Indiana Tribüne, Volume 16, Number 276, Indianapolis, Marion County, 24 June 1893 — Page 2
SndimtS Tribi'm
Erscheint Tliglich und Sonntags. Tie tägliche Tribüne kostri durch den Träger 2 CentS per Woche, die SonntagSTribüne- 5 EentZ per Woae. Bklde znsan'Oien 15 Cents sitx 65 Cent perT?onat. PerPist zugeschiZt i: Vor ausbezahlunz Z.' per Jahr. Ossice : No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis, Ind., 21 Sur.i 1893 ZUdcnu und Kaiser Friedrich. Von dem soeben in London erschienenen Buche des englischen Schriftsteller HaweiZ über daZ Leben Sir Morell Mackenzie, seines langjährigen Freundes, interessirt b.'sonderS das letzte Kapitel: MaSenzie am KranJtaUxt Kaiser Friedrich-." lir ght auf Wunsch der Königin nach Berlin und kommt dort am 20. Mai an. Er wird, ehe er noch t'u Toilette wechseln kann, zu dem hohen Patienten gerufen. Die deutschen Aerzte so sagt Herr Haweis, die den Kranken pflegen, sind unfähig. die Zange zu gebrauchen, um ein etiief des verdächtigen Gewebes zu entfernen." TOir rif?rrn rtinrtsi' NlZ M,lcken:ie mit mir über diese Operationen sprach, deren letzte vollständig die warzige Wu cherung mit der Zange beseitigte, sagte er mit dem ihm eigenen satirischen Lächeln: li war wirklich nichts an dieser Operation, obwohl alle um den KrönPrinzen stehenden deutschen Aerzte sie scheinbar unmöglich hielten. Ich könnte ein halbeZ Tutzend deutscher Speziali' ften nennen, die sie ebenso gut wie ich hätten ausführen können. Es stand mir nicht an, das zu sagen, da ich die Empfindlichkeit der Aerzte und den Kaiser schonen wollte. Die Operation, welche ja eine gewisse technische Geschick lichkeit erfordert, gehören zu denen, welche ich häufig im' Hospital für Halskrankheiten in London vorgenommen habe, und die keinerlei Kommentar mehr erfordert. Der Patient kommt hinein, setzt sich nieder und in einer Minute ist alles gescheh.-n. Die hob: Stellung des Patienten, die Möglichkeit eines Nichtgelingcns, aber nicht die Gefährlichkeit der Operation, legt legerer solche Wichtigkeit bei." Und Mackenzie fügte hinzu: ,Der Kronprinz hätte eine viel größere Ehance zu genesen gehabt, wenn er sich als gewöhnlicher Patient in's Hospital für Halskrankheiten begeben hätte und incognito dort behandelt worden wäre. Es wäre ihm die größte Aufmerksamkeit zu Theil geworden, und ein Irrthum irare ausgeschlossen gewesen. Viele Köche verderben den Vrei, und das ereignete sich auch hier. Die rechte Sache geschieht dann nicht zur rechten Zeit, während sie geschieht, wird sie vielleicht verdorben, oder sie geschieht auch wohl gar nicht. Ich brauche nicht erst zu sagen, zu welchen Fällen der des Krönpnnzen gehörte." Ueber das berühmte Tagebuch weiß Herr Haweis wenig zu sagen: Staunt war der letzte Athemzug Kaiser Fciedrichs entflohen, als ein'Kordvn olda. ten den Palast umstellte und jeden Aus- und Eingang bewachte. Zweck dieser Maßregel war, zu verhindern, daß irgend ein compromittirendes Do nimmt aus sicherem Gewahrsam entlernt werde. Unter diesen befand sich zweifellos des Kaisers Tagebuch. Mackenzie hatte damit allerhand zu thun; was und wie viel, wird vielleicht niemals Jemand erfahren. Wenn dieics Tagebuch hätte vernichtet werden können, so wäre es vernichtet worden. So viel war bekannt, daß es für die 2 erzte compromittirend und eine voB !t2nd:ae Recktfertiauna Macfenzies war. - - 1 1 klfclfcV IVViltlUI M V ;n der ärztlichen Wett würde ein solches Zeugniß absolut werthlos gewesen sein. Da aber die Majorität der Beoölkerung Patienten sind und nur ein kleiner Theil Aerzte, so würde eine solche Meinung zweifellos - einiges Gewicht bei der Majorität gehabt haben, und wir können uns kaum wundern, - . . . o- t i. w fi-ii r . i 1 . ou5 ous -iageouey oergcnaii c gui oe wacht wurde, daß es verschwand. ' Es liegt jedoch Grund vor zu glauden, dan unsere Königu:, welche das '.örtlichste Interesse an Allem nahm, was ihren kaiserlichen Schwiegersohn betraf, es gesehen hat. Es kam wahricheinlich nach Deutschland zurück. Wo es jetzt ist, scheint Niemand zu wisien. Eines Tages sagte eine erlauchte Persönlichkeit zu einem berühmten Manne, welcher den Inhalt kannte: Wenn wir Alle todt sind, wird die Wahrheit bekannt werden." . Hinsichtlich der Beziehungen zwischen Lismarck, Mackenzie und dem Todesmgel, der über San Remo schwebte, rcernt Herr Haweis. daß die Bismarck . ?artei ledhaft wünschte, der Vorsehung )ie richtigen Pfade der Politik zu wei sen, so daß der Hintritt Kaiser Friedlichs wenn möglich vor dem Tode seines LaterS stattfände. Der Verfasser sagt