Indiana Tribüne, Volume 16, Number 311, Indianapolis, Marion County, 30 July 1893 — Page 8
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UlÜ EL. Wl&i. Silder, Nabmen, (Spiegel, l Maler. atmaUm für ZS. J Photograph Kunft -Handlung. 33 Süd Meridian Str. ScrUnqt tfin 2!ädchen mit guten rcr;rcnjcn löÄtord East Strafe. Jan Tenkc-TLl'iter Svrings. Postosftce: Spencer, Ind. Lanitarium und Kncipp'sche Wasserheilanstalt, äü'ge Preise für ranke. Zirkuläre krci. ftitr Tamen ! Zuschneide und Äiähschule. wo ffrauen und ..idchen im Zuschneiden und Bersertioen von allen ftraucn und 5ZinderKlcidunqSitücken un krrrlchtet werdrn. Wir bcs,?cn ,alzrclange lir lahrung darin junge grauen und Madcden die Kunst des viähenö uns des Slcidermacdcns zu lehren. ytiemanö lernt Zusäineidcn und Äiähcn oh leidern. indem er nur ein Kleid verfertigt ; jrde Schülerin bringt ihr Äliaterial mit sicv. naht sur ihre Familie odkr Freundinnen, dabei zugleich lernend, und nackt so viele leider wle ne ivünjcht. Wir lehren Zuschneiden, .festen, Zulammenscycn, Hrnd und Diaschinennähen, Siiovflochmach?n, Aufstecken von Draperien. Zeichnen vonDrapkrien.ancy-Aermeln, chlas röcken. Zuschneiden vcn einfachen und diagonalen insäyen, erarbeiten von karrirten, geureisken und geblümten Stoffen; verfertigen von Man schellen und Kragen jeder Art. Besetzen von Tailun und Röcken. Tamen. welche sich sür das Älcidermacken intuejiircn, werden herzlich eingeladen, unsere Sckule zu besuchen und unsere Lehrmethode sich anzusehen. Zicyt ist e Zeit, anzufangen, um hre eigenen Frühjahrs- uns Sominerklklder herstellen zu können. vimm Edwards. 1h:i Süd Easl Str.. ein halbes .auare nördlich von 200 Virginia Ave. Bieflges. Jildian.2polis, Ind., 30. Juli 1893. CivllkandS-Negifter. t&t xzaifülTtc Warnen flnb die dcl Katcrl ,d der Vtuttcr.) Geburten. (5has. McDowell, Mädchen, 28. Juli, 253 N. Mississippi Straße. Wm. Bauer, Knabe, 27. 3uli, 94 West 1. Straße. John Dougherty, Mädchen, 24. Juli, 313 (ilifford Avenue. Heirat den. Cm ewis Estella Duddy. Benj. Wilson Dorinda Ereer. Wrn. Dtvine Gracie (5line. Wayne Waldon SaUie Edwards. Bert Shull Alice Waldruff. John luttle Ilora Numlcr. Benj. Ienin ?.'laggie King. Charles Harper Catharine Grossen. Todesfälle. Chaö. Cpalding, 1 Mouat, 28. Juli, 025 Ost Ohio Straße. . McKitrik, 28 Jahre, 28. Juli, 212 West 1. Straße. izzie Maß, 7 Monate, 24. Juli, 235 Fayette Straße. Austin Sanders, 17 Monate, 22. Juli, 63 Howard Straße. Willie Stacke, 1 Jahr, 28. 3si, 70 Nord Tennessee Straße. Acußerliche Verletzungen und Quetschungen werden siches durch die vlnwendung von St. akobs Cel geheilt. EJCF Bei Friedensrichter Habich ist eine Anklage gegen John Schnitker, einen Schlächter der Südseite, ringe lausen wegen Sabbathentheiligung, begangen durch Verkauf von Fleisch. Tutt's Pillen kuriren Verstopsung. . &T Daö Testament von Maria Singleton wurde gestern gerichtlich de ponirt. Der in Schoolcrast Township