Indiana Tribüne, Volume 16, Number 284, Indianapolis, Marion County, 2 July 1893 — Page 1

f - V i M v .. : ' o rfC sVT r7 kvr. A r W w IHV O y yy V 30o hJahrgang lft. Qsfice : No. 18 Sud Sllabama Straße. Ns. 284 .y, '-.-- V-r' , , ' v " - i Indianapolis, Indiana Sonntag, den 2. Juli J893

C ' : " - " I . -j l . I . ' i 1 - r.,.t , T r fe?T A AO rsif -ft ' IT sll Tf

o (f'"

V

SU J

I . i

TodesLlnzcigc

Freunden und SHUuntei dic tvnuvijK 9I rickl, Iub unser geliebter ?otn, Robert August, Samstag Bormilt'g 9 Udr. a.l kurze, ran kenlager. im Alker von il Aadren und vier Monaten verschied. Die Beerdigung find't Montag airninaB um 2 Uhr vom Trauerhauie. 'AI Süd lUw e,se? Strage, aus statt Xie trauernden Eltern, Robert freund. O'arolina freund, geb. li , nebst uieickwiNern. George Hevrniaiin Leichenbeftatter, Office : 26 Süd Delawareftr. Ställe: 120, 122, 124. 126, 128 Ost Pearlstr. ?lrbn Q11. Off rn Taa und Nacbt. Croszes PWNic veranstaltet vom Badischen Untst. Verein in Enimericli's Grove, am Sonntag, den 2. Jnli 1893. tjfpreszmagen gehen vom Ende der Blake Str. Llieund von der Illinois und Washwgtonstr. au ab. gür gute Musik u. Getränke ist gesorgt. . Großes Konzert und Feuerwerk ! im Phönix Garten, am Abend des 4. Zuli 1895. Musik von rPros. Meyer's Militär ' Kapelle. ESe Süd Meridian und Morris Str. Eintritt 10 Cents. Fairview Park. 4EL. qD nn HiL Abends Feuerwerk ! Die feinsten, die seit Jahren in Indianapolis gegeben wurden. Prächtige Aussicht vom Park und von dem Wasser.

KiGfcSffi

v CentralGarten

, Ecke Sast St Washington Str. Der Garten ist jetzt aus's schönste eingerich tet und mit elektrischer Beleuchtung ausze stattet. Der Unterzeichnete ! macht besonders krtTrtf nnfmtrtfam. feslfe er stA bemüden wird.

ms M V j w y vw i dem Deutschthum ein angenehmes tzauptquar-

tier zu bereiten und daß er seine Gäste stets mit den besten Getränke und Delikatessen bedienen wird. k Caspar E. Vieddrich, Eigenth. 7 MARION PARK HOTEL t Sommergarten . Kegelbabn. Der Unterzeichnete erhubt sich das Publifircn, insbesondere Familien zu einem Besuch seines Gartens freundllHst einzuladen. Die besten Getränke, Zigarren und Delika tessen für Lunch, sowie Spring Chickens" stetZ tzand. I Der Platz ist für Fasrilienpikniks besonders geeignet und werden Mahlzeiten für Gesellschaften schnell, gut u.ib billig zubereitet. Zu freundlichem 931 ich ladet ein, CIIAS. BEIMKE, Eigenth. rlmtot ritt inn 8 MädckkN llir Aussicht der e,a Siv5. 2S8 Obio Str. ll Backe;! - Union. - Die Bäcker-UZion No. 18 hielt ge fiern Abend tut von etwa 60 Mit gliedern besuch Versammlung ab. Die letzte Woche berichtete Auflösung wurde außer Ordnung erklärt. Die Central Labor Union sandte eine Delegation und auch Herr Wagner von Cleveland war anwesend. Die Union war um 12 noch in

Styrnig.

