Indiana Tribüne, Volume 16, Number 318, Indianapolis, Marion County, 6 August 1893 — Page 9
Jndiana Tribüne.
e i l a g e. Indianapolis, Ind., G August 1893 Prinz Fanfarinet. tlal Ut Jugrnd ctnir berühmten Hcfctcriiv Von tf rast VkantK. rn II. Stooember 1807 hatte der Pa rifer onitfur" der Welt verkündet: ..Das Haus Braganza bat aufgehört zu regieren," allein dieser Fall der in Por; tugal regierenden Tynastie und die Besitznahm'e des Landes durch die Schaaren Napoleons unter Marschall Junot soll ten nur das Vorspiel zu einem pol tischmilitärischen Drama in Spanien bilden, das mit einer ähnlichen Katastrophe für das bourbonische Königshaus in Madrid endigte. Die Zustände an diesem Hofe walen derartig, daß man sich in die Zeiten der größten Verworfenheit der römischen und byzantinischen Kaisergeschichte zurück: versetzt glauben konnte: ein schwachstnni ger Monarch, den eine sittenlose Gemah tin im Bunde mit ihrem lasterhaften Günstling, dem berüchtigten .Friedens: fürsten" Godoy, vollständig beherrschte, und ein Kronprinz von zwar finsterem und verflossenem Charakter, den aber die Menge aus Haß gegen das Günstlings: regiment mit Sympathien überhäufte, während die eigene Mutter ihn haßte und mit allen Mitteln vom Throne fern zu halten suchte. Diese unwürdigen Verhältnisse schie nen den nach fremden Ländern lüsternen Imperator an der Seine förmlich zur Einmischung aufzufordern, zumal da nicht nur der Friedensfürst und seine AnHanger um seine Gunst buhlten, sondern auch der Kronprinz sich in seinen Schutz flüchtete. Im Februar 1303 wurde Murat angewiesen, sich als Napoleons Zeneralstatthalter nach Spanien zu begeben, Karl' IV. dankte ab. und sein Sohn wurde als Ferdinand VII. inmit ten eines allgemeinen Freudentaumels zum Könige ausgerufen. Da? war aber nicht Napoleons Meinung gewesen; Murat besetzte Madrid, ohne den neuen König anzuerkennen, und dann führte der verschlagene Korse selbst in Bayonne jenes Gaukel- und Jntriguenfpiel auf, ia8 selbst in seiner Geschichte nicht seines Gleichen hat. Er betrog den Sohn wie den Vater um den Thron, worüber es in Madrid zu einem Volksausstand und .blutigen Straßenkämpfen kam, die erst ihr Ende fanden, nachdem der Obeikommandant die Puerta dkl Sol mit mehreren Regimentern besetzen und ein Kartätschen und Gewehrfeuer eröffnen ließ, daß mehr als tausend Bürger niederschmetterte. Die RuhedcZ Grabes herrschte in den Straßen von Madrid am 3. Mai, als Murat in das königliche Schloß übersie? delte, im Stillen hoffend, baß er berufen sei, der Stachfolger Ferdinand VII. zu werden, während Napoleon bereits tnU schloffen war, seinen Bruder Joseph zum König von Spanien zu machen. Der 1764 unter Karl III. vollendete Palacio real in Madrid, denen Bau geeen achtzig Millionen verschlungen ha: ben soll, ist groß aber nicht . großartig. Die vier fast gleichen Fagaden, deren um geheure Flächen von Fenstern durch; brechen sind, haben eine ermüdende Einsörmigkeit, und auch im Innern enthal? ten die unabsehbaren Reihen von Prachtgemachern doch wenig Sehenswerthes. In einem der prunkvollsten Räume saß Joachim Murat, der Gastwirthssohn aus Bastide bei Eahors, jetzt Großher-. og, kaiserlicher Prinz und Generalstatt: H Utir, an einem Schreibtische, um eine D.'pesche für seinen kaiserlichen Schwa ger abzufassen. Er meldete ihn; darln, dß die Cmpörung niedergeschlagen sei, daß auch der letzte noch in der Hauptstadt befindliche Bourbon, der Jnfant Don Antonio, jetzt seinen 'Abschied als Präsident der RegierunaSjunta genommen habe und außer Landes gegangen sei, und daß tx Murat an seme Stelle als Vorsitzender der Junta und Statthalter des Königs Karl IV. getreten sei. Der