Indiana Tribüne, Volume 16, Number 281, Indianapolis, Marion County, 29 June 1893 — Page 2

nHerMatvajB3Z:i,i. Bt H .-TtfaHttS Sndiana Tribüne. Erscheint füglich und Sonntttgs. Tie tägliche Tribüne- kostet durch den Träge, 11 Cents per LZsche, die EonntagSTrtbüne" k EentS per Woche. Beide zusammen IS Cents oder SS Cent per Monat. Per Post ,ugesch!ckt tn Bor auLbezählung V per Jahr. Ossice : No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis, Ind., 29. Juni 1893 Photograpl'le und Himmels künde. Seit einigen Jahren haben die neuen Methoden der Photographie die Him me!skunde zu wunderbaren Erkennt .nissen geführt. Tiefer große Fort schritt knüpst sich an die Er.'.ndung der 'elatin ' Trokenplatten. Mit ihrer Hilfe erhält man schon in Bruchtheilen einer Sekunde schärfere Eindrücke von Vorgängen aus der Welt der Erscheinun'gen, als eZ mit Hilfe des alten nassen Verfahrens je möglich war. Wir brauchen nur daran zu erinnern, d in es mit den Trockenplatten dem Professor Mach. Anschuß u. A. gelang, den Vogel im Fluge, das Pferd im Laufen, ja die einzelnen Phasen einer Explosion zu firiren. Die Erkenntniß, daß die Photogra . ph'e auch für die Himmelkunde von Bedeutung werden könne, schließt sich, so schreibt Franz Bendt in der Nation". an ein zufälliges Ereign ß. Die Gebrüder Prosper und Paul Henry hatten im Jahre 1835 die Gruppe der Plejaden mit Hilfe der Trockenplatte photographisch aufgenommen. Sie bemerkten auf den Platten in der Nähe d?s schonen Sterns Maja- ein Bild, das in 'er Gestalt an einen Nebelfleck e?i lcrte. Mittels eines Fernrobr jar ein solcher bisher an dieser Stelle oes Himmels nicht bemerkt worden. Bald darauf konnte Professor Struve in Pulkowz mit H'llfe seines mächtigen neuen Instruments welches damals das größte cu? der Erde war den Majanebel" auch direkt b.'obachten. Die photographische Platte hatte also stärker gesehen, als die Netzhaut d.'s menschlichen Äuzes. Diese Thatsach war für die neue Methode von .durchschlagender Bedeutung. Wie sehr viel empfindlicher die pf)0tographische Aufnahme ist, als die di reite Beobachtung mittelst d.S bewaffneten AugeS, zeigte die A.'mysche Platte sehr deutlich. Die beste Zeichnung die ses Sterncompleres, welche von Pro fessor Wolfs ist Paris entworfen war, umsaßt 671 Sterne, während nach der neuesten Methode man eine Gruppe von 1421 Gestirnen erhielt. Etwa zur selben Zeit hatte ' Übrigzns auch Dr. Gill auf dem Observatorium am Kap der guien Hoffnung gleiche Ersahrungen gemacht. Durch die'en seltenen Ersolg wurde Admiral Mouchez, der D irigent der Pari'er Sternwarte, aus d n gewiß glücklichen Gedanken geführt, ea 33ih dcs gesummten Firsternhim mels photographisch aufnehmen zu lassen. Ein solches Werk ist nur durch das Zusammenwirken viele? Sternwarten, die sich an verschiedenen Stellen der Erde oefinden, auszuführen. Zu diesem Zwecke erging vom Admiral Mouchez im April 1837 eine Einladung zu einer Konferenz nach Paris an die bedeutend' sten Astronomen der Erde. Tort verständigte.man sich über die Verkeilung der großen Arbeit. 18 Sternwarten übernahmen die photographischen Aufnahmen. Das große Werk ist jetzt fast vollendet. Die Gesammtheit der Gestirne bis zur vierzehnten 8lat ist aufgenommen, wozu etwa 2 1,000 Photographien nöthig wa ren. Der Werth der neuen Methode liegt darin, daß man durch sie in wenigen Jahren ein genaueres Abbild vom Himmel erhUt, als es durch Zeichnung zu erreichen war. Früher be durften die Astronomen zu einer Auf nähme durch Zeichnung vieler Jahrzehnte. Aus einer Folge von Photociraohien kann der Forscher nunmehr relativ leicht consiatiren, welch: Verän. derungen in der Sternenwelt vor sieb gegangen sind. Einen besonders '.ntereffanten An blick bietet -auf der neuen Karte die Milchstraße dar. Er ist durchaus verschieden von den Bildern, welche man beim directen Sehen mit dem bewaffne ten Auge empfängt. Neben den vielen Sternen aller Größenklassen, welche die Photographie zeigt, schaut man in einen " unentwirrbaren Knäuel von Kurven und Wirbeln, die kein Ende zu haben scheinen. Zu den merkwürdigsten Cbjetten am Himmel, welche die Phantasie des Beschauers in h rvorragender Weise beschäftigen, gehören die Sternhaufen, welche'ihre Geheimnisse selbst den stärksten Instrumenten nnr zum Theil enthüllen und uns dann Welten in chen verschiedensten Stadien der Entwickelung zeigen. Durch die Photographie sind auch diese Gebilde unserem Ver ständnisse um ein Beträchtliches näher gerückt. Geht ein Lichtstrahl durch ein Glas prlsma hindurch, so bildet sich bekanntlich ein glänzendes farbiges Band, wel ches von Newton als Spektrum bezeichnet wurde. Ist es ein Sonnenstrahl oder ein Strahl, der seinen Ursprung einem anderen Fixstern verdankt, dann " bemerkt man im Spektrum ein seh'r. große Anzahl schwarzer Linien, die mit" dem Namen des berühmten Optikers Frauenhoser belegt worden sind. . Mit - dem bloßen Auge betrachtet, ist da? Spektrum relativ kurz: fällt dasselbe - jedoch aus die photographische Platte, so erhält man ein solches von mehr als 'doppelter Lwqe. das besonders. nach 'der violetten Seite hin stark entwickelt ist. ... Man hat nun zeigen können, daß die Frauenhofer'schen Linien sich im Svek trum verschieben, wenn der. lichtsendende Körper eine Bewegung vollsührt. Es war zuerst der Direktor der Pots damer Sonnenwarte, Prozessor Vogel, welcher auf Grund dieser Thatsachen sein: Methaden entwickelte, die ganz -wunderbare Resultate aeieitiat baden.

