Indiana Tribüne, Volume 16, Number 229, Indianapolis, Marion County, 8 May 1893 — Page 2

d Erscheint i cj i x d? und Ss v tx t i i q . Tie tägliche Tribüne- koste! durch den Träger i2Gcnt3 per Woche, die SonntagTribüne" 6 Cent! perWocye. Beide zusazimkn ISCentS oder es llentS per Monat. Per Post jusefliit tn?r suSdezahlung f.' per Jahr. Ossice : No. 18 Sift Alabama Str. Indianapolis, Ind., 8. Mai lSs3 JngallS über die deutsche Llvt heilung in ?HZcgo. Ehrenvoll und schmeichelhaft klingt das Lob auS des Gegners Munde. Tie Verdächtigung mit der der Neid sonst immer so schnell bei der Hand ist, daß das Lob intereisirt oder bezahlt sei, hat in solchem Falle jeden Vodcn Der loren, besonders dann, wenn man, wie jetzt, sehr genau weiß, 'daß Ezsenator ; JngaÜs aus Kansas stets ein prin:i-' pieüer Gegner des Teutschthums gewe sen ist, und daß cr serner zu den fähig sten und am besten unterrichteten Beur theilern öffentlich'? Ereignisse gehörte, außer da, wo ihm seine grurtheile die Klarheit und Unbefangenheit des Blicks trübten. Tiefer Mann läßt nun in derNem ?)ork World", welcher er aus t'bicago Briese über die Weltausftellung schreibt, ein Urtheil über die deutsche' Ausstellung hören, welches der Trefflichkeit derselben und dein Gerecht tigseitösinn des Schreibers alle Ehre macht. Es heißt darin: Es wäre na.ürlich voreilig, wollte man jet schon voraussagen, wer in diesem edlen Wettstreit der Nationen die Siegespalme davontragen wird, allein zur'Zeit ist Tcutschland, was die Rcichhaltigleit und Qualität der Sachen anbelangt, allen Mitbewerbern weit voraus.' Es scheint entschlossen, die Scharten, die es in Paris (!) und in Philadelphia erlitt, wieder auszuween durch eine umfassende Darlegung der glänzendsten Resultate seiner socia len und industriellen Entwicklung. Mehr als 6000 Aussteuer nehmen für ihre Sachen einen Naum von ca. 250,000 Fuß in Anspruch, und dazu kommt nch das deutsche Regierung?gebäude. welches mit seinen stolzen Thürmen und seinem prismatischen Tach den imponirendsten Anblick unter allen ausländischen Gebäuden bietet. Tas bemalte Glas, der eingelegte Fußb."den. die geschnitten Teckcn, die Tep' piche. Alles ist von deutschen Finne geliefert und repräsentirt einen Werth von mehr als einer Million Tollars. Hier haben die Buchhändler kostbare' Sammlungen ausgestellt, und in der ttapelle haben wunderbare religiöse Kunstgcgenstände ihren Platz gcfunden. Im Manufactur.Gebäube sind 2000 deutsche Aussteller vertreten. 72 Firmen nehmen 10,000 Fuß ein mit Trogucn und Ehcmikalien, die bereits vollzählig da sind. Tic Ausstellung von Töpserwaaren, Glas, Juwelen und Metallen ist von seltenem Glanz, und die Wollsachen. Möbel, Draperien, musikalischen Instrumente u. s. w. machen einen großartigen Eindruck. Tic amerikanischen Elektriker haben bemerkenswerthe Fortschritte gemacht, allein ihre Lorbeeren sind bedroht durch 30 deutsche Firmen mit einer DynamoMaschine von 1000 Pferdckräften, mit gewaltigen Suchlichtern. Motoren. Ei. sendahn-ignalapparaten und Kabeln. In der Maschinenhalle hat Teutschland 40,000 Fuß inne und könnte gut jrrei mal so viel gebrauchen. Tie Krupp'sche Ausstellung' befindet sich in einem besonderen Pavillon und besteht außer dem Niefengeschütz von 127 Tonnen aus Panzerplatten, Schiffsschrauben, Steuerrudern und anderen Producten Der Eisen- und Stahl-Jndustrie, die zusammen einen Werth von nahezu einer halben Million Tollars darstellen. Im Minengebäube ist Teutschland repräsentirt durch ein Model! des Brandenburger Thores, das in Eifcn gegossen ist; an der Ausstellung für Forstwesen ist es mit einer kompletten Sammlung aller Hölzer betheiligt: