Indiana Tribüne, Volume 16, Number 249, Indianapolis, Marion County, 28 May 1893 — Page 5
Somttags-Planderei.
Die Perwaltung unserer städtischen Bibliothek hat einen neuen Katalog der deutschen und französischen Bücher, welche in der Anstalt vorhanden sind, herausgegeben. Dieser Katalog ist zwar recht hübsch ausgestattet, aber sonderbar berührt es, daß der Titel in englischer Sprache abgefaßt ist, und noch sonderbarer berührt die aus dem englischen Teste rorgenoinmene Uebersetzung der Fächer. Von Außen betrachtet, sieht die finding list oder gar Jinde-Liste" o weh, wer hat das Wort erfunden ganz hübsch au.z, aber bei näherer Betrachtung schmilzt die Schönheit dahin. Wenig gerechnet, enthält der Katalog an die hundert Fehler. Was soll man unter natürlicher Wissenschaft und natürlicher beschichte verstehen ? In Uebereinstimmung mit der größeren Zahl meiner Mitmenschen ist darunter wohl Naturgeschichte und Nat'rwissenschast verstanoen. Anstatt allgemeine Geschichte, allgemeine Litteratur, heißt es generale beschichte, generale Liieratur. Bel generale Medizin geräth man dagegen in Zweifel, ob am Ende nicht damit Medizin für Gene" rate gemeint ist. Wenn man Vereinigten. Staaten beschichte" statt beschichte der Ver. Staaten" liest, so kommt man auf die Vermuthung, daß die Person, die das schrieb, in einem Verhältniß zur deutschen Sprache steht, das mit einem Kriegszustande sehr viel Ähnlichkeit hat. (Nebenbei gesagt, ist das übn gens auch nicht viel schlimmer, als wenn eine deutsche Zeltung ein BücherVerzeichnis Findungsliste" nennt.) Auch die Angabe der Titel ist, von Druckfehlern ganz abzusehen, häusig mangelhast; am lustigsten ist ungefähr Stinde's Die Perlenschnur und Andreas", soll aber eigentlich heißen, Die Perlenschnur und Anderes". Noch schlimmer ist der Graus in dem Register französischer Werke. Die Uebersetzung wäre lustig, wenn's nicht so traurig wär, da ist durchgängig alles verkehrt. Eigentlich ist solch ein Katalog kein Prachtwerk sondern vielmehr ein Blamage, oder zart ausgedrückt ein Curiosum. Fehlerhast wie er auch ist, kann und sollte er aber doch dazu beitragen, daß pon feiten des deutschen Lehrerkreises tt Bücher mehr berücksichtigt' werden, ßin regere Benützung dieses Theiles der Bibliothek entspräche auch mehr der Stellung des DeutschthumS und würde jederzeit zur Kräftigung der Bestrebungen sür Erhaltung des deutschen Unterrichts dienen. Es befinden sich diele guts deutsche Bücher in der Biblothek und es sollte daraus gesehen werden, daß diese Bücher in deutschen Familien gelesen werden. Dann aber auch nur dann, kann auch die Beschaffung aller neueren Erscheinungen auf dem Felde bt: deutschen Literatur erlangt werden. In! wunderschönen Monat Mai hat's schon recht viel Aerger abgesetzt. In Verbindung mit dem Mai-Fei! ärgerten sich allein schon eine Menge Men schen. Erstens, die Direktoren über Seidl, zweitens die Damen vom Chor darüber daß die neuen Toiletten nicht zur Geltung kommen sollten, sodann das Publikum im Allgemeinen und last not leait der Musik Kritiker des Sentinel der seinen vorher schon dollgesogenen Schwamm sublimätherischster Musik Begeisterung nun mehr auf ein simples Conzert ausquetschen mußte. Ueber all dem hochtrabenden Unsinn haben die Herren Kritiker doch etwas vergessen und wie daß bis jetzt immer geschah die Hauptsache. Ueber Toiletten, Modesachen, Dia manten etc. wird in der breitesten Weise gerednet; über die Leistungen der So listen der hyperbolischste Unsinn geschrieben, aber der mühsäligen Arbeit des Chordirigenten wird nicht gedacht. Diese Undankbarkeit ist leider typisch geworden so war et in den vergangenen Jahren mit Barus und in diesem mit Arens. Die liceat verbum Her ren Kritiker konnten aber durch nichts ihre Unfähigkeit besser beweisen als durch ihre Nichtbeachtung deS Chores. Die Ausbildung desselben ist eine sehr mühsame langwierige Arbeit und keine "Kov und darum muß man sich die stiefmütterliche Behandlung gefallen lassen. DerPlauderer. TUE KEBSARGE. NeueWirtbschaft. Diebefteix importierten Weine, 2U quöre und Cigarren. Frisches Bier und. guter Lunch MorgenS und Abends. Mo. 23 Sud Alabama Str. ' 'Wm. Ä. L upcv'r Klgenth umer.
