Indiana Tribüne, Volume 16, Number 282, Indianapolis, Marion County, 30 June 1893 — Page 2

Fndiana Tridüne. ' Erscheint iZilQjild? un5 Sonntage.

Die tägliche .Tribüne" kostet durch den Träger Cent? per Woche, die SonntagSTribüne 6 Cent? per Woche. Beide zusammen ISCents oder S5CentS per Monat. Ver Post lugeschickt in Dör' ausbezahlung ff per Jahr. Ossice : No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis, Ind., 30 3uni 189Z (?p?cialbrief.) WeltauSstellungistadt. Bon oer Chicago. Ende Juni. Wenn ich über alles Neue plaudern wollte, was aus dem Völker-Tummelpla Midmay Plaisan.e noch fort und fort hinzu !?mmt. ss könnte ich darüber allein jed'n Tag Briefe schreiben, die so lang l . Vi. (!tirAym tsof tvnti.r lvlllitt, 1U IC Ull JLtuujMiCii vi3 yiupvu Ferris-RadeS (welches als den Ersa für den Kiffel-Thurm der Pariser Welt ausstellung zu bezeichnen, doch etwas sehr kühn ist), oder auch so glitscherig sein könnte, wie die Eis-Rutschbahn. Doch ich darf nicht vergessen, dafc der Mldwa? Plaisance eigentlich doch nur ein -vermischter Anhang zur Meltaus stellung ist, und muß mich von dem Fehler' gar Mancher freihalten, nach einigen flüchtigen Blicken in die Weie Stadt mich einfach am Midwa? Plaisan.e festzukneipkn, selbst auf die Gefahr hin. beim Wiederauftaachen in Alt-Wien von einer der fingenden Hul binnen mit dem Vers begrüßt zu werden: .Jessas. Jejjas. so oiiDr Begleiten Sie mich daher einmal zur Abwechslung weit in den Norden der .Weißen Stadt-. Dort liegt in vornehmer Zurückgezogenheit von den übrigen großen Äusstellungspalasten, an seiner Terasse bespült von der nördlichen Lagune, der Kunftpalast, welcher mit der Zeit einige nähere Ausmerk samkeit vollauf verdient, trotzdem leider Italien und einige unbedeuten dere Länder noch immer. nicht mit ihren interessanten Ausstellungen daselbst fertig sind. Das Hauptgebäude, in griechisch spanischem Stil errichtet und auf der Spitze der Domkuppel von einer mächtigen Siegesgöttin gekrönt, bedeckt eine Flachenraum von 500 bei 320 Fuß und ist durch Corridore mit zwei Anbauten verbunden, der wiederum je einen Raum von 200 bei 120 Fuß ein nehmen. Vier Hauptportale führen in das Innere. Allenthalbe.i ist das Gebäude reich mit Wand.uc'lereien, Reliefs u. s. v.. geschmückt, welche die Errungenschaften' der Kunst auf allen Gebieten veranschaulichen sollen. Ich kann dem Besucher rathen, wo möglich den Kunstpalast zum Haupt gegenstand eines Sonntagsbesuches zu machen. Dem Besucher ist, obwohl der Besuch fast stets ein guter ist, doch mehr Gelegenheit geboten, in weihe voller Ruhe sich in das beste zu ver tiefen, und dieses Beste kann Jeden, teüen Herz lebhafter schlägt beim B treten solcher Hallen, reichlich einen Nachmittag hindurch festhalten, bis er schließlich mit dem Wunsche scheidet, noch gar manchen Nach- oder Vormit tag hier zu verleben. Und so wenig ich bis jetzt im Allgemeinen dazu aufge muntert habe, sich mit gedruckten Jüh rern und Kaialogen zu beladen, so kann ich doch hier jeöem Gast empfehlen, an der Pforte einen Quarter für einen Kunstkatalog zu opfern. Nur für spe j'.elle Kenner, d?ren regelrechte 3gd gründe" die hervorragenden Kunst zallerien Europa's sind, ist dieser Ka talog zwecklos. Unsere Zeit ist ja gerade kein Blü thensommer für die schönen Künste; denn viel zu mächtig noch thronen NarS und Merkur; und dieser oder lener bedrmte viajie 'ztimstDoa" mag mit dem schärfsten Kennerblick sofort :ntdecken, was solchen Ausstellungen sehlt, während der mit schlichtem, aber Hellem und empfänglichem Blick in die Welt schauende Mensch derweilen cilhig genießen wird, was sie haben. Und das ist immerhin nicht so sehr a enig, auch wenn man sich lediglich aus neuzeitlich? Erzeugnisse beschränkt. Es würde ein ganz undankbares Be mühen sein, wenn ich bei einem einzil;en Gang mich in allen den hervorragen deren Schöpfungen der verschiedenen Lander ergehen wollte. Deutschland v f-s.si. -je rr 5 a . , iiiio icucnci uucin lunnen uns oicic Stunden fesseln es sei denn, daß die meisten Hauptwerke schon von anders woher kommen , die malende 'lind bildende Kunst Japans kann schon durch ihr Eigenartiges zu einem beson deren Studium einladen. Frankreich und Holland können unser Interesse ebenfalls auf lange Zeit monopolisiren, und die sich' sehr breit machende ameri kanische Kunstausstellung macht schon durch die bedeutende Anzahl werthvoller Gemälde der alten Welt, welche aus amerikanisch? Privaisammlungen ent liehen sind, vielfach auf unser eingehen des Jnteresie Anspruch, von den anoeren Abtheilungen für diesmal ganz zu schweigen. Mögen daher nur Oeflerreich uns Deutschland noch etwas näher gewürdige werden. Das quantitative BerhaltnlL der österreichischen zur deutschen KunstauS stellung ist sehr ähnlich denjenigin attischen beiden Landern im Jndustriepa last; die österreichische Ausstellung ist auch hier bedeutend kleiner. . Aber fast nur Kunstschöpfungen ersten Ranges sind über die schwarz gelben Grenz pfähle gewandert, während sich .nicht leugnen läßt, daß die gewaltige Kunst. Ausstellung vom Teutschen Reiche bei allen Bedeutung immer auch gar man ,-ches Mittelmäßige . enthält. ' . Vieles "Mtut für den Stamm aalt der be. rühmten Kunstgallerien ist allerdings, . wie schon angedeutet, in beiden Ländern gerade nicht anzutreffen. ' Leistet unsere Zeit auch nichts Au?er ordentlich in -Phantasie-Kunftschöp fungen, so kann man doch in den AuS stellungkn dieser beiden Länder den Eindruck gewinnen, daß die P or tr ä t i r k u n st. trotz der ausgedehnten und immer riesiger anwachsenoen Eoncur xeni der egativplatte, gegenwärtig

