Indiana Tribüne, Volume 16, Number 249, Indianapolis, Marion County, 28 May 1893 — Page 10

Einige Rathschlage für daö $vitahv.

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Alle Menschen haben zur Frühsahrkzeit eine Medizin nöthig, welche das Blut rerändert. Der erste warme Frühlingstag zeigt uns, daß das ZZkut zu di& ist und dleLeöericht richtig arbeitet. Wir leiden an Verstopfung und die verschiedensten ÄrankheitSerscheinungen folgen, wie Kopfschmerzen, schlechter Geruch aus dem ZÄnnde. fettige Kaut, Ausschkage, Schwindek, ? Petittostzkeit n. Mattigkeit. Alle diese Krankhettserscheinungen sind iekannt unter dem Namen Frühjahrs Fieber. Wenn hiergegen nichts gethan wird, können leicyt schwere Krankheiten ent stehen. Das teste Mittel dagegen ist nbedingt das ,?,ie deutsche yeilntttkl, D.AMUSbKlttNig amburgcr Tropfen. . . i .VH lim im VN er tnmm. Dr. Arneliii Tl. Keller, Office: 60 Süd Meridian Straße. C 9 IUhrorm. Z ilar ,ackm. i 7 9 Uhr Abends. OfsiceTtundea Telephon 907. Dr. Wagner, Ofjice: Po. 60 Gvl Khip Str. 1 I OlftckSttdc5 : Uhr nnittaa. UöratJn.irta,;.: ESstzn, : Sk,Vradtsad d taeoltz?. . IIf piou jm. Chirurg und Frauenarzt. Heilankalt und Offtce: Silo. 194 Oft Michigan trai,e. (5ie Z)taffechnillS Avenue.) Tiallij von 2 1 Uhr. SonntagZ ausgenommen. fferd. A. Mull er. is'vlzr von rrg Müller.' Apötheker. 31 Askrtlgug do Rtzepteu sitsckttkt utrläWar. ks,v,cftndtgrZ,te. SSdivestlLcke der 0 Wasbington und Og 0.r. Telephon 870. Bloß daö Neueste in ?IB1DIB-J -un.. Dekorationen, --b Roll - vorhänge mit Franst. I i i n m r I zu den niedrigsten Preisen. Gnrl Möller, 161 Ost Washington Straße. . Willkommen Lenz ! ' ' Du bringst uns Herren -Hüte neuester Facon, in großer Auswahl zu oiuigcn yrcicn. ?r or.;f. Bamberger, Sk. W. die Pennsylvania und Washington Straße. . Feine Weine und Siqnhre für dm Haus-und Familiengebrauch bei Xfnv rstilWQV VIIH?, 200 Oft L3Mng!5N Sttait.

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Russische Enthüllungen Die Mitwelt sieht die großen Won schen Ereignisse im Völkertheater wie hinter einem Vorhang sich vollziehen, in welchem nur einige Risse und Locher hin und wieder einen klareren Durch blick gestatten. Der Nachwelt bleibt es überlassen.. den Schleier zu lüsten. hin

ter welchem nch die Geheimnii e der Geschichte, abgespielt haben. Z:völf Jahre sind verflossen seit jenem ewig denlloilrdigen 1. März, an welchem die Welt durch die furchtbare Botschaft er schüttelt wurde: 'Aar Alerander ji. von Rußland ist durch Muchelh.d gefallen. Cnn Schrei der iutrl,ltung über diese? nihilistische Bubenstikk ging damals durch die gesummte civilisirte Welt. War doch das Attentat an demselben Tage verübt worden, an welchem der aufgeklärte liberale Mo narch die ffabinetsordres Uilterz?ichnet hatte, durch welche er dem groLen xv,) Wii ne.ll?e eine eines curuii Bolkes würdige Ver anuna zu zchenten gedachte. Daß eZ der erste Regierungs . . . p . , I rtt Mks.Z ?i.l I V VI 1 ' Herrschers aller Reussen, war, diese lllttM kXJkE AAAf4X Wt - I uumiutii ijviw 4 i1: i ßcn und so das Freihcitsmcrt aus Jahre ymaus, vielleicht auf immer zu