Indiana Tribüne, Volume 16, Number 290, Indianapolis, Marion County, 9 July 1893 — Page 4

e. Erscheint Tiiglich und Sonntngv. Die tägliche .Tribüne" kostet durch den Träger EentS per Woche, die SonntagS-.Tribüne- 5 EentS per Woche. Beide zusammen ISSent oder 5 Cent per Monat. Per Post zugeschickt t Bor ausbezahlung per Jahr. Ossice : No. 18 Süd Alabama Ctr. Indianapolis, Ind., 9. Juli 1893 Man yetratytke ntnt meyr. 1989 schrieb man. Der Erwerb war cen Männern immer schwieriger geworden. Die Frauen achteten dessen nicht.. Sie erkannten auch nicht mehr die gesellschastlichen Unterschiede des Standes, dejr Geburt, der Erziehung, des Vermögens an. Die Genußsucht hctte unter ihnen eine eigene Demokratie zur Herrschast gebracht. Alle ohne Unterschied glaubten lich berechtigt, dem LuruS in gleicher Weise fröhnen zu dürfen. Und dieser Lurus kannte keine Grenzen. Die letzte Ehe ar im Jahre 1960 geschlössen worden. Die Braut rühmte sich verführerischen NeizeS'. Der Schön, fien Eine war sie unter den bezaubernd schönen Frauen des zwanzigsten Jahrhunderts. Wenn sie ihre schimmernden grauen Augen aufschlug, erbleichten die Männer vor Entzücken. Ihr Gang be? seelte den Raum. Und da sie sprach, schienen sich die Worte in ihrer Stimme zu vermählen. Mit dieser wonnigen Stimme heischte das engelhaste Mädchen, bevor sie zum Traualtar schritt, von ihrem Bräutigam; einen Palast in der Stadt, der Jahr für Jahr mit neuem und köstlichem HauSrathe ausgestattet werden mußte, darin ein SchauspielKaus, an dem die ersten Künstler der Welt spielen sollten; ein Landhaus in der Lust die waren schon seit Jahrzehnten sehr beliebt den Schmuck einer Königin! Liebestoll willigte der Bräu: tigam in Alles. Mit einem selbst damalS unerhörten Prunke wmde die Hoch; eit gefeiert. Im ersten Jahre der Ehe folgte Fest auf Fest. Am Ende dieses Jahres aber war der reiche Kaufherr zum Bettler geworden. Er erfchoß sich, während im Palmenwalde seines Lustlandhauses eine rauschende Musik ertönte zum Ohrenschmause einer erlesenen Gesellschaft, deren vielummorbenen Mittelpunkt sein holdseliges Weib bildete. - Als man ihr die Todesnachricht äropraphirte, beaustragte sie ihre Zose, ihr sechs Dutzend Trauerkleider zu bestellen, die sie genau beschrieb. Dann tanzte sie weiter. Dieses Ereigniß hatte tiefen Eindruck gemacht. Schon vordem war die H:irathöunlust der Manner. eine große ge wesen. Nun wurde sie unüberwindlich. Keinem schien es mehr ein mühewertheS Ziel, die Gründung eines eigenen Hausstandes anzustreben.. Und damit verlor die Zukunft, dik unser Edelstes entwickelt, allen 3tij für die Menschen. Sie lebten blos in der Gegenwart. Und sie sanken stetig, unaufhaltsam. Vom Augenblicke verlangt man den höchsten Genuß. Man suchte ihn im Trunke, im Spiele, in thierischen Aus schwrifungen. Die Häufer ehrbarer Fa milien verödeten. Allmälig ging auch die moralische Kraft, welche die Bethätigung des Erwerbsslnne erfordert, zu Grunde. Handel und Gewerbe stockten. Nothstand trat ein und Diebstahl und Betrug- nahmen er schreckend überhand. Die Missethäter zu zählen, hatte man aufgegeben. Man machte es umgekehrt. Man zählte die Leute, die ehrlich geblieben. Das raubte weniger Zeit. Tief bekümmert sahen die StaatZman ner diesem Treiben zu. Sie wußten sei nen Skath. Von den Vorschlägen die aufgetaucht waren, 'hatte keiner einer eingehenden Prüfung widerstanden. Die Menschheit schien dem Untergang geweiht. ' Da kam ein Weltmeiser, Sophus ge beißen, den Staatsmännern zu Hilfe. Er fcylug vor, jeden Mann, der über . sein vierundzmanzigstes Jahr seines Le benö hinaus