Ende gut, alles gut.
Wie kam 5, daß das Fenster in einer so stürmischen Nacht offen war? ES war die uralte Geschichte von zwei jungen herzen und einem harten Kopse. Zmu junge Leute liebten sich, ein Vater miß billigte es. der Liedhader war arm, der Vater reich, das Mädchen schwantte zwi schen Liebe und kindlichem Pflichtgefühle, und die Liebe siegte endlich, wie gewöhn llch. DaS war die Ursache, weShalb daS Fenster in jener stürmischen Nacht offen stand, 'denn NachtS um zwölf Uhr war Janet Grey im weißen Pelz herunter ge lammen und schluchzte: M, CharleS,ich begehe eine große Sünde und Gott wird mir nie verzeihen, wenn mein Vater mir nicht verzieht '.- ein frommes Gefühl,wel ches Charles natürlich zu wiederlegen suchte, indem er ihr bewies, doß eS nicht unrecht sei, wen ein Mädchen denManp Heirathe, den es liebe. Dann ließ sie sich zitternd und leise schluchzend, obgleich in dem Sausen deS Windes und dem Lknarren der alten Bäume keine Gefahr da war, daß sie ge hört erde, über den weichen Schnee nach einem dunklen Gegenstand führen, welcher, wie sich ergab, ein mit zwei Pferden bespannter Schlitten nebst einem Kutscher war. Janet wurde hineingehoien und fort ging eS, während der Sönee aus sie her abfiel und ihr Kopf e Charles' Brust ruhte. ES waren thörichte junge Leute aber nicht schlechte, welche die raschen Pferde in jener fiürmisqen Nacht nach hymenS Altar fortzogen. Als am folgenden Morgen das offene Fenster entdeckt und ein von Thränen feuchter Brief, fo wie das unberührte Bett gefunden wurde, war eZ. nutzlos, die Flüchtlinge zu verfolgen, denn Jnet hatte schon am Altare versprochen, Char leö Oliver zu lieben, zu ehren -und ihm zu gehorchen, und er hatte gelobt, sie bis zu seinem letzten Lebensaugenblicke zu be schützen. .Ihr vergeben? Nimmermehr!" mur melte der alte Vater, Robin Grey, mit Hinzusügung manches harten Wortes. .Von meinem Herzen und von meinem Haufe hat sie sich freiwillig losgerissen, und nun muß sie für ewig davon ver bannt bleiben.Die arme Janet liebte derVater innig und der alte Mann besaß auf der gan zen Welt kein anderes Wesen, als seine hübsche, verzogene Tochter,)ie von dem ihr bevorstehenden Leben eine ebenso klare Vorstellung hatte, wie ein Saug ling. Sie hatte einen Seemann, den Steu ermann deS Schiffes .Die hübsche Juno. frau-' geheirathet, welches regelmäßig Reisen nach Ostindien achte, um vin dsrt reiche Ladungen an Gewürzen und kostbaren Früchten zu holen, aber die brave Mannschaft nicht immer unvermin dert zurückbrachte, weil in jenem heiße Klima mancher junge Seemann dem Fieber erlag, um sein daheim gelassenes Weib und seine Kinder nie wieder zu sehen. Drei Monate eines glücklichen Trau meZ verstrichen, dann folgte daS Erwa chen. Eines Tages, als Beide in den schattigen Park von Washington spa ziren gingen, begegnete ihnen der rauhe Capitän Thomas, der Befehlhaber des Schiffes, zu dem Charles gehörte. .Halloh, Kamerad,' wohin 1" rief er Letzteren an. . .Guten Tag, Capitän ! Es freut mich, Sie zu sehen. Dies ist meine Frau !" erwiderte Charles und blickte stolz auf das hübsche sechzehnjährige Kind mit den langen Locken, den blaue Augen und der