gelegene Landbesitz soll verkaust und der Erlös zu gleichen Theilen an ihre vier Söhne, Andrew, Edward, Harry und James fallen. Andrew Single ton wird zum Testamentsvollstrecker ernannt. Kaufe Mucho'ö Best Havanna fcuars." T Der Sohn des Detektive? McGuss ging mit einem Freunde ge stern über die Washington Straße als letzterer eineDiamantnadel fand, welche McGuss jr. von ihm für 2 Cents er stand, da er nicht glaubte daß sie echt )ti. Heute Morgen erhielt McGuff die Nachricht daß (Zeo. Neichwein aus Noblesville eine Diamantennadel im Werthe von $250 verloren hatte und eS stellte sich heraus daß es dieselbe war, sür welche MctLuffS Sohn 20 Cts. bezahlt hatte. Es ist mehr Katarrh in dieser (Segeno öes vanoes als von allen anderen Krankheiten zusammen, und bis in den letzten Jahren galt er als un heilbar. Viele Jahre lang erklärten Doctorcn ihn für eine locale Krankheit und schreiben locale Heilmittel vor. und da ste ihn mit ärztlicher Beband lung beständig nicht kurirten, erklärten sie ihn sur unheilbar. Die Wissen schaft hat bewiesen, daß Katarrh eine onultuttonskrankheit ist und deshalb konstitutionelle Behandlung erfordert Hall's Katarrh Kur, fabrizirt von F. 5. E h e n t v & C o., Toledo, Obio. ist die einzige constitutionelle Kur im Markte. (sie wird innerlich in Dosen oder Gaben von 10 Tropfen bis zu ei nem Theelöfeldoll genommen. Sie wirst dirct auf das Blut und die ichleimige Oberfläche des Systems. Sie bieten einhundert Dallars für jeden Fall, den sie zu kuriren verfehlt. ia$t Euch Errculare und Zeugniss kommen. Adressirt: ft. 3. E, h c n c rj & o., Toledo, O.
Verlaust von Apothekern, 76 C.
Sonntags-Planderei.
Die Bankkrisis hier ist vorüber, aller Wahrscheinlichkeit nach wenigstens und sie ist unter den Umständen ziemlich gnädig abgelaufen. ES hätte schlimmer sein können, obwohl Diejenigen, welche ihr Geld in einer der geschlossenen Banken haben, es noch immer genug sinden werden. Ein sogenannter Nun" fand nur bei der Jndiana Nationalbank statt, und derselbe erinnerte mich an die alte Geschichte von dem Manne, der Angst um sein Geld hatte, und nach der Bank lief, um es zu holen. Als man es ihm geben wollte, nahm er eS nicht und sagte : Ja, wenn ich mein Öelb haben kann, dann will ich es nicht." Es liegt auf der Hand, daß es nichts nutzt, sein Geld zu wollen, wenn man eS nicht haben kann. So ein Run" ist der größte Nnsinn. Kann die Bank zahlen, dann hat es keinen Zweck, nach seinem Gelde zu laufen und kann sie nicht zahlen, dann erst recht nicht. Weil die Leute meist ihr Geld nur haben wollen, wenn sie es nicht kriegen können, dann bringen Viele, welche von der Panik sortge rissen, ihr Geld holten, es in kürzester Frist auch wieder zurück. Wenn aber einmal eine Panik die Menschen ergreift, dann handeln sie vollständig sinnlos, dann zeigt sich's daß der Mensch ein Herdenthier ist. So ein Nun" beweist daher am Besten, daß die anarchistisch-individualistische