vertagen, ist nicht die Schuld Alexan. derS II., sondern semer Mörder. Die Fanatiker im Dienste der Freiheit hatien oerielven lvieoer einmal oen ocni bar schlechtesten Dienst erwiesen. A w . . w . Die äußeren Vorgänge der furchtba ren ragovle nnv noch zu iriicy im .. L L t P I Gedächtniß der Mitlebenden, als daß es nölhig wäre, sie hier zu wiederholen. XII 1.. mm .M AK.AIkAM II I noct in in iiijjeiiyuiicii uiiuiih war die Kunde von dem Kana der aekeimniknoUen andluna in die l Oenentllchleit gedrungen, ibicif we -'"""Mw"""" mr " Z I sentliche Züge blieben unbekannt, viele verbindende Fäden ungeknüpst. Viele Dinge, welche der Ermordung unmittelbar voraufgegangen, waren ein Gehelmnlv. Vor Allem aber blieb eine Frage jedem denkenden Menschen imgelöste Wie war es nur möglich, dap em otches Attentat von langer ?ano vorbereitet werden tonnte, ohne daß die ruju che Vkbelmpolizei, dleies ,n pus Ultra an 'acyiamleii, pu:nnn 1 . stil . . . t I uno iurnumigun, von uciu -ooiyu i den Kenntniß erhielt k Oder. we,in ne Kenntniß erlangt hatte, warum ver mochte sie nicht, den Zaren rechtzeitig zu warnen und das Unheil von seinem Haupte abzuwenden? ?tn das bisher unaeluitete Dunkel dieser interessanten Streifl'ck'er drinat eine Broschüre etwas Licht, welche ' 1 I in Pari in französischer Sprache er schienen ist. aber den Russen Nikolaus Notovitsch zum Verfasser bat. Noto v tick det d e äden der furck baren Katastroobe biS in ibre Anfänae auf. Der VamlaviSmus. welcher im türki scken Kr eae schrankenlos sein 5audt ' ' M-fcnW hrn fAnn fflft nii rn l "f " " ' m Aussterbeetat siebenden So. a Smus .;r,.., Y v " "" I (htr Rutte aebrauckt Socialismus und 1 Nihilismus Ost als synonyme Begriffe) Thür und Thor geöffnet. Derselbe zersiel von Ansang an in zwei völlig ge. trennte Fractionen, die der Propaganda durch das Wort und jene der fäg w ni shfrt ffrtx KrZkucimk h ,MMf vijvtHiinivciiMHiv vvii iivvi i Vrtnrr,i h.rftt M?arn.n hU n,.f .... STi. s.T,,;mi& .Mi.fe, sink Aui"ntt Lmtn iifslmmti. kunst in dem kleinen russischen Stüdtvu w vifvtvi iviuvv vwvHtivHvvvu(HuiiH 1 r . I hnn itMirr iinh rfirnrt tVttrtslt itnh 'n"s: ,rtn U mMiitor Vr MphiLn ...Vf.W. , r .-(liftitf. wju fi t. sich zum Unterschied von den Terror,. tm die Vottspaei-lehnten indessen yviuti wkii itwiuiiu itv iiuiiiuvu 1 ßlmMnfnrnffit mit hiftr sth ÄichttSm. bald 9frrn für hl hfn hr rrnrifTT Ter General Mezentzow. Chef der Vc. v w wv tersburaer Polizei, der Fürst Krapot km. Gouverneur von Charkow, und ein lsendarmerlel,slicler waren die ersten Opfer, welche unter den Strei chen der Nihlllsten fielen. Die Regle run .rl.r d.u Kpf und griff blindfesÄttatt w'ünd unll K li mm. bS 'dadurch bi. Zahl dr Un.n KtfÄ " i i I Namentlich sahen sich die Sattsten der Volkspaltei trotz ihrer prononcirt irieoilqen -renoenzen uno ires energi ,cyen Proteges gegenuver oer Propa. ganda ver y ourq oen vrgwoyn ver Pvllzel aus s Aeuerfle veörolzt. Sie stellte sich schließlich selbst in den Dienst der Polizei gegen die Nihilisten, rw orr F . . Aber diese hatten Wind bekommen von oer acye uno gimen rare starte vor lhren Freunden von gestern ebenso