sondern daß das Bergwerk in Flammen stand. Ein Mal um das andere wurde während des Nachmittags der Versuch gemacht, in den Schacht zu gelangen, aber alle Bemühungen waren erfolglos. Man mußte vielmehr nur daran denken, wie man dem Feuer " Einhalt thun konnte. Man schüttete , ,,c Ä,,r . . st W." ?"d f ' in CuiMn. Pater entdeckte man, dak auch ein .r . aiVS UIUU Uttii -CUUtUltU'VlUUCll . bekindlicher Gang trenne. Da diese. ? t ZL ? ..,1 ..7 i.Z "Z " m l C :' ' d ' 3lb ad) , der Entladung ; "3 mu : & 8 vw w . i v y , in vi iuy iiuv viiliw uij( gearbeitet, tastete ich stundenlang im : rrs,,f ., t. rt c r uf 3 Ä ll ! schöpft hin und verlor das Bewußt sem. Ein anderer der Geretteten, ein Fa milienvater mit 7 Kindern, erzählte, er habe, nebst anderen, an der Oberfläche des Kohlenbettesgearbeitet, bis er, ohne eine Erschütterusg zu ver 41 i m sw,st. puren, merue. van nicyt Alles m Ordnung sei. Da habe er seine Ge nassen herbeigerufen und sie aufgefor dert, sich aus dem Boden auszustrek : Im. in der ftoffmiiM. dak man fit U y . ,::ff; sV , bendig auffinden werde. , fl.. 17 , . rer...i 1t - . V1 ."u'c mwn tw uiUUjfc Vti. Vi-,lUlUlUll tUUU -.rjr. v - . ! wayricyelnllH memalS bekannt weri n. . So lange der Wheatley-Stol-:len tn Betrieb ist, hat man wenig ! Gase darin bemerkt. Außerdem wurnry , i den im ganzen Verawerk Sicherhelts ir,,a ,xet rnr: :r ? iUJilffcU UtVIUUUJI. JUlUUllUJ II llil inerhin. daß trotzdem ein Unvorsichtiger ein Streichholz angezündet hat. Der Verawerksdirector Scott saate 0 c r r cf r- y i c -r ' aus. dak seiner Ansicht nach die Eri selbst mch, sehr stark gewesen " " 111,"" tes, soweit er sehen konnte, nicht eingefallen ist. Der ErdpechSee. In dem soeben veröffentlichten Taae buch eines französischen Dominikaners Namens Cothonan, der lange Zeit auf Trinidad als Missionar wirkte, findet man eine anschauliche Beschrcibuna des l5rd?echSees, dessen sich die Perle der kleinen ?lntillen rühmen kann. Dtt Orte auf der Erde, wo man Erdpech findet, sind selten,- schreibt der Mifsio nar. .Trinidad aber gehört zu diesen bevorzugten Orten. Was ist denn abez in Wirtlichkeit ein solcher See aus Erdpech? Nichts Anderes, als eine Art Vulkan. Terzenige Trinidads ist an der Westküste gelegen, etwa sechzehn Meilen südlich von San Fernando, am Ufer des Meeres. - Der See oder Krater dieser Art von Vulkan nimmt freilich nur eine Ober fläche von vier Ouavratkilometer ein, aber die Lava, die mit der Zeit daraus heroorgeflossen ist. bedeckt mindestens fünfzehn Ouavratkilometer, deren Oede und Unfruchtbarkeit einen merkwürdi gen Gegensatz zu der übrigen Vegeta tion der Umgebung bilden. Hier und dort gedeihen einige Kräuter und Sträu cher deren Wurzeln sich in den Svalten des Erd'echs festsetzen. Während der nassen Jahreszeit kommen die Pflanzen noch fort, aber in der trocken Jahreszeit stirbt Alles ab. ilm zu dem See oder dem Krater zu gelangen, mu man eine lanfie Anoo . n. cm.i.'- . n be von etwa sünfzig Meter emporstei rn v . ( - gen. Von dort , bemerkt man einen
