Indiana Tribüne, Volume 16, Number 256, Indianapolis, Marion County, 4 June 1893 — Page 2

Gin kühner Witz.

In einem Berliner Millionärklub ereignete sich an einem der legten Abenöe ein ganz eigenartiger Zwischen fall, welcher die Gesellschaft daselbst löngere Zeit in einer erklärlichen Auf regünz erhielt. Einer der Herren, der sich zu einem Spielchen niedergesetzt hatte. ?ca, aus seiner Tasche ein Porte seuille herver, welche? 300 Mark ent hielt ; er entnahm demselben als Spiel ttflD 200 Mark und legte e5 dann neben sich auf den Tisch, aus dem er es acht lös lugen ließ. Nachdem nach etlichen Stunden das Spiel beendet war, wollte der betreffende Herr das Spielgeld mit sammt dem etwa 100 Mark betragen den Gewinn in die Brieftasche legen, dieselbe war jedoch verschwunden und konnte alles Suchens ungeachtet nicht aufgefunden werden. Man ließ daher den' Inspektor des KasinoZ kommen, der auf's Neue nach dem verschwunde neu Porte'euille suchte und auch daZ gesammte Dienst- und Aufwarteperso' nal inquirirte. aber alles Suchen und Forschen blieb vergeblich. Man be schloß, die Pslizei von dem Vorfall zu verständigen, und nachdem man denselben noch eine Zeit lang ei frig be sprochen, verließ der Verlustträger ver stimmt das Kasino, während die ande ren Herren dort im Gespräch noch zu rückblieben. Da, nach etwa einer Stunde, es war inzwischen 2 Uhr nach Mitternacht ge worden, erschien in hochgradiger Auf regung ein Gast des Kasinos, ein noto lisch sehr reicher Herr, welcher den Abend über an dem betreffenden Tisch dem Spiele zugesehen hatte, und Präsentirte zu allgemeiner lleberraschung die vermißte Brieftasche. Er hatte, wie er in aller Hast erzählte, dem spielenden Herrn, welcher die Brieftasche mit dem wecthvollen Inhalt so achtlos bei Seite gelegt hatte, zur Strafe dafür einen kleinen Schrecken einjagen wollen und daher das Portefeuille an sich genom nien und in die Rocktasche gesteckt. Ohne an diesen Streich zu denken, war er noch vor Beendigung des Spiels nach Hause gegangen; er batte keine Ahnung davon, daß er die Brieftasche noch bei sich habe und würde vorläufig auch noch gar nicht darauf gekommen seinwenn dieselbe nicht beim Entkleiden aus der Rocktasche herausgefallen wäre. Ganz entset überwiese Entdeckung, habe er sich sofort miede? aufgemacht, um schleunigst nach dem Kasino zurückzu kehren und die Brieftasche dort abzu liefern. Alles athmete erleichtert auf, denn der vergeßliche ESkamoteur ist so einwandsfrei, daß er hoch über dem Verdacht steht, er habe die Tasche mit dem Gelde ckua in unlauterer Absicht eingesteckt und sie nur deshalb zurück geliefert, weil das Verschwinden eine so große Erregung hervorgerufen habe. Und so hat die peinliche Angelegenheit sich in Wohlgefallen aufgelöst yn armeö Dienstmädchen. Aus Wien beichtet das Wien Tag blatt: Gelegentliche einer vor dem Be zirksgeiiüt der Inneren Stadt durch geführten Verhandlung erfuhr man die überraschende Thatsache, oajj es in Wien ein Dienstmädchen gibt, das ein Vermögen von mehr als 10,000 Gul den besitzt. Anna Krovatsch. so heißt dieses seltzame Dienltmädchcn, war bis vor kurzer Zeit bei der Hausbesitzerin Minna Vogl bedienstet, welch' letztere zwei werthvollc hübsche Papageien bra silianischer Provenienz besaß. Als Frau Vogl zu Ostern auf vierzehn Tage zu ihren Verwandten nach St. Polten ging, überließ sie die Ueberwachung der Wohnung und insbesondere die Ve treuung der beiden exotifchenVögel dem Dienstmädchen Anna lcropatsch, welche denn auch in den ersten Tagen der Ab Wesenheit ihrer Herrin die Papageien auf das Beste pflegte. Nun nützte aber auch das Dienst mädchen die Gelegenheit der Abwesenheit ihrer Herrin aus, indem sie eines Tages eine Partie in Gesellschaft mehrerer Freundinnen unternahm, von der sie erst nach drei Tagen zurückkehrte. Ihre befiederten Schutzbefohlenen hatte die 5?ropatsch vollständig vergessen und sie fand dieselben in ihren Käfigen iobi auf dem Rücken liegend. Fra Vogl verlangte energisch vom Dienstmädchen den Ersatz von 35 Gulden für die Pa pageien, das Mädchen aber lehnte ebenso energisch die Zahlung ab. FrauVogl klagte und jüngst ständen sich Gnädige und Dienstmädchen vor dem ÄezirkZze richt gegenüber. Der Richter versuchte einen Ausgleich und schlug der Klägerin vor, mit ihrer Forderung etwas herabzusehen, da man mit einem armen Dienstmädchen doch Rücksicht haben müsse. Armes Dienst mädchen?- siel hier die Klägerin ein. Hei? Richter kennen eben die Verhält nisse nicht. Da5 Dienstmädchen besitzt viel mehr Vermögen als ich. Sie hat 10,193 Gulden in der Sparkasse! Sie hat das Sparkassenbuch in meiner Ver Wahrung gehabt und ich weiß es daher genau. Sie soll nur zahlen!" .Papagei ist nicht so viel werth," meinte die Geklagte, die viel bc r böhmisch als deutsch spricht. Zahl ich nicht 35 Gulden für zwei Vögel." Sie haben Geld genug!" meinte die Klägerin. Wir werden einen Sachverständigen vernehmen müssen," erklärte schließlich der Richter. Um nun dieser Evcntua lität vorzubeugen, einigte sich die Parteien auf den Betrag von 25 Gulden, mit dem sich die Klägerin endlich zufrieden gab. Auch ein Thier freund. Am Stammtisch wird die Frage über eventuelle Gründung eine? Thierschutzverein? erörtert. Jnteressiren Sie sich auch sür Thiere, Herr Meyer? Gewiß! Ich bin ein großer Thierfreund! So? Wovon denn z. B. Na, z. B. von Gänsen und Enten. Die habe ich sehr gerne! Das heißt, wenn sie gebraten sind! '. Mancher lebt auf einem so großen Fuß, daß es ihm schwer wird, feine Stiesel zu bezahlen..