schlanken Gestalt. Der Capitän verbeugte sich. .Habe fchsn davon gehört versetzte er. .Hättest kein hübscheres Fahrzeug sin den können, wenn es gleich nicht so aus sieht, als könne ek einen, derben Sturm, aushalten. Aber erwarte picht, daß ich Deinem Beispiele folge. ' . Mein- Weib ist die .hübsche Jungfrau ' Du veißt doch, daß wie heute über acht Tage'absegeln?" " ...... Allerdings," erwiderte Charles, .war um Wt ich es vergessen haben ?" .CS ist immer gut, daran erinnert z werden. Werden hoffentlich gutes Wet ter haben. Nun, Adieu, Kamerad, erntet)! mich, Madame ! sagte er zum Ab schiede und ging nach Seemanns Weife mit breiten, schwankenden Schritten da von. Mit angstvollem Gesichte blickte Janet Charles an. .Was meinte er, lieber Charles?fragte sie ihn" .Nun, es ist Mr. Thomas, der Cspi. tön unseres Schiffes,- war die Ant Port. ,Jg, aber - .Das ist Alles, mein Kind .Und das Schiff segelt morgen über acht Tage ab ?" heute über acht Tege." ' Charles!" .Nun, was ist, meine Liebe ?" Du wirst doch nie den schreckliche Gedanken gehabt haben, mitzusegeln V Ich muß 7 0, nein, nein. Du. willst mich nur erschrecken ! Ich könnte ja nicht leben ! Du weißt, ich bin ganz allein und habe Niemand, denn mein Bater wird mir nimmer verzeihen, ich nie wieder auf nehmen! Bitte, sage mir, daß eö nur eu Kchz wer!" Ich ollte, ich könnte tl sagen l Aber Du wußtest, daß ich ein Seemann bin." Ihr hübsches Gesicht wurde so bleich und ihre Hände begannen zu zittern, daß ihm Angst wurde. Sie setzten sich aus eine Bank und sie flehte ihn an, sie it sich zu nehmen. .Aus eine so lange und gefahrvolle Ameise unmöglich l" erwiderte er. .Eine gefahrvolle Reise ist es V ries sie. Und ich soll hier bleiben und denWiffd Heulen hören und nur an Dich denken I ghgrleS, wenn Du mich lieb hast, so ver saß mich nicht' Er drückte sie an seine Vrust und ver suchte ihr llt erste Lektion zu lesen.indtm er ihr vrstellte, daß er als Seemann seine Pflicht erfüllen und auch Geld erver bea müsse, um sie nicht de Mangel und der Armuth preiszugeben.' - - . SS wn eine lökue tiä. die fli
ourcyaus niqr Begreifen konnte. Aber mit ihm zu reisen, daran war nicht zu denken, da Capitän ThomaS, ein alter, abergläubischer Seemann, nie gkdul det haben würde, daß ein Weib an Bord seines Schiffes komme, weil es, seiner Meinung nach, unfehlbar Unglück jeder Art über sein Fahrzeug bringen mußte. Janet konnte jedoch die Noth wendigkeit der Reise nicht einsehen und hielt eS nur für ein grausame,freie Wahl von Seiten ihres Gatten. Die nächsteWoche verstrich unter ThrS nen und Klagen. Endlich kam der Tag deS Abschiedes und Charles ging sort, indem er selbst weinte wie ein Kind. Nunmehr war Janet ganz allein und dachte, sie müsse sterben. AIS ihre ThrS nen nicht mehr so hestig strömten, wie ikk den ersten Wochen, gewährte ihr ein al teS, sanftklingendes Piano einigen Trost, auf dem sie jedoch nur traurige Lieder spielte und sang; ein verwundeter und in seinem Neste sterbender Vogel, der nach dem Gatten rief, hätte keine klaqenderen 'Zaute von sich geben können. Nur dann ,nd wann, wenn ein Brief kam, wurde sie i? Uirt Zeit heiter. Endlich waren die echs Monate vorüber und keine Brief 'vztn mebi. Das -,.f rfiiit natürlich in der NSYe'sein, dachte sie, und Charles verde recht, xtist bald eintreffe. Allein Charles kam nicht und alle Diejenigen, velche ungeduldig dem Einlaufen des Schiffes entgegensahen warteten verge iens. Eines TageS stand sie am Fenster, sehnsuchtsvoll hinausblickend, als die Wirthin des Hauses bei ihr eintrat. ES ivar eine gutmüthige Frau, die jedoch in
