Indiana Tribüne, Volume 16, Number 311, Indianapolis, Marion County, 30 July 1893 — Page 10

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VIIj-J?-j&fg;ti VfeM 7.J MKM .pnrv'W; A.AuMlUoenZgd Httmbnrgcr Tropfen -g?genVltttkrattkhcitctt, Nnverdaulichkcit, Mngottloidott, Lob erleiden, Kopfweh, Uebelkeit, Dvöpepsie, Schiviitdel, Vkrdauungsbcfchwcrdcn, Magen- und NicrcnbeschwerdeN, Biliuse Anfalle. Ebenso g?zeil kie Leiden des weiblichen GeichlechtS. Uttstreitiz tu beste Mittel. Preis, 60 Cents rdcr fünfFlaschc 2.00; allen Avctcen zu &,rtrn. ZZür $5.00 mrcn zwölf TZlascdc-l tcstcnfrli rcrf.ini't. tue charles &. ioseieh co.. BsKimon.'Ui 5 ir 7." U &9 :;. CÜ Cio itrit. en'i' ifiuOi-ii : 12 Hl,r V-o'TiUcc, 1 ." Via i r.ftiüs ü. -y ; -s trvti Z : Ut l Jiu;tt.'l!tiit,. ". ".o.umc:,. c. Dv. .Grckl.örpt, Veuischcr A.rtt. O i M i i- n f 5 'ij o l, n ii n u Nv. SSä Eüd Meridian Sir. Z f fite 2 muten : bis Udr '.'lm. 2 bis z l tr ViCd.-rn. lic Utv 2 jitr.Mc ! yl:i uiittafii. lelcphau Dr. Wagner, Xit HO M shio Str. Cl?-1f--'lUiT3iil lur V-jxif. ri Uhr V(UtuUC:.4ij tSJi't'ir.i : ( i?. rrc.dWsi, ud V?af0la v: Mä Tj'.fvion Dli. aan 3 äsms tUjirura und ruiu-nar. fculanftalr und Cfn.i: V'o. ',u Oft Di hinein Ättctje, vife ia;ati)K)Vttt Wocra.) XüQUdi von Ut)T. 5i'iuuaa' aiifciivmaren. Dr. AmeJia K. Kolirr, Office: tttt Süd Meridi,, Stra?jc. , i , , 1, ,. ' -l 1 II i l n.iiii , 'st,'?' I Uil&f , f " : i t.bmit. Telephon w7. Dr. PPAFP, Cjsice: 134 Nord Pennsylvania Str. )snce-5ludctt von 2 U,. 'a,m. No. 425 Madison Vlienuc. S landen Bon 10 li llkic '4?jin. fcjoiji'ütm: iW'JI.fllatßüi itr. .15: es. vu'ontstr. 1lt4,Lo. c'iife irltVUü.l . f g.unq 0.!. Dr. (5. N. Scharfer, jOrjt und Chirurg, o. 430 Madison Aver.ue. nshe ÄcrriZ Etr. Tvreckstundrn : 7:i 9 NhrMcigenS. l ZUHr Nachmittag,. 7!' Uhr dendö. ?el,vk?on 'ZHi. Mary C. L!oyd, Zahnärztitt, Zimmer No. 19. über Fletck'er'S Bank, gegen über vom New ?)ork Store. Dr, I. Bühler, Teutscher Arzt. Office und Wohnung: 337 Süd Delware Straße. OfstceStunden: 8 9 Uhr Vorm.: Z Uhr 'fr 7 bNbrAbenkZ. Telect 1416. Bandagen und wundärztliche Apparate, Bruckdänder, 5krükrn, Lckienen un alle wundärjtlijen Scgenftände. Das gröktr ager künstlicher Äugen. Wra. H.Armstrong & Co., ? Süd 3&tnöi Straße. CIIAS. G. MUELLEPi, D p z; t f ch e Apotheke zchfotger von W. W. Tcott. lo. 667 Wirginin jCvenue, Eite Coburn Str. Tflepbon 17-17. 5iacktglote an der Seitenthure. Rccrte Tags undgcht sorgfältig ge'niit. Freie Abi, cferung. ZZerd. A. Müller, (achfolzer von aeocae Müller.) Apothelzse. Ute sertigoni do Rezepte ,eschtedt t ,derläsflger. sachverftZndtger eise. Südweft-Scke der OS Washington und Ost Otr. ' - ? . au.-i xuepgon

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politische Kesangene in Siöirictt. Ein englisches Sprichwort sagt: irc Lüge geht um die ganze Erde, bevor die Wahrheit ihre Stiefel an hat." Und wenn die Wahrheit in ihrer ffus;beklei )ung steckt, so sind es ebenfalls keine siebenmeilenfliefel, könnten wir zufü r.. - , ?

