Indiana Tribüne, Volume 16, Number 249, Indianapolis, Marion County, 28 May 1893 — Page 4

Jndiana Tribüne. Erscheint Abglich und Sonntag.

Tie tZgliche .Tribä.e" koftet durch den Träge, i2 Gents per Woche, die SonntagS'.Trtbüne" t Cent? perWoche. Beide zusammen ISCentS oder 55 Cent per Monat. Per Post zugeschickt in Vor auSdezahlung per Jahr. Office : No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis, Ind., 28 Mai 1893 xu wuntzertyKtige Lymphe. Cmorrtff da dlltz a. Doctsr Hatnix lag iu dem einjigen jetifter seines kleinen aber behaglich Angerichteten Stäbchens, rauchte aus einer langen Pfeife, der unzertrennwichen Begleiterin durch seine .Stuben :enjahre, und schaute sehr vergnügt auf )ie Straße herad. Warum er .eigent .ich so vergnügt war, wußte er selbst licht; eine Ursache lag dazu nicht vor. Zm Gegentheil, der heurige Tag hätte itrn eigentlich ärgerlich stimmen sollen, senn em von ihm unterschriebener Wech 'el, der sich in der Hand des als Ein ireiberZ- gefürchtetcn Schmuhl befand, xat heute fällig. Aber natürlich hatte unser cand. med. mit dem schmerer oorbene Toctortitel den Fälligkeit ;ermrn total vergeben. Ter holländische. Kanaster schmeckte o würzig, die Morgenluft war so schön ,:i.d frisch, Hatnix war außerdem heute :0 katersrei, dag seine Stimmung von Minute zu Minute goldener wurde. 2a ein einziger Augenblick genügte, im die so fidel in die Welt hinaus !chzuendkn Augen mit einem Schleie? ;u überziehen und um auf dZ ganze Antlitz des jungen DoctorS dir Heil Diffenschzft den Ausdruck tiefster Ber roffenheit zu legen. Und die V?sache Ziese: Umwandlung roar auch eine wandelnde, auf zwei recht krummen Steinen unaufhaltsam heranwandelnde niid sie dieß: Schmuhlk Wahrhaftig, dort kam er die Straße Kerauf, langsam und bedächtig, eucn uß vor den anderen setzend; in finf, längstens zehn Minutm mußte er ou sein. Ach, unser Hatnix kannte Schmul! ii ging nicht, ehe er nicht rsenlgstn:4 -in? Theil seines Geldes hatte. Un ? er schöne Jünfzigmarkschein, der sich m Hatnix' Tasche befand nein, eher 2lleS andere, als ihn in SchmuhlZ Hände legen. Zu allem Unglück blieb unser Aescnsap'ünger auch noch im Fenster liegen. Dann im nämlichen Augenblicke sah Zcbmuhl empor und schwenkte grüßend seinen fettigen Cylinder. Run konnte ix sich auch nicht einmal mehr verleug lien lassen. Eine Iluth von Gedanken strömte auf unseren Hatnix ein. WaS sollte er thun, um die mit SchmuhlS Nahen sei. ner Banknote drohende Gefahr abzu wenden? Sich krank stellen daz vzßte nicht das aus dem Fenster sehen und die noch dampfende lange Pfeife. Schon var Schmuhl unten in den Hausflur' eingetreten da kam unsere neugebackenen Toctor der rettende Ve oanke. Schmuhl war wie die Mehr zahl seiner StammeSzenossen etwat ängstlicher Natur. Eine wahre Heiden , nicht aber hatte er vor alle ansteckenden Krankheiten, ja, selbst vor Krankheiten jeglicher Art. An der Universität at culirten die abenteuerlichsten Geschich :en über SchmuhlS AnsteckungS furcht. iin FnchS wollte sogar eines Taget behaupten, Schmuhl sei in Folge dieser Furcht gerade in dem Momente anSge rissen, in dem Rebekka, seine würdige kehälfte, ihm den kleinen Jakob chenkte. Der Fuchs flog ob dieser zbenteuerlichen Erzählung natürlich i sen doppelten 15. V. ; bezeichnend für SchmuhlS Furcht war sie aber dennoch. Und gerade in dieser Zeit war die Erregung SchmuhlS ans höchste ge stiegen. Er nahm keine Zeitung mehr in die Hand, seitdem alle Spalten darin oer Koch'schen Lymphe und den Lacil len gewidmet war. Sckion der AuS druck Bacill- und .Mikrobe- yerur sachten ihm brennendes Jucken auf der Haut und als ein hagerer Herr