Indiana Tribüne, Volume 16, Number 256, Indianapolis, Marion County, 4 June 1893 — Page 10
Einige Rathschläge für daö f ff- 17
Mrunittnr. Alle Menschen haben zur Frühjahrkzeit eine Medizin nöthig, welche daö Blut Verändert. Der erste warme Frühlings tag zeigt uns, daß das Vkut zu dick ist und die Le0er Vicht richtig arbeitet. , Wir leiden an Verstopfung und die verschiedensten Kran?heitöerscheinungen folge, wie Kopfschmerzen, schlechter Heruch aus dem ZÄnndc, fettige Kaut, Ausschtage, Schwindel, Ax xetittostgkeit n. Mattigkeit, lle diese Krankhettöerschelnungen Jind bekannt unter dem Namen Frühjahrs'Fieber. Wenn hiergegen 'nichts gethan wird, können leicht schwere Krankheiten entstehen. Das teste Mittel dagegen ist nbedingt da r6 reis pkilitt,l. Az!.ANusbUlttn!K's Äanlburaer 5roHfcn. " ' ' Ferd. A. Müller. tkachfslger oa ergk Viüuec.' CM . . X . gfc . ÄNSZNöNör. z v 2ic akertluua do Rezepte , schiebt t. dzrläsflk,r. sschverftiindiger Weise. Südweft-Scke der 'gWasbingtsnnndS Alk ESST Telephon 8?0. DU. XETznun.iTiEZ&Ti'' Chirurg und Frauenarzt. Heilanstalt und Cfftcr: o. 194 vst Vttckigan . . etTOße. (ttle l'fartacönwtt woenue.) läflltii von 2 I Uhr. Sonntag ausgcnommen. Dr. Xmelia . Keller, Office: 369 Süd Meridian Straße, , ju uqr vorm. Ofiice'Ttuuden : J-Uliita4m. i I 9ll5jr Vltrnö. 9-ia uhr Vorm. Telephon 907. Dr. Wagner, Dsftet: o. öU Cel Sblo fctr . 4 OlKceTtundk : fr-1? Nl,r ennUttjl Uhr achttt. östzaung : kike reeda V'eol, de Telephon bU. Bloß daS Neueste in 'W'ir'W und Dekorationen, und die schönsten -vjn rwtM, W üfitts Roll . Vorhänge Mlt Sransen, zu den niedrigsten Preisen. Carl Möller, 161 Ost Washington. Straße. Willkommen Lenz ! Darbringst uns Herrenneuester Facon, in großer Auswahl zu ' tt 9 9 billigen Preisen. 1 M M mmm. Amtm. tmAm mtmm AWm mmmm mmvvrgWf R. ZS. Scke Pennsylvania und Walbington Straße. rrrrrrFeine Weine und Liqnöre sürd'N 5iansund Kamilienaebrauck v ' bei 13a4-ö1 1? (PaTIXVH V mZVltälL II.. HUllf ij 5 20V Oft Washington SttaKe.
