Indiana Tribüne, Volume 16, Number 263, Indianapolis, Marion County, 11 June 1893 — Page 10

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Es sind nun etliche Jährlein her, fett Michael Buuae in einer Straße, die von armen Familien wimmelte, einen kleinen Grünzeugladen eröffnete. Seine kühnsten v . t.-j iti.!m:.i .. : . tfoiocrungni an ras vsciaiai ociurjcu sich damals nicht höher als bis zu einer Corner-Grocern" ne )t fe,n ehemals ger Prinzipal betrieb und in besonder? ansprilchSoollen Augenblicken zu einer massiven Goldkette, wie sie Jene, gegen den Magen schlug. . Aber der Appetit frtiitmt hfntt (tMiM! viintu r vl. 1 1 v Es dauerte nicht gar zu lange, da Hatten die armen Fanillien, die gar viele Schnäbel mit Michael Bunge's Waaren stopfen mußten, den überaus sparsamen und fleißigen Junggesellen in die Lage verletzt, in einen geräumigen, Hellen la laden überzusiedeln, eine Zluslage von Südfrüchte, sebr bunten Blechdosen und in der richtigen Jahreszeit, von parael. Blumenkohl, Radieschen ans, zustellen, die den Ehrgeiz auch dcS an fpruchsooll'ten Grunwaarenhandlers de friediqt hätte und endlich eine Uhr und Kette zu tragen, die wirklich nur sehr wenig der seines alten Lehrherrn nach: stand. Michael Bunge hatte nun wohl zufrieden sein sollen aber jetzt kamen an dere Wünsche au die Reihe, deren Erfül lung er nicht einmal halb so geduldig er waiten konnte, wie vorher. Er hatte eS nun mit einer andern Klasse von Kundschaft zu thun, als in der armseligen Strage, Damen rn Robben pelzen kamen zuweilen, die wöchentliche oder wohl gar die monatliche Rechnung ii bezahlen, statt der armen Arbeiter srauen, die sich Samstag Abend in sei nem kleinen Laden zusammengeballt; zierliche Zofen mit weißen, qesticklen Schürzen und sehr kunstreichen Frisuren griffen prüfend seine Salatköpfe an, statt der ungekämmten halbwüchsigen Mädchen, die einst in Vertretung ihrer Butter die Einkaufe besorgt. Zahn ereignete sich'S, daß Michael VunzeS im verschwiegenen Herzen getragenes Frauen Ideal eine vollständige Umgestaltung er fuhr. Er begann das Zierliche, Feine, dem Auge Wohlgefällige über allerhand zraktliche Luaendeu zu stellen, mit wel chen er ehemals in Gedanken seine der einstige bessere Hlfte ausgeschmückt, und da sich'S so traf, daß das neue Ideal sich mit einer realen Erscheinung deckte, er achten Wünsche rn ihm, die er selber iür unalelck unbescbeldener blelt. als die reu Eckladen und die goldene Uhr betref, c cm c r r r r tt , v . leuoen. zas oie rzuoicye juaia oic unter guten Freundinnen auch noch d minder rühmliche Bezeichnung .die dum nie Klara- führte, betrifft, so erschienen sie ihr lange nicht so vermessen, wie der verliebte Grünwaarenhändler sich einbildete. Sie fand es nachgerade etwas langweilig, den ganzen langen Tag im Laden ihrer altjüngferlichen Tante zu tehen und Strickwolle, Rah eide und Häkelgarn zu verkaufen. Eine oerhei iathete Frau sein und sich um den Geld erwerb nicht kümmern müssen, das keuch tete ihr, trotz ihrer nicht übermäßig entwickelten Geisteögaben als etwas ganz WüuschenSmertheS ein, und wenn in ihren Zukunftsphantasten vielleicht auck nicht gerade ein Grocer mit es mug zugestanden werden ungeheuren rothen Händen, nem äußerst gewöhnlichen Geficht und einer derben Gestalt, die Haupt rolle gespielt, so verstand sie eS, die Phan tasien nach der