geheim wie vor der Polizei selbst. Von nun an richteten sie das Ziel ihrer An schlüge direct gegen die geheiligte Per. fon - d?S Herrschers selbst. ES folgten I ht nf4titnt frirtttt V Vlhril 1 K711 Yni i - , ein zunger Avcpi. von oeui mm naa? yer auaz nlazi oas geringue enanonlv erpressen konnte, süns Nevolverschüsse uui vels ouu uüuw, vmw. iijii uüüty , wmmtm 9 Jm n ww m m w wm iah ajm hu lrenen. . ooanu oie surcyloare tenbahnkatastrophe vom 19. November desselben JahreZ zwischen Petersburguno M!u. W9 loiiciiiBjc i,cn vaynzug m o.e gr,preng roeloen sollte eme Vorgängerin der Katastrophe von -Ooni. unversehrt über die unterminiiteStelle, und erst als der .nachfolgende Diener zua dieselbe passirte, erfolgte die Ekplo fion, welche eine geradzu grauenhafte Wirkung hatte. Der Thäter, em ge wisser Hartmann, entkam in'S Auß land. Bekannt sind die Uuterhand lungen der russischen und französischen Regierung über die Auslieferung Hart manns. welcke das Frankreich von da malS unter dem Vorwande, es handle um ein politisches Verbrechen, ad. I lehnte. Das Frankreich von heute

wurde allerdings wohl anders gehan delt und sich eine so günstige Gelegen heit, ein gnädiges Lächeln des Herr scher aller Neujsen zu erschlcichcn.kaum haben entgehen lasten. Während die Polizei in Rußland wahre Razzias auf friedlicheBürger veranstaltete und Tausende Unschuldiger in die Bergwerke Sibiriens wanderten, wuchs die Kühn-

heit der Nchillften mit ihren Erfolgen. Die Voltspartcr dagegen, um dle Schuld dieser Vorgänge, für welche die önentllche Melnunq auch sie verant wörtlich machte, von sich abzuwälzen, verdoppelte ihre Anstrengungen, dem Terrorismus Gegenminen zu legen. Ihrer Wachsamkeit gelang es denn auch, emtm neuen terroristischen Komplott auf die Spur zu kommen, schrecklicher als leine Vorgänger, (iiner der Fuh' rer der Vollspartei benachrichtigte den Chef der Polizei, da das Palais des Ztaisers bedroht sei. daß eine Dynamitine genau unterhalb des kaiserlichen Speijesaales gelegt sei. 5 (17.) Februar 1880 um 7 Uhr lkpnd5 in d?m wnmmt. in mu A v; ?tomu, r; , UJ V II a . . " Diner zu Ehren der Anwelenhk l c; von Hessen niedersetzen wurde. W " - 1 . . r A loute o qanje peneiuai in Die sprengt' werden. Die Bestimmtheit u;c.;er Meldung mußte ieden Zweifel in ibm Richtigkeit ausschließen. Aber Qvn. toör s.:. f;n;aer förm mit Denunciationen aller Art über- - chwemmt worden, welche sich nachher .'.jmmtlich als Mustifikationen erwiesen . . hatten, so daß sie überhaupt keine Te nunciatlonen medr beachtete. Uno . . . . 1 fc. außerdem, wer sollte es waaen. bis in )ie Wohnung des Herrschers selbst ein W 1 V. A. 11 L. ki .'1 rnorinaen, um oou nn ouociiiiua ju ooUfiibien. Eo ließ die Volnel den Mink unhMichitt. ßeAttia baite - v 9W W7J 7 jedoch der General Gurko, der Gouver neur von Petersburg, eine ähnliche Mittheilung erhalten, und er glauble. die Warnung Nicht m den Wind jchla gen zu dürfen. -Er begab sich sofort ;um Zaren und machte demselben Mel vung. Ter Zar, welcher auch seiner,elts schon eine gleiche Zulchrift em prangen hatte, chenkte verleiben lau den und gab dem General Gurko Voll macht, die erforderlichen canregein zu . r . . . 