Indiana Tribüne, Volume 16, Number 278, Indianapolis, Marion County, 26 June 1893 — Page 1
O I oo As T rK AV riCS st k I A sV V-kV-. O W lyy V w Jahrgang iC Office: No. 18 Süd Alabama Straße No. 78 Indianapolis, Zndiana Montag, den 26. Juni 895
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Drahtnächrichten Inland. Wetterauösichlen. ' Für Indiana Schönes Wetter. DäS Anarchisten Denkmal i n W a l d h e i m. Chicago, 25. Juni. Heute fand im Friedhos zu .Waldheim die Einweihung deö Denkmals der Hingerichteten Anarchisten statt. Eine große Menschenmenge hatte sich dazu eingefunden. Herr Schmidinger eröffnete die Feier mit einer Anrede, dann sprachen Herr HolmeS und Dr. Ernst Schmidt, ein Sohn von ParsonS zog die Hülle von dem Denkmal ab. DaS Denkmal stellt eine weibliche Figur vor, die Revolution repräsentirend, und ist sehr künstlerisch von dem Bildhauer Weinert ausgeführt. Am Fuße deS Denkmals befinden sich als Inschrift die lehten Worie von August Spies: Der Tag wird kommen, an dem unser Schweigen lauter sprechen wird, als die Stimmen, die Sie beute erdrosseln." Von der Weltausstellung. Chicago, Zll., 25. Juni. Die Weltausstellung war heute von kaum 40,000 Personen besucht und auf dem Ausstellungsplatze war es in Folge dessen ruhiger und leerer als an irgend einem anderen Tage seit Erössnung derselben. Selbst an der Midway Plaisance war.Allcö todt. Der Haupt gründ lag wohl darin, daß die Arbeiter nicht Willens find, 50 Cents zu bejahlen, wie an anderen Tagen verlangt wird, obgleich am Sonntag die RegierungSgebäude, die .britische und die französische Abtheilung und verschiedene andere Theile der Ausstellung verschlossen bleiben. Einweihung der Sängerfest halle. Cledelan d, O., 25. Zum. Begünstigt vom herrlichsten Wetter fand heute Nachmittag die Einweihungsfeier der Sängersesthalle unter Anwesenheit eineS Auditoriums von etwa 4000 Personen statt. Nach Eröffnung deö Konzerts durch die Goldmark'sche Ouverture Sakuntala" vom Philharmonischen Orchester, fang beigemischte Chor Wach aus" auS den Meistersingern von Wagner. Die gelungene Konftruktion der Halle trat gleich bei diesen ersten Aufführungen in ihrer auf daS Massenhafte berechneten Wirkung vortheilhaft hervor. Ausland. Die Reichstagwahl. . Berlin, 25. Juni. Die Ergebnisse der Stichwahlen scheinen die Berechnung der Regierung bewahrheiten zu wollen, daß dieselben ihr 69 Sitze bringen werden. Rechnet man nun die Zahl der bei der ersten Wahl erwählten Befürworter der Armeevorlage auf 130, so erhält die Regierung im neuen Reichstage 199 Stimmen auö 397. Eine knappe Mehrheit von einer Stimme giebt nicht viel Anlaß zur nnni ftnX ht W nitrimftü QtVWVl, VVIIlIVUf tttV V W VIVIW UIIQV' organe zufrieden mit dem Resultat. 3m zweiten Berliner Wahlkreis fand gestern die Stichwahl statt. Die Nationalliberalen . und Clerikalen stimmten für Professor Rudolph Virow, den Candidaten der freisinnigen Volkspartei, aber die vereinten Kräfte der drei Parteien genügten nicht, die Niederlage deö Herrn Fischer, deS Can didaten der Sozialdemokraten, herbei zufuhren. 3n Folge deS Fernbleibens von der Wahlurne Seitens der Conservativen im ersten Berliner Distrikt, wo eben falls eine Stichwahl nothwendig wurde, errang Dr. LangerhanS, ein AnHanger Richter'S, den ersten Erfolg für diese Partei oder Fraktion.' Dr. Langer hanS erhielt 743 nmmen gegen 6459 für Herrn Täterow, der von den Sozialdemokraten auf den Schild er hoben war. Sein Erfolg ist theil weise der Unterstützung durch die Ra tionalliberalen und Clerikalen zuzu schreiben. ' Ueberall fand eine starke Stimmen abgäbe Seitens der Sozialdemokraten statt, sie erschienen sämmtlich ohne Ausnahme an der Wahlurne, während die Koalitionen ihrer Gegner unregel mäßig arbeiten. DU greisinnige Zeitung", sandte
