Indiana Tribüne, Volume 16, Number 325, Indianapolis, Marion County, 13 August 1893 — Page 10
TW& H gkgkN Verrenkltttgen, Verletzungen, Quetschungen, Zahnschmerzen, Hüftenschmrrze, Ekandvunden, Vtrstauchungm, Neuralgie, Rhcnmatismns, Nttlkcuschmcrzcn. ?MMI??IMl?!!!IIMIM!IMIII!IIII!IIIII7Il:!MI?:!N!M!I Wlbcrdnulichkcit. jj Die Verdauung W spielt für die msundheit des Kör perS eine wichtige .Rolle. Turcheine W lmanqelhafte Verdauung werden eine große Anzahl Z von Krantbeiten hervorgerufen. W Ist dieser Fall eingetreten, so wähle man solche Arzneimittel, welche den Verdauungsaxparat zu grös-er- jj er Thätigkeit rnilre anreizen. W Gerade das Mittel, welches mit I Erfolg angewendet werden kann, aus rein vegetarischen Stoffen U Z reitet, ist R.AlTURsvnio I Hamburger Tropfen 1 f V !iIIMi!IIllIjI!ll!IlU!i!!iI!IIIU!II!lIIIIMIIIIIIIllIUMtll Dr. I. A. utcliffe, tefvusttgr fick auescdlietzkick mtr wundcrztltchkn stallen und mit e'chlecdt und Urirkrankysttkn. No. VZ CH blattet Ctvt. )sekrunden : S bi 10 UUi Borm. UKr !achm. Sonntag att?rnommkn. vion 41. 2 bt s tllt tf"N 1 fti f. . vi V AÖ U i (t ! tl i ö ?, deutscher Ärzt. O ) i i e r und Wohnung: 95v. Süd Meridian Str. Osncc-Zkuudc'.i : ,.-9 lx To, m. 2 bis 3 Nhr ackm. 7 bi ildr Abds. 5ol,nlags8 9 Vormittage. Televvvn H(t. Mary C. 8loyd, Za5)ttttrztitt, Zimmrr No. 19, über Fletcher's Bank, gegen über vom New )Z)ork Store. (? l (Srflrtf C! wtyvvf jsv?f wuri &iiMYm . sirzt und Chirurg, ")lo. 430 Madison Avcnuc. n.'.he Menis Str. TvrkZisiunden : UdrM .rgenz, l 5 Uhr taj.Mir!ag. 7:Ä- Uhr Adenoc. Telephon ÜH:i. XIDE-- Er3 No. 3.? Oft Ohio Straße. Srres:unden : Ubr iormutaqt, 1 8 atrmt:aß und ? vifcrc-s. -:nn:u:50n 23 litir jia't wtttaß. Dr. I. B ü h ! e ?, Teutscher Arzt. Office und Wohnuna: 337 Süd Delawalv Straße. Offt:e-T,:undkn: 8 S Uhr l,., in.: 2 ? Uhr Nachm.: 7 9 Uhr ?d?nds. jcicrbou 111?. Br. Wagner, Office: Po. 6i) So Ghio Ltr. OZLceZtundn : :a u z:-"iipmt. -4 Uix Namilkafls. Vohnung: lZl? Vroadw''. nvt ?lde. iHf' TfUVöiw . I)r. Aineliii 1L Keller, Office: 3tttt Süd Mcridk.itt Straße. , S- ! i'hr Parm. Osnce-Ztundrn : 2 4 llt lüattn. i 7 -'.'!! ?r Äbcnds. Telephon im. DU. Uttiin il K-;a:n-, Chirurg und Frauenarzt. Hkilanstalt r,nd Crncr. 'ilt. IN C;"t i'iltttßdn irar, ae t'taucaiujciu itenur.j Taglivon ?-l Udr. oT'ntagS I'.vaenommen. Bandagen und wundärztliche 'S I Apparate, Bruckdander, Krücken, At t-nen un 4 Brests alle wundZrztlicken kLczenslände. ? Lager künstlicher Augen. ViN.II.rmstiaiZtI & Co 77 cüd AllinoiS Tkrase. Dr. ??AXF, Office: 134 Nord Pennsylvania Str. Vfftce?tnden von 24 llir Ncb. 425 Bla'o'.son Avenue. Stunden von I II Uhr Borm. kSSnung: I7N.?ilabc,mstr. .S te B.rmontstr. IffÄ CIIAS. 0. MUELLKll, Deutsche Apotheke. Nachfolger von W. W. Scott. Zlo. 667 Virginin jCtfcnue, Ecke Coburn Str. Telephon 1747. Ikaätaiocke an der Teitenthüre. Rezepte Taas uud!:s ssrgsältiggewUt. ZrrieÄdiikserung. Ferd. A. Müller, ' CSlal??r v.n Vevrge NSffer., Apotheker. Tte sextignng do Rezepten eschieb i t,erlSsftger. s.chverftSndigereise. Südweft-Scke der ca Wavdinaton uno tr. . - - i Telephon 870.