Wirklichkeit umzumodeln umsomehr als die eigentliche Jdealsigu? der schlanke junge Mann mit dem schwsr ren Schnurrbart, den ungezählten Mil lionen und der wahnsinnigen Liebe für sie durchaus nicht m ihrem Gesichtskreis austauchen wollte. Zeven Morgen, aber nicht ve,sr Michel vom Markte heimgekehrt, erschien sie sauber und zierlich wie eine Weih nachtspuppe im Laden, drehte das Köpf chen, lächelte, erröthete bei der Beflissen heit, mit welcher Michel, auch wenn noch so viele Kunden warteten, sie bediente, eifersüchtig darüber wachend, daß ihm sein Clerk nicht zuvorkomme. Wenn sie geaangen war, erschien er wie erklär!, si Das sich selbst die kleinen Lehrlinge winkernd anstießen; aber so freundlich ihr Lächeln und so verheißend ihre Blick auch gewesen, der arme verliebte Narr fand lange nicht den Muth, seine alü senden Wünsche auSzusprechen. Indest tißttt er unbewußt die Bahn, Die Zlante, de sonft an Allem etwa! iu ngr eln fand, war angenehm üverzascht von ??aß und Qualität der Waaren, die Klara einkaufte, sie wurde nicht müde,' den jungen Grocer im Gegensatz zu sei m Vorgänger als einen äußerst reellen, Ar e rr r . r w m Kaufmann iu preisen, vessen eqlscoaskenbeit und Tücktiakeit über den arünea Klee zu loben. Und al, Michel Bunge. nach manch et vergeblichen Anlaufe end lich so viel Courage aufgespeichert, um in tnrn ttitn fiimriM 9sniilrt N t. . G ... ktVKgt 3 vw elchcm sich die dicke Uhrkette sehr wir kungiooll abhob, in dem Zimmer hinter Sem Woffi und Zwirnlahkn sinfn. Sonr! :agöl)tsuch zu 'machen, als er diesen Nltche Monate mit der Pünktlichkeit ei ner wohlregulirten Uhr wiederholt und endlich dex hübschen Klara bei einem Vpanergang seinen seiznilqen Herzens wünsch bekannt und die Zustimmung der ante und Richte erlangt hatte, da wun itxt er sich, dah ihm d,e Erfüllung dfSselben nicht schwerer gemacht worden, als pik der früheren. Bon nun an glaubte Michel steif und fest, er U ein Sonn taaSktnd, das nur nach irgend einem b? getzreniwerthen Drng erlangen zu na aen brauche, um es wie einen reifen klpfcl vom Baum in seinen Schooß fas len in sehen. Seine Wohnung war bübsch und reichlich eingerichtet, und sah seiner Ansicht nach geradezu vornehm au, dnn Klara hatte ihr ganzes elter liche Erbtheil für Möbel, Bilder, Teppiche und dergleichen ausgegeben. m y r .i jit . (Uieueiaji iÄnc sein rruserr, pralrricye es Ideal das kleine Sümmchen ia sei Geschäft qethan, aber VZichks kpnnte gqnz wohl 'ßhne dasselbe fertig werde und' wär lm Stillen stolz auf Hie vorneb. A- !. ' . ' men tevizaoeseien seiner wvu. Ein eiaenes HaaS l Kaum war ihm ttx Gedanke aujgestieaen, daß dieses emx wunschenswerth tzsache sei, wurde das Gebäude, i welchem er seinen Lade, hatte, zum Verkauf ausgeboten und er erstand es unter s, zünftigen Bedinguq, gen, daß eS pach eine Jahnehnt sei schuldenfreies V5lthn wurde. Und aerad al sich aS mYrzayrier l)e Ker Vekde heitere und y,Ueeutde QaU