aus einer hohen Stufe steht. Heinrich v. Angelis Porträt des Asrikareisenden Stanley. Brenecks Bronze-Relief von Richard Wagner, die Stesan Schwarz' sche Büste von Mozart, die uns sofort in die Augen fallende Büste deZ Kai-

fers Franz Joseph oder, wenn wir ostwärts in die deutsche Abtbeiluna' gucken, KonerZ Porträt des deutschen Kaisers, oder Proseisor P. (Lanjjens Bild des dabinaeschiedenen -)!nsve.tors Holthausen, oder Königs Porträt des 2r. r i r ... nm r v x. sei.a)la)lsi.qreioer5 commien uno nocy manches Andere: das sind Schöpfun aen. die an naturwabrem Leben wenia zu wünschen übrig lassen. Ganz beson oe'rS gilt dies von dem erwähnten Bild des jungen Kaisers Wilhelm: Jeder, der das Original aus eigener An schauung kennt, mutz von vielem Aiide versichern, daß eS eine lebensmärmere Darstellung dieses Zollkrn'schen Stür' mers üderbauvt nickt 'aeben könne: man wundert sich unwillkürlich, daß der Mund sich nicht zum Svrechen öff net, Wilhelms Wahlspruch kündend: Un gentilhorame, gentilhorame, un corsaire, corsaire et demi ! Die Dbantasieschövfunaen der öfter' reichischen und deutschen Kunst weisen immerhin gar manches Prachtstück aus, das überquillt von schöpferischer Kraft. Hans MakartS Pinsel ist nur durch ein einziges Werk vertreten, das aber viel leichl das repräsentativste von allen ist: .Die fünf Sinne" nämlich. Rudolf Bachers Mater Dolorosa- zeigt eine außerordentliche Stimmunastilfe. das Gleiche gilt von einer ganzen Anzahl . . l-W Schöp ungen in der deut qen vidiq m ' 1 .-w d IV! f lung, z. V. von Prof. Aiverl Bauls bic Tochter des Märtyrers". Beide Länder haben eine bedeutende Anzahl hochgediegener historischer Bilder sowie überaus stimmungsvoller Landschaften aufzuweisen, obwohl in letzteren du bet-, holländischen . classischen Kunst schöpfungen wohl meist noch höher ste hkN. Unter den historischen Bildern der österreichischen Abtheilung ist eines der interessantesten der Voclar'l'chen .Fen stersturzinPrag-.dieScenebehandelnd, welche an der Pforte des dreißig'ähri' gen Kieges steht. Die Düsseldorfer, die Münchener, die Dresdener und die Berliner Kunstschulen sind alle wohl vertreten, und ich würde, nur Eulen nach Athan- tragen, wollte ich über die Setreffenoen bekannten Glanzmerke noch mehr sagen, als mit Freuden constati ren, daß sie da sind, für Alle da "M! Aber die Stunden fliehen dahin auf Wiedersehen, Ihr heiligen Hallen ! Die Kunst geht 'nach Brot und nach Nektar, der Kunstbegeisterte manch mal auch. P. K. Die Wahlen vom 18. Juni. Die Köln. Ztg." schreibt in ihrer Abend'Ausgad.e vom 16. d. M.' über den Verlaus des ersten Mahlganges : Die gestrige Wahlhandlung verlies in Berlin wie im Reiche durchaus ruhig, und es war kaum etwas von größerer Erregung zu bemerken, als die Wahl ergebnisse allmälig bekannt- wurden. Das hinderte aber nicht, daß in den Reihen der Richter'schen Freisinnigen große Verstimmung Platz griff, einmal wegen der Berliner Wahlen, sodann aber wegen der Nachrichten aus den Provinzen und dem Reiche. Was zunächst die Berliner Wahlen anlangt, so ist 'es nunmehr festgestellt, daß Berlin nicht nur nicht mehr als eine Hochburg des Freisinns angesehen werden kann, sondern daß der bisher hier so über mächtige Freisinn diesen Besitz nicht halten konnte und ihn vollständig an die Socialdemokraten verloren hat. Das Anwachsen der socialdemokrati schen Stimmen ist bei dieser Wrhl.vor ausgesehen worden, ebenso täuschte man sich auch nicht 'darüber! daß die Antisemiten in großer Stärke auftreten würden; was aber eine wirkliche Ab nähme bedeutet, ist die Abnahme der freisinnigen Stimmen, die im Durch schnitt 20-r30 Procent beträgt. Nach dem siegesgewissen Austreten Richters, nach den Erzählungen von der angeb lich in der Partei herrschenden Begei fterung hätte man -annehmen sollen, daß die Ergebnisse der Politik des Ruckes nach links" sich in ganz ande rer Weise offenbaren würden, als es jetzt in Berlin in einer für die Richter fche Partei geradezu beschämenden Weise geschehen ist.' Von den vier Berliner Wahlkreisen, bei denen Richters Freunde in die Stich' mahl gekommen sind, werden sie 3 mit i Sicherheit verloren gehen und den einen werden sie nur dann behaupten können, wenn die Nationalliberalen geschlossen für den Deutschfreisinn igen Langerhans stimmen. Dirchow . hat im ' zweiten Wahlkreise kaum nennenswerthe Aus sichten, da die auf den konservativen Kandidaten Wagner gefallenen 12,000 Stimmen, die zum größten Theile den Antisemiten angehören, sich nicht auf Virchow werden übertragen lassen. Aehnlich steht , es im fünften Wahl kreise, - wo die Antisemiten Baumbach durch theilweise Stimmenthaltung zu Falle, bringen werden. (Die Vorh sagungen der K. Z. haben sich be kanntlich vollinhaltlich bestätigt.) Je denfallS hat die freisinnige Partei in Berlin .trotz oder vielmehr wegen der Richter'schen Führung eine glänzende Niederlage zu verzeichnen. Im Allgemeinen ist zu bemerken, daß die - .Wahlbetheiligung ziemlich schwach gewesen und gegen früher zu ruckgegangen ist. Was die bis jetzt aus Reich und Provinz vorliegenden Ergebnisse betrifft, so ist es noch nicht möglich, sich ein auch nur einigermaßen abschließendes Bild zu machen. Das bezeichnendste ist die Thatsache, daß d.ie Socialdemokraten in einer ungeheuren Menge von Kreisen in die Stichwahl gekommen -sind, theils infolge einer Vermehrung ihrer Stimmen., theils qUx auch, weil die anderen Parteien sich oft in geradezu sträflicher Weise zersplittert' hatten Daneben mußte aber festgestellt werden, daß es den Richter'schen Freisinnigen, im Allaemei nen wenigsten; vorerst'recht schlecht er s gangen ist. " Bisher suchte, man noch vergeblich nach einem einzigen in der ersten Wahl durchgekommenen Aichtermann, dage gen aje?ah.rnai; eine alze..WeN2