kühne Neitergeneral, der xhanta? ftische Held, welcher nach dem Ausdruck eines GeschichtSschreibeS etwas von Feld herrngenie mit der' Erscheinung eines großartigen Kunstreiters in sich vereinig: te, war heute, obgleich er die Aufgaben, welche Napoleon ihm gestellt, glänzend gelöst hatte,ersichtlich übler Laune. War vielleicht von Vayonne her us derUm: gebung des Kaisers etwas von dessen Plänen bezüglich der Besetzung des spanischen Thrones zu dem ehrgeizigen Gatten Karoline Bonapartes gedrungen? Plötzlich hörte er zu schreiben auf und rief: Kapitän Dupin!" Als Niemand antwortete, schaute er sich mit gerunzelter Stirn um, überflog die Gruppe von Ofsizieren, die seiner Befehle harrend im Gemach standen, mit den Augen und fragte dann: Was, ist der Kapitän nicht hier?" Sofort stürzten mehrere seiner Käme: raden hinaus, um den Vermißten zu suchen, und etwa fünf Minuten daraus trat der Kapitän, ein Mann von etwa dreißig Jahren und eine echt militärische stattliche Erscheinung ein. Murat empsing ihn höchst ungnädig, obwohl Dupin bisher stets sein Liebling geroesen war. .Wo steckten Sie denn, Kapitän?" herrschte er seinen Adjutanten an. Der Offizier befand sich in sichtlicher Verwirk rung, während er entaegnete: .Ich war im Palast, mein Fürst." .Das ist nicht genügend. Sie sollen hier, bei mir sein. Aber schon seit einiger Zeit sinde ich Sie durchaus zu Ihren Un? gunsten verändert. Sie sind unaufmerk sam, zerstreut, gar nicht nrehr der alte, was steckt dahinter?" . .Verzeihung, kaiserliche Hoheit, es sind Familienangelegenheiten, die mick beunruhigen." . '.Diese Familienangelegenheiten scheinen oben unter dem. Dach deS Palastet ihren Sitz zu aien, denn man hat Si, mUM dort ln d.n KsrridorS eunen
Ich liebe jedoch keine Geheimnisie, Stapu !än, verstehen Sie mich?" Der Ofsiier wurde abwechselnd roth und blaß; 0 streng hatte Mur'r noch nie zu ihm gesprochen, und um in dem Gemüthe seines Gebieters nicht irgend welchen schlimmen Argwohn auf keimen zu lassen, entschloß er sich zu einem Ge" ständiß. .Ich habe mein Kind mein vierjäh riges Kind bei mir," stotterte er. Der Fürst fuhr unwillig auf. Ein Kind in diesem Alter! Was soll das hier, wo jeden Augenblick neue Ausstände los: brechen können?" .Ich werde das Kind zurückschicken, wenn es sein muß," murmelte der Adjiu tant niedergeschlagen. .Nein, das geht in diesen Zeiten auch nicht; lassen Sie es also nur, wo es ist. Aber daß es mir niemals vor die Augen kommt, hören Sie wohl? Und daß vor allen Dingen seine Anwesenheit niemals wieder Veranlassung wird, daß Sie Ihre Pflicht vernachlässigen. Das wäre schön, und wohin sollte es mit der Disziplin kommen, wenn Jeder von uns seine ganze Nachkommenschaft mit ins Feld schleppen wollte!" Damit drehte er dem wie nicderge: schmettert dastehenden Kapitän in Hellem Zorne'den Rücken. Was würde er wohl erst gesagt haben, hätte er geahnt, daß Maurice Dupin da oben in einer Mansarde des königlichen Palastes nicht allein sein Kind, sondetn auch dessen Mutter verbarg? Diese, die Tochter eines Pa riser VogelhändlerS, welche der junge Ofsizier yeaen den Willen seiner höchst aristokratisch gesinnten Mr.tter qeheira, ft:r, hatte die Trennung von ihrem innf eebitn Gatten nicht länger ertragen j;:;icn und war ihm, ohne vorher etwaS avon verlauten zu lassen, unter tausend .Nüdseligkeiten und Gefahren mit ihrem cinde in das feindliche Land gefolgt. Zie eise von Paris nach Madrid im !