aber hierübe? nichts Neues. Vorstehendes beweist nur, daß die Geschichtsforschung über Momente unmittelbar nach dem Tode Kaiser Friedrichs noch nicht abgeschlos. sen 'ist. Die Details der Krankheit und des Todes Kaiser Friedrichs, die Angriffe ö?r deutschen Aerzte, die Antwort Markenzies in der Broschüre Friedrich der Edle" und die darauf folgende Kritik Mackenzies von Seiten des Royal Eollege of Physicians sind zu frisch in der Erinnerung, als daß darauf zurückzukommen wäre. Sobald Haweis jedoch auf die Antwort Mackenzies kommt, bringt er Neues vor : , Die Form meiner Erwiderung sei nicht berufsmäßig gewesen, behaupten Die Aerzte. Well, sagte Mackenzie zu mir, feie wollen ein penuiches Studium des Falles,' welches, für Sachverstän. dige bestimmt, für das großeVublikum .natürlich unverständlich geblieben und von Niemandem gelesen'worden wäre. Aber war denn die von den deutschen Aerzten beliebte Form eine Wissenschaft lich e i Nein! Sie hatten das Gutachte absichtlich populär gehalten, es war ein vopulärer Angriff, ein öffentliches Li
bell. Hierdurch wurde die Angelegenheit sofort aus dem Gebiet Wissenschaft, licher Diskussion gerissen. Man hat allgemein gesagt, ich hätte die Alternative gehabt, zu schweigen oder zu sprechen, als ich angegriffen wurde, und Daß ich besser daran, gethan hätte, zu schweigen. Man irrt sich, .ich hatte diese Alternative nicht." Haweis wandte ihm ein: Warum haben Sie das damals nicht gesagt? Es bätte die populäre und polemische Form Ihres BucheZ entschuldigt." Meine Lippen waren versiegelt," erwiederte Mackenzie. Ich konnte bemerken, wie er bei dieser Antwort jeden seiner Gesichtszüge überwachte, während ich die Erregung erkannte, die in ihm arbeitete! darauf sagte er: Thatsache ist, daß die Form mir auserlegt war, es handelte sich nicht mehr um eine mcdizinische Angelegenheit, sondern fast um
eine Staatsfrage, was auf die widersinnigen Auslassungen der deutschen Aerzte zu thun sei. Ich kann nicht gerade sagen, daß die Königin und Lord Salisbury anordneten, daß die Ant' wort nicht eine rein technische und klasfische sein sollte; da aber der Angriff mit einem Seitenblick auf das große Publikum geschehen war, so sollte die Antwort ebenso gestaltet und an das selbe grone Publikum gerichtet sein Obwohl Mackenzie so bis an sein Ende die Trümpfe iu der Hand hatte, so spielte ,er sie doch nie aus. Er stand und ließ auf sich schießen, ohne das fteiier ix erwiedern, ledt. wo Ma.n, zie im Grabe ist, scheint uns die Zeit für solche Zurückhaltung vorbei. Als die Frage des Antmortens oder Nichtantwortens Ihrer Majestät vorgelegt wurde", dies sagte Mackenzie zu mir. so erwiderte die Königin mit ihrer niemals fehlgehenden Intuition und ihrer unwandelbaren' Korrektheit des Urtheils: Ich bin der Ansicht, daß eine Antwort zu erlassen ist, unfc Lord Salisbury denkt darüber wie ich."" Aber Ma.tenzie schwieg nicht nur dem Publikum gegenüber über da? Wort der Königin von England, das fast als ein könig!ichcr Befehl gelte., konnte,, der ihn in den Augen vieler Tausende gerechtfertigt hätte. Es widerstand ihm auch, das Material zu gebrauchen, welches er in Händen hatte, und für dessen Benutzang ihm die tö nigliche Erlaubniß zweifellos 'zu Theil geworden wäre. Bei einer Audienz, welche Mackenzie in Windsor bei der Kaiserin Friedrich am 23. Februar 1889 von 7 bis 8 Uhr hatte, sagte ihm Ihre Majestät: Sie haben volle Freiheit, jedem, der es hören will, zu sagen, daß ich die Schrift der deutschen Aerzte als eine Samm lung von Unwahrheiten ansehe, durch welche ich persönlich beleidigt worden bin, und daß Ihr Buch ein großer Trost für mich gewesen ist." Die Kaiserin fügte kurz darauf Din zu: Als Ihr Buch ankam, wurde eZ von aller Welt im Palast gelesen, und Niemand fand auch nur das geringste Vorwurfsvolle darin. Sie sagten im Gegentheil alle, es sei äußerst. sorgsam und unter bewandten Verhältnißen besonders maßvoll." Mackenzie hat diese Worte gleich nachgeschrieben. Der Prinz'von Wales sandte Mackenzie gleich nach der Nachricht von des Kai fers Tode folgendes Telegramm : Ich danke Ihnen von Herzen für Ihre ständige Fürsorge und Aufmerksamkeit, mit welcher Sie so lange das Leben meines ewig von mir betrauerten Schwagers erhalten haben." Wippchen und derWeltauSstel luugs. Sonntag. Chicago, den 1. Juni 1893. . W. Nun habe ich auch einen' Sonntag er fiel gerade auf den 28. Mai lder Weltausstellung zubringen wol. len. also einen Tag, an welchem sie geschlossen ist, wie ein Auch mit sieben Siegeln, zu denen man die sieben Schlünel verloren