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,VonM. Skkland,) sisir Lands mann hat Chance bei der i blonöcn Lucie?" Der Sprecher stößt ; den Fensterflügel auf, damit seine Worte i nicht im Wirthshauszimmer gehört ; werden. Von der Mosclebene strömt die laue Märzluft in den tabakduftigen i Saal des "Petit Cli&teau", der alt berühmten Schenke am Fuß des male 1 rischell St. Julienne. .Was für ein Landsmann ?" ettvi dert der angeredete Soldat, ein kleiner i schwarzhaariger Mann, dessen derben i Muskelban die bayerische Infanterie Uniform schlottrig umkleidet. Nun. I der bayerische Artlllerle-Unterosftzler. ! .Das ist nicht mein ! bin aus Germershe ken." Er bricht den S Ä"? rSfr ll m St A m j 4 j fc A All 3iiAmSav cinäs aeaen das Liäit Nun so ' 11 - i. ,9- " 1 I tN0 ' e Id l oapeir ! . -j j ( - - itt Maiil!r Tfntfmfr " i L.S!l SLffce5lredrn em schnelles VerZ.ä..dniß auf V(f) 'ch iegmse! Seit man m SU wem uautu uuvui i4io 8 der Pfalz den ritterlichen Friedrich und seine strammen Soldaten gesehen, ist das deutsche Natlonalbewuntsem er wacht. ES lebe! Der kleine Pfälzer sieht den Loth rinzer mißtrauisch an, leert aber sein Glas auf Einen Zug. Dann blickt er mit weinverklärten Augen zu einem Tifch hinaber, an dem zwei Unterofft ziere nebeil einem hübichen, kokett ge kleideten Mädchen sitzen. .Der Preuße hat sie auch gern. Ich wünsche ihm Glück. Aber die Madels hier lieben uns nicht. Sie ziehen die Bayern vor." .Wegen des wärmeren Temperaments?" .Möglich. Und dann ist Der drüben gar reich. er ist der Sohn eines g'schmalzenen Bauern. Der Preuge hat nichts als seine Löhnung". .So? Er hat kein Geld?" Es zuckt wieder über des üviy i nijjci v vitiu)i; ein uujciii, iüic es verkommene Subjekte mit großen n (,: .. u7:.t . n;j,.i Menzcheukennern gemein haben. 'er Pfälzer hat seine Zeche bezahlt und mit kühlem Gruß sich entfernt, der andere macht eine Gebärde, als fröstele ihn am offenen Fenster. Dann trägt er sein Glas an einen Tisch in der Nachbar schaft der blonden Schönen und faßt ihre .i rr.. r .-f. . : i a cif .. . . ciy,ui ,uH wi rnjc. I Beide sind von stattlicher Gestalt, Der Bayer hat die vcrführerifche Schön hett voller warmer Lebenskraft, das Erbtheil gutgenährter, selbstbewußter Geschlechter; des Preußen sehniger Kör erbau ewinnt nur durck die stolze Saltun ein Ueberaewicht. 5n seinem lcklickten. redlichen Antlid sind einziia die blauen Augen interessant, aber sie hacken zu schüchtern auf das Mädchen, s? s; p f.. Ul!? VUV lll VII tll4l.il UViVUVUUlKil Vt I ' O I Franken ausftcchen könnten. AIs ich ie zum ersten Mal gefehen, Jungfer," lacht der Bayer, .waren Sie just beim Fensterpuben. .Sapperlot, die rothen tti'iriiinnft? iinrt iffihn.