Indiana Tribüne, Volume 16, Number 235, Indianapolis, Marion County, 14 May 1893 — Page 9

nsaacvoam Jttdia Trwünc. Beilage. Indianapolis, Ind., 14 Mai 1803 rnr. TreadfuS'S ostasrikanischeA ?lbenteuer. Humoristische Zkizze vrn duvah fl. Abenteuer in Afrika wer hätte die nicht gehabt, Gentlemen! Wer drüben reist, muß auf solcke gefaßt sein! Und was ist denn treiter daran, an ei nem Speerstich oder an einem Scülan genbiß oder an sonstigen afrikanischen LiebenSwnrdizkeiten. Ob Ihr hier in New fjod am Sonnenstich stirbt oder am New Jerseizer Spiritus oder schließ lich dort drüben im schwarzen Erdthil an eines Eingeborenen Speer Spitz' findigkeit that's all the same, Gent leinen! Aber ein Abenteuer, ein richtiges, bei dem zwei Menschen in TcdeS gefahr waren, aber durch ein unzeNZöHnliches Etwas daraus befreit wur den, das ist 'ne Sache. Und ein solches Abenteuer ist mir, Josiah Abraham Treadfull auK Boston passirt! Ihr wollt daöAbenteuer höien, Gentlernen? Well ! Mit Vergnügen! Aber zuerst, barkeeper, einen Trunk für Alle hier, mintjulep mit 'nem Scbug hrandy Kot! So, xiui kann'S loZgehen! Ihr wißt, Gentlemen, daß ich im vorigen Jahre den ganzen Krempel hier satt hatte; geöst ein bischen nach Afrika, dachte ich. Was der Stanley kann, kann Josiah Abraham Dreadfull schon lange. Kaufte mir also eine Ausrüstung und dampfte ab. Engagirte mir in Bagamoyo ein Dutzend Träger und ging in's Innere. Wohin? Das war mir gleich und meinen schwarzen Träzern auch. Wirst schon was erleben, dachte ich. Na, und ich lebte, Gent lernen! Ging eines scbönen Morgens vom Lager ftrt! Hatte schlecht geschlafen und 'n bischen Fieber. Fülle also meine Flasche mit einem guten doppeltstarken Vrandy, den ich mitgenommen katte und machte eine frische Patronen liste auf. um meinen Patronengürtel damit füllen. Nehnie dann meine dorxellüufige WinchesterbüchZe und b'a:mle drauf los 'n bischen Rhinoceros jazen! Meine Träger behaupte' te.i freilich, es gäbe hier in diesem Landstrich nur ein Rhinoceros und da bei sahen mich die Kerle so eigenthüm l'ch an, Gentlemen, wohl aber viele Wilee. die noch 5!annibalen seien. Aber was schwatzen solche Schwarze nicht tftl zusammen! Genug, ich schulterte zuitt Büchse und ging. Teufe', Gentlemen ich war noch keine Stunde herumgebummelt, da mach' ich eine schöne Entdeckung: Der Schuft von Patronenlieferant hatte mir eine zZiste zeliefert,deren Inhalt gar nickt zu rein Kaliber meiner Büchse paßte. Sei: Laufe hatte ich vorhin zum Spaß abgeknallt, blos um mal zu schießen. Nni: stand ich da ohne Mittel, mich zu vertheidigen. DaS war eine schöne Situation! I)a:rT your noses, penilernen !v.: Viertelstunde, nachdem ich die ,?.tale Entdeckung gemacht hatte, war v:rza::zen. da schlag auf einmal ein co:: infernalisches Gebeul an meine ijx:'A. Wie aus dem Boden gewach it.', stand ein Eingeborener vor mir, in baumlanger Kerl, wie Eapitän will's Nigrer Scipio die Zähne fletschend und mit einem verdammt ro'en und scbarsen Messer vor meinen .uzen hiumfnchtelnd. kommst mir gerade recht. Weißer!" schrie er in der Sprache seines Stam :nes, die ich natürlich verstand, Gentle inen Durst habe ich wie ein Nilpferd, aber nichts zu trinken. Da muß Dein iLlut