im gischereigedäude hat es Ne?.e. im Viehpavillon schöne juchtthiere und im Ackerbaucebäude Maschinen. Mineral wasier und'Äehnliches ausgestellt. Im .Transport - Gebäude glänzt Teutfland mit Modellen von Brücken, Werften Bahnhöfen, Kriegsschiffen und Locomotiven. In der Gartenbauhalle sieht man ein ganz munderbares Panorama der berühmten Wcindistricte am Rhein und an der Mosel mit ganzen Pyramiden von Flaschen. Auch die deutsche Frauenwelt hat lebhastes Interesse für die Ausstellung bekundet: unter der Patronage der ttaiselin Friedrich hat sie Bilder, Stickereien und Aehnliches ausgestellt und illustrirt der Welt, wie die deutsche Frau im Hause, im ErziehungS- und im Wohl-thätigkeits-Wesen wirkt, lauter Dinge, die keine andere Nation zu bieten vermag. Nur die deutsche Ausstellung, ist schon so weit vorgeschritten, daß man sie als Ganzes beurtheilen kann. In ver Kunst wird Deutschland von Frankreich übertoffen, aber auch in nichts Anderem." Die Nevolution in Rio Grande do Sul. ' Tie letzte Post aus Brasilien hat über den bisherigen Berlauf der Revolution im Südstaate Rio Grande do Sül etwas mehr Klarheit gebracht. Man beziffert diejenigen Föderalisten", welche, als sich die Republikaner" am 17. Juu, 1892 der Regierung bemächtigt 'hatten, zum Nachbarstaate' Uruguay auswanderlen, auf 2000. An der Spitze der Auswanderer stehen der jetzt 57jährige Advocat und Parlamentarier Easpar da Silveira Martins (unter dem Kaiserreich ein Fühier ter Liberalen), owie der alte General Joao Nunnez da Silva Tavares (Unter dem Kaiserreich onservativ), der - in dem Gefechte 'des Krieges mit. Paraguay befehligte, in dem der Dictator Lopez fiel. Tas Fg. deralistenhcer mit Tavares als erstem und dem Eandilho" (Bandenführ?r) Gomercindo Saraiva als zweiten Beshlsbaber Ickeint am 10. Februar an

SnMmm Tribun

wet Stellen die Grenze von Rio Grande do Sul überschritten zu haben. Gomercindo Saraiva soll am 11. Februar am Arroio do Salso, einem brasilianischen Nebengewäsier des Grenzflusses Rio Jaguarao, durch eine us Bage abmarschirte republikaaische" Regierungstruppe unter Menna Larreto und Arthur . car eine schlappe erlitten, sich aber trotzdem mit der Hauptmacht unter General Tavarcs vereinigt haben. Am 22. Februar wurde das von 300 Mann Regierungstruppen verlheidigte Ocrt chen Tom Pedrito (300 Wohnhäuser mit 2000 Einwohnern) von angeblich 1800 Föderalisten unter Tavares eingenommen. Ob die Emigranten seitdem, wie der New ")ork Herald meldet, das sehr viel wichtigere Alegrete (570 Häuser mit 5000 Bewohnern) erobert und zu ihrem Hauptstützpunkl gemacht haben, bedarf noch der Bestätigung. Tie Eentralregierung zu Rio de Janeiro scheint offen für den äugendlicklichen republikanischen Präsidenten Julio de Eastilhos.Partei ergrissen und Truppcnverstürkungen abgesandt zu haben, an deren Spitze der General Joh. Bapt.Telles steht. TieZeitungsangaben über die beiderseitige Truppenstärke sind (wenn z. B. von 20,000 Mann die Rede ist) jeLenfalls stark übertrieben. Der Anblick solcher stark an Wallensteins Zeiten erinnernden Freischaaren ist jedenfalls für einen europäischm Maler weit erfreulicher, als für einen europäischen Militär. Teut sche Kolonisten gibt es bei Dom Pedrito und Alegrete nicht, wohl aber in geringer Anzahl deutsche Handwerker. Der Menschenverlust bei etwaigen wirklichen" Gefechten wird, wie stets in Bra silien, unverhültnißmäßig gering sein. Taß die Föderalisten, wie von ihren Gegnern behauptet wird, bei Tom Pe drito Greuel begangen, beziehentlich Gefangene getödtet hätten, ist nach dem ganzen Stil der Kriegführung in diesen urwüchsigen Gaucho-Ländern keines wcgs unwahrscheinlich.