eine kleine Armee von Männern aus, welche den Ctimmgebern der freisinnigen Partei belegte Butterbrode brachten, und in der Nähe der Stimmplätze sah man, wie dieselben die Straßen
abpatrouillirten. Das Wetter in Berlin war schwül und regnerisch. Bis um 3 Uhr hatten kaum 25 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben, dann aber kam eine wahre Fluth derselben, da die Arbeiter erschienen. Die Berechnung auf höchst zuverässige Angaben basirend, werden die Sozialisten viel weniger als 2,000,000 Stimmen erhalten, die von dem Vorwärtö" und der Kölnischen Zeltung" prophezeit worden waren. ES wnd geschätzt, daß ihr Votum eine Zunahme von 332,000 der Wahl im Jahre 1890 gegenüber zeigen wird. DaS antisemitische Votum wird auf 500,000 Stimmen geschätzt, oder zehnmal mehr als 1890. Beide Theile der Freisinnigen Partei gaben zusammen 940,000 Stimmen ab, ein Verlust von 214,300 Stimmen gegenüber 1890. Die enorme Zunahme in dem antisemitischen Votum ist eine Erklärung dafür, weshalb die Sozialisten die von hnen erwartete Zahl nicht erreichten. Die Antisemiten haben einen großen Theil ihrer Gewinne auö den Reihen Derer gezogen, die anderfallS für soialdemokratische Kandidaten gestimmt hätten. Die Zeitungen erinnern sich etzt, daß Fürst Bismarck die antisemiische Agitation bei Anbeginn als ein Sicherheitsventil für die Bewegung gegen den Capitalismus begünstigte. Bis heute sind die Resultate aus 75 Distrikten bekannt. Mlt diesen -Additionen zu der Liste der am 15. Juni erwählten Candidaten ist die Stärke der Parteien, so weit sie bekannt ist, wie folgt: Clerikale 73, Sozialdcmokraten 44, Conservatide und Agrarier 53, Nationalliberale 33, Freisinnige 11, Polen 13, Freikonservative 14,. RegierungS-Clerikale 11, Süddeutsche Demokraten 6, Elsässer Richter-Freisinnige 12, Antisemiten, 5, Welsen 1, Dänen 1, Bayrische Bauernliga 1, Bayrische Particularisten 1. Bon diesen Abgeordneten werden 148 zur Opposition und 139 für die Regierung gerechnet. Die Hauptereignisse der gestrigen Wahlen waren die Entreißung von Essen von den Clerikalen durch Kanoncnkönig Krupp, der Zurücktritt des Professors Rudolph Virchow nach 13jähriger Dienstzeit im Reichstag ins Privatleben, die Niederlage von Max Broemel, dem Führer der abtrünnigen Freisinnigen durch die Sozialdemokraten in Stettin, der Sieg von Dr. Alezander. Meyer, ebenfalls ein abrünniger Freisinniger in Halle, über den Sozialdemokraten, der einen Sitz ' i t r ii c im leinen Nelazskaa yane, uno oic Wahl von Eugen Richter in Hagen.' Ein hoher Regierungsbeamter erklärte, die Regierung sei höchst überrascht, daß die Bourgoisie sich so gleichgiltig zeige, während die Soziaisten eine sieberhafte Thätigkeit entalteten und ihre Siege durch Bankette und Festlichkeiten feiern. Auf. Befehl deS Ministers deS Innern ist ein beanderer Telegraphendienst zwifkn Berlin und Kiel organisirt worden ,.m dem Kaiser sofort die Wahlergel ..sse mittheilen zu können. Man hegt die Befürchtung, daß die Sozialisten 60 Sihe erobern könnten. Besonder? bemerkenswerth ist, daß ein Distrikt wie der Wahlkreis Teltow-Beökow-Starkow-Charlottenburg, der bisher durch den Hocheonservativen Prinzen Hanjery, einen Freund deS Kaisers, vertreten wurde, von den Sozialisten erobert wurde. Die' Residenzstadt Königsberg, die seiner Zeit den Feldmarfchall Grafen Moltke in den Reichstag schickte, hat den Sozialdemokraten Schultze erwählt und in Straßburg hat Bebel gesiegt. Außerordentliche Anstrengungen haben die Frauen zum Besten der Sozialde moraten gemacht. Homburg, wo die Kaiserin Friedrich ihren Wohnsitz hat, hat dem sozialistischen Candidaten eine große Mehrheit gegeben. 