-f-.fp- ex i;t keine Schmächtige. Der Prenße rückt an seinem Glas und macht ein fin steres Gesicht. DaZ Mädel guckt zu ihm hinüber, während es erwidert: .Nun, so i,t es gut, dfe ich den Dienst und all fe ne Plackereien losgeworden bin." ..Und daß Sie Heuer eine feine Dame sind." DaZ Lachen des Bayern klingt gutmüthig, aber die volle Unter, livve deö MädcdenS zittert emen AuzenAuch auf des Preußen Geficht zeigt sich eine leise Gereiztheit; er möchte wohl was sagen, aber er findet nicht den rasten Ausdruck dafür. So aedt es ihm nun schon seit einer halben . J. ' " - ' I - ' . . ji Stunde. Er sieht das Mädchen an. mitleidig und begehrlich zugleich. Aus ihrem feinen rundlichen Antlitz liegt ein merkwürdiger Hauch von Unschuld Uno daneben prsgt j;ch in ihren Zügen eine fast befremdende Kluabeit aus? die echt französische Welverphysiognomie. die , , in der lothringischen Bevölkerung über wiegt. Aber so reizvoll, wie bei diesem Mädchen, ist sie dem Preußen bisher nicht erschienen. Vor ihr stehen geleerte Schueln und ein hohes volles 5?em gla. Der Bayer versteht zu traktiren. V V , . . . f " isrn uelnes iumenmaomen mit einem vollen Veilchenkorb tritt heran. Laß jnich aus!" weist der Bayer sie ab. . . ' . ' l 1 Warnm dist 'naufi kommen? Es sind leine Oittuere da!" Der Rreue blickt erNJUNl aui iyn, vann wayil er zwei, f- i C . I- I drei Sträuchen und b'.etet sie mit einer Verbeugung der jungen Tischgeuossin. w 1l 1 l - ? , I caim nix; nncni iö loarinc ijaajcin, Wie tt d7m Weren von ihr noch nicht hu ysu jUiVVivsii i! visiern uiu dieser beim Kinn fassen, da geht die Thüre auf, einige Offiziere treten in's ... rr-uii i'L c. kw., iM ( I Zimmer. Ein strammes gleichmäßiges Emporschnellen von zwanzig anwesenden Militärpersonen, eine respektvolle Stille, die nur langsam wieder leisem Stirn . ' mengeräusch weicht. Der Bayer ist ein paar Schritt fortgrtreten, aber noch ckneller. als verstünde sick's von selbst, ist das Mädchen verschwunden. Zluch der Prßuße hat unwillkürlich eine Bewe gnng gemacht, als wolle er sich entser nen, und der Lothringer schiebt ihm hastig und gewandt einen Stuhl hm. ,Fräulem Lucie ist mnunler gegangen, flüstert er mit vertraulichem Lächeln. Sie besitzt Takt. Und darum wir es --. . . . fein, sehr fein, daß Sie ihr die Beilchen gaben. Die ?!orddeutschen haben ge wisse Delikatessen, die den Süddeutschen abgehen, mit den Franzosen gemeinsam JöaVi solch mlserableBlumen! mur melt der Preuße. .Wenn sich dieWalan serie nicht ausgieolger igen kann!?ka. eben, aeben! ScklieKlick traat doch'Ter den Siea davon, dessen Tasche voller ist. Unsere Mädchen sind nicht habgierig, aber sie wünschen vollklin ggnoe Beweise der Neigung. Mein vom Bater aeerbtes schönes Banerngut lN Nnn h.nhftt fit verscklunaen und keine von den Schönen meiner Zeit war st) . r . r ' rri r t 3 mzvou UlC'UlCIl avern
rn r ist m3i rslrt """"ü kui?, uuu vc uhc "w vynj "',, HAt Ci ll U-J tfiuu fc- V,a 1mhi m, CZeii rntrr nnm riVni& Yrh TSnft