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V. 0. ,. Cuttimr. Wrtnr TVnts ' So wird manch u VM y er meiner Lcser'vttstandiribvoll ifen. Wenn er erfahrt, daß ich ein mtSiifn turnn er ersah kleiner Beamter und Vater von sechs ..,-i; iiinfcem bin 5awobl. ar iner Teufel!.... ...... ....... --- - V ' " I (r n nin Kihr ftH AaAciioIi s ie ' . - I sind alle mehr oder weniger Egoisten), dem icb einmal mein Leid klagte, kiwie. m. . rn. derte achsel uckend, er fände eö unmora lisch, gar nichts Andares als Binder tu besitzen ! Unmoralisch ! Als ob dieslS Epilbcton nicht weit ehcr auf Sol' che anwendbar wäre, die, wle jener Ha . - . r r cstolz doch, meine Allsicht ist ja nicht die, meinen moralischen Werth ge. w.w - . -w - tai cte, memen moranzqen veriy ge gen den eines kaltherzigen Junggesellen in die ZLaqschale zu legen, sondem ich wollte dir 'theilnehmender Leser, eine ' ' . m 9 m . Episode au? meiner Leidensgeschichte er labltn. Also nochmals, beklage mich : ich bin ein kleiner Beamter und Vater von scchS unmündigen Kindern. Wä ren sie nur unmündig" in buchstäbli chen Emne, aber leider töottes, t ttn f r zwölf und noch mehr ! Du wirst mich sicherlich nicht der Ver schwendung zeihen, selbst wenn ich dir geschehe, daß feie Hat regelmäßig an sedem 25. de V!onatt leer ist ganz leer total leer ! mich beschenkt W. f1t iache meines Schreibtisches ein ziemlich t V.HVHi - B I uwiAtr.! N.s.m.v,rt m t- fc tttz wivvuviiw v iv vaiii - P l . . ... ... r v . I rotdangestrichenen AufZcvrifl : ,,o,e iDas Couvert liegt noch auf derselbe Stelle, aber ei ist geplatzt, und tatt der K. 'r""'' .'I-.''". Zir Sven ion vie mannig,,g,,z , Rechenkünste versucht, um eS dazu ; ' . 1 . mm. I bringen, das Budget doch wenigstens d's Y. i ... ... I zum 27. ooer u. im cywimmcn zu ei palien urnjonu i iii cein., ctiaj sieben Uhr Abends, ist der letzte Kreuzer iwrAu.A.fsnni . w w tm m a r i I . Vifc miwv Mivnvt I ICPICCn, invv,vnvr im uhwiuv i i;. nn w,lä:ck. kttickten tr.-.rT I v,,,, "X" , . Tante Ursula ist uns nie besonder, nabegestanden. Seit 20 Jahren war st, hnn su;. srta,,aen. um si in raa "T' '"'öTK : r niederzulassen und Vkuftlunterricht zuge. tMU vvvurnw v v " " Mltt,' l . .... I Erst nachdem wir von verschiedenen Seiten erfahren, daß Tante Ursula e nthmAt. RA im Paus der Stahlt .in kleines Kavital iurückiiuleaen. ver. ft;., w: .. i de enaliicken Kra. tulations.Karten, auf Kelchen Genien als Briefträger oder Postillons, theil weise bekleidet, einen bunten Blumen stiauß in den Händen haltend und untei einem vorschriftsmäßigen Kratzfuß ei Havvy New Yoar wünschen. Schließ, (l.nnvN0w Yar münTAeit. Seblieit. lich aber, nachdem wir von authentischer . am a a I nTT virr(fr wrd,n. 'Sani Un f.. t. on nna ev.. Illia (IHl Mlliil vvi v,vvv vi.vui sage zwanzigtausend Gulden in guten Staatspapieren lien habe, da glaubten . l r i oni . . . . i v:. wir voll) oen lomenl geiommen, v o alte Jungfrau ander? behandelt zu wer. k,n nerdiente. Da Sckicklal will es ja einmal so, daß wahr, Verdienste erst fn n.r'nt wden. fö auck bitt -r ZZ. !. " I nur gut, dachten wir, daß es nicht über. v ' ' . . r 7 i haupt sckon zu spat war. ' 1 ' I ctl-b i .rr. r.t c. ...v :x . i Sfr, J,X,1 