Ijhi. Ja, oie uge il lange uno oiei !äend eingebürgert, ehe die Wahrheit auf ihrem langsamen Marsche an Ort und Stell: angelangt ist. Obendrein sind unahre Geschichten immer viel anzie- ; Unde; und pikanter, man erinnert sich I daran viel besser, sie haben eine dSmoni !sche Äkraft, sich dem Gedächtniß viel bes. il:r titnupraaen als vle ungemlnu?. i l eschkideneWahrheit mit ihrer oft trecke 1 n . fl !l rr 1 O C i nen wai icuumj . un n.c i . " Utt !o.el schrelben doch musien w , i "ebe, kernen Segens and rm wetenBe. euj cci Mi M- , M so viel und so beharillch gefabelt worden, als über Siblrren und die sib.. , :r,4. ij -.mmomm .imX , iKitiHAiH. 7--ii i? ' - j.0111 " in.lencm "nendlichen Lande. Gestehen wir nur, da auch wir über da?, waS m Slwlen vor a.eyi uno vorgegangen , w um richtet waren,ehe unS Henry LanSdell S . Zuch : Durch Srblrlen" unter die Au .;en kam. Mr. Lansdell hat Nußland und SU birien durchreist mit dem doppeltenZiele, . y . ? 'ff. l . 11 V.a uit laalZgeiananlne oes anoes zu ?c uchen und zum Wohl der Gefangenen Bibeln und Testamente zu vertheilen. )n,l:irlich war sem Besuch nur em stucy' ?ics Borbeieilen, und die Ausschlüsie, i ie er uns in seinen zwei Banden gibt, ;nd zum Theil den bereits verössentlich :en Werken über Sibirien entnommen. er in einem vollständigen Index am nde deZ zweiten Bandes ansuhrt, zum Ikil aber schöpft er sie aus den?!itthci '.igen der Behörden.die ihn mit loben-Z-.v?r:hem Eifer über Alles, was er wissen wollte, unterrichtet zu haben scheinen, '.um Theil sind sie auf persönliche Beob .Ölungen oder Mittheilungen von Ge ir.genkn gegründet. Was uns in sei' ise:., Werke am meisten interessirt, sind Um Miltheilunzen über das Loos der sogenannten politischen Verbrecher, über welche die widerstreitendstenAngaben ge macht worden sind. Die Gährung der '..ten Jahre, die tollkühnen und ver veiselten Handstreiche der Nihilisten, die LUxUa uvna zahlreicher 'Mientaler munen , ei' ordentliches Kontingent zum Abschub' nach-lblnen geliefert haben. Aber wie ' t.iche Verbannte polnischer Abkunft sich d-si'.lden. Das wurde einer lahrllchen Einwanderung von 4000 Polen entspre ten. Während im Jahre 1879, als der eifasfer durchreist?, die Zahl der polni sch?n gemeinen Verbrecher blos 898 be trug. Die Zahl der politisch? Verbre cher ist nun gemeiniglich kaum ein Zehn te! der gemeinen Verbrecher, wonach die IC Yll UllilSlIUll OUUUUll, tVU.IUUJ Vlt anRat.S M m. Wh,e m.ietjigmat i )U hoa gkgrlssen sein killten. :n nam lichen Jh:e. da Mr. Lanödell SibiiiiN Pesuchle (1.79). waren die Verhastunzen von Nihilisten besonders häufig ; ein Attentat aus das Leben des verstordenen (lyuin hatte eben stattgefunden. Jü englischen Zeitungen, der Dailu Tele raph" m:rd besonders cilirt. circulite die iaäzricht, daß eine große Menge po lilischer Verbrecher zur See von Odessa aus nach Saghalien abgeschoben wür den, insofern die Traniportmittcl über tidnd den Anforderungen nicht mehr ger.