$ageit uatke einen ganzen Monat geoauert. dann aber hatte die junge Frau glücklich llzien Mann gefunden, der nicht öie Kraft besaß, sie und das Kind wieder fortzuschicken, sondern beide in den Man: sardcn deS Palastes unterbrachte, wo es nicht an Platz fehlte. Eine Woche war etwa verflossen, und noch immer grollte Murat feinem Ordon nanzofsizier, wie dieser leicht aus dem Tone erkennen konnte, in dem er ihm seine Befehle ertheilte. Eines schönen Morgens aber, als der Fürst unter der Einwirkung irgend einer günstigen Nach: richt besonders guter Laune schien, fragte ?r plötzlich den Kapitän: .Nun, was macht Ihr Kind? Kann man eS nicht einmal sehen?" .Gewiß, kaiserliche Hoheit, ich ivcrde es holen, wenn Sie es erlauben. Eine Weile daraus kehrte Kapitän Dupin mit einem reizenden kleinen Sol vaten an der Hand zurück; der Kleine trug die Paradeunisorm der Murat'schcn ökeiter, die irn ganz allerliebst stand ; ein Miniaturiäbel hing an 'iner Seite hernieder und schlug gegen die rothen Maroquinstiefel. Der Kapitän hatte in der Voraussicht, daß das Kind doch früs her oder später seinem Gebieter vor die Äugen komrien werde, ihm diese Uniform machen lassen, um vorkommenden Falls den Fürsten dadurch möglichst günstig zu stimmen. iix sollte sich in dieser Berechnung auch nicht getäuscht haben; Murat war ganz entzückt von dem Kleinen, er setzte ihn auf seinen Schooß, liebkoste ihn und sagte endlich: .Nun, wachse nur noch tüchtig, dann sollst Du später auch mein Adjutant werden und mit mir ins Feld ziehen." .Ach ja, Prinz Fanfarinet, das wäre schön!" antwortete der zukünftige Adjutant lebhaft. Murats Züge überflog eine belle Nöthe. Prinz Fanfarinet, was bedeutet das?" Er war sehr argwöhnisch und glaubte, durch diesen Zufall vielleicht einen ihm von seinen Feinden und Neidern beigelegten Spitznamen entdeckt zu haben. .Warum nanntest Du mich Prinz Fanfarinet?" forschte er. .So heißt ja der Prinz indem schönen Marchenbuche, welches mir die Groß: mama geschenkt hat. Es si.id auch Bilder darin ; er ist immer der Allcrschönste und sieht gerade aus wie Du!" .Ei, ei, das ist ja sehr schmeichelhaft für mich ; nun mußt Tu mir aber auch sagen, wie Tu heißest?" .Aurora." .Prinzessin Aurora? Das ist auch
: wohl ein Märchenname, denn so heißt doch rein kleiner Junge!" .Aber ich bin ja auch kein Junge ich bin ein verkleidetes Mädchen, frage nur Mama!" Trotz aller verzweifelten Winke des Papas, der seinem Gebieter gar nicht mit einem Mädchen vor die Augen zu kom: men gewagt hatte, war das Geheimniß also verrathen, was Murat aber unge meinen Spaß zu machen schien. Er konnte garnicht müde werden, mji der Kleinen zu scherzen und ihr zuzuhören, wie sie ihm in der drolligsten Weise alle ihre Reiseabenteuer erzählte. So z. V. wie sie und die Mama in dem großen Wagen, in dem sie von Paris gekommen seien, einmal in den Porenäen einem Bären begegnet seien und dann derflüchtenden Königin, wie in einer Herberge der Wirth und die Wirthin bei Nacht ein Schwein geschlachtet, während die Mama gefürchtet habe, man ermorde einen Men.Ichen, und dergleichen mehr. Lächelnd wandte sich Murat dann an den Kapitän, indem er äußerst gnädig sagte: .Ich hoffe, Sie werden mich nun auch Ihrer Frau vorstellen. Das hier ist ein reizendes kleines Geschöpf; sie besitz; wirklich schon Geist und erzählt mit einer Lebhaftigkeit und einer Phan? taste,' die für iht Alter ganz erstaunlich ist. ES thut mir leid, daß mir in ihr ein zukünftiger Adjutant entgeht, der gewiß seinein Prinzen Fanfarinet muthig überallhin gefolgt sein würde, aber .es sollte mich gar nicht wundern, wenn Frankreich statt dessen in ihr eines Ta geS eine zweite Frau o.Stasl erhielte." Aurora Dupin, später Madame Dudevant, ist wohl noch mehr geworden, seht G. R6gnal hinzu, dem wir diesen Bericht verdanken, denn sie ist keine Andere, als George Sand, Frankreichs große Dichterin. Ihr Vater brachte eg bis zum Ober.
