Indiana Tribüne, Volume 16, Number 235, Indianapolis, Marion County, 14 May 1893 — Page 4

Fttditttm Tribüne. Erscheint Lüglich und Lonntngo,

Tie tZglZe Tribüne-koyet durch den TrSgei i2 Gents per Woche, die Sonntag.Trtbüne" 8 Cent? per Woche. Beide zusammen IS Eentk oder 52 Cent per Monat. Per Post jugeschiZt in Vor zusdezahlung kper Jahr. Ossice : No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis, Ind., 14. Mai 1893 ssm offen. ?lLudk?ei . B,tttft?. Ein Thema, das Jeden intereisirt, denn jeder ißt. Aber d Essenden zer fallen doch in sehr verschiedene Klassen. Tie Einen essen nur, ihn u leben. Das find zunächst die Gnnen, die im Kampf ami Dasein ring und nichts errei chen, al für dtö Leibe? Nothdurft zu sorgen. Dann feie Stoiker, die dai Essen hinunterschlmzen, ohne eiuen Ge auß davon zu haben, Essen, inx zu genieße und essen, weil es so sein muß, das ist der Unterschied. Aber gerade gegen deß Essen als Ge nuß wenden sich die Weisen mit auffal lender EinftimsngZeit. Besonder? die Alten, wahrscheinlich veil die Genuß sucht damals auffälligere Dimensionen annahm. Es ist anssallend und geradezu komisch, wie eifrig und einstimmig die Alten Mäßigkeit predigen. Epikur, der berühmte Begründer einer zenußsüchtigen LebenSphilosophie sagt: Wer auf Brod und Wasser seine Beöürfnisse beschränkt, mac) mit Jupiter? selbst an Seligkeit wetteifern. Uud Demokrit: Seim Essen und Trinken das Maß überschreiten. heißt's: Vergnügen daran zu Grabe geleiten. Tann Aristoteles: Unmäßigkeit ist die Mutter der Aus. regung und Verwirrung, der Schwache und Krankheit, der Furcht und aller übrigen Leidenschaften. Wir citiun hier noch einige Aus spräche berühmter Römer: Mit den Seinigen lebt glücklich, wem der Väter Salzfaß auf dürftigem Tische blinkt. Weder Furcht noch schnöde Begier verscheuchen alsdann den Schlummer. Horaz II. 16 Ode. Vielfach Gemengsel beim Essen, das schadet dem Leib und dem Geist selbst, Drückt den beseelenden Hauch dn Gott heit herunter zum. Staube. Weißt Du denn gar nicht, wie Du Dein Geld besser verwendest? Horaz. Die Bedürsnisse de Körpers sind aeriua: er will durch Nahrungsmittel Den Hunger und Durst stillen und' sich vor Kälte schützen. WaS man noch über diese Bedürfnisse verlangt, kommt nur den sittlichen Fehlern zu Gute. Seneca. An Helo. Lier aeht man zu den Sternen, hin aus' dem Wege der Genügsamkeit, de? Mäßiaunq. der Willenskraft! Seytius, in Senecas 73. Br. an Luci liuö. Wenig kostet der Hunger, viel ei :kler Gaumen. Seneca. 17. Br. an Lucilius. Lerne mit Wenigem zufrieden sein und rufe muihig das große Wort aus: Wir hzben Wasser, wir haben Brod! Seneca. Mäßiauna und Genügsamkeit geb! reit Willenskraft, diese aber geleitet auf den Weg zu den ternen. Seneca. Die moderne Welt, mit anderen Auf zaben beschästlgt, hat sich mit der Ma zenfrage in anderem Sinne beschäftigt m dem wirthschaftlichen, allgemein atr, menschlichen. Aber auch auS der mosernzn Welt gibt eS zahlreiche com vetente Aeußerungen für die Maßt gung. So sagt Franklin. den wir meist nur als Erfinder des Blitzableiters kennen und der doch ein geistvoller Mann von umfassender Bildung war, nebenbei auch ein berühmter Staatsmann: In der Reihenfolge der Tugenden setze ich die Mäßigkeit obenan, weil sie ven Kopf kühl und die Gedanken klar erhält. Und: ' 5 Der Mensch ißt seit Ausartung de, Küche zweimal mehr, als die Natur ver langt. ' Hufeland sagt: Man kann mit Wahrheit behaupten, daß der größte Theil der Menschen viel mehr ißt, als er nötb hat. . Der berühmte Hygieniker konstatirt damit, daß der Genuß am Essen regel mäßig zu Ausschreitungen führt er schafft den häßlichen Typus der Fresse? und der prosessionsmäßigen GourmandS. UebrigenZ wollen wir noch einen an betn Ausspruch des berühmte Hufe land zitiren, der ein scharfes Verditt gegen daS moderne ' Geaußleben ent hält: . Das beste Getränk ist Wasser, und ich trage kein Bedenken, eS für ein großes Mittel zur Verlängerung des Lebens zu erkläre. Wir könnten diese Citate im Sinne der Mäßigkeit uud Enthaltsamkeit noch weiter ausdehnen, aber das Vorstehende genügt, um festzustellen, daß Vernunft und Weisheit gegen die sich im Esse äußernde Genußsucht wenden. Warum? Ist die Sache so schlimm? Ist eS wirklich eine Schande und ein Schade, gern gut uud viel zu essen? Es muß doch eine Grund habeu, daß so ehrenwerthe Herren wie Epikur und Ariftoteles.Hottz ud Seneca.Hufelaud und Franklin sich gegen das Essens afleln.n? ' Das Essen ist zweifellos ein Genuß, nenn man Appetit und einen guten Hgven,h Warum tttto nicht izrnie