Die lhetts bereits aus lnnegeyabien Sitzen verdrängt waren, theils unter so ungünstigen Verhältnissen in die Stich wähl kommen, daß ein Erfolg unwahr scheinlich wird. Dagegen haben die von Richter in so rücksichtsloser Weise anSkfeindeten Nationalliberalen und die von ihm noch mehr gehaßte freisinnige Vereinigung bisher garnicht so schlecht abgeschnitten. Es hat unter diesen Umständen zum allermindesten nicht den Anschein, als ob Richter'S Voraussage sich erfüllen und er seine Partei ebenso stark in den Reichstag zurückführen werde, wie sie vor der Session gewesen n?ar. Besonders aufgeregt ist man im Richter'schen Lager über die Wahl in Oldenburg, wo Hinze in die Stichmahl kommt, 'gegen einen Sozialdemokratin, was mit seinem endlichen Siege gleich bedeutend ist. - Nach den bisherigen Zahlenangaben hat Nichter, der sich ihm als Zählkandidst" entgegenstellte, nur ganz wenig Stimmen erhalten, obwohl er gehofft haben soll, daß diese Kandi datur weit mehr zu bedeuten habe, als das. was sie dem Namen nach zu sein schien. Endlich ist zu erwähnen, daß Richter selbst in Hagen nur dann durch, kommen kann, wenn die so viel-ge schmähten Nationalliberalen sich herab lassen, ihm in der Stichwahl mit größter Selbstüberwindung ihre Stim men zu geben. Für Eugen Richter wurden im Jahre I8O0 im Wahlkreise Hagen 12.237 Stimmen abgegeben, diesmal brachte es Eugen Richter nur aus 9842 Stimmen, der national liberale Kandidat erhielt damals 3974 Stimmen, er hat es jetzt auf 6820 Stimmen gebracht.Vom Anlande. Die Negerin Martha Jor dan aus Dallas, Ter.. ist die erste ihrer Rasse, welche Zahnheilkunde studirt. Um einen Schnellzug zum Stehen zu bringen, ist etwa das Dop pelte der Krast', welche ihn in Beme gung setzt, erforderlich. Ein Mensch erreicht feint volle Geisteskraft erst mit dem 25. Le bensjahre und zwischen dem 30. und 35. erreicht das Talent feine höchste Entwickelung. DerelektrischeFunken legt, wenn durch atmosphärische Einflüsse un behindert. 283.000 Meilen in einer Sekunde zurück: der an Drähten gelei tete Strom bewegt sich bedeutend lang