üen könnten. Nun reisten Mr. Lans dtll und sein Dolmetsche aus der einzigen Straße, welche diese Leute einschla gen konnten, und die Zahl der Dtportir' jen betrug nach ihrer genauen Berechu'ng etwa 120 Jndividutn, von welchen sie sünsjig selbst antrafen. Allerdings ist es sehr schwer, über die Zah! und die Behandlung der politischen Verbrecher absolut zuverlässige Angaben zu erhalten, aus dem einfachen Grunde, weil statistische Daten nicht zugänglich sind. Dagegen hat unser Reisender teine Gelegenheit vorbeigehen lassen, solche Teportirte selbst zu besragen : dies ist iim sa !eichter,al3 sehr viele in ihr:möil in verhältnißmäiger Freiheit leben und es ihnen ubcrlasien bleibt, sich ihren Ledensul'lerhalt in bestmöglicher Weise zu vervlenen Aus oer anoeren elie ,;! es aber nöthig, diejenigen, welche sich als : Auf der anderen clte i politische Verbrecher ausgeben, mit Vor licht zu behandeln. Cm Politischer'' wird unter seinen Genüssen immer als ein Gentleman angesehen: :?.z Verur teilung und Verbannung wegen pollti scher Vergeben gibt ihm eine Alt gesell ich istllchen ?iang, den sich deshalb viele gemeine Verbrecher Fremden .gegenüber anzumaßen suchen. Tie meis.en und g. fährlichsten politi schen ßZesanJenen bcsinden sich in der '. . ' . Cf tf ? st" . Provinz Za-Vanai. lce Provinz, etwa 210.000 engl. Quadratmeilcn $'0i, 1 egt außerhalb der gewöhnlichen Ver krhisstraßen, Reisende, die nch dem Stillen Meere reisen, lassen sie zur Rech ten liegen, undKaufleute aus ihremWege nach Kialhata gehen links 7. ihr vrbe! Qy ist eine Art Sackgasse, und eignet sich' z'.iM natürlichen Stantsgesängniß um so bess.r, als ein Gefangener die arpr.ten Schwiericskeiten hat, sich zu ent fern. Im Norden findet er endlose WSlder, die ihm wohl im Sommer Bee ren a!Z ?!aürung liefern.im Winter aber sicheren Tod bereiten. Im Süden liegt die mongolische Wüst.'. Im Cstin zwar, wenn er denAmur erreicht, könnte er sei nen Weg siußabwältz räch China und dem Stillen Meer finden, aber die Cnt f.'rnung ist 2000 Meilen, und durch chi nesisches Gebiet. Im Wcsten bildet der Baikalsee eine natürliche Grenze. Was idoch die Trans Bskal-Prcvinz öesonIn 3 wertvoll macht, ist ihr Aelchthum a'iold und Silber, auch finden sich iZdelstcine in den Gebirgen. Die Per UKi-Diing politischer Verbrecher in diesen Bergwerken muß diettrsten ihre? Unter halZZ bedeutend vermindern. Zwei Städte sind es, welche in dieser Provinz ' als Wohnorte politischer Verbrecher eine . cr r it-I .1 -1 traurige Berühmtheit erlangt Habens . Nertchinsk und Kara, und beide hat Mr. - .'..?. " ' ansoeu.veiuazl uno. wiomer tonen meo

oieic uno e, ; vjui mt. mui . wie sie wollen, so lange sie den ttosacken, . B. Die erstaunliche Berechnung, daß in ( bie Wache halten, nicht unnöthige Mühe Oftttbirlen allein 30.000 40.0V0 poll. ' kerursen. irrx Nebrin-N ist q?,rtZn,

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lcre höchst interessante Zkapitel. 'jiur. tt es c r.c cllgfmein verbreitete Saae, dak