dürftigen Umständen lebte. Mrs. Ollver begann sie, .ich mag :S Ihnen nicht gern sagen, aber " 0 mein Gott, haben Sle lit Nachrichten von meinem Gatten?- rief Janet ant bleicher Wange, sich an ihren Arm klammernd. Nein, Gott sei Dank ! erwiderte die Frau, .es ist etwa Anderes. Mr. 0li oer hat Ihre Wohnung und Beköstigung sechs Monate vorausbezahlt, wie Sie wissen V .Ja .Nun, jetzt sind beinahe neun Mo nate verstrichen, und ich bin eine arme Frau, die schon ost betrogen worden ist. Können Sie mir Zahlung leisten ? .Ich ? Nein ! Aber mein Gatte wird Ihre Rechnung augenblicklich berichtigen, sobald er zurückkommt .Ja, das mag wohl sein, und ich wur de auch recht gern warten, aber wissen Sie gewiß, daß er zurückkehren wird ? Die See ist treulos. Nun, nun, nehmen Sie sich's nur nicht zu sehr zu Herzen ! Haben Sie denn keine Verwandte die Ihnen Beistand leisten können?" .Meinen Vater, ja, ich will zu meinem Vater gehen sagte die arme Janet .er ird mir jetzt verzeihen. Nachdem sie einige Zeilen an ihn ge schrieben und gebeten hatte, mit ihm spre chen zu dürfen, verließ sie daö HauS, wie eia müdes Kind, und sehnte sich nach der treuen väterlichen Brust, die früher ihr Schutz gewesen war. Seine Wohnung lag mehrere Meilen von der entfernt. Als sie dahin gelangt, fand sie die Thu ren und Fenster verhloffen. Ein ihr un bekannter Dienstbote öffnete auf ihr Klopfen ud gab ihr nur das an den Bater richtete Schreiben zurück, auf dessen Umschlag die Worte standen: .Ich habe keine Tochter mehr; sie ist für mich todt Janet kehrte nach der Stadt und zu ihrer bisherigen Herberge zurück und ge bar in der folgenden Nacht ein Kind. Sie drückte das kleine Wesen an ihre Brust und indem sie suhlte, daß eS ein Theil von dem Leben ihres Gatten sei, klammerte sie sich daran fest. Ohne diese kleien Hände, diese noch geistlosen Au zen, würde sie in dieser Nacht ihrem Le den ein Ende gesetzt haben. Aber das Kind rettete sie; sie mußte für ihr Kind leben. Jetzt wurde eS nöthig, daß sie ihre Uhr, ihre Ringe, alle kleinen Andenken pon Werth, selbst ihre besseren Kleider und den weißen Pelz, in dem sie geflohen war, verkaufte, m Geldmittel zu. schas? sen. Ein Stück ging nach dem andern sort, so daß ihr nichts blieb, als ein paar ge, Ähnliche baumwollene Kleider. Endlich kam die Krisis. Sie stand mit ihrem Kinde vor der Wirthin, die in entschiedenem, wenngleich nicht unfreundlichem Tone sagte : .MrS. Oliver, eS thut mir leid; aber Sie haben einen Vater, der für Sie sorgen muß. Ich kann eS nicht län Janet nahm deshalb ihr Kind und ver ließ an einem winterlichen Nachmittage das Haus. Sie wagte nicht, auf daS Mitleid ihres BaterS zu hoffen, sondern sagte zu sich: .Wir können vor der Thür deS alten