dhtt ein, niiartfe. jürnui Hl lü bvh otnuu ttiiv iu um I VK Vwr V w w gen glänzenden PapierS gebeugt, das von der lullen ae vi uoer oen ganzen sinken Rand berab mit einem förmlichen Urwald von Blumen aller Farben und Gattungen besäet war. Phrasen wie f.fw or . c u t r verwandt cyatliieoe Vanse", evrenyas tes Streben," bewunderungswürdige Ausdauer heroische Thätigkeit" und dal. wimmelten in unseren Bratula tionSBriefen ; wir wurden nicht müde, die Verdienste der Tante m allen Tonar ten zu besingen und sie unserer anwan delbaren Liebe und Ehrfurcht zu versi öern : lieber mmel, das Geld ist ia eine so schöne Sache ! Um des Gelde, willen übersehen wir gern alles Andere, wir finden das Häßliche schön, daß Schlechte gut, das Dumme gescheidt, das Gemeine originell kurz, hoch das Geld, daS Geld, das löeld !.... Denke dir, liebster Leser, unsere ftea dige Ueberraschung, als bald nach Ab Ul Neujahrsbriefe ein Schreiben. er Tante kam. worin sie uns anzeigte. daß sie gc'onnen sei, ihre Leltlynen aus zugeben, sich in's Privatleben zurüchu neben und na vuien zu übersiedeln. ytzt ooer nie i naq rurzem yamr lienratb wurde beschlossen, ihr be, uns . . vt t ry Gastfreundschaft anzubieten, - d. h. das i- . p v- r ri f.i. imatiioT arait. nur tut oic du iouii st, einen kleinen Betrag beisteuern, Jkreilick würden wir von nun an ena wohnen, aber was thut man mcht All einer Verwandten zuliebe ! Du lächelst spöttisch, lieber Leser ? Bitte, nur zu, aenire dick nickt. ' . . . . . " 0 ... . , i . .an. r' HO wir raumien oa grvijle Zimmer und theilten es so em, daß m zweiten Gemach Jenny mit den drei Mädchen, . hn Qammtl iA m;t bcn krc; zaben Platz fanden, oder vielmehr finden muß tm. Natürlich stellten wir Alles, was I " - - . w an besseren Möbeln besagn, in da immer der Tante. ' Ein glücklicher Zufall hatte es gefügt, daß gerade zu dieser Zeit ein kleiner Ne? benverdienst ins Sau siel, der uns da ausgezeichnet zu Statten kam. Ein Jouri nal annoncirte, daß es unter günstigen. Bedingungen einen Zeichne? aufzuneh nun toünfckc. der in der Laae wäre, w wisse interessante Tagesereigisse zu illu, ftriren. Ich meldete mich zaghaft und würd in meiner anaenebmen lieberm schung auf zwei Monate engagirt. Frei . r r r f i.f X. 1. . f. tiy ersuyr ic nacitaaiit, cop einer meiner Concuttenlen emaewilliat bebe, weil das Honorar em ganz besonder - . w- ' . elendes war ; aber meinen bescheidenen Ansprüchen genügte es vollkoen,.nd no sai iö denn allabenolls cn memen Schreibtisch, um die bestellten Aktuali täts'gelchnungen an;usmigen. . $q entwickelte dabei eine großartige Pban tasie: Der scheudnhaft Naub!rd w I Sk5rranciKs." .Eine nricktuna au?
Früher war es nicht so. Damals, als nia. i?re Zuneigung zu gewinnen.
meine Jennv mit dem ersten Paar un '? s"
und wir gehofft halten, daß es 3 c.mfuni7 F :.u.n strW k, in n,m macht, der Tante alle Wunsche aus den
ben. Unser gegenseitiger Verkehr bestanZ 1 wpraww ""T't die längste Zeit nur darin, daß wir ihr und ji, lächelnd bemerkte : Me,n Erb, q,...:,k. .. QtTt Qnrien wird mit Mir einmal zufrieden sem: der
Haiti,- ',)ie Vrbeerun?uhen Wa