Drahtnachrichten D a s E h i c a g o e r P o st g e b ä u d e. Chicago, Jlls., 1. 2uli. Die Bewohner Chicago's find heute offiziell davor gewarnt worden, serner das hiesige Bundesgebäude zu betreten in welchem sich das Postamt, das Zollamt und das Bundesgericht befinden. Der städtische Baucommissär Toolen, welcher das Gebäude genau untersucht hat, erklärt, daß dasselbe jeden Augenblick zusammenstürzen könne. Herr Toolen sagte: Wenn dies Gebäude Privateigenthum wäre, oder irgend jemandem anders als der Ver. Staaten Regierung gehörte, der ich nichts vorschreiben kann, dann würdeich das Gebäude ohne Weiteres kondemniren, den Bewohnern Befehl geben, es sofort zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen, und es dann niederreißen lassen."

Die SilberbergwerkeLeadv i l l e's. Denver, Hol., 1. Juli. Das geschäftige Treiben in Leadville hat aufgehört. Eine große Anzahl der dortigen Silberbergwerke hat den Betrieb eingestellt und die Straßen sangen bereits an, sich mit Arbeitslosen anzufüllen. Um 3 Uhr gestern Nachmittag war in den folgenden Gruben der Betrieb eingestellt worden : Maid, Adams, Woldton, Pedrose, Grey Eagle, Pocahontas, Orion, Gazelle, Augusta, St. Marys, E. Niles, Bison, Glaß, Pendery, A. und Minnie Mike und Starr, Catalpa und CreScent, Elk, Bordella und in einigen kleinen Gruben. Wer ist der Schuldige? Portland, Ind., 1. Juli. Frau Edward Wagner und deren Sohn, in der Nähe von Red Key wohnhaft, sind gestern Abend veriftet worden. Frau Wagner ist bereits gestorben und der Knabe befindet sich in kritischem Zustände. Der Knabe erklärt, daß sein Vater Gift in Wein gemischt und ihn und seine Mutter gezwungen habe, davon zu trinken. Der alte Wagner, der daraufhin verhaftet wr.rde. erklärt seinerseits, daß seine Frau die Mixtur bereitet habe und daß er sich geweigert hätte, davon zu trinken, als die Frau ihm ein Glas voll angeboten habe. Der Coroner hat jetzt die Sacke in die Hand genommen. Der Coroner ließ später den alten Wagner auf die Anklage des Mordes hin verhaften. Es hatte sich herausgestellt, daß Wagner einen Streit mit seiner Frau gehabt hatte und daraufhin in hiesiger Stadt eine Flasche Wein und für zehn Cents Strychnin kaufte. Wagner schien sich wenig aus seiner Verhaftung zu machen. Die Frau war eine ehemalige Courtesane von hier. -"- Zur Vermählung des Her zog von A o r k London,!. Juli. Die auswärtigen Gäste, welche zur Vermählungsfeier des Herzogs von Jork, die am nächsten Donnerstag stattfindet, eingeladen sind, kommen bereits hier an Der König Christian von Dänemark, der Vater der Prinzessin von Wales und Großvater des Bräutigams, ist heute in Begleitung der Kpnigin Louise in Harwich angekommen und bcr Zarewitsch ist zur selben Zeit in Sheerneß angekommen. Ein königlicher Salut von 21 Schüssen ist in beiden Fällen abgegeben worden. Die hohen Herrschaften fuhren sofort nach London weiter. Kein Nach folger für Dr. G u zman. Panama, 1. 3uli. Die Regie runq von Nicaragua hat beschlossen, keinen Nachfolger für ihren bisherigen Gesandten ln Washington, Dr. Guzman, zu ernennen. Nicaragua wird aus Sparsamkeit? - Rücksichten fast sämmtliche auswäktige Gesandtschaften abschaffen. Die Revolution in Rio Grando do Sul. Valparaiso, 1. Zuli. Ein Korrespondent in Melo telegraphirt, daß General Saravia mit den revolu-

tionären Truppen in Paso angekommen ist. Auf seinem Marsche nach Bage hat General Violas mit seinen Truppen den Caistilhisten eine empfindliche Niederlage beigebracht. Aus Rache dafür haben die Castilhisten allen gefangenen Revolutionären, die sie in ihren Händen befanden, die Kehlen abgeschnitten, obgleich sie ihnen Amnestie versprochen hatte.