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Miene des Norddeutschen. Die Offiziere ' haben am Büffet ihre Gläser geleert und das Zimmer verlassen. Der gedämpfte Redetsn der Czechen ringsum weicht einem lauten Stimmengewirr, und der Lothringer beugt sich när.er zum Preu'N. Es ist Ihr Vorgesehter, der rothblonde Hauptmann?" .Jawohl, Der Regiments Adjutant." .Ah! Sind Sie jetzt unter ihm auf dem Regi ments Bureau beschäftigt? Im März finden doch wohl die Ausschreibungen der Terminkalender statt?" Der UnterOffizier ficht verwundert auf. .Ja. LZon Montag ab bin ich dort beschäsli'gt. Wie gut Sie über Militärisches insormlrt fmdl" Em Bruder von mir ist Offizier in der französischen n Sie ja ei wichtiges. Male Buch ln DIC )anDe' ctn covilmacyungS. plan?" Der Vreuße hat sich mit merk, nirirhinr Hn fittrn (KtM t . s-"-"av vMi vv" wy v'ben und blickt dem Lothringer in'sWeike , w , . stf , rv X. t j. . ri.. - fTaÄ lohend. Ter Mekger ist ebeniall, aus. hend. Der Metzger ist ebenfalls aufl gefprungen, sein Gesicht ist leichenblaß. ,Waö meinen Sie mit dieser uberra schänden Bemerkung?" ,Daß ich aus Fräulein Lucie nicht mehr warten will!" versetzt der Andere mit wiedergewonnenem Glelchmuth. .Mag der Bay:r mich ausstechen. Ein Frauenzimmer ist's nicht werth, daß ein Kamerad dem andern grollt." Aber wie er sicy zum Gehen wendet, stockt sein Schritt. Lucie tritt eben über die Schwelle; im Strahl der schei dcnden Sonne flimmert ihr Goldhaar, ihre blauen Augen lächeln herüber, der Vellchenstraun ist an ihrer Brust befe stigt. Einen einzigen scheuen Blick wirft der Preuße auf den Lothringer znrück. aber er genügt dlefem, um sich mit ichlan genschnellen Bewegungen an den Tischen vorbei dem Preußen wieder zu nähern und ihm zuzuflüstern: .Alle Abende bin ich im Restaurant von Guillaume Bou langer. Diedenhofener Straße. Sie kennend? Es geht dort zu ihrem Stadtviertel hinauf. Sie verstehen mich? Ich würde Ihnen gerne bei dem Mädchen einen Dienst erweisen. Fremde können immer die Fürsprache der Lan deskinder gebrauchen." Der Soldat er widert nichts Abweicyendeö, nichts Zu stimm-ndeZ Mit nritnHtm ff nhf i öi ri er langsam binaus. Der Lothringer lächelt leife. Attrap6!" murmelt kl vor sich hm. .Und letzt machen wir uns an vaS Madchen!' Es ist ein echt franzosisches Zimmer. chen, das kleine in der nie Fabert,va Lucie bewohnt. In Anordnung der bescheidenen Möbel, der Frühlingsblu. men aus dem Tisckcben. in Allem er " 1 , -t- - - - , , nrt . . . rary lieg oas girren einer lorcncn Frauenyanb. Die leivzt ver Armuty emen vaucy von Luxus verleihen wurve. (sie lelvt m lyrer licyren, mir roflgen cyleil pr-i"-c - j r w seit ae ckmuckten Matinee thront wie eine kleine Fürstin lilmitten der wohl feilen Pracht, und der Preuße, der ihr gegenüber in straffer Diensthaltung aus dem schwarzen Damaststuhl sitzt, starrj fte mit beklommenem Athem an. ?i nen schüchternen Versuch einer Harm losen Liebkosung hat sie zornig abge wehrt, und doch hat ihm der Metzer genern Avens zugesiuilerr: myt in rou m ie vcrileor, icg yaoe ya t ras wörtliche Geständnis von ihr.