samer vorwärts und es bedarf eines merklichen Zeitmaßes, ehe die Beför derung von Telegrammen auf weite Strecken ermöglicht wird. AndrewCarnegie, wohlbe. kannt durch feinen üblen Ruf wenigstens, kam im Alter vou zehn Jahren in die seS Land. Sein Vater war ein Weber in Dunserline, Schottland. Andre wurde zuerst Laufbursche in einem Zeitungsladen in Pittsburg. Später wurde er ein Telegraphbote und dabei lernte er das Telegraphiren. Dann arbeitete er mehrere Jahre als Tele graphist an der Pennsylvania Eisen bahn, wurde später Zugdeförderer und Divisions Superintendent und dann fing er sein Eisenaeschäft an, das ihn zum Millionär gemacht hat. Eine Sensation" ganz merkwürdiger Art hat Jeffersonville, Ind. Dort ist der 22 Jahre alte Western Gilbert, ein Sohn des Schrei nerS Thomas Gilbert, mit seiner um zwanzig Jahre älteren Stiefmutter durchgegangen. Nicht allein das, er hat der 'stattlichen Stiesnrutter zu Liebe auch deren sechs Kinder mitgenommen. Die Ehe des alten Gilbert mit der Frau war keine sehr glückliche, und vor etwä sieben Wochen verließ die Frau ihrenMann und ging zu . ihrem Vater, dem in Ripley County wohnenden Prediger I. Oliver. Eampbell. ES erfolgte dann jedoch eine Aussöhnung und sie kam zurück. Seitdem will der Schrei ner gemerkt haben, daß seine Gattin eine ganz außerordentliche Zuneigung zu ihrem Stiefsohn an den Tag legte und als er ihr einmal direct Vorwürfe machte, soll sie ohne Weiteres einge standen haben, daß sie den Burschen liebe. De Alte grämt sich nicht so so sehr über den Verlust der pflichtver gessenen Gattin und des ungerathenen Sohnes, als über den Umstand, daß die Beiden ihm auch seine Penfionsgel der mitnahmen, so daß er absolut ver armt ist. Großes Aufsehen hat kürzlich in den prominenten Kreisen von Joglin, Mo., und Umgegend das plötz liche Verschwinden des EvangelistenLeigh Vernon in Gesellschaft der kleinen hübschen Frau von John E. Pearson, eines der ersten Geschäftsleute des Orts, hervorgerufen. Vernon kam vor meh reren Monaten im Auftrage einer New Yorker Kirchengesellschaft nach Missouri, um die braven ColonelS und ihre Mag gieS zu reformiren. Er begann in Joplin und feine allabendlichen Revi val'Meetings" erfreuten sich eines riesigen Befuchs, namentlich seitens der grauen, denn der GotteSmann war ein wirklich hübscher Kerl. EineS Samstag verschwand Frau Pearson, angeblich um ihre Muttkr in Pittsburg, KanS., zu besuchen, ' schickte aber , bald darauf ihr Kind Heim mit der Erklärung deZ wirklichen Sachverhalts. Das Paar soll sich nach Chicago gewendet haben. Man munkelt, daß der Geistliche einer ganzen Anzahl braver Ehemänner Hör ner aufgefetzt hat und ein halb Dutzend Scheidungsklagen werden die Folgen sein. Eine herzbrechende Scen, spielte sich neulich aus Elliö Island, dem EmigrantenlandungSplatze bei Nzm York, ab. Mit dem Dampfer Ehateau Martelle- waren unter an deren die ZmifchendeckSpassagiexe fccS Dampfers Brilannia mit angekor? men, dessen Schraube bekanntlich bej Eadir gebrochen war. Unter den Zi schendeckspassagieren befand sich ein 2zjähriger, kleiner Italiener, dessen Mutter beim Landen in Eadii erkrankt und bald darauf im Hospital gestorben war. Der Vater des Jungen war vor zwei Jahren in New )ort eingewandert und hatte seine Familie nachkommen lassen wollen. - Vergebens spähte er im LandungSdepot nach seinem treuen Weide aus. bis ihm eine fremde Frau thränenden Auges einen Knaben zujützrte und denselben gls sew?n c3

bezeichnete.' Als der Vater das Kind j an sein Herz drücken wollte, klammerte ÜA ii CTfairt " VrT )r QT) rtnrt I