unverehelicht bleiben wollte, mit schrer. Buße zu belegen. Nur was er jahrlich zu des Lebens Nothdurst benöthigte, sollte ihm bleiben, AlleS da rüber dem Staate versallen.. Mit Freu, den nahmen die Slaatsmänner diesen Vorschlag auf. . Die Junggesellensteuer so nannte man die Buße wurde Gesetz. Am Ersten des kommenden Monats sollten vom Thurme des Amtöhauses in.Zwi schenräumen von je einer Stunde drei Schläge erschallen. Wenn der dritte Schlag erscholl, mußte jegliche? Jungge felle, der ds vierundzwanzigste Jahr er reicht, im Amtshause erweisen, daß er eine Braut erkoren, sonst aber die Buße erlegen. Wer beide unterließ, wandert, in den Kerker. ' . ? . 1 Das Gesetz verursachte gewaltige Er regung. Die Frauen frohlockten vor Schadenfreude. Die Männer schäumlen vor Ingrimm. ' O . Die Gährung wurde stärker von Tag zu Tag. Die Herrslenden kümmerten sich nicht darum. Ünter 'wilden Drohungen verlangte man von ihnen die' Aufhebung des Gesthes. Das verwe, gerten sie standhaft. Da brachen Auf stände aus. Sie wurden unterdrückt und die Rädelsführer geköpft. So rückte der Erste des Monats heran. Das Schicksal derWelt mochte abhängen von dem mahnwitzigen Einsall eines ver lhierten Verbrechers. Nier?2d wußte, wie der große Tag enden wurde Ein herrlicher Moraen war anaebrs chen. Goldiges Sonnenlicht hüllte die Erde in etnen Purpurmantel ein. Sie erstrahlte in königlicher Schöne. ' Es n?ar der Tag, an dem die Jung oesellentteuer bezahlt werden mußte. ' Da kamen sie hervor aus Schänken. Spielhöllen,, verrufenen Häusern WnV XiJt ll m CZ l . a.C Wm.m A. MIU, VlllVl fcllSit.f BU UCllCIl 1UC xeiccnlchatt ihre .Svur zurückgelassen. nü' Einer mit einem frechen. Lächeln ckuf jen Lippen, wie es der Nachgenuß sündiger Freude erzeugt. hasLuge glim

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mend tn sleberyastem Feuer, schlottengen

Ganaes. vor der Zelt gealtert das waren W Männer des Jahres EintausendneunhundertachtziAundneun ! Immer zahlreicher wurden sie, je hoher die Sonne heg, immer zahlreicher, und endlich war eS ein unübersehbarer Zug, der schreiend, schimpfend, tosend hinaus; wallte tarn Amtshause. Auch sie beschien die Sonne des Frühlings. Emer erhob fragend feine (stimme: Was werdet Ihr thun, Brüder? He?" Zahlen! erwiderten Emiae aus der Menge. .aylen!" spöttelte der Fraaer. cib Ihr blind gegen Euer wahres Glück ?" Und er stimmte einen Gassenhauer an, der damals entstanden: Nehmt Euch ein Weiölein,. gebt Euch zufrieden! Nur die Ehe bringt Glück hienieden! ' Sonst ist Alles verdelbllcher Wahn! Denn zn der Henne gehört der Hahn!" Mit wildem Geheul siel der Chor ein: Denn zu der Henne gehört der Hahn!" So war die Spitze endlich bei der Git-' terthür angelangt, die zum Garten deS AmtShauseS führte. Da blieben die Vor dersten plötzlich stehen. Der Zug gerieth ln s tocken. Ein Gesraae. ein Gerufe, ein Ge schimpe! Was gibt's?- 'Die Thür öffnen!" Vorwärts!" Hat sie der Schlag getroffen!" Stoßt sie nieder!" Aber die rührten sich nicht. So traten die Nachrückenden, aus dert Reihen, an die Seite ihrer Vordermänner. Der Zug löste sich auf. Die Leute reihten sich das (Sltter entlang, neugierig, die Ursache des plötzlichen Stillstandes zu ergründen. Der war begreiflich genug. Denn in dem weitläufigen Garten, der das AmtshauS umgab, war eineBlumenpracht seltenster Art zu schauen: Kopf an Koof in ungeheurer Menge lust wandelten hier die reizvollsten wiaoqtn. Trunken blickte da? Auge auf dieses bei llge Meer der Schönheit, auf diese Wo gen goldigen, braunen, tieffchwarzen Haares, folgte diesen Bewegungen oon bezaubernder Anmuth, schwelgte