- Aber nach seinem Tausnamen hat sie gefragt. und der -otdat dat i!zn kurz und stramm, tä, stünde er vor der Front, genannt. Jetzt wiederholt sie langem: Wolde . . . . .r mar ningr a ax xmm; yar . 't it. , I AA L C seio yalve Varoarenl" uno oer e schrockene Anbeter glaubt in ihren Augen etwas wie Stammeshak auiblitzen zu sehen. Wolda nannte mich meine Mutter, meine Tchwester, alle Frauen, die mich gern hatten.- So nenne . , t . ,wi . n i c . lky Äie anoers. ivcar 'cargoi iveroe ich Sie nennen. Elster bedeutet es; Das paßt so gut für SielDer wortkarge Liebhaber steht st? dankbar an. Mag sie ihn nscken. wenn sie nuv ihr silberhelles, herzbestrickendes - . m t " rr m . . Lachen oaoel yoren laßt. Vioer letzt hat ihr' Gesichtchen wicher einen sehr ernsten, beinahe finsteren Ausdruck, Er hascht nach ihrer Hand, sie aber schränkt i r. . . 1 Ar w '.'ttme lromg rn euianoer. mo Sie mir böse?- fragte er weich und )lMAs(t(i s 3 f kX .-stA 9 1t A A ukv u;i n j nun von überlegener Erziehung. Au? Sie nicht,- antwortet sie lanasam. n.c ! n.4 ,,k Si ? 17.. ), vvuj , u-, u mchen spring vn seinem Platz auf und j v..ö .Warum sind Sie hier? Woher wissen Sie. meine Wohnung? Ich möchte Mich rtnr rrrprtf m un rnfr nur unn nn ververgen, verttiecyen, lrgenowo orautzeq n der Esplanade, wo ich Sonnenschein und grün: Bäume sehen kann und das Kreuz an der Mosel, unter dem mem ' 4. .S . m n llegl, oer im ttamps gegen uucu siel.- Sie schlägt die Hände vor'S "nm uno vnwi m Tluzen aus. Der Preutze ist auf das Mädchen zugeeilt und faßt jitrnb nach der einen, bald nach der anderen Hand und wagt doch keine energische Berührung. End Uch blickt sie wieder auf. Von der farbig geschmückten Ampel, unter der sie steht, fallt ein verklärender rosiger Schein' auf ihre sanften Züge. .Ja, ir, . r l i . : . das ist ein schöner Traum, wie die Kinder ihn vor dem St. Nikolausfeste haben, mehr nicht. Erreichen werde ich' nie, ein Zimmercheil, in dem Kei ner mich aufsuchen darf, eine Näh Maschine, an der ich von früh bis zum Abnd arbeite, ein ruhiges und vernünf tigeS Leben und sie schlagt die öände wieder vor'S Antlitz. Er sieht sie mit strahlendem Blick an. .Nun, daS hängt ja nur von Ihrem festest Entschluß ab. mO nein erwidert sie bitter, .Dazu fehlt mir vor Allem Geld: die Anzahlung auf die Nah Maschine, der Unterhalt, bis ich ge l uA..H Mlk...i u u . ..mX a m m
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l?elß nicht,' wle'S zugeht, dag'tvir immer arm sind; eö ist, als ob der Teufel uns kein Goldstück in der Tasche lassen wollte!- Der Preuße thut einen tiefen Athemzug. .Und wie viel Geld würden Sie brauchen?" Dann überläuft eö ihn eiskalt. .So schnell am Ziel!" uckt es durch sein Gehirn. Aber auch das Mädchen, das von ihm abgewandt am Fenster steht, schauert wie im Fieberfrost zusammen. .So schnell am Ziel 1" sagte sie ebenfalls bei sich. .Hundert
