Indiana Tribüne, Volume 16, Number 256, Indianapolis, Marion County, 4 June 1893 — Page 9
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Beilage. Indianapolis, Ind., 4. Juni 1893
Figaro hier, Flgarv dort. HumorrSsk von . Vksltke. Mama," flüsterte eine schlank fange Blondine' im Palazzo Borghese m RvN einer beleibten kleinen Frau zu, .sich nur dort! Es ist abscheulich, so etwzs öffentlich zu zeigen." Mamas gutmüthige Augen folgten den schwärmerischen des Töchterleins. Ja, dort lag sie, Venus Aphrodite, als wäre sie eben der weichen kosenden Um armunz der spielenden Meereswellen entstiegen, in ihrer sinnlichen Schönheit, das Meisterstück Canovas, dessen Genie in den plastischen Forn-.ca einer fürstlichen Frau sein Ideal gesunden hatte. Tie Kunst verhüllt sich nicht, Helene, Das Schönste, was sie hat, lauscht sie der Natur ab. Doch komm! Wir wollen jene Gruppe näher betrachten," sagte Mama voranschreitend, während Helene noch manch halb erschrockenen, halb neugiprigen Blick rückwärts warf. In der deutscken Provinzialstadt, wo ihr Papa streng, aber gerecht den Bür germeisterstab über zwanzigtausend Seelen schwang, hatte sie von Werken der Bildhauerkunst nur den steinernen Neptun auf dem Marktbrunnen gesehen, an dessen mächtigen Gliedmaßen gar sinnig dunkelgrünes Epheu emporrare, worin manch Spatzenpaar für die Erhältung der Art fürsorglich thätig war. Wo bleibt denn Papa?" fragte plötzlich Frau Bürgermeister Minna Lavendel, sich unruhig im Saale um sehend. Dprt steht er," erwiderte Helene mit allerliebster erschrockener Miene. Nichtig, da stand er, der Herr 93ür gcnneister Heinrich Lavendel, durch den Kneifer das herrliche Götterbild be schauend. So vertieft war er in den An blick, daß er darüber Weib und Kind vergaß, ja die gedämpften Rufe seiner Gattin gänzlich überhörte. Helene er hielt den Befehl, den Papa zu holen. Anmuthig schwebte sie durch den Saal, und da der Papa sich eben über die Statue beugte, um sie besser in Augenschein zu nehmen, so ergriff sie ihn cnn Arm. In demselben Augenblick hatte ihn von der andern Seite ein junger Mann am Rockärmel gefaßt, ihn in höflichster Weise auf die zuuehmend ängstlichen Geberden der Frau Bür germeisterin ausmrrksam machend. Herr Heinrich Lavendel fuhr wie aus einem Traume empor, verwirrt bald seine Tochter, bald den Fremden anstarrend. Meister," also benannte in kritiscben Augenblicken Frau Minna ihren Eheherrn , bist Du renn auch zum Steinbild geworden? Sofort komm hierher!" Der Ton war ein ärgerlicher, n wirkte auf die Phantasiebilder des BürgernieisterS, wie die Posaune auf die Mauern von Jericho sie sielen in Trümmer. Mit gewaltigem Ruck riß er sich los von dem berückenden Traume, er stürzte von dannen und ließ seine beiden Schutzengel, sich dicht gegenüber stehend, in peinlichster Verlegenheit zurück. Helene faßte sich zuerst; breunende Nöthe ans den Wangen, knixie sie leickt und wollte hinwegeilen. Der Fremde trat ihr aber in den Weg und sprach sie in italienischer Sprache an, seinen Hut tief abnehmend. Zwar hatte Helene auf der schon seit zwei öLochen dauernden Neise in Italien einige italienische Brocken aufgefischt, doch safr es mit dem Verstehen noch mißlich genug aus. Bon dem, was der Fremi e sagte, verstand sie nur da5 Wort: SignorinA, aber seine lebhaften Geberden, sein bewundernder Blick waren ihr um so verständlicher, sie lächelte und lispelte mit einem reizend schelmischen Blick: tjrazie Signore" dann flog sie ihren Eltern nach, welche inzwischen de Nebensaal betreten hatten. Die Aufmerksamkeit Helencns war nach diesem kleinen Zwi schenfall nicht mtljx so voll den SehenS Würdigkeiten gewidmet, wie zuvor. Sie gedachte der reizenden Novellen, die sie im Lesezirkel ihrer Vaterstadt gelesen, z. B. Im Coupe zweiter Klasse", In cen Abruzzen", Auf dem Gletscher", Zwischen Himmel und Wasser", u. s. w., wo sich stets zwei heiß schlagende Herzen zusammenfanden. Der junge