fließen, also angezapft!" Hell and damnation, Gentlemenl Die Sache war kritisch. Ich machte eS wie ein Soldat der Heilsarmee, kniete ror dem schwarzen Satan nieder und rief: Machen Sie doch keinen Unsinn, Herr von Schwarzfell!" sagte ich. Stfut ? Was ist denn das fü ein Ge. kränk! Und dann thun Sie dort das bester fort es stört mich! Wenn Sie ad.r durstig sind Brandy, doppelt ge brannt, ist gut für Ihre allerwerthesti edle!" Damit hole ich meine Feldflasche her vor und reiche sie dem schwarzen Satan, der sie an die wulstigen Lippen setzt, einmal gründlich au''gurgelt und dann mit verächtlicher Miene die Flasche o:t sch'eudert. .Das soll Brandy sein. Du bleicher Sünder? Nichtswürdiges Spülwasser ist'S nicht einmal kräftig genug, um mir die Kehle ein blschen zu kitzeln. Mensch, da ist gewiß Dein Blut noch feuriger, so vertrocknet Du auch aussiehst. Laß einmal sehen." Damit kam der ekelhafte Kerl mir wieder mit seinem Messer unter die Nase. Aber Blacky " wehrte ich den Eingeborenen ab. Mach doch keine dummen Witze. Blut trinken und noch dazu meins, das so bitter ist. daß nicht einmal die Mosquitos am Missifsippiuer mich anfangs mochten, auS Furch selbst in eine gänzlich verbitterte Stimmung zu gerathen geh', laß den Unsinn!" Ader der vermaledeite Schwarze bestand darauf, seinen Dst zu löschen. Heiliger Gott, was tauchte da in meinem Hirne auf! Das wär' ein Mittel, aber ein mörderisches zugleich. In meiner Jagdtasche hatte ich eine Flasche, die mit starkem Lederüberzug verwahrt war, um sie vor dem Zerbrechen zu schützen. Ihr Inhalt aber war Salz säure, mit der mich der Sansibarer Hallunke, der meine Ausrüstung besorgt ' öatte, angeschwindelt hatte. Wenn ich meinem blutlechzenden Schwarzen dieser Flasche Inhalt anbot? Der Kerl rnuöte davon.krepiren, ly.viel war sicher.

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.oer lesanö iQ mich nicht lm Zustände der Nothwehr? Natürlich! Also los öamit. Kaum hatte ich die Flasche hervorge holt, als mein Feind wie verklärt die Lugen zudrückte und sich mit einem Griff :n den Besitz der Flasche setzte. Ein tief gurgelnder Zug. dann war oieselbe leer und siel aus der weit sich öffnenden Hand des Schwarzen auf die Erde. Gott sei Dank! Auch das Messer siel mit. Eine gewaltige Ver Lnderung zeigte sich auf dem Gesichte meines Feindes. Jetzt sällt er um und ist mausetodt !" dachte ich kein Wunder, bei einer so gewaltigen Quantität Säure. Der Kerl muß ja innerlich ausgebrannt sein wie ein Krater.- Ich erhob mich und

starrte. auf'S Aeußerste gespannt, auf . mein schwarzes Gegenüber. Da was war daS? Wahrhaftig, die monoto.ien Verse , irgend eines Liedes der eingeborenen kamen von den bläulich gefärbten Lip ! pen deS Schwarzen, und dann hell j and Damnation verdammt will ich , fein, wenn er nicht gleich drauf anfing zu tanzen, wie ein Ansiedler des We stenS den Virginia-Hoppfer. Ich stand verblüfft. Tann aber wankte der Schwarze auf ; mich zu und stammelte: FamoS bleicher Mann! Ganz faa moS! Solcher Brandy hat mir noch gefehlt. Der kratzt, der räumt ba: unten auf. Bei meinem Liebinzsgötzep der Trunk war gut!" Und mir zum Abschied einen freund lichen Fausthieb auf die Schulter ge' bend. der mich fast zu Boden