Francs!- murmelte ste, ohne iq umzu sehen. ' Hundert Mark sind ihm gestern Abend geboten worden, wenn er sieht mit einem irren Blick um sich. Ist denn das Vaterland da r,h auf. Nur. daß er zei.IebeuZ. trd v . r animiner ügen, ein qurie ,ein ; wird! Aber hier kann er eine Frauen- , ss, rfn itnS hi TOfiW f?nh in I i , " -w i , äußerem und innerem Elend soviel unf.i : j..- ..v .: f rr-r.- f v . n glücklicher und hilfloser als der Mann. Und das Blut schießt ihm siedend heiß durch die Adern und gibt diesem Ge danken eine Alles überwältigende Macht. Sie sollen das Geld haben, Lucie." flüstert er heiser in ihren Nacken, .und das schöne sonnige Zim mcr, in dem Sie sich vor Allen verber bergen, außer vor mir." Hat sein Entschluß Dämonen herbei gezaubert, die dem Schüchternen Muth machen? Er drückt jetzt hastige, sie bernde Küsse auf ihr Goldhaar, ihren schlanken Hals, er schlingt nervig den Arm um ihre Schulter, sie greift mit der Linken nach seiner Rechten, zwei eiskalte Hände berühren sich. .Vor Allen, außer vor mir!" stammelt er und preßt seine Lippen an ihr kleines Ohr: .Vor Montag brauchst Du'ö nicht?Sie schreckt zusammen und macht sich plötzlich los. Die Schüchternheit kommt wieder über ihn. .Vor Montag brauchst Du'S nicht?" wiederholt er ängstlich, ihren hastigen Schritten durch das Zim wer folgend, und zermartert sich den Kopf, warum sie wohl ihren Traum schon morgen verwirklichen müsse. Sie steht unter der Ampel und zerrt an den koketten Papierstreifen, an deren Her stelluna sie tagelang gearbeitet bat: rnji bebenden Fingern zer,lvtl ne oa uai.i volle Werk nno seinen mazis.ien ijio) schimmer, er blickt erstaunt in ihr fahl erscheinendes Antlitz. Hat sie ihn be logen? Braucht sie das Göld so schnell zu einem andern Zweck? Es würde ihm weh thun, aber doch nicht so weh, als wenn er es ihr nicht verschaffen könnte. Da blickt sie plötzlich lächelnd empor. Das kluge Aufblitzen in ihrem Auge, der rührende Unschuldszuz um ihre Lippen, das Berückende ihre) eigen thümlichen Neizes zeigt sich starker als je, wie sie langsam sagt: .Nein, DaZ darfst Du nicht, ich weiß, was Du thun willst." Sie scheint nicht zn bemerken, wie sein Gesicht sich in jähem Schreck verzerrt. .Ihr thut's ja häufig genug", fährt sie mit ihrem Hinderlacheln fort, während er sie mit weltaufgerissenen Augen anstarrt, .aber eö ist nicht recht. Kommt's einmal aus den Hände, so bleibt's leicht draußen. Und vielleicht ist es ein heiliges Erbstück." Mit flinker, aber nicht dreister Gebälde greift sie nach seiner Brust und zieht seine sil berne Tqschenuhr heraus. .Mach' sie loS," lacht sie, .die behalt' ich hei mir, bis Du bis Sie vernünftiger gewor den sind-- ' Er sieht ihr verwundert zu. Der eisige Schreck, der ihm bei ihrer plötzli chen Ansprache in die Glieder gesahren ist, hält ihn noch gelähmt, obwohl in sein Antlitz w.ieder Farbe zurückkehrt. Dann versucht er. leise aufzulachen, .Glaubst Du wirklich, daß der Pfandleiber sie so hoch abschätzen würde?" .Sie wollen vielleicht andere liebe Andenken dazu thun, Ninge oder ein