iti langer Zeit der Stern Algol", im Bilde des PerseuS, den Astronomen auf. weil er. einen ganz regelmäßigen Lichtmechsel zeigt, zu dessen Erklärung die verschiedensten Hypothesen aufgestellt worden sind. Mit Hilfe seiner spectrographischen Methoden gelang es Vogel, das Problem vom Algol- zu lösen. Er konnte zeigen, daß der Lichtmechsel des Algol" von einem dunklen Begleiter herrührt. der den Hauptstern umkreist. Ja noch mehr, er wur im Stande, die Bahnen zu bestimmen und Größen und Timensionen zahlenmäßig anzugeben. Die Rechnungen ergaben, daß der Hauptstern einen Durchmesser von 230.000 ' ... . m l Meilen, sem ounller egieuer einen : solchen von 180,000 Meilen hat; und ' ' -1 . . . . ... n:i ' daß die Entfernung lyrcr ocioen mu telpunkte nur 700,000 Meilen beträgt. Die Entfernung ist also eine kleinere als die des nächsten Planeten, des Merkur, von der Sonne. Algol" durch, eilt in der Sekunde 5,7, sein dunkler Begleiter 12 Meilen. Um den Werth der neuen Methode schätzen zu können, muß man sich klar macken. da selbst mit solchen Fern rohrrie en. dee zehnmal stärker sind als j ' rv. n i . A. V : . das groöre niirumeni, roncqcs vir Erde im Augenblick besitzt, man nicht im Stande sein würde, die kleinen Ge stirne getrennt von einander zu sehen. Es ist also gelungen, hier indirect Thatsachen zu enthüllen, die sonst wahr scheinl'ch ewig dem menschlichen Auge verschlossen geblieben mären. vom Panamino. Ein sensationeller Unterschlaguugs Proceß in Rcm. der erste, welcher mit den Bankskandalen im Zusamm?:lhana steht, hat am 5. Juni seinen Anfang vor dem Geschworenengericht g'nommen. Angeklagt sind der Direktor der römischen Filiale des 33an:o di Napoli. der Eommendatore Vm.enzo liucci niello, der Kassirer d'Alessandro, die Wittwe des Fregatten-Kapitäns Mar chese, geb. Hadin, der Advolat Por chetto und der Marmorarbeiter Nicolai, und zwar die ersten, beiden wegen Un terichlagung und Veruntreuung, resp. Beihilfe dazu, die drei anderen Ang?' klagten wegen Begünstigung. Ueber die Vorgeschichte und den biö herigen Verlauf des Pro.esseS dürsten r fc. . rr . r i . rr . soigenoe lnzeiyetten von ;$niercni sein: Bei der Inspektion, die anläßlich bet Enthüllungen über das Treiben Tanlongos verfügt wurde, entdeckte man in der Kaste d.'s 33an:o di Napoli zu Rom ein Manko von 2,450.000 Lire. lUbr diesen Feh betrag konnte sich der Kasst rer d Alessandro nur durch eine Ordonnanz seines Direktors ausweisen, welche von diesem selbst geschrieben war und so lautet: Rom. 7.' Januar. Der Kasstrer dieser Filiale wird dan Unter fertigten Angesichts dieses und auf Anordnung unserer. General-Direktion 2,450.000 Lire in Noten unserer Bank zu dem mir von der General-Direktion vorgeschriebenen Zweck geben und wiro die gewärtige Ordonnanz an Stelle der angegebenen Summe in Erwartung der rechnungsmäßigen Regulirung bewahren. Der Direktor des Ban.o di Napoli Euxiniello.Auf der Rückseite bescheinigt der Direktor den Empfang der 2,40,0K) Lire. Gleichzeitig mit der Entdeckung des Kassendesektes war Eucciniello verschwunden; als Priester verkleidet, wollte er entfliehen und paßte bei .den drei wegen Begünstigung angeklagten Personen den dazu geeigneien Moment ab. Aber ehe er diese Absicht auzfüh' ren konnte, wurde er in der WoN'inz der Frau Hadin verhaftet. Der Kas. sirer d'Alessandro wurde aus Wunsch des Generaldirektors gleichfalls verhaftet, weil dieser die That Eacciniellos ohne ein dem Gesetz wie den Ban statuten wiederstreitendes Verhalten deZ KassirerS als unmöglich beze.chnete d'Alessandro erklärte