die scl.limn-.sten politischen Verbrecher in j der nfiijcnannten Stadt lnDuecksilber minen einem schnellen und sicheren Tode enigeglngchen. Nicht r.ur in Zeitungen, : sondern in ernsthaften Werken findet sich j diese Vchauptung wiederholt aufgestellt. ; Es kommt aber Quecksilber in dieser , Gcgend gur nicht vor, und der Verfasser, krelcher mit lobcnsmerthem Eifer diesen Ee,:klistand ergründet hat. kommt zum 'zyv, oau oic ganze Geschichte eine i iötwillige E'sindung ist. Auch die Ar l cit in den Silberbergmerken ist keines ; w?s,s so schr.cklich. als viele Autoritäten j ur:.j olaubcn machen wollen. Natürlich tn li'.t gar viel aus den Gouverneur an. j So hatte z. V. vor zwanzig Jahren j Ncrtchir.sk einen Direktor, welcher will i t.iilich d'.e Nationen der Gefangenen vl kürzte, von vier Rosarien begleitet, "überging, die mit der nut: Jeden putschten, der nicht die vorgeszriebene lUx m obct t6un Allein CU it lagen und Vorstellungen der ! u.ttlbeamten hin wurde dieserDirektor, ! 9 Nozguildiess, entfernt. Ein .... - II' 1 i lüicher Ge angener. ein Pole, der in ivn Nertchinsker Bergwerken zu harter Arbeit verurtheilt worden war. erzählte m Mr. LanSdell, daß Niemand ihngezwungen habe, zu arbeiten. Möglich, Öa& r eine nüdlickere Verwendung fand. Jedenfalls hatte er sich weder über seine Äehandlunq durch die Wärter und Be amten. noch über seine Rationen (Z Pfd. Brod und Pfd. Fleisch täglich) zu be. klagen. So groß war seine Zufrieden' h:it mit seinem LooZ, daß er erklärte. wenn der Kaiser ihm erlaube, in seine Yeimath zurückzukehren, so werde er sicherlich gehen; allein er ziehe seinen Zlusenthalt in Slblrlen der G. sangen schast in Rußland selbst vor. Jedenfalls ist in letzterem Lande die Polizeiaufsicht weit strenger und drückender, als in den asiatischen Provinzen. WaZ unserem frommen Reisenden um Hartesten vorkam, ist die Nichtachtung des Sonntags. In der That gibt es in den von ihm besuchten Straskolonien nur wenige ffeiertabt im Jahr, vier an ge wissen Orten, dazu kommt jedoch der Badetag, der in Kara wenigstens alle vierzehn Tage stattfand und als Ruhe tag beobachtet wurde. Die Arbeitszeit beträgt meistens dreizehn Stunden, so war es 1SG6 in Nertchinsk, so wurde eS in Kara gehalten zur Zeit des Besuches des Mr. LanSdell. Um Mittag eine j kurze Frist für Essen ausgenommen,wenn die Mefannenen selbst Mnnrdn.m dessen, denn es scheint, daß diese in dieser Beiebuna so nemlick, tbun können I V w klimatifch kein unangenehmer Aufent. Haltsort ; 2230 Fuß über dem Meer, ist es eine äußerst gesunde Stadt. Wie Nertchinsk erfreut sich auch Kara einer sehr schlechten Reputation. Es ist erfreulich zu finden, daß es. dem Urtheil des Reifenden zufolge, besser ist als sein Rus. Die Strafkolonie enthielt etwa 0A(,A T, . t . . 