in dem Anblicke dieser edelgeformten.W gen, dieser seingeschmungenen Lippen. Tiefe stille war eingetreten in den Reihen der Männer. Und halb verwundert halb beklommen, svöttiscb und mitleidia. sieesgewiß und dennoch traurig blickten die holdzellgcn Jungfrauen aus die blajsen, verfallenek' Gesichter, die, an die Gitter stäbe gepreßt, lautlos auf sie starrten. . . . Die Männer aber gedachten dabei mit Ekel jener häßlichen Dirnen mit den geschminkten Wanken, den schmarzgeränderten Augen, :n deren Umarmung sie noch vor ein paar Stunden der Liebe höchstes Glück zu finden vermeinten. So verrann eine Welle.. Der erste Schlag erscholl. Doch Keiner hatte noch den Weq zum Ämtshaus betreten. Sie waren schon längst dem Zuge ihres Herzens gefolgt und eingetreten und hingesunken den himmlischen Schönen zu Füßen. Aber sie schämten sich vor ein, ander. Und die Hoheit der Unschuld schüchterte sie ein, sie, die bisher blos das Laster gekannt. Da rief der Frechsten Einer: Was stehet ihr und alotzt? Da wtr Alles genossen, warum nicht auch die Un schuld? Muß ein eigener. Reiz sein!. Will es einmal verkosten!" Ausrechten Hauptes, festen Schrittes trat er in den Garten. Da kreuzte eines der lieblichen Mädchen seinen Weg, blieb stehen und sah ihn an. Und nun be merkten die Anderen, die ihm mit verzeh renden.Blicken gefolgt waren, wie er sein Haupt senkte, wie er an Haltung verlor. Verleben stand er da, keines Wortes mächtig. Dann sahen sie es zucken in semem erbleichenden Antlitz, eine gewal tige Bewegungschien in ihm zu kämpfen. Einen Augenblick noch und der verthierte Mensch sank hin und küßte demüthig schluchzend den Saum ihres Kleides. Sie über reichte ihm die Hand, und in himmlischer Rührung erstrahlten ihre Züge. U)as lozte den Bann. Wie der Funke auf der Zündschnur, so jagte die Nöthe der Scham,, der Zerknir fjL c a t ... i r. T icyung, oer neue, uocr oiee. viaszen 12? sichter. Und sie stürmten in den Garten. Uno ein Liebenswerben begann, wie eS die Sonne nie geschaut. Demüthig, wie die Sünder den Heiligen, huldigten diese gesunkenen Männer der Unschuld der Madchen. , .SophuS hatte von einem Altan auS mit den Machthabern dem Schauspiel zugesehen. Und als nun ein reiner Choral sich in die Lüste erhob, doppelt erschüt ternd, weil rauhe und ungeübte Kehlen ihn sangen, da übermannte sie die Rüh rung. Thränen entstürzten ihren Au gen. , . Der zweite Schlag erklang. Die Menschheit schien gerettet. ' Da stürzte plötzlich ein Mann aus der Menge mit aufgeregten Mienen dem Amtshause zu. Einer der Machthaber rief ihn an: Wohin, mein Freund?" Hinein! Dahinein!" Und warum?" .Diese Gauklerin mit den reinen Zä gen," antwortete der Gefragte, sie hat mein Herz dethört! Wir verlobten uns. Als ich.ihr aber voll seliger Freude zu schildern begann, wie ich fortan alle meine Kräfte zusammenfassen würde, um das Glück eines bescheidenen Hausstandes zu begründen, da unterbrach sie mich höhnisch : Für einen bescheidenen" Hausstand wurde ich nicht erzogen!" Und sie kehrte mir den Nucken!" Bald kam ein Zweiter, ein . Dritter mit ähnlicher Meinung. Dann kamen sie auf einmal zehn, hunderttausend. Und alle erzählten sie bebend vor Entrük stung, daß jenen Holden, Schönen, Rei nen die Ehe nur als da? Mittel galt, um sich den Leoensgenuß in jeglicher Form zu sichern. Der Gatte sollte fröh nen in markzehrender Arbeit, damit er seinem Weibe Tand und Flitter schaffen, damit sie in knisternder Seide einherge den, damit sie sich ergötzen könne an aller Lustbarkeit. ' Die Zornader schwoll den Männern, da sie davon sprachen. Und perzweifelnd sah So?huS, wie der

