Indiana Tribüne, Volume 16, Number 297, Indianapolis, Marion County, 16 July 1893 — Page 10
Tropfen.
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D?.AWMisd Humbmgcr Tropfen IgkNVlutkrankheiten, Unverdaulichkeit, Magenleiden, Leberlelden, Kopfweh, ' Uebelkeit, Dyspepsie, Schivindel, Lerdauungkbeschverden, OZageu- und Niereubeschverde, Bittose Anfällt. Cbcnf gegen bis ' '.. Leiden Itt wkibllchku Geschlechts. i Unstreitig da teste Mittel. Preis, 60 EttS oder fünf Flaschen $2.00; in alle? Ävotbeken zu haben. Für $5.00 werden zwölf Flaschen kostenfrei versandt. I CHARLES A. VOGELER CO- BatUaert.Ul DR. XP5Uiin.tt2zBiL i, Chirurg und Frauenarzt. Heilanstalt und Office: No. 194 Ost Mtchigan i Straße. (Ecke Maffachnsett Avenue.) Täglich von 4 Uhr. Sonntag ausgcnsmmen. Dr. Amelia It. Keller, Office: 369 Süd Meridian Straße. , 9 iUVSrBorm. : Z 4ttr Nackm. 7-!i,rÄbeudS. Ossick'Tkunden Telephon 907. !5S fC m tX Dr. ! !?t. (VMaeier, ' 1 Srzt und Chirurg, No. 430 Madison Avenue, nahe Morris Str. Svrecbstanden : 7:80 Uhr Morgens, 18 Nhr atmittasS. 7:80-0 Uhr bend. Telephon 282. Dr. I. Btthler, Deutscher Arzt. . Offiee und Wohnung: 9S7 Süd Delaware Straße. Okftck'Tkuadkn: 8 Uhr Bor.; i 3 Uhr Nachm.: 7 Uhr Abends. Telephon im. vr. PFAFF, Office: 134 Nord Pennsylvania Str. Ofsice,Ztndea sn Uhr kachm. Sko. 425 Madison Avenue. Stunden von 1011 Uhr Vorm. Vdnung: M N.Vlabam str. ,J ke Brmontstr. Tiltnhan ' ) snce . teUDBon . ; Wohnung 36. UD:b- OSiLs, ' 0. 38 Ost vhio Straße. GvrechSundea 1012 Uhr Bor'mtttagS, 13 Nachmittags und 78 Abend 58 Uhr Stachmiltags. oUNtag B9l1 Dr. Wagner. Office: Po. 60 oi iVhio tr. t OfSek'Etuuden : l0 Uhr Ssrsutsz. - gßrNachszsttag?. yoiusg : Sike kSroadivat, ud Livesl Telexhon H8. Dr. Vurckhardt, Deutscher Arzt. Vft i e und Wohnung: VZo. 93 Tüd Meridjan Sfx. : 0fjieeTxundchfl : bj? Uhr Boxm. 3 Uvr am. 7bt Uizrkoß. sonntags s vsrmtttagß. eletzba 280. , CHAS. G. MUELLER, Deutsche Apotheke. Nachfolger von V. V. Sc?tr. Vo. 6ß7 Virginin Zövsnus, . Ecke Eoburn Str. Telephon 1747. Nacktgiocke an der Seitenthüre. Rezepte Tag uit$il$t9 sorgfältig gefüllt. greiedlieferung. Ferd. 5l. Müller, (schsolger von eocge Müller.)