SDieit Von Julius Keller. Er hatte gestohlen. Es gab keine andere Bezeichnung für seine That er mochte nachgrübeln. soviel er wollte. Alles Andere war eitle Beschönigung er hatte ge stöhlen, hatte 'sich am Eigenthum eines Anderen vergriffen. Doch dieser Andere war ja reich! Sein Geldschrant war wohlgefüllt, seine Kinder waren für lle Zeiten ver sorgt wem also schadete der kleine Verlust? Die paar lumpigen Gold stücke kann der reiche Mann wohl entbehrcn! Aber ein Tiebstahl war's doch. Ein Tiebstahl, in heimtückischer Weise an seinem Brodherrn begangen Allerdings die Verführung ! Der Geldschrank hatte weit offen ge standen das kleine Kästchen unten war bis zum Rand mit Goldstücken ge füllt, die so verführerisch büßten und blinkten Daheim aber lag sein. des armen, schlecht bezahlten Schrei bers, junges Weib trank, matt kaum für sich und ihr Kleines mit der nothdürftigen Nahrung versorgt. Wie würde eine gute Flasche Wein, ein kräftiges Hühnchen ihr wohlthun! Wie würben ihre bleichen Wangen sich wieder röthen, ihre Pulse wieder lebhafterschlagen, ihr Muth zum Leben neu erwachen?! Und gerade da war der Herr aufge standen, und mit dem ihm zur Unter schrist vorgelegten Schriftstück in das ensiokende Gemach getreten war das nicht ein Wink des Schicksals, eine Fügung des Himmels gewesen? Ein kurzer, kühner Griff, das goldgefüllte Kästchen und sein häusliches Glück, durch Krankheit und Sorge vernichtet, blühte neu aus! Ei was, das war kein Diebstahl, das war Nothwehr Selbst erhaltungstricb.. .. Und so hatte er zugegriffen Nun war's geschehen und mit der schönen Beute in der Westentasche trottete er seiner Wohnung zu .... Anfangs war ihm ganz wohl und fröhlich zu Muthe gewesen.. .. Hilfe! .... Rettung'.- jauchzte es in ihm und schnellen Schrittes ging er einher Ta hörte er eine'Stimme: Ein Dieb! Haltet den Dieb! Entset)! fuhr er zusammen und blieb wie angewurzelt stehen. Der Angst schmeiß trat ihm aus die Stirn er griff sich mit der Hand an den Kopf. Schon entdeckt? Die Leute stürmten an ihm vorüber, rannten ihn beinahe um oder stießen ihn roh beiseite.. .. Er sah sie endlich Halt bei einem jungen Menschen machen, den ein Polizist bereits am Kragen hatte. Laut redend und heftig gestilulircnd um ringte man jenen und folgte, als der Schuhmann ihn davonführt? vom Johlen und wüsten Geschrei der lieben Jugend breitet Also, der war gemeint! Der war der Dieb! Nicht er! Erleichtert athmete er auf und ging weiter Aber das Geschrei verfolgte ihn der Ruf: ein Dieb! haltet den Dieb!" klang unausgeseyt in seine Ohren Doch das war ja Unsinn! . . . . Wie konnte er sich jenem gleichstellen einem vielleicht ganz gemeinen Straßenräu

der, der etwa ein inno beraubt, einer Armen ihr LeteZ genommen hatte.... Das halte er doch nicht gethan. Gewaltsam raffte er sich auf und versuchte aus andere Gedanken zu kom men. Was sollte er zunächst nun für da; Geld kaufen, um sein armes Weib zu überraschen? Wem .. .. Delikates. sen.... Erfrischungen Ja! Das ist's! (Zr will Einkaufe machen, das wird ihm die bösen Gedanken schon ver treiben!.. Aber wird man sich nicht wundern, dafc er. der blaffe, darbend aussehende Mensch in der ärmlichen Kleidung,' Goldstücke wechselt und Dinge kaust,; die nur dem Reichen gestatte sind?. Wird man ihn nicht mißtrauisch an blicken, Muthmaßungen, Verdacht he gen? Wird seine Unruhe, sein Blick der unstät ist, er fühlt es ibn nicht verrathen? Wird man ihn nicht festnehmen und rufen ein Dieb!- , Ach was! Alberne Bedenken. Die L?ute wollen ihr Geschäft machen. gleichviel, wo's herkommt! Da ist eine Weinhandlung schön erleuchtet und voll mit Leuten Hinein also! Rein es geht nicht. Er ist zu un ruhig Er zittert Noch nie mals hat er einem Menschen einen Pfennig genommen, nie etwas auf un rechtmäßige Weise erworben. Das schon der Tasche entnommene Goldstück glüht in seiner Hand wie Feuer Rein, er muß erst ruhiger werden, sich erst selbst überzeugen, daß er kein ge meiner Dieb ist, dann wird's bester ge hen Er wird zunächst seine Woh nung aussuchen, das Elend seines Wei des anschauen, das dürstig genährte Kindchen tüffen dann wird ihmMuth und Ruhe kommen, dann wiro er ein sehen, daß er recht gethan. .' .. .. Hastig betritt er das armliche Zim mer und seine heißen Lippen berühren den Mund der matt lächelnden Frau. Wie geht es Dir?" fragt er mit leiser, banger Stimme und gut, ganz gut- haucht sie in fast unhörbarem Ton. . . Gut, ganz gut!" Das sagt . sie im mer, die liebe Dulderin, und dabei wird sie immer dlaffer und immer schwä cher . Du belügst mich,- sagte er fast un willig und greift nach ihrer Hand. Es geht Dir schlecht, sehr schlecht.... Du leidest Mangel und machst Dir trübe G:danken.. ..Du brauchst Pflege und Stärkung Aber nur Geduld.. die sollen Dir werden! Du wirst nicht länger so elend sem! Ich . werde Dir aufhelfen!- : Seine Augen weiteten sich. Eine fast fiederha te Nöthe überstiegt sein Ge I.Qäfc '.V-2. '