allerdings, daz eS Brauch war, gegen Anweisung des Direktors die höchsten Beträge auszuhändigen, und daß häufig Millionen in dieser Weise ausbezahlt wurden. Die Anklage nimmt an. daß dik Summe von 2,450,000 Lire nicht am 7. Januar bezahlt, sondern in kleineren Beträgen allmälig der Kasse entzogen worden ist. Sie stützt sich dabei ans die Meinung eines Schreibsachvestwdigen, der behauptet, das Datum der Zahlungsaufforderung sei erst später hinzugefügt worden. Daraus bat die Anklage geschlossen, daß diese wie die Quittung sich schon lange in der Hanö des KassirerZ befunden habe, um ihn für alle Eventualitäten zu sichern, und das Datum erst "hinzugefügt wurde, als der Tag der Inspektion feststand. Aehnlia) soll es nach der Ansicht der Anklagedehörde mit einer Quittung über 374,000 Lire gegangen sein, welche am 14! Januar. 1893 der gleich, falls in Untersuchungshaft befindlich! Kafsirec der römischen Bank, Eesare Lazzaroni. ausgestellt hat. Eucciniello, ein 72jäbriger Greis, hat sich sowohl vor oem Uniersuchungsrichte?, wie auch vor demSch.vurgericht geweigert, über , den Verbleib des Geldes irgendwie Mittheilung zu machen. Als die Verhandlungen beginnen soll' ten. stellte, sich heraus, daß 'unter den Angeklagten. Eucciniello sehlte. Er hatte sich geweigert, seine Zelle zu ver lassen. Der Präsident des Gerichts' Hofes traf sofort die Anordnung, daß der Hauptangeklagte nötigenfalls mit Gemalt herbeizuschaffen sei. und unterbrach bis dahin die Sitzung. Nach Verlauf einer halben Stunde' erschien, von zwei ttarabinieri geleitet, Eucciniello hinter dem Eisengitter der Anklagebank. Sein Sohn, der Advokat Eucciniello, der ihn vertheidigt, reichte ihm die Hand und suchte ihm Muth zu ansprechen. Der Angeklagte ist vollständig gebrochen, seine Stimme ist kaum rerncbm' lich. während der Verlesung der An klageacte birgt er daS.von weißem Haar um lossene Gesicht - in seinen Armen. Sein Verhör dauerte vier Stunden. Eucciniello bleibt dabeistehen, .daß er am .3. Januar das Geld in ändert Hände .gab ist der Ueb:rz uzuaz. es am 11Januar wieder ciftat.es zu haben. Die Person zu nennen, der er das Geld lieb, würde er. wie er laat.

Unter den größen gizsternen rrn

für e'me Cröärmtchke'tt hatten. (Zr vestreitet ebenso entschieden die Darstel' lung der Anklage über die Art, wie er das'G.'lo aümh'.ich auZ der K lsse ent nommen haben soll, und ist sichtlich be. strebt, den Kassirer zu entlasten. Halle er nicht." so bemerkt Eucciniello, das G.'ld ausgefolgt, so wäre er von mir sofort von seinem Amt suspendirt worden und sein Nachfolger hatte mir das Ge d gegeben." Dies ist auch die Meinung des Kassirers, der bestreilet, daß ein Reglement der Bank ihm. die Aussolgung einer solchen Summe aus einfache Ordonnanz des DirekiorZ und ohne Vermerk in den Büchern verbietet. TaS Auftreten des KassirerS ist zuve.--sichtlich und nicht unsi.mpathisch. Au dem Zeugenverhör ist von Wichtigkeit die Erklärung deS Generaldirektors, daß der Kassirer durch den Direktor nicht suSpendirt werden konnte, weil dies über die Befugnisse deS letzteren hinausgehe. Mehrere Bankdiener deponiren, daß Eucciniello täglich 1000 Le. an der Kasse wechseln ließ, währenddessen Privstdiener seine LedenSgemohnheiten als sehr bescheiden schildert! Eucciniello gibt seinen jährlichen Bedarf auf 23.000 Le. an. Gegen den Kassirer spricht die Aussage der Diener, daß Frau d'Allessandro Eucciniello angefleht habe, die Angelegenheit mit der ZahlungsanWeisung vor der Jnspection in Ordnung zu bringen, was sie wohl nicht it i.n. . . v rj . r . i.