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ziemlich bedeutenden, vcm Erdpech gebildeten Vorsprung ins Meer hinaus. Der See- selbst ist eine gewaltige schwarze Fläche, auf der sich einige Wasserläufe in den Spalten befinden. Nirgends eine Spur von Feurr oder Rauch. Aber weshalb darf man denn diesen See einen Vulka nennen ? Aus dem einfachen Grunde, w.'il ihm beständig aus dem Innern der Erde eine be trächtliche Masse Lava zuzufließen scheint. Er wird von zahlreichen Arbeitern ausgebeutet, die fast ohne Anstrengung mit Hilfe von Hacken das Erdpech herausschlagen, gleich wie man mit einem Messer ein Stück aus einem Holländer Käse herausschneidet. Tag für Tag höhlen sie auf diese Weise Gräben von drei bis vier Meter Tiefe aus. und am folgenden Tage ist das Niveau wieder hergestellt. Man ist bis zu fünfzehn Meter gegangen eine Woche später hatte das Erdpech die Oeffnung wieder ausgefüllt. Im Mittelpunkt des Sees ist diese Masse flüssig, und man würde dort Gefahr laufen, in sie einzusinken, aber nirgends ist sie heiß. Eine große Menge dieser seltsamen Masse wird ausgeführt, und stets liegen Schisie verschiedener Nationen vor dem Vorgebirge an dem Erdpech-See vor Anker. Tas Erdpech wird in gewalti gen Kesieln geschmolzen, um dann in Tonnen auf die Schiffe gebracht zu werden. Wenn man sich dem See nähert und besonder? der Schmelzhütte, empfindet man einen sehr starken Ge ruch, der dem des Theers ähnlich ist. Das Land ringsum ist eine Brutstätte des Fiebers, dagegen sind Brustkrankheiten, die sonst auf der Jnicl häusig vorkommen, in diesem Theil fast unbe kannt. .Um ruhig zu slafen, muv man in gar nichts denken," sagt ein Mann der Wissenschaft.. Ein Dichter oder Editor kann sich auch ansein Bankconto erinnern, das thut dieselben Dienste. Grüner: Können Sie mir viel leicht sagen, wie ich am schnellsten nach Hobokcn kommen kann? New Vor ker: DaS hätten Sie eigentlich in Teutschland besser erfahren können. Ausschreier (vor einer Menagerie): Herrrrreinspazirt, meine Herrschaften, soeben beginnt die Fütterung! Herr: Danke bestens. Ich komme grad vom Vupper! Musiklebrer K. Lcp;ert, No. 247 Ost Morris Straße, empfiehlt sich für den Unterricht auf Piano und Violine. Bedingungen mäßig. Der Un terricht wird aus Wunsch im Hause der Söüler tbeilt. Sch??cki!che krarzpfe. 12 Deoria, J2.. 18. Mai 1S91. Durch Schau bekam unser bhrig: TLchtrrchen sürchlcrlicherampse und Schmerz: und rvar thrtlseiie verairrt. Nachdem ir Aerzte hne Ersolg ptbrcucht. !abtn mir ihr Lall König' crvea stärker" und etzt ist da ind volljtaadig hergestellt und munter. F.Ftld. Ei erkwurdlgeS Hkümittel. Sarteil.Pa S.Rov.1ö9i. Letzte Lpril hatte mein eiährige TLchterchm den Ct. 8eitsTnnz s schlimm, das, man sie füttan tnufete. Sie fanden arjiiicfce Behandlung ohne Elfolg, dann brauchten m:r ..Pastor önig' Rerven'tärtcr" uud chon rnch den ersten paar Dosen sah man eine bemerke,, krthe Velserunz und nachdem sie einundeinhalb Flaschen :inqenomme hatte, vox fte gänzlich hergestellt. Ich vünjche. daß Sie diese Aeuqnij veröZienliichen, dewil luch Anderen t.rch dieict mukmürdige Heilmittel aehok tm erde möge. Fr. Mari ? l a t . H4.Z ein wrthvc2e, Vuö, für NervenKidend H V und l'ue rcbe.Jlasche zuAesandt. Lirme J erhalten auch die SDUdi jin mlonst. Tiese Medizm wurde seit dem Jahre 187S von dem )ochw. Pastor Nönig in ort Wayne. Ind.. zubercuet und jetzt unter seiner Anweisung von der KOENIG MEDICINE CO., 238 Kandolph SU CHICAGO, ILL. fSel Kboihtttrt , fiAfin t r. pm.vv ic t? ia)C, stA , . . , . lascZicn für S3.00. rohe 1.75, ö üt $0.00. Ja nbtanapotil in den deutschen votbeke g. Will. a n , e r, U West Washtvgt . d ke üd att tr. vd Lincoln va ne.
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