Philo sophie ein Unsinn ist, weil er die Herdenthier-Eigensckast des Menschen regirt. Unser ehemaliger Mayor und jetzi ger republikanischer Mayorskandidat Denny hat mich letzte Woche höchlichst amüsirt. Als er von der Convention seiner Partei nominirt war, zog er ein Stück Papier aus der Tasche und las vor, tca& daraus stand. Es war seine Dank- und Annahme Nede, die er sich schon vorher ausgeseht hatte. Er er klärte, er habe sie vorher aufgesetzt. weil er gewußt habe, daß er nominirt werden würde. Das war einmal etwas Neues, von der Schablone Abweichendes. Sonst machen es die Kan didaten ganz anders. Wenn auch Al les, wie man sagt, 4cut and dry" ist, wenn ein Kandidat genau weiß, daß die Wahl aus ihn fallen wird, dann thut er doch so erstaunt, als ob er das sür ganz unmöglich gehalten habe, und als ob es die größte Ueberraschung sei. die er je erlebt. In dem Versahren DennyS lag doch ein Stückchen Ehr lichkeit, die sonst bei Politikern gerade nicht im Ueberfluß vorbanden ist. Einer der uninteressirtesten Männer der Stadt, wenngleich er die meisten JntercsslU einnimmt, ist unser Bill Cnglish, gegenwärtig von Gouvernörs Gnaden Mitglied der Monument Commission. Wer sich das Kriegerdenkmal anschaut, und die Lage dessel ben in Betracht zieht, ter wird sich sagen, daß die Freiheitsjungsrau, welche obenauf zu stehen kommt, nach Süden schauen muß. Das muß aber vorher bestimmt werden, weil die Jungfrau selber ihres ehernen Inhaltes halbe nicht die Freiheit bat dabin zu schauen, wo sie hinschauen will. Nun ist unser Bill English Besiher eines Hotels am Circle. Er wohnt in demselben, trotzdem eS ein Hotel drit ter Klasse ist. Ob er da wohnt, wei daS Gebäude ihm gehört, oder weil t das Kostgeld in einem Hotel erster Klasse nicht erschwingen kann, daS weiß ich nicht. Zuerst wollte Bill ha ben, daß die Freiheitsjungsrau nach Norden schauen solle wo er wohnt. Ob das seiner Vorliebe für die Freihei oder für die Jungfrau zuzuschreiben war weiß ich auch nicht. Da aber sür eine Freiheitsjungsrau nicht Attrak tives in dieser Nichtung zu sinden war unser Bill es aber doch nicht gerne 'gesehen hätte, daß ihm eine Jungfrau beständig den Rücken kehrt, sehte er eS wenigstens durch, daß sie nach Westen schaut. Da kann sie den Bill von der Seite anschauen. Darin sindet Bill nämlich nichts Ungewöhnliches, wei ihn auch sonst Viele von der Seite anschauen. Wer aber denkt, daß Bill English dabei property-Jntcrejlen" :m Aug bat, der ist ein kluger Mensch. D e r P l a u d e r e r. BigFourNoute. Die Louisville Linie eröffn.t zwei durchgehende Züge täglich. Abfahrt von Indianapolis um 2.55 Nachm. uni 2.45 Vorm. Ankunft in Louisville um 7.00 Uhr Nachm. und 7.10 Vorm. Abfahrt von Louisville um 7.4.0 Uhr Vorm. und 8.15 Nachm. Ankunft in Indianapolis um 11.45 Uhr Vor, und 12.20 Nachts. Schlafwagen und freie Chair Cark befinden sich auf dem Zuge ab Zndianapslis um 2.45 Vorm. und ab LouiSdille um 8.15 Nachm.