- Der Lord-Mayors - Fond. London, 1. Juli. Der von dem Lord-Mayor von London für die Hinterbliebenen der bei der Victoria"Katastrophe verunglückten Seeleute gesammelte Fond hat bereits die Höhe von 21,000 erreicht. (Zchiffönachrichten. Angekommen in : Queenstown: U. S. S. Chicago" von New Jork. Hamburg: Normania" und Suevia" von New Jork. B r e m e n: Stuttgart" von New Aork. 9! e w I o r k: Rhätia" und .Columbia" von Hamburg. Southampton: Der HamburgAmerican Line Steamer Augusta Victoria" unter Capitän Berends von Hamburg, ist heute nach New Aork abgegangen. m ,, m EUROPA. Passage auf allen Linien Vollmachten ausgestellt und Erbschaften eingezogen. Sprecht vor. A. Mehger Agentur. VteBtrtnosen erLangfiaerzunst Pariser ty;ra von lex,r fiitttt Tenoristen und Primadonnen nicht nur ourchstreifen auf Gastspielreisen die ganze Welt, auch die Virtuosen der Lang fingerzunft geben, wenngleich unaufge, fordert, Gastrollen, wo sich ihrer Fingerfertigke't ein lohnendes Feld darzu, bieten scheint. Wenn sie auch keine Lor; beeren heimbringen, so doch desto reiche ren klingenden Lohn; denn vor ihnen ist kein Portemonnaie und keine Uhr sicher. Bei allen Festlichkeiten in irgend einer europäischen Großstadt, bei fürstlichen Hochzeiten und Leichenbegängnissen, kurz, bei allen Gelegenheiten, wo auf befonderen Fremdenzufluß und viel Gedränge rechnen' ist, werden die Taschen der Schaulustigen nämlich nicht nur von den in der betreffenden Stadt einheimischen Diebesgesellen geplündert, sondern es eilen alsbald die Laugfinger fremder Nationalitäten dorthin, um ihre Kunst vort zu üben, was natürlich die betreffenden Polizeibehörden, die wenigstens von . den Haupthelden dieser internationalen Zunft Photographien und Personalbe, schreibuvg besitzen, ach Möglichkeit zu perhindern suchen. Paris, die .Herberge der Welt", die auch nach dem grsßentheils verfchmundenen Clanz der Kaiserzeit noch immer heS Anziehenden genug bietet, um jähr aus jahrein selbst wenn keine AuS stellung ist Massen von Fremden mit meist wohlgespickten Börsen anzulocken, ist eben demegen ein sehr günstiger Bode für Langfinger, und zwar für einheimische w fremde, obwohl die ersteren durchaus keine auswärtige Conkurrenz nöthig haben, da sie selbst m ihren Reihe zahlreiche .Virtuosen- ersten Ranges zählen. Diese suchen und sinden ihre Opfer vorzugsweise in den großen VazcrrS und in den Theatern, sowie ferner in dem bekannten Hotel Drouot, dem großen AuktionShaufe für alle möglichen Gegenstände, in dem die Polizei jüngst an einem einzigen Tage nicht weniger als vierzig Taschendiebe auf frifcher That sibsäßte. Der richtige Pariser oder Londoner Pickpocfet- ist übrigens durchaus sein Gauner gemeinen Schlages, sondern äu. ßerlich wenigstens ein feiner Mann"-, der sich nicht selten auch einer ganz hübschen sozialen Stellung erfreut, etwa als Cafbesitzer oder Inhaber eines Tabaksladens, der seine .Kunst" nur zu oewis sen leiten, treibt. Wünscht der geneigte Leser die person, liche Bekanntschaft eines solchen .noblen GaunerS zu machen, so können wir ihm. daz vexhesfen Ein Pariser Menschen.-, freund, der zum Zweck der moralischen Einwirkung auf die Verbrecher viel in die Strafanstalten geht, besuchte kürzlich einen dieser Langfingerhelden, der zu ei nem Jahr .Schatten" verurtheilt war, jn seiner Zelle. Er fand dort eine, pielleicit iwanzigjährigen jungen Mann mit nnrklich elegante Manlenn vor, der sich ganz gemahlt auzudrücke ver stand, . Wenn die Rickter. die ihn verurtbeilt. dadurch feint Besserung z erzielen gedacht hatten, daß sie ihm Zeit gaben, zu bereuen und gute Vorsätze zu fasse, s wa? diese Rechnung offenbar gründlich' falsch ; denn er spürte nicht die geringste, Reue. Er war im Gegentheil stolz aus feint Keinen Talente und äraerte und