geiyan yane. ro;nn iic von oer vgqrp Mäßigkeit des Verhaltens ihres Mannes in dieser Angelegenheit überzeugt ge wesen wäre. Eine Art von Sensation rief das Er scheinen der 46jährigen Modistin Lupi hervor, zu der Eucciniello Jahre hindurch m Beziehungen gestanden haben soll, eine trotz ihrer Jahre noch schön zu nennenden WeibeS, die mit großer Eleganz gekleidet ist. Ihre Aussagen sind jedoch unerheblich. Sie bekennt nur, von Eucciniello häufig mit Geld unterstützt worden zu sein. Der Proceß dürfte zehn Tage dauern. Das Urtheil in dem Pro. esse gegen Eucciniello und Genossen wegen Unter fchlagung von 2.450,000 Lire zum Nachtheile der römischen Filiale der Bank von Neapel wurde am 13. Juni früh 3 Uhr verkündet. Der ehemalige Director der Bank von Neapel, Eucci niello. wurde iu übn Jahren Gefäna niß. der Kafsirer derselben Bank, d'Allessandro, zu sechs Jahren -t Mo vaten Gefänni rnssiU. vom AnlanVe. . liin versteinerter Wal fiscd, 21 Fus lang, ist in Costa Rica auf einem Felsenriff zwischen zwei Gebirgsspien in einiger Entfernung von San Jdse und 3,00 Fuß über dem Mceresipiegel gefunden morden. Das 108. L edenöjahr ha den in einem Orte North (?arolinaS nich: weniger als sieden Männer zurückgelegt. Ueüerhaupt soll jener Staat mehr alte Leute bergen, als irgend ein anderer Staat der Union. Eine neue Cigaretten mafchine ist von emem Manne in Winston, Nord-Earolina,.' erfunden worden, welche zehntausend perfekte Eigaretten in zehn Stunden machen soll. ' . In Bellaire, Ohio, hatte sich der Rechtsanmalt Wilj'on S. Jag. gart durch Fälschung 525,000 verschafft und hatte die Flucht ergriffen. In Virginien wurde er jedoch verhaftet und nach seinem Heimathsorte zurück gebracht. Als seine 91 Jahre alte Mutter von dir Zurückbringung ihres Sohnes hörte, stürzte sie entseelt zu Boden. Der doppelte Schlag warf auch den greisen Vater aus'S Kranken laaer. das er lebend nickt wieder ver ließ.' Der hoffnungsvolle Sohn hatte seme Eltern vollständig rulmrt. Z u Gunsten deS'Opiumrauchens spricht sich in der Asiatic Quarterly Review" der Arzt Night ingale aus. Er ist beinahe ein Jahr unter Chinesen ln Johore thätig gewesen und zu der Ueberzeugung gelangt, daß das Opiumrauchen, mäßig betrie ben, nicht nur kein Uebel, sondern in den meisten Fällen eme Wohlthat (?) ist. indem es Fieberfälle entweder ganz abhält oder doch vermindert. Der Gebrauch des Opiums setzt den Chinesen in den Stand, schwere Kultarbeit bei großer Hitze zu verrichten. DasGemebrschrot soll 1785 durch einen Bleigießer Namens Watts in Bristol erfunden worden fein. Der Mann hatte gelräumt, er stehe in einem Bleiregen, dessen Tropfen dieselbe Kugelgestalt wie die des gewöhnlichen Re gens auswiesen. Da begab er sich bald darauf auf einen Kirchthurm und goß von hier aus geschmolzene; Blei in ein auf dem Erdboden stehendes, mit Was.' ser gefülltes Gefäß. Zur größten Freude sah er, daß das Blei wohlgeformte Kügelchen verschiedener Größe gebildet hatte, und sofort nahm sich der glückliche Träumer" ein Patent aus die Herstellung deS später sogenannten Schrotes. Ein sensationeller Vor fall spielte sich dieser Tage in Dunselth N. Ä., ab. Ein unbekannter Cowboy kam nach der Turtle Moun-tain-Bank, hielt dem Kassirer Tucker einen Revolver vor und raubte S1000. Der Cowboy schwang sich auf sein vor dem Bankgebäude stehendes Pferd und sprengte dem Gebirge zu, wo er seine Beute in Sicherheit brachte. . Bald nachher kehrte er zurück, trat in den Laden von Jakob ttotcbevar und verlangte von d,m Verkäufer JameS McRae eine Uhr zu sehen. Während dieser sich umwandte, um die'Uhr zu holen, schoß ihn der Cowboy, welcher die Absicht hatte, den Laden zu plün dern, in den Rücken und veraundeti ihn tödtlich. Durch den Knall deS Schusses aufmerksam geworden, eilten mehrere Personen herbei, woraus, der Cowboy die Flucht ergriff. . Der in der Nähe besindliche Mayor McKee schoß auf den Flüchtling und erlegte das Pferd desselben. Eine Anzahl Bürge, verfolgte den Cowboy, der davon zu laufen versuchte, holte ihn . ein und machte ihn für immer unschädlich. Ueber d i e alle r Pietät spottenden Verwüstungen, welche bei dem Baue der in nächster Nähe an dern denkwürdigen .Schlachtfelde bei Oetty?. bura, Pa.. vorbeiführen den elektrilÄn