Hazgbville und seine Sonn-
tagövcrvrdnnng. Seit durch das Inkrafttreten der Sonntagsverordnung, nach der in Haughville sämmtliche Saloons Sonnags ihre Vorhänge niederlassen und das Geschäft schließen müßten, haben sich alle Saloonkcepcrö dem gefügt. Nur James McBridc ein Saloonkecpcr an der Germania Ave., hatte daS Geeh einmal auf die Probe stellen wolen. Er wurde deswegen verklagt und gestern von dem Friedensrichter Marin zu tz10 und den Kosten verurtheilt. Grundeigenthlml ans Tlnk tiou. 82 Stadt'Bauplähe an der Ost Michillan Strasze. In Folge Nachfrage und des Erfolges dcö letzten Verkaufs sind die Be'fiher bereit, den Nest der Grundstucke zu verkaufen. Schone hochgelegene Plätze an der Nordwest Ecke von Michigan, Nord und Walnut und Sherman Ave., zwei Blocks nördlich von der O,t Washington Straße elektrischen Bahn werden an Ort und Stelle öffentlich versteigert am Montan Morgen den 3 t. Juli 1892, 10 ' ,hr Vormittags. Die Irvington . . ktrische Car bringt Sie bis aus 2 Blocks an den Platz. Verkaussbedlnguugen : Ein Viertel Baar. Nest innerhalb ein, zwei und drei Jahre, oder $10 baar, Nest $5 per Monat. Zinsen G pro Cent für auf geschobene Zahlungen. Jede Lot muß verkauft werden; nichts wird reservirt. Vollkommener Bcsitztitcl, Abstrakt beigebracht. Ein Depositum von $2 für jeden Kaus verlangt. Eine außerge wohnlich gute Gelegenheit Grundeigcn thum zu kaufen, das schnell im Werthe steigen wird. A. Metzger, Agentur. 2. Stock Odd Fellows .alle. L. N. Perry, Auktionator. m ,, m BaupermltS. I. B. Gilpiu, Framehaus aus Lots 8 und 9, Springdale Add. an Clissord Ave., N'20. Mattie Noß, Anbau an 522 College Ave.. $20. Jacob Frih, Anbau an 024 Süd Cast Str., $200. Frank MengiS, Reparatur von 425 Union Str.. $N. M. I. Osgood, Anbau an 77 Columbia Ave., $125. I. W. Smith, Neparatur und Anbau an No. ir,2 Nord Alabama Str., $450. Jamcö Shea, Neparatur von No. 25,2 Archer Str., $CM). , Nathselbastes Verschwinden Eine seltsame Geschichte berichtete Frau H. B. Clark, 510 Talbott Ave., gestern Abend an die Polizei. Gegen 10 Uhr Freitag Abend sprach ein Mann bei ihrem Gatten, der Arzt ist. vor, um ihn, wie er sagte, an das Krankenlager eines Verwandten zu führen, der an der Süd Illinois Str. wohnte. In einer Droschke, Frau Clark glaubt, daß es No. 47 war, suh ren sie davon. Dr. Clark ist von dieser Tour aber noch nicht zurückgekehrt. Am Sonnabend stellte Frau Clark alle möglichen Nachforschungen an, fragte bei Freun den und Verwandten nach, fand aber nicht die geringste Spur. Sie weiß nicht daß ihr Mann Feinde hat, be fürchtet aber daS Schlimmste, vielleicht einen Raubmord. Dr. Clark trug helle Hosen, dunkelblaue Weste und Rock, einen weißen Strohhut und hatte eine goldene Uhr, $20 Baargeld und einen Ring bei sich. Von Natur ist er schlank, er trägt ei nen blonden Schnurrbart und wohnt seit 12 Jahren in der Stadt. Er ist 2tt Jahre alt. m Feuer. Auf dem Holzplatz von Henry Co burn, Ecke Georgia und Tennessce Straße brach gestern Abend um 9 llhr ein kleines Feuer aus, das von der Feuerwehr im Entstehen erstickt, nur $20 Schaden anrichtete. - Verhaftungen. Gestern fanden eine ganze Reihe von Verhaftungen statt, die meisten wegen übergroßen Dursteö und dessen Folgen Harry Ieatherling, ThoS. Backus und Ora Dolan wurden wegen Klein diebstahls eingelocht. Ed. Dietz hatte durch sein Baden im White River Anstoß erregt und wurde wegen Schamverletzung eingelocht. Wegen llebertretung der Abfuhr Verordnung endlich kam Thos. Dun n hinter die Schwedischen.- , s. . 1 W Vlanoaro viau 'calcvlnen bet Wm. ,050 Virginia Ave. Vivat hoch, Viktoria ! Älleö trinkt Columbia ! Schön und rein Soll das Haus stets sein! Die besten Bürsten dazu kaust man bei H. S ch m e d , l 4Z0 Oft McCarty Str.