jüngst dicht neben ihm auf der Straße ausfpie, macüte Schmuhl einen Hechtsprung zur Leite, um die ihn selbst ein KolterHe gelmann in seinen jungen Jahren beneidet haben würde. Denn in Schmuhls Gedanken war jener Hagere' natürlich ein unheilbar dem Kochin Verfallener und s.'in VomituS ein BacillenHerd. Tiefe Ansteckung, furcht war eS, die unserem Doktor Hatnix den rettenden Gedanken einflößte. Im hastenden Fluge durchjagten die ansteckendsten und ekelhaftesten Krankheiten sein Hirn, aber seufzend mußte er sich ' gestehen, daß er auch nicht den kleinsten Cholera bacill, nicht ein Atom von siebererzeu genden Miasmen, ja selbst nicht die allerkleinste vermehrungsfähige Mik robe in diesem Augenblicke zur Verfü gung habe. Ein Gläschen mit Jodo fsrm und eine Glaskruke mit Karbol säure war allck, vaS ihm zu Händen bereit stand des scheußlichen Kran kenhausgeruchS halber, den beide An tiseptica iervorbnngen, nicht zu ver werfende Mittel gegen SchmuhlS An dringen, aber lmmerhia solche, die keinen Sieg über dasselbe garantirten. ' Da fällt unseres DoctorS Blick aus eine weiße grüneinzefaßte Papptafel, die ihm den unbedruckten Rücken zu dreht. Gestern Abend erst hat sie der Buchbinder gebracht. Und dieser pap pene Anblick wirkt wahre Wunder jetzt weiß Dr. Hatnix, daß Schmuhl ihm heute und wahrscheinlich auch die folgenden Tage hindurch nicht unbequem weroen wird. Mit eiliger Hand holt er die Papp tafel hervor. Wie segnet er jetzt den schon heimlich bereut Entschluß, .die Vertretung eines EommUitonen m der Assistenz emeS Docent an der Klinik übernommen z haben. Ihr dankt er fcal SÄld UZ kesr Linden, dii ürdt

noch an der SllNikthur angebracht wer den sollte, um .Freiwillige" für die Experimente mit Dr. Koch wunderthätiger Lymphe anzulocken, denn fol gendeS ist der Druckichrift auf der Vor derseite Inhalt: .Hin werden Schwind süchtige mit Koch'scher Lymphe impft!" Leise öffnet Dr. Hatnix seine just dem Treppenaufgänge gegenüber auf den Eorridor hinausgehende Stuben thür und hängt daß Schild an einem' zuZallig im Thürpfofte sich vorsinden den Nagel auf. Und als Zugabe streut und tropft er von Jodoform und Kar bol ein Weniges af die Schwelle, ss daß der eigenartige üeruch AlleS füllt. ES ist die höchste Zeit, unten hört er schon die Stufen unter den gewichtigen Tritten SchmnhtS knarren, HSrt fein kurzathmigeS Schnaube und Stöhnen und ist im nächste Moment wieder in seinem Zimmer, mit vor Erwartung klopfendem Herje dem Erfolge seiner List entgegensehend. Zwei- Umstände trätm helfend hinzu, um den Eindruck des Schildes auf unfe ren seuchenfürchtige Schmuhl z eine ganz besonders schreckhaften in machen. Zunächst die Thatseche, daß Rebekka ihm heute beim Frühkaff erzähU hatte, die Frau deS AorbeterS in der jüdi schen Gemeinde, eicht schwindsöchlig war, sei ach der Impfung mit der Lymphe nur noch schwerer krank ge,r den. und jvnteni der Umstand, daß der brustkranke Schneider Halm, der oben in der Mansarde M vo Dr. Hatnix bewohnten HauseS sein Domicil hatte, gerade die Treppe herabkam, el Schmuhl dieselbe heraufkeuchte. -Xa Hüsteln und Spucken versetzt unseren Schmuhl mltnc um so tiefer gehende Erregung' als er auf der engen Treppe dicht an Jenem vorüber mußte. Aufathend stanv er endlich vor Dr. Hatnix Eorri korth?e und griff schon nach der Klin tl da siel sei Blick auf das Schild ml seiner weithin lesbaren Ausschrist und alsbald geschah das Unerwartete: Schmuhl starrte erst, wie geisteSab oesend auf die Papptafel, dann ver