,en wie ein Hauch, wie ein Spinnweben netz ein leiser Schatten lagerte, als eS wie ein Seufzer an das Schicksal klang, .eö ist so still im Hause, wir sind allein," kam auch die Ersüllung dieses Wunsches, und ein blondköpsiges blauäugiges Ding erfüllte die Wohnung mit nicht immer barmonischen Tönen. Einen stolzern, seligeren Menschen als Michel Bunge an dem Tage, da sein Töcht.rchen Elara getaust wurde, hatte wan ixuniithlich in Re Jork vergeblich gesucht. Solch ein schwaches, winziges, gebrechliches Geschöpf! Ein starker Windstoß hätte ihm das leise flackernde Lebenslicht ausblase können, und doch wurde es von der Stunde seiner Geburt an der Mittelpunkt sür alle Hoffnungen und Wünsche seines Vaters. Daß man eS auch einmal die .hübsche Clara" nennen würde, ksnnte selbst der oberflächlichste Kenner von Kidelphysiogttomien nicht bestreiken, ein weißes, rosiges Gesicht, so sein wie daS einer Prinzessin, schöne blaueAugen, goldblondes reiches Haar, Klara Bunge, die Tochter, versprach schon jetzt ihre hübsche Mutter tief in den Schatten zu Wellen. Und als sieb die ersten Reaun

Jen deß Geistes in dem Kinde zeigten, da onnte edes darüber urtheilen, daß man m iticn.. .. uiantn pÜrtt, deren Beschränktheit dem Herrn vemahl nach den ersten Flltterwoche denn auch ziemlich deutlich geworden. Die kleine Klara ist schlau und klug wie ihr Vater; er ist stolz auf sie," auf ür b üb IS es Geludt. id kleinen seine HSne, ihr kl-aen. Vorwitzigen AuS spriche. die zierlichen, gestickten Kleid chen, rn welchen sie hergeht, dos Staserümpfen, mit dem sie schmutzige. schlechtaekleideten Kindern ausweicht. Es ist keine Kleinigkeit sür einen Grün Waarenhändler, auch wenn er die größte und bestgehende Grocery zehn Blocks auf und ab besitzt, eine Tochter zu haben, die Jeder für ein MillionärSklnd von der Fünften Aoenue halten könnte. Michael Bunge hatte kein schweres Schulränzel durch's Leben zu tragen; als kleiner Junge früh verwaist, war er nach New Vork gekommen und von einem ehemall gen Freund seines Vaters als Lehrling rn dessen Grünzeugladen aufgenommen worden. Aber wenn seine eigene Bil dung auch nur eine mangelhafte gewesen, so weiß er doch die Vorzüge und den Se gen der Bildung zu schätzen; seine Toch ter soll ihm nie den Borwurf mache können, daß er ihre Erziehung vernach läfsigt und, was an ihm lag, unterließ, eine feine Dame aus ihr zu machen. Leider vergriff er sich, wie so mancher brave Mann vor ihm, in der Auswahl der Mittel, die zum Heile führen sollten; er verstand eS nicht bester, und statt einer tüchtigen Herzens und GeisteSbildun, kitt er'S, daß seinem Kinde die schwache Nachahmung einer solchen, statt deS ech ten Metalls eine glitzernde Vergoldung gegeben werde. Manches Jahr verstrich zur Qual der Nachbarschaft und mancher nicht leichter, wordene Dollar bekam Flüael, bis Kla ra etliche Salonstücke auf dem Klavier herunterzuspielen verstand unter dem Brausen des Pedals, daß sie keinen Mo ment auszulassen pflegte. Und wenn Je, mand ihrem glücklichen Vater zu verstehen gegeben hätte, Frau Musika besitze eine begabtere oder geschultere Jüngerin, so würde er eS unfehlbar für eine Lästerung oder mindestens für einen Beweis man, gelnden Verständnisses gehalten haben. Das war aber nicht Alles, wodurch Kla ra ihm impouirte. Sie lernte Tassen und Schärpen bemalen, Kissen und Ka minbehange sticken und sein Respekt sür die Gaben und Kenntnisse seines Töchter feins wuchs mit jedem Tage. Selbstverständlich fiel es weder ihm noch seiner, wenn möglich noch blinder anbetenden Frau ein, von ihrer Lilie aus dem Felde zu erwarten, daß sie etwas spinneu und weben solle. Hätte sie in der Wirthschaft geholfen, dann wären die glatten weißen Hände m Ende rauh und roth geworden, anhaltendes Nähen hätte ihre