v - Ä.rölley.Bahn vetübt wurden, lst kürz . . v .k, n . " lich dem Kriegsminister Lamont vom - encrai .orrf aciig ico oer mt-ty-burger Schlachtfeld Eomm.sston. auosuhrllcher Bricht erstattet worden, fo dav ein energisches Einschreiten der lttung gegen denandalismus zu, erwarten steht. Die Erbauer der Bahn haben u. A. eine Gruppe FelSgestein von 75 Fuß Länge - und 225 Fuß Breite, welche einen Theil der V.'rtheidigungslinie des linken Flügels des 3. Armeecorps während des zweiten TageS der Schlacht gebildet hatte, weg'gesprengt, die Steine mit dem Hammer klein geschlagen und für das Bahnbetl verwend.t. Es ist dies an einer der interestantesten Stellen des Schlachtfeldes geschehen, wo das 4. Regiment von Maine und das 40. Regiment von New Sork einen heißen Kampf mit einem Regiment aus Alabama Und der Brigade der Eonsöderirten unter Ben l.i ig zu bestehen hatten. Die Bahnardeiter schlagen Bäum; um. sprengen Felsen weg. überbrücken historische GeWässer und gehen mit einem VandaliSmus vor, durch welchen die ganze natürliche Beschaffenheit des SchlachtfeldeS geändert und vermischt wird. Trotz seines hohen Alters scheint sich Henry Maillard. der New "Yorker Millionär und Chocoladen Ja driwnt, sehr gut zu amüsiren, und zwar hauptsächlich mit Damen, die nicht das Recht haben, sich Frau Maillard zu nennen. Es ist noch gar nicht so lange her. da erregte ein Prozeß, den 'Zrau Jofeohlne Bell gegen den Millio när wegen Verlassens angestrengt hatte, ungeheures Aussehen. Vierzehn Jahre lang hatte die Frau als Frau Maillard, mit oser o)ne Trauschein, mit Maillard zusammengelebt, als sie plötzlich die Entdeckung machte, daß die eigentliche Frau Maillard noch immer existire. dann folgte eine Klage, die jedoch dadurch beigelegt wurde, daß Maillard der Frau ein Haus an der West 75. Straße schenkte und sich ver pflichtete, ihr jährlich 7,500 zu zahlen, während sie versprach, den Namen Maiard fallen zu lassen und sich Frau Bell zu nennen. Eine weitere Abma chung war, daß Maillard nur mit seiner Frau leben dürste. Diese letztere Bedingung scheint jedoch der alte Herr nicht inne gihalten zu haben; denn im Sommer l. I. fand die frühere Frau Maillard, jetzige Frau Bell, daß im San Marco Hotel, St. Augustine, Fl., der Chocoladenfabrikant mit der Modistin Frau MullinS von 706 Madison Ave., zusammenleben. Frau Bell reiste dorthin und eS kam zu einer sehr erbaulichen Scene. Maillard räumte das Feld. Dann kam es zu einer Wortschlacht zwischen den beiden Frauen. Frau MullinS soll dabei sehr deutlich gesprochen haben, infolge dessen Frau Bell einen $50,000 Schi' denersahvroceß wegen Verleudung ge. gen sie eingeleitet hat. Frau Mu'llins. die eine Französin ist und englisch nicht sehr fließend spricht, schiebt ailesauf ihre fehlerhafte Aussprache. Nebenbei behauptet sie auch noch, zaß ihr Verhältniß mit Maillard ein durchaus platonische war. Sie habe )en alten Herrn nur als Pflegerin, auf Wunsch seines Sohnes, begleitet and wenn die beiden Zimmer des Paa ces auch eine gemeinsame Thüre hatten, so konnte" man dieselbe lJ) verschlie ßen. Bsm uötande. Man schreibt aus Lon von. 9. Juni: Der weltberühmten Sängerin Jenny Lind ist man gegenmärtig bestrebt, das ehrenvollste Denkmal zu setzen, durch welches der Englünder seine Verehrung und Liede zu seinen Todten auszudrückea liebt: man will ihrem Andenken ein Plä,.ch.'N in der Westminster-Abtei einräumen. Ein Comite, an dessen Spitze Prinzessin Christian von Schieswig'Holitein steht, hatte vor einiger Zeit an den Diakonus der Abtei eine "Petition gerichtet, die vom Herzog von Eoinburg. dem Lord kan;ler, dem Sprecher des