Hauses sterben, ich und mein Kind; vielleicht wird er mir verzeihen, wenn ex mich todt sieht !"' Dann erwachte plötzlich eine andere Hoffnung in ihr. Sie wallte das Kind recht warm einhüllen; es konnte leben bleiben und der Vater erbarmte sich viel leicht seiner. Da sie kein Geld halte, um zu fahren, so mußte sie den weiten Weg nach Hause wieder zu Fuße machen. ES wurde dun kel und dunkler und die Thurmuhren schlugen acht, neun und zehn. Erst dann gewahrte sie daS HauS im kalten, klare Mondljchte vor sich liegen, mij den hohen Cedexn vor der Thür, die jetzt ebenso entlaubt waren, wie in' jener Nacht, in der sie dem väterlichen Hause entfloh. Ihr Entschluß war gefaßt. Sie wollte l ch vor der Pforte niedersetzen und dort hren Leben ein Ende machen, um am andern Morgen vo den Leuten des HauseS gefunden zu werden. Als sie sich in dieser Absicht dem Ge bäude näherte, gewahrte sie, daß eines, der Fenster deS unteren Stockwerkes offen stand, weit offen um halb elf Uhr in der Nacht. .Das hat Gott für mich geöffnet ! rief sie, ohne die Wahrheit des Worte? zu ahnen. .O, meine Heimath ! O, mel Vater ! Ich will hinein gehen, mich in mein Bett legen und sterben! Mein Kind aber wird leben, und mögen alle ten Engel befchaben, damit es ein ZZereS Klnd werde. kiS ich eS aewese bfo- .: .
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Sie stieg hinein, zog die Schuhe aus, schlich aus ten Zehen, m kein Geräusch zu machen, und erreichte ihr ehemaliges Zimmer. Beim Schein deslvtolldlichtes sah sie, daß Alles darin in dem Zustand erhalten worden war, wie sie eS verlassen hatte. DaS schlafende Kind legte sie auf da weiche Bett und dachte dann an ihre im Schubkasten der Commode liegenden ssleider. Waren sie poch dort ? Es schien ihr passender, in reinen, weißen Klebern u sterben, als in den unsauberen und von der Reise beschmutzten, welche sie trug. Sie öffnete den Kasten und fand die Kleider, zog sie an und knieete dann nieder um zu beten, mit der Absicht deS Selbstmordes in der Brust. Wahrend sie so knieete, der noch offe nen Thüre gegenüber, gewahrte sie plötz lich einen Lichtschein außerhalb an der Wand deS Hausflurs auf und nieder tanzen. Konnte es ihr Vater sein? Sie kroch leise an die Thür und blickte hinaus, und sah den ihr unbekannten Dienstbote, velcher sie das erste Mal so rauh abge miesen hatte, mit einem Lichte in der Hand und mit einem seltsamen, böse Ausdruck im Gesichte, die Treppe herauf, kommen. Wohin wollte ergehen? WaS hatte er vor ? Mit fast stockendem Herzen lauschte sie, beobachtete ihn und sah ihn in daS Schlafzimmer ihres Vaters treten. Dann eilte sie, so schnell ihre bebender Glieder es erlaubte, ihm zu folgen, und kam noch gerade zur rechten Zeit. Bei ihrem Eintritt in daS Schlafzimmer sah sie Papiere und Gold auf dem Fußbo den umhergestreut und ihren Vater auf det Erde liegen, der sich mit allen Kräf ten gegen den übe? ihn gebeugten Dienst' boten wehrte. Laut schreiend sprang sie vorwärts und erschreckte dadurch den Bösewicht, der sie, wie er später im Gefängniß bekannte, für ein Gespenst hielt, so sehr, daß er zurück wich. Diese Gelegenheit benutzte de, kräftige alte