cieth sein Antlitz den Ausdruck heftigen Schreckens uud ohne weiter an den in seiner krampfhaft auizestreckten Rechte sich befindenden Wechsel und a den Zweck seines Kommens zu denken, sprang Schmuhl mit so eiligem Schritte Die Treppe hinab, wie sie nur Jemand machen kann, dem ein gewaltiger Dunst oon Jodoform und Karbol plötzlich in oie Nase strömt. Dr. Hatnix aber, sen die Unruhe nicht im Zimmer ge lassen, sondern hinter das Schlüsselloch geführt hatte, lacht froh über seine ge lungene List und denkt gar nicht daran, nun das Schild umzudrehen. Whl iber wird er später zum Buchbinder zehen und ein zweites, diesmal zur richtigen Ablieferung an die Klinik, be stellen. Heute und die folgenden Tage ist er sicher. Ueber diese hinaus reicht feine schöne Anknote, auch nicht und rvaS der vierte und fünfte Tag bringen wird welcher Studio hätte sich je vor zeitig darüber den Kopf zerbrochen! Wer nach fünf Minuten unsere Dr. Hatnix, mit frisch entzündeter Pfeife und froh lächeläd wieder im Fenster liegen sab, hat gewiß gedacht: .Sieh' einmal Den da oben an. So sieht ei Glücklicher auS !" ' m m m Llmor als C4ttfJtrittif Hmoreke o . ?rchieti. Glück hatte der Kanzleirath Wichtig entschieden gehabt auf seiner bisherigen Erdenlaufdahn. In jungen Jahren hatte er ein stilles, bescheidenes Weib und mit ihm ein schmuckes Häuschen bekommen. Zu seinem einträglichen Amte hatte ihm die Lotteriesortuna einen erklecklichen Gewinn iadenSchooß geworfen und das beste Glück hob ihm das Schicksal auf, indem es ihm nur ein Kind, und zwar ein blondlockiges hübsches Mägdelein schenkte, das em porblühte wie ein MooSröSlein, auf das unser Wichtig so stolz war, wie der Schah von Persie auf seine Diaman ten. Nun hätte man denken sollen, das Glück hätte unsern Wichtig zu einem heiteren, sröhlichen Menschen gemacht. Im Innern war er'S ja auch, aber die Außenwelt sah wenig davon. Denn unser guter Kanzleirath war ei Polte l rer und Aergerfritz dem Anschein nach. Wenn er sprach, so klang s. als triebe der Groll ihm die einzelnen Worte von den Lippen und diese klangen Freund und Feind gegenüber in gleicher Barsch heic. War aber nur eine üble Nnge wohnheit, den im Herze war Wichtig der beste und sanfteste Kerl und machte schnell wieder gut, was seine polternden Worte verletzt hatten.'Mit seiner Elsa wollte Wichtig hoch hinaus. Wenn seine Frau auch oft mahnend den Kopf schüttelte, er ließ sich darin nicht beirren. : . . . In die beste Pension die sogenannte ariftokratifche der entfernten große Residenz mußte die Elfe, als sie das fünfzehnte Jahr erreicht . hatte. .Ei Graf ist mir zu wenig für mein Kind! polterte er dabei .und wenn ei Fürst käm', würd' ich mich noch besinnen !" Inzwischen aber holte das Schicksal aus zum ersten Schlage gegen unseren guten Wichtig. Eines Tages legte sich sein gutes Weib hin und wurde krank. Wichtig holte den Arzt und der schüt telte den Kopf. Ein argeS Fieber hatte Ue Arme erfaßt und das zehrte gar schnell die Kräfte deS zarten WeibeS auf. ' Ehe Elsa noch benachrichtigt werden konnte, stand Wichtig trostlos a de Sterbelager seiner Frau und polterte in seiner barsche Weise seine Klage heraus, welche die Anwesenden erschüt ternder berührten, als alle anderen. Nun war Elsa wieder bei ihm. Bon einer Rückkehr in dak Pensionat war auch nach dem Ablauf des Trauer jahreS keine Rede mehr. Vom Orafe und Fürsten als prSfnmtiven Gemahl auch nicht mehr. Elsa schaltete und waltete im Hause herum, wie ein' echte S HauS Mütterchen. DaS .Muß") ist ei guter Lehrmeister, Ehe ein Jahr herum wojattefi fi in das üsSwe1e 1

eingelernt, als habe sie nicht allerhand neuere. Sprachen- und .Chemie und Physik" in der Pension getrieben, son dern ihre Studien am Kochherd und Wäschschrank gemacht. Für den alten Kanzlei rath war'S ein rechter Trost, und war' jetzt ein König gekommen und hätte sem ElSchen mit sich auf den Thron nehmen wollen, er hätt' ihn angefahren in seiner barschen