gestreckt hätte, wandte er sich zum Gehen, um in dem echten Torkelfchritt des Betrunke nen auf ein paar in einiger Entfernung halb hinter Gebüsch versteckte Hütten zu zuwanken. So weit kam er indessen nicht. Unter einer einsamen Valme sank er nieder und legte sich mit einem ge waltigen Aufgrunzen zum bewußtlosen Scklafe zurecht. Ich schulterte meine Winchesterbüch'e und wollte mich, vergnügt, so leichten Kaufes davongekommen zu sein, davon schleichen, als ein seltsamer Borganz mich auf die Stelle bannte. Bon dem Stamme jener Palme, un ter welcher der Schwarze sich nieder geworfen batte, sab ich eine schlanke, buntschillernde Maffe sich herniederwin den. Gentlemen es war eine gewal tiqe Giftschlange, die hier ein sicheres Opfer an dem halb bewußtlosen Ein geborenen finden sollte. Gentlemen in dem Augenblicke ging etwas Selt sameö in mir vor! Man ist nicht um sonst Bostoner und bat auch einmal sein Kapitel von der Nächstenliebe gelesen. Ich batte ibn mit meiner Salzsäure nicht vergiften können jene Solange wird eS mit ihren Zähnen desto sicherer thun. Aber, wie ich gerade im Begriff bin, meine Winchesterbüchse zu laden, fällt mir lähmend auf'S Herz, daß ja die Patronen in Jikinem Gürtel nicht paffen. Unfähig jeder Hilfe sehe ich so das Ende deS SchlangenattentateS mit an. Gentlemen eS war ein fürchterliöer Augenblick. Schon war die Schlange am Stamme herabgeglitten, jetzt hob sie den zabnbewehrten Kopf gegen den ihr das Hintcrtheil zuwen denden Schwarzen und jetzt auftau melte der arme Gebiffene und starrte verglasten Blicks auf die Schlange, de ren Maul da? Blut färbte, fein Blut. Aber was war das? Was war mit der Schlange? Anstatt sich mit neuer Wuth auf ihr Opfer stürzen, sank sie in sich zusammen. Noch einmal hob sie den züngelnden Rachen, dann legte sie sich auf die Seite und streckte ihren ge ringelten Körper aus. Sie war todt. Gentlemen! Das Merkwürdigste war geschehen! Die Salzsäure hatte den ganzen Körper des Schwarzen durchsetzt, ohne ihm zu schaden. Als die Schlange ihn anbiß, starb diese an der Säure, die deS Schwarzen Körper enthielt. Das war ein Abenteuer. Gentlemen! Kein ähnliches gibt's in Ostafrika! Und nun, barkeeper, einen frifchen Trunk all around ! On your health, gentletnen j Die beiden Freunde. (in, Bnlwer Skschichte.) Die Geschichte, die wir in Folgendem erzählen wollen, hat sich in ihrer Kata strophe vor einigen Tagen hier zugetra gen, um aber die nöthige Diskretion zu wahren, wollen wir die beiden Freunde, die darin eine Rolle spielen, einfach Schulze und Müller nennen. Sie sind in einer größeren Stadt des König reichs Sachsen zu Hause, und ein reger Familienverkehr hat auch ihre beidersei tigen Frauen in freundschaftliche Bezie hingen zu einander gebracht, obwohl dieselben verschiedenen Alter sind. Denn Fritz Schulze, der Sohn eines Berliner und flotter Lebemann, hat vor Jahren aus Vermögensinteressen eine schon etwas reife Wittwe, die er auf der Durchreise durch jene sächsische Stadt kennen gelernt hatte, mit einem blühenden Geschäfte geheirathet, wät rend ungefähr zur gleichen Zeit der ruhige und gefetzte August Müller ein allerliebstes junges Weibchen heimge führt hat. Kein Wunder, daß, wenn die Vier