Vleteorschwürme. Tie letzte Woche des Aprilmonats war von großer Wichtigkeit für die Himmelsbeobachtung. Tie Ergebnisse dieser Beobachtungen liegen allerdings noch nicht vor, denn in der Astronomie geht so etwas nicht so schnell, wie in der Tagesgeschichte. Tie Beobachtungen der einzelnen Stationen müssen erst gesichtet und untereinander verglichen werden, und darüber können Wo chen. ja Monate vergehen. Während jener Woche sollte nämlich die Erde durch den ältesten der bisher bekannten Mcteorstiöme, die sogenannien L;riaden, hindurchgehen. ' Tie chinesischen Annalen (von 200 bis 600 v. Ehr. G.) enthalten Berichte von bedeutenden Sternschnuppenfällen, die regelmäßig um den 20. April herum sich' ereignetcn; dieselben gehören dem genannten Meteorstrome an, der seinen Radia tions- ode? Ausgangspunkt im Sternbilde der Lyra oder Leier hat, woher auch sein Name, die Lzriaden", stammt. Nach den neuesten Beobachtungen Kaben diese Meteore zehn b;3 fünfzehn Ausgangspunkte. Tie wichtigsten liegen 1. in 207 Grad Rectascen'ston und plus 35 Grad nördlicher Declination; 2. in 233 Grad Rectafcension und 3 Grad südlicher Declination; 3 in 225 Grad Rcctafccns?on und plus 52 Grad nördlicher Declination und 4. in 204 Grad Rcctascension und. 18 Grad südlicher Declination. Ein besonderes Eharakteristikon der Lyriaden ist es, daß in ihrer Bahn der Komet 18;i 1 dahergeht. Tie Elemente dcr Bahn sind von Th. v. Oppolzer berechnet worden, wonach der Komet, also auch der Meteorstrom, cii c UmlaufM von 4! 5 Jahren hat. Da die Strombahn an jever Stelle mit mehr oder minder dich.en Meteorhaufen besetzt ist und die Erdbahn an jenem Crte schneidet, wo die Erde zwischen dem 19. u. 23. April sich befand, so standen für die nächsten Tage mannigfache Meteorzüge und Sternschnuppenfülle bevor. Bei dieser Gelegenheit sei von einer Neuigkeit, betreffend die $iela Meteore", Notiz genommen, die in astronomischen Kreisen nicht geringes Aussehen erregte. Nach dem am 27. März von der Academie des scienecs in Paris herausgegebenen Berichte sollen die Bieliden", welche am 27. Novemder vergeblich erwartet wurden, bereits zwischen dem 17. und 23. November die Erdnähe passirt haben. Die Astronomen des Vatikans in Rom. Jranoi? Denza. Frederico Manucci, Fortunato Bearrori und Pater Lais, haben wäh. rcnd fechs Abenden zahlreiche Meteorzi':ge gesehn, die in ihrer Gesammtzohl auf 20) (!) geschätzt werden. Sie hatten sämmtlich ihren Radiationspunkt in der Andromeda nördlich vom Kometen Holmes. Auf diese Art hätten wir die Biela-Meteore" nicht mehr in diesem Jahre, sondern im Jahre 1398 tviedex m erwarte. us öl um e wird oem Pcstcr Lloyd vom 12. April berichtet: .Die hiesige höhere Töchterschule veranstaltete im Iestsaale des Gymnasiums eiue Theaterrorstellung: das dritte zur Aufführung gelangte Stück endigte mit bengalischer Beleuchtung, aber so unglücklich, daß der Borhang Feuer fing. Trotzdem dies sofort gelöscht wurde, entstand doch eine furchtbare Panik nnter den Zuschauern,. die in solcher Verwirrung aus dem Saale zu flüchten bemüht waren, daß Vielen die Kleider vaai Leibe gerissen wurden. Zahlreiche Schülerinnen sind erkrankt, so daß der Unterricht sistirt werden mußte." 