öeue Klagen. Jose; 'j und Laura Lunt gegen die
Emerson -Moore Desk Co. Klage auf Eintreibung einer auf $11,500 lautenden Hypothek und Ernennung eines ReeciverS. Begründet wird letzteres damit, daß die Gesellschaft unfähig war, die Zinsen der Hypotheken zu bczahlen. Elijah Martindalc gegen Flora Kclscy u. A., Hypothckcnklagc. Betrag $1050. Wm. Millard klagt gegen Moses Fatout u. A., auf $15,000 Schadenersah. Im Monat Februar verlor nämlich Kläger .in der Fabrik von Fatout & Sons seine linke Hand an einer Hobelmaschine. Verlangt M.'.üo'ö BeP Havanna Cigar." Die Standard läuft schneller. geräuschloser und leichter, als irgend eine andere Näh-Maschine. Probirt sie. Wm. Kaiser, Agent, 050 Virginia Ave. Columbia" trinkt ein Jeder gern Es hält auch jeden Kummer fern ! Aufträge für die weltberühmten Pabst Milwaukee Biere in Flaschen und Gebinden werden in dcrBranch-Ossice, No. 224240 Süd.Delaware Straße, entgegengenommen. Televhon 1291. Musiklehrer G. Lcppert, No. 247 Ost Morriö Straße, empfiehlt sich für den Unterricht auf Piano und Violine. . Bedingungen mäßig. Der Unterricht wird auf Wunsch im Hause der Schüler ertbeilt. Vivat hoch, Viktoria ! Alles trinkt Columbia ! Mucho'ö Cigarrenladen befindet kick in No. 199 Ost Wasbington Str. Panik in tintt Kirche. Das furchtbare Unglück, das sich .m 5. Juni in Nomanow-Borissog-eb-k (Gouv. Jaroslaw) zugetragen. schildert ein Augenzeuge in der Now. Ärcmja folgendermaßen: Schon seit ben ältesten Zeiten sindet hier in jedem Jahre am zehnten Sonntag naä, Ostern eine Procession aus der Aufer stehungs-Kathedrale statt, an der siä eine große Zahl von Andächtigen, so gar aus andern Kreisen und Gouver.' nements. beteiligt. Der große Zu. drang von Andächtigen erklärt sich desonders dadurch, daß bei dieser Procession ein wunderthätigeS und wegen seines Alters besonders verehrtes Bild des Erlösers einhergetragen wird. So war es auch am 5. Juni. Die Kirche war überfüllt, es war so wenig Raum. daß man sich kaum bekreuzigen konnte. Plötzlich wurde in dieser Masse der verbrecherische Ruf Feuer!" laut und gleichzeitig wurde aus dem lÄlokkentyurm der Kirche Sturm geläutet. Es entstand eine furchtbare Panik. alles drängte sich, zum Ausgange, kaum einem gelang es, rasch den Ausweg zu gewinnen, obgleich zwei ziemlieft breite Treppen in den Hof der Ra thedrale führen. Eine Ausgangsthür erwies sich als verschlossen und dort entstand ein schreckliches Gedränge: einer fallt, auf ihn der zweite, dritte u. s. w.. bis sich ein stöhnender und unter sich kämpfenderHaufe von 200 300 Menschen gebildet hatte. Das Sturmlauten, welches mit der mm lern Glocke begonnen hatte, wurde von der großen fortgesetzt und ging dann in ein regelloses .Läuten aller Glocken über, das echte Sturmläuten. Die Panik wuchs, wer nicht zu der Treppe gelangen konnte, der rettete sich aus den Fenstern der Gallerte auf den Strickleitern, die wegen der Ausbesserung der Kirche dort hingen; einige sprangen aus diesen Fenstern auf den Hof und kamen natürlich zerschmettert unten an. Als die bisher verschlossene Ausgangsthür zur Treppe geöffnet wurde, wollte man den dort liegenden Menschenknäuel beruhigen, aber, ach, sie hatten sich schon für alle Ewig keit beruhigt. Einige, die oben lagen, zeigten noch Lebenszeichen, hatten aber infolge des Gedränges und der seelischen Erschütterung das Bewußtsein qx anu uzzvcu Zoq ipnv aun 'uaiajuq 20 Menschen. Der Landarzt, der gleich darauf mit leeren Händen eintraf, konnte den Unglücklichen keine wirkliche Hilfe leisten. Man schickte in den Haupttheil der Stadt auf der andern Site der Wolga nach dem Jsprawnik und nach Aerzten, diese erschienen aber erst anderthalb Stunden nach der Katastrophe. Man begann die leblosen Körpern aus dem Knäuel aus den Hof zu tragen. Jetzt erschien