C, slitCt) die fchllinme Zeit hat Ihr f Ende.'- fahrt er mit erhovener, aber

unsicherer Stimme fort, kommt Zeit, kommt Rath." Verständnislos sieht sie ihn an. Er aber greift plötjlich in die Tasche, und im nächsten Augenblick liegen die Gold stücke auf dem ileinen Tisch an ihrem Bett, im Licht der schirmlosen Lampe glänzend. Da, mein Schah!- spricht er hastig, da ist Geld! Das gehört Dir! Da von will ich Dich Pflegen !.. ..Warum sollen nur die reichen Leute gesund wer den, warum sollen die Armen an Lap palien zu Grunde gehen, die man mit ein paar Mark gut machen kann! Das ist ja Unsinn ! Niederträchtig keit! Ich willDich schon gesund ma chen und wenn das ausgegeben ist, giebts mehr!" Die hoffnungsfreudigen Worte er sterben ihm fast auf den Lippen er spricht leiser und leiser und seine erst so heißen, hellen Blicke umschleiern sich zu scheuem Ausdruck. Die Frau sagt kein Wort aber ihr Gesicht ihr Gesicht ! Das ist 'nicht Freude, nicht Hoff nung, nicht neu erwachende Lebens kraft. was; in ihren schlaffen Zügen liegt, das ist Mißtrauen, Verdacht, Entsetzen.. .. Dieb!Hat sie es gerufen? Hat sie eS mit zitternden Lippen ihm entgegenge schleudert, das schreckliche Wort ? . . . . Nein, sie hat nichts gesagt kein Laut ist von ihren Lippen' gekommen sieht ihm nur starr in's Gesicht. Und dennoch gellt das Wort m lerne Ohren Sie ruft es wieder und immer wieder Voll Verachtung und Zorn voll Hag und Abschen. . . . Dieb' Furcht, Grauen, Empörung Alles klingt aus dem furchtbaren Ton dieses Wortes , Und noch immer haben die Lippen des jungen Weibes sich nicht bewegt noch immer sieht sie verständnißlos den Erregten an. Er'aber rafft keuchend die Goldstücke vom Tisch zusammen, stülpt den Hut auf den Kopf und stürmt der Thür zu. . . . Dort wendet er sich noch rinma' um und spricht: Jch habe noch etwa? zu besorgen etwas sehr Wichtiges." Damit verlaßt er eilend das Zim mer Direct nach dem Bureau des Princi pals geht fein Weg. Ungestüm reißt er an der Klingel der Wohnung und ruft der öffnenden Magd entgegen: ch muß den Herrn sprechen. So fort in einer wichtigen Cache." Das Mädchen macht Umstände. Der Herr ist im Kreise seiner Familie. Er läßt sich nicht stören. Aber , es ist Gefahr im Verzüge! Melden ie mich! Er muß mich em psangen....- . Will's versuchen." I Athemlos wartet er an der Thür, bis er endlich ihre Stimme Hort: Sie sollen ausnahmsweise 'rein kommen.Hastig stürzt er, an der Verblüfften vorbei, in das Gemach des Herrn, der ' ihn bereits erwartet. , Was führt Sie so spät und unge stum zu irntr Ein Diebstahl. Herr Principal." Wie? Bei mir?" c r, f?W 3Sfi st.kl h. cve. Ou ifc i i iy i wi Fast tonlos wirbeln die Worte von seinen Lippen Während der Prinzipal unwillkürlich zurücktritt, legt er mit zitternder Hand die Goldstücke auf den Schreibtisch nieder. Dann wird er plötzlich ruhiger. . . . Er athmet tief aus und seine Stimme hat einen wctchen, flehenden Klang, als er fortführt: Nehmen Sie Ihr Geld zurück Ich habe es genommen in einem Augenblick des Wahnsinns Mit erstaunten Blicken betrachtet der Prinzipal den in maßloser Erregung vor ihm Stehenden. Und aus welchem Grunde sind Sie zum Diebe geworden?- sragt er dann in eindringlichem Tone. Der Schreiber sieht ihn scheu von der Seite an. Aus Liebe zu meinem Weibe," flü stert er dann Aber sie haßt, sie verabscheut mich dafür aus Furcht vor ihrem Tode und nun wird sie sterben, weil ich ein Dieb geworden bin'.Er bedeckt sein Gesicht mit den Hän den und, zum ersten Mal seit langer Zeit, rinnt es warm und feucht in seine Augen .... Da fühlt er. daß eine Hand sich auf seine Schulter legt. Er blickt auf und sieht in das ernste Gesicht seines Prinzipals. Sagen Sie mir alles ! Schildern Sie mirJhre Verhältnisse, wie sie sind. Verzehren Sie sich nicht in erbittertem verschloffenem Grimme, reden Sie frei und offen .... Warum haben Sie ge stöhlen ?- Einen Augenblick sieht der Schreiber den Prinzipal nach dieser Frage zögernd und unschlüssig an. dann aber löst sich seine Zunge, und in beredten Worten schildert er feine Lage und alles, was er während der letzten Zeit empfunden und gedacht. Immer lebhafter, immer erregter wird er während seiner Nede, jedes seiner Worte trägt den Stempel lauterer Wahrheit zum ersten Mal seit langer, langer Zeit spricht er aus, was in seinem Innern gewühlt und ge todt. So, Herr Prinzipal,- schließt er endlich, matt und ermüdet, seine Rede, so wurde ich ein Dieb.. .. Und nun thun Sie mit mir, was Sie wol len.Mit gesenktem Haupte erwartet er die Antwort, die nach kurzem Zögern folgt. Nehmen Sie das Geld da wieder, es gehört Ihnen.. .. Sie haben einen kuriosen Umweg gemacht, meine Unter stützung zu erbitten. Hatten Sie. an statt sich dumpf und verschlossen in ohn mächtigem Zorn gegen mich, der ich mehr' als Sie besitze, zu verzehren, mir