Mann, sprang schnell aus und schlug den zaghasten Räuber zu Bo den. Er erkannte seine Tochter und wußte, daß er ihr seine Rettung verdankte, allein in diesem Momente war keine Zeit zu Ge fühlsergießungea. Während er den nie oergestreckten Dieb festhielt, ruf er lyr zu: .Oessne daö Fenster, Janet, und rufe den Kutscher Sie that eS, und eine Minute später erschien der Letztere und iand den Räuber an Hände 'und jen. Janet aber lag in de Arme ihres Vaters. Sie führte ihn an da vett, wo ihr Kind lag. und erzählte ihm Alles. Von ihren Leiden und der Geburt deS KindeZ hatte er nie etwas erfahre xnd sie viel mehr für glücklich und undankbar aehsl ten. Gott hatte daS Fe!er für sie öffnet durch die H md des bübischen Dienstboten, der, die Wachsamkeit deS braven Kutschers sürchtend.nach dem au geführten Raubmorde auf dies Weise zu entkommen gedacht hatte, und Janet war auf diese Weise hineingelangt, um ihrem Vater daS Leben zu retten und sei Herz wieder zug ewinnen, .Die hübsche Jungfrau' mit den bar schen Capitän ThomaS und seinerMann schast kam nicht wieder heim, den daS Meer hatte sie in seinem Busen aufge nommen. Nur einer dieser Unglücklichen entkam erreichte eine kleine wüste Insel ia Ocean, wo er lange, lange Zeit in tiefn Einsamkeit von Wurzeln und Kräuter, lebte, und Hunger und Durst litt, bil endlich ein vorüberfahrende Schiff ihi aufnahm und in die Heimath zurückbrach te. Charles Oliver kam heim zu seiner Ja net; und da der Todtgeglaubte längst di, Verzeihung des BaterS erlangt hatte, je fand sie auch der Leben-de. und die ehe, mahligen Träume deS jungen Ehepaare von zukünftigem LebenSglücke gingen ii Erfüllung. j Z i DaS Schnupfen. DaZ Schnupfen kommtjetzt Immer mehr aus der Mod'. Aber wenn i' nit schnupfat', , Dees wärat mei' Tod. Manch'mal wenn ma' nachdenkt Und's geht oan' nix z'samm', Da derf ma' nur schnupfen. So wird rna's glei' hamm. Und thuat oan' der Kopf weh, Ma' Halt's kaum mehr aus. Da schnupft m'r, dees treibt halt Die Schmerzen glei' aus. ' D'rum thua i' aa nix Wie dös Schnupfen so gern, . Js' 'leicht g'fällig zu nehmen . A Pries' meme Herrn? - Vater: Ich habe erst vor zwei Monaten über 100 Gulden Wirthe bausschulden für Dich bezahlt und jetz kommt der ellner schon wieder und sagt, daß Du ihm neuerdings über 80 Gulden schuldig bist!" Sohn: Daran ist er Lump ganz allein Schuld ; denn, kaum zahlt man so einem Kerl seine stände, so hat man schon wieder frischen Credit bi ihm."
tti Eine aufrichtige Appell' tion. Da so viele anzeigende Firmen sich an daS Publikum wenden, fo hat .Dr. Schoop in Racine, Wis., sich entschlossen, an irgend eine Adresse, Proben seiner Arznei nebst Krankenbuch frei zu versenden, um deren wirklichen Werth zu beweisen. DieseS giebt d Publikum Gelegenheit, dieselben zu vrobiren und sich über seine neue Ent deckung zu informiren, beznglich der Ursache von chronischen Krankheiten und Aufklärung zu erhalten über dis Methode zur Heilung von Magen-, Lebe? und Nierenkrankheiten durch die Behandlung mit seinen wiederherstel lenden Arzneien, die direkt aus die Nerven einwirken, welche diese Organe kontrolliren. Agenten gegen Salair und Commission verlangt.