rrS," Hauensturz m Sonfcon" bftS waren meine Sujets, und ich kann Wohl mit Stolz behaupten, daß so, wie ich in diesen iwti Monaten, rem anderer Speeialartist" wahrend seines ganzen Leben die Welt an allen Ecken und En den durchstöbert hat. Die Hauptsache beim Öanun war, wie gesagt, daß ,ch
Mjeoeemai nacy aogeiieierlem Ziunnwerr
i - r r , r . . meine orn isuioen nacy au c oracyle, - z i iv . r I J- i daß ich die kleinen Schulden abzahlen ..... W A U X B f II I V A . Z . u. uno ogar was wo zurugen konnte. Die Tante kam. Natürlich war der Empfang, so weit es die Mittel gestatte ten, ein st st l ich er, und die alte Dame ließ sich die Leckerbissen vortrefflich i,, - -m c .......:. ?c ffsi . ,q?meaen, v,e meine pennte ,?r zu oren bereltet hatte. ) . , Dn Kindern war sch Woche bmdurch vor dem neuen HauZgenessin emae! - . . j C A - & VI M . AJtn iinccm was imoii nc vvut Erscheinen der kschärft worden. ihr mir gröhtmögltchem Atespekt zu bezeg nen, ja meinem Aeltesten, Ruprecht, der trotz seiner dreizehn Jahrs schon eine große Bewunderung für den schnöden Äammon zu bethätigen begann, glaubte .d am besten dadurch ln ehrfurchtsvolle Stimmung zu versetzen, daß ich idm von den Zwanzigtausend der Tante sprach. U;u iftib, iiwö icj meine arangue. ob sie dich nicht eines Tages zu ihre (!:ben einsetzen wird: jedenfalls liegt die A!S.ilikeit vor, und eS bangt von r . ... -!-v . . f ugen orr, c Dii3 Ntcyl aenugle, oevursle.e , . . r . . , ,, amji ihr.rlHifi tm InAl.im ihr Ha ,m' l,m". j'u'w s; "", ..V gehren erfüllt zu sehen. Naturlich trug IV9 VI I II .O I.Im La Vm VI mim uc uz . r denklick ,usammensckmel,en ,u macken. o-', .: Wi7 j i. 0 -m I .und ich sah mit Bangen dem Moment l m . tm U. W A UikV i i4 lU(lt4A entgegen, wo die Lade wieder leer wie vor Pitrm (in nitrh mnr ri Irr .z. r. innrn 111 nnrrn nrnrn I tti i n in n n i ininrnri ir....v r.....v -o wurden die Wünsche unseres l Gastes. Bald hätte sie gerne em neueS Stuck m - . . , -V-tr "rx ' tm Essen von Tag zu Tag wählerischer. trJ. . t: t cm ! " . ur 'Jia, c ich gute lum vvim I m. ' " t i r n, fcpl machen der erfolg outt i ouicn unu ,ö cyen gewinn orlngen r m o vurage i fti t.ti ai..it .. .: i WJw ""mai'r i? m - w r a am . - w w m t kann sich leicht allsonntaglich eme Gänse i.x. cn.n.i. II. v: u w l. .t. jpznw i yuu eme n mnti, w ß liasmirr rief : san eieoer . Paneie : und davonstürmte, um da gewünschte Obiekt m Gestalt emer Achtgulden.Ter nne für die Tante zu erstehen. Ein an dereömal ging eS genau so mit einer Flasche Bordeaux. ue sei Ursula aus usgesproch, 'urze Zeit daraus machte, uns Xanti m um m r a ulmerl am, oa upreqr em t . . . rn v?. om-.m au,5k vrosene aienr rur Sie U,IU II besitze, waS mir übrigen schon von an. W mm m CZ. a 4 a a! - arn TM M Vrrrr wcue vcinacn wvkvrn ivat. Der Puncte lernt berilick schleckt in ff T m . . . ' nJ1 ' , . der Schule, sagte die Tante; laßt ihn ium Musiker ausbilden, er kann vlellelchl (in mn n '"7"' .. . , e . Freilich, erwiderte ich seufzend. aber da? kostet Geld. Woher soll ich t.. m-.t! l.t ... vasoiotge nehmen, um im iooici kaufen und emen Lehrer zu bestrelten?" Merkst du, verständnißvoller Leser. i . :x L:..tu.n. 9 c j. ..U.....4. ' v'p" i" M V a VriM&iM )Wm 17 V mm ini nun nuvwn . uivi i.ci n.. x , : . . xr. La& ÖlttU. V" DaS