schämte sich nur darüber, da er sich hatte

ertappen lassen. Er begriff noch immer nicht, roie er bei jener Gelegenheit hatte fo ungeschickt sein können. ;inr HntfThcfty"" mit ferrn Itir suchet legte er einen tiesen Abscheu vor Todtschläzern und Mördern, vor allem Blutvergießen an den Tag; er verachtete die Einbrecher und gewöhnlichen Spitzbuben, die sich nächtlicherweile in die Häuser schleichen. Ja, mein Herr." sagte er, .um ein Mörder oder Dieb zu werden, dazu braucht man weiter nichts als von allen Skrupeln frei zu sein. Aber ein Pickpocket ist ein Künstler!" Als unser GewahrImann bei diesem stolzen Ausspruche eine kleine Bewegung des Erstaunens nicht zurückhalten konnte, wiederholte er: .Ja, mein Herr, ein wirklicher Künstler; es ist das nicht zu viel gesagt. Bedenken Sie doch nur, daß der Taschendieb bei hellem lichten Tage arbeitet, vor den Lenten, deren Tazchen tx leert, mitten unter Menschen, die ihn sofort beim Kragen nehmen wür den, wenn sie entdeckten, was er treibt, und unter den Augen der Polizei, die ihn überwacht. Er für sich allein muß Mit tel und Wege ausfindig machen, den Kampf gegen sie Alle zu bestehen. Glau ben.Sie mir, es läßt sich nicht aus jedem ersten Besten ein richtiger Pickpocket machen. Man muß eben so gu; natürliche Anlagen dazu mitbringen, wie um ein Säuger oder .Dichter zu werden. Wessen Hände und Finger die Gegenstände nicht mit der alleräußersten Leichtigkeit und Gemandtheiz wegzunehmen und verschwinden zu lassen vermögen, wer nicht beinahe gleichzeitig vor und hinter sich, wie nach den Seiten sehen kann, der bleibe diejem Gewerbe fern; den er würde sofort geliefert sein! Und wie es phnfischer Anlagen dazu bedarf, so auch moralischer: vollkommene Selbstbeherr schung und Kaltblütigkeit. Oft hat man nur eine Sekunde, um zu entwenden, und diese Sekunde muß ausgenutzt werden. Ist aber der Streich geglückt, dann bedarf es noch größerer Kaltblütigkeit, um keinen Verdacht zu erwecken; nicht zu schnell zu verschwinden, und doch stch rasch genug aus dem Staube zu machen, bevor der Klient" etwas merkt; sich zur rechten Zeit von dem verrätherischen Portemonnaie zu befreien und z wissen, wohin man es werfen soll; und endlich unier all diesen Erwägungen den Anschein eines zufällig Vorübergehende zu bewahren, der sich'in nichts von den übrizrn Personen unterscheidet und an nichts lledles denkt. Glauben Sie, daß dergleichen leicht und für Jedermann auöiührber ist? - - Endlich muß der Pickpocket aber auch im Aeußeren einen den besseren Gesell schastsklassen zugehörigen Mann darstel len. er muß gut angezogen sein und solche Kleider zu tragen verstehen. Es ist dies eine Vorbedingung . unserer Erfolge und die beste Gewähr unserer Sicherheit. Sie dürfen mich nicht nach dn abjcheu lichen Costüm beurthellen.welches ich hier tragen muß. Ich habe sonst einen der ersten Schneider von Paris zum Liefe ranten, und ihm habe ich es zu danken, daß schon mehrfach die Polizisten, die mich abgefaßt zu haben glaubten, doch zögerten. Hand an einen fo tadellos und ugenscheinllch vornehmen Herrn zu le gen." Der Besucher hatte diese seltsame .Btkenntnisse einer schönen Seele" halb mit Interesse, halb mit Traue.' über eine solche moralische Verderbtheil angehört. Als er die Zelle wieder verlassen wollte, nachdem er seiner Gewohnheit gemäß ein Geldflück Jux Tabak auf dem Tisch zurückgelassen hatte, rief der Gefangene ihn zurück, indem er sagte: Heda, Sie vergessen j,r Ihre Ubr!" Der Philanthrop sah nach seiner Westentasche: die Uhr befand sich nicht mehr darin, er gewahrte sie vielmehr auf einem kleinen Tizche, wohin er selbst sie ganz gewiß nicht gelegt hatte. Als er seine Betroffenheit nicht zu verbergen vermochte, meinte der Gefangene mit gutz müthigem Lachen: .Ich würde mir ein Gewissen daraus krachen, einen so braven Mann, wie Sie, ,,, f,..ft,M,. aber ich ?ollte hnen doch ein Piöbchen meine? Kunst geben und gleichzeitig meine Hand nicht ganz einrysten lassen. Das Gauncrtyum ist heutztze, wt, schon bemerkt, international, aber ein Sachve, ständiger, etwa ein erfahrener großstäötischer Polizeibeamter, weiß doch ganz genau, durch welche charakteristischen Merkmale sich d,e Taschendiebe der ver schiedenen Nationalitäten von einander unterscheiden. Der Pariser Pickpocket liebt es auch heutzutage noch, gleich feinem berüchtigten Ahnherrn EaNynche, bei Gelegenheit Damen gegenüber den Galanten zu spielen, wie folgende Geschichte, die mir Victor Pittis nacherzählen, darthun möge. Die hübsche kleine Madame Audier versteht es, die Goucmandise ihres Ehegatten, eines wohlsituirten Pariser Ban kierS, immer sehr geschickt- auszunutzen, wenn sie irgend einen Wunsch auf dem Herzen hat, waS nicht so gas selten vorkommt. Kürzlich hatte er mit ihr bei Peters in der Passage des Punct gespeist, und daS gewqhl.te Menu, das seine Frau selbst zusammengestellt hatte, sowie die bekannte Festlichkeit der Speisen und Getränke jn ienem von Einheimischen und Fremden gleich viel besuchten Restaurant ersten RangeS versetzte ihn bald in eine so rosige Stimmung, daß Madame Audier den kleinen Wunsch, der diesmal in ihrem Herzen schlummerte, im Geiste ber-itS erfüllt sah. Es handelte sich um eine