ffea? Warum oen Gaumen ächlen.wenn man die anderen Sinne pflegt?

Ruckert weiß daraus zutressende Ant Wort: Thu' deinem Bauche nichts zu gut, Er ist ein undankbarer Gast: Wer ihm am meisten gütlich thut, Dem fällt am meisten er zur Last. Das gute Essen rächt sich nämlich, eS bringt leicht allerlei Gebreste 'im Gefolge mit fich, besonders Gicht und Verdauungsstörungen. Auch stumpft man sich durch die Gewohnheit dagegen ab, und e ist ganz sicher, deß einem hungrigen Feldarbeiter sein Schwarz brod mit Speck denselbe Genuß derei et, wie einem blasirte Feinschmecker der getrüsselte Fasan. Ja. der Arbeite? hat sogar unter Umständen größere Ger.ußchancen für nch, wen er sicher Hunger hat, wahrend der Feinschmecker vielleicht an Appetit losigkeit leidet. Es ist eine irrige An nähme, daß gutes und reichliches Essen einen absolute Genß bietet Während Kunstaenüsse sich niemals abnützen tön nen, im Gegentheil dem geübten Sin immer neue Reize erschließen, verlieren materielle Genüsse durch die Sevöh nung. Sie hängen von einem gewissen Niveau ab, das man sich aneignet. Wer eine einfache Hausmannskost gewöhnt ist, für den ist ein Durchschnittsgericht im Restaurant ein Hochgenuss. Wer zu Hause eine sorgfaltig zubereitete Tafel hat. dem ist dasselbe Gericht im Restaurant ein Gräuel. Den Feinschmecker araert im Zusatz von Gewürz, daS er nicht liebt, er merkt, daß eine Speise mit minderwerthiger Butter zubereitet wurde, wo der ungedildeteEjser nichts merkt, sondern vergnügt einHaut. Man ersieht also, da die Weisen so ganz Unrecht nicht haben. DaS gute Essen ist ein trügerischer, unzuverläs figer Genuß, der regelmäßig fortgesetzt sich rächt und den Esser leicht ganz und gar im Stiche läßt. Es ist sehr banal' Mäkiakeit u vrediarn. ab,? i luano) begründet. 3 er wenig nno :infach ißt, wird alle? Wahrscheinlich rtit nach gesund bleiben und sich de Äaumen empfänglich erhalten für ein zelegcntlicheS Festmabl, für einen guten öissen. Der Mäßige bleibt 'genußsä big. der Schleimer nicht, das ist der llnterschied. Uebriqens ist die Heizung zur Feinschmeckerei auch national. Die Franzosen sind die geborenen Sourmands, die nicht nur die feinste and leckerste Küche erfunden haben, son vern auch barbarische Küchenbräuche, wie z. B. unser gekochtes Rindfleisch verschmähen. In Frankreich ißt jeder Arbeiter sein gebratenes Kotelett, aber freilich entbehrt er die bei uns lande? übliche Brühe". Die Engländer essen rationell, aber nicht feinschmeckerisch. Sie haben daS beste Fleisch, den köst lichsten Schinken, die trefflichsten Fische, sie essen die meisten Eier. Aber sie kennen das Raffinement der Auberei tung nicht. Die .Nation der Denker" kistet nichts Hervorragendes in ..der Küche. Ihre .Hausmannskost- ist ziemlich reizlos, daS Reftaurationsessen schlecht. Etwas höher steht die süd. deutsch?, besonders die österreichische Küche, besonders was die Abwechslung und die Spezialitätspeisen betrifft. Der Norddeutsche hat kein National zericht, welches dem wiener .Back hähn'l- und Schnitzel-, der böhmi schen .Mehlspeise-, dem ungarischen .GulyaS- und anderen Nationalgerich ten an die Seite zu setzen !ift. Der rich tige Feinschmecker aber ist international. In seinem Menu fehlt ebensowenig das französische Ragout, wie das englische Seefsteak. Wir wissen hier keine deut sche Speise anzufügen, trotz der jetzt verdeutschten Speisezettel. Sber daS ist keine Schande. Man kann ein tüchtiger Mann sein, ohne franzSii sche RagoutS beurtheilen zu können, ohne zu wissen, in welchen Temveraturgra sen Bordeaux und Schaumwein am besten getrunken werden. Und auch eine Nation kann es zu etMZs bringen, hne eine eigenartige .Küche- zu be fitzen. DaS hat die jüngste Weltgeschichte bewiesen. - Und wird man fragen, warum äußern sich die Weisen unserer Zeiten nicht ebenso, wie Evikur und Seneca über das Essen? Weil sie wichtigeres zu thun haben. Ab und zu thun sie es luch. So z. B. antwortete Moltte auf sie Frage irgend eines wissenfchastli lichen Vereins, die an verschiedene vohlerhaltene Greise gerichtet wurde: .WaS meines Wissens zur Erhaltung meiner Gesundheit und meines Lebens Seigetragen bat? Ich habe wenig ge zessen und viel gearbeitet." Man kann nun mit Sicherheit an nehmen, daß die Weisen unserer Zeit, ebenso wie die alten, für die Mäßigkeit plaidiren würden. Vielleicht predigen sie manchmal Wasser und trinken Wein, aber im Princip haben sie recht. Nun, wie gesagt, es gibt beute gar so mit andere Fragen zu lösen, und im Allgemeinen darf man sagen: Heutzu tage ißt Jeder, wie ihm der Schnabel zewachsen ist! Vetter Ärdiot. o Xtt . I. Als Herr und Frau Malenpied CentierS in BatignolleS) den Brief er hielten, in welchem Vetter Barbichot ihnen sein Eintreffen ankündigte, sahen sie sich bestürzt an. Unmöglich, um den Vetter Barbichst herumzukommen. Mehrere Jahre hm ineinander war Malenpied bei ihm zur Eröffnung der Jagd gewesen; er war mit offenen Arme empfange worden. Die Malenpieds konnten es sich nicht erspaten, ihm seine Gastfreundschaft zu erwidern. Sin Dachziegel, der ihnen auf den Kopf fiel! Nicht als ob die Malenvied'S etwa auch nur im Geringsten geizig gewesen waren! Der uusgabenzuvachs, den der Besuch des VetterS ihnen verur sacken würde, kümmerte sie wenia.- Aber sie waren zartbesaitete Leute, welche etwas auf ihre Behaglichkeit hielten und den ? l!?ine? Qfztnggad, dz?

von der LteUe gerückt wurde, in Staubkorn, das aus ein Möbel fiel, OhnmachtSanwandlungen verursachte. Madame Malenpied besonder? schau derte bei dem Gedanke, daß daS lieb kleine Interieur, daß sie so koquett, i sauber, so blitzblank erhielt, dem Vetter Barbichot verfallen sollte, einem großen normannischen Teufelskerl, der immer hochrotb im Gesicht war, den Wein ohne Wasser trank, mit überlauter Stimme sprach und, als Jäger ohne Furcht und Tadel, stets Ledergama schen trug. Sie sah bereits die schmutzigen Stiefel des NimrodS anfalle FauteuilS ausgestreckt.... Doch nein, und nochmals nein: eS war unmöglich, Barbichot abzuweisen.