Medaillon oder gar sich das Uebrige bei Kameraden borgen und sich selbst in Verleanzheit stürzen?" Während sis spricht, spielen ihre Finge? zierlich und. hastig mit der. Uhr, der N:ckelkette. dem kleinen, alt modischen Schlüssel. Behalte das Wzrthstilck, um das Du zitterst, mein stind. Und das Geld bekommst Du Montag Abend noch dazu." Beim letz ten Wort ist seine Stimme wieder heiser geworden. Ihre Züge sind jetzt rosig überhaucht, und ihre Augen strahlen. .Nein, ich mag sie nicht. Da hast Du sie zurück. Und von dem dummen Geld sprich auch nicht ehr. Sie schlingt die Arme um seinen Nacken: .Ich habe -rw Y rf L ia niq iico, jwoioer .Montag Abend also! flüstert er aus der Thürstuse draußen in den dunklen Hausstur zurück. .Uno am Dienstag suchen wir das Zimmer an de Esplanade." .Auf Wiedersehen!"- er, widert eine leise Stimme, dann wird die, hür hinter ihm schnell geschlossen. Mit gierigen Zügen schlürft er die kühle Nachtluft ein, dann blickt er langsam, als erwache er aus einem Traum, um sich. Wie leer es bereits auf der tags über belebten Gaste ist! Und was bedeutet Das? Die meisten Häuser sind ja schon dunkel. Da schlägt's vom Kirchthurm St. Denis einmal! Er läuft zur nächsten Laterne und sieht auf seine Uhr zehn Minuten vor Neunl Ist er verhext? .Em Viertel nach .-. . t zeyn yal s even gejcylagen!" ruft ein, hastig Vorübergehender ihm zu. Alle, Teufel! In seiner ganzen Dienstzeit ist ihm es noch nicht passirt, -aß er den Zapfenstreich' verfehlt hat. Wie oft hat. 1. V r C-.-er oen vps uoer oie ameraoen ge schüttelt, denen Gott Amor zu fünf Ta gen Arrest verholfen hat. WaS wär' eS denn auch weiter'. Aber Lucie erwartet lhn Montag, und auf das Regiments büreau wird ein anderer kommandirt. Er stößt einen dumpfen Laut aus. Hat Gott oder der Teufel an dem armen kleinen Uhrwerk gerückt oder Lucie Ungechick? en oben am Fenster hat ne Vewegunkey versoigr.
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vis er im Sturm schritt' um Mt VSMB e 4 verschwunden ist. Nun schlägt sie lachend die Hände zusammen. .A.ttnpl Fünf Tage bist Du davor gesichert, etwaö Böses zu thun, das Dich für Dein ganzes Leben verderben kann. Und nach her hast Du's verschlafen und mich vec. geffen.- Wie gut, daß sie den häßlichen Lothringer gestern ausgefragt hat, als er flüsterte: .Sie können dem jranzösi schen Vaterlande einen großen Tieust erweisen, wenn Sie von dem Prcnßcn hundert Francs für ein neues Kleid for dern." Ah, was für einen Dienst? Wenn ich' geschickt machen soll, muß ich DaS wissen." Und beim sechsten .dock..bat er's verrathen. - - ' Aber als er so rasch dem Teufel seine Seele geboten, während er am ganzen Leibe gezittert hat, der liebe, prächtige Junge, da hat sie kaltes Entsetzen ge packt. Denn, wenn sie jetzt auch gesagt hätte: .Ich will's nicht, bleib' ehrlich!-, er hätte doch nicht mehr auf sie gehört. Da ist ihr der kluge Einfall gekommen, kein anderer als dieser konnte ihn retten.