1s "eV!'S12 politischen Charakter hatten. Die höchste Zahl wurde in 187 erreicht.wo sie 2722 aller Gattungen zählten. Mr. Lansdell besuchte in der kurzen Zeit, die ihm zu Gebote stand, unter der Begleitung deS Kommandanten, Oberst Kononovitch, die meisten Gesängnisie, und kam zum Schluß, daß die Lebensweise der Straf linge in jeder Beziehung einen Vergleich aushalte mit der in englischen Straf qnstalten, in mancher Hinsicht sogar bes stt sei. Von besonderem Interesse ist seine Beschreibung der Zelle eines politi schen Gefangenen eines echten Exem plars, jüdischer Abstimmung, der zu schwerer Strafe nach Kara verbannt worden war. Bon 6 Uhr Morgen? bis 7 Uhr Abends mußte er in den Gold minen arbeiten, aber nur im Sommer, im Winter hatte er fast nichts zu thun. Seine Frau lebte in der Nachbarfchaft und durfte ihn zweimal wöchentlich be fuchen. Seine Zelle war, selbst nach englischen Begriffen, bcquem.sogar nied. lich und zeigte, daß dir Gefangene mi den Segnungen der Civilisation ver traut war. Auf dem Bücherschast stand ein Werk über Nationalökonomie ! Die Aussicht von den Fenstern war reizend und der Reisende st'ht nicht an zu erklären, daß er Kara vor dem famosen eng tischen Gesänqniß Millbank den Vorzug geben würde, falls er das Unglück hätte. ju lebenslänglicher Gefangenschaft ver. ....keilt in werden. Soaar die reliai. urtheilt zu werden. Sogar die religiö sen Scrupel der Gefangenen werden bi$ zu emem gewisien Grad deracklichttgt. T? lebten, m einem Gefängnin dies bezieht sich natürlich auf gemeine Ver brecher 42 Juden beisammen, die ihre Nahrung flach den Vorschriften ihrer eilglon bereiten ourften; ebensa ge nossen mohamedanische Sträflinge ühn liche Privilegien. Auch die Arbeit ist keineswegs schwer. Die Go,dminensind nicht, wie in mehreren Büchern behaup tet wird, unter der Erde und ungesund. sondern auf der Oderslache, und sehen Steinbrüchen Nicht unähnlich, sie sind etwa 20 Fuß tief. J.'der Sträfling hat eine vorgetchiebene Aufgabe zu erfüllen, aber ist bedeutend weniger als von einem freien Arbeiter erwartet wird. Frauen fand der Reisende keine in en Minen beschäftigt, UebriaeoZ scheint in JZußlnd daö schöne Geschlecht keine an geborene Abneigung vor dem Gelangn r . v-i.: " zu yaven. Vl. Pkizrsvurg, ta er zählt er, rurde 'ine Frau zum fünfte Male verurtheilt und wieder in dieseldtz Zelle zurückgebracht, dU sie früher be wohnt hatte. Sie fand ihr Bett in einer anderen Stelle aufgeschlagen und bestand darauf, daß es so gestellt werde. .wie sie eS gewohnt sei". Eine ande.r? alte Sünderin dankte Gott cder ihrem, .Eikon", daß er ür ihre alten age so. gut gergt'häbe. Wie dem. auch ei, keine von den 154, gefangenen Frauen, meisten Mörderinnen, waren zur Gru benarbeit angehalten. Und Kara,wohin besonder? Nihilisten dirigirt werden. lliertchinsk ist Haupt Schlich für verur theilte Polen), enthält die gefährlichsten politischen Verbrecher OstsibirienS. Jn früheren Jahren freilich muß ts '.r; Ka' oft fchrecklich zugegangen sein. ' Noch im Jahre Mr4 war eS gebräuchlich, die Sträflinge zu brandmarken. Mr. LanS dell lieft sich einen Veteranen vorführen.