Nerven angestrengt, irgend eine balbwegs nützliche und vernünftige Be schästiguug wie sie ihre Eltern seit ihrer Juaend betrieben, wäre nicht nach ihrem Geschmack oder unter ihrer Würde geme sen. Sie las sehr viel, was ihres Katers Hochachtung nur erhöhte. Unglücklicher weise langweilte sie sich leicht, imaö Pa pa Bunge in seinem Leben nicht gekannt) und um sich picht zu langweilen, laS sie die rührenden LiebeSgeschichten enalischex Herzoginnen, die nach langen Kämpfen mit ihren sehr getreuen, romantisch. und mit allen erdenklichen Vorzügen aus gestatteten Bewerbern vereinigt wurde, oder der nicht minder spannenden Erleb nisse unvergleichlich schöner Mädchen aus dem Volke, die nach vielen Leiden und Thränen und Verfolgungen sich mit einem englischen Herzog (besonders anspruchs r trs. r rr l rose Zverrasserlnnen maqien aucy woyi, bloß einen Barenet aus ihm) vermähl ten. Von all den Schlössern, Haudoirs, uchZiagden, hampaanertaseln und )allsöle 'war eS ein machtiger Sprung in die kleinen Stuben über dem Grüniugladen, welche Mama Bunge am Anfange ihrer Ehe für wahre Muster des kauten Geschmacks gehalten und welche ihrem Töchterlein als abschreckende Vej, smele des Vchgbigrut. und Dürftigkeit erschienen. Klara war ein schönes Mädchen geworden, aber herzlos, duftlos, wie eme ausländische Pflanze, die in einem Warmhause großgezogen würd?, cje setzte eS durch, ne Tanzschule zu be, suchen, die sür sehr vornehm aalt. Ei junger Bankbeamter, Walter Ritl, näherte sich ihr, zeichnete sie aus, wurde an den Tanzabenden ihr getreuer Ritter. Welche Qual, welche Demüthigung für das eitle, großthuerische Geschöpf, als er sie einmal heimbegleitete, und die Ta sel über ihres Vaters Laden den AhnungS losen darüber aufklären mußte, auS welch Gewöhnlichem Nest der elegante nii ge mackoolle Kolibri an feiner Seite geschlüpft w'ar. FrZulem Klara'war darÄer so unglücklich wie irgend ein? ihres Noman'heldsNNkN, nd ' dabki weit übel lauffger. Paß kam daher, daß diese keine Eltern hatten, die mit dem Weih rguchssaß nr sie herum, gegangen mären und sie für etwqS weit Feineres, BessereS und HöbereS gehalten, altz sich selbst, und Klara hatte solche Eltern, . Glücklicherweise schien ihr df junge Mann den Makel ihrer Herkunft nicht sehr anzurechnen; gleich am nächsten Sonntagmorgen erschien er im Hause nd a.r entschieden liebenswürdig, wenn

auch mit einer etwas herablassende Schattiruna aeaen den sehr laut lachen

den Papa, (dessen Manieren einen Schauder um den anderen über Klara s Rücken jagten) und geaen die viel zu hoslche und demüthige Mama. Ja, er erchien sehr oft im Hause und Michael onnte sich nun so gut eS eben ging, mit der Idee vertraut machen, sein Kleinod, einen größten Schatz, an einen Wildremden abzugeben. Aber er durste nicht lasen, im Gea;ntbeil. ihm aina alles y r i r kj j nach Wnnsch. Walters Vorgesetzte gaben hm das beste Zeugniß, alle Erkundiqunz gen ließen ihn als tüchtigen, respektablen Mann erkennen. Dazu war er ans einerzwar nur mäßig bemittelten, aber angesehenen Familie kurz Michael Bunge onnte allen seinen Bekannten von Reuem als ein großes Glückskind gelten. Ob auch sich selber? Dem emen Haus waren mit der Zeit noch zwei andere nachgewachsen, seine Ersparnisse hatten sich hübsch abgerundet, da war eö am Ende kein so großes Opfer, daS er zu bringen hatte, indem er