üte Neuigkeiten für

G

Ein Rleiderverkauf, der Beachtung verdient. Ein Rehrausverkauf, der Männern, Jünglingen und Knaben eine Gelegenheit giebt. Diese Woche verkaufen' wir ganz wollene $12 Anzüge, einfach oder doppelknöpsige Sackröcke für den speziellen preis von

300 weitere ganz wollene $15 Herren.Anzüge gehen in unserem S.WW verkauf. Alle feineren Waaren in gleicher weise reduzirt. Kniehosen für Knaben von 4 bis 14 Jahren, früherer preis N.50, jetzt . $5 und $6 Anzüge jetzt AW.WW.

Jeder Anzug im Laden für correspondirenden reduz. Preis.

wir setzen nicht eine oder zwei Sorten als Lockspeise aus, son dern alles wird reduzirt Besucht unser utdepartement für Strohhüte.

P n In) 'S H er" M

5 und 7 West Washington Straße. Hut-Dcp'mt :

ganz allerliebste Brache: drei Skaräbäen aus Rubinen uf einer goldenen Nadel, die sie Tag! zuvor im Schaufenster von Baugrand in der Nue de la Pair, in der fast nur Juweliere wohnen, gesehen hatte. Leider kostete das oerführerijche Schmuck, stück dreihundert Frmken, die Sache mußte also sehr geschickt angefangen werden. Der arglose und autmütbiae Gemabr machte seinem Weibchen dies aber leichter, als sie zu hoffen gewagt hatte, indem er ihr beim Dessert verliebt zuflüsterte: .Weißt Du wohl, Lolotte, daß Du heute wirklich zum Anbeißen bist? Ich könnte für Dich jede Thorheit begehen, wenn Du eS verlangtest!" .Was denkst Du denn, Georges? Dafür ist Deine Frau viel zu vernünf tig." gab diese mit emem allerliebsten Lachen zur Antwort und fügte dann hinzu: .Nur einen ganz kleinen Gefallen konnlejt Du mir thun und nachher mit mir durch die Nue de Ja Pair gehen." de la Pair?" entgegnete Herr Audier, indem ihm bereits eine leise Ahnung seiner Unvorsichtigkeit aufdämmerke. .Ader Du. dort gibt es nur Jumelierlädenl Du wirst doch nicht etwa " .Nun, Du wirst schon sehen, Schatz. Doch was hast Du auf einmal?" Der Gatte halte schon mehrmals Sei, tenblicke nach einem Herrn geworfen, der an dem zweiten Tifchchen neben dem Ehe, paare sag und allem speiste. Er war sehr elegant gekleidet, aber mit etwa verdächtiger Eleganz, unter der ein ge übtes Auge den Abenleure? hervorschimmern geieyen yatke. .Ich weiß nicht, weshalb der Kerl dort drüben so oft zu unS herübersieht. Nein, dreye Dich nicht herum, Lolotte, es ist wirklich unverschämt." ,WS geht das uns an? Trinke lieber noch ein Glas Nocderer!" Doch der Zauber war gebrochen : Herr Audier zündete seine Cigarre an und ließ die Rechnung bringen. Er gab einen Tausendfrankenschein, den er aus feinem Portefeuille hervorzog, zum Wechseln, und dann gingen sie. i)eborsm ließ sich Audier ,n die Rue de la Pair führen. ES war schönes Wetter, und viele Schaulustige schien, derten. auf den TrottoirS und blieben bald hler. bald dort vor einem Schautentter ftehen, um die im Schein der Gasflammen so wunderbar blitzenden Edelsteine zu bewundern. Auch die reizende Breche, welche der kleinen Frau so gut gefallen hatte, war noch da. Sie zeigte dieselbe ihrem Gat ten, aber dieser hatte kaum einen Blick aus den darunter notirtcn Preiö geworm, als er ausrief: .Dreitausend Franken? Aber was denkst Du denn, Kind, ich bin doch kein Krösus; Du sagtest doch aber vorhin " .Daß ich Dir zu Liebe eine Thorheit begehen könnte, jawohl, dies aber wäre der helle Wahnsinn. Komm, laß unS weitergehen!" .Aber mein klemer George!". GeoraeS jedoch wollte nichts meb? hören, sondern seinen Weg fortfetzen, als plötzlich ein leichte? Gedränge um sie herum entstand, in dem Herr Audier einen ganz leise Stoß gzz.cn die Brust