cer die Buchstaben K A '1' .auf Stirne und Wangen eingebrannt trug. Aber seither ist es besser geworden, besonders unter der weisen Administration des braven Obersten, der die mangelnden Staatssubsidien durch sparsame Ver waltung ersetzte. Gerne hätten wir von unserem Auto ren mehr und aus eigener Beobachtung über die Straskolonie auf der Jnfel Soghalien im äußersten OstenSibiriens gehört. Aber Mr. Lansdell hat die In sel nicht besucht; gleichwohl ist sein Ka pitel über Saghalien eines der interes santesten, weil man bisher überhaupt noch wenig Zuverlässiges über dieses Land erfuhr, das in den letzten Jahren eine so traurige Berühmtheit als Straf kolonie erhalten hat. Das Klima ist äußerst traurig und kalt, und die Insel ein in jeder Beziehung schrecklicher Auf rMhaltsort. Im Jahre 1879 befanden sich 2-Z00 Sträflinge dort, aber keine Po litifchen Gefangenen. Warum diefe nicht hierher gesandt werden, ist schwer zu sehen. Vielleicht, weil es so leicht ist, zu entrinnen. Auf der anderen Seite ist es jedoch eine äußerst schmierigeSache, ja fast unmöglich, weiter zu kommen in diesen unwirthlichen Gegenden, wenn man auch das Gefängniß hinter sich hat. Es ist selbst den Soldaten ost unmöglich, sich auf ihrem Marsch Lebensmittel zu verschaffen. Im Jahre 1856 wurde im September ein Bataillon von NikolaesSk flußaufwärts nach Schiltinsk Gavost ge sandt. Der Winter überraschte sie, und sie zogen.daS Loos, wer gegesien werden sollte. Die Ueberlebenden, wie viele wird nicht gesagt, marschirten auf dem Eis weiter bis zum Ziele ihrer Reise. Entronnene Sträflinge gibt es genug. aber die meisten ziehen die Gefängniß strafe dem wahrscheinlichen Hungertod? vor. Daß in Duc, dem einzigen guten Hafen der Insel, scheußliche Mißbräuche vorgekommen sind, und noch vorkommen. kann man glauben. .Der Himmel ist hoch und der Zar weit" läßt sich hier wenn von irgend einen blecken deS un geheuren Landes j Gleichwohl muß man hoffen, dai. weibliche Sträf linge nicht mehr, wie ehemals. Erlaubniß von den Gcfängnißbehörden erhalten, im Geheimen gelegentlich einlou sende Schiffe zu besuchen, unter dcr Bedingung, daß sie ihrenSünden Ve,i?nil

mit den Wartern theilen. C. C. Scha r o t. Fernst, r. Die Versuche. Schriftstücke oder Photographien in ihrer Ursprünglichkeit zu telegraphiren. sind nicht ohne Erfolg geblieben. Nur das elektrische Fernsehen war bisher über kühnePläne nicht hinausgekommen. Jetzt aber lst nach einer Darstellung des Elektrotechnischen Anzeigers über eine von Leon Le Pontois erfundene Vorrichtung auch der Fernseher thatsächlich hergestellt. Der Apparat besteht aus Sender und Empfänger. Ersterer ist nach einer Art photographischen Ka mera gestaltet, mit dem Unterschiede. dah dort, wo sonst die lichtempfindliche Platte eingesetzt wird, sich eine drehbare Scheibe von sehr dünnem, leichtem Stoff befindet, in welcher nahe dem Umfange zahlreiche und sehr feine Oessnungen. wie auf einer akustischen Sirenenscheibe in Kreisbögen verlausend, alaecrackt und. Wird die Scheibe in llmdrehung versetzt, so dringen die Lichtstrahlen vom Object nach und nach durch diese Nand-Oeff lllngen hindurch und wurden aus einer vorgehaltenen Platte aus lauter feinen Lichtpünkichen ein Abbild des Gegenstandcs entwerfen. Zur Umwandung dieser Lichtstrahlen in elektrische Ströme dient die außerordentliche Em pfindlichkeit des Selens, eines Mctal das die Eigenschaft hat. durch Licht- oder Wärmcstrahlen