einen Grunzeugladen verkaufte und sich vom Geschäft zurückzog. Er habe sich genug geplagt und sollte sich nun zur Ruhe setzen, hatte dtf künftige Schwie gersohn gemeint, aber Klara, die nicht eben allzu schonend und rücksichtsvoll war, hatte es ganz deutlich errathen lasr c v m r . sen, oer Hamme ryres Vraullgams rönne eS nicht passen, sich mit Grocern zu verschwäaern. Es war eine bittere Pille, und Michael schluckte sie hinab, so gut eS eben ging. Er hatte ja auch an anderes zu denken in diesem Tagen, da galt eS ein hübsches Häuschen sür das junge Paar zu miethen, eS einzurichten, und zwar in einer Weise, daS Bunge zuweilen mit offenem Munde die Herrlichkeit anstarrte, die s,n TSchterleln nach etlichen Wochen umgeben wird. Er ist doch ein glücklicher Mann; das Schicksal ist ihm nicht einmal den Wunsch schuldig geblie ben, geben zu können mit vollen Händen und freudigen Herzen, die glücklich zu machen, welcheer liebt, Freude undDank barkert n den Herze seiner Kinder hervorzurufen. Freude und Dankbarkeit? Run, man muß gestehen, sie äußerte sich etwas merk würdig bet dem jungen Paar, daS, nachdem eS sau allerliebstes Nest bezogen, r c , . '"v r. i r tfrcuuoen uno zuerwanoren eme esltlcy, kert veranstaltete. Bet jedem lauten Scherzwort faltet sich die Stirn des Schwleaersobnei. bei iedem derber lcKal lenden Gelichter aus Michael S Vtunde wird Klara seuerroth. Hohe Bankbeamte sind da, Walter S Borgesetzte, und wenn ste, wie das ja wohl geschieht, über Pa pa's Formlosigkeit, daS Selbstgenügen und den etwas zu deutlichen Stoli auf all' die schönen Sachen, die er au seiner Tasche bezahlt, lächeln, so wird eS dem jungen Ehepaar zu Muthe, als wären sie an einen invianischen Marterpfahl ange bunden. Papa.ist so so derb." klagt Klara ihrer Mutter, .er weiß sich so gar nicht in eine seine Gesellschaft hrnelnzupaf sen." Und die beschränkte Mama r.ter nimmt eö, ihn von künftigen Festlichkei ten und Gesellschaften indem Hause, das er aufgerichtet, fern zu halten; nach und nach wird die Entfremdung größer; Mi chael kommt immer seltener, immer sel tener setzt seine Tochter den Fuß in seine Wohnung. AlS Bunge'S Wunsch erfüllt ar, er eine vornehme, abgefchliffen junge Dame seine Tochter nennen durfte, da war für ihn kein Platz mehr neben jhr. Und nun, da Michael in einem weitläusiaen Haufe einsam sitzt, hat er einen sonderbare, wunderlichen Wunsch. Er möchte wieder gern in dem kleinen aden mitten im Block sein, in welchem außer am Samstag, wenn die Arbeiter, trauen die Wochenrechnung bezahlen kommen, kaum baareS Geld zu sehen ist, möchte wieder am Anfange halten, ein kleines blauäugiges Ding auf seinen Sroßen Füßen tanzen lassen, möchte eS in tm kleinen Laden aufwachsen, ihm und der Mutter Hilfe leisten und möchte eS zuletzt als das Weib eines schlichten Jun gen, der etwa von ihm Laden, Kund sch a st nd kleine Ersparnisse erben würde sehen aber diesen Wunsch, den er nue eimnal vor seiner Frau gegußert, um bei ihrem Aerger übe? solche unväterliche Selbstsucht kleinlaut zu verstummen hleibt ihm das Schicksal schuldig, P. Hann, Qn PreiSdoen, In der alten Stadt Nürnberg übt, man ehemals eine Art Rauferet, daß Stechen genannt, wobei man mit der Faust die Augen des Gegner zu treffen suchte. Ein englischer PreiSborer hörte von dieser reichsstSdtlschen Kunst und so fort erwachte in ihm