oNen dre Verhältniße da-g.'legt, eS wire nicht so weit gekommen. Aber noch ist s. Zeit Ich glaube an Sie und rcrtraue Ihnen Sie bleiben in meinem Dienst und die Goldstücke da verwenden Sie für Ihre arme Frau und zur Besserung Ihrer Lage. . ..Na. greifen Sie zu! Oder soll ich's Ihnen noch schriftlich geben, daß das Geld Ihr rechtmäßig erworbenes Eigen thum ist?".... Wenige Minuten später stand der reuige Dieb wieder auf der Straße und eilte seiner Wohnung zu

C7 a i nniiiimAi rwrfstA I icauiui muujic n uuuiiuiL ivuiuuj allerlei Einkäufe an Wein und Telika teffen, und es kam ihm dabei gar nicht in den Sinn, daß man ihn seiner Geld ausgaben und seiner Goldstücke wegen bearamöbnen könnte.... Und als er vruruivvllilctt iimiuc... uuu ms u nachHause kam und seiner geüngstigten ! Fcau alle Kostbarkeiten auf das Bett j Hl. " v "Lc L . J.-. x tUH, UU IUU IC lljll illUJl Ull vpi uu, wu schrie es ihm nicht enlqegm .Dieb!" -! - schlang sie ihÜ lK..U und ; erte zärtlich: I h:,r, ß..fh ' UlClt . Wo hast Du denn das hergenommen?" Gestohlen nicht, Weibchen! mr,, !omnt!t Du aus so schreck lche Gedanken JJll sin ilD I Gestohlen! Aber Mann! Wie ;; : " 7, .v 1tttX Da erarin er ihre lchmale Hand und bcdcckte (Ve mit leidenschaftlichen Knssen. .3a. Du Hast mr. toaA leisk. ; (,. ..(,f(,. irfi mit muwm verhaltenen Thränen, ich rill I k? D I Die PerlensSinur. Herr," sprach Abdullah und trat mit seiner Schwester Fatme vor den Richterstuhl, Du wirst Dich vielleicht noch des tapferen Abbaz entsinnen, der Vor dreißig Jahren starb. Er war unser Vater und hinterließ uns Beiden zu gleichen Theilen alle seine Habe, die wir bis jeit gemeinsam genossen. Wohl ist Fatme seit einigen Jahren mürrisch und zänkisch : aber ich gab stets nach. weil ich den Frieden liebe. Nun jedoch habe ich mit vor Kurzem die schöne ai,,4 ,.x Zoraide al. Braut erwählt und gedachte ihr diese kostbare Perlenschnur als Geschenk zu geben das theuerste Andenken, welches ich von meinem Vater besitze ; denn er brachte sie mir, als ich fünf Jahre alt war. von einer Reise mit. uno seitdem ist sie mein ::tk.... , X cc....,,tt E'gw'hum. . 0)y c . auch dies fei ein Erd tuck un eres ater, .f.. , -... cilkz. Äasr sieMeiM Ui ,l8n; nicht S JffÄ" MAS mei fchr wohl, nur um meiner raut Ä., verdttbm-denn meine azwetter nnu nicht, van junge Zoraide als Herrin einziehe in unser Vaterhaus! Nun, weiser Kadi, richte!- Der Kadi neigte sein Haupt, dann frug er: Fatme, ist Alles so, wie Dun Vater lagt? . . :. ... entgegnete sie. bl.AlleS ist so ... , . , . . (yi , f . aus ,eme Behauptung, die Perlenschnur geyore iym .auein: j u iuiu cder Bater ihm senkte? Jch bestreite das und verlange me.ne Mte:-warumichdasthu ist für Deinen Rtchterspeuch gle,chgulttg' Nun Abdullah," wandte sich der Kadl an dteieit. hast Du lebende Zeugen oder eine rist, um darzuthun day Drr De.n Vater die Perlen gab?Ich .habe nichts dergleichen!- entgeg. nete der Kläger. rK??)7' für Dich!" sprach der Kadi In Gute. das sehe ich wollt Ihr Euch nicht ver1 m i XM ini X M I vT I X lllClLyi sür die Hälfte der Perlen!Gut", fuhr der Nichter fort und winkte seinem Schreiber, .so muß ich ein Protokoll hierüber mit Euch aufnehmen und dann das Urtheil fällen! Sprich. Beklagte: Du heißest Fatme wie viel Jahre zählst Du?" Da wurde sie verlegen, stockte, sedte mehrmals an. schmieg aber doch. .Wie alt bist Du? - wiederholte der Kadi. Rede!- - Endllch antwortete sie lelse mit gerathetem Gesichte: .Achtundzmanziz Jahre alt Un s.... nx ittfstU .So?" sagte der Richter und lächelte schlau. .Hiermit spreche ich die ganze Perlenschnur kraft Gesetzes dem Abdullah allein zu. Nimm sie hin. Kläger, und ziehe ruhig Deiner Wege!