Italiener mit seinen feurigen Blicken, seinem schwarzlockigen Haar, seinen schimmernden Zähnen, seinem lebhaften Wesen, seiner elastischen, zierlichen, doch kräftigen Gestalt er spielte bereits eine Rolle in ihrem Köpfchen, er schwebte als neendes Trugbild vor ihrer Seele, so daß sie sah, ohne zu sehen, hörte, ohne zu hören. . Heiß brannte die Sonne auf die alte Lavaftadt nieder. ES war dieselbe Sonne, deren lachendes Antlitz vor Jahrhunderten durch dichte Wolken wir belnder Asche verhüllt ward, dieselbe Sonne, die einstens Zeugin des UntergangS einer reichen, blühenden Stadt war. Schweißtriefend stolperte Bürgermeiste? Heinrich Lavendel, die vieljah rige Trägerin feines Namens am Arme, in dem geräumigen Amphitheater umher, dem einstigen Sammelplatz der Ja tclligenz, des Reichthums und der Schönheiten Pompejis nur wenige Auf merksamkeit schenkend. Dagegen war Frau Minna voll wortreicher Bewunderung, die Helene, welche sich mit gelang weiltem Ausdruck hinter den Eltern herschleppte, theilen mußte. Beider Frauen und zu seinem nicht geringen Verdruß selbst des BürgernieisterS Ta schen strotzten von Steinen aller Art, Erinnerungen, die zu Hause auf der Etagere", dem KaminsimS öder dem Schreibtisch prangen sollten. Ah, Birgilio," rief die Frau Bür aermeisterin. nachdem man die .Tsdt
stadt" die Kreuz"un'd Quer ourzogen hatte, dicht am AuSgang. WaS ist da dort?" Sie nannte den ziemlich zerlumpten und seifebedürftigen Führer in Erinne j rung an Dantes unsterbliches Werk be ! harrlich Virgilio. Der Benustempel", antwortete dieser. Ah, Meister, da hast Tu ja den Tempel jener Figur, welche Du in Rom so traumverloren anrstarrt hast. Der Venustempel!" Freu Minna sah bei den Worten schmachtend aus ihren Gattcn, welcher grandios! randlos!" vor sich hinbrummte und mit verdoppelte Schritten dem AuSgang zustrebte, da die zunehmende H:e seinen Durst in recht fühlbarer WeVze angeregt hatte. So rasch war jedoch der Fall für Frau. Minna nicht erledig?. Helene, geh und hol' mir zum Anden'en einen schönen Stein aus bra; Venustempel," rief sie ihrer Tochter zu. Helene gehorchte, wenn auch mit sichtlichem Widerstreben. Trel, fünf, sieben Minuten vergi gen, Helene kehrte nicht zurück. Ich werde nach ibr sehen," sagte Frau Minna und verschwand ebenfalls hinter dem Gemäuer. ' : Weizere fünf Minuten rollten in die Ewigkeit, weder Frau noch Tochter U men wieder. ' Ihr wollt wohl da schickt der Herr den Jockel auS- spielen", rief ärgerlich der Bürgermeister und schickte sich an, selbst nachzusehen, wo die Beiden hüt btn. Ta kamen sie endlich zum Vorlchnn. g-solai von rinmi ftnt gänzlick unbekannten Herrn, allem Anschein nach Italiener, in hellkarirter Kleidung, seuerfarbenem SchlisS, zwei - aus;' blühte Rosen im Knopfloch. j " - Signor Parunsano" stellte Iran Minna vor. Der Italiener verbeugte. sich tief, sprach zwei Minuten lang. ohne. verstanden zu werden, und überreichte schließlich seine Karte. ' - Cesare Parmisano bei Fromagi, also lautete der mit phantastischen vchnörkeln umgebene volle Name. Gewiß ein vornehmer junger Mann DaS dei" deutet auf hochadelige Ab tonst", raunte die kundjge Frau Bür zermeisterin ihrem Manne zu, während. Helene mit hochrothen Wangen und ge senkten Augen dem Wortschwall des JtalienerS lauschte, auS dem sie so viel ver stand, daß er den Zufall segnete, der ihn noch einmal in die Wege der Familie Lavendel geführt habe. Sie war aämlich nicht wenig erschrocken, als sie hinter den Räumen des L?nuStempelS ihren unvergessenen Bekannten voa Palazzo Borghese her traf; fast hätte sie laut aufgeschrien, aber der strahlende Ausdruck in den Mienen des Italieners, seine feurigen Augen, seine freundliche. Begrüßung ließen sie nicht dazu kommen. Dann erschien . zum Glück die Mutter, welche erst böse dreinschaute,' indeß durch die einschmeichelnden Ma-' nierea und den tiefen Respekt, den der. Unbekannte in seinen Gruß legte, bald gewonnen wurde.