.Felice", sagte sie zu ryrem kiuoen Mädchen, .Sie werden überall die Mö belüberzüge auflegen !- Und sie fügte hinzu, indem sie ihren Gatten mit einem herzzerreißenden Seufzer anblickte: .Wenn er nicht etwa auch seine Hunde mitbringt gerechter Gott im Him .st Ultl. II. Barbichot brachte seine Hunde nicht mit.. Er benabm sich in höchst konve aabler Weise. SeinZemzigesUnrecht war, daß er sich verpflichtet glaubte, Felicie fremldschaftlich in die Wange zu kneipen, als sie ihm die Thür öffnete. Siebt man von dieser kleinen Ver traulichkeit ad, die weiter keine Folgen hatte, so war er wirklich vollkommen Et zerquetschte Malenpied nur einen Finger, als er ihm gar zu herzlich die Hand drückte; er umarmte die Coußne r . . rr i- -r . .1 .!..-.. I t oone iyre itnjur uoei vycoui i Unordnung zu bringen und seine großen eisenbeschlaaenen Stiefel blieben am Teppich nur ein mal hängen, nur ein einziges Mal! Da er wußte, daß des Malenpied'sche Ehepaar sehr empfindlich in Bezug auf die äußeren Formen war. hatte e? geschworen, sich in Acht zu nehmen und er nahm sich in Acht. Er trieb daS Zartae'ühl sogar so weit,, daß er ausging ein Versteck für seme Pfeife zu suchen. -ine iraoei bar angerauchte, dessen aus der Tasche snnes Sommerrockes hervorragende? Stiel die Augen der Hausherrm hätte verletzen können. Er entdeckte auf de Viano ein kleines Kästchen und bettete darin heimlich .Virginie- (der Kose.' name. den er seiner Pseise igegebe). Es ist freilich wahr, daß dieses Käfiche nichts anders war, als eine Handschuh Schatulle aus wohlriechendem Holz; aber zur Entlastung des VetterS muß hinzugefügt werden, daß Barbichot sich ,. ; - v r- i. . in vouuanoiger unienniniy. oujc vr sonderen Umstandes befand. Kurzum, Madam? Malenpied wandte sich de? Ansicht zu. datz der erste .fchocnicht so schrecklich gewesen sei, als sie vermuthet hatte, allerdings war sie weit davon entfernt, auch nur zu ahnen, wel chen Ort .Virginie- sich zu ihrem Wohn sitze erwählt hatte. Man setzte sich zu Tisch. Barbichot that dem Essen alle yhre an. trank noch besser und bekundete die tiefste Berach tuna für die Wasserflasche. Diese? Flös sigkeitSbehälte? bot ihm sogar Gelegen heit, ein geistreiches Mot von einer et radezu antiken Delicatesse anzubringen. .Sie trinke das Zeug da, Eounne?sagte er. als er bemerkte, daß Madam Malenvied sich Wasser einschenkte. .Sie sind alio ein Frosch?Trotz des dröhnenden Gelächters, mti dem er ,einen cherz würzte, hatte die seS Epitheton .Frosch- in seiner An Wendung aus die gestrenge und tu gendsame Versönlichkeit,welche Madami Malenpied ausmachte, nichts be,on derS Schmcich?lhafleS. Aber Bar bichot meinte es nicht böse; und Ma dame Malenviid hatte den outen Ge schmack, zu thun, als ob sie nichts gehört hätte. Endlich ende! das Diner ohne einen anderen widrigen Zufall als einen leich ten Verstoß gegen die gute Sitte von Seiten Barbichot. welcher die bekla zenSwertbe Ge.nohnbeit datte, die ab genazten Knochen unter den Tisch zu schleudern. Beim ersten Knochen hu fteke Madam Malenpied: belm twerten zuckte sie zusammen; beim dritten schellte sie und forderte Feline 'auf, mmt Bruchstucke- aufzuheben. Barbichot entschuldigte sich in HSch ster Verwirrung. .DaS geht über meine Kraft,- sagte er. Zu Hause auf dem GutShofe bin ich so sehr daran gewöhnt, die Knochen den Hunden vorzuwersen..Wir haben hier keine Hunde,- be merkte kurz und trocken Madame Ma lenpted, welche den Frosch- noch nicht verdaut hat. Der Vetter wurde hierauf so klein laut, daß Malenpied alle Mühe der Welt aufwandte, um d,e Heiterkeit wie de? in sein Antlitz zurückiubrinaen. Madame Malenpied ihrerseits, welch, die übergroße Schärfe ihrer Erwide rang bedauerte, stürzte sich m alle Un kosten der Liebenswürdigkeit. Mit ei m Wort: der Gemahl und die Ge ahlin zeigten sich so beflissen, so vorkommend, daß der Zwischeafall it den Knochen unter dem Tisch in Vergessenheit gerieth. Ja, als a ach dem Essen in den Salon gegangen oar, um dort den Kaffee zu trinken, verstieg Madame Malenpied sich sogar I de unerhörten Grade der Gunst, )aß sie dem Vetter vorschlug, ihm ein venig Musik zu machen. .Wie Sie wollen, Cousine. . . .Wenn M. fl.f. ft ' , r ' cuiajiare, raun roten auiweaen, n .11 . rrr . c ueuet Jlaienpieo ! . . . . III. Trotz dieser, jede? E?munte?ung bo nn ntwon fetzte sich Madame Malen sied ans Piano. Als sie die Kerzen zu beiden Seite des Instruments angezündet, schnüf fttte sie in de? Lust nach de? Richtuna des Kästchen, welches aus dem Deckel be Pianos stand. .Bas für ein eigenthämlicher Ge euch!- .. itä 2L9 ist. SLußZe-,