eine unbändig Lust, auch in Nürnberg einige Rippen zu zer hrkchen, wie er löblicher Weise schon in einigen anderen deutschen Städten gethan. Er fuhr also dorthin und erkundigte sich hier angelegentlichst nach den vorzüglich sten Stechern. Und da man ihm einen gewissen Rothschmied Namens, yack als. den berühmteste Virtuosen der Stech kunst .hejejchnete, so forderte er diesen, stracks zum Zweikampfe heraus, den Ouack auch unverzüglich annahm, Als Schauplatz murdf ei geräumiger Saal in einem Nürnberger Gasthofe, dem .Rothen Noß, gewählt, wo sich zu fest, gefetzter Stunde eine stattliche Zuschauer, rnenae einfand, Als der große, breit schulterige Engländer sich seinem Gegner, einem kleinen, unansehnlichen Knirps, gegenübersah, fühlte er sich fast beleidigt und fragte übermüthig, ob er sich wohl getraue, mit ihm einen Gang zu machen? .Warum nicht?" lautete Quaa7s Antwort, .die Großen und yreitsn sro.d gur zu rrenen j" Feterllch 'streifte nun der Brite die Aermel aus und zeigte selbstgefällig seine herkulischen Arme ; der Nothschmied warf gleichzeitig seine Zipfclvelz ab und streifte ebenfalls die Hemdärmel hoch, worauf ein paar fchlechtgebildete, aber sehnige Arme sichtbar wurden. Man kam überein, daß jeder Kampfer nach seiner Landesweise kämpfen und dabei der unbemaffneten Faust sich bedienen sollte. Alsbald zog der Engländer den Kops ein, ballte die Fäuste und rannt einem wüthenden Stiere gleich auf seinen Gegner loS ; dieser sprang rasch auS der Angriffslinie, der Borer schoß vorbei nd erhielt bei dieser Gelegenheit eine , so nachdrücklichen .Stich- von unfen

herauf, daß er blutend und taumelnd an die Wand rannte. Quack hatte den Stich mit dem Motto: .Guten Mor gen!" begleitet und stand schon wieder bereit, einem zweiten Angriff zu beaeg, nen. Dem Englander lief daS Blut strsmweis au der Nase und er bemühte sich vergeblich, die schon verschmellenden Augen klar zu wischen. Wüthend rannte er zum zweiten Male seinen Gegner an, der diesmal von vorn den schon halb Betäubten mit einem so fürchterlichen Stich begrüßte, daß der Getroffene sinnlos znr Erde stürzte. .Gute Nacht!" sagte Quack mit der größten Ruhe und fuhr in seinen Pelz. Der Kamps war geendet und entschiede ! Der Sieger behandelte jetzt seinen Ueberwundenen kunstgerecht mit Essig und Wasser, und bald war dieser wieder auf den Beinen. Kaum zur Besinnung gelangt, umarmte er sei. nen Gegner im Schafspelz und ließ Wein bringen. .God darn!" rief er aus und stieß mit dem kleinen Quack an. .Ihr seid ein Borer, der ein Engländer zu sein verdiente !" Der Rothschmied erklärte jedoch ganz trocken, mit der Ehre seiner Nürnberger Abstammung zufrieden zu sein. .Welch glücklicher Einfall erklärte der Engländer begeistert und Sriff nach seinen fürchterlich brennenden lugen, .über Nürnberg u reisen! DaS ist mir 'noch nirgends geboten worden!" Ein gebildeter König. Ein Mitarbeiter deS .Bund" erzahlt zwei Anekdoten von dem Beherrscher deS DLnenoolkeS, welche er von emem Ohren zeugen erhalten hat: In Kopenhagen wohnt ein Buchhändler Hegel, der eines Tages an die Reihe kam, durch einen Orden ausgezeichnet zu werden. AlS er nun Audienz beim König hatte, um für die empfangene Dekoration zu danken, wurde er demselben als .Herr Hegel" vorgestellt. Majestät wandten sich dar auf an den dienstthuende Kammerhenn mit den fragenden