Unwirsck klickte . d Küraermeist 'auf den Fremden, der mit naiver Uabesangenhnt emen Stuhl neben Helene rückte und laut und lebhaft seine U-. terhaltung mit ihr fortsetzte. , Erst ein sanfter Rippenstoß Frau Minnas und die Worte: Meister, bestell' doch den Champagner!" erinnerte ihn an seine. Durst und fern ihr in de Ruine gegebenes Versprechen. Er verlangte eine Flasche und drei Gläser, nicht geneigt, den wie aus der Pistole ge fchossenen neuen Freund der Familie in die Dewirthung mit einzuschließen. Mitten im Gespräch drehte sich iedoch Signor Parmisano dei Fromagi herum und streckte vier Finge? i du Höhe, worauf der Kellner mit vier Gläser erschien. Der Bürgenneister war somit übertrumpft. Heieuen . Auge i Auge schauend -leene der Italiener sein Glas, fällte eS sich sofort wieder und trank deren Eltern zu. Unverschämter Mensch!" brummt, der Bürgermeister. .Bornehm nonchalant,", saate Fr Minna vor sich ht, während Helene selig an ihrem Glase nippte, den Blick bald auf ihren Nachbar, bald auf de nahen Vesuv gerichtet, über dessen Givfel eine lichte Wolke hing. Die Unterhalt tung, die sich fast ausschließlich ans den Italiener und die zwei Damen beschränkte, kam, aller Hindernisse nnge achtet, ehr und mehr in Fluß, zsmal sich herausstellte, daß Parmisano etwas Französisch verstand und sprach. Gewiß ein Diplomat, ein Gesandt-. schaftssecretSr, die müssen ja Sprach! kenntnisse besitzen." rante wiederua Frau Minna ihren, Qeister'zu. der, achfelzuckend eine zweite Flasche bestellte.' Die Gesellschaft wurde unter. Helene sing an, eifrig nach italienischen Ausdrücken für diese oder jene Sache zu forschen, Iran Minna lachte viel und schlug mitunter mit deut zugeklappten Fächer, ihrem Eheherr ansS Knie. Der Sicilianer' Parrusano hatte mitgetheilt, daß er aui ZZeza gebürtig sei füllte die Pansen , durch eller. liebste Kunftstückchen aus, V. bog er die Finger .der rechte Hand so weit zurück, daß sie beinahe den Handrücke' berührten, dann ließ er seine zehn Finzer der Reihe nach knacken, warf Kncheustückchen in die Luft uud sing sie mit dem offenen. Munde auf, 'und dergleichen, mehr. Der Kerl zieht am Ende noch sei Stiefel ans und faßt sei GlaS mit de Zehen, sagte -d Bürgermeister, de Produktionen seines Gaftes it.. ißiranischem Blicke folgend, Frau Minna und Fräulein Helene Landel aber, die UlleS durch den perlende Schaum des Champagners sahen, lachten laut auf vor Vergnüge, und die Erstere äußerte . sogar den W-sch, mit ihre Manne einen Rgkpf z bestehe. DaS war denn doch dem nit zwei Drittel Majorität gewählten Herr Bür germeifter zu virl. . Er .hob rasch die Sitzung ans, zablte und begab sich mit de Seinen auf de Bahnhof. Als der Zug' nach Neapel znrück. dampfte, konnte mau an Fenster eines