Nen und kam dann durch einen Sturz vom Pferde um's Leben; Murat wurde am l:j. Oktober 1815 im Schloß Pizo erschossen, nachdem das Kriegsgericht den Erkönig von Neapel als Usurpator zum Tode verurtheilt hatte. Die Schloßhcrrin von Nohan! aber erzählte noch in späten Jahren, Abends am Kaminfcncr sitzend, ihren Freunden gern die Geschichte vom Prinzen Fanfarinet.
(?ortt,llu5 Herz. Ende vorigenMonatZ durchschwiritk die Welt die elektrisch- Nachricht, daß Cornelius Herz, dessen Name in Folgt derPanama-Affaire in den letzten Mo naten so viel genannt wurde, gestorben sei. Bis zum heutigen Tage kann nicht mit voller Bestimmtheit cesagl ; werden, ob diese Meldung den That sochen enispncht, oder ob sie blos in dn Reihe der .verfrühten Gerüchte" ein zuranziren ist. Die Natur der Ver yältnisse bringt eben diese Unsicherheit mit sich. Immerhin dürfte es interes siren, näheres über die Vergangenheit des internationalen Abenteurers zu er fahren. Herz wurde 1847 in Frankfurt e. M. geboren. Später war er in einem kleinen Bankgeschäft inBukarest thätig, ging nach Amerika, studirte in Chicago Medizin und soll sich eine Art akade mischen Grades erworben haben. Er nannte sich wenigstens Doktor, und auf Grund dessen kam er 187071 nach Frankreich und schloß sich der Loire Armee an. Dann kehrte er nachAmerika zurück. SeinHerz hing jedoch anFrank reich. Nach Erfindung des Telephons 1376 nahm er sich auf dem Boulevard deSJtaliens in Paris ein prächtigesBu reau und gab sich als einen Erfinder und Patentagenten aus; inWirklichkeii aber war er einfach ein Gründer", ein Geschäft, das er durch und durch verstand. Mit einem unbegrenzten Wort rekchthum, einigen technischen Ausdrü cken und ungefähr 1600 L. gewann tt sich das allgemeine Vertrauen, nicht allein des Publikums, sondern auch der Journalisten und der pfiffigsten Fi nanzleute, u. a. des Barons Alphonse Rothschild, des Hauptes der Firma Rothschild Freres. Er unterhielt mit allen einflußrerchen Leuten die innig sten Beziehungen; für Clemenceau be trieb er die finanzielle Gründung bei .Justier", daneben wußte er für all Gesellschaften, die er gründete, die nö thigen Aktienzeichnungen zu verschaf fen. Man nannte ihn einen Gelehr ten schrieb seiner Zeit ein genauer Bekannter von ihm in der 51. Ztg.obgleich er von den Wissenschaften feint Ahnung hatte; er erkielt das Grob kreuz der Ehrenlegion, obgleich Freycinet ihn brieflich einen lächerlichen Menschen" nannte. Bei der Wahl vom 4. Oktober 1885 leistete er financielle Beihilfe und unterstützte die Linke. Das Capital der Gesellschaft zur elektrischen Kraftübertragung war 500, 000 L.; Herz übernahm die Stellung eines Betriebsdirektors. Die Rotd schttdö, die sich stark dabei betheiligten, durchkreuzten seine Pläne, und flucjZ leitete er einen Proceß gegen sie ein.ra Folge dessen sie ihn mit einer unze heuren Summe auszukaufen hatt?n. Vielleicht sein diplomatischer Haut koup bezog sich auf die Telephongesell schaft. Ihr Präsident war Herr May von der französisch-egyptischen Bank, der eine Erweiterung des Staatsmono Pols zu erlangen suchte. Sobald Herz dieses hörte, verlangte er eine ähnliche Concession und übte einen solchen polt tischen Druck aus, dah der Post- und Telegraphenminister das Gesuch der Telephongesellschaft abschlug und zu einer Verschmelzung mit Herz rieth. Darauf hatte sich die alte Gesellschaft mit Herz auszugleichen, er wurde ic benslänglicher Direktor der Telephon union und erkannte- sich und seinen Kreaturen ungeheure Vorrechte zu als Lohn für seine und ihre Verdienste, Die Concession