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Verstimmung in der Ehe. ,7kack dr Stirath ist ber st ITConak Donigmond der Schm,vTchm Tr zwrtti Hrhin und Xortbt dti tz nd ftra. btt drlUPttI.0atlq. Ttt Werte: tl komm' in ImffUartjt Wer Tich und mich zulammrn bracht, " ttkiLpnchwort, lWiener Tageblatt.) Nun rückt wieder die Zeit heran, roo die Leute mehr als sonst im Jahre geneigt sind, Hochzeit zn machen und damit ihres Lebens Glück aufs Spiel zu setzen. Ja, es ist ein wahres Glückszpiel, daß die größte Zufriedenheit, aber auch nanien loses Unglück bringen kann. Dies :oeig Jeder und ist im Munde der ganzen Welt. Wenn ich in unseren Alpenthä lern mich aufhielt und dort an manchem Winterabende mit den Bauern, nament lich mit den Aauernmädchen in trauli chem Gespräche verkehrte, habe ich immer auszuforschen gesucht, welche von uns ren Dichtern mit ihren Aussprüchen in diese fernen Winkel gedrungen sind. Vom lieben Augustin bis zu Scheffel gibt eS wirklich nicht Wenige, deren Wort dort hörbar ist, wenn auch zumeist kaum zu erkennen aus einem leisen Anklang. Vt ist nur noch eine Spur davon übrig geilleben. Wer jedoch überall mit vol ler Stimme spricht, ist unser Schiller. Seine Worte sind am meisten bekannt, und am verbreitetsten, zumal unter den Mädchen, ist sein Ausspruch: .Drum prüfe, er sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet. Der Wahn ist kurz, die Neu' ist lang." Aber nicht allein in Tirol und in der Steiermark und in Körnten, selbst an der äußersten
Grenze, roo das Gebirge an der Nord seile deutsch, an der Südseite welsch ist. sondern allenthalben, mo deutsche Men schen leben oder roo auch nur die deutsche Sprache verstanden wird. DieS ist nicht allein ein Zeichen von Schiller'S Volks thümlickkeit, sondern viel mehr noch von dem tiefen Eindruck, den seine Mahnung ln Sachen der Ehe aus die Weiberherzen gemacht hat und noch immer macht. Der ÄZahn ist kurz, dle yccu , t lang'. dies wiederholen sie unter Seufzen oft genug, und da? Ende davon ist gewöhnlich, daß sie selbst versuchen, ob das Wort wahr ist oder ob es sich gerade bei ihnen nicht alt eitel rrocifcn möchte. So geht es ja überhaupt im Menschen leben bet allen gewagten Berfuchen. Wer heirathet, der schlingt einen Jaio ten, den er schwer ode? gar nicht wieder ausmachen kann. DeS gilt so gut für Frauen wie für Manner. viintgc vttlu gionen erlauben die gänzliche Scheidung Derer, die sich in einander geirrt haben, i 5 r r unv gkven lynen lyre vsue vreiyel! roie. der. Da? ist sehr weise gethan und trägt ii ..p , .'.f.i' ..t i:i . rrr l. jevensaus vici oazu oei,og ein oeouno. der unerträglich zu werden droht, dennoch ertragen wird, eine größere Qual kann es geb:n, alS wenn votx isaleeren fklaven, die mit einer unzerreißbaren Kette aneinander geschmiedet sind, sich gegenseitig hassen bei Tag und bei Nacht, in der Hitze und in der Kälte, lange Jahre hindurch, bis der Tod als ihr Er? löser kommt. Sind Eheleute, die, an statt sich zu lieben, sich bekämpfen, diesleickt besser daran als jene Sklaven? Nein, noch schlimmer ; sie leben in einer Hölle. Beide sind vielleicht ganz un schuldig an der Qual, die sie einander bereiten. haben kein Verbrechen be gangen, vlos einen rrtyum; t yaven nicht richtig gemahlt, sie verstehen