hat. Können Sie sich das denken? Eine Weltausstellung, vor der ein Schloß liegt, ist wie ein Schloß, vor welchem ein Eerderus liegt, der Jedem, der es betreten will, mit seinen sechs Reihen Zähnen .in die Beine beißt, oder dem doch wenigsten?, wenn er unsere Waden sieht, das Wasser in den drei Mäulern, zusammenläust. Es ist furchtbar! Der Sonntag wird in Amerika mit einer Strenge gefeiert, über welche Niemand schlagen darf. So will es ein kongreßlicher Beschluß. Es raun dert mich, dan es Sonntanskindern er. I laubt ist. geboren zu werden, weil dies doch gewöhnlich Mit Geschrei geschieht. Am Sonntag darf nicht gespielt werden, weder Elavier, noch Skat, auch nicht im Theater.. Am Sonntag därfen nur die Mücken und die Schiffe auf den Wellen tanzen. Während des onntags ist es den Bärten verboten, rasirt zu werden, und Niemand ist es erlaubt, den Laden, zu öffnen, einzubrechen, zu photozraphiren, oder ein HauS zu bauen.' Der Sonntag ist ehrlich, denn er währt am längstens und das Einzige, was er nimmt, ist kein Ende. . Er ist von einer Weile, deren Länge nicht abzusehen ist. Ich habe sie empfunden, ich gähnte den ganzen Tag wie ein Abgrund, bis ich endlich in Morpheus' verschämte Arme sie!. Gerne will ich zugeben, daß sich Niemand über die Durchführung eines Gefetzes beklagen darf. Wenn der Staat einmal ein Gesetz gegeben hat, so muß es gehalten werden wie ein Versprechen, ein Toast, eine Zeitung, der Mund :c. Ein Gesetz darf niemals so ungehalten sein, wie. das Volk darüber fein kann. Wenn aber durch seine Anwendung ein Bock das Unglück hat, geschossen zu werden, wenn ein Gesetz, . wie in Ehicago. mit einem unheilbar blinden und tauben Eifer unberechenbaren, d. h. im Baarcn nicht zu berechnenden Schaden stiftet, indem es vor der AuZsteilung die Augen und dann die Ausstel lung selbst verschließt, dann, hat man doch wohl das Recht, 'ein solches Gese, ohne Weiteres so zu verwerfen, dug man e nicht wiedersinden kann. Die Weltausstellung ist ein Werk, welches dem Fortschritt und der , Kultur zum Nutzen gereicht, und sie am Sonntag schließen, ist ungefähr dasselbe, .als wollte man am Sonntag die Ehe schließen, damit Niemand in dieselbe ! treten kann, oder als dürfe am Sonn
tag lilN gutes Buch geöffnet werden. Das wäre Blech, und als ein ühnli ches unedles Metall ist daher die Schließung der Weltausstellung am
Sonntag zu betrachten. candenke sich das Paradies, wenn ' es am Sonntag g.-schlossen bleibt, oder ' , . r- ? v n i Die virnje, wenn eine neue unosiuiu mit Wind- und Wasserhosen im Anzuge ist, und es am Sonntag verboten wäre, Thierpaare aufzunehmen, welche gerettet werden sollen! Unter einem solchen Verbot erginge es dem ; Nutzen, den das Paradies oder die j n, , , t u . c rt - . r ' Arche zemgen iou, wie oem urpicn im Hechttci'ch. d. h. schlecht. Ich möchte um keinen Preis der Karpfensein. ein so beliebter Fisch er immerhin sein mag. Vokn Anlande. Rund 139.000.000 A r i e f u mschläge werden jährlich in den Ver. Staa-c: gebraucht. Perlen, D i a m a n i n und andere Edelsteine im Werthe von S350,. 000 trügt ein indischer Raah auf seinem Turban. Er kaufte den Schmuck seiner Zeit d.r beklagenswerthen Wittwe Napoleons II l. ab. Die Kaffeeernte Brasilicns beträgt angeblich im Jahredurchschnittlich 500,000 Tonnen oder 10,. 000, (XH) Eentner. Neuerdings sind in Deutsch-Ostafrika recht gelungene Versuche mit der Kultur der Kaffeepflanze gemacht worden und voraussichtlich wird schon in den allernächsten Jahren deutsch-afrikanischer Kaffee in größerer Menge auf den Markt kommen. Jetzt stellt sich der Preis von solchem in Hamburg auf 107 Pfennig das Pfund. Der Eirkustänzer im Schnapsrausch. Gestatten mir Euer Ehren, Ihnen meine Kunst zu beweisen; ich bin nämlich Tänzer in einem Kunsttempel!" So sagte neulich zum Richter im New Yorker Essex-Market Polizeigerichte ein Arrestant, dessen Haupt mit der Lockenfülle und die auf fällige Kleidung den Varietäten-Künst ler" errathen ließ, und ehe ihn noch die Gerichtsbeamten daran hindern konnten, drehte sich der Tänzer nach den Klängen eines Gassenhauers, dm er vor sich hin pfiff, zum Gaudium der Zuschauer in Kreise herum. Der Kadi donnerte nun seinen Leuten zu, den Künstler" festzunehmen, was auch ge fchah. Er strafte dann den Tänzer, der sich als der 45 Jahre alte Charles Honman von No. 147 West 16. Str. zu erkennen gab. um 510, weil derselbe noch wenige Stunden vorher in der Schnapslaune auf dem Trottoir nichts weniger als graciöse Sprünge ausge führt hatte. Eine ungewöhnlich große Sterblichkeit