war schon von Grevy unterzeichnet, als in einem Blatte, daS bei der Betheiligung übergangen wor den, eine-Äufklärung erschien, und da raufhin wurde die Concession rückg'än gig gemacht. Ohne diese Ausklärung wäre ein geborener Deutscher und na turalisirter Amerikaner lebenslänli cher Direktor des gesummten franzosi schen Telephonwesens geworden." . Im Jahre 1874 kam Herz nach San Francisco, und zwar von Chicago, wo er sich zwei Jahre aufgehalten hatte. Er brachte ein ärztliches Diplom des Chicago Medical College mit, welches das Datum 10. März 1874 trug. Im übrigen kündigte er sich als Schüler de berühmten Dr. Soulage in Paris, d. h. al Specialist in Gehirnkrankhei ten an. Nebenher verlegte er sich mit großemEiser auf dieErwerbung werth voller Bekanntschaften, besonders i? Finanzkreisen. Er überredete einer älteren gesuchten Arzt Namens Stout sich mit ihm zu associiren, und die Fir rna Stout & Herz machte bald glän zende Geschäfte. Herz lebte auf gro tzem Fuße und wurde schnell zum Füh rer der eleganten Gesellschaft. Er er zählte von großen Kuren, die er iir Auslande vollbracht habe, und spraä von Königen, Königinnen und Prinzer wie von alten Freunden. Er verstanl es sehr wohl, sich mit dem Zauber wis Ienschaftlicher Genialität zu umgeben' ein Steckenpferd war die Elektricität .Elektricität istLeben" war sein Motto und sie kommt vom Gehirn". Jed, Verminderung' der belebendenEinflüss .muß durch künstlich: Mittel beseitig' werden", und was dergleichen Orakel sprüche noch mehr waren. Dr. Stout yeute ein- schwacher, alter Mann, sagt, Ich glaubte ihm und er hat mich ban. kerott gemacht." Dr. Herz hielt sich sehi an die deutschen und französischen Ju den, die schon damals in San Fran cisco viel Einfluß hatten, und beutet, mit großem Geschick die Gastfreund schaft aus, die ihm von den Freimau rMLZen entsegenLebracht wurd. Zt?e
Wittwen hervorragende Frelmaurei besitzen heute noch die Schuldschein, des brillanten Dok!?rs für einen Ge. sammtbetrag von 9000 Dollars. Auk dem steinreichen Brauer W. H. Lyon den er an einer wirklichen ode? angeb lichenGehirnkrankheit behandelte.schlue er wenigstens 100.000 Dollars heraus Als Herz nämlich im Jahre 1877 plötz. lich von SanFranciSco nachParis ver reiste, kamen nach und nach wenigsten! zehn Schuldscheine zum Vorschein. je der auf 10.000 Dollars lautend, di, jZerz bei verschiedenen Banken discon. tirt batte. Die Unterschriften warer echt, und Lyon, der in Geldsachen au ßerordentlich genau war, bezahlt sämmtliche Schuldscheine. Auö den Millionär Milton S. Latham lockt Herz 20.000 Dollar heraus. Er be handelte ihn ärztlich, und als er dc, Entschluß gefaßt harte, nach Paris zi reisen, überredete er den Millionär ihn 30.000 Dollars vorzustrecken, da ii Paris mit elektrischen Anlagen unge heure Summen zu verdienen wären In San Francisco gründete Herz mi einem sachverständigen Elektriker Na mens Seiler eine elektrischeGesellschaft Seiler sagte später: Es dauerte nich lange, so fand ich. daß Herz im clel irischen Fache ein reiner Schwindle: war. so daß er nicht einen negative! Pol von einem positiven zu unterschei den vermochte. Aber er wußte sich dek Anschein tiefer Wissenschaft zu geben und seine Kranken bezahlten ihm un. geheure Honorare. Ich war damalj jung, und es schmeichelte mir. daß tu so reicher Mann mein GeschäftstheilHaber sein .?oie. H-u Zeit lang giw alles ganz gut; als er aber plötzlich )ie Stadt verließ, erfuhr ich erst, wie ziel die nir erwiesene Ehre gekostet hatte. Einer ziemlichen Anzahl von ceichen Mitgliedern verschiedener