lagte'Barbichsl gelassen, .da! tst Bk,

g,n,e Man stelle sich da? Enl etzen der Tousine vor, als sie sah, wie der Jetter ins ihren parftmirtea Handschuhen einen schrecklichen, kohlschwarzen .Na senwarmer- hervorzog. Aber Madame Malenpied war jetzt voll Resignation, bereit, alle Höllenqualen zu erdulde. vie erhob die Augen zum Hmmel wie eine den wilden Thieren zugeworfene viärtyrerin. Und alS sie des AuS drucks von Bedauern gewahr wurde. nn dem .Barbichot .Viramie- in seine Tasche steckte, seufzte sie melancho lisch: .0h, Sie können auch rauchen-. .Wahrhaftig ?Da genirt S nicht?" schrie Barbichot. strahlend vor Selig teil Und während Madame Malenpied ms den kleinen Tisch eine Flasche Ehart?euse niederftellte, senkte sich Barbichot :tef rn seinen Fauteuil, stopfte mrt dieler Nethode seine Pfeife, zündete sie a nd begann, stillen Glücke? v?ll, fürch ierliche Ranchwolken ans ihr herausz ziehen, während er die gute Coustne segnete, die ihm zu rauchen gestattete, fch dabei aber feierlich schwur, sei Be ,ehmen auf das strengste zu überwachen, im nicht miede? eine Ungehörigkeit gleich der beim Mittagessen zu be zehen. Anstatt also, wie e? es gewohnt war, vit große Lärr. m sich hernmzu spucke, that e? daS in eine? sehr feifttn zuirten Weise, ohne Geräsch. höflich, vie man in der vornehme Welt spuckt, nitten auf das gewichste Parquet rechts 90 seinem Fauteuil. Malenpied sagte kein Wort, sonder schob nur in diskrete? Weise eine Spucknaps zu Barbichot hin einen lllerliebsten Spucknapf aus lackirtem Mahagoni mit vernickelte? Innenseite. De? Bette? hatte diese Operation aicht beachtet, ade? als er sich vorsichtig zu seinem Fauteil herauslehnte, um von Neuem auszuspucken, und zu seine? Rechten das unbekannte Utensil be merkte, wendete er sich ab unh spuckte nach links aus. Malenpied schob den Spncknapf nach links, Barbichot spuckte nach rechts ; er stellte ihn wieder auf die rechte Seite, Barbichot spuckte nach linkö. Dieses kleine ThaffeTroise dauerte einige M nuten. Während dieser Zeit zirple Madame Malepied am Piano: .Röselei fei Und Grüsblümeleia De? Frühling zieht em. . . . In diese, Augenblick fand Barbichot zum zehnten Male den Spucknapf vor seiner Nase. Jetzt hatte er es aber endlich satt! E? ahm du Pfeife aus de Munde und brach ungeduldig in die laute Worte ans, rxlche die Sängerin dröh end nterbrach: .Teufel noch eins, Vetter! Nimm doch das ttei Msiel da fort ! .... Ich . . C jt w r r we?ve am noe oq nnrnien vlneln spucken, so sehr ich mich auch in Acht nehme!Nttter ysmn. Aus dem Textbuch zu der Strauß schen Oper .Ritter Pasmaa-, das Docn sprungllch un arisch geschrie den, dann ins Deutsche übertragen hat. fischt der Wiener Berichterstatter der .Frktf. Ztg.