Welse und sich die arge Zumuthuna verbeten, sein einziges Kind, das nun fern Alles war, herzugeben. So vergingen wieder der Jahre zwei. ElSchen war zur holden Jungfrau her angedlüht uns der Freier um sie waren nicht wenige. Ja, wenn die Mutter noch am Leben gewesen, da wär S wohl dem Einen oder dem Andern geglückt, das MsoSröslein im Kanzleirathhause stA it t-.ff ilf1t ttttX KmMfi"fct Osfta ty jm f wut4k um yv-m jujutiu. uvii o war ' kein Gedanke daran. Den Er fte, der die schüchterne Absicht auS sprach, ElSchen heimzuführen, drohte Wichtig aus .de Hause zn werfen. Einen zweiten fuhr er dermaßen an, daß er daS . Wiederkommen gründlich ver gaß und bald hieß es in der Stadt ElSchen Wichtig fei von ihrem eigenen Jäter dazu verurtheilt, eine alte Jung fea zu averden. den so lange er lebe, gib's keine Hochzeit im Wichtlg'fchen Hause! Ob ElSchen auch so dachte? Sie sprach darüber nichts, aber wenn sie Nachmittags in de hübschen nach der Straße zu gelegenen Garten (aß und rröuwend hina5 schaute in. die ihr s wohlbekannte Umgebung, dann zogen wohl! Bilder und Vorstellungen durch' ihre Seele, die von den Ansichten deS polternden Vatni total verschieden va. re. ' ' Und just an einen solchen Nachmit tage passirte eS, daß an dem Gitter deS wohlgepflegten GärtchenS ein junger, hochgewächjener Mann mit einem Paar froh in die Welt blickender Augen und einem cokett ' ausgewirbelten Schnur bättchen dorüberschritt, einen langen Blick aus Glichen warf und in einer so Hochachtung vollen Art den Hut lüftete, daß ihm ElSchen ob deS unberechtigten Orußes nicht zürne konnte, so oft sie auch versuchte, dies zu thun. Ceik diesem' Nachmittage gruppirten sich ihre' Träume' und Gedanken um einen festen Mittelpunkt, nur daß dleser' Mittelpunkt eben unser Fremder mit deü Unt' Auge und dem blonden Schnurbärtchen war. ; . Die häusliche Abgeschlossenheit, ra velche der Kanzleirath snn Töchterlein hielt, war nun zum geheimen Aerger bei letzteren sehr hinderlich, die bekannte Lohengrinfrage zu stelle und vor Allem Antwort ' darauf zu erhalten. Aber Amor, der kleine schelmische Gott, weiß Mittel . und Wege zu finden, um Her zen, die für einander passen, auch eina bet nahe zu) bringen. ' Wählerisch ist Cüpido in seinen Mitteln nun gar nicht, i 'unserem. Falle benutzte er einen du jüngsten Jünger deß heiligen Eusp-i. de Schusterjunge Hafritz. Wieder war'S ein Nachmittag, als Hanfritz im Hause deS KanzlnratheS att ' den ausiedeslerten &tiefeleitc ElschenS erschien und zu dieser in de Garten gewiesen wurde. Und just, da er neben dem hübsche Mädchen stad, begab eS sich, daß der schöne blonde Mann vorübersmritt, bei desscn Anblick Hanfritz seine schmutzige Mütze von de struppige Haar riß und n ein so ver klSrteS .Gu:en Tag. Herr Doktors ausbrach, daß man auf die richtige Ver muthung kommen konnte, diese Verklä ru'na sei eine Folge nicht allzu karg bemessener, voraufgegangener Trinkgeld der. " !WLre der gute Hafiitz schon ein Menschenkenner gewesen, so hätte er sich nicht darüber ' gewundert, daß ElSchen ihn noch zum Bleiben aufforderte ukd nach mehreren abschwellenden Frage die stellte, die ihr am Herzen lag : .Wer denn eigentlich der Blonde sei'Und das ecsuhr sie erschöpfend, wenig' ftenS nach der- Meinung HanfrnenS Er. sei ' Referendar am Amtsgericht. furchtbar nobel, lasse bei seir:m Meister arbeiten, sei immer so kreuzfidel und dann der beste Trinkgeldspender in der ganzen Stadt. ' Auf seinem Thürschilde stehe. Dr. Friedrich Lindig. DaS