3 in getrauet des Da m vfcs und der Elektricität soll die Sänfte wicter eingeführt werden. Tas ist die neueste Eaprice der Mode! Ter erste Wagenbauer Londons baut gegenwär. iig drei derartige Möbel für Damen der hoheu Aristokratie, die während dcr bevorstehenden Season" im H.e Part erscheinen wollen. Die Sänften wer? den so leicht gebaut, daß sie von z v.i Dienern getragen werden können. Tie Kunst sie zu bauen, ist in London sei neswegs verloren gegangen, da A'.if träge für Indien und Ceylon in gro ker Zahl hier ejngehen.

Gründe für den serbischen Staats streich.

Tie Verheirathuna des Königs Aler ander mit einer russischen Prinzessin soll bereits beschlossene Sache sein und Der ;)ax mit großer Bereitwilligkeit seine Zustimmung ertheilt haben. In Pest geht das Gerücht, daß der König Milan auf der Durchreise nach Belgrad Budapest passirt habe. Ter Pesti ( )taplo" dringt einen Bericht, von dem ' er sagt, daß derselbe von einem inti : men Bekannten des Ministerpräsidenten Totitsch stamme. Der Bericht sagt: Seit Monaten arbeitet bereits Peter Karageorgjewitfch mit Geld an dem Sturze der Dynastie Übrenowitfch. Seine Agitation trug zu dem Wahlsiege der Radikalen bei. Dokitfch mußte erkennen, daß jetzt, wo die Radikalen aus der Skupschtina verdrängt sind, die Aussichten Karageorgjewitschs start steigen. Dem gegenüber war die Regen'tschaft ohnmächtig. Mit diesen Gründen rechtfertigt Dokitfch den .Staatsstreich. Dokitfch mußte mit dem Umstände rechnen, daß in Serbien die stehende Armee nur 25.000 Mann um faßt, die Landwehr hingegen 200,000 Köpfe stark ist. Ter Landwehrmann nimmt in Serbien bekanntlich feindewehr nnd die gesummte Ausrüstung nach Hause mit. Wenn es den Radi kalen gelungen wäre, diese Massen zu gewinnen, wäre das Berhüngniß der Obrenowitsch besiegelt gewesen. Nun mehr hat sich das stehenoe Heer sür- Dotitsch erklärt. Die Person, des' neuen Kriegsministers scheint die Bürgschaft dafür, daß auch die Landwehr keine Schwierigkeit macht. vnJttlande Im Jahre 1892 waren 447.. 591 Meilen Pojtstraßcn in diesem Lande. Das Wasser in einem Bergwert bci Ashland, Mich., wimmelt von augenlosen Fischen. Zwölf der ursprü ngl ichen dreizehn Staa:en der Union haben jetzt öemokratische (Gouverneure. I i n g e r g l i e d e r setzen die Ehinesen beim Spiel schließlich ein, nachdem sie Alles verloren haben. Sie hacken das Glied mit einem Beile ab, tauchen den Stumpf in el und fpielcn weiter. . Wenn ein Glied verspielt