herrscht unter den Straf lingen von Alabama, deren Arbeitskraft an die Tennessee Eoal, Jron & Rail way Company" verpachtet zu werden pflegt. Bis vor Kurzem wurden von der genannten Gefellfchaft etwa 2.000 Gefangene in Coalbnrg und Pratt City bei Birmingham beschäftigt. Während des Monats April kamen viele TodeSfälle unter diefeilSträflingen vor. In Eoaldurg starben im Laufe einer Woche nicht weniger als 35 ollein an Lungenentzündung, mehrere fielen anderen Krankheiten zum Opfer und einige machte der Rheumatismus auf Leben's zeit zn Krüppeln. Der Gouverneur iah sich gezwungen, dreißig von den Sträflingen zu begnadigen, röeil die zelben durch rheumatische Leiden ar veitsunfähig und für immer zu In validen geworden. Die schwere Arbeit in den Bergwerken und der Mangel an jeglicher Pflege in den Gruben und Blockaden setzte den Gefangenen offenoar auf's Aergste zu, und so erließ denn der Gouverneur den Befehl, daß keine Sträflinge mehr nach den Eoalburg Gr.uben geschickt werden sollten. Ge gcnmärtig räumt, wie es heißt, die Lungenentzündung wiederfurchtbar un ter den Sträflingen auf. welche in den Gruben. zu Pratt City beschäftigt sind. Bom 15. bis zum 25. Mai sind nicht weniger als fünfundzwanzig derSträf linge .gestorben. Von den bisher vor gekommenen Krankheitsfällen sind fast 75 Pro.ent tödtlich verlaufen. In den Schachten sollen giftige Gase in solcher Menge vorhanden sein, daß die Unglück tichen Grubenarbeiter deren . Wirkung nicht lange Widerstand entgegensetzen können. In mehreren Fällen hat man eine Leichenschau vorgenommen, und allemal fand sich, daß die Lungen sich auf das Drei- oder Vierfache der natür lichen Größe ausgedehnt hatten. Die große Mehrheit der Sträflinge bilden Neger. In eincm Schachte welcher von giftigen Gasen am dicksten ange füllt sein soll, befanden sich ihrer kürz lich nicht weniger als 500. Nachdem der Tod viele Wochen hindurch zähl reiche Opfer unter den Sträflingen ge fordert, ist der Gouverneur endlich ein geschritten und hat bis auf Weiteres .'ine derartige Beschäftigung der Sträf linge untersagt. . Üetzt ist Minerva-, der weibliche Herkules",, die Frau, welche M Pfund Eisen mit Leichtigkeit hebt und mit 150pfündigen Kanonenkugeln wie mit Papierschnitzeln spielt,, sie, über deren Liebeswerden und LiebeS Wechsel unsere Leser kürzlich unterrichtet wurden, von den sie umschließenden ehelichen Banden gleichfalls befreit. Richter McAdam bewilligte in der New Yorker Superior Court dieser Tage ihrem Ehemann, dem Schweinemetzger Christian Wohlfarth dem sie bekannt lich burchgebrannt ist, eine absolute Ehescheidung. Doch ehe Minerva, oder wie sie im Civilverhältniß" heißt, Johanna Wohlfahrl, wirklich ganz frei fein wird, müßte sie sich mindestens noch zweimal scheiden lassen, denn außer ihrem Christian, dem sie im Oktober '81 angetraut wurde, flüstern zwei wei tere Herren der Schöpsung: .Minerva, mein Weib!" Daraus erhellt, daß die starke Frau such im Heirathen ftcrk mar. Nachdem sie im Jahre '80 den Huseisenbrecher ChaS. B. Blatt in Do ris' Museum hatte kennen und lieben gelernt, verließ sie ihren Christian und, sich als weiblicher HexkuleS" etabli rend, war sie mit ihrem Geliebten als Lebens und LiebeS-Partner im Lanye umh.'rgereist. Zuletzt lebten Beide als Cdas. P. Blatt und Frau auS &rn Antonio, TeraS. bis im MS d. I, in
Easton, Pa., wo Blatt das dortige Crystal Museum erstanden und seiner Minerva übertragen hatte. Dann mußte Blatt in Geschäften nach San Antonio reisen und mit Schnüren ewi ger Treue schieden diese beiden Kraft menschen von einander. Inzwischen
waren am 7. April '93 der starken Schönen die Papiere in dem Schei dungS Processe ihres Christian zugestellt worden. Da sie dadurch ihren ersten Gatten schon damals als verlo ren betrachtete, so füllte sie flugS die so entstandene 'Lücke dadurch auS. daß sie sm 3. Mai 1893 den wohlhabenden Buchhalter Henry Bercaw von Phil lipsburg. N. I., heirathete. Davon hörte ihr starker Charlie drunten in Teras. Der Schlag war zu schwer, selbst für diesen Herkules. Er warf ihn aufs Krankenlager. Als er wieder genefen, schrieb er Briefe hinauf an sein falsches Lieb, die von Kosenamen und Schreibfehlern überfließen. Sie sei sein alles in der Welt, ja, wie sein ,Lo'.)" sagt, sein rechtmäßiges Weib warum habe sie ihm das angethan? Er habe sie mit einer Kapelle in San Antonio abholen wollen . und ganz gleich, was vorgefallen, er müsse sie wiederhaben. EZ dauerte auch gar nicht lange und Mr. Blatt stellte sich bei Mr. Ber.aw 'ein, und das Ende vom Liede war, daß Minerva