Klavier soll meine Sache sein und der Lehrer nun wozu brauch! Ihr denn einen Lehrer, dq ich im Haus, i r Die Antwort siel nickt genau so aus : Klavier kaufen V1 rief sie achselzuckend. Für fünf Gulden monatlich kannst D em ganz brauchbares Instrument mie then, und was den Lehrer betrifft, braucht man auch nicht zum Ansang er nen Professor aus dem Konservatsriuss zu nehmen .Bedenke nur Eines, be der Gabriel, daß eS sich um die Zukunf! deines Kindes handelt ; dazu mußt du eben ein Opfer zu bringen bereit sein. , Du bist ein starker Raucher, starker, als es sogar sür deine Gesundheit zu trä glich sem mag ; schränke dich also mii deinen Cigarren ein und die fünf Qul den wernen vielleicht im Monat yereiw kommen." Mich in meiner einzigen Passion ein schränken ! Vielleicht hatte sie recht; wenn man Kinder hat, muß man aller ding Opfer zu bringen wissen, auck fühlte ich mich sogar ein wenig schuldbe Wußt, da ich seit meiner Ernennung zum Specialartisten die StinkadoreS" durc Cuba" ersetzt hatte! Also in Gottei Namen ! Ich beschloß, wieder zu der er steren zurückzukehren. Aber jetzt bei Lehrer, das war noch Posten. em bedeutend I o nt.. ffi rt , ? tw.it. . uey oa wup:, anie ui,uia aiy: Liebe Kinder, noch etwas, das ich Euch schon längst sagen wollte: Ihr glauk vielleicht, mir aus Artigkeit nach den I TCT. L.I. CXw.. . C7 . . . k.ss 7 k, i,,,,. leisten und selbst mittrinken zu müssen, aber ich bitte, gemrt Euch durchaui nicht. Ihr seid es vielleicht gewohnt. jungen Leuten regt e unnöthig die Ner den auf, und gleichzeitig ist'S ein, ftT W W ä 1. f A f Auslage : wenn ihr also diese zwei täg lichen Tassen aufhebt und vielleicht auch Abends etwas weniger Bier trinkt, so könnte sich die Sache leicht ausglei en Da schien mir denn doch etwas stark, Ich erwiderte zwar keine Silbe, ab Jenny konnte ich später unter vier Auge, meine Gedanken doch nicht vorenthalten. Du hast recht," sagte sie. ei ist seh, egoistisch von der Tante, aber bedenke, daß sie es wahrscheinlich aenau so ae macht hat. um durch derlei Ersparnisse z, I ifc..M 01m ... a.I.xm 0..aa iyHinwy(j jh iuuh oilö" wir ibr, daß auch wir uns mit Letchtig. - .. . . . le,t aroevrungen auserlegen rönnen; ei wird ihr imponiren, und nun. wa? daraus folgen durste, weißt du je selbst." Freilich wußte ich'S und ich befolgt ihren Rath. Wir stellten eine minutiös, Berechnung an und fanden, daß wir ab Unfalls fünf Eulden für den Lehrer er übrigenjonnlen. Ich schrieb sogleich a,
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die verschiedenen Zeiwngen, wo ich Klei, vierunterricht annoncirt fand und nach wenigen Tagen schon erschien, währenl wir beim Essen saßen, ein blonder jung Mann. Die Verhandlung wurde auf unsere Bitte von der Tante eingeleitet. Nachdem sie den Besucher ein paar Mi nuten hindurch lorgnettrt hatte, gug u auf die näheren Details über. Schließ lich kam die Honorarfrage daran, und ich siel fast unter den Tisch, als eö hieß: 1? Gulden im Monat! Bedaure sebr," rief ich entschlossen, aber das übersteigt weit meine Mittel. Ich könnte mich bestenfalls auf 5 Gulde einlassen." Der Professor" zuckte die Achsel un griff nach seinem Hut ; da nahm Tante lrsula im entscheidenden Moment da?