elektrisch erregt zu werden. Sollen zum Beispiel die Gesichtszüge einer Person m dem Fernseher sichtbar gemacht werden. so wird der Kopf durch einen Hohlspiegel und eine Lichtquelle, die möalickst viel Wärmestrahlen abgibt. ,um Beispiel Kaltticht. beleuchtet. Die Lichtstrahlen gelangen durch die durchlöcherte Scheibe auf die empfindliche Selenzelle' und rufen m der Leitung Ströme von wechselnder Stärke hervor. Diese wirken im Empfänger auf eine mikrophonartige Einrichtung, welche zwei in gasdichten Gehäusen befindliche Membranen in Schwingun gen versetzt. Von diesen geschlossenen Behältern ist der eine mit Sauerstoss, der andere mit Wasserstoff gefüllt, die mittels Leitungen das Kalkglühlicht speisen. Die Stromveränderungen des Mi krophons beeinflussen die Schwingungen der Membranen, die sich auf die ausströmenden Gase als kleine Druck; schwankungen bemerkbar machen ; diese verändern ihrerseits wiederum die Stärke des Kalklichtes. Eine Linse nebst Reflector koncentrirt die Lichtbüschel aus eine bikonvexe Linse. nachdem dieselben eine ebenso durchlöcherte Scheibe passirt habcn, wie au! der Abgangsstation. Beide Scheiben drehen' sich nun genau, gleichzeitig, etwa zehn. Mal die Sekunde. Sobald dis Lichtwirkungen im Sender elek irische Ströme in der Leitung erzeu gen. entstehen im Empfänger durch Beeinflussung der Lichtquelle entspre ckende Lichtunterschiede. Infolge der schnellen Umdrehung der Scheiß wird auf der betreffenden W&e ein zusam menhängendes Bild des Gegenstandes aus der Abgangsstation hervorgerufen. welches in Wirklichkeit am lauter ein zelnen den Durchlöcherungen der Scheide entsprechenden Lichtpunkten zusammengesetzt ist. Aber da Lichteindrücke auf der Netzhaut nicht sofort verschwinden, und da es andererseits wieder einer gewissen Zeit bedarf, blö die Eindrucke der Llchtstrahl;n wahrge nommen bczw, his die betreffenden Nerven erregt werden, trit.t hierbei eine ähnliche Verzögerung ein. wie bet der Selbstlnductlyn de? Pel.enzelle, sy daß für d.cn Eindruck das Bild ein einheitlich gezeichnetes ist und. da dji

Aufnahme nach Art der 'Pd'otograpyte gemacht ist, auch ein ähnliches Werder muß. Das der Erfindung zu Grunde liegende Princip gewähr! schon hinreichendes Interesse, um eim Erwähnung zu rechtfertigen, wenr auch die Vorrichtung die vcllständigk Lösung der Frage des Fernsehens nock Vtcht bringen sollte. Tie unheimliche Nugelspritzr.

Der Pariser Berichterstatter des Mailänder Secolc" hat Turpin. der Erfinder des Melinits, über seine voi einigen Tagen von den französischer Blättern angekündigte neueste Erfin dung, die unheimliche Kugelspritze, befragt und sendet unter dem 20. Juni seinem Blatte folgenden inter essanten Bericht: sKlan versucht glauben zu machen, daß Turpin eir wenig verrückt sei. Wer den starken ruhigen, gesunden Mann mit derr freien leuchtenden Blick ficht, ist ball anderer Meinung. Nachdem wir einige 'H'öflichkeitsphrasen gewechseli hatten, fragte er mich lächelnd: Si kommen, um sich über meine nem Kriegsmaschine zu informiren." Ja, ich möchte um eine etwas ausführlichk Mittheilung bitten, um das neugierig! Publikum zufriedenstellen zu können Leider kann ich Ihnen solche Mittheilungen nicht machen, da ich nock nicht das Geringste niedergeschrieber habe Berechnungen, Pläne. Alle! ist hier" dabei setzte er den Zeige fingcr aus seine breite Stirn nachdem ich mehrere Male beraubt und uir mein gr-istigcs Eigenthum gebrachj worden