wieder ihrem Herkules nach dem sonnigen Texas folgte. Als Andenken an Mr. Bercaw nahm sie noch dessen $280 Diamantnadel und eine goldene Da menuhr mit. Nun will sich auch Ber--aw von der Minerva scheiden lassen, und diefe hat also eine neue Lücke aus "Hüllen. Herr und Frau Jonathan Thaler von Baintrtt. Mass., sind jetzt 74 Jahre lang verheirathet und freuen sich auf ihre diamantene Hochzeit im Jahre des Heils 1894. Der'Pianift Paderewskiist außerordentlich fromm und läßt sich auf Reisen stets von seinem Kaplan beglei ten, der mit ihm Morgens und Abends Gottesdienst hält. Ueber die Ernteaussichten schreibt der bekannte Statistiker Prime an die New ZZorker TimeZ" kurz Fol gendcS : Die Ernte wird sich verspä ten. aber bei einer Fortdauer der jetzi gen Bedingungen dürfen wir erwarten, ein.n ansehnlichen Theil des verlorenen Terrain wiederzugewinnen. Unsere WinterweizenErnte wird vor dem 10. Juli nicht recht in Gang kommen uns dürfte hinter derjenigen von 1892 zu rückbleiben. Ter Ausfall wird verfchie. deutlich aus 75 blS 100 Millionen Aufhel geschätzt. Die Saaten stehen durchweg sehr unregelmäßig und vor dem 1. August wird nur wenig Weizen cnrf dem Markte erscheinen. Alle Be richte stimmen darin überein, daß auch die Sommerweizen-Ernte sich verspäten wird. Das Areal dieser Getreidesorte hat sich verringert: aber ihr allgemeiner Stand ist zur Zeit günstig. Das Welsch korn ist jetzt allerwegen gepflanzt. ES zeigt einen guten Stand und da der Boden genügend Feuchtigkeit hat, so ist ein rasches Wachsthum zu erwarten. Die HaserErnte dürfte ausgezeichnet ausfallen. Alles in Allem sind die ErnteauZsichten des Landes zur Zeit durchaus ermutdiaend. jxurolge Bordiere setzen gewöhnlich das Geid, was sie für daS Rasiren von Leichen verdienen, im Hazardfpiele ein; si meinen, es brigen Glück. Russell Sage, der viel fache Millionär, hatte abermals Glück. Der arme Clerk Laibkam verlangte 550,000 Schadenersatz, weil Sage bei jenem mörderischenBomben Attentat, welches am 4. De.ember 1892 stattfand, ihn als Schilds als Kugelfang sozusagen, benutzte und auf diese Weise mit leichten Wunden davonkam, mährend Laiolaw so schwer verletzt wurde, daß er Zeit seine; LebenS ein Krüppel bleiben wird. Richter Andrews hat jedoch die Klage abgewiesen. ES sei absurd, sagte er, den Geschworenen die Frage vorzulegen, ob Laidlaw, abge sehen von der Einwirkung, welche Sage ausihn ausübte, sich an einem sicheren Orte befunden haben würde, und e5 könne auch nicht bewiesen werden, ob die Verletzungen Laidlaw'S geringere oder von anderer Beschaffenheit gcwe sen wären, wenn Sage ihn dort hätte stehen lassen, wo er vorher stand. Advotat Choate. einer der Anwälte Laid law'S, will appelliren. Er behauptet, daß der Richt ihm den Beweis abgeschnitten habe daß die Verletzungen Laidlaw'S sich auf der linken Seite oeS Rückens befunden hätten und dadurch verursacht wurden, daß Sage ihn bei Ver Hand nahm und vor sich' auf pflamte. - , Deutschesoeamachrlchken. Provinz H e s s e nN a s.s a u. Die Schissbarmachung derFalda von Kassel blS Minden und die damit im Zusammenhang stehenden Hafen bauten im Weichbilde unserer Stadt verursachen eine Reihe größerer AuSgaben. Da nun die Kosten für diese Neuanlagen aus den lausenden Ein nahmen der Stadt nicht bestritten wer den können, sohabcn die städtischen Behörden beschlossen eine neue städtische Anleihe in Höhe von . 9,300.000 Mark abzuschließen, und lzaben auch bereits, die Genehmigung des MinistexiunzS erhalten. Der als Sohn eines Frank furter Millionärs bekannte Sportsmann 'Privatier August Gumprich, in Groß Jngeröheim, Baden, wohnhaft, ist in Konkurs gerathen und dadurch mit feiner Frau an den Bettelstab gekom men. ; , Königreich Sachsen. t In Dresden der Geh, RegierungS rath a. D.' Sperber und die wejtbe rühmte Hofschauspielerin Frl. Iran ziska Berg. s Der bekannte CircuS director Heinr. Herzog. DaS Land gericht verurtheilte den Bankier Haase wegen Unterschlagung und Untreue zu 3 Jahren Gefängniß. Der frühere Buchhalter bei der Dresdener OrtS krankenkasse F. W. Rose ist wegen Un terschlagung und Urkundenfälschung zu 1 Jahr und 9 Monaten Gefängniß tzerurthfilt worden. In Neupolitz erschoß 'der chankwirth Kempe seine Schwiegermutter und dann sich. selbst. Semer Ebefxau. welche er durch jifitn
Schuß verletzte, gelang es noch, zu ent kommen. f In Blasewitz -ein alter Achtundvierziger. Stadtrath a. . D. Otto Leonhard Heubner. In Eibou fand man die 60 Jahre alte verwitt wete Hausbesitzerin Richter in dem im Keller befindlichen Brunnen todt vor.