Unterhauses. Lord SaliSburv. Mr. Balfour. dem in-;tr:w i oi c .v.:j vZlTl Lelghton. dera St -chof von London uno AnMM MiAhlhilAHntin M!r Art 1 trfi F t trt anderen wohlbekannten Persönlichkeiten unterzeichnet war und in. welcher die Bitte um Aufstellung eines Gedenkzei chenS'nicht nur mit dem Ruhme Jenny LindS als Opern und Oratorien Sängerin, sondern auch mit dem Hin weis auf ihre zahlreichen mildthätigen Stiftungen begründet wurde. Der Name Jenny Lind,- hieß es in dieser Petition, ,,ist ein in .jedem englischen Familienheim bekanntes Wort, ver knüpft mit Allem' was an der Frau rein, selbstlos und verehrungsmürdig ist." Diakonus Bradley Hji nun auch dem Gesuch zu willfahren versprochen und die in Aussicht genommene Büste, welche die Worte Eine große Künst lerin und eine edle Frau" tragen soll, wird im Dichterwinkel" der Abtei neben der Statue Händels Aufstellung sinden. Wieder ist in Lodz eine Engelmacherin verhaftet. ES ist dies eine 43 Jahre alte Engelmacherin Na l,menS Jofevha Wilcz-,)nska. Sie hatte ,n dem Hause Woldorlkastratze vlo: 4 einen mehr mit dem Namen Loch als Kammer zu bezeichnenden Raum inne. in welchem sie in einer einzigen, furcht bar verschmutzten Wiege fortwährend vier und noch mehr Säuglinge beher bergte. Als P'legemutter war sie bei ihnen in der Art thätig, daß sie früh Morgens var ihren Geschäftsgängen mit Schnaps und Mohnaufguß stillte, damit, die Nachbarn durch Kinder geschrei nicht gestört wurden. Die Hausgenossen, welche wohl wiederholt schwaches Jammern gehört, hatten sich gefürchtet, die stets geschlossene Thür zu öffnen, um nicht in den. Verdacht des Diebstahls zu gerathen. Infolge einer Anzeige wurde nun neulich der Sträzni' Kapyl zu einer unerwarteten Durchsicht veranlaßt; er fand in der Wiege vier zu Skeletten abgemagerte kleine Kinder, von denen am folgenden Tage, bereits eins fehlte; es war als Leiche hinter einem Dachbalken versteckt. Die sofort in Haft genommene W. ge stand, ein erst kürzlich gestorbenes Kind an einer gewissen Stelle im - Stadt walde begraben zu haben, wo die Leiche auch von der an Ort und Stelle er schienenen GerichtScornmission g,efun

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bett wurde.' Die eingeleitete .Unter' suchung wird thatkräftig fortgesetzt. AuS Tunis wird bericht tet:Ahmed-benBelkassen, vom Stamme der B ni-Zid. zweifelte seit einiger Zeit Vr Antl Krau. Aicka. rnid ließ dieselbe scharf überwachen. Sein Verdacht war nur zu begründet: in den letzten Tagen überraschte er Aicha mit ibrem Gellebten Ahmed-ben-Bongura. von demselben Stamme. Die beiden Liebenden leisteten keinen Widerstand. Der Ehemann fesselte seinen Nebenbuh ler an einen Baum und besahl Aicha, ihm dabei behilflich zu sein. Sie ge -horchte, und Ahmed-beN'Bongurä ließ sich schweigend fesseln. Der beschimpfte Gatte erklärte darauf dem Unglücklichen, daß seine letzte Stunde getommen; mit arabischem Fatalismus sprach Ali-ben-Bongura sein Gebet. Der Gatte ergriff ein Messer und durchschnitt dem Gefesselten die Kehle. Er wandte sich zu seiner zitternden Frau und sagte: Die Reihe ist an Dir!1 Vergebens bat Aicha um Gnade; Ahmed-ben'Belkassen fesselte sie an den selben Baum neben ihren noch röchelnden Geliebten und durchschnitt ihr die Kehle. Der Mörder ist verhaftet worden: er hat ein vollständiges Ge. .ständniß abgelegt und betrachtet seine That als eine ganz natürliche und gerechtfertigte. DaöKurhauS in Frie. drichroda ist bis auf den Grund Nieder l gebrannt. Das Feuer soll in der Küche oder in den Wlrthschaftsraumen ent standen sein. Das ganze HauS stand beim Eintreffen der Feuerwehr, da es auS Fachmerk bestand, in hellen Flammen. Wasser war nicht zur Stelle, und so mußte sich die Feuerwehr darauf beschränken, nach Möglichkeit das Inventar zu retten, was jedoch nur im Erdgeschoß möglich war. Glücklicher weise sind Menschenleben nicht zu be klagen, und die Sommergäste, etwa 50 an der Zahl, sind zum Theil