Frei naurerlogen hat Herz Beträge bis zu w.000 Dollars abzulocken gewußt, herz hatte Wechsel unserer Firma im Betrage von 16.000 Dollars in Kurs zesetzt. die ich bezahlen mußte." Und dieser selbe Mann verstand es aicht nur, in Frankreich Einfluß zu zewinnen. er stand mit den Ministern iuf dem besten Fuße, er erhielt die Ehrenlegion und ohne die Aufdeckung ses PanamaschwindelZ würde er in Paris gestorben und mit den höchsten Zhren begraben worden sein. Noch in ven letzten Tagen wurde Clemenceau seine Verbindung mit Herz gefährlich, aber nur. weil man erst spät entdeckt hatte, daß dieser ein Fremder, daß er tin Deutscher sei. Nun, Deutschland ist nicht stolz aus diesen Sohn der sei ner Gesinnung nach Franzose, nie aber
.tin Deutscher gewesen ist. Er paßt ' vollkommen in jene korrupte Gesell . schaft. die sich im Panamaskandal, in wallen Parteikämpfen der jüngsten Zeit befehdete. Ist er wirklich gestorben, so wird sein Tod geradezu befreiend wir ken; er wälzt einenStein von der Brust .der Regierung die immer. wieder an ! btxi und etwaige Enthüllungen den ' . m . 1. . ' V C L ken muhle. und er roiro uuu jcuui französischen Politikern. Journalisten und Finanzleuten hoch willkommen r ' . ! Cls..9s!.fttn fttlt etn. Die vzi einet 'auiiuä hüllungen fürchten mußten. Betrauert wird der Mann, der so vielen in Paris , unter die Arme gegriffen, auch von sei l !X 1 ...W.m nen jjreunocn ma?i iüciuuw Preisallfgabe f ü r I u r i st en Cajuö hat einen bunten Hahn, Der knüpfet ein Verhältniß an Mit Marcus' schwarzer Henne, Die legt in Ancus' Tenne Ein Ei, das brütet Sertus' Huhn ; Sagt, wem gehört das Küchlein nun ? Folgende Hülsen-Anek dote erzahlt das 23. Fr.-Bl." mit den Hinzufügen, daß sie durchaus geschichtlich sei: Eines Vormittags hatte der oerstor? bene General-Jntendant im Königlichen Schauspielhause in Berlin angestrengt in den Proben thun. Da erscheint er an der Portierloge und sagt: Lieber O., gehen Sie hinüber zu meiner Frau und lassen Sie sich ein Büttel brot und ein Glas Wein geben, ich bleibe so lange hier." Zu Befehl, Ercellenz. Und O. geht ur Frau von Hülsen: Ercellenz möchten mir ein Butterbrot und ein Glas Wein geben." Sehr geM, lieber ).", und bald darauf bringt ihm das ivtädchen das Gewünschte auf dem Teller, das er mit Appetit uro Schon Dank" verzehrt. Als O. zurückkehrt, findet er Se. Ercellenz auf Posten in der Portier loge. Nun, ., wo haben Sie mein Butterbrot und den Wein?" Aufgegessen, wie Ercelleuz befohlen." Schal lendes Gelächter seitens deS Herrn von Hülsen, der milden Worten: Na, wenn es nur geschmeckt hat, da kann ia) ja wohl noch warten, sich wieder in die Probe begiebt. Besserung a u f Umw e g e'n. Student Süsfel zu Student Schlauch: Nein, ich will jetzt das unsolide Leben aufstecken, ich habe mir neulich bereit? einen groben Brief geschrieben, der mir die Folgen meines Lebenswandels vor hält. Schlauch: Nun, und? Süffel: Ja, denke Dir. als der Briefträger mir den Brief abgeben wollte, faß ich gerade bei einer Patent:Bowle und lehnte dem? zufolge die Annahme des Briefes ab, da die solide in der Nüchternheit geschrithene Adresse desselben mir unbekannt schien. ' Bösartiger Streich. Ist e wahr, daß Du Dich mit dem Müller, der mit Dir in der Stadtverordnung sitzt, so tödtlich erzürnt hast?" GewiA denk' nur, was der Kerl gethan hat stiftet für unseren Sitzungssaal eint Schlaguhr und nun ist meine Nub hin!' .Qrpxm:nn'Q;ga'n nn Saloon ü. Billiard-Hall i No.92 Oft Washington Str. I o kn Weil acher, Eigenthümer
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