Zug sich wieder formte uno langsam oem Amtshaus zustrebte Noch ein Augenblick und der dritte Schlag erdröhnte und Alles war' verlo

ren : ' Da aber- geschah etwas Unerwartete?. N Mehr erstaunt als verlegen hatten die Jungfrauen den Eindruck beobachtet, den ihre Worte, auf die Männer 'gemacht. Denn sie waren 'sich keiner Schuld bcwußt. ' Ihre Nede'entsprach ja dem, wa man sie von Kindheit an gelehrt. Nicht berechnende Selbstsucht die Unreife hatte aus ihnen gesprochen! Mit dem Instinkte ihres Geschlechtes erkannten sie aber nun sofort', wie unge Heuer der Verlust war, der ihnen jetzt bevorstand.' Wie eine Onenbarung überkam es sie: Plles ist eitel und nichtig, nur Ein Gut gibt es, nur Ein Glück, und das ist die riebe! Allgewaltige Sehnsucht ergriff .sie und wandelte sie jählings. Der dumpfe Friede des jung: fraulichen Herzens war dahin, auf immer dahin. Unruhe erfüllte sie. Ihre Seelen ächzten unter dem Anstürme der Leiden schaft. Der Ausdruck ihres Antlitzes war ein anderer geworden. Keine Spur mehr von unschuldvoller Hoheit. Mit unwiderstehlichem Zauber blickte aus diesen sehnsüchtig umflorten Auaen das llcbebedürftige Weib.... Noch einmal wandten sich die Manner um, bevor sie die Schwelle des AmtsHauses überschritten.... Sie wollten Abschied nehmen von dem holden Hilde, daS ihnen eine so schmerzliche Enttauschunq bereitet. .. . Da bemerkten sie jene Wandlung.... Und die gewaltige Beredtiamkelt.dle ihr immer lnnezemohnt. überzeugte die Männer in einem Augen blick, daß sie den Madchen Unrecht gethan. Und als der dritte. Schlaa erdröhnte. lag das Amtshaus ode, aber die Stan, desämter wurden gestürmt. Heinrich Kaua. ag xh Moskau. Von Rud. Tkndtq. Feierlich ertönen diZ Glocken vonMoZ kaus Thürmen. Es ist Sonntag. Auf öen Straßen herrscht , trotzdem geschäftizes Leben. Hunderte von Schlitten sahren in der Frühe das Trinklvasscr in gro ßen Fässern vom Hauptbrunnen in die Häuser, da Moskau trotz seines großen Reichthums eine Lettung für Trmkwaner nicht aufzuweisen bat. Die gewaltigen 1 rr r 4. r scyneemaen, o:e q in oer langen Wintcneit in den Straßen ansammeln. werden nicht entfernt, sind jedoch durch den Schlittenverkehr derartig zusammen zefayren, daß sich förmliche Lellen bilven, über die man in leichten Schlitten pfeilschnell dahlnjazt. Hierbei wird man freilich gehörig zusammengestaucht und kommt nach halbstündiger Fahrt oft wie gerädert am Ziele an. Die Straßen Moskau's machen nicht den großstädtischen Eindruck, wie die Pe tersburgs. Abgesehen vom Kreml mit seinen - vergoldeten Thürmen, einigen prachtigen Kirchen, oben an die mit einem Aufwand von 54,000,000 Rubel neuerbaute prachtvolle Erlöserkirche, sowie einer Anzahl öffentlicher Gebäude und Paläste, ist Moskau verhältnißma ßig arm an monumentalen Bauwerken. Die Häuser sind in der Regel nicht über zwei Stockwerke hoch, theils sehr elegant, theils einfacher Holzbau mit Stuck verkleidet. Besonders auffallend sind die Kauf'Hallen, sie bilden eine Stadt für sich, Tausende von Läden mit allem Erdenklichen findet man da. Einen Haupt Handelszweig, bilden die Muttergottesbil der, die man von den einfachsten bis zu den schwergoldenen mit Edelsteinen besetzt in den Schaufenstern ausgestellt findet. ' Neben der Frömmigkeit ist im niederen Volke eine Haupttugend der Russen die Gastfreundschaft. Der Fremde wird überall das liebenswürdigste Entgegen kommen und die splendideste Aufnahme finden, diese geht so weit, daß man unter den vielen Genüssen, die Einem geboten werden, leiden könnte, da ein russischer Magen unendlich mehr zu vertragen im Stande