sich nicht, sie hätten sich nicht beirathen sol len. Weiter nicht, und dafür -als Strafe ein zerrüttetes Leben, oder im be sten Falle Trennung mit den bittersten Erinnerungen. Gott sei Dank, solche Ehen und so starke Umwandlung der Gefühle zweier Menschen, die sich einmal zu lieben glaubten, sind doch nur selteij. Ader , möchte doch einen !5M an führen, von dem ich selber Zeuge n?ar und welcher darthun mag, . wie leicht und rasch solche Wandlungen manche eintre ten. Ein Jugendfreund von mir in Hamburg faßte Zuneigung zu einem eng, lischen Mädchen, der Tochter eines ange sehenen ArzteS in London, welche eine zeitlang in seinem elterlichen Hause aus Besuch war. Ihre Gestalt war schlank I V 'rt r? x 4 1 1 r s. ' ' v ' UNS lyr iIezicy! o iqon niiu ernl wie das der Miß Grant auf dem Bilde vcn Herfomer. Telne Zuneigung artete bald in starke, ia in blinde Liebe aus. und diese lieh ihn einen Fehles an ihr über sehen, der sich später in die vteHuung ichlich. EineS TageS fuhren er und sie untz ich im Boote auf den; Wasser Als wir an einer Stelle landen wollten, die sich als zu seicht frwies, sprangen wir über vord, und er nahm das Fräulein m seine rme nd lNig ne qufß' trockene.Weiß der liebe Himmel, diese Leistung muh für semen Kops zu stark gewesen sein, denn eine Viertelstunde daraus, als wir über eine Wiese oller Blumen amgen und ich ein wenig abseits war, sagte er ihr die größten Zärtlichkriten und f r . . ft . nrri ' r. v ... lrua lvr ielne ano an. vu iaj vrn Beiden icdtr nähe kam, war das Un: alück schon sertiz. UebrigenS hätte ich es kaum hindern können, denn ich war ein ebenso dummer und unbesonnener Bursch wie mein Freund. Am Sonntaae daraus nahm das alucr: selige Brautpaar an der Familientafel den Ehrenplatz, ein mit Blumen um seine Teller. Die Hochzeit fand in Lsrdon statt. Auf der Nuckreiie dielt das iunae mit Wenigem zufrieden sein mutz, unge fähr so viel gilt wie bei uns das Salz kammeraut. Er war über die Schönheit der Gegend voller Entjsicken haß sie nicht an, theilte, denn sie hatte in scyollianv vrotjeie gcicru. jchic Verschiedenheit in der sonst so härmlosen o- i . .7 C Xi. - .. a -7 .t fT:,fFremde an des Natur, die allerdings nicht mit dem Metesstab gemessen werden darf war schon au.f des Hochzeitsseise dss Z . ... CfB.sii m W a tX (i(in slllig -üllUumuna, is uuiy nM fahren bittexer Zerwürfniß zur Treii, nnnrt v,r C5f fnlirle. Nickis ist aeköbr. I""" - 7 - 7 -1 - - --T'7 IT i, 7 i r. v ;ti.i. v . n t n i.. : : i ncnei u"0 vkraiilkl v? nyninu n Wwmw um ac? ttlmmuna. die gerade von jugendlichen. i - . trr.r t.tL.'c selttsuyilnen Pesivnen klikn vsttiliner, . sie erdirbt Alles, sie verleibt iedem noch so gut gemeinten Wort einen UN u ?tl$' I at l C - a -fl.il auck nock so aerina sein, immer unter zweien Menschen sich aufthut. Dazu kam nun der Fehler in der Rechnung, von dem ich früher gesprochen : Sie hatte eine solche Erziehung gehabt, daß sie in allerhand Ntt.u.rrolllenjchat. namentlich
in der Botanik, genau Bescheid wukte