zusammenkamen, der flotte Fritz lebhaft der feschen Frau Anna den Hof machte, eine Galanterie Uebung, welcher Herr August Müller um so gelassener zusah, als er bei seiner stillen Natur es wie eine Verpflichtung emvfand, seiner Xv benslustigen kleinen Frau einige Zer streuung durch Andere zukommen zu lassen. Sollte er deshalb, weil ihm das Talent für dergleichen gefellschaft lichi Anregungen fehlte, die Gattin, die er innig und selbstlos liebte, ebenfalls daraus verzichten lassen? Nein, das wäre tadelnSwerther Egoismus gewe sen! Und auch Frau Bertha Schulze erhob keinen Einspruch gegen das bis chen Eourmacherei ihres Gatten, das im Grunde doch harmlos war und im mer nur unter acht Augen stattfand. Sie vg? bescheiden und verständlo

genuz. 113 in larer Matrönenlzastigkeit nicht einzubilden, daß sie da? Herz ihres Mannes bis auf den letzten Winkel ausfüllen müsse, und memte, daß sie die Dinge wohl gehen lassen dürfe, wenn AnnaS schwächere Hälfte Nichts dagegen einzuwenden habe. Und jo waren denn Frau Bertha Schulze und Herr August Müller gar nicht be sonders erbaut davon, als eines TageS zwischen den sonst in so gutem Einver nehmen lebenden Beiden ein ziemlich erregter Streit auSbrach, dessen Ursache gar nicht recht zu erkennen war, der jedoch zwischen Anna und Fritz eine auffällige Mißstimmung zurückließ, die in vö?igem Gegensatz zu ihrer bisheri gen Harmonie stand ud sich leider von Tag zu Tag vergrößerte. Fritz Schulze, der in Berlin nicht nur Verwandtschaftliche, sondern auch geschäftliche Bezie hungen unterdielt, beschloß deshalb, dem unerquicklichen Zustande daheim mit gutem Grunde eine Zeit lang zu entfliehen und einen Abstecher in die Reichshauptstadt zu machen, um dort Besuche abzustatten und gleichzeitig Außenstände einzukassiren. Er forderte seinen Freund August, mit dem er wegen der Gespanntheit mit dessen Frau keineswegs gebrochen hatte, auf, an dem Ausfluge theilzunehmen, und dieser ging um so bereitwilliger auf dessen Vorschlag ein, als auch er bei der eingetreienen Verschnupftheit sich zu Haufe nicht recht wohl fühlte und sich eine für alle Theile heilsame Wirkung von der Reise versprach. In Berlin wird Fritz auf andere Gedanken kom men, den kleinen Zwist vergessen, und wenn wir zurückkommen, wird AUeS wie früher sein,- meinte er zu seine? kleinen, trübselig dreinblickenden Frau, und SchöN'Aennchen gab ihm thränen den Auges ihren Segen zu der Reise. Am Morgen deS nächsten TageS trafen August Müller und Fritz Schulze auf dem Eentralbahnhof Friedrichstraße Hierselbst ein, belegten in einem benach Karten Hotel ein Zimmer mit zwei Bet ten, ruhten sich ein wenig uS, machten sich zurecht und beriethen dann, waS sie weiter mit dem Tage beginnen wollten. Fritz machte einen Vorschlag, auf den August freudig einging. Ich bringe Dich jetzt zu einem meiner Freunde, einem sehr netten Menschen, der viel Zeit übrig hat und gern das Bärenfüh. reramt übernehmen wird. Während Ihr die Sehenswürdigkeiten Berlins durchreist, gut frühstückt u. s. w.. mache ich meine geschäftlichen und sonstigen Besuche ab. und Abends treffen wir uns dann in meine? alten Stammkneipe, wohin mein Freund Dich bringen wird. Du trittst dort eine höchst fidele Gefell schaft, in de? Du Dich wohl fühle, wirst. Für die nächsten Tage bin i4 dann meiner Sorgen und Verpflichtun fttn ledig, und wir haben noch "in paai age ein uns, an denen wir uns ge meinfchaftlich gut amüsiren können. Einverstanden?" Einverstanden!