Fatme ist gar nicht Deme Schwester; steh des Packer Instituts, welcher diedenn Abbas starb vor dreiölg Jahren Winter einen Vortraq in Brooklyn und sie ist erst achtundzmanzig Jahre , suts okrd Auä Lcisuo hielt über

ilt! KrankeFrauen. .Ach, 'wie hübsch. Frau Asien or, daß man Sie wieder einmal trifft! Sie sehen

allerdings etwas leidend aus: noq gies nicht nöthig, die mug man sogar ach. ich bin ja selbst so krank - zurückhalten. Und." fährt er fort; Freilich, freilich. Frau Revisor, man ' sehen Sie sich einmal die Hochschule sieht es Ihnen an! Aber wissen Sie, ' an, auf je sechshundert Mädchen iü habe entsetzliche Magenkrämpfe ge- kommen zweihundert Knaben und wie habt in der Zwilchenzeit zum Rür- - lernen diese Mädchen ! Oft bis sie ' risch werden, sage ich Ihnen!" .O. faktisch unter ihrer Bürde zusammendas ist noch gar nichts gegen meine brechen.Gliederschmerzen Tag und 1'iacht habe ' Auch in Teutschland erheben Lehrer ich geweint, versichere ich Sie! Und erst ihre Stimmen, man lese die Artikel von mein Kopf! Wie wenn ich ein Ham- Dr. Richard Wultow, Schuldirektor in , merwerk darin hätte " O, davon Hessen, der sich oar noch nicht zu der reden Sie nur mir nicht! Wenn ich Ansicht des Dr. Backus emporgemeine Migräne bekomme. wirft'S mich schwangen hat. aber doch den Frauen ganz im Bett " .Aber das ist bei und deren Studium ein warmes, gemir noch viel ärger; ich meine " .Ah rechtes, unparteiisches Wort redet, pah. liebe Freundin, keine Idee! Ihnen Spät erwacht er, der deutsche Michel, fehlt ja gar nichts gegen . mich - aber er erwacht doch und ist er erst ein.Was? Mir fehlt nichts? Glauben mal so weit, dann schreitet er auch rüstig Sie vielleicht. Ihnen fehlt was? Das , weiter.' ist ja doch blos lauter Einbildung!" Was den Mangel an Humor bei Wenn Deinem Freunde den Frauen betrifft, so ist die Ursache etwas Unangenehmes begegnet, so frage wohl darin zu suchen, daß es der Frau ihn nicht nach den Einzelheiten, sondern bis jetzt noch nicht zu wohl geworden l wende Dich an seinen Nachbar, der Dir ist sie ist immer noch zu sehr geknechmit Vergnügen Alles erzählen wird. tet. Auf die,e Weife sparst Du Deinem' Doch kenne ich auch humoristische j Freunde Aerger und machst seinem Bücher von Frauen geschrieben wie Nachbar Freude. j .Helens Badies-, .Josiah Allen- u. s. ss fi A st t Ci a I a n t r i Xrati. w.. aber die sind für viele Herren Zuk-

lein : Acb. wenn icb nur wünte. wie morgen das Wetter ist l" ' Berkhrer : 5 miP nirn rn.ir' iA irfa ein 5ak. trsck. um5bnen daZ bestimmt saaen lu können !"

Für unsere Frauen.