Der KlempnermeisterAugust Hofer in Einsiedel feierte die Diamant Hochzeit. HessenDarmstadt. t In Bessungen: Wittwe des Gene ralmajors i. P. v. Hausen Gleichen? oorf, geb. Koch. Wittwe deS GeheimrathS Eckhardt, geb. Lichthammer. Dr. Kritzler. Ehefrau deS Jntendentur rathS Härtung, geb. Kripstein. Mecha niker Wilh. Gunoer. Pfarrer Dau der in Dexheim feierte sein 50jährigeS Dienstjubiläum. Dem Jubilar wurde von der evang. Gemeinde ein Pracht voller goldener Pokal überreicht. Dudenhofcn hat die Erbauung eines Rathhauses beschlossen. s In Eber stadt der Papierfadrikant Philipp Heil. s In Gau-Bickelheim Bürgermeister Schnabel. Wegen Veruntreuung amtlicher Gelder wurde in Gießen der ZisenbahnftationS'Diätar Krug in Haft genommen. Königreich Bayern, f In München: Der , Oberkonsifto rialrath a. D. Dr. Bäuler; der beliebte Arzt Dr. Braun; der bekannte Premierlieutenant a. D. August Gem ming: der RechnungSrath. . Ober lazareth-Jnfpector Anton Herrmann; der Spänglermeister Ernst Enter. Das Bank und Wechselgeschäft Gebrü der Ritscher in München ist in Iah lungSstockung gerathen. Der bayeri sche Kämmerer, Rittmeister a. D. Frhr. v. Gumppenberg ist in Wien, wegen, allerlei Schwindeleien verhaftet worden. Der erst seit Kurzem nach Abenberg versetzte Stationskommandant Ham. merbacher hat sich erschössen. In dem Weiler OberlauS bei Westerhem wurde der AuSträgler Valentin Kappelsberger von dem Knecht Albert FrühbeiS! erschlagen. Der verheira thete Müller und AnwesenSbefitzer Georg Niedermeye? von ttohlstorf. welcher am 19. August v. I. die Wirthschaft pächterin Misselhuber, mit der er ein Verhältniß unterhielt, das nicht ohne Folgen geblieben war, 'in ein naheS Wäldchen lockte und ihr dort den HalS abschnitt wurde wegen TodtschlogS zu zwölf Jahren Zuchthaus verurtheilt. i In Aschaffenburg der Verwalter der Districtssparkasse. Aug. Gentil. Erschossen hat sich der SecretariatS Assistent : bei der Staatsanwaltschaft am Oberlandesgericht, A. Danner in Augsburg. f In Bamberg der Rechtsanwalt Friedrich Schleiern. Königreich Württemberg. Beim Vorzeigen eines '- Revolvers wurde der 16jährige K. Schall in Mün singen von dem 17jährigen Zimmer mann Mayer so unglücklich in die Brust geschossen? daß an seinem Aufkommen ge;weifelt wird. Die Borten macher Graner'schen Cheleute in Nürtingen feierten die goldene Hoch.eit. Wegen Beleidigung des RechtSanwaltS Metzler als Konkursverwalter der Spar und Vorschußbank RavenSburg wurde der HerauSgeb.r des Oberschwäbischen Anzeigers, Dr. Bernhard Krah in Ravensburg. zu einer Geldstrafe von 500 Mk. und. ur Tragung sämmtlicher Kosten, der Redakteur am genannten Blatte Hubec. zu der Geld strafe von 30 Mt. verurtheilt. Vor langen Jahren wanderte auS Riedlingen ein armer Bursche NamenS Johann GStz aus. Jetzt ist derselbe als vielfacher Millionär in Wien gestorben und hat auch genannte Stadt mit einem Legat bedacht. s In Rottenburg Büchsenmacher Jgnaz Schraivozel im Alter von 92 Jahren 1 Monat. Die Fahnenweihe des KriegeroereinS in Stettin i. R. gestaltete sich zu einem großen Fest. Ortsvorstand Möck und Schullehrcr Bauer hielten die Eröff nungSreden. während Frl. Krauß die Widmung sprach. Großherzo gthum Baden. Die Untersuchung gegen den verhaf len Steueroberauffeher Kühn in Karlsruhe hat ganz haarsträubende Betrügereien zu Tage gefördert. Kühn hat von vielen Schuldnern' welchen zur Zahlung größerer Beträge' von LiegenfchaftSaccifen Termine bewilligt waren,' die fälligen Raten erhoben, ohne über das Geld an die Steuerein nehmerei abzuliefern. Auf diese Weise hat er ganz erhebliche Beträge, man spricht von nahezu 5000 Mk., unterschlagen.. Der 20 Jahre alte - Ernst Schuler aus Ladenburg, der am 19. November. v. I. am hellen Tage in der Nähe von Eutingen bei Pforzheim einen 13 Jahre alten Knaben beraubt und in der schauderhaftesten Weise miß handelt hat, so, daß der arme Junge für todt liegen blieb und. erst nach fünfmonatlichem Krankenlager einiger maßeq wieder hergestellt wurde, wurde vom hiesigen Schwurgericht 15 Iah ren Zuchthaus verurtheilt. Dr. Ä rer in Thengen ist gestorben. DaS Anwesen, des. Privatiers, Müller in Neukirch wurde durch Feuer ganz ver nichtet. t Laubenwirth Jg. Kopf in Neusatz. Der Rathschreiber Mül ler in Zähringen wurde.wegen Unter schlagung im Amt zu 7 Monaten Ge. fSngniß verurtheilt. irc einen durg: I Hern Dorfe Liepen brannte da pon dem' Fischer Rachyw und der alten Frau. Ferichs bewohnte Käthen HauS vollständig nieder. Die. alte' Frau erlitt schwere Brandwunden, denen sie jm Karolin.'nstift unter großen Qua len erlegen ist. Der in Parchim woh nende Vittualienhändler Havemann persuchte an seiner Tochter und sich selber Selhstmord'zu begehen. Beide wurden mjt tiefen Schnittwunden am Halse aufgefijizdeff. Eiy HauSbewoh' ner, durch da? Geschref deS ffin.deS uufmerlsam gemacht, hat die graues, volle That verhindert. ' Zerrüttete Bör. mögenSverhältnisse sollen die Veranlas sung zu derselben gewesen sein. f Der Landrath a. D. von Oertzen aus Kote low. Der Odermeister der . Tuchma cherJnnung in Shrgard Fr. Stein füh.er beging sein goldenes Bürger lubiläum. f In Srischow, r. N. Jvenack, der dortige Lehrr Aierow. Dur trüberen athIpner.' ieiaen
Zastwirth Wiechmann in Waren Hai die Güstrower Strafkammer - wegen Betrug? zu zwei Jahren .Gefängniß verurtheilt. f Der Pastor emer. Leh' mann in Waren. 'Jrdie Städte.