war Hanfritzens ganze Wissenschaft, die mit zwei lSroschen belohnt wurde, eine That sacjc.' welche ihn zum Aufreißen seines an, sich , schon groß genug gerathene Kündei brächte und zü der Ansicht, nun gebe eS zwei noble Kunden snneS MelerS: Dr. Llndm und Frl. Wicht. : Sonderbar, als er das nächste Mal zu ersterem kam, härte auch dieser eine Reihe von Fragen für' ihn, von denen dre meisten d junae Dame in dem hüb schen Gärtlei betrase. Und ehe ein paar Woche nm waren, da hatte schon Hanfrrtz hochklopfende HerzenS den ihm war nicht ganz wohl bei der Cache ras erne Vrnem eg oer Woynung dS Referendars . hinübergetragen . in de wohlbekannten, kleinen Garten. Und nun ließ Amor die Herzen, die für einander schlugen, rm Geschwind schritte auf einander zunlen. ficnfritz hatte jetzt frühmorgens uud spät Abends keine Zeit mehr, die Kinder ans ' de Straßen zu necken, fremde Aepfelbänme ach dem Stande ihrer Früchte mimo ren und ähnliche Allotria zu treiben er war Postillon d'&mour geworden. ei schmutziger freilich und ohne prun -(.... r lenoer uniform, . aoer unmerqut em drrlässiger und guter Liebes böte. : Dr, Lindiz stand dicht' vor seinea Assessoreramen, das wollte er abwarte. so war'S brieflich zwischen den Liebende verabredet; dann wollte er feierliche Audienz bei Wichtig nachsuche ud die bekannte' entscheidende Frage fteZe: Kan ich ElSchen zu Wb dekon ?". ' Aber Liebende denken und Schuster jnngm lenken. Eine5 TageS hatte Hanfritz die nenbesohlte LanzleirHth lichtn Stiefel hinzutrage und zugleich ein Vrief Dr. LindigS an seie Herz allerliebste. Zufällig hatte Hanfritz i uen Hosentaschen snschzemaufteZvet scheu und da diese sich als Nachbar eines LiebesirieseZ schlecht eipun, so hztte er kurZ entZchlOsse dyzief i

einen ?er gtleftl deS KavzletrathS ge leat. DaS Mädchen öffnete ihm ja

stets die Thür, dann nahm er den Brief i - t4.' - . heraus uno ctc t&eqc war in ronnng. So calculirte Hanfritz und calculirte tm .. Als er die vcynr zum aue oes Kanzleirath; öffnete, stand vor ihm Herr Wichtig selbst. Endlich! Dachte schon, die Stiefeln käuen in aller Ewigkeit nicht! Ber fluchte Bummelei! Werde bei einem an deren Meister arbeiten lassen!- polterte Wichtig gleich als Begrüßung los und griff nach den Stiefeln, die Hanfritz ihm erschreckt und ohne an den Brief zu denken, überließ, worauf der Kanzleirath wieder verschwand. Jetzt erst kam er, unser Pechjüngling, zum -Bewußtsein, daß der Brief an den Unrechten käme. Zu ändern war nichts ehr, für ihn gab's nur eilige Flucht. Und die vollzog er ivsorr, lnoem er forteilend die Angst vor dem nun Kom wenden durch den Genuß der gestohle en Pflaumen zu bemänteln suchte. Inzwischen zog Wichtig die Stiefel an. .Zum Donnerwetter, der drückt ja!- rief er mit Bezug auf den zuletzt angezogenen rechten Stiefel. .WaS ist denn da drin?" Und den Stiefel von dem rechten Fuße reißend, stülpte er ihn vm. Ein Brieflem, schön rosenroth, flatterte auf den Fußboden ieder. Zornerglühend riß Wichtig ihn auf und sank ächzend auf einen Stuhl nieder denn waS er las, enthüllte ihm das ganze schöne 9iebeSgeheimniß der Referendar Lindig und sein ElSchen liebten einander und wollten einander angehören, bald schon! Wie ein angeschossener Eber raste Wichtig wüthend in daS Zimmer Els chenS, die gerade ihre Mappe mit Bil dern auf dem Schooße hielt nd sie durchblätterte. Eine fürchterliche Tirade ihres VaterS, in dem die Worte .Undankbar seit und .verfluchte Liebe- zwanzia mal vorkamen, störte sie auch, als Wich tig aber in seiner polternden Weise des Stiefels erwähnte, in dem er den Brief gefunden, da mußte ElSchen trotz aller Verzagtheit lächeln