und sich viel damit abgab. DieS konnte .:.x,4 v c . . ir. (Ti. 1 1 , vciiu yuue oicc JC'Kiqe uoer seine Berufsgeschäfte in Schififahrtsangelegenheiten schon vergessen und e mag auch früher bei ihm nicht viel daran gelvefen sein. Auf solche Sachen sollte es der einer the gar nicht ankommen. 5e mehr nun die Berstlm,nung zunahm, defto mehr vertiefte sie sich in ihre Bücher, er sich in sein geldbringendes Geschäft und ans dem Gegensatz erwuchs Abnei guug, aus der Abneiauna Hak und oailn kam es zu so arstoßendei Dingen, dajz die Ehe getrennt -werde:, muüte. Damals, als sie aus dem Boot auf die Äiesekam. pflückte sie die Blumen nicht ihrer Sölihcit. sondern ihrer Siaubaesäpc halder. und das ist kein qules eichen. Inl.nerhln ha''., das Ganze recht srcunvllch begonnen, der daö Ende war nicht schön. a ging es in diesem Falle w in an deren Fallen ist es im Grunde ebenso, zumal in allen Ehen, die aus Liebe geschlössen und dann verunglücken. Da hat sich jeder Theil rsn dem andern ein Bild zurecht gemacht, und wenn diese dann in unsere irdischen Zustände nicht passen will, ist die Enttäuschung da. fifn Cvh" Tiiitn mirfl l en, vag ne im Zimmer gescylSsien mur. en, denn Hernach find die guten Leute wie' aus den Wolken gefallen. Sie Hatte vorher Luftschlösser gebaut, von denen Fürst Biömarck vor nicht langer Zeit einer jungen Engländerin in ihr Stammbuch geschrieben hat. daß sie die Gebäude seien, röelche am leichtesten zu errichten und am schwersten zu demoliren seien. Die übergroße. Empfindlichkeit sollte bei einer Ehe ganz aus dem Spiele bleiben. denn sie verdirbt es und führt die erste Verstimmung herbei. ES kommt nicht so sehr daraufan.daö die Gatten für einander leben, sondern vielmehr, daß sie miteinander leben, daß ihr Denken, thr Dichten und Trachten durchaus gemeinsam wird. Recht gern mochte lch ein gutes Ehepaar mit einem vierfüßigen Thier vergleichen, aber daS Bild scheint mir nicht geschmackvoll zu sein, konnte auch zu mancherlei Deutun gen Anlaß geben. Mir schwebt nur die f roße Harmonie dabei vor, mit der ein olcheö Geschöpf Gottes durch da Leben wandelt, und hat doch ebenfalls vier Beine, die so leicht in Unordnung gera then könnten, wenn Nicht Eintracht und gegenseitige Rücksicht ihren Gang reget te. Solche Rücksicht ist die Grundbe. dingung einer friedlichen Ehe. Auch Höflichkeit ist em auteS Mittel aeaen Verstimmungen. Sie wirkt wie dak chwunarad, dai der Maschine über den todten Punkt hinaushilft. Auch im Eheleben gibt es solche todte Punkte, die zu überwinden sind, im Guten oder im Bösen. Die Höflichkeit gibt da, Mittel an die Hand, im Guten darüber hinweg, kommen. . Im Umgang mit Men chen, die uns von Herzen gleichgiltlg md, nehmen wir so Manches hin, rna chen gute Miene dazu und . gebrauche die Höflichkeit alj eine starke Waffe, um Ausdringliche in ihre Schranken zu weisen. Zu Hause ird so oft jedes Wort auf die Goldwage gelegt, zede Miene mit dem Vergroßerunasglase untersucht, jeder Mißgriff als Absicht ge. nommen, und die Folgen davon ist Bex stimmung. Es ist ja wahr, daß ieh, losigkeit auf Seite derer, die wir lieben pnd ?on denen wir Gegenliebe ermar ten, etwas ganz Anderes ist, als die Gleichgiltigkeit Fremder, aber oft sind es blos vermeintliche Lieblosigkeiten, durch ein Mißverständniß herbeigeführt oder in übler Laune falsch -aufgefaßt. und da ist es eben die Höflichkeit, welche Kber den ersten Augenblick der Ver stimmuna. über den todten Punkt hin weghilft und ist dieser einmal überwun den, so wird alles Uebrige