hubcrci von Mutter S. An Frau S.! Sie und auch die anderen Damen werden mich freundlichst entschuloigen, da ich Ihre Briefe nicht sofort beänt Worte, aber der mir zur Verfügung ge stellte Raum gestattet mir dies nicht. So habe ich mir Ihre Briefe in der Reihenfolge hingelegt und werde sieder Reih: nach als Thcma meiner Artikel benüken. Wir Frauen müffen doch ein äußerst iti4Xnrf:4.a ctu, ;; I" c" sl"ic? ."""L??"10!11 die Herren sein, da sie in jeder Tonart über uns herziehen. Ich möchte die Frau sehen, an welcher der Mann nichts auszu:etzcn hätte! Ist die Frau füg' f .. :r r:. .? ff 1 Ö f ' 6alj . cr' l? st ndWich so lst ne lelchtunnm: it sie energisch. .j,4 1 4 ; U : Wf" w i J l -mt Stachen gt, ernpdlj b e. tUllllllVt IV VtVV Mit lltlll MUV Halt so ist sie ein HausHammel; be. en ... : 3 ijcijii ic griiiig? ytugrung wiro iiraas ein Mannweib, mit spitzer Zunge, und ein verschrobener Blaustrumpf aus ihr gemacht. Kurz, sie foll wie das Chaeon auf BcZehl und nach dem Be- j 5 r m . t i 1 iteoen lyres Alannes sie kZarve wccy ein: -1 .. o;,,. , "lclllnnlf j & 1 ÄÄ,6 a?j 3 je,b ? nstbere t. vcrvlv cil; gegen oic moer qe streng, verständig, liebevoll. Ach. i , t . iung geoielcno uno evensaus geoutolg; gegen die Dienstboten gebieterisch, couragirt. maßvoll und nochmals geduldig Ihm soll sie die unterthärngste Sklavin sein - dankbar, daß er sit. zu dein gemacht, was sie ist: für die übrigen Hauszcnossen die Herrin, der sich Alles unterordnet und die für Alles verantwortlich gemacht wird. Was wird uns sogar im neunzehnten Jahrhundert nicht Alles vorgemorfen! ic können kein Blatt, Brochüre. Journal oder Zeitschrift in die Hand V! " ' 1 " T Öl n"Ä len in Uvahrhelt uns aber unver- , , .m', mMt üw HIIIV rMtv VJV IVI1V b'VVh ItVVfr uns herfallen und uns in Stücke reinen. Und was thun die Fraucn'i Stolz gehen sie auf ihrem Pfade weiter nur wenige werfen sich zu Vertheidigern ih rcs Geschlechts auf. t t aip KYf j W9 viius uiw&iui iimutunucu vrs Manms ist it. dik Frau üb.'rwp, qe- ,-.,. ,.. ringer ai )a) tlot zu achten, denn er säÄe- jpg " allen Zeilen Frauen .geben hal. Silh nii1((u mih ?,' 7' .....t. V1 1 . l. . . 7 . : f v.: ICllUllCICII. .'KUI1UII VwlC (UlillUl wie großen Männer, wie: Schiller, Goethe, Heine,. Schesfcl, Humboldt, Reuter. Shakespeare, Dickens, Beethoven, Men delssohn, Wagner etc. kurz. Alle, ob sie nicht ihre Größe zum größten Um slnreg?nbcn Verkehr mit .4b.UV.ll Vlli UlltVll.lIVlit -UllIVUl , geistvollen Frauen zu danken haben. m heute noch große Zeitungen b,hpten. daß dem Manne die BitBefreiung, der Frau nur als Ballast dient so kann sich eine solche g u w beklagen, wenn sie scharftn SM erntet. Und die B.chaup. Geistesbildung die Frau is natürlichen Beruf entfremde, ist j, mnüd). Im Gegentheil, die inntdenn Bildung. Logik. Denken erleichtert doch alle Arbeit. Und wer erzieht denn die Kinder? Der mnni In unserem Zeitalter des m , Geld. Ehre. Genuß und ' 7 T . thümer zurückdrängt; wo sich' die Zahl oer Unwijenden allerdings vermlnoert, aber auch die Zahl der wahrhaft Gebildeten sich nicht vermehrt da braucht der Mann wahrhastig der Bildung der Frau nicht hindernd im Wege zu stehen, sondern sollte ihr allen und jeden Vorr,.k ,iit,n . Doch ärgern Sie sich nicht. Die i M Ut Hn. welche kopflose, zopfige , nhinnf ausstellen, wie wiblicke tnlt rinÖ Ausnahmen oder Frauen ' b?fo keinen-Humor. wird immer gerlnaer. nno dies cen men. oie nicht mit dem Zeitgeiste voranschreiten, denn wahrhaft gebildete Männer agiti ren für Frauenemanzipation. Da ist zum Ersten Dr. BackuS, VorMädchen als Schüler. - .Die Knaben-, sagte er, .muß der Lehrer immer anspornen, bald durch Lob. bald durch Tadel oder durch Strenge. Bei den Mädchen aber, ist kermasser. sie sind ihnen nicht gewürzt genug; die zcsige Generation mug EheVruchsdraMkN habkN kiNkN JkiK . Reuter,, den man jedem Kind in die i ßinö aeben kann und der mlt temem

dNltchen, zum Herzen dringenden Hu mor dcs Menschen Seele erfreut den lesen sie nicht. Weil ich gerade von Fri& Reuter spreche lesen Sie einmal Durch' läuchting", wenn Sie sich vor Gewitter sürch en. Wenn Ihnen da die Lacherlich'eit Jh.er Angst nicht klar wird, dann sind Sie nicht ZU heilen. Das ist auch ein wunder Punkt im weiblichen Charakter, die Angst vor dem Gewitter, Kugelregen. Pferde, Feuer u. s. w.. die d.'r Emancipation der Frau sehr im Wege ist. d.'nn wenn man sich dem Manne gleich stellen will, muß man auch den Schutz des Mannes entbehren lernen und sich Muth aneignen den Muth seiner Ueberzeugung und in Ge