3n den CafeS wird vielfach die Mög lichkeit besprochen, daß der Reichstag abermals aufgelöst werden könnte, obgleich dies 'Xzanz unwahrscheinlich scheint. Diese Frage ist übrigens ganz grundlos, da am. Montag ebenfalls noch Wahlen stattfinden und daS Ergebniß sich noch gar nicht übersehen läßt. Beiden gestrigen Stichwahlen sieg
ten die Ultramontanen in: Offenburg,
Lahr, Bochum, Constanz. ; Die Freisinnigen'-in : Berlin I., Danzig, Glogau, Bunzlau, Hagen, Karlsruhe, Löbau, Halle, Memel, Erlangen, Jserlohn, Düsseldorf. Die Nationalliberalen in: Mannheim. Holzmünden, Neuenburg, Speier, Heidelberg, Wiesbaden, Pforzheim, Dortmund, Halberstadt, - Duisburg, Darmstadt, Stuttgart. Die Sozialdemokraten in : Berlin II., III. und Vr, Homburg, Straßbürg, Königsberg, Teltow, Hannover, Mainz', Waldenburg Stettin. Die Konservativen in : Hanau, Tilit, Wolfenbüttel, Dresden, Freiberg, Essen, Großlan. Die Antisemiten in: Meißen und Dresden. Die Volkspartei in : Heilbronn. Späte r :.BiS jetzt sind 75 Ultramontane, 53 Sozialdemokraten, 57 Konservative, 35 Nationalliberale, 11 Freisinnige, 15 Polen, 14 Freikonservative, 11 unabhängige Ultramontane, 6 Elsässer, 11 Demokraten, 7 Antisem,ten, 15 Anhänger Richter gewähltDie Sozialdemokraten jubeln und beHäupten, sie würden eS auf 55 Abgeordnete bringen. Die morgen stattsindenden Stichwahlen in Baiecn werden Ultramontanen, den Soziäldemokraten und den süddeutschen Demokraen weitere Gewinne bringen. m kleinen Belagerungs zustand. Bern. 25. Juni. Ueber diese Stadt ist der kleine Bckzacrunaöiustand verhängt worden, um eine ErNeuerung der jüngsten Arbeit:r-Auf-stände zu verhindern. Alle Paraden und öffentlichen Versammlungen sind verboten worden. Auf Befehl der Behörden wurde die Massenversamm ung der Arbeiter, welche heute stattsinden sollte, bis auf Weiteres verschoben. -.- OchissSnachrlchten. Angekommen in: . ' NewJork: Alaska" von Liver? Pool : ' ..La Bretagne" von Havre : Werra" von Genua; Egyptian Monarch" von London. Havre: La Champagne" von it New Sork. Board of Pnblic WorkS. Heutige Sitzung. Nachfolgender Kontrakt wurde vergeben: Cement Trottoirö an- Illinois Str. zwischen 20. und 26. Str., an Aug. Buthe für 82 Cents den laufenden Fuß. Die Asphaltpflasterung der McCarty Str. zwischen Virginia Ave. und High Str. wurde endgiltig beschlossen und Angebote werden bis zum 19. Juli entgegengenommen. Für die W.gschaffung des Absalls wurden die nachfolgenden Angebote eingereicht : l.Dist2.Dist3. Dist4.Tist I Pf. 100 f. 100 Pf. 100 Pf.
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I. H' Woodmard 249J1000 Cts. per Pfund, wenn er alle Distrikte bekommt. Der Kontrakt wird nächsten Mitt woch vergeben. Martindale erklärte . sich für die Pflasterung der Delaware bis zur 17. Straße. Grundeigenthümer an Clifford Ave. zwischen Tecumseh und Rural Straße remonstrirten gegen einen AbzugSka nal. Der Abzugskanal wird deshalb nur bis zur Teeumseh Straße gebaut. Eine Petition von Grundeigenthü mern an Williams Straße zwischen Oriental Straße uno Arsenal Avenue verlangt, daß die P. C. C. & St. LouiS Eisenbähn beauftragt werde, ihre Ge leise am Fuße ihrer Grundstücke zu entfernen. An den Ingenieur zur Berichterstattung verwiesen.