leicht. Dann ist der Friede gewahrt, die Liebe bleibt im Hause und die he wird zum Himmelreich. Es gibt noch ein Wort von Schiller, das, unglaublich weit verbreitet, bis in die fernsten Thaler gedrungen ist. Je des Bauernmädchen kennt es: .Raum ist tu des kle.ln.sten Hütte fux ein glücklich liebend Paar. - DaS Herz geht den Menschen auf, wenn sie eS aufsprechen und eS ist ein Ausdruck dafür, mit wie Aenigeni. sie zufrieden silch, wenn e,S dtt wahren Liebe gilt. Die wahre Liebe ist voll Nachsicht und lagt seine Perstim mung aufkommen; sie ahnt Alles, sie bk greift Alles und zu ihrer Bethätigung ist kcfq Rqu,m. zu. eng und keiner zu groß. glitt uiunservou leuchtet der Vlanz, der auf einer Familie voll Frieden ruht, die ser helle Glanz, hervorgezaubert durch baS Walten einer Frau voll Liebe und Bernunst. Sie macht ihren Mann f r c t i C! ' C! r' ' giuaucg, yno er iegnei in yie ipaic ste-,i Jahre den Tag, der ihn und sie zn '' ' r ... -rv - C - t - ammengeoracyl. u , c g c r. HO TO BE BtAUTIFULL" .Anders lesen Knaben den Terenz, mderö liest ihn Grotius,- meint Alt neister Goethe, und AehnucheS gut vohl auch von der Aesthetik. Anders lesen die Professoren auf ihren Käthe -r r fT" Ä.1 gern uver c;c eore ein Thonen, znd'erS" erscheint sie den Damen, die durch Wesen und Erscheinung gefallen vollen. WaS ist Schönheit? Ganze Bände, nnd über diele Streitfrage bereits ge küllt ryorden. ill der 'stark angewachsenen Literatur aber, zu der alle Seiten unq TulturvSlker beigesteuert haben, sind bisher nur diejenigen nicht zu Worte zekommen, m dereu Lebeq die Schon.' heit, im landläufiaeq' y?ie m tiefere I Sinne, eine ss entscheidende Rolle spielt. : die Damen. Da rouk eS denn unser Interesse krreoen. wenn eben eine Dame ein Such Über Schönheit erscheinen läßt, das sich von den rdhandlnngw unserer akademischen Aesthetiker so gründlich unterscheidet. Beachtung verdient ez immerbm. und die dem Buche aewid knete Ausmerksamrnt rpiro sica oenn auch, insbesondere der weibliche Theil der Seserlckast. belobnt finden. " i i .. - . . - i Eine Amerrkanenn, zvcalerm unv ckriktstellerin waleuö. bat daS Werk geschaffen, das sich von den landläufigen . . J r i . l . einfachen vqonoeil,recepien, iöäiucii lcknt Norlckrikten ode? selbst rein bvgic,
ni chen Levrdücznn M even ,y jm 1 . ,.. . -
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entfernt wie von der akavemtschen llesthetik. Die praktische LebenSphilo sophie, die moralische EchönheitSlehre, wird von dem Buche nicht vernachläs
sigt. Aiow to he beautiful" nennt Ote Amerikanerin ihr Werk, SchSnyeitS. buch" nennt'S die in E. KornitzerS Berlag in Frankfurt a. M. soeben erschie nene deutsche Uebersetzung. DiefeS Buch stellt sich die Amgabe, den Frauen und Mädchen zu zeigen, wie schön sie sein können und sollen!