ti'Fo,

zu verspüren gtaudte. r wandte sicy zur Seite und gewahrte abermals jenen eleganten Fremden aus dem Restaurant Peters, der sich wegen seiner Ungeschick, lichkeit entschuldigte und nach einem sehr respektvollen Gruße verschwand. .DaS ist doch seltsam," brummteer, .dieser Mensch muß unS gefolgt fein, aber zu welchem Zweck? Nun. jedenfalls wollen wir jetzt heimgehen." Schweigend und niedergeschlagen wanderte Frau Lolotte am Arm ihre? Gatten nach Hause: sie hatte diesmal das Spiel verloren, und das kränkte sie tief. Kaum aber waren sie heimgekehrt, als Audier plötzlich einen Schrei- ausstieß: .Lolotte! Lolotte!" .Was giebt'S? D erschreckst mich ! .Mein Portefeuille ist fort, mit Bist eenkarten, nichtigen Papieren und mit den neun Hundertfrankenschemen, die ich im Restaurant heranlbekontmen hatte. .Nun ja. heute scheint alles fehlzuschlagen. Aber w ist daS möglich ?" .Ich bin sicher beftohlen orden! Denke nur an den verdachtigen Menschen fci Peters, der nachher nochmals in der Rue.de la Pair auftauchte." .Unmöglich, Du hast die Brieftasche einfach im Restaurant liegen lassen. Herr Audier eilte fort, um natürlich ohne Portefeuille heimzukehren. ES erschien jetzt zweifellos, daß er bestohlen worden war. .Ohne Deine verdammte Breche wäre mir daS nicht pafsirt!" murrte er. .Du hättest sie mir kaufen sollen, dann hätte der Spitzbube nur noch sechs hundert Franken darin gefunden," ent gegnete sie spitz. Man ging in sehr übler Laune schlafen und saß in nicht besserer Stimmung am anderen Morgen beim Frühstück, als mit der ersten Post ein kleines Packet für Madame Audier ankam. Neugierig öffnete sie eS und rief überrascht: .Mein Gott, da sind ja Deine Pa, piere und Visitenkarten wieder!" .Richtig, aber ohne das Portefeuille und die Banknoten. Doch dort ist ja auch noch ein Etui!" Madame Audier glaubt kaum ihren Augen trauen zu dürfen, als sie gewahrte, was darin war. .Georges, das ist ja meine meine Breche! Und dazu ein Brief chen, laß sehen, waS darin steht i" Und sie las: .Madame! Robin Hood und Cartouche waren ga, kante Räuber, denn sie plünderten die Männer aus, bezeigten sich aber stetS voll Courtiste gegen Damen, namentlich, wenn sie so hübsch waren, wie Sie. Auch ich habe ihrem Herrn Gemahl die Tasche geleert, bitte Sie aber, diese Breche anzunehmen, die Sie, wie ich weiß, so gerne besessen hätten; ich be, fand mich nämlich dicht hinter Ihnen, als Sie Herrn Audier vergeblich baten, sie Ihnen zu schenken. ES war daS nicht hübsch von ihm, weshalb ich mir auch kein Gewissen daran mache, sein sechshundert Franken zu behalten. Die anderen dreihundert benutzte ich d, das von ibm beaanaen Unrecht wieder gut zu machen. ?ch behalte auch sein Portefeuille, welches recht bübsch ist, sandte aher seine Papiere u. seine Kar-