Immer Arbeit für den (5r roner. Coroner Beck wurde gestern Mor gen in ein Haus an der Delaware ge rufen. Sophia Schilling thut in der Familie Hauödienste und sie hatte seit einigen Tagen' schon über Uebelkeit und Schmerzen geklagt. Am Samstag Abend 'ging sie wie gewöhnlich früh zu Bett und gab während der Nacht ohne irgend welchen Beistand einem Kinde da? Leben. Des andern Morgens nämlich fand man ein todtes, gut ausgebildetes Kind unter dem Bette und die Mutter in großer Schwäche. Sie behauptet zwar, daS Kind todt geboren zu haben, aber die DrS. Terry und Earp waren nach reiflicher Untersuchung der Ansicht, daß daS Kind bei der Geburt gelebt hat, obwohl sich keine Spuren eines gewaltsamen TodeS an dem Körper befanden. Die Leiche wurde zur Polizeistation und dann zum Coroner gebracht, der eine genaue Untersuchung vornehmen wird. Man argwöhnt, daß die Lungen aufgeblasen find und daher nach der Geburt funktionirt haben. Die Mutter ist 21 Jahre alt und die Frau von John Schilling, mit dem sie vor etwa einem Jahre verheirathet wurde. Nach dreimonatlichem Zusammenleben verließ er sein Weib, welches nun ihr Brot als Hausmädchen verdienen mußte. Um nur nicht ihre Stellung zu verlieren, hatte sie ihre Schwangerschaft verheimlicht, obwohl bod) das Kind von legitimer Geburt ist. -..- Pumpernickel. Jeder Deutsche, ob Schwabe, Baier oder Mecklenburger ißt gerne solch guten Pumpernickel wie man ihn bekommt bei Bernh.Thau, 31 Hosbroo Straße Marktstand No. 123 und 124. Auch gutes Roggen- und Weißbrod und der so beliebte Straußelkuchen ist daselbst zu haben. " El Kurtpsum. Crimininalrichter Coz erhielt heute folgende kuriose Postkarten. auS St.! LouiS zugestellt.. ! Die eine , ist . adressirt an : judge foerst Court Co. the Court Indianapolis uufe enthält auf der Adressenseite folgende Bemerkung : Kriminal Tode sämmtliche Richter Amerika betr Der Inhalt der Karte lautet wärtlich : Sämmtliche Richter Amerika sind durch mich niedergebrand, enthauptet und vernichtet, weihl solche mihr mein Arbeitslohn 8 Jahre enzogen u. jeht. sämmtliche Richter wollen mich an Hinwegnahme meinem Arbeitslohn in geheimnißvollen selbstmort zwingen, gez. im Am:rikanischen Kriegerbunde. Peter Schäuble, 1910 North 9. Str. St. LouiS. Die andere ähnlich adressirte Postkarte lautet Der höchste General Amerika mit dem Bresitenten Kleveland und höchst Regirenten Deutschen Kaiser bleiben durch meine Hand gemortet. Gez. im Kriegerbunde Amerika Peter Schäuble, Kriegerhall 12te und North Market Str. St. LouiS. Die Karten'rühren offenbar von einem Verrückten her, der um die Beförderung zu sichern, jede Postkarte noch eztra mit einer Marke versehen hat. Die Brightwood - Affaire. Kline lebt noch, wenngleich daS Leben nur ein Vegetiren genannt werden kann, da die geistigen Kräfte deS ManneS unter den mörderischen Abschlägen stark gelitten haben Es geht in der Stadt ein Gerücht herum, ..unberechtigter Klatsch, daß KlineS Frau die Thäterin sei. Aber eö sind auch nicht die geringsten An Haltspunkte, die zu einer solchen That führen konnten, bei 'einer solchen Annähme vorhanden.' Die Detektivs McGuss'und Dougherty arbeiten unausgesetzt und unermüdlich; an der Aufsindung deS ThäterS, bis jetzt leider ohne irgendwelchen Erfolge ; Gestern Morgen schien eS für einige Zeit als ob die .verschiedenen PiknikS verregnet werden sollten, aber die Sonne gewann die Oberhand und Nachmittags konnte man sich kein schönereS Wetter wünschen. DaS Piknik deS Schwaben-UnterstützungövereinS in EmrichS Grove war ausgezeichnet gut besucht nnd daß die Schwaben und ihre Freunde sich bei derartigen. Yesegen-
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