- Vor Allem bittet die' Verfasserin, die Begriffe Schönheit und Anmuth zu paaren, nicht aber mit dem Worte Schönheit Miß brauch zu treiben, unter denselben etwa .y .. . ii i gar noletterle, Ziererei, unnaiur zu verstehen. Sie will darlegen, wie mit einfachen, wesentlich auch moralischen Mitteln Schönheit nnd Anmuth zu pfle gen sind. Die Darstellung ist zugleich unterhallend. Lassen wir die Verfasserin selbst so . A f ' 1 ii Pi f . A gen, was sie unter 'onom- versieyi und wie sie ihre Ausgabe nussatzt: .WaS lst Stbonhelt? Stegretche Schönheit. Schönbeit, die zu fesseln im Stande, ist .lfach: kräftig betonte In dlvidualität. Um diesen etwas paradox erscheinenden Satz zu beweisen, muh ich mich entschließen, von den Geheimnissen meines KünstlerAtellers einige pre,S. zugeben. .Der Zweck heiligt die Mit tel," und so hoffe ich, wird mir vergeben werden, wenn ich Eindrücke, Erfahrun gen. Rathschläge, Belehrungen, die ich mir im Verkehr mit den Vertreterinnen aller Classen meines eigenen Geschlechts gesammelt habt, ia die Oessentllchkeit gelangen lasse. Ein Knnstlerauze gewohnt sich daran. daS Schöne im alleralltäglichsten Leben, im allergeringsten Gegenstand heraus zusinden. Wo andere eine gewöhnliche Ackerscholle, ein eintöniges, sandiges Ufer, n Bettettmd rn Lumpen erblik ken, entdeckt solch gottbeanadeteS Auge Material für ein Bild, dem man nur Farbe, Stimmung, Leben einzularchen braucht, um zu beweisen, daß Sqonhett darin enthalten. Wenn nun der Künstler mit solch geringen gegebenen Mitteln im Stande ist, ein Gemälde hervorzubringen, auf dem die Auaen des Beschauers mit Wohlgefallen ruhen, warum sollte eS nicht möglich sein, unseren Frauen und Töchtern zu zeigen, wie sie sich der Macht zu bedienen haben, die überall in ibrem Bereick liet. der Mackt. die Kd einzelne lehrt, sich schön in ihrer Art zu zeigen. Em Künstler, der des ErfolgeS sicher sein will, muß unS Scenen, die er aus dem vollen Leben heraus greift, vorführen, Menschen von Fleisch und Blut, aber die Lumpen des Bettel madchen müssen so geordnet sem. daß sie die Schönheit der Trägerin n S rich tige Licht setzen, die Haltung des nicht gerade überanmuthiaen Kopses muß wenigstens die schöngeschwungenen Li nien des Halses zur Geltung bringen. Wie eS nun dem Künstler gelungen ist. uns die nicht gerade in' Auge sallend? Schönheit des Bettelmädchens zum Be wußtsein zu bringen, sa ist jede Frau im Stande, sich selbst schon und dem Auge des Zuschauers angenehm zu machen, denn es ist eine unbestreitbare That sache, daß jede Frau, sei sie wer sie wolle, irgend etwas Schönes in irgend welcher Form besitzt, ob hewußt oder unbewußt. Eine schöne Hand, ein schöner Fuß. seiche? Haar, feurige, sprechende Augen, regelmäßige, weiße Zahne irgend etwas derart zu besitzen, gibt einer Frau das Recht zum Anspruch auf Schönheit. Und wie oft hat sich das wankelmüthig herz deS MauneS schon durch irgend einen einzelnen jener Vorgänge fesseln, lassen, der ihm dann die Besitzerin deS stlven zur schönsten Frau der Welt machte. Mutter Natur hat die Mehrzahl de. Frauen glicht eben mit regelmäßigen Gestchtszügen bedacht, auch braucht man hie Schönheit danach nicht zu bemessen, feuchtende Äugten, ein reiner Teint, sine gure ,gur, angenehme Manieren sind von yiel größerem Werth und jeder Frau erreichbar, wenn sie sich selbst nur dieselbe sorgfältige Aufmerksamkeit zu Theil werden läßt, die der Künstler de Modellen schenkt, durch die er seinen ArL MM? rfV X?noern erfolg erringen wiu. Ich begann mich ganz besonders für cj-r m pa c . ?M . icicn egenjiano zu iiuercinren in oen ersten Jahren einer Künftlerlausbahn, da min Ehrgeiz noch weit größer wlr. als. mein Können, und ick mick mit Schmerzen bemühte, einen Einklang