fahr sonst kann kein Weib Bankkas siererin oder Richter werden. Dies liegt aber auch viel an der Er Ziehung; würden die Mädchen praktisch sür das Leben erzogen, wie der Knabe, würden sie reiten, fechten, turnen und sich an Spielen betheiligen lernen, auf daß ihr Körper gestählt, ihr Muth erweckt würde, denn die Frauen der Wilden sind den Männern an Kraft gleich, ja, sie überbieten den Mann noch an Ertragungssähigkeit. In Europa, wo die Frau oft mit Ochsen und starken Hunden an einem Wagen zieht, wo sie den ganzen Tag mit auf dem Feld arbeitet da liegt der Mann am Feierabend auf der Bank vor der Hütte, während die Frau zu ihrer Erholung die häuslichen Bedürfnisse besorgt, oft noch ein Kind dabei nährt und dennoch ihre physische Krast erhält. Würden die Mädchen ähnlich den Knaben erzogen und ihr Wollen und Können geweckt, so würden sie bald die Männer überflügeln. Aber da sitzt der Halen die Madchen der besseren, deMittelteil Kreise werden verhätschelt, vermödnt. gepflegt, behütet, bis sie die schwächlichen Puppen der modernen Erziehung werden, die zu nichts gut sind als zur Favoritin: die auf der Welt nichts verstehen als das G.'ld aus dem Hause zu bringen und Shoping zu gehen: die trotz allem Fortschritt noch zur Wahrsagerin lausen in Liebesund Krankheitsfällen. Dies ist faktisch wahr und nicht blos in den unteren Schichten, sondern auch in den sögenannten gebildeten Kreisen zu ftnden. denn eine Dame erzählte mir, daß sie von einer Wahrsagerin die wirkliche Krankheit ihrer Schwester erfahren hätte: doch habe die Wahrsagerin hinzugefügt, daß der Kranken nicht mehr zu helfen wäre. Als meine Freundm dies dem Arzte, der ihre chniester be handelte, sagte, antwortete er: .Dles ist mir nichts Neues, nur habe ich Jhnen den Schmerz ersparen wollen; es ist doch noch früh genug, wenn das eintrltt.Daß gebildete Frauen noch aber gläubisch sind, ist Thatsache, aber auch viele Männer sind es ; die haben es wohl mit der Muttermilch eingesogen und können es nicht mehr los werden. Deshalb, bildet die Frau und Ihr bekommt tüchtige, geistvolle Menichen, denn die Eindrücke, die das Kind in der frühesten Jugend empfängt, sind bleibend und der Knabe ist doch, oder sollte doch bis zu seinem zehnten Jahre der Obhut der Mutter anvertraut werden. Wenn ich sage, sollte doch, so meine ich. daß gewisjenhaste Mütter sich ihres Knaben bis zu diesem Alter annehmen und ihn Nicht der Willkür der Wärterin, Amme, oder, des Dienstmädchens überlassen. Was die Arbeit der Frau betrifft, so bin ich anderer Meinung und stimme mit Ihnen in dieser Beziehung nicht überein, daß die harte Arbeit blos für Männer ist und Straßenreinigungen nicht von Frauen besorgt werden sollten. Im Gegentheil, Frauen verstehen das Fegen und Kehren viel besser, als die Männer, und es gibt genug starke, robuste arme Frauen, oie'dies besorgen könnten. In Berlin im Thiergarten können Sie Frauen genug seh:n. die, mit Schippen. Besen und Schubkarren bewaffnet, die Wege reinhalten. Ich kann in der Arbeit,' wenn die Frau sich dem Manne gleichstellen will, nichts Degradirendes'sehen, warum könnte sie nicht Milchkunden besorgen, Zeitungen tragen u. s. w.? Wenn die Frau selbst spazieren fährt, so kann sie doch auch einen Milchwagen fahren. Kurz, ich bin dafür, daß die Frauenerziehung einer gründlichen Reform unterworfen werden sollte, so daß die Frau, wenn die Nothwendigkeit an sie herantritt, ihren Platz ausfüllen kann und nicht bei jeder Kleinigkeit in Ohnmacht fällt, wie bei einem Schnitt in den Finger, oder wenn eine Gardine brennt, sondern wacker zugreift und sich selbst helfen lernt. Gerade durch den panischen Schrecken, der die Frauen im Moment der Gefahr besaut, aehen so viele Men scbenleben verloren. Und durch die Scheu, ihre Meinung frei heraus zu saaen und ihre Sache selbst zu verfechten, kommt die Frau oft in die Hände von Hyänen in Menschengestalt, die ihr die Hinterlaffenschaft ihres Mannes abnehmen, welche sie und ihre Kinder vielleicht auf Lebenszelt unabhängig ge' machhätle. -Sie müffen mich nicht falsch ver stehen ich will nicht die Frau zur Straßenkchrerin stempeln; aber dies dünkt mir noch lange nicht die härteste Arbeit. Ich wetie darauf, daß der Arzt mehr Sklave ist, als der Strafen kehrer und doch dränoen sich die Frauen gerade zu diesem Beruf. Glau den :e mir, es lommt mancyes tm ärztlichen Beruf vor, gegen welches der Beruf des Straßenkehrers vorzugehen ist. Ich will hier durchaus nicht gegen die Frauen als Arzt fprechen und be grüße den weiblichen Arzt für Frauen und Kinder als eine Wohlthat; aber ich verachte auch keine andere Arbeit und wenn es StraßenrelNlgen ist. Remigen der Strafen ist aeiunde Be wegung, da brauch! man keine TurnPlätze. ' Jedenfalls ist Arbeit mag sie sein was sie will viel ehrenhafter als von dem Erlös der Reize zu leben. was so viele arbcttSjchcue.LadieS- vor ifin

Chinesisches.