ist, wie die meisten deutschen. Vor jedem Diner wird ein Voressen, be stehend auS Eaviar, geräucherten Fischen, Häringen und anderen appetitreizenden Kleinigkeiten eingenommen, dazu die auserlesensten Schnäpse. Nachdem diese Herrlichkeiten alle durchgekostet, setzt man sich zur Tafel und geniest eine Suppe, die so kräftig, daß sie allein.'schon genügt, satt zu cden.' Dann kommt die Krone aller F.' :, Sterlett". Wie zart, wie fein, tsfii, edel von Geschmack und doch wie schwer ! Man muß lane im rufstschen Klima leben, um alle diese Genüsse vertragen zu lernen. Von der Großartigkeit der Restaurants in Moskau ist man höchst überrascht, auch wenn man Berlin, Hamburg und Paris genau kennt. Durch Empfehlungen von Herrn Bankdirektor V., einem feinen, liebenswürdigen Russen, ebenso durch die Freundschaft eines in Moskau hochgeschätzten und hochverdienten Deutschen, dem Großindustriellen G. L., wurde mir Gelegenheit, , Moskau auch in gastronomische? und culinarischer Hinsicht genau m studiren, und ich muß sagen, daß das Restaurant von Oliver, l'Ermitage", das großartigste derartige Etablissement ist, welches ich bis jetzt gesehen habe. Als ich in dasKüchenreich trat, sah ich Raume von der Größe unserer Ballsäle, 80 Köche waren in Thätigkeit, die gesuchtesten, rafsinirtesten Delikatessen wurden zubereitet; in einem großen Bassin schwam men Hunderte von Sterlette, in den Vorrathskämmern standen 20 mächtige Eiskästen mit allen Sorten Fleisch,Geflügel, Fischen, Hummern u. a. m., Körbe mit frischem Skanaensparael'und Erdbeeren trotz kalter Winterszeit !. ES standen prachtvolle Aimatze und Service bereit. wie. sie nur an einer Fürstentafel vorkommen. : Der Luxus, den man hiermit in Mos 'au treibt, ist so qroß, daß man je nach Schönheit und Werth des Services per leerer und für das Service ertra 2 6 Nubel bezahlt ; dann bekommt man allerdmas ecktes Sevresvorzellan. Der preis des Diners bewegt sich zwischen 5150 Rubel Person.. In den reichschmückten Gastzimmern serviren 140 ellner, alle in schneeweißer Klelduna. :ine russisch weiße Blouse und weiße .::u:::-.d?7, ?; Schnur um die, Huste.

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V?gcn hysterische SafUf. 11 West se?den.N.J.. 12. März 1891. (Dnlinr ff"niV, "f?f rotns2 lärfer" bfttiätirtc iicd bei Wi'ncr Krau atien hystrnsck'e nsZlle lkhr gut und sie sswodl wie ick tonnen bc,cugkft, rag dier Medizin Alle tont d ocn lyr erWurici wir?. utanj su. KansaS City. Mo S. Oktz. 'SO JH branStz ,?astor König'S NervenStärker' gqen Nwftifctt nd Na?meine Schwüche und mir roiirde gehols. Tu Medizin kalte den qrroünschten Egüt. r. Geo. E. Green. Slitt Orleans. La.. Fedr. '80. E, rmrkle bei mir wunderdrr gegen finllsuchl. und ich hatte mich letzt lür davon ufceiit. vielen Tan! dazur. aud es wi'-d injr uuvergejznch lein. iXWSDltknGlT. Geo. E. A b u r iz. ei werts,voZlc ?S s:ir Ncn'enlcidendr Ö'Ifcl und iine rttföiciic zugesandt. Arme erhalten aÄ di: Medizin umsonst. Diese Medizin wurde seit dem Jahre 187 von dem Hochw. Pastor ?nig in Wavue. Ind.. zuberette! und jetzt unter seine? 