zwi ichen unU und Gelderwerd berauszu hringen. Eine schöne Frau kam zu mir. ich sollte sie malen. Ich sage schön, und doch wäre eS schwer gewesen, 4u oestlm men, worin ihre Schönheit lag. Ihr Züge waren nicht regelmäßig, aber eS. var eine Anmuth, ein Liebreiz, tfwxtf nr ? c , - 4 . nzieoenoe, uoer sie qusgezossen, das unbeschreiblich na vor Allem unmider ftehlich war. Mit ihr schien goldener onnenschem mem Atelier zu über fluthen. dessen schwere, schwarze Schad ten mich zuvor durchsröftelt hatten. Vi? vannie iyrea Namen, es war der einer he? ersten Damen der Gesell, sckzst. deren Schönheit und Anmuth tiberall gerühmt wurden. Eine innige Freundschaft verband unS später, und durch ste erfuhr ich, wie auS einer Frau, mit keineswegs irgendwie sich auSzeichnenden GefichtSzügen eine allgemein aneHkannte !schanhett werden kann. Auf die Einzelheiten ihres Lebens. ihre frühe Heirath mit einem jungen Juristen u. s. w. einzugehen, ist unnöt.hic. Ihr eigener Ehrgeiz bestand darm, ihrem Gatten sein Heim ange nehm zu machen. Dann kam die Wand lung aus dem stillen, einförmigen Le ben als Frau eines kleinen Hrovinzial Advocaten zu dem Leben der Großstadt als Senatorsgattin. Herzweh kam, als sie sah, wie den geliebten Gatten schöne Frauen umlchmeichelten, Frauen, die lange nicht chren Geist besaßen, aber Frauen, sich ihrer eigenen Re:ze beMkr und die, selben zur größtmöglichsten Geltung zu dringen verstanden. Ihr wurde klar, aß allein das Bemühen, ihm daS Heim ickön ju machen, allein ihm und jeuier
oehaglichkeit zu leben, nicht geuügte,' ihr die Liebe zu erkalten, die sie sich illmählich entzogen sah. Ihr mangelt eigne Reiz, die Anziehungskraft für ihn. Jetzt begann sie sich selbst zn stu diren. Klar wie in einem Spiegel'sah sie sich, gewöhnlich, ja häßlich. In ih rem Bestreben, das Haus schön und an ziehend zu macheu, hatte sie die tausend eud eine Kleinigkeit vergessen zu beo iachten,die eineFrau schön und anziehend nachen und wäre sie der häßlichsten eine, vie hatte niemals darauf gesehen, saß die Farbe ihres Kleides Vortheil haft von Gesicht und Haar abhob, daß zierliche, kleine Sliefelchen ihren Fuß .mschlossen, daß der Aermel ihres Ge vandeS ihr feines Handgelenk sichtbar verden ließ, daß ihr Wuchs nicht durch die Machart des KleideS entstellt wurde, aß die Art, ihr Haar zu tragen, die Zorm deS Kopses und HalseS aufs vor cheilhafteste hervorhob. Sie hatte sich ,ie zuvor klar gemacht, daß, obgleich sie iur für ihren Gatten lebte, ihm ibr ;anzes Fühlen und Denken gehörte, och eine Zeit kommen könnte, in der )ieS Alles an Werth für ihn verliere, er sich geschmeichelt fühlen würde, durch ie kleinen Zuvorkommenheiten, die liezenSwürdigen Manieren der Damm son Welt, die eS so wohl verstehe, ;tdes Wort zu einer feinen Schmeichelei U machen, die den Hörer fesselt und ihn ich vor anderen begünstigt wähnen Äßt. Solche Art war ihr bis dahin ' xcrnb gewesen in ihrem stillen, kleinen Landstädlchen und schien doch nun pl.ötz lich solch schwerwiegende Bedeutung anehmen zu sollen in ihrem gesellschaftii hen, politischen und häuslichen Leben. Sie beschloß, wenn so etwas üb!? Haupt ausführbar sein sollte, sich selbst zur herrschenden Macht zu erheben, nicht rur im Herzen ihres Gatten, sondern luch und erst recht in der Gesellschaft. Ihr Teint war farblos, ihre Haut un chätig, pergamentartig auö Mangel an Bewegung, frisch Lust und systemati'chem 'Baden. Unter der Anleitung nneS berühmten ArzteS bewies sie sraltisch den Zusammenhang zwischen zbigen Gewohnheiten und vollkomme iem Wohlbefinden. Sie machte die Lflege des Körpers zu ihrem ernste Studium. Ein bekannter Künstler er cheilte idr Rathschläge über die Wahl