Wort : Lassen wir es dabei bewenden. Machen wir Halbpart, lieber Gabriel, ich zahlen dann die stufenden sechs Gulden." Es blieb dabei. Der Lehrer kam WS chentlich dreimal. Die Tante hatte die Güte gehabt, das Klavier in ihrem Zim mer aufstellen zu lassen, und Ruprecht mußte täglich drei Stunden hindurch üben. Mehrere Wochen gingen so dahin. Ich sah mit Schaudern den Tag nahen, wo ich meine sechs Gulden beisteuern sollte und nicht wissen würde, woher die selben nehmen. Nebenverdienst gab es keinen mehr, da mein Leibblatt glücklich Konkurs angesagt hatte. Es blieb also mchtS Anderes übrig, als mich zum Ver fetzen meiner Uhr zu entschließen der nächste Monat brachte vielleicht wie der Hilfe. So dachte ich, als ich eines Abends früher als gewöhnlich nach Hause kam und mich zum Schreibtisch .. r r f .r vlnzyiiq, um uoer einige malyemalily Probleme, die Wirthschaft betreffend, nachzugrübeln. Im Nebenzimmer spielte Ruprecht seine Fingerübungen ; die Thür . r 9 r. in v war onen, icy lvnme lomu ucs hören, was bei der Tante vorging. Nachdem er die monotonen Uebungen etwa zehn Minuten lang heruntergeleiert hatte, sagte Ursula : Ruhe dich nun ein we nig aus. Erzähle mir Etwas, Kind." DaS Kind gehorchte der Aufforderung : Soll ich dir eine Geschichte erzählen?" Nein, etwa? Anderes. Sage mir, die du dir deine Zukunft ausmalst: t-fEfi i... . tm ' " vvsfn vu einmal ein rkiqer J)lann zu werden ?" O ja, Tante." 'm.L' er.ici.ct: . ... 0,Jun, vn wp , ilßiHÜUU.UH ..lj Zm iL'ante i -a mie . i. beerben, und da brauche ich nicht" y ' Wa a a a S ?" D Streck wr mir in kl, fSIIA gefahren, der kalte Angstschweiß perlte äI w;.;i! ... i. m ni, . mir uoer vie 2iirn, un iey oiiaie wuo nach der großen Papierscheere, überle gend, ob ich nicht hineinstürzen sollte, um dem elenden Jungen seine geschwätzige Zunge herauszuschneiden. ..Nun ia. Dava enäblt, mir. dan du zwanuatausend Gulden bast. uud dak vich vieueicyr veerven " ,.S?? Das erzählte dir Papa V Ihr Lachen glich frappant dem Krächzen eines Raben. Gut, gut: spiele nur . r i r r ' '. I wieder ruhig weiter, mein Kind." Beim Abendessen zerfloß ich in Lie benSwürdigkeit, ich erstickte die Tante förmlich damit. Sie war unerwartet gut gelaunt, sprach viel, aß noch mehr und ließ zu österenmalen ihr kiächzendes achen yören, besonders wenn ste mich ,ie und da mit einem Ausdruck von Wohlwollen sirirte. rw- t . . . . m . . - - nun, vj)ou iei vanr l" sagie ich mn r iem iip jct r ... oeim Vchiasengeoen. Ht oai vie ue fAieft irfit sihI Anflmrnfn " 9sm nächsten Morgen versetzte ich meine Uhr und sendete die sechs Vulden sür den eh rer durch emen Kommissionär an Jennv vVtvvvMitivtt v uvt uf ,n,ur km -m I3 ibr4 Ucta8 ? &AnnirMAvK(tU kt RT t mm tv I
ft.mmt, unb atte E.. nach MHCKÄTl...