Lab veste kn In Welt. S 34 'braucht, .Pasgx bnig', RerVk?',Srkkr hier an meinem Sobn. mtitt.tT llftrfrnf nnr A V. nr.alli.x m 5 tm.l v. fr, t , , 'Z ' . ' 4 , Vltli brauch Ui Mlttel der wieder ,u sich 1W Ich balie 'i lr nrnne vstilyi, ,, slliei 01s Das telt in der Wkl, für Nervenleiden und fträrnpft u empsehle, 1G4 SlMk,.oe Ave. grau VI . . oughltv. ?t, York. Mai 'S. Metn Iv-jähriger Svb lilt je. sech Jahre an kkvilevkie. $ürl lür birlri V.iS.f. nti(Afl.r. vutdkn angevsndt. ober leider ohne Eriolg. Durch den Erdrauch aber vo Vastor Sönig'k Nerven-Clrke" um uuc s9Dipicinc ver ronioetl rerkcowunven Nl balle i ( bffihalfc für mrinr fT.rli.4it i-fc.m V.tfc.rtr.. ' ' -7 - 1 ' P f IVil. WiVWtVWt tl rathen einen Versuch damit zu machen, damit mhmtts vnis i t4 rrit wti Vami (1. " MW VliH.VUI 1 1 1 1 uivuc Mal) House. X) S. Ave. ' . . ienbatb. Woodside. Min.. 27. Aov. "90. "Vastor KSnig i Nerven-Stärker" heilte mich von ikm Hnzzittern und Cchrvindel im Kopse.. odrea, Jans,. ia werthvoZei Wrch für Nervenkidendr Vtltl und ime Prcde.Fla,che zugesandt. Arme !. . Z "halten auch lit Medizin umsonst -5?AASM wurde ftit dem Iah 1876 von dem Hchw- Pastor König ,n Fort Wavue. Jnd ludereUet und iett nnr seiner Anweisunz von1er .KOENIG MEDICI NE CO., 238 Ilandolpli SU, CTIICACO, IIX. a i Apotheker zu habe sr 91.00 U l.sch., las die f At &.00, gr-be 1.75, ti sür f 9.00. In Jndtanapoli in den deutschen potbeke von g. Will, a der. U Wetz Washtngt Str. und cke Süd (Saft Str. und tneoln Lane. tVWV-W W 1 1s'rfir W t 4r4nHH H i Berlorkne Mannettrast ,k ,schlek,srrantheite l , ffolen tn FuatnüubenZ c elnem neuen und etnzlz fi&nrti tßtt tabttn. cltne iKrmf jüonn a. r jitir.iirfi ' dauernd jn heilen, zeigt Ut Sket, ' tunaAeÄnle?." ranke, selbst die. irnigni ii-tiaje an verautte, NtaielUe unheilbare Zäll, von eschlechtS, ' krankhkitenlttdea, sowie solche, von gewis, ' ftvlojen Quacksalbern V.'tausSte, solln eS ' vicht ver'änmen. das vortreffliche deutsche ' Siulfi in lfi. iit rn fBAt,tA,tx. 9, '-,.---- rvn, V.W.IUWU unbliqe Leidende tn kurz Zeit die e,uo.ie unvryr evensglü wieder ' erlaagre. T-a BuS, 25. lufl. 25a Letten ' mit 40 lehrreiche silbern. ntrh ff t-- . - 1 " r ovmmmu 'seudung von 25 ostmarkeu, wohl 9 tiatWi 1 ll . rw t. ' ,,rgrtt, tci ccrjanet. crejnre : DEUTSCHES HEIL-IJsSTITTT. N o. 11 CHnton Place, New York. N. T. ttUMttV Der VWcttungflnCrr fit ar.cb ju hoben tn In ianapoli, Ind.. bei . . Brandt 3t Öo hu Ost Washington Strafte. utt'sW kuriren Verstopfung. Nm sieh stt esundheit , ttlrttiat, so St ä?.'.,""- tuie eegelmakige Sutleerunzetttza'.cn 2er us gevohnheitSmäAc? Bechopfnng ' enkstehkndkN körperlich, wie a?!ft!am Nebeljtande find eS viele nd föi.Y'.W i " ' ie,?u k:ae ! fü&fi kbrpilZkN nc detsicas? tzopu, lutfcrt -umi AiU 'U Mi,a werden überall verkauft. Dr. Burkhardt, Veutscher Ärzt. Offiee und Wohnung: No. 7U7 Süd Ost Straße. Ecke Lincoln Lane. ' Ofsitt'TtundenSbi9 Uhr Vorm. 3 di 8 Uhr Nachm. 7 bis 8Uhr Abends. Telephon 1130. HDn-- ErÜS, x No.38 Ost Ohio Straße. Sprechstunden: 10 12 Uhr Vormittag. 