er Farben ihrer Garderobe. Für an zenehm, für liebenswürdig und ch nant" zu gelten, war, wie sie bald ent eckte, ebenso viel dem zuzuschreiben, )aß man gut zuzuhören, als daß man ;ut zu reden verstehe. Nach sechs Mo laten war Niemand erstaunter als sie selbst über die Wandlung, die mlt ihr zorgegangea. Sie war nicht nur, ge 'ellschaftlich zu redn, eine herrschende Nacht, sondern auch die Berkörperung son Gesundheit und Schönheit. Ih? run verdanke ich die meisten "meiner flaih'cfcs.h und Nebeln." Mr. Geo. W, Cooh ton et. JvHnlburtz. 9t. Großes Leiden nach der Grippe. Furchtbare? Trsch im NoPse. Schmer zen im Viage. var int Jahre hatte ich einen heftigen Zufall von Grippe, der mich ia einem schrecklich schmachea und hcrabgkkommenea Zustand zurückließ. Borizea Wnuer fyne ich einen weitere Anfall und toar wieder her abgekommen, meine Gesundheit fast ruinin. Mein ppetit war ganz verschwunden, ich hatte keine rast, war fiel müde, hatt na, genehme donnerähnlich Geräusche im Kgpte, gieich einem Wafferfall. Auch hatt ftize ftopf. schmerze und Heftige bxMttöt Schmerzen in meines Magen. Ich ah Medizinen, vh daß ft mir nützte, di ich. nachdem ich s, viel der Hood'S Earsapartlla 8 W hane. mich entschktz. e , versuchen. r.d datz Resultat ist sehr leben, werth. Alle pa.ngenehmen Folge der Gripp sind veruder. ich hin alle hchmerzen ad Seiden lol, und ilaube, da Hood's Sarsaparilla meinen ikatarrh sicherlich heilt. Ich emvfehl I Alle." Sko. W ok. E. Johnkbury. t. Hood's Pille heilen chrei,. Migräne. NU .aulUik.tt. alllucht. Zu verkaufen oder t vertauschen gegen kadt Utycnthum Eine Äartenfarm von SSj er an der Tdree Notcy Road, 6 teilen sSdltch von der Sürtelbabn. SauS mit 9 wimmern. :rofze Keller, Brunnen und Eiserne, Milch auS und SolbauS. arone Scheune. Subiiall. Hühnerstall, i Wagen.Remisen, eine stets lau sende Quelle bei der Scheune, 3 Acker in rocht Daumen, umnttDen und verimedener eeren. 1 Acker in Holz, daS Land ist t drarnirt und ge Jäunt. Önntt 40 ltfet angrenzend Biidgepart, Meilen westliw von der Staot, an der National oav, 7uc?ig: Hau um runnen, iiifterne, gute Scheune mit großem HühnerhauS, einierich. cet ?ur uonerTuozr. ferner a er o nxetun veklich von der Stadt mit Sau und auter Etal iung. u verkaufen mehrere yauier cui ntonat taje Zahlungen tn der aye von iodurn un sheldostr.. Farmen arok und klein in Mario tnd anderen llountieö. S. .Würsler. S8 Ost Washington Str. j. . KESSLEB, Wirthschaft 1 Sommcrgarten Jeden Samstag Abend Musik. Beste Bedienung und vorzügliche Getränke und Cigarren. 485 Madison Avenue. Chas. Jhndris, Uerekänt 23 Süd Delaware Str., (Ecke Pearl Straße.) Der neue Eigenthümer versichert seinen Freunden und Kunden nur die dkftyn emhei mischen und importirten Vetränke und Cigar ren zu verabreichen Äeeöe Bedienung ist
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