wirkliche Hilfe von der Verwaltung der Flachsspinnerei. Man sandte einige Dutzend Tragbahren, Wein. Riechspiritus und andere nützliche Dinge. Als man die Leichen auf Verfügung des Untersuchungsrichters in die untere Kirche trug, erwies es sich, daß ihrer im ganzen 136 waren. Im Hospital wurden 15 Menschen untergebracht, viele von diesen gaben nur schwache Lebenszeichcn von sich, zwei sind schon gestarben. Viele Dulder sind in die P?ivathäuser aufgenommen worden, mehrere sind zu ihren Verwandten in den Dörfern gebracht; auch von diesen haben viele ihren Geist schon aufgegeben. An den Kosten der Beerdigungen. der Anschaffung von Särgen betheiligte sich die Landschaftsverwaltung. Aus irgend einem merkwürdigen Grunde betheiligt sich die Stadt in der Person des Stadthaupts, und überhaupt, die Communalverwaltunz -zär Licht .daran, den Unglücklichen die setzte "Ehre zu' erweisen.' Bis zum späten Abend des 6. Juni warenschon 70 Leicben weaaeschaFt." Die Mehr- ' ' .,. , . .,...
zahl der Verunglückten sind Frauen
:iuv den Dorfern, Manner nur 12 15, Minderjährige im Alter von 10 15 Jahren nur 5 oder 6. Wer die schuld am ganzen Unglück tragt, ob Gauner absichtlich eine Panik hervorriefen, um sie dann auszunutzen, oder ob irgend ein Mißv'chändniß vorlag, ist noch unaufgeklärt. Festgestellt ist jedenfalls, daß.Feucr nirgends ausgekrochen war. ?ine Circuökatastrophc. Ueber die Katastrophe im Circo de Pricezu Madrid acht uns unter dem 21. Juni aus der spanischen Hnuptstadt folgender ausführliche Bericht zu: Der Circo de Pnce. Madrids arontes Specialitätentheater, war gestern Abend dicht besetzt, da wie jeden Dienstag, Galavorstellung angekündigt war. Die einzelnen Niimmern des ersten Theils des Programms waren bereits ausaeführt und die Trapezkünstler Gebrüder Lalford sollten gerade den zweiten Theil eröffnen, als plötzlich unter aroßem Larm vom Dach em Stuck der Dachröhre herabfiel und im Fallen m Trummer ama. Das losaelostc Stück gehörte zum Giebel des Bühnenraumes, dicht darunter, vor der Buhne befindet sich eine Sitzreihe, die Dienstag ausschließlich von der Gesellschaft -La gran Pena" (Der große Fels) einzenommen wird. Auch gestern waren fast alle Sitze dieser Reihe von MU gliedern jedes vornehmen Eluös besetzt, und auf sie sie!?n die losgelösten Giebelstücke und brachten mehreren Herren sehr schwere Wunden bei. Unter dem Publikum entstand eine furchtbare Panik. Die Damen, die im ersten Range saßen, begannen laut zu schreien und eilten den Ausgängen zu. Glücklicherweise besaßen viele Geisteszegenwart genug, di; entstandene Palik einzudämmen urd die aufgeregten grauen zu beruhigen; wenn die Trepj)cn, die vom ersten Range in den Parlerraum führen, sich mit Flüchtigen gefüllt hätten, wäre sicherlich ein unberechenbares Unglück hereingebrochen. Dem energischen Eingreisen einiger beherzten Männer ist es zu danken, daß zas Publikum in ruhiger Ordnung oen Saal räumte. Run erst konnte man sich der Verwundeten widmen, die unter den Sitzen und dem Schutt lazen; sie wurden auf die Bühne getragen and von den Circusärzten und den Aerzten der Gesellschaft vom Rothen