4 treten, um oas Allenial zu verylli' ocrn. Aber hier erhob sich ein Konflikt. der, auS kleinlichen Rang und Etikette tragen entstanden, die furchtbarsten Folgen haben sollte. Die Polizei und das Militär hatten nämlich im Wmter Palast keinen Zutritt, während die Nl hilisten dort frei auS und einzugehen r rwi. w s fr rx.n schienen. Als oer. oeryoimarichau ersuyr. oa ver aiier oem General Gurko die Vollmacht erthellt habe, das PalalS einer genauen njpelion zu unierzieyen, eryoo er nn großes mento. behauptete, daß man Miß trauen in seine Treuere, daß er einen r ' i i " w . : . v , . v oicycn 'cyiag nicyr uoerwinoen wuroe. . . . T . . , und reichte tkmen Ad mied ein. um . . , , ' ir r r r eine vle mpsmolichleu zu ok,chiv t v 4Ti "gen. zog oer gulyerzige Jar Vurro s Vollmacht zurück und übertrug dieselbe nunmehr dem Oberhofmarzchall. Mit vem vi. ,ym von oem miai i. ner Recherchen Meldung ZU erstatten, Selbstverständlich wurde nichts Veroachliges gesunoen, uno am o. itcöTuur uuiuitu llln ,z mjt auciiu. r- .f .lti!IX. n 11t OTL...V2 wie es die Nlblll sten anaekündlgt hat . r 4 r t.t ir t f ten. erfolgte die furchtbare Efploslon. welche den ganzen pellesaal zertrUm werte und die gesammte kaiserliche Faxt Wax "K wenn dieielde nicht m olae einer zu r . ri r. W mIIim a MIiVitiiM. 4 Xw ' J 1 1 " t'imis 'u, om des Prinzen von He en aebabt hatte. st" Minuten später erschienen waren. o.t;jt -!.;. ev RTri 1 g1?? !"?Un roaren e3 Dann rue 4?t uie uiuoc öuiii i.aiurj 1001 unu ÄWi'WÄ O' w bruar war aanz Vetersbura wie von einem Fieber der Unruhe erfaßt. Es war, als ob ein Unglück in der Luft schwebe. Am 23. Februar, einem Sonnabend, war im . kalserllchen Schlosse Familiendiner. Der Kaisel .. c. (..: v:r. ra.r F,' si;4, L? to meteb. ble Part Urne 'ri.? jff B.w.aung, .mau ha. Dich A I, rr I tuMji um -cviitv tviiiutiu uv iuui. v mtttt htfitr. iA mit d?n Staat,. schäften zu besassen. Du wirst vielleichi morgen schon Kaiser sein. D unglückliche Monarch ahnt, nicht, dak er eine Prophezeiung ge sprochen habe. Tenn schon bina das Verhünzniß über seinem Haupte. Nack dem Diner erschien Graf LoriS . Meli ,7. kow und bat die Prinzessin JuriewSki. den Kaiser zu bestimmen, die Parade emes Geniebataillons, welche für den nächsten Morgen angeseßr war. aus einen anderen Tag zu verschieben, do Gerückte umliefen, daö dem Manager am 1. März eine große Gefahr drobe. CW OTC.v V . 00 Xi. cf v . uui.muuiu ves o. xnacyic aiciunoci ji. der erkrankten (Äroßsürstln Alexyn dra Josiphowna einen Besuch, und theilte ihr dabei seinen Entschluß mit. f am morgigen onnlag zu yause zu bleiben. Ich befinde mich zwar wohl fügte er lächelnd binzu, .aber LoriZ verurtheilt mich zu Stubenarrest.Welches Unglück für unsere Fami Iic. die Großfürstin. .Morgen (ofltc 3nfn mein Sohn E?nstantin I rrhfinnrtniriftirir hnrinn vvtMi-nvj VV VVII tbUt IVVi' den." .Daran Hatte ich nicht gedacht. Wohlan. Ich werde Loriö nicht gehör, chen. denn um nichts in der Welt möchie ich Ihnen Kummer verursachen. Am nächsten Morgen arbeitete der Kaiser bis 11 Uhr mit dem Grafen LoriS'Melikow . und unterzeichnete dii beiden Ukase, von denen der eine den Senat, der andere die Einführung der Verfassung betrafen. Darauf begab kick der Kaiser in das Kemack frinr. Gemahlin, umarmte sie und versprach ihr, recht vorsichtig zu sein. Er wollte schon gehen, als fein kleines Töchterchen