bin. dalte ich es immer so. Ich sammle alle meine Studien, allt Berechnüngen, alle Pläne in meinern Hirne an.bis zu dem Augenblicke, wc ich sie praktisch verwerthe. So machik ich es im Gefängniß von Etampes mi! den drei Bänden über den Umlauf bei Planeten, von denen der erste in wenigen Tagen erscheinen wird." Sine die Studien über die neue Kriegs, Maschine beendigt?" Für mich, ja. Der erste Gedanke kam mir bereits im Jahr' ,831, ich würde schneller zu der Lösung, die ich suchte, gelangt sein, wenn ch nicht durch andere ArVeiten unterbrochen worden wäre; aber ich dachte stets daran und jetzt bin ich meiner Sache sicher." Sind die vor einigen Tagen erschienenen Berichte richtig?" Nur zum Theil. Man sprach von Melinit, den geheim nißvollen Explosionsstoffen. Nichts von alledemist wahr. Meine Erfindung beruht auf Elektricität, aber aus gänzlich neuen Gesetzen. Der Grund gedanke ist übrigens so einfach, daß ich mich wirklich wundere, daß bisher noch Niemand darauf gekommen ist. Die Maschine ist so leicht, daß sie fast immer von zwei Pferden wird gezogen werden können und zur Bedienuno eines jeden Apparates genügen vier Mann. Die Maschine wird mit Kugeln geladen und jede Ladung wird 25.000 Geschosse auf eine Entfernung von einer (delltschen) Meile hin schleuß dern. Mit wenigen Schüssen wird man ein ganzes Heer vernichten können. Keine Festung wird ihren blitz artigen Wirkungen widerstehen können. Selbst die kleinsten Kausscchrteischisse wird man mit der Maschine ausrüst? können. In Anbetracht der . ungeheuren Entfernung, bis zu welcher meine Maschine die Geschosse schleudert, find Panzer Und Panzerschisse durchaus machtlos." Ist es wahr, dah Ihnen ein Monat genügen würde, um Frankreichs Rüstinig umzugestalten?" Vollständig wahr. Ich werde mein Geheimnisz ruhig bis zum ätzten Augenblicke für mich be halten können. Im Vergleich mit den gegenwärtigen Ausgaben des Kriegs- und des Marineministeriums, werden die Kosten für die Anschaf fnng meiner Maschine ganz unbedeu tend erscheinen. Ein Patent werde ich nicht verlangen, das hieße ja, die Ergebnisse meiner Studien der Welt enthüllen." Was gedenken Sie also sonst zu thun?" Turpin kniff in ganz eigenartiger Weise di Augen zu sammen und sagte: Ich warte ab." Pie luttige Jagd bei Takzuslrn ü: Fursttnthum Lippe. Salzuflen heißt der kleine Ort, Wo dies ist jungst geschehen : Man sah von dort zum Sport auf Mord Viel tapfere Schützen gehen. Der Jäger fünfzehn hrachen auf Wohl um hi.e Morgenstunde, Dazu, ein mächtiger Treiberhauf Unh yuch zwei schärfe Hunde,, Schier fünfundzwanzig Treiber froh Da durch die Felder licfen ' Schrein und Klappern und Halloh, Daß sie das Wild erriefen. Doch wie sie schrieen und klapperten auch Vom Morgen- bis Abendgrauen, Und wie sie spähten in Wald und Strauch $ioax kein Wild zu schauen. Dann aber plötzlich Knall und Schall! Noch vor des Tages Schlüsse O Waidmanns Heil ! dann kamen all' Die fünfzehn Jäger zum Schusse. Und als drauf Hallali voll Freud' Geschrien ward und geblasen. Da brachten die fünfzehn Jägersleute' Zur Strecke einen Hasen ! Da jauchzte laut. ganze Scharr Der NirnredS auserlesen, Paß eS ein echter Hase war n.d kein Karnickel gewesen. Muiiklebrer G. Leppert, No. 247 Ost MorriS Straße, empfiehlt sich für den Unterricht auf Piano und VioUne. Bedingungen mäßig. Der Un terricht wird auf Wunsch un Hause dir Schüler ertheiN.

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