111 I0MMeN Als ich endlich die Schwelle des Wohn limmrl ftrirnt (itnS A V.nnV i I iii.iiiiviv mvvw, m uv""V Thränen aufgelöst, Wag hast du," r? irk rSrhrnifttt O Gott, o Gott! -AlleS Alles rrumsonst 1" (Ii in TOiT, f i i A Vi, Schluchzende zum Sprechen brachte, und nun brach daö Furchtbare über mich berein : die Tante mit Sack und Dack herein : die Tante mit Sack und Pack fort ! 5kent war es an mir. ein beiseres Ra, tmnetrRrhi nutxufioltn Ich fiürt in das Zimmer Ur elenden Schmarotzerin, nichts von ihr war zurückgeblieben, als eine alte Schlashaube !....,. Ich ergriff daS am Fenster melancholisch baumelnde Objekt, riß eS zu Fetzen und stampfte eS in die Fugen des Bodens, natürlich die ganze Zeit im Wahne, die gottvergessen, Tante zwischen den Handen zu haben. Dann überkam mich ein Ohnmachtsae, fühl, und ich sank halb bewußtlos aus daS Sofa hm. Du willst treffen, wie das so schnell kommen ? Einfach so: Als mein Bote das Geld überbrachte, war eben der Klavierlehrer hier. Jennie wartete das Ende der Lektion ab, um das fällige Ho norar der Tante zu überbringen ; da kam diese meiner Frau entgegen. Sie hielt den blonden, erröthenden Rufian bei der Land und sagte : Liebe Jenny, ich habe mich entschlossen, Serrn Warienbeisser'S Drängen nachzugeben; beglückwünsche uns, w,r sind Verlobte !" Dann hatte sie ruhig die sechs Gulden eingesteckt und war mit ihm gegangin, um eme Stunde später ihre sämmtlichen Effekten abholen If ! u lassen. Kurze Zeit nach der Hochze arb sie Weifet du, was sie dem nfamen Erbschleicher hinterlassen hat? 40,000 Gulden, sage vierzigtausend Gulden, ,n guten Staatspapieren l. Herrgott l O i unftgennk. Con HNaelch vker. Unsere Monstee.Toncerte, dieses Zu sammenairk on unzähligen Mufikin strumenten, sind keine Errunaenschasten des 19. Jahrhunderts. Ech,n vor zwei Jahrhunderten, anno 1615 am 13. Juli fand aus Verlangen des Kursürfte Jo hann Georg von Sachsen tn Dresden ein Msnstre.Eollcert statt, gegen das unsere heutigen kolossalen Mustkauffüh rungen sich verkriechen können. Es sollte die Historie vom Holosernes be handeln und war odl mebr eine Art Oratorium, zu welchem den Tert ein ae - '-.. :. .
roisser MatheuS "Pfläumenkern geliesert und da der Hofkantor HilariuS GrundmsuS 'omponirt hatte. Es vUk den hierzu Musiker aus aller Welt zu sammengetrommelt und bereit? am S. Juli waren in Dresden 576 Jnftru mentalisten und 900 Sänger versammelt, von denen viele au? der Schweiz, aus Wadiland, ar Polen und aus Italien gekommen waren. Außer diesen sollten noch sämmtliche Dresdener Sänger und Choristen mitvirken. Die fremden Musiker hatten noch nie gehörte, noch nie gesehene Instrumente mitgebracht und wurden gar nicht wenig angestaunt. Vor allen zog der Riesen baß eine gewissen Ragotzly au? Polen die allgemeine Aufmerksamkeit aus sich. Deiselbe war auf einen mit IS Maul eseln beladenen Wagen geladen und war nicht weniger als 7 Ellen hoch. Sehr stnn- und kunstreich war an diesem Rie seninflrument eine Leiter angebracht,mit telS welcher Ragotzky nach Gesallen die höheren oder tieseren Töne angab, indem er mä deiHanb, gewandt auf und nieder voltigirte. Diesem Giganlenbaß ange messen war die Baßstimme eines Mitten beiger Studenten, Namens Rumpel.der die Parti des HoloferneS singen sollte; dieser h:tte vom Hofe die ganz besonder, Vergünstigung erhalten, seine durstige Kehle durch kostenfreien Biergenuß be liebig anzufeuchten und trank während seiner Anwesenheit in Dresden täglich fünf Eimer Doppelbier, jedenfalls eine ganz respektable Leistung. Die Aufführung desConcertes fand an bestimmten Tage bei Dresden .hinter dem Jinkenbusch" statt, Gerüste