aryanna iyn aus oer Lqmelle zirua hielt: .Papa. Tu hast mir heute noch keinen Kuß gegeben-. Welch' schreck licher Gläubiger Du bist," antwortete der Kaiser, .Du gibst mir keinen Kre dit. Wohlan. Umarme mich, mein

Kind, Dein Kuß wnd mir Glück dringen". . I In einem geschlossenen Wagen fuhr der Kaiser fort, umgeben von Kosaken der Garde. Der Zug kreuzte die Straße Mala-aSadowaia, welche die Nihilisten mit einer Mine unterkreuzt hatten, von deren Existenz man auch nicht die leiseste Ahnung hatte. Die Lust ballte wieder von den begeisterten Zurufen des Volkes und der Kaiser er schien guten Muthes. Er nahm die Revue ab, beglückwünschte den lungen Großfürst Konstantin zu seinem Ein tritt ln den Dienst und beauftragte ihn, der Großfürstin Alexandra zu mel den, daß er sich freue Wort gehalten zu haben, und daß, Gott sei Dank, Alles auf's Beste gegangen wäre. Nach der Revue verweilte der Kaiser kurze Zeit bei seiner alten Tante, der Großfürstin Katharina Michailowna, ' wo er den Thee nahm. Er änderte darauf seinen Rückweg uno befahl dem Kutscher, durch wenig belebte Straßen zu fahren, indem er nicht wähnte, daß die Terroristen ihr Opfer auch an den abgelegensten Orten erwarten würden. . - Kaum war der Wagen jedoch in den Quai des Katharinencanals eingebogen, als ein junger Mann -in der Tracht eines russischen Bauern eine vombe auf die Equipage warf. Sie :xplodirte . mit einem schrecklichen Kra chen und tödtete den Kosaken auf. dem Lock an der Seite des Kutschers, zwei v?ann des Gefolges, und einen kleinen Fleischerjungen, welcher einen Korb aus dem Kopfe trug. Te? Waen lag zerbrochen auf dem Pflaster. Zum großen Erstaunen der Menge, welche auf das Geräusch der Zxplosion heibcigeeilt war, entstieg der Kaiser dem Wagen, zwar zum Er schrecken bleich, aber sonst heil und gesund. .Möge Eure Majestät geruhen, auf meinem Schlitten Platz zu nehmen. lnd lassen Sie uns ausbrechen," drängte General Dworjewsli, welcher soeben :enabt war. .Mein Platz, ist an der Seite da Verwundeten,- antwortete der Kaiser,, lnd wandte sich zu . den .Männern, velchc hingestreckt lagen, auf dem von hrem Blute geratheten Schnee. - Die Mv hatte den Mörder ergrif en, und man brachte ihn zum Kaiser. .Dein Name?" sprach derselbe mit lLürde. Der Kerl, gab einen falschen Na nen an. .Schämst Du -Dich -.nicht?" fuhr llle.andcr fort. Tann wandte er sich )em Schlitten , des ; Generals Twor ewski zu, als er von einem Officier zesragt wurde, ob er .nicht verwundet ei. :. . .Nein. Gott sei Dank." ... .Danke Go:t nicht .zu früh . schrie in diezem. Augenblicke ein anderer ver Ücideter Bauer, und eine neue Bombe fiel zu den Füßen des Monarchen nie )er. . ... ,; Einen Augenblick war Alleö in Feuer und Rauch gehüllt, und als man wie ser .sehen tonnte, bemerkte man den Kaiser ausgestreckt in einer Lache von Slut. Mich