und schließlich, alS sie an den unglücklichen Hanfritz dachte, lachen. Wenn aber der gute Herr Wichtig in seinem Zorne unterliege konnte, so war eS durch dieS rätselhafte Lachen. Er schwieg und nun hatte ElSchen daS Wort. Und das hübsche Sind wußte ihre Lippen gut zu gebrauchen, einmal, indem sie ihren Vater stürmisch küßte, und dann, indem sie stockend erst, dann rückhaltlos de Zustand ihres HerzenS bekannte uud schließlich bat, dem Her zenSbunde nicht hinderlich zu sein. Nun war daS ElSchen unwiderfteh lich, weun sie bat und Wichtig fühlte sich schneller besiegt, als er selbst wollte. Ehe der Abend kam, hatte ein Bote den Referendar in daS HauS deS Eanzlei ratheS citirt und ach einer erregte Auseinandersetzung, die von Seite WichtigS mit seiner bekannten Pslterei begann und mit einer Umarmung Dr. LindigS endete, fand am Abend ea txou die Verlobung statt. Hanfritz war davon am meisten über rascht. Er hatte sich schon auf eine fürchterliche Tracht Prügel präparirt und statt dessen empfing er von den Referendar eine blanken Thaler. Nur Herr Wichtig nahm ihn, als er ihm daS nächste Mal begegnete, bei dem Ohr und zauste ihn daran. Aber da er da bei lachte, fs lachte auch der Hanfritz, der nur bedauerte, daß eS in der kler nen Stadt nicht och ein Elschen und noch einen Dr. Lidig gibt. Er würde trotz aller Fährnisse ssfort wie, der Amordienste thu. Da Gefährlichste. Gatte: .Nun, Doetor, was fehlt meiner Frau?" Arzt: .Nichts Besonderes, ich kann keine Symptome eines ernfieren Unwohlsein? entdecken! Gatte: .Haben Sie sich auch die Zunge zeige lassen?" Arzt: .Rein!" Gatte: .0 weh', dann hben Sie ja die Hauptsache nicht aeseben!" Träume und Schäume. Fra (im Bette): Wißt Du, Männ chen, waS mir heute Nacht geträumt hat? Mir träumte. Du hättest mir einen neuen Hut g, kauft Mann : Ja fo ein Llel kann ick balt nur im Traum seia l ?ver icywarze Pudel. Eine Unrnass? von Menschen erwartet auf dem Bahnhof den herankommenden Zug. Fremder (zu einem Postillon, der vor sei nem Omnibus steht): Ei, ei, was für eine Menge von Menschen ! Wen erwar tet Ihr denn heute ?" Postillon : Ja, wissen S', Herr, das ist eine eigene Ge schichte! Da ist der Gilgenbauer von Meierhofen vorgestern in die Stadt auf die Schranne gefahren und weil das Ge treibe da 'runtergegangen ist, da hat sich der Gilgenbauer vermessen und hat ge sagt: I, da möcht'st doch gleich a schwarzer Pudel werden !" Kaum aber hat er das g'sagt, so ist er auch schon ein schwarzer Pudel gewesen. Nu soll er heut' mit dem Zuge kommen." Frem der: Ah, das ist sehr gut ha, ha, ha!" Postillon': Ja,. ja, Sie haben gut lachen, aber wem so WaS passirt, für den ist's hart genug." Aus demVriefe eineszärt lichen Gatten. Der Doktor hat mir strengsten? befohlen, mich jeder geistigen Beschäftigung -jm enthalten. Darum werde ich jetzt Niemandem mehr schrei ben, als nur Dir, meine liebe Anna !" Ein solider Käufer. Bett ler: Euer Gnaden haben ein kleines Häuschen zu verkaufen. Was kostet's denn?" Herr :, Sie werden's doch nicht kaufen ! ? 1500 Mark kostet's." Bettler: Wer weiß, vielleicht kauf ich's doch. Es kommt nur auf die Zahlung? bedingungen an." Herr : ,.Na also, wie. möchten Sie's denn zahlen?" Bettler : Sehr einfach. Euer Gnaden sind so gütig, mir alle Woche eine Mark Almosen zu geben. Das ließ ich halt zurück, bis.dai' Häuschen ausbezahlt ist." I t n a chdem. Jagdgast : Verzeihen Sie, ' Herr Oberförster, waren eS 700 oder 900 Nebhühner, die Sie neulich geschossen haben? -Oberförster: Jetzt weik ich'S selber nZmmer aenau?... wie j viel' hab' ich denn gestern g'sagt t"

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