mit Ver lust ihrer Sachm und mit bloßem Schreck davongekommen. Es wird behauptet, daß das Kurhaus ohne jegliche Wasserversorgung gewesen sei und das Wasser für den täglichen Gebrauch aus weiter Entfernung herausgetragen werden mußte. . Ein englischer Botani ker, James Payn, hat einige blüthen tragende Pflanzen entdeckt, die sehen können! Diese Pflanzen sind die Kletter und SchmarotzergewSchse. die aus Balcone, Terrassen, Lauben hinauf steigen, weil sie von Dingen, die sie oben sehen, angezogen werden. Die W.nden gehören zu dieser merkwürdigen Pflanzengattung.. secner Epheu, Bignonien. Jasmin und einige Rosenarten. Wie der gelehrte Botaniker fest' stellen konnte, daß die Blüthen jener Pflanzen die Sehkraft besitzen,: das ist sein Geheimniß. Von den Blüthen selbst hat er eS nicht erfahren, da sie dnn außer dem Gesicht auch noch die Sprache besitzen müßten, und für glück liche Paare, die in schattigen Lauben Liebesschwüre anstauschen. sehr gefährlich werden würden. Die C h o l e r a s ch u tz i M' pfungen des Dr. Hasftine mit Balterienextrakten werden in Indien jetzt in großem Maßlabe vorgenommen. In der Stadt Agra z. B. hat sich die ganze europäische Kolonie, etwa 200 Personen, oarunZer 7 Damen in erster Linie englische Unterthanen des guten Beispiels halber. dieien Im pfungen unterzogen, worauf erst Ein geborene kamen und fch auch impfen ließen -. deren Zahl beträgt bereits über 1000. Von bösen Folgen wird bisher nichts berichtet. Ob diese Impfungen aber in der That gegen die Cholera schützen, muß natürlich erst die Ersah rung lehren ; gegenwärtig herrscht die Seuche in Agra selbst nicht. I n Thal hei m im Schwarz mald wurde am . Juni, wie der Schwäbische Merkur- berichtet, da vom verstorbenen Bankdirektor von Leins entworfene, . vom ' Bildhauer Teuff'el in Tuttlingen ' ausgeführte I a'uvul",ml" wmuiuiun, ut Grabdenkmal Vchneckenburaers. Dichters der .Wacht am Rhein-, untct ÄCöw unö Musik eingeweiht. I - . . . ' Der Sohn des Dichters. Kaufmann Max schneckenvurger, danlte im Namen der Familie. E et d u 10 A ureau krc tie- Un:cr dieser Aufschrift erzählt ein neapeler Blait folgende tieftraurige Geschichte : Eine herzerreißende See ne spielte sich dieser Tage in der Vor balle des S. Giacomo-PalasteS ab, vor d.r Thür des Zimmers, in dem die Pensionen ausgezahlt werden. Zwei ärmlich aber anständig gekleidete -unge Mädchen anden sich bei dem die Pensionen auszahlenden Beamten ein. um das geringe Monatsgehalt ihrer Mutter zu erheben, die selbst nicht kommen konnte, weil sie fterbenSkrankiva? Der Beamte weigerte sich zu zahlen, indem er behauptete, daß die Pensionsempfün gerin persönlich erscheinen müsse. Die unter Thränen vorgebrachten Bitten der armen Mädchen machten auf den hart herzigen und unmenschlichen Bureau traten nicht den geringsten Eindruck, er verschanzte sich hinter dem Gitter der Gesees-Paragraphen, von denen . er auch nicht ein Jota abweichen dürfe. Die Noth trieb die beiden Mädchen zu einem fast unglaublichen Entschluß ; sie eilten nach Hause und -brachten die schwerkranke, . mit dem Tode ringende Mutter in S Bureau. Kaum hatte die alte Frau den Fnß über die Schwelle gesetzt, als sie zusammenbrach und ver schied. Da die beiden Mädchen vor Schmerz von Schreikrämpfen ergriffen wurden und deßhalb nicht vernehmungsfähig waren, wußte man bis um 6 Ihr Abends die geschilderte S.ene spielte sich Vormittags um 9 Uhr ab nichts von den Personalien der armen Todten. Die Leiche mußte daher bis zum Erscheinen der Staatsanwaltschaft in der Vorhalle des Palastes bleiben, wo sie auf einen Stuhl gesetzt und in Ermangelung von Tüchern mit alten Gerichtsacten bedeckt wurde.Wir lesen in der wSi. lesia- den nachstehenden rührenden Nachruf: Troppau hat eine seiner ori ginellsten Gestalten verloren: der .schöne Rob.'rt- ist nicht mehr! Robert Mildner. 40 Jahre, alt., ist .infolge einer Lungenentzündung geltorben. Allgemein war' er unter 'dem NsW?