friert,- seufzte er. Er hatte noch die Kraft, sich aufzu setzen und auf die Balustrade deS QuaiS zu stützen. Seine Unisorm war zerfetzt. Zin Stück oder zehn Offiziere und Sol daten lagen um ihn herum, todt oder verwundet. Unter ihnen der General Lwor'kwski und Eapitän Koch, der öhef .der geheimen Leibgarde. Die jenigen, welche unversehrt waren, tru gen den Kaiser vorsichtig in den Schlit ten. .Mich friert," seufzt er zum zweiten Male. Ein Soldat bedeckte ihm das Gesicht mit seinem Taschentuche. Der junge Graf Gcndrikow stieg hinten auf den Schlitten und hielt das Haupt des Sterbenden, welches er mit seinem Helm bedeckt hatte. Der Eavitän Koulebia kien. obgleich selbst verwundet, kniete im Schlitten, um den Körper des Mo narchen zu stützen. .Du bist verwundet, Koulebiakien?" frug der Kaiser thcilnabmSvoUV Gott! Was Eure Majestät erst leiden muß," antwortete der Offizier wei nend. In diesem Augenblick erschien der Großfürst Michael, der Bruder des Kaisers, auf dem Schauplatz der Kata ftrophe. .Sascha. Du bist verwundet?" schrie er, indem er den Kaiser mit seinem ab' gekürzten Vornamen anredete. . .Mein Sohn. Wo ist mein Sohn?antwortete der Kaiser mit einer letzten Anstrengung. Bald darauf hauchte er seine Seele eus. Der Graf LoriZ.Melikow sak . unter dessen mit seinen Ministerkollegen im Palms und berieth über die. Formall tötender Verkündung der Verfassung. In diesem Augenblick hört mau in de, gerne den Donner der ersten Explosion. .Was war das?" rief einer der Mini. per. .ü. nichts!" antwortete Meli kow. Ich bürge für den heutige Tag. Alles ist ruhig und der .Kasse, lauft keine Gefahr.-" Dennoch schickt! er den dienstthuenden General Fedo row,. welcher im Vorzimmer wartete nlt dem Auftrage ab, zu sehen, was es oäbe. Ter General entfernt? sich zu IjUB. em Llkdchen summend. . ., Ta erschütterte eine zweite Explosion tfe Scheiben des Gemaches, und dieses ! Mal sprang auch der Diktator (Mell kow) zugleich mit seinen Kollegen vom Sessel ans. .Emen Wagen! Anspan nen!" stiek er hervor, bleich vor Schrek ken und Verzweiflung. - Während man anspqnnte.lam schon derKavuön Kocd.

erver und Uber'mlt Blnt'dedeckr und sich

aum aufrecht haltend. ' -Seine Maiestät ist tödtlich verletzt." 'ammelte er in unartikulirten Lauten. ' . . -r ,l Sein Anblick sagte meyr ms seine :vorte. LoriZ.Melikow hatte die ganze Trag, veite des Unglücks begriffen, welches Kußland wie ihn selbst betroffen hatte. kin Dlutsturz und tt sank zu Boden. (Elegie. Jchwarein kleinerKnabe, paukt's AB-C nocheln. Da-nam mich schon mein Vater mit in die Kneipe rem - Und ließ mich freundlich nlppen an sei ncm Deckellruq : Ich schlürfte eia'ge Züge und hatte bald genug.. Zwölf Jahre alt. da saß ich an meines Vaters Telt, Und vor mir stand zur Labe ein eignes Glas bereit: Und immer sragt' mein Vater: ..Mein Sohn, ist's Bier heut' gut V Und erst, wenn ich's bejahte, trank er's mit freyem Mutb. Ein Jüngling war lch worden. Da war kem Abstand mebr . - Des Sohnes' vor dem 'Vater.': wir xwn ken beide ehr: Beinah' war ich ihm über, ich zechte froh . W t 't 1 ' ' ' ' 1 f. uno sriscy, , -Und einmal Gott verzeih mir's ! trank ich ,bn unter n Tisch. . Verronnen sind die Jähre, vorbei die schone Zelt," , Der ich in der Erinn'rung den schönsten " Play gewelkt. - Mein Vater ging schon lange zur ew'gen - Ruhe ein ; " Jetzt sitz' ich auf dem Keller und kneipe ganz allein.