1-t Nachmittag und 78 Abend. Sonnrag ,r l 3 Uhr Nachmittag. Dr. C. N. Schacfer, ' Zörzt und GHirurg, No. u Madison Avenuc, n.he NorriS Str. . Svreaftunden : 7::i UdrMsrgeu. l Uhr achmittag. ?:Ä Uhr Abends. Telephon SS. Dr. I. Biihlcr, Deutscher Arzt. Office und Wohnung: 337 Süd Dclaware Straße. Osftce'Stunden: Uhr arm.: Z S Ubr Nacbm.: 7 9 Uhr Abend. Te'levhon Dr. PFAFF, Office: 134 Nord Pennsylvania Str. Offtce,Stnden von ti Uhr Nachm. No. 425 Madison Avenue. Stunden von 10 11 Uhr Vor. Wohnung: 197 N.Vlabam vr. .Eke,rovtftr. i-.l.nnn ? . Ossire mre. Wohnung Z. i Mary (5. Lloyd, Zahnärztin, Zimmer No. 19, über Fletcher's Bank, aegen über vom New Fork Store. . C. Gperto. Deutscher Zahn -Aizt, ' No. 8j Nord Pennsylvania Str. Va wird aus Wunsch ng, andt. . Chinesischer Arzt u. Wundarzt. DR.GEEL0Y, ' Mo. 117 Massachusetts Avenue. Hat 20j2hrtge Erfahrung. W,r 9 Jahre tu Santo, China, 11 Jadre in Helena, Montana und die Suren, welche er vollbracht, zeigen dafz er vorzüglicher Arzt und Wundarzt, ist. Hot VÜenS für de Staat Jnbiana. . Mäßige Preise, e handelt alle Saneheiten. . Office Stunden von 9 Uhr Morgens diS S Uhr kl.bsndZ. Bandagen, und wundörztliche pparate. ruchdSnder. rücke. Schienen n qlle wundärztlichen egennände. Da größte Laser künstlicher Augen. ' Wm. H. Armstrong & Co 77 Süd Jllinoil Strasze. Ganzer und geVampster H(lDIIWy zu erkaufen bei der
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und es wird Ihr VorAn unsere Leser ! Mit der Einrichtung unseres neuen, schönen Lokales sind wir nun so ziemlich fertig, und wir wollen jetzt daran stehen, einen schon seit einiger Zeit gehegten Plan zur Ausführung zu bringen. Wir werden Anfangs Juli 1894 ein neues piano im werthe von $500, ein schönes Sopha und eineir schönen Schaukel stuhl verloosen. An dieser Verloosung kann sich Jeder durch Abonnement auf die Tribüne" betheiligen. Jeder, welcher vom 1. Juli 189:'. biö zum 31. 3uni 1894, also ein Jahr lang, Abonnent der Jndiana Tribüne", und am letztgenannten Tage mit seinen Zahlungen nicht im Rückstände ist, erhält u n e n t g e 1 t 1 i ch ein LooS. Die Ziehung wird durch ein Comite achtbarer Bürger, deren Namen wir zur Zeit bekannt machen werden, dorgenommen werden. ! Jeder Abonnent der Tribüne" hat somitGelegenheit im nächstrn Jahre ein neueS Piano im Werthe von j $300, ein schönes Copha, oder einen schönen Schaukelstuhl zu gewinnen, ohne daß eö ihm etwas kostet. : .Wir laden nun zu zahlreichem Abonnement ein, und wir machen darauf aufmerksam, daß neue Abonnenten nur dann an der Verloosung theilzunehmen berechtigt sind, wenn sie vor dem 1. Juli abonniren. Diese Gelegenheit sollte Keiner unbenützt vorübergehen lassen. Es ist dies eine Eztragabe für die Leser der Tribüne". Da wir aber nicht Jedem ein Piano, ein Sopha oder einen Schaukelstuhl eben können, so muß eben das LooS entscheiden, wer eS bekommt. 1 Also auf und abonnirt auf die In diana Tribüne"! ?ribune ?udl. Co. Gteorge Hermann ' . r . inM mVr , -
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