Lübeck: f Der frühere Ober-Appella tionsgerichtsrath Dr. Brandts. - We gen Unterschlagung öffentlicher Kassen gelder ist der Steucrbeamte Spiering verhaftet worden. Bei der Abfahrt des AbendzugeS von Lüneburg nach Lüdeck gerieth auf der Station' Mölln der Schaffner Böttcher infolge Fehl tritts beim Abspringen auf das Tritt brett unter die Räder deS ZugeS. wobei ihm beide Beine und der linke Arm ab gefahren wurden. Trotz sofortiger ärzt licher Hilfe starb der Verunglückte kurz darauf. Bei der Abfahrt auf dem Bahnhofe wurde die Frau Geheimrath Lentz auS Eutin von der Lokomotive an den Kleidern erfaßt und unter die Räder gezogen. Der Zug wurde sofort zum Stehen gebracht und die vollstän big zermalmte Leiche zwischen der Loko mative und dem Packwagen hervor gezogen. S ch w e t . Für die in Bern ftattsindende Schweizerische landwirtschaftliche AuS stellung ist als Platz das Viererfeld be stimmt, dessen Flächeninhalt 1660 Ar oder 47 Jucharten beträgt.' Der be kannte Hotelbesitzer Hägi zum Schwei zerhof wurde in Madretsch vom Fuhr werk geschleudert und blieb todt auf dem Pflaster. Auf der Aarebrücke in Büren sprang der Privatier Jacob Lu der von einem Wagen, dessen vorgespannte Pferde scheu geworden, und fiel so unglücklich, daß er bewußtlos aufgehoben wurde und noch am gleichen Abend, starb. t In Burgdorf Be zirksprokurator Franz HaaS. Zur Lehrerin an der Mädchenrettungöan statt in Kehrsatz wurde gewählt Frl. Bertha Christen von Assoltern, Semr naristin zu Hindelbank. f In Oder diesdach Frau Elisabeth Bachmann, geb. Lüthi, von Röthenbach, die am gleichen Tage hundert Jahre alt gewor den war. f In Luzern Dampfschiff Kapitän Huber. Ferner Wittwe Se gesser Faadm, frühere Besitzerin deS Rigi Kaltbad. Die Sparbank am Weinmarkt in, Luzern, mit 40,000 FrcS. Aktien und 100,000 FrcS. Obligationencapital arbeitend, hat fallirt. Die Passiven betragen etwa 365,000 Fr.S. Landwirth RooS und sein Knecht in RomooZ sind im .Enzuoch" von rutschenden Schnee massen in den Abgrund gerissen worden; man hat die verstümmelten Leichname der, Verunglückten aufgefunden. f In Aktors Kanzleldtrektor Lauener. Nieder und Oberöfterr eich. f In Grafenwörth der Chorherr des Stiftes Herzogenburg und dortige Pfarrverweser Michael Faigl. DaS OberOellingergut des Franz Schirll brannte nieder. s In Rappoltenki? chen der Oberlehrer i. P. Rest. Die oberöfterreichische Brauerei Hagen .ist total niedergebrant; der Schaden wird auf über ,60,000 Gulden tarirt. Der Kreisgerichtspräsident Josef Karl Hauk in WelS beging sein vierzigjährige Dienstjubiläum. Der Besitzer, de Wechselhofes in Wiener-Neustadt, Jof. Tanzer, und dessen Sohn Jofef, welche im December wegen des Verbrechens des Gatten resp. MuttermordeS zum Tode durch den Stang verurtheilt wur den, worauf Beiden durch die Gnade des Kaisers die Todesstrafe in eine Freiheitsstrafe für Tanzer sen. mit zwanzig Jahren, für Tanzer jun. mit zehn Jahren schweren Kerkers umge wandelt worden l?,. wurden n die Strafanstalt nach Stein tranSvorttrt. m Ja, daS ist' ReZXe! Das ist ein Ausdruck, den das reisende Pilbtlkum gebraucht, menn es etwas ganz' seinem Wunsche entsprechend findet. Und dieser Ausdrück laßt sich gerade aus die Wisconsin Central Line anwende, die jetzt allgemein als die Route von, Chicago nach St. Paul, Minneapolis, Ashland, Tuluth und allen Punkten deS Nordwestens angesehen wird. Ihre zweimal täglich abgehenden Züge und deren schöne.Ausstattung stellt eine unübertreffliche Einrichtung dar. Sie ist die einzige Linie, welche sowohl durchgehende Pullman- als auch Touristen - Schlafwagen von .Chicago zu den Punkten der Pacisic-Küste ohne Wagenwechsel laufen läßt. - Um nähere Auskunft wende man sich an den nächsten Ticket-Agente'n. 3as. C. Pond, .. Gen. Pass. und Ticket-Agent, . . . Chicago, 3ll. Dach - Material. T."F. SMITHER. Händler (n SieSdachMaterial. 2 und 3 pl Skeady Roofivg. wasserdichte Sheeting, fkperx festem sphalt'Jilz. Strotzpappe, Dach und Vtfii tall'Jarben ze.ze. Office: 169 'Vitft Nary land Strtze. Telephon 861.' Da ch d eck e r ei. Fähige und verantwortliche Dachdecker. 8U9 dächer, Trinidad und Vilsontte Spbalt'TZcher. Alle Arten Eompisition5Dächer mit bestem Dlo terial. Office : - " . No. 169, Sard : 180 W. Marylandstr. Telephon 861. Indianapolis, Ind. i mW Vmgezogen. Er jft hiex u hier zl, bleibkn." Die unekimende raii d, V.r !,.rr, Lugen dnd Hrxn rite, Lffanu ihr.. u.& grdgere Stäumlkchkette uviznziehen. ur wu thete deshalb die StSumlichkelle , jwcir.u Stock deS .Jron BloZ. . 11 W. Washington Str., nächst ,u Bowen.MerrlZ So's, für sünfJabre, lg?rlchtet bt für wo er uBaernnmet Otncen tma hie 9WIuinc luno Ban HiTft. fir. ttt. tik (n und die ntertigung von rillen, künstliche . ge nd die eradesteUung von Ech elaugen, fo nie die Operation ur Sutternuna de Ctar r.uaehmen, ,u Preisen für UL erreichbar, ou'.uitatt, frei nd Jedermann einseioea.