Sie weiß gut in allem Dienstlichen Be scheid, die blonde Lucie von Men. Eine Thräne schimmert in ihrem Auge. Sie wird ihn niemals wiedersehen. Sie hat ihn sehr lieb, aber für Jeden, den sie gern hat, würde sie Dasselbe thun, oder mehr, viel mehr, bis in's eigene Ververven hinein. Unteroffizier Woldemar Beelik vom dritten Bataillon hat seinen Arrest beim Feldwebel abgemeldet. Einen Augen blick noch steht er verdrossen und mu schlüssig auf der Straße: dann wendet er sich mit energischer Bewegung nach rechts. Er will nach der nie Fabert hinauf, ob er gütig oder ungütig em fangen wird. Am Haptplatz ruft lhn oer Kamerad aus kranken an: Kom men's heut' Abend in's peiit cliftteau? Aber wissen'S: die blonde Lmel ift wea aus Med." Der Vreune stebt mit einem Ruck stehen. .Seit wann?" .Seitdem Montag. Nach Nancy soll sie gegangen sein. Weiß nicht, was ihr in'ö V'weib gestiegen ist." Woldemar aebt wie träumend in de, Richtung weiter, die er vorher einge schlagen hat. WaS will er noch dort oben? Nicht einmal gewartet hat sie, oi er sein Versprechen lösen wird. ES ist ihr gewiß längst wieder leid geworden, das schöne Leben mit der Arbeit zu vertauschen. WaS will er noch m de, nie Fftbort? Er weik es wokl: Dan ist er dem schönen Mädchen schuldig. Verlegen siebt er vor der stattlichen, drall geschnürten HauSwirthin, die ihn die Thür geöffnet hat. DaS Fräulein lst fort?" Ja. mein Serr. nach Nancn. St6 glaube, sie geht von da weiter in Frank reich hinein." Hat sie AlleS bei ibrer Abreise be. gleichen können?" stottert er. Ich" er sucht nach geeignete Worten, um an. zudenken, daß er von seiner Löhnung beim Tilgen ihrer Schulden belfen wolle. Die Frau sieht ihn verwundert an. ES war nichts zu begleichen, Mademoiselle führte ein sebr orvent. licheS Leben, hatte gute Einnahmen untz aav nur mamg aus." Dunkelroth ,m Antlitz, wendet er sich zum Gehen. Warum bat sie ibn belöoen? ftn so er. schulternder, herzbethörender Art ie logen? Er thut einen tiefen Athemzug zum Himmel emvor. ..Einerlei! M'ltek ich bin ein ehrlicher Kerl geblieben!" uno oie oionoe UN i)t aus ;cf vergeben. Verlang Mucko's Pest Havanna ioarS." .,' Unter den.OddFellows wob'l bekannt. Julius Grummann, dsr Jshr lana über sas Odd Fellonis Gsbäude die Aufsicht führte und einer der bekanntesten deutschen Bürger lst, wurde vor neun Jahren von einem hiesi gen Arzte vom Bruch kurirt. Die Vollstän oigkeit seiner Heilung drückt Herr Grummann in folgender Speise auS : Indianapolis, 24. März, 1893. Dieses bezeugt, daß ich im Oktober im Zahre 1884 von Doktor W. H. Nott für einen örucb. auf der linken Seite bebandelt wurde. Am 1. November wurde ich als kurirt be trachtet und mar es auch. Ich habe D?. Nott viele Patienten zugesandt und kann ihn Allen in dieser Hinsicht Leidendm empfehlen. Er thut Alles, was er vzrspricht. J!,us Grummann, Custodian des Odd FellomZ Gebäudes, Nordost Ecke Pennsylvania und &!qy ington Str. Wir beantworten alle Anfraaen per Post in prompter Weise. Vr. H. Nott. seit 23 Jahren em prkkt'.zivender Arzt, 14 Jahre ,n Andianapslis, hat in den letzten 9 Jahren die uriruna von Brück zur Svenalitat aemackt. Er macht alle Untersuchungen und ferneren Behandlungen personilch. Bedinaunaen: eine Bezahlung viö kurirt. Pamphlete frn. Adresie Dr. Nott. Ruptur? Cure Co., 20j West Washington Straße, Indianapolis, Ind. XEan.im.t2iilI na Saloon u. Billiard-Hall No.92 Ost Washington Str. Jokn Meilacher Sigentbümtt Cxtrafein! Creme de la Crene ! Nur in Flaschen! PALE SELECT ! DaS beste Bier in de? Stadt. Gebraut von der HOME BREWINC CO. cUccmdUd
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