- . - - lu3 dem Tagebuch eines hhpochon drischen Ehegatten.--Das Unglück bei meiner Frau ist, dafc sie so wenig zu thun und so viel zu sagen dar. ' 'ff. . r - Meine Frau ist sehr gebildet: sie hielt sogar früher öffentliche Vorlesungen, je doch seit unserer Verheiratung hält sie dlese mir nur noch privatim. :1c . Meine Frau ist verschwiegen wie' das Grab, das heißt, wie ein Grab mit Grabstein, der Alles sagt. 1 jjc ' Ich habe nur einen Fehler, und der ist meine Frau. Loblied auf den Kaffee. Soviel Wahrheit auch im Weine, ,' Soviel Kraft im Gerstensast - Königstrank bleibt doch alleine . Der Kaffee b Tag und Nacht . , , , . Heil'ger Kaffee, SegenZspender, Orientsschatz und Dichtersang, . Pflegekind der Abendländer, Volksgenuß und Fürstentrank ! Heißersehnter Kältedämpfer, - - Seelenwärmer, Wittwenrath, ' Hungerstiller, Durstbekämpfer, - Frühstückssuppen-Sunogat ! Backwerksspeicher, Gaumenreizer, - Ammenlust und Mägdelieb, . Bluterreger, Dauerheizer, 'Dampfmaschine, Leistungstrieb! r ' Himmelswohlthat Mahlbeschließc?, .' Digestiv, bewährtes Naß, Uhrwerksseder, Lückenfchließer, i. Regulator, Stillstandshaß ! . Nervenspanner, Schlummerwehrer, . Licht auf Leuchter, helle Wacht, i, Flügelaufschwung, Geist-Erheber, Lcttmotlv, Gcdantenschacht l Kopferhellcr, ScharfsinnSmehrer, Weisheitspfleger, WissenSmacht. Witzerwecker, Sittenlehrer, Pflichterfüller, Schaffenskraft l ! , ,. Sommerfrische, Wintersonne, Allahswort, Prophetenwein, . ? Paradies und Haremswonne, .Märchenbuch und Götterhain ! Gästeange!,' Lebensfrage, " Wirt hslocales Aushängschild. Zeitgeistrichter, Sang und Sage, Mäßigkeits-und Dugenbild : . Volkssreundslosung, Unschuldstropfen, Sündcntilger,Attenei, Weinrival und BranntweinSpfropfen. Bierbanks feindlich Feldgeschrei ! , . c Z v ; : , . Treuer Hausfreund, Sinnerheit'rer,. Morgengruß und Vesperton, . . Stimmungsklarer, Blickerweit'rer, Hochverehtter Tropensohn : Kaffee ! Du bist Geist und', Leben, -Ganzer Völker liebstes Gut , . Mehr nochmals der Saft, der Reben, Bringst Du Segen, braune KlutK - . Wle ist dkes: Wir bieten einhundert Dollars Belohnung für jeden Fall, von Katarrh, der.'nicht durch Einnehmen von HaU'ö Katarrh Kur geheilt werden kann F. J.Cheney 6: Co., Eigenth., Toledo, O. 7 .. Wir die Unterzeichneten haben F. .3. Cheney seit den letzten 15 Jahren :ge kannt und halten. ihn für vollkommen ehrenhast in allen GeschäftSverhandlun? gen. und. finanziell . befähigt, alle '.von seiner Firma eingegangenen Verbindlichkeiten zu erfüllen. . , ; WestäiTruax, GrößhandelS-Dra-guißenToleds,O.. . . ',1 . Wa ldinck, KZn.anKMarvin, Großhandelö-Droguißkn,. .Toledo,! O. Hallls-Katarrhe Kur wird innerlich ge ummen und : wirkt.' direkt, auf daö Blut. und die schleimigen' Oberflächen deS- Systems,' Zeugtlisse frei versandt. Preis -75 dtMur die Flasche. Ver

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