Mgens em oionoes zropcyen seyen, und ein junger Mann mit brennend rothem Shlips stand auf dem Bahn steig, sein buntfarbiges Taschentuch im Winde flattern lassend. Der Zug von Catania nach Messina hält in Giardini. Drei Personen nur stiegen aus. der Bürgermeister Heinrich Lavendel mit Frau und Tochter, welch letztere, seit sic sich auf dem klassischen Boden Siciliens weiß, eine gewisse nervöse Unruhe zeigt und ihre blaue Augen wie suchend umherschweifen läßt. DaS Ziel der Familie war das hoch über ihr liegende Taormina mt seinem berühmten Ampbitheoter. Mit Gefühlen, denen sie, in üverschvänalichen Worten Ausdruck verlieh, genoß Frau Minna, etwas zerstreut ihre Tochter Helene die unvergleuhliche Aussicht.' - Herr Bürgermei -fte? Lavendel war gleichfalls sichtlich überrascht, doch war er keine Natur, die allzulange zu schwärmen vermochte, und die prosaischen Forderungen seines Ma geuS trugen stets , den Sieg über die Schönheiten der herrlichsten Aussicht davon, somit konnte man ihn später vergnüat und mit aller Welt im Frieden neben seinem Töchterlein im Gasthof tytn sehen, behaalich und mit Ken.ler mne ' den köstlichen Syrakuser schlür send. ! Wo doch Mama so lange bleiben mag V meinte endlich Helene, soll ick nicht?" Das Wort erstarb ihr auf der Zunge. Frau Minna, welche, nach Steinen suchend, zurückgeblieben war, tauchte eben cax Arme nneS jungen Herrn mit feuerfarbenem Shlips und hellkarirtem Avzua auf, lebhaft plaudernd und utertthmend den.Soxnenschirm hin und herschwenkend.' Der Herr war Helexi erkannte ihn auf den ersten Blick Cesare Parmissn dei Fromaggi. -Der 'Bürgermeister, avsmerlsam geworden, folgte den Blicken seines tief errtthenden TöchterleinS. "Verwünscht, da habe wir den winkuje Italiener schs wieder!" schrie er, fern Alas auf den Tisch stoßend, daß der Wein hoch aufspritzte 'Doch .lerne abgekartete Sache, Helene?Seine Auge schössen Blitze, er. war ?anz Jupit? toni-ns, wie ihn zu Hause eine : Stadträthe zu fürchten gelernt hatten. .'ber, liebster Papa - stotterte das Mädchen, doch da waren Frau Minna und Signor Parmifano oben angelangt, und Erstere rief: ' '?'Heinrich, sieh,wea ich Dir bringe ufer Freund von Pompeji !" ,iBarmiZsnoS sehr respectvoller Gruß wurde von dem erbosten Bürgermeister höchÄ unwirsch erwiedert. 7 '.ellner, noch zwei Gläser!" rief rerisano ob-e fufr nrH inrrf:ns hen Empfang im Geringsten irre a chen zu, lkfsea. Er . setzte sich dicht an Helenens Seite und fing mit ihr : zu plaudern an, als ob , es in der ganze Welt kleine, grimmige Familien- und .Stadtväter gäbe. : Dem Bürgermeister wurde die . Sache bedenklich. Er sah, wie blind, .eingenommen Frau Minna für den Fremden war, und wie das Ant litz: I Helenens aufleuchtete, fobald der feuerfarbene ShlipS in Sicht kam "Er
hatte schon einige Male mit Hilfe ita nein scher und franz o si nher Brocke rersacht, den Ver:;f des Mannes zu ersah ren, den er war gewohnt, nur mit Leuten zu verkehren deren Lebensstellung ihm klar vor Augen lag wie ein visirter Reisepaß. Umsonst. Es war ihm uumöglich, aus dem Wortschwall, der ihm entgegenstürmte, auch nur drei verstände liche ' Worte . herausznsijchen. Er beschloß daher, in Messina, von wo er sich ach Genua einschiffen wollte, Erkund! gungen einzujichen. Zum großen Verdruß Frau MinnaS und noch größerem Leidwesen Helenes kürzte er das Frühstück bedeutend ab, verbat sich in energischer Weise jegliche Begleitung