Kreuz untersucht. Am schwersten verwundet war der Sohn des Marquis von Tavara. Jos e Arieaga Concha. Die Aerzte stellten bei ihm Bruch des rechten Schlüsselbeins und dreier Rip?en und eine furchtbare Gehirnerschütterung fest; das Blut strömte ihm aus Mund und Nase. Da wenig Hoffnung auf Erhaltung seines Lebens vorhanden war, wurde sofort nach einem Priester geschickt, der dem Marquis die letzte Oelung ertheilen sollte. Bevor aber der Diener Gottes zur Stelle war. verschied der jungeAreaga; er war ein Reffe des Kammerpräsidenten de la Habana. zählte 26 Jahre und galt trotz seiner Jugend für einen V? geschicktesten Madrider Anwälte. Schwer verwundet wurden außerdem noch: 1. Luis Perez del Pulgar, 2. Antonio Navarro Nanierez. 3. Der Graf von Bolanos, 4. Der Marquis de la Romana. 5. Der Graf von Casa Zgnia, 6. der Eavallerielieutenant Äanzalo Rivera. Im Krankenhause, wohin die Verwundeten gebracht wurden. hatten sich bald zahlreiche Mitzlieder des Veloz-Elubs. des Casino anderer aristokratischer Clubs, ferner der Eivilgouverneur Aguilera, der Alcalde (Bürgermeister) Angulo u. A. eingesunken. Eine erschütternde Scene spielte sich ab, als die Eltern des infolge der Katastrophe verstorbenen Jose Arteaga im Krankenhause erschienen, um die gräßlich verstümmelteLeiche ihres Sohnes in Empfang zu nehmen. Ueber die Ursache des Unglücks im Circus sind die Meinungen getheilt. Am glaubhaftesten klingt die von einem Architekten ausgesprocheneAnsicht. daß sich der Giebel in Folge der Regenzüsse der letzten Tage gelockert habe, bis er schließlich keinen Halt mehr hatte und herabstürzen mußte. Es ist bereits eine eingehende Untersuchung an geordnet worden.Ovld B. Jamesou, Adbokat und Ncchtsanwalt, Zimmer 5 & 7 Branden Block. Zcke Delaware & Washington Straße. Ganzer und gestampfter CDHJ3ZLnZ9 iii verkaufen bei der Indianapolis Gas Company 49 oib Pennsylvania Straße. Frau 3l. S. Fowler, fühlt inportirte und seldstverfertigte Haar-Arbeiten. herrücken. Bang zc. tn arofier Aaöwahl. ftit. ,len,opswaisen.Vaarlnelbtn. 22& West Washington Stcaöe. John H. Stern, . . Numme? (itnundtür.jjtj Zngall lock JndlanavoiiS. A.?criitskt, Eis ! Eis ! Bestes Lake Eis. Billigste Preise! Telephon 949. A. CAYLOR.
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)nvelitur
beginnt
Morgen, M
Vor unserer Jnventur-Ausnabme pflegen wir die versteckten und verpackten Waaren, Tauseude von Dollars an Wertli, aus den Verstecken hervorzuholen und mit großen Opsern zu verkaufen. Wir müssen Plad sckaffen sür die bald eintreffenden neuen Herbstwaaren. Morgen bcgillnt Z Ausräumen. Da giebt's Ginghams, Tischlcinen, Drillich, flilbige Seiden, schwarze Seiden, wollene KleidNttgsstiicke, Lawlls, Battiste, Challies, Bänder, Weißzeuge, .Stickereien, B!annerhemden, Duttienblousen, Wrappers, fertige Kleider, Seifen, Parfüms, Handschuhe, Blechwaaren, PorzclltMwaami, Schüsseln, Eiiner, Teppiche, Spitzengardinen n. f. w. Alles zu Ausver-kanfspreiscn.
P i 11 I fei
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Ein doppeltes Vergnügen. Wenn ihr Gefrorenes, Sherbert, Limonade oder etwas ahnliches habt, so wird es Euch doppeltes Vergnügen machen, wenn ihr damit Parrott & TaggartS Chocvlade Waffeln, WallnuS Waffeln, Charlotte Nnsse, oder anderen von P. & I. seinen Kuchen eßt. Bei allen Grocer zu haben. EMIL WULSCHÄER und SOHN Haupthändler in hiesiger Stadt in zuverlässigen
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