vuf vvv flitvitii, ivviuyvt um jjiuutt nicht kannte, ängstlich an daZ Kleid des fremden WeibeS. Letzteres ging schließlich mit nach der Wohnung deS Italieners, um bis auf Weitere's die Pflege für den Jungen zu überneh men'. . . - Als ein Jndustrieritter sollte nach einer Zeitungsnotiz in Ehi cago der Berichterstatter der Wiener Neuen Freien Presse". Dr. Emil Blum. im Deutschen Preßklub ent larot sein, der in Wirklichkeit Emanuel Borges heiße und unter dem Namen Egon v. Niederndorf Schwindeleien verübt habe. Der Name Emanuel Borges 'hat bei der Berliner Polizei Erinnerungen an einen Amerikaner wachgerufen, der in Berlin im Herbst 1890 Betrügereien verübt hat. Damals kam ein Arzt und Professor aus Dub litt Dr. Grays nach Berlin in Beglei tung eines . angedlichm Ingenieurs Borges, den er auf der Reise von Lon don nach Berlin kennen gelernt hatte. Er wohnte mit ihm- im Kaiserhof und da Dr. GrayS wenig deutsch sprach, diente ihm B. als Führer bei Theater besuch.' u. f. w. und legte auch -Leld für ihn aus, da der Arzt auf Geld auS der Heimath wartete. Zweck der Reife des ArzteS war, sich Koch'sche Lymphe zu verschaffen, die er aber nicht erhal teil konnte. Er reiste daher ab und schickte an B. nach dem. Kaiserhof 15 Vfud Sterling aus Dublin ein. wo für die Lymphe verschafft werden sollte. Noch ehe das Geld vom Di rektor des Kaiserhofes ausbezahlt war. erhielt dieser eine Depesche von GrayS mit der Bitte, die Zahlung zurück zuhalten. In Folge dessen wandte sich der Direktor an die Eriminalpolizei und fragten was geschehen solle. Er wurde vorgeladen, mußte aber, da ihm kein Schwindel nachzuweisen war. ent lassen werden; das Geld behielt man zurück. Bald nach seiner Abreise kamen noch 25 Pfund an den Kaiserhos vom Bruder Dr. Grays auS Irland zur Auszahlung an Dr. Grays. Bezüg lich dieses Geldes lst festgestellt, daß B. eine Depesche an den Absender gefälscht hatte deS Inhaltes, daß Dr. GrayS noch in Berlin sei und zum Ankauf der Lymphe Geld benöthige, er bitte um 25 Pfund. Auch dieses Geld wurde polizeilich angehalten, so daß ein grüße rer Schaden nicht entstanden ist. Die Identität B.'S mit Blum ist wahr scheinlich, zumal damals Borges Ehi cago als seinen Wohnort angab. Der Schrei des Whip.poor. will wird im Süden für ein Zeichen des Beginnens des Sommers ange sehen. Unerfreuliche Nachrichtaus Grönland hat die kürzlich von dort an gitsmmene Barke Argenta- gebracht. Man hat nämlich weder von dem jun gen Verhoeff. dem vermißten Mitgliede tx Pearv'schen Expedition, noch von Kapitän Lawrence und der vermißten Mannschaft der Barke PlatinaKunde halten. Die Angehörigen der Genannten sehen sich daher schmerzlich enttäuscht. Die Eingeborenen bei Jvlg tu! sind der Ansicht, daß der junge Verhoeff längst todt und daß die Barte nicht weit von der Einfahrt in den Ha fen zmi'chen EiSmassen zerschellt und die ganze Bemannung dabei umge kommen ist. Deutsche LoealnachriStem ProvinzBrandenburg. In Stolzenhagen beging der Kantor und Lehrer Karl Schmarzmeyer fein 50jährigrs Amtsjubiläum. In ei nein Gewässer wurde die Leiche des 17 Jahre alten Sattlerlehrlings Sabenom aufgefunden. , Ter Ermordete ist der Sohn eines Baacrngutsbesitzers in Fürstenau. Eharlottenburg nähert sich jetzt mit Riescnjchriiten bezüglich der Einwohnerschast der Zahl Einmal hunderttausend. Jnjolge dessen hat ein Bürger für den hunderttausendsten Einwohner, falls derselbe ein neuge borenes Menschenkind sein sollte, eine Ehrengabe von 30) Mark gestiftet. Wegen bedeutender Unterschlagungen ist in Charlottenburg, der Kaufmann Max Behrendt verhaftet worden. In dem zur königlichen Oberförster Neuholland gehörigen Forstbelaus Doe ringsbrück wurde der Förster Bast durch einen Wilderer erschonen. Die einge leitete Untersuchung führte zur Verhaf tung deS in Eremmen wohnhaften Pferdehändlers Schulz f In Frank furt a. O.' der emeritirte . Garnison schullehrer Ernft Julius Schmidt. Provinz Oftpreußen. Eines der historisch denkwürdigsten Gebäude Königsbergs, das KanthauS (Prinzessinftra'ße 3) wird gegenwärtig abgebrochen. Im 17. .Jahrhundert führte das Grundstück .den Namen alte Landkostmeisterei" und wurde vom FiSkuS dem Feldmarschall Grafen Bar fuß geschenkt, der es den Hugenotten für 100 Gulden verkaufte.' ES blieb nun längere Zeit im Besitze der Refu gieS und gelangte am 30. December 1783 für 5500 Gulden in den Besitz deS Kants. Dieser bewohnte im un teren Geschoß deS Hauses, eine Woh nung von drei Stuben. Küche und Flur, das obere Stockwerk hatte er ver miethete t Der Oberlehrer am Alt städtischen Gymnasium Tr. A. Bro sow in Königsberg. f Der Ober Steüerinspector, Artillerie.Hauptmann a. D. Bordasch in Königsberg. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Egon SpiratiS dafelbst.ist der gericht liche Konkurs eröffnet worden. Die unverehelichte Emilie Wenzel auS Schönselde, welche ihr neugeborenes Kind den Schweinen vorwarf, die daS selbe auffraßen, wurde vom hiesigen Schwurgericht zu 5 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Der Besitzer Berger aus C.lUnhtra war bei Anwandten in ' Grünmalde gewesen, auf der Rückfahrt scheuten seine Vferde. rasten mit dem Gefährt davon und dieses schlug, um.- ' B. wurde mit dem Kopfe gegen einen ! Stein geschleudert, es wurde ihm der Schädel gespalten, und der unglückliche Mann starb aus verstelle. P r o v i n z W e ft p r e u ß e n. Während eines schwerm Sturme? Lnd tzi einer Seaelvartie auf. de,