- nebe andern folgende ge schmackvolle Wendungen heraus. .Beim Mann ist die Welt stets frisch und bunt. Beim Weib ist Alles rund, rund, rund. . O, u? auf Adlers Sitzen Erscheint uns das Dasein leben werth! Nur auf den Fluren GiebtS SlSckskrituren. Heil! Wi? singen unsrer Königin! Weil mit ihr die guten Engel zieh' Manche? würde heira the, wenn e? eine Frau ernähren könte; Viele aber wü?den heirathen, wenn sie eine Frau auch kleiden könnten. Uederrrtevene N o r g n i ß. Besuch: Sie haben blos zwei Töchter' HerrMüller Rentier Mül ler (seufzend): Ach ja, mein Name muß leider auSsterbcn." Aus dem Gerichtssaal. Richter: Euer Mann soll neulich, als der Schneider Lehmann ihn wegen einer alten Schuld zu mahnen kam, in stark angetrunkenem Zustande' vom Sopha auf f estanden sein und demselben eine Ohreige versetzt haben. Wißt Ihr etwas von der Sache r Frau : Nein, Ew. Gnaden ! Ich wär grad' auswärts. Aber das glaub' i nit von meinem Mann !" Stichler : Weshalb nicht ?" ZZrau: Na sehen's, wenn der nämlich seinen Rausch hat, da steht er halt nimmer auf! Da kenn ich'n besser !" Ein östee?eich isches P?o vinzialblatt brachte -kürzlich folgendes Inserat : Eine Wittwe, die noch im Besitze der vollständigen Garderobe ihreS seligen Gatten ist, wäre geneigt, wenn sich ein passender Herr fände, wieder u den .Ehestand zu .treten." In diesem zarten Anerbieten ist ausdrücklich von einem passenden Herrn" die Rede. Da mit ist wohl ein Herr gemeint, dem die Garderobe des Seligen paßt. . - Bezeichnend.- Ach, sagen Sie ,'malmein Lieber, Sie waren gewiß recht lange verreist?" B.: ,,Nein, roa rum denn wie kommen Sie zu dieser Frage ?" 21.: Wissen Sie. Sie sehen mir gar so zurückgekommen aus !" Einfaches Mittel. Kein Wunder, daß Du Dich immer krank fühlst ! Folge doch einmal meinem Rathe: Du mußt Dir Bewegung machen, viel Bewegung!" . ' Alle ganz schön ! .Da mußt Du mir aber zugleich einen Grund zur Bewegung geben : ohne Grund thu' ich'S nicht l" Nichts leichter als das: leihen 100 Mark, und ich t2rge 'Dir dafür, da kannst Du genua laufen, b Du ue wieder bekommst r-

sind in ihrem eigenen Interesse ersucht,

)n diesem Departement ist, mein vorrath ein großartiger. Bezug auf Geschmack, !Node oder preis befriedigt werden.

7

-.CL.

580 mid 582 Sud East Straße, SNdwest'Lcke der Coburn und Last Straße. Der populärste Store auf der Südseite.