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Höchste Achtung. 10 teti.O Kai!. Her? . kvefterman schreibt: Ich kanstk Psftor König'I Nerven.Etärke?" für einen Freunds vxlcher icho seit 20 Jahren an Fallsucht litt und wah rend dieser Zeit sür aaerle- MMel ei kleine Vermbgea au gab, um turnt zu werden, leider aber ohne Ersolg. t find un 9 Monate, seit er mit letzterem Mittel an fing, und der Erfolg übertraf alle Erwartung. W2d rend er früher bis zu zehn Anfallen täglich hatte, hat er seitdem nicht mehr ali einen und zwar unr sehr schwachen tn einem Monat gehabt. Wenn mir Jemand vor einem Jahr gesagt hatte, daß mein Freund letzt so ,a sagen viederbergeftellt fein könnte, so würde ich e ür unmöglich erklärt haben. Niemand freut sich des iald mehr über die,e aünkriae Wenduna. al tfi. ud wenn irgend Jemaud e verdient hochgeschätzt u wer ccn. 10 ,,l c vaiior . onig, den durch t tu dieser Welt kann da aufgewogen werde, wa er &x ic iciocnoc ajtcnmqcu uie geiga. f4iX ta werthdolle Buch für Siervenkidend, VI 1 vno ein, vrvve.i,ia,e zugesandt, rnu erkalten andi die ajlebiita umsonst. Diese Medi,nr wurde Uit dem 9mhrt iotr un t Hoch. Pastor Kouiz in Fort Walzue. Ind.. zubereUet u jci irr itrinct nioriiuug von ver ' KOENIG MEDICINE CO.. LSS XUndolph St., CHICAGO, UL ei v.tkeker iu bthtn tat tl.OO die Fl,che, ö lasche sät 95.00, 8"gt 1.7, t tut v.uo. 3 von ndtanavott tn de deutschen votbeker Str. und Se S iwlil. vanuer, ve valdingto üd an Str. und Lincoln ane Dr. Wagner, Office : Zlo. 6 Ssl Stzio Str. Osfiet'Stundea : V-IS Uhr Bormtltazß. unr achmiteaA. kkohnnng : Slke Vroadv und rtn7sl Ude. ?elevho U. Dr. Burkhardt, ' Deutscher Arzt. ., Offiee und Wohnung: No. 767 Süd Ost Straße Ecke L!ncoln Lane. Ofsice-Stunden : 8 bi 9 Uhr Borm. 2 bi 3 Uhr Nachm. 7 bi 8ilhr bends. Telephon 1130. Dr. Araelia K. Keller, Office: 309 Süd Meridian Straße Ofsicctundea : c 10 Uhr Borm. 4 Udr Nachm. 9Uhrded. Telephon 907. C. C. WVerts, Deutscher Zahn - Aizt, o. H Nord Pennsylvania Str. M 0 wkr'h nf aiyKtfct hddt. csr&n9 No. 38 Ost Ohio Straße. Svrechstundcn : 10 14 Udr Bormttteg, 1 e SkichmiktngS und 7 8 Abend, onnkags sr i Uhr Nachmittag. Dr. C. N. Schaefer, jSrzt und Chirurg, No. 430 Madifon Avenue. nahe MorriS Str. Sprechstunden : 7:30-9 Uhr Morgen, I 3 Uhr Nachmittag. 7:80- Uhr Abend. Telephou LS. Dr. I. Bühler, Teutscher Arzt. Office und Wohnung: 337 Süd Delaware Straße. OfficeSttndka: 8 9 Uhr Vorm.; i t Uhr Nachm.; 7 9 Uhr Abend. Telephon l. Dr. PFAFF, Ofsice: 134 Nord Pennsylvania Str. . Ofnce-Stunden von i4 Ubr Nachm. No. 425 Madison Avenue. Stunden von 1011 Uhr Borm. Wohnung: Ii7.latiam str. .E?etrmontftr. 'relevkan ' Office 2?. .mpqon . j zghnung 939. DR. ITOiiBLttEZCBia?, Chirurg und Frauenarzt. Heilanstalt und Office: o. M Oft vktchiga tracc (cke Massachusetts Avenue.) Täglich von 54 Uhr. Sonnragg ausgenommen. Ferd. A. Müller, (Nächtiger von A.cge Kuller.) Ap'theKe e. TU n,er,tn, do Siezepte ,e schiebt t zv l Mitt. lchderftSod!ger Seife. Sudweft-Ecke der Wasbington und Oü Oiy. Telephon 87. Chinesischer Arzt u. Ulundarzt. DH. &EE L0Yf Sko. 117 Massachusetts Avenue. Hat ZöjShrige Srfah ung. Wir 9 Jahre in , Santo, China, II Jahre in Helena, Montana und die ure. tuelche er vollbracht, ,eiae dan er vorzüglicher klrzt, und Wundarzt ist. Hat LizenS ! für den Staat Jndiana. Mägige Preise. Be ynoetr ane raniyeiren. Office Stunde von S Uhr Morgen? bis 8 Uhr bend. ' . ! Jno. A. Kut6ch, Sarikt Hdlert Vseede-Seschirre Satteln, öügeln, Peitschen, ämm?n, ürnea ,e. Reparaturen werde gut . prompt ausgeführt . , . No. 263 NaffachusetlS venue. . Kejne HMng ! yeiffeHezahlüng ! Vi CXrc-" imrri a& rurcd TYr? 71 ?i j lr jn pne minuie bj new fariprovcd tni 's! iitWt ßmi icTixrf ii tt t in.üc& FchielaugeN. . Wie sie von T. Rat irr hmdS eint nmt' verbefferte lcbmerilose ZRttbohe lutirt tntrfcfn372 gllle in Jndianspo! tätilt, von denen Sie YlA berfflnliA Hhmrvri - -- lTT'-l "T Q-m. ........ mr.w.wtljfc ,,,
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