Geserlchsee der Maschinenbauer Kaldl nal und der Tischlermeister Grunwald

von Deutsch'Eylau ertrunken. , Ge heimrath Toeppen in Slbing beging das 50jährige Doktorsubiläum. In Hakendorf feierten die Joh. Damke. 'schen Eheleute ihre diamantene Hoch zeit. s In Gollub Kaufmann Hirfch Sultan. Bei dem Kaiser WilhelmSchießen der Schützengilde in Graudenz erwarb sich der Büchsenmacher Tburai mit 67 Ringen das Recht, die Kaiser Wilhelm.Medaille ein Jahr lang tra. gen zu dürfen: die Silberpreise erran gen: Fiedler mit 66, Borrmann mit 59. Jaretzki und Kühn mit je 56. Lerch mit 56, Lambert mit 55 und Ehmanv mit-45 Ringen. Provinz Schleswigs Holstein. Gegen das Gründungscomite de, Brauerei Zur Linde- in Neumünste, war wegen Vergehens gegen das Aktien gesetz Anklage beim Landgericht erho den. Der eigentliche Macher-,, der Kaufmann Wiener in Hamburg wurde zu 6 Monaten Gefängniß und 1000 M. Strafe. Rechtsanwalt Dr.Friede in Hamburg zu 1 Monat und 1000 M. Strafe verurtheilt. Braumeister Eberl in Neumünster wurde freigesprochen. Der Vorsteher der israelitischen Ge meinde, Moritz Nathan in Rendsburg, eierte mit seiner Ehefrau das Fest der ildernen Hochzeit. Die Zahl der Zinwohner Rendsburg?, betrug am 1. .Mai 13,890. Der sogenannte Kar lumer Wald, Privatgehöl mehrerer Einwohner in Karlum und Umgegend, ist abgebrannt. Die Fläche betrüg 34 Hektar. Provinz Schlesien. Vor drei Jahren wurde in Hausdor, der Schlepper Knittel ermordet und die Leiche in den stark gefeuerten Wetter fen geworfen. Auf die Anzeige deö FahrhauerS Töpper, der hinter einem Pfeiler versteckt gesehen haben will, wie der Obersteiger Sommer den Knittel mit der EqnapSflasche erschlug und dann in den Ofen warf, wurde Som. mer verhaftet. Die Untersuchung er gab jedoch, daß Töpper falsche Anga den gemacht hat. Sommer wurde so fort entlassen und Töpper Imvii tot gen MeineidS vor das Schwurgericht. In der Absicht, seinen Hund zu ver giften, hatte der Eisenbahnsekretär Iahn in Oppeln Strychnin zurccht ge macht. Infolge einer unseligen Ver wechslung trank er bald selbst das Gift und starb nach wenigen Stunden unter entsetzlichen Schmerzen. Der Forst kassenrendant Springer von Reinerz wurde in Karlsberg erschossen aufge funden. Dem Stellenbesttzkr Tasler in Kronstadt wurde , dieser Tage eine Kugel auS dem Bein genommen, welche er im Jahre 1866 beim Erstürmen der Anhöhen von Chlum erhalten . er kämpfte als Oesterreicher gegen Preu ßen . also 27. Jahre lang im Bein herumgetragen hatte. Das bisher tiefste Bohrloch der Erde befindet sich im Rybniter Kreise. ES wird vom pren ßischen Staate geschlagen und dürste in diesen Taen bis auf eine Tiefe von 2000 Metern niedergebracht werden. d. i. bis auf einen Punkt, ungefähr zwanzig Mal fo t.es als der Breslauer Elisadeth.Thurm hoch ist. Das Bohr loch wird vorwiegend im Interesse der Wissenschaft niedergebracht. Der Studiosus Altmann von Sagan, Sohn d;s verstorbenen Gymnasiallehrers A., dcr die einzige Stütze der Familie röer den sollte, hat sich in BreSlau erschos sen. ' A. studirte katholische Theologie. Unweit der Haltestelle JakobZdorf bei Croischwitz wurde der Radfahrer. Kaufmann Schubert don Schmeidniß, neben seinem Rade im Straßengraben als Leiche aufgefunden. Der Kantor und Lehrer Otto von Zobten a. B. ist wegen des Verdachtes, Verbrechen gegen die Sittlichkeit an ihm anvertrauten Schülern im Alter von 8 bis 12 Jahren verübt zu haben, verhaftet und in das Gefängniß nach Löweuberg eingeliefert worden.' " Mähren und Schlesien. t In Bielitz.Biala der frühere Bür germeister-Heinr. Hoffmann. Im Blei und Silberbergwerk Bautsch ent wickelten sich in einem 30 Meter tiefen Stollen der Willibald Zeche Gase, die die sieben gerade arbeitenden Bergleute betäubten.-.. Bei den RettungSaroeiten rstickte leider d.'r herbcigeeilte Betriebs leiie? G. Machate. f In Mähr. Ostrau der Ober!eh:er der Knaben schule, Willibald Nagel. - Provinz Sachsen. 7 Als Anstifter des Brandes, welcher vor einigen Monaten den Ort Dachwig so schwer heimgesucht hat, sind jetzt der Landmirth Hermann Helbold und des sen Knecht Otto Trautmann verhastet worden. Einer Blutvergiftung er lag kürzlich in der Klinik zu Halle der Landwirth PennS aus Ponmitz. - In Erfurt: Privatmann Nulß, Wwe.-Doroth. Zettler, geb. Sauer drey. Frau Karl Padst, geb. Zimmer mann, Rentner Heinr. Reusch, Pens. Lehrer Ebrist. Neu, Wwe. Marie Osthost, geb., von Othegraven, Kaufm. Wolf Levy. Die bei dem Eisenbahn unglück auf dem Bahnhof in- Gehren Getödteten sind: Käufmaun Langbein aus SonderShausen; Fredericke Har tung aus Altenfeld, Clara Carl aus Altenfeld. Mehr oder minder schwer verletzt ; wurden: . Lokomotivführer Lange; Heizer Benz; Schaffner Eger; Helene Lutter aus ÄlkerSleben: Töpfer Karl Jordan auS Gotha; Glaskünst ler Ernst Bohm auS NeuhauS a. R.; Frau Emilie Lupold,. geb. Geilfuß. aus Großdreitenbach: Frau Pauline Köband auS Großbreitenbach: Dienst knecht. Johann . Reichenberger aus ÄlkerSleben. Provinz H an n oder. Yräulein Julie Perger, die sich als Sängerin auszeichnete und sich in OS nabrück einer allgemeinen Sympathie ;u erfreuen hatte, iß aus eine traurige Weise um? Leben gekommen. ' Zunz Besuch bei eine? verwandten Familie m Köln weilend, gerieth sie, mit - den Räumlichkeiten des Hauses nicht - ver traut, in der Dunkelheit in den Fahr stuhl und' -stürzte mit demselbeu herab, und zwar unter Umständen, daß sie erst mehrere Stunden nachher aufgefunden ' Leider hatte die D2.L hlt