- er widerte Angust, uno Alles ging von da an programmmäßig bis zum Abend. Die Stammgäste halten sich vollzählig eingestellt, und August, der sich in bester Laune befand, fühlte sich glücklich im Kreise diefer urgemütülichen Leute. Ein Schoppen nach dem anderen w'rde ge trunken, doch Fritz war noch immer nicht eingetroffen. Als eS Mitternacht geschlagen hatte, wurden August und die Anderen doch unruhig. Sollte ihm vielleicht etwas zugestoz-en sein?" meinte der Bären führer. hat Außenstände behoben und also viel Geld bei sick-. ES ist in Berlin in letzter Zeit so viel vorgekom men, man kann nicht wissen." Um'S Himmels willen," warf August ein, waS sollen wir tbun. sollen wir unS an die Polizei wenden?" Nur nicht gleich fo hitzig." meinte ein Anderer, wer wird denn fo schnell Aufhebens von einer Sache machen, die sich gewiß von selbst aufklären wird. Möglich, daß die Geschäfte ihn mehr in Zlnsoruch ge nommen haben, als cr dachte, möglich, daß einzärtlicher Verwandter ihn nicht losgelassen hat und es ihm dann zu spät geworden ist, um noch hierher zu kommen, möglich auch, daß ... und hier machte der Sprecher ein so der schmitzteS Gesicht daß sein Gedanken gang leicht zu errathen war. Warten wir also jedenfalls bis orgen, er kommt dann gewiß Abends hierher." Und die Tifchgenossen gia gen nach Haufe. Am nächstn Abend waren sie wieder vollzählig beisammen, und August Müller war ziemlich guter Dinge, als man ihm erklärte, ein Raut mord oder dergleichen liege unmöglich vor, da die Sache dann der Polizei längst bekannt wäre und die betreffen den Extrablätter spätestens am Nach rnittage ausgerufen worden wären. Eine Stunde verstrich, Fritz erschien noch immer nicht. Um Herrn August Müller in möglichst fröhliche Stim rnung zu versetzen, wurde Sect bestellt, zunächst aber beschloß man. den letzten Schritt vor etwaiger Benachrichtiguna der Kriminalpolizei zu thun, nämlich ein Telegramm an die Frau Schulze aufzugeben und bei ihr anzufragen, ob ihr Gatte vielleicht schon heimgekehrt sei. Ganz unmöglich war das ja nicht, wiewohl ziemlich unwahrscheinlich. Die Depesche gmg ab, umgehende Rückantwort an den Stammtisch, dessen Adresse Müller genau angab, wurde er beten. Dann aber sprach man dem Sekt zu und eS wurde wacker gezecht. Stunde um Stunde verrann, Fritz war völlig vergessen, kein Mensch sprach von ihm, man sang, man scherzte,' Herr Müll, x war ai 5 .elassen wie niemals zu vor, und als n hausirender Italiener an den Tisch herantrat, der Rehköpfe aus Papiermache mit echtem Gehörn feilbot, kaukte er ein solches und brach weinselig die Hörner au? der Pappe heraus und hielt sie sich an die Stirn: .Wie sieht das aus?Prächtig!- erscholl eS von einem der Lachenden, wenn eS ein Hirschgeweih wäre, könnte man Sie für Falstaff im letzten Akte der Lustigen Weiber hal ten!- - Lustige Weiber!-, lallte Herr August Müller, famoser Einfall.' Meine Her ren, trinken wir auf das Wohl metneß lustigen kleinen Weideö daheim!"