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aMa dtt schöne Robert" bekannf, obwohl er auf diese Bezeichnung keinen Anspruct hatten Er war ein 'kleines,' buckligeMännchen, aber stets auf das sorgfältigste gekleidet und frisirt, ein Giger im wahrsten Sinne des Wortes. C war eine ständige Figur auf der Linie A B, bei allen Promenadenconcerten und auf den MaSkenredoutcn. Diesi besuchte er stets in Damenkleidern, wic überhaupt sein ganzes Wesen weibisch war. Auch zu Hause trug er stets einen Damcnschlafrock und beschäftigte sich mit Vorliebe mit weiblichen Arbei ten. Am Dreifaltigkeitssonntag be suchte er ein Tanzkränzchen, erhitzte sich, trank rasch darauf und eine Lungen entzündung war die Folge dieses letzten Tanzvergnügens, das er mit dem Leben bezahlte.- Der schöne Robert- ist nicht mehr! Im Hause seiner Stiefmutter hat er den letzten Seufzer ausgehaucht. Originell, wie fein ganzes Erdendasein, ist auch sein letzter Wille" gewesen. Er bat sich aus, in einem weißen Da menkleide beerdigt zu werden, und mit einem solchen .angethan, liegt er im Sarsie. Eine zweite Bitte ging dahin, daß bei dem Begräbniß eine weiß- und eine schwarzgekleidete Jungfrau dem Sarge zu folgen haben. Die eine hat eine Lilie, die andere eine gebrochene eerze zu tragen. v.'c e r l m u r o l g e Heuer wehrleute standen mngst n Braun schweig vor dem Schwurgericht. Jm Dorfe F. war in einem einstöckigen Hause Nachts Feuer ausgebrochen; eZ wurde, nachdem daZ Dach theilmeise abgebrannt war, von der Feuerwehr gelöscht. Als verschiedene Feuerwehr Männer später ihren Durst löschten. wurden Aeußerungen laut wie, das Haus müsse ganz herunter, da der Befitzer sonst einen zu großen Schaden habe, die Handwerker müßten auch etwas verdienen- u. s. w. Verschiedene euermeyrleute vegaven stcy gegen Morgen wieder zu dem Hause und sorgten denn auch dafür, daß eS gründ lich Niederbrannte. Das Schwurge ncht verurtheilte unter Annahme mu dernder Umstände zwei der wackeren Feuerwehrleute roegen vorsätzlicher Brandstiftung zu le 7 Monaten und drei andere wegen versuchter Brand ftlftung zu je fünf Monaten Gefäng niß. A u S der P falz : Der Lieutenant Rudolf Hofmeister vom 1L. Jnfanterie-Regiment in Landau. der im März wegen socialistischer Umtriebe verhastet worden war und einer, ärzt lichen Untersuchung unterzogen wurde, ist geistig ganz normal befunden wor den. In Folge dessen ist seine Ueber sührung in's Untersuchungsgefängniß von Würzburg erfolgt. Die Verhand lung dürfte in den ersten Tagen' des Monats Juli stattfinden. Die Anklage lautet auf Anreizung von Untergebenen zum Ungehorsam gegen Vorgefetzte. In Germersheim würden mehrere Sol baten einem Verbör und einer genauen körperlichen Untersuchung nach socia i stischen Schriften unterworfen. Eine Wirthschaft, in der socialistische Flugblätter auflagen, wurde für die Solda ten verboten. Zwei von ihnen, die ein solches mitgenommen hatten, erhielten 14 Tage strengen Arrest. In Speyer fand in der Kaserne des 2. Pionier Bataillons eine Durchsuchung nach so cialischen Schriften statt.' Dieselbe hatte jedoch kein Ergebniß. Neustadt a. d. H. iiiie Stadt der Privatbelei digungs-Klagen. Jüngst wurde da selbst der Pfarrer Dr. Weltsch-Haardt wegen Beleidigung des Bürgermeisters Müllcr-Haardt zu einer Geldstrafe von nicht weniger als 1500 Mark verur tbeilt.' Eine neue Rose erregt gegenwärtig in London auf der BlumenauSstellung große Aufmerkfamleit. Die Rose ist von dem Gärtner Turner n Slough entdeckt- worden. Die ausgestellten Exemplare sollen den Werth von 5000 Lstr. (?) haben. ES ist eine andauernde, kletternde Rose von karmoisinrother Farbe. Sie gedeiht in Hecken, ans Zäunen und Söllern. Die Rose wurde 'l'ta Rambler" (Herum schwärme?) getauft. , Geistes gegenttart. Ober förfter ( am Stammtisch ) : Gewiß, mein Herren, ganz nett das, was Sie da von Ihrer Geistesgegenwart erzählt ha ben, aber da maffea Sie erst meine seinen! Stehe ich da eines Abends, al es wahrend eines' OewitterS furchtbar regnet, unter einem Baum, ttrach schlägt per Blitz in den Stamm ein jeder. Andere wäre betäubt gewesen ich dächte nur daran, daß ich keine Zünd Höschen in der Tasche hatte und zündete rasch meine Cigarre an Um Blitze an! Logischl Würden Sie sich fürchten, wenn Sie allein sind ? Wenn ich allein bin nicht, nur wenn ein Spitz huU kommt. ' " Cinc Vroclamation! Dr. I. ntz ßti. VfnXt0tt, Cts., ff1t Om ctuern Jh?e hatt ich Xuit't ttiVLtn muthtn mit s finfftt. pf,kle. vatz ich JRi btt Amt Ur,ei hltmu&ttt ittaiif. vintellzttiihrign txUitl ub fit ttift hit beste anUbillöse ZNedjzw. tu txbt U vork. SwtiftUtfU Ui ÄsWem fetfan tZz OclleRiksnd. Umgezogen. Qrr ist hier um hier zu bleiben." t Die iunehmende Prari? deS Dr. Barkrr. des Augen dttd Ohre Arites, zwang ihpr noch grögeren RZumlichketten umzuztevrn. v wie thete deshalb die StSuraltchkeiten . im tcl.n Stock dc. .Zron lock'. . Y W. Washington Str., nächst u Bowen'Merrill So'S, für fünf Jahre, wo er auök,'tchner? Offtee eigrict,tet hat für die Behandlung' von Auge, Ohr. Nase und HalS und die nfcrtigung von Brillen, künstlichen Au gen und die (Seradeftellung von Ech'elougen, so nle oie veranon zur nernung ve rar voriuvehmen. u Preisen für Slle erreichbar, ouiultttton frei und Jeder ingeltte..

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