Berletzungcn erlmcn, datz der Tod dato eintrat. Provinz Westfalen. f In Soest der Gymnasialoberlehrer Professor Franz Graul. In Aöse

deck, wo er seit 25 Jahren segensreich gewirkt, der Pfarrer Lammeren. Dem hiesigen katholischen Marinehospi tal in Mitten wuröe von dem verstor denen protestantischen Rentner F. C. 40,000 Mk. testamentarisch vermacht. Vor etwa fünf Monaten vcrun glückte auf derRuhr die 14jährige Toch ter deö Pfarrers Göcker in Wetter. Trotz eifriaenSuä.ens gelang eö damals nicht. v: 0 . 1 X , OS.C Q-ai 0lc "T r co t I HJUroc Oic cicyc oci uct grvpc yuigr brücke gelandet. Rheinprovinz. Der Gewerbeverein für Köln und Umgegend hat im Quartermarktfaale r. ...n.n... ' vrv ugltitu ittl, U9iiuuiiu vuh isjtellung UH.ii4.k,t UThtw . Meisterarbelten, von Arbeiten der Schüler der Gewerblichen Fachschule I K.:.rt..r Si..?l7 aiiu uci iiut wtinuni viiwuiiutiim; H'andwttker Fortbildungsschulen ver n 1 1 t - rw w irrvr I