Worten: .Der Phi lofovh?" Daß er glaubte, derPhilosovh lebe noch, lebe in Kopenhagen und sei on ihm decorirt worden, wunderte die Umstehenden viel weniger, als es sie in Erstaunen setzte, daß er überhaupt von der Existenz deS Philosophen Heael einen Dämmerschein hatte. Ein ander Mal war ihm ein junger Male? als seiner Protektion besonders würdig empfohlen worden. Der König ließ sich denselben bei einem Besuche der Akademie rufen und fragte ihn: .Wie geht's Ihnen?Der junge Mann stammelte ein paar verlegene Worte. .Ich meine, wie geht'S Ihnen materiell?" Die Umstehen, den waren schon sehr vergnügt, daß der König so direct auf's Ziel losaing. AlS nun die Antwort erfolgte, daß die ma terielle Lage manches zu wünschen übrig lasse, sagte der König: .Ich will Ihnen einen guten Rath aeben." Dann erwar tungsoolleS Lauschen deS Gefolges. .Geben Sie die Malerei auf und werden Sie Photograph, die sollen viel Geld verdienen." Eineigenartiges Hei rathögesuch ist eS, welches, von weibli cher Hand geschrieben, der "Lodzer Ztg." mit der Bitte übermittelt wurde, dasselbe zum Abdruck zu bringen. Dasselbe lau, tet: .Ich als Fräulein H. 3. arbeite in der Fabrik bei ; mein Vater hat 50 Schweine und jedes Schwein kostet öS Rubel und hat eine große Wirthschaft; ich arbeite in der Fabrik bei und wer mich will, der kann mich haben," Annonce. Vollständige Braut ausstattungen zu den billigsten Preisen Rückkauf im Falle von Ehescheidungen binnen längstens vierzehn Tagen gegen 30 Prozent Nachlaß im Bazar Chama leon, Hauptstraße 15. Aus der Schule. WaS fü, ein Unterschied ist zwischen einem Schü ler und einem Diplomaten? Der Schüler darf nicht in, und der Diplomat nicht aus der Schule schwatzen ! Renommage. Herr: Jch kann Sie auf Ehre versichern, daß ich schon oft weit ins Meer hinausgeschwom men bin, ohne auch nur ein einziges Mal dabei zu ertrinken!" In der Ahnengallerie. (Mit ihrem Gatten durch die Ahnen gallerie eines künlich gekauften Schlosses wandelnd) ; Suh' nur diese herrlichen Nittergestalten ! Mein halbes Vermögen gab' ich d'rum, wenn diese Ahnen hier die meinigen wären." Er : Wie bist Du unpraktisch, Nosalie wenn dieS Deine Ahnen wären, würdest Du jetzt zum Schlosse hinaus-, anstatt hineingezogen sein!"

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Mr. Oeo. W, Coole vo Ct. JohIbiz. Ct. Großes Leiden nach her Grippe. rtbares Geräusch im Nah se. Schmerze tut Mag. .Vor iftrl Jahren tattt ich einen heftigen Unfall von Gripp. Ut mich i& ine schrecklich schwache Vy hcradgekmenen Zustaud luräckließ. Vorigen klZinter hatt ich einen weiieren Anfall und war heecbgekomme. ei Vesudl,it fast euinin. Wein Apveru war ganz verschwunden, ich hatte ttn Kraft, ar sUtl miide. hatt nan. genehm donnerähnliche Eeriinsche i Kopfe, gleich mm Wafsersall. Nnch hatt ich heftig Kopf tchtniin nd . Heftige drückende Schmerzen in meinem Vagen. Ich ah Medizinen, ohn daß U mir nutzten, feil ich. achdem ich s, viel nix Hood'A Csapilla gehört hatte, mich entschloß, ,, versuchen, nd da BUsultat ist sebr leben, end. All nangenedmen Folgen der Vrivd Kni v,rudr. ich din all Schmerzen ad Leiden. Ijj, nd glaube, bafc - Hood's Scniaparilla eine akarxh sicherlich heilt. Ich empfehle, lien.".i?es. W $ot. t. JohnthurN, ytz. ?,'.$ he YrechreK. Sttatin, Und,?, jUtsiS&

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