Prost, drost!" rief man don allen Seiten, während die Gläser klangen, da trat ein Tepeschenbote ein, fragte nach Herrn August Müller und übergab diesem ein' Telegramm. Herr Müller entfaltete das Papier, er konnte nicht mehr recht deutlich sehen und übergab eS seinem Nachbar, welche? vorlS: Fritz nicht hier. Anna frt, Bertda.Herr August Müller saß plötzlich kreideweiß auf seinem Platze. WaS soll daS heißen: Anna fort?" Da rang es sich hervor auS dem Munde deS blassen August, der mit unglücklicher Miene dasaß und ich vor die Stirn schlug, an der sich et en noch die Hörner so stattlich ausgenommen hatten: Anna ist ja meine Frau! Der Kerl ist mit memer Frau durchzebrannt!" Und Keiner wagte ein Wort zu sa gen, stumm und mitleidsvoll sahen Alle auf den armen Betrogenen nieder. Am nächsten Tage reiste er nach Hause. Ob er dort Gleiches mit Gleichem vergolten und sich an Frau Bertha Schulze schad loS gehalten hzt, weiß die Geschichte nicht zu melden. (Berliner Kl. Journal.-) Chinesische Jeitvestimmuuz. Auf eine eigenthümliche Art bestimmt der Chinese, der keine Uhr besitzt, die Zeit. Davon erzählt der französische Reisende Le Hue so lesen wir in der Deutschen Romanztg." Folgendes auS seinen Erinnerungen: EineS Tages, olS wir unsere zum Christenthum bekehrten Chinesen gerade besuchen wollten, begegneten wir unter wegS einem Jungen, der einen Ochsen hütete. Wir fragten ihn im Vorbeigehen, ob eS schon 12 Uhr sei. Der Junge guckte nach der Sonne, aber sie steckte hinter dicken Wolken, so daß er diese Uhr nicht um öiath fragen konnte. Der Himmel ist so voll Wolken-, sagte er, aber wartet einenAugenblick!Er fiel in den benachbarten Bauern Hof hinein und kam in einer Minute mit einer Katze auf d'm Arm zurück. Seht-, sagte er, eS ist noch nicht 12 Uhr.- Dabei zeigte er uns die Au gen der Katze, indem er deren Lider aufwärts hob. Wir sahen den Jungen erstaunt an, aber seine Miene war völlig ernsthast, und die Katze, obgleich ihr die Opera tion unangenehm schien, war doch offen bar daran gewöhnt und benahm sich sehr verständig, als wäre eS ihr eigent liches Geschäft. Uhr zu sein. Wir sag. ten: Sehr gut. mein Junge besten Dank!- und schämten uns, von dem Jungen uns belehren zu lassen. Als wir aber unsere Freunde fanden, wa? es unfer Erstes, nach jenem Katzenorakel uns zu erkundigen. Sie wunderten sich sehr über unsere Unwissenheit und sam melten bald ein paar Dutzend Katzen auS der ganzen Nacybarschast, um uns zu zeigen, daß die Uhren in deren Augen alle richtig gingen. Die Pupillen der Katzenaugen werden nämlich bis Mittag 12 Uhr immer kleiner und erreichen dann ihre engste Zusammenziehung in Form einer feinen Linie, die wie ein Haar senkrecht über daS Auge gezogen ist. Dann dehnen sie sich allmählich wieder aus, bis sie Nachts 12 Uhr die Form einer großen Kugel erreichen. Man versicherte uns, daß jedeS Kind bald eine große Fertig keit und Genauigkeit in der Angabe der Zeit auS den Katzenaugen erreichte. Wir überzeugten un) sehr bald, daß diese Uhren sehr richtig gehen und genau übereinstimmen. WaS Du thust, bedenke oaS Ende. ES könnte eben so gut deinen: den Anfang. Einzige Besorgniß. Bauer: Jesses, JesseS, wenn's nur heut' kein' Zusammenstoß gibt!" Con dukteur : Warum haben Sie denn so Anast V Bauer : Ja, wissen S', i' bad a' Körb'l voll Eier bei mir !"

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