anstauet. Zur ?eier des vöiahrlaen!.. eitheker,u h,,ür

Bestehens des Vereins fand ein Fest im Volksgarten statt. Das Kriegsgericht in Köln hat oen Rekruten KerreS vom Infanterieregiment 65, der fahnen flüchtig geworden war, zu zehn Jahren Gefängniß und-Ausstoßung auS dem Heere verurtheilt. Wie feiner Zeit be. richtet wurde, hatte sich KerreS bei sei ner Verhaftung in Düren dem Gen darmerie-Wachtmeister Schröder wider fetzt und demselben mit seinem Seitenge wehr den rechten Oberschenkel durchstoßen f In Köln: Wwe. Joh. Westermann, geb. Rost, Wwe. Anna Kronen, geb. Titzhausen. Wwe. Sib. Olligschlä. ger, Steindrucker Jgnaz Förster, Ka fernmwärter Helmuth Neumann, Frau Alb. Schumacher, geb. Königsfeld, Wwe. Kath. Wirtz, geb. Kolping, Wwe. Marg. Garreis, geb. Graf, Kaufmann Andr..Gordon, Postsecretär Otto Raum, Kaufm. Ernft Oelber mann, Kaufm. Heinr. Poorh, Wwe. Vertr. Voosen, geb. Jlohr, Wwe. A. Könen, geb. Werges, Schnhmachermei per F. Kefsing. Nach der Verlegung des Königin AugustaGardeGrenadier Regiments von Koblenz nach Spandau soll das in Bonn stehende 2. Bataillon des Jnfanterie-Regiments No. 28 mil Stab und dem 1. und 3. Bataillon in Koblenz vereinigt und dafür das Rhei nifche Jägerbataillon No. 8 von Schlett ftudt nach Bonn verlegt werden. We gen Majestätsbeleidigung wurde der Pfarrer Heinrich B. zu Broich bei Lin den zu 2 Monaten und 2 Wochen Fe. Vungshaft verurtheilt. Oldenburg. In Eutin ist ein LandmehrbezirkS Kommando eingerichtet. Zum Kom mandeur wurde Hauptmann Bülow auS Glogau ernannt. f Der Geh. Regierungsrath a. D. Lentz in Eutin. In Freedelake hat ein ISjähriger Kuhjunge auS Rachsucht das Haus deS VollmeierS GraShorn angezündet, wo bei der ganze Viehbestand verbrannte. Während der Messe brannte in Lohne ein Haus nieder, . wobei zwei Brüder um'S Lebens kamen.. Der ältere wollte den jüngeren, einen I3jührigen Kna ben, retten und wurde dabei selbst ein Opfer der Flammen. In Vechta er schoß sich der Gendarm Wetjen. Der Tierarzt und Vorsitzende deS Stadt raths Gerh. Horstmann in Wildeshausen feierte sein 50jührigeS Jubiläum. , . i Unter ben Odd Fellows wohlbekannt. Julius Grummann, der- Jahre lang über das Odd Fellows Gebäude die Aufsicht führte und einer der bekanntesten deutschen Bürger ist, wurde vor neun Jahren von einem hiesi gen ArUe vom Bruch kurirt. Die VoUsta--digkeit feiner Heilung drückt Herr Grummann in folgender Weife aus : . Indianapolis, 24. Marz. 1893. Diefes bezeugt, daß ich im Oktober im Jahre 1884 von Doktor W. H. Nott für einen Bruch, auf der linken Seite behandelt wurde. Ami. November wurde ich als kurirt-be trachtet und war eö auch. Ich habe Dr. Nott viele Patienten zugesandt und kann i)n Allen in dieser Hinsicht Leidenden empfehlen. Er thut Alles, was er verspricht. ... . Julius Grummann, Custodian des Odd Fellows' Gebäudes, Nordost Ecke Pennsylvania und Wash mgton Str. Wir beantworten alle Anfragen per Post in prompter Weise. - Dr. W. H.Nott, seit 23 Jahren ein vraktizirender Arzt, 14 Jahre in Jndianapl bat in den letzten 9 Jahren di Kurirung von Bruch zur Spezialität gemacht. Er macht alle Untersuchungen und ferneren Behandlungen persönlich. Bedingungen: Keine Bezahlung bis kurirt. Pamphlete frei. Adresse Dr. Nott, Rupture Sure Co., 20 West Washington Straße, Indianapolis. Ind.. , , Meerschaurnpseifen, lange deutsoe Pfeifen, Cigarrenspitzen etc.. bei Wm. uöo.Ro. 199.OS Wasbinato Str. MÄRI0H PARK HOTEL. Sommergarten u. Kegelbahn. Der Unterzeicknete erlaubt sich daS Publi kum, insbesondere Familie zu einem Besuch seine? Gartms freundlichst einzuladen. Die besten Getränke, Cigarrm und D.llka kessen für Lunch, sowie Spring Ehickens" ftetshand. . - Der Platz ist für Familienpikniks besonders geeignet und werden Mahlzeiten für Gesell schaften schnell, gut und billig zubereitet. Zu freundlichem Besuch ladet ein, ' ' CHAS. BEIIIsKE, Eigench. OrMlätltör Umgezogen. Crlfl hier un hier zu bleiben. tt t Die ?uehräende Prari deS Dr. ark. de Augen dnd Obren Ariteb, innig ihu, nach gröberen Räumlichkeite unizuzlcöeu. j u,t thete deshalb die Räumlichkeiten im. iindi. Stock de Jrou lock-, . 11 W. Wgshingtou Str., nächst im Bowen'Merrill tZo', für sönf Jaöre, m er audae,',chnet? Oincen eingerichtet hat für die Behandlung! von Auge, Ohr, Naie und Hal und die Anfertigung von Brille, künstlichen u ge und die Seradeftellung von Schielaugen, so te die Operation zur Untkernung de Star vorzunehmen, in Preisen für Alle erreichbar, llousultarirn tret und Jedeiman lagel.

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