und fuhr mit dem nächsten Zug mit seiner Familie weiter nach Messina, Am Morgen nach der Begegnung in Taormina, als sich der Bürgermeister Lavendel eben zum Ausgehen anschicke wollte, klopfte eS an seiner Thür. Herein!" Die Thür war verschlossen. Werlftda?" "II barbiere, Signore." So viel verstand der Bürgermeister, daß er wußte, wer Einlaß begehrte. Sein Bart bedürfte des Messers, e, öffnete daher unverzüglich. Der Ein tretende prallte zurück, ebeuss der Ve wohner des HimmerS. Wäre Herr Wunderlein, sem HanSbarbier, eingetreten, Herrn Heinrich Lavendels Er staunen hätte nicht größer fein könne, als jetzt, alS er den fremde Barbier erblidte, welcher, eiue mächtige Kamm i seinen schwarzen Lkn, ein weißes Tuch und ei Kästchen i der Hand, mit offenem Munde vor ihm stand. Ja, bei Gott, er war'S! Signor Pärnkisans dei Fromaggi l Da war der feuerfar bene ShlipS, der hellkarirte Anzug, die geschmeldigen Manieren, das fatale Lä cheln! So sah der reiche Edelmann Iran Minnas ans l $cl Dieser Sicht hatte mit ihm geplaudert nd getrunken, lhm, dem Oberhaupt, einer Etadt , zwanziztauseud Seele! Dieser Fant hatte gewagt, sein Aoge zu seiner Tochter Helene zu erhebe! Der Bürgermeister vnrde dunkelrrth km Gesicht,, er bebte vor Outh. Diplomat, reich nnd vornehm! also meinte Ise kluge Gattin. Er lachte laut auf; sei Lache klang ;ber wie das Krächzen eS Naben, der plötzlich aS seiner beschaulichen Ruhe sgeskheucht wird. . y'x Parmis,no batte sich iztschen ge faßt und mit der Geschäftsmiene des gelvÄgteu BardierS ans seinem Säftchen Leife ,ud' Pinsel und tza Oaschtlsch Oasser genommen. ' Während er Schau schlug, erkundigte er sich mit der unbe fangensten Mlene der Welt nach dem veftnde der Damen. -' DaS' weckte den Bürgermeister aus seinen unangenehme Betrachtnnze. . : 2a&r Sie inf-mer SH-i-dler Sie. noch l;&t vtkJja6
wohl noch uzm ? sHrie' er Varmisano txif der sich ihm mit dem Pinsel ge nähert hatte. Signor" stammelte dieser. Hinaus! Ex, ex! oder wie'S sonst in Eurer affigen Sprache heißt! Der Bürgermeister trat', mit geballten Fäu ften dicht vor den unglückLen Barbier hin. welcher vorzog, sich schleunigst nach rückwärts zu concentriren. Siznor Parmisano dei Fromaggi entschwand aus immer den wüthenden Blicken ! des Herrn Bürgermeisters Heinrich Laven del. Da hast Du's, Minna! Mit die sen Worten stürmte der Letztere in aS Zimmer der Damen. Bornehm! Diplomat ! ha ! ha ! Zwei gekreuzte Rasirmesser und darunter ein Besen im Wappen! Der verdammte . Hal lunke! Und Du, Helene." er trat dicht vor seine Tochter, welche ihn anstarrte wie einen Tobsüchtigen, daS sage, ich Dir, den Kerl schlägst Du Dir aus dem Sinn, und zwar auf der Stelle!" 5 : Der Bürgermeister schlug mit der geballten Faust auf den Tisch, daß er krachte. In Helene begann es nach und nach zu dämmern, sie hatte eiue Ahnung, daß die Wuth und die nzu sammenhängende Reden ihres PapaS im Zusammenhang mit Parmisano sie hen könnten. Als später der Bürger, meister den Sergang erzählte, da legt, sie rhr Köpschen an die Schulter der be. schämten Mutter und weinte bitterlich.