Ginghams'. Eines der größten, wenn nicht das größte und completeste Lager von schottischen, französischen und einheimischen Ginghams in Plaids, Fancy Streifen und Checks, das je gezeigt wurde. Spihen-Streifen und Plaids zu 20c Ein schönes Assortiment von Satin Streifen und Plaids zu 29c. Anderson's feine schottische (Singhams in den neuesten Mustern zu 25c. Feine Zephyr GinghamS zu 18c und lüc, ebenso eine große Auswahl von einheimischen Ginghams in allen Far ben und Mustern zu 12. c und 10c. Eine große Auswahl von einheim ischen Ginghams in prachtvollen PlaidS und Streifen und Stapel Cheks zu Preisen von Cc bis 10c per Jard. Sateens. Gerade eröffnet : Eine Kiste von sarbehaltenden schwarzen und weißen SateenS zu 20c, wurden nie unter Z0e verkauft. Noch eine Partie feine Kleider SateenS, neue Muster und Farben, zu löc, ILc und 25c per Jard. U Chtts. Jhndriö, Mercliii!it Saloon, 23 End Dlnw?,' Str., ,SXc Viail itiAV.v.) Dcr r.tM (iinithun:,? wtjijbcil seinen Freilnlen uvl rur fc i bellen nnl mischen unt rnpcrtutfn (Vnnufir und (Staat rtti zu rul?rnicn. iU2t SSluwn ist garantm. VorukittaaZ w.ir.nkr Lunck. I. H. Grünrrt. Ecke füiQinia Äveime ur.i Lodurn Straße. "pene WSiridfchnft. Xie dcf:en (itvör.fe und tftgmrrn. Das 'Pnbllfum Ist treunMi&ft eliurloben Eiö ! t& f Bestes Statt tfU. Billigste Preise ! Telephvn 94!). . CAYLOR. Frau A. S. Fowler, führt imvsrtirte und selbstverfertlgte , Haar-Arbeiten. Perrülkkn.BangSZc. in arker Auswahl, gri sirer.. Sovtwaschen, Haarlchnelden. 22) West Washington Strake. ' Die Duthie Daggett l'ool tsiiiika:turllig Comp'ny Alle Arten feine Werkzenge u. feine Maschinerie ' Elektrische Maschinerie gemacht und reparirt. 193 & 195 Süd Meridian Straße. Besondere Aufmerksamkeit auf Härtung von Merall. . IlrphgL70. . . Tntdie. Pris. W. H. Tuggett. Sekr. u. SchaHm. BKUASa zuverlässige Dampsfärberei, ' ltttabiittis?!.) , Herrenkleider gereinigt, gefärbt und reparirt. 36 & 38 Maffachusetti Avenue. Zweiggeschäft: N. Allinoii Strafe. G.A.Sickford &&., Musikalienhändler n. Unwetter Taschenuhren, Diamanten, Sm "ttn. Siaduhren, Marti ötuttarrkn. ir&:-''-m Madoltuen, Stewart Conlo, Qäitix lio i . lleetot Eorneti. Munkalien S Ut. ver li n . Steparatnr von MuftkJftrmenlen xim iaiität. mn Baar der leich ül , luni a. No. ö Jndiana Avenue.

LS.Ayres

amen unh Herrn

)ch fiihre eine elegante Zlnswahl in wotti'iictt lind waschbaren Kleiderstoffen, Spitzeil-Vorhängen, Damen- und Knaben -Blousen, Uttterkleidern, Strümpfen, Männer-und Knaben-Anzügen, Hosen in allen Größen. iNrine ScsIln.tiEiIltte für Damen, Herren und Kinder finden in Qualität und niedrigem preis in der ganzen Stadt nicht ihres Gleichen.

Ptthwanren. 1 Cl. An unsere Leser ! Mit der Einrichtung unseres neuen, schönen Lokales sind wir nun so ziemlich fertig, und wir wollen jetzt daran gehen, einen schon seit einiger Zeit gehegten Plan zur Ausführung zu bringen. Wir werden'. Anfangs 3uli 1894 ein neues piano im werthe von $500, ein schönes Sopha und einen schönen Schaukel ; stuhl verloosen. An dieser Verloosung kann sich Zeder dürch Abonnement auf die Tribüne" betheiligen. Jeder, welcher vom 1..3uli 1893 biö zum 31. Juni 1894, also ein Jahr lang, Abonnent der Jndiana Tribüne", und am letztgenannten Tage mit seinen Zahlungen nicht im Rückstände ist, erhält unentgeltlich ein Loos. Die Ziehung wird durch ein Comite achtbarer Bürger, deren Namen wir zur Zeit bekannt machen werden, vorgenommen werden. Jeder Abonnent der Tribüne" hat somit Gelegenheit im nächsten Jahre ein neueS Piano im Werthe von $300, ein schönes Sopha, oder einen schönen Schaukelstuhl zuigewinnen, ohne daß es ihm etwas kostet. Wir laden nun zu zahlreichem Äbonnement ein, und wir machen darauf aufmerksam, daß neue Abonnenten nur dann an der Berloosung theil;uttzmcu berechtigt sind, wnn sie vor dem 1. )uli abonnircn. Diese Gelegenheit sollte Keiner un benüpt vorübergehen lassen, ös ist die eine Eztragabe für die Leser der -Tribüne". Da wir aber nicht Jedem cin Piano, ein Sopha oder einen Schaukelstuhl geben können, so mud eben daö Loos entscheiden, wer es bekommt. Also aus und abonnir! auf die ,,Äu diana Tribüne"! Tribune Publ. Co. Die reinsten, Die feinsten, Die schmackhaftesten Weine und Liquörc aller Sorten sind bei mir zu haben. dscieolto HDmf39 SS Oüd Delaware Str. XtMhtm 10. Bestellungen werden nach allen Theilen der Stadt abgeliefert. Mozart chaAe Z Henry Oictor. Da? größte, schönste und älteste derartige Lokal in dcr Stadt. Die geräumige und lchön eingerichtete Halle steht Verkinen, Logm und Privat, zur Mhalwnz von Bällen, Conzertm und Versammlungen unter ltberal Vedsnaungm Perlgu. . N. F.Dalton ä? .,..' -Händler i n V a ubolZ. Thür nd Kenfterrabme. Schindeln. Latte. i Hblt Oft Washwztgflftr. Jnnapt