Professor Douglas, Lebrer der chine , sischen Sprache am KingZ College in London, begann dieser Taze eine'Reihe von Borträgen über China. Douglas hat selbst einige Jahre im Reich 'der Mitte gelebt. Aus seiner ersten Bor lesung fei einiges hervorgehoben. Die Gesellichaft in Ehina ist 'in v:er Klaffen, getheilt: Gelehrte (die nicht Mandarinen sind). Landbesirer, Handwerker und Kaufleute. Die Gelehrten dürfen nicht gefoltert werden, ehe sie nicht ihrer' akademischen Würden entkleidet sind. Sie bilden eine gefäbrlich: Klaffe, da nicht genug Stellen für sie vorhanden sind. Sie sind zu stolz. Handarbeit zu verrichten, aber Nicht zu stott. Bummler" zu lein. Die chinesischen chrtttsteller besitzen keine Originalität. Wenn sie wirtlich etwas schaffen, so geben sie nur Com mentare zu dem. was bereits geschrie den ist. Ihr Gesichtskreis ist beschränkt: es sind diese Gelehrten, die fast alle Zwistigkeiten zwischen Fremden und Eingeborenen veranlanen. Außerdem verhöhnen sie mit Borlicbe die Behör den. In der chinesischen GesellschaftsOrdnung nehmen die Landmirthe die zweite stelle ein. Sie haben so viel Steuern zu zahlen, daß sie arm bleiden. Dle Klaue, welche zur China am meisten gethan und noch thut, nämlich die Kauf und Handelsleute, hat den untersten Rang, lhlnestfche Kauj und Handelsleute erfreuen sich jedoch eines guten RufeS als ehrliche und rechtschaffene Leute. Die sogenannten Aerzte in China sind Empiriker, die von der Einfalt und Narrheit des Vol kes leben. Amputationen werden nie in (5hm vorgenommen, da dieselben als eine Mißachtung der Eltern" angesehen werden. Der Chinese verliert lieber sein Leben, als ein Glied feines Körpers. Was das Gerichtswesen an betrifft, so werden Prozesse dort ohne die Anwesenheit von Vertheidigern und Advokaten geführt. Der Mandarm entscheidet. Bewerber um Aemter mütten sich einer Prüfung unterwerfen. Sie ha den sieben Bändchen chinezischer Klassi ker zu studiren. Dieselben sind aber mit einer Menge von Kommentaren versehen. Die Prüsungen werden alle drei Jahre abgehalten, und die Examinatoren werden vom Kaiser gewählt.' Ungefähr 8000 Kandidaten melden sich zu jeder Prüfung. Jeder derselben wird in eine Zelle geführt. Vorher wird jedoch genau untersucht, ob er nicht eine Eselsdrücke- mit sich führt. Diese sind oft so klein, dak der Kandidat sie in seinen Zops flicht. Die Exa minanden haben über Terte aus den Klassikern, die ihnen angegeben werden, 3 Aufsätze und ein Gedicht zu schreiben. Sie haben zwei Prüfungen zu bestehen,' ehe sie ihren akademischen Grad bekom men können. Nur 5 v. H. von den Kandidaten bestehen die Prüfungen. Aus diesen werden dann die Staatsbe amten genommen. Eine Seydelmann.Zlnekvote Erinnerungen an Karl Seydelmann brinat der B. B. C." zum 100. Iah. restag der Geburt d.'s berühmten Schauspielers. Hier eine bezeichnende Geschichte : iuus '.'ivendZ, ais die 'orneuung im Kgl. Schaujpielhause, in der Seq delmann mit seiner Collegin Charlotte v. Hagen auftrat, beendet war. begab er sich nach der Conditorei von Stehely, um Recensionen zu lesen. Ta hörte er am nächsten Tische zwei Herren über das vortreffliche Spiel des Fräuleins v. Hagen sich unterhalten. Jeder der Herren war voll des Lobes, ja, einer' sagte : - Ein himmlisches Weib, diese Charlotte ! Ich würde für eine Locke ihres Haares auf der Stelle zehn Lonisdor geben !" Schnell erhob sich Seydelmann, trat an den Tisch der beiden Herreu heran und sagte: Mein Herr ! Ich nehme Sie lim Wort; Wenn Sie eine halbe Stuiie hier ver weilen, bringe ich Ihnen noch heute eine Locke dieser Dame.Freudig überrascht bat der Herr,' welcher den berühmten Schauspieler er kannte, nm Ersüllung dieses Versprechens. Aber es bleibt doch bei den zehn Louisdor'i" fragte Seydelmann.' Versteht sich." Eilig entfernte sich der Mime und begab sich zu seiner gefeierten Collegin. Er trüg nun sein Anliegen vor und schloß lebhast mit den Worten: Zehn Louisdor will er mir sür eine Locke von Ihrem Haare zahlen! Wie viel Thränen kann man mit diesem Gelde trocknen, wie viel Elend lindern! Ich selbst weiß eine i n f ! i . cv v:r UlllUUHUfc (jUMillti. vuuyw vtv Summe von drückender Noth ' erlösen wird!"' Lächelnd ergriff die Künstle, rin eine Schcere, übergab sie dem Bittsteller und sprach, indem sie ihr schönes Haar löste: Schneiden Sie nun auch die heilspcndende Locke ab!" Tags darauf stieg Seydelmann in einem unansehnlichen Hause vier Treppen hinauf,' trat in ein elendes Dach!ämmerchen das eine zahlreiche Familie bewohr.tr und übergab mit herzlichen Worten die zehn Louisdor. Die Freude die'er Leute über ein so unerwartetes reiches Geschenk war unbeschreiblich. rt:.cf x. o.nti j i V I t i uti 01 he it. Denken Sie sich nur", klagt v:. cv-. .... i'uu. ..inXin ! üic uiuu -üiütiüi (iiki u"u"v"r wie zerstreut mein Mann ist : Echter nicht gestern Nachmittags nach . dem X ff. in fRHrtttfrr siinf-r ttMtt vsuuiy utij i . fcvu. , - " - Studenten her in'S Leihhaus, versetzt dort seine Uhr wie die dieser,' folgt dem; Studenten auf die Kneipe, uud . ver i v - i v m..m 'CvfXf Int X mim oori oen Huiijui ser !" ' - Stylblöthev JJ.'.aliog. sie wie eine Marmorftatue und lächelte so lalt, wie eben nur karrarisch:r Marmor . lächeln kann. . . j Zweideutige W arn un cni.' (.a..v r.t n?iM Vui iviv)tuy 1 w4fc .. etnes furiii!.,; : fteiatmuna wtrd c:r:::r.t !" !