' y. Jahre sind vergangen. In einer deutschen Provinzialstadt wohnt ernt niedliche Frau StaatSanwalt mit zwei strammen Buben, welche in peinrich Verlegenheit geräth, wenn ihr Papa, ein jovialer alter Herr, ihr. in dn Weinlaune zurust: Figiro qui, Kg&ro 1! . ! Der Herr Staatsanvalt, ihr , Ge mahl, hat seiner Jikdigkeit in den ver vickeltften Kriminalfällen ungeachtet bn Kausalnexus dieser Verlegenheit it dem Zurufe seines Schviegervapas nie zu ergründen vermocht. EineBalzac-Anekdote. Der Kupferstecher Bertall war sehr be kannt mit Balzac, von dessen Nomanen er viele zu illustriren hatte. Sobald. in diesen auf, eine etwas dunkle oder verwickelte Phrase stieß, - ging er direct zu Balzac. Mein lieber Meister, hier lft ein Satz, den ich nickt verskh.-. Balzac nahm das Buch, sah die bezeich nete Stelle und begann zu lachen. In der That sagte er, das ist ei Galli mathiaS, aber er ist beabsichtigt." -Wie, beabsichtigt?- Ganz gewiß. Merken Sie wohl, mein lieber Bertall, wenn das Publikum nicht von Zeit zu Zeit durch eine geschraubte Phrase oder irgend einen dunklen Ausdruck feftgehal ten würde, so würde eS sich für ebenso dumm halten, wie den Autor, den es llest. AlleS, was klar ift. erscheint ihm zu leicht, und, naiv, wie eS ift, bildet eS sich ein, das könnte eS eben so gut ma chen. DaS verteufelte Publikum hat ja keine Ahnung davon, wie schwer es ist, einfach zu schreiben. Deshalb bringe ich hie und .da in meine Romane eine Dunkelheit, damit der geneigte Leser sich an den Kopf greift und sagt: Des verstehe ich nicht, daS geht über memeu Horizont; Sapristi, was ist dieser Bal zac für ein bedeutender Mensch!"' Mißverstanden Der Regent eine? deutschen Staates läßt sich während eines HofballeS einige der geladenen Landtagsmitglieder vorstellen. Die Reihe kommt auch an den Abgeordneten der Stadt T. und bierbei fällt dem Fürsten ein, daß in dieser Stadt gerade mit Ein, tritt des neuen Jahres ein großes Feuer gewüthet hatte. Er beginnt deshalb das Gesprach mit den Worten : Sie habe ja, wie ich hörte, in der Sylvesternacht einen großen Brand aehabt. Ach nein,' Majestät, erwidert geschmeichelt und be sckämt zugleich der Volksvertreter, es war bloß ein kleiner Spitz. m ni m Wie ist dies! Wir bieten einhundert Dollars Belohnung für jeden Fall von Katarrh, der nicht durch Einnehmen von Hall's Katarrh Kur gebeilt werden kann. . F. 3. (5 h e n e y & G c, Eigenth., Toledo, O. Wir die Unterzeichneten haben F. I. Cheney seit den lehten 15 Jahren gekannt und halten ihn für . vollkommen ehrenhaft in allen Geschäftsverhandlungen und finanziell befähigt, alle von seiner Firma eingegangenen Verbindlichkeiten zu erfüllen. W e st & X x u a j, Großhandels-Dro-guisten, Toledo, O. ! W a l d i n g, K i n n a n M a r v i n, Großhandels-Droguisten, Toledo, O. Hall's Katarrh Kur wird innerlich genommen und .wirkt direkt auf das Blut und die schleimigen Oberflächen des Systems, Zeugnisse frei versandt. Preiö 76 Cts. für die Flasche. Verkauft von allen Apothekern. $u erkaufen der zu vertausche gegen Stadt Ulqenrbum Eine Vartensar von Löj Ader an der Tbree Norcy Road. 5 teilen südlich 10 der Gürtelbahn. HauS mit 9 Zimmern, großem eller. Brunnen und Äierne, Vkilto ijauK und Holzbau, grobe Schkune, Suhall, öühnerstall. i Wagen emifen, eine ftettz lau , ende Quelle bei der Scheune, i Hitv In ftrncht' säumen, Wciureben und verschiedener Beeren. i cker in Holz, da vind ift gut drainirt und ge züunt.'. fterner'tt Acker angrenzend tdgeport. ) teilen westlich vn der Stadt, an der National 5ioad, Zstvcklgr? Hau mit Brunnen, lüsterne, zute Satane mit grobem Hühnerhau, einaertch iet für Hüunerzucht. Ferner IZ Äcker S Meilen neftlich von der Stadt mit Haus und guter Stal !.ung. Zu verkaufen mehrere Häuser auf monat tche Zahlungen in der Hälft von Eobur und slzeldostr..- Farmen rog und klein in Marion ind anderen Eountied. - - . .ÜSraler. SS O Oasliinaton Str. 7 ' ! . IiDTixx3m.tl:siILT2n. . ; ; ; ..' . ! . ' . Salöon u. Billiard-Hall : , , i . . 5ko.S2 Oft Washington Str. - I'o'kn Weil adjev i , . ' ' . Eigenthümer
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