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Trotz dieser hohen Spesen rentirt sich das Etablissement, soll es doch einzelne Moskauer Kaufleute gkben, welche jährlich 30,000 Nubel daselbst verzehren. Das Diner, welches ich mit zwei Freunden in. einem Extra-Salon hinnahm, war. allerdings tadellos ! Di? Weine waren vorzüglich und rein ! Man sieht aus dieser Schilderung, wie man in materieller Hinsicht in Moskau leben kann, wenn man nur recht, recht recht viele Rubel auszugeben hat. Nach dem Diner sollte ich eine russische Troika kennen lernen. Wir fuhren gegen 9 Uhr Abends mit dem flotten Dreige spann, drei mulhigen Rappen und einem bequemen Schlitten, vor die Thore Mos kaus. ßine nächtliche Winterlandschaft, Schnee und Eis, wo das Auge hinblickte! So fuhren wir ziemlich eine Stunde in der kalten Einöde ; auf einmal, gleich einer FataMorgana, tauchte ein glänzenoes, schloßartiges Gebäude vor unseren Augen auf. Wir fuhren hinein, im Hof standen schon viele Schlitten, goldbetreßte Diener nahmen unsere Pelze inEmpfang, in der nächsten Minute befanden wir uns in einem zauberhaft schönen Palmengarten, sanfte Musik und melodi scher Gesang ertönte, Aug und Ohr war wie geblendet. Strellna ! Ja, wie soll ich am besten erklären, was Strellna bedeutet ? Jeder feine Moskauer'kennt es, die meisten Damen haben es einmal besucht, jeder Fremde muß es sehen und doch ist es kein Aufenthalt für Äkädchenpensionate, es ist, um einen Vergleich dafür zu finden, mit allem Reichthum, mit aller 'Pracht und aller Schönheit ein Etablissement a la Bai niabile. Eine Zigeunerkapelle bestehend aus 40 jungen Sängerinnen, eine schwedische und eine russische Kapelle sorzen abwechselnd für musikalische UnterHaltung. Der Garten ist matt erleuchtet, man promenirt zwischen Palmen, Grotten und plätschernden Fontqinen, man fühlt sich wie in ein Zauberland verseht ! Eben noch im strengen Norden, auf einmal im lachenden Süden, unter Palmen und Orangen! Erst auf der heimfahrt bei 16 Grad N. Kälte merkt man wieder, daß man in Nußland ist. Dieser schön verlebte Tag wird mir unvergeßlich bleiben, unvergeßlich all' das Großartige und Merkwürdige, was ich an diesem Tag in Moskau sah, und nicht minder unvergeßlich die Gastfreundschast, der ich diesen Tag zu danken hatte. Zum Schluß sei noch die Bemerkung gestattet, daß die vielen Deutschen, welche zanz in Rußland leben, sich weit besser befinden, als man nao den Zeitungsbe richten im Auslande glauben sollte. Die Deutschen nehmen in Petersburg wie in Moskau einflußreiche Stellungen ein, sie habe. ihre)?rächtigcn Clublokale, ihr. eigenes Theater. Auch ein Verein iur Unterstützung hilfsbedürftiger deutscher Reichsangehörigcn ist seit einigen Jahren mit ansehnlichen Mitteln gel)ründet worden, derselbe steht unter dem Protektorat des Kaisers Wilhelm. ; Ich habe so manchen der Herren gesprochen,', sie Alle bedauern nur zu sehr, daß so oft falsche Berichte über das Verhalten der Russen den Deutschen gegenüber durch die Zeitungen gehen. Gedient ist unse; ren Landsleuten mit derartigen, oft ge hässigen Artikeln ganz und gar nicht' AufUhland'sTod dichtete Emanuel Geibel im Jahre 1862 folgende Verse, die nun dem Dichter selbst . selten können: V J v . S )f Es ist ein großer Baum gefallen. Ein Baum im Deutschen Dichterwald, ' Ein Sänger schied, getreu vor allen, Von denen 'Deutsches Lied erschallt. ' ' Wie stand mit feinem keuschen Psalter' Im jüngern Schwärm er stolz , und . . schlicht!- ' Ein Meister und ein Held, wie Walter, Und rein sein Schild, wie sein Gedicht. 4 . . Wohl Größre preist man unser eigen, . Um deren Stirnen ewig grün , Im Kranz gewebt aus Eichenzweigen Die Lorbeern der Hellenen blühn; Doch keiner sang in unsrer Mitte, Der, so wie Er, unwandelbar Ein Spiegel vatcrländ'scher Sitte, Ein Herold Deutscher Ehren war. Columbia" trinkt ein Jeder gern ES hält auch jeden Kummer fern !

63 gibt feine Worte für da? nie. welche? mir durch Pastor Kdniq'S Nerren'Stiirker- zil TdeU wird, weil ich mir rft den Tvd aewünsül. ede id diese Mittel ttbielt.

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