den Vierten !

(nl I tz o 16 Süd Meridian Str. ten, denen ich Zhre Adresse verdanke, zurück. Genehmigen Sie, Madame, den AvS druck tiesster Hochachtung JhreS ergebe, uen Langsinger." Herr Audier schien sprachlos geworden zu fein.. .Nun, waS sagst Du u? fragre Lolotte lachend. .Ich sage, entgegnete er nach einer Pause, .daß -ein Ehemann alle Launen seiner Frau erfüllen soll denn : WaS die Frau will, das will Gott diesmal szeilich der Gott der Spitzbuben! Nächtliches Sehne. Was fliehst du so beständig Von meiner Lagerstatt? Was zürnst du so unbändig Und nie der Rache satt? Das ist kein liebend Schmollen, Kein loses Necken mehr Was soll dies finstre Grollen, Was kränkte dich so sehr ? Wohl hab' ich dich zuweilen Im Uebermuth versäumt Beim Schreiben flücht'ger Zeilen Die Zeit, die dein, verträumt Wohl unter klugen Zechern Dein gar nicht erst gedacht. Mit Frau'n und Würfelbechern Vertändelt manche Nacht. Wohl hab' ich dann am Tage Constant mit dir gekämpft; Doch hat mir keine Klage Die wilde Lust gedämpft! Du hast kein Wort gesprochen. Du flohst nur,'o mein Stern; Seit langen bangen Wochen Hältst du dem Freund dich ern. Ich harr' in stumme Trauer, Ersehne einsam hier Ach! all' die Wonneschaue?, Die ich empfand bei dir. Erhör' mich doch nur wieder. V.eld' nicht so abgewandt ! Schließ mir die schweren Lider Mit deiner linden Hand ! Küß mich mit weichem Munde Ich bin ja wieder brav Kehr' nur auf eine Stunde, Du mein gesunder Schlaf! . Freiwillig kehr' die Schwingen Her in dies Nachtlocal, Und laß dich nicht erst zwingen Mit Morphium und Chloral i Georg I u r a s ch e k. AlteBlumen. ZweiFreunde besichtigten die Anölage eines AntiquitatenhändlerS mit großem Interesse und bemerkten dabei nicht,daß ein armes bar süßigesBlumenmädchen ihnen ibre bereits welken Bouquetchen zum Kaufe anbot. Schon dreimal hatte sie ihre Bitte: .Mei ne Herren, kaufen Sie mir die Blumen ab, wiederholt. Endlich, da sie gar kein Gehör fand, setzte sie - demüthig hinzu: Aber, meine Herren, meine Blumen sind ja auch schon alt

, V (i jlüyy,n

om't iWW n TT O o