und Trl bunen waren errichtet, auch ein Hügel zur Ausstellung der Instrumente und Musiker benutzt. Da sich der Rlesenbaß Ragotzky's den anderen Instrumenten als noch nicht wirksam genug zeigte, wurden die vier Flügel einerWindmühle, die oben aus dem Hügel stand, durch el Sch.ffZtau verbunden, stark angespannt und witte'.st grobzahniger Hölzsägen ge strichen. Die Töne, die hierdurch zu Tage gefördert wurden, sollen himmlisch gewesen sein. Neben der Windmühle hatte man ein, große Orgel aufgestellt, die vom Pater Serapion mit Fäuste und Füßen ,ge schlaget wurde. Anstatt der Pauten halte man kupferne Braukessel aename
doch da sich diese ebenfalls u schwach .Hii(.H (. C.l v. rt ..f.i n .1 . v lieg orr nurill! l emiae m . T - t M a r " " . . . cke Geschütz auffahren. wUcke dedia I ..fv "r . . ' ÄJ . Huutu cm uiuHun uno vom jicraor kannsnier genau nach der Vartltue !o. gebrannt wurden. I X . CW . . k " a , . e usluyrung vteses großartiae MustkftstkS erwarb sick allaemkin u. friedenheit und Bewunderung. Unte, I Kn MlvM!.fMW.M t .. m uiem ngrrinnen oane nq eine Italienerin, Donna Bigozzi, durch .Trillern, Läusern und AgrementS so angestrengt, daß man sie vier Tage nach dem Concert begrub, der Student Aum Pler sang so schön, doß min ein Erd. beben zu spüren vermeinte.rn cyiug oe, anzen dlloete ein, solenne Keilerei. Die fremden Sn. ger stellten die piehenden Jsraeliten. di, einheimischen die triumphirenden Asstzre, er X. l .. r. X. . m ftt m ... . dar. Die Rollen wurden aber aus bei den Seiten so ernst genommen, daß an beide Parteien nur mit großer Müh, auseinandertreiben konnte, Der Kurfürst soll sich vor Lachen di, Seiten gehalten haben und bat die Mit .,. . .- . - wirlenoen, vefsnoers den Kantor rundmaus wahrhast königlich belohnt. Da war ein fürstlicher Kunstgenuß . a fS r - Vor zw ayren tempi passati I Wem sich ein Freund entpuppt als n. von muitt m a 1 I rm r r e ... racn r . " M .aläS8u6, I u,,b V,u wwyuviiw wtuv ui wtuvv r ist wohl schwerlich sehr erbaut. I cm V i. t. rv r. r Wem eme Maid die Treu gebrochen, I yiUlUVtlll IUIIUJ Und war schon fest mit ihr versprochen, I CT ah i Cm 1k I C M. 1AM AaVl V Ch Avik I 1 ivvyi tuuiii iiciuciiviuvuy. I Und wer von rasenden Tyrannen, denen das Gewissen schweigt, Gesotten wird in eh rnen Pfannen. Auch der hat es gewiß nicht leicht. All solche Qual ist nicht geringe. Und vieles Leid blüht auf der Welt; jedoch das schlimmste aller Dinge dazusteyn ganz obne Geld. Airs. Ogden Snyder, ldany. 1L . Ich verdanke mein Lehen Kood's Sarsaparilla." Bor i!!f Sres begann ich .nzuschwelle. . folgt von Bsechreij im Vkagrn und käterlzla von nschwcllungen der GUedn, degleite von heftig, kchmerjea. Nach und ach Vers chNmmette sich di ser Zustand di v, drei Jahre, erzt sagte nir, da Leiden sei Verursacht durch ein Gewächs. Mehrere Monate ar ich nlli im Staude, irgend weich fest ÄaZzruna ia mir ,u behalte. Ich ae sehr ad,eagert. ha häuft, lutunge nd stimmte mit de Cerjtea literein, daß I mit mei. em Leben bald ,u End gehe werde. Ein Tage! rlkth mir eine Freundin. Hood's Earsa ParUla lu versuchen: ich that et. und begann nach und ach mich g rhole. Ich fing an, Hunger zu verspüren, konnt nach eine. Weil sfte?tah?u bei kr bl)l ten. nahm an Sewit ix DU Laffranfarb meiner Haut verlor sich, di nschwellunze liege ach, nd ich fühlt ich durchaui wohler. !3&hjid des letzte jwl Jahr war mei L finden Ziemlich ,nt !d ich ar die ,a, AeU fihi. di Ha I arbeit fiik meÄe FantUie verrichten. Vrl. Od enyder. Ho. 10 Zudso tx, lbay. JL V. HVsP In, förder, di ,kdnA. heile rie,
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