im.

Folgendes zu lesen:

' Jede Dame kann sowohl in " . Dach - Material. T. F. SMITHER. Händler in ieSdach'Bkaterial, S unb 3 pl Ready Roofing,' wasserdichte Slzeetiilg, feuer festem dphalt'öilz. Strohpapp, Dach und Me tall-Farben ?e. ?c. Office: 1g Zeft Mary lanb Ltrafze, Telephon 861. D a ch d e ck e r e i. Fähige und verantwortliche Dachdecker. Stlti däcker, Trinidad und Vilsouite ASpbalt-Dächer. Alle Arten CompifikionS-Tächer mit bestem Vk terial. Office : No. 169, Jard : 180 A5. Marylandstr. Telephon 861. Indianapolis. Ind. Bernhard Bonnegut. rthnr Sohn. Bonuegut & Bobn, Architekten, Telephon 87S. 62 Vance Block. Indianapolis. dn H. Stern . . Architekt, Nummer Linundfünfztg ZnaaU lock ! inddknapolt. U. N'. ZlUIor & Co., i Kutsche, und Wagenbauer, 86 k 83 Ost New Sork Str. Reparaturen prompt besorgt. Jobn Guedelboefer . . , . tablirt IS7Z. ' - . J.iH;iUl-Crl(il V4IC KiMfl' Wngen, (vras.) los lso Sentuiku Vven Telepku itf. Jnd!anäk ti . , . Ächweikle d Prange, zZabiitsnren na , ... . . .uttäzcu. Vuggiks. und allen Sorten Wa.-n. 424 und 42 Oft ashittglon'Straöe. Fraik H. Blackledge. Ädvvkt und NöchlSanwalt, i!:ikncr Vi, öngalls Block. Indiznapsiis, Ind. Ovid V. Jamesvn, Advokat und NcchtSanwalt, Zimmer 7 Ärandon Block. ' Cfift rlAtearr X- fsXnibAnntnn Ktrnk 'ifll. . ..Ik "Jt ull - -i -u r - i5ropsey & McDonald. Advokaten unb Notare, Zimmer IS und 16 ta No. 00 Ost Market Straße. Praktiztren in allen erichtSböfen. ' Robert Denny. Newton M. Taylor. Oennx Sc Taylor, Qdvokaten und Notare, praktizireq in allen Staat .BundeSgertchten. Zimmer l . 2. PbSntr Block. .Ost Marketftr. Indianapolis, Ind. . V. Sislzback. W.P.Sappe. ?fC!m ÄW 0. TTAOMCf jiwuwavui w jljAa Advokaten und NeStsVeistände. Vfficen: CsffinS Block, 90 Ost Marketftr. . r . Zimmer 22 bii 25 Oeffeutlicber Notar. Ganzer und geNarspster CDODTZITn : jn r?aufen bei der lnWmäxsIis Gas Company ' " ; 4 SSd Pennsylvania Strafe. . - A'iI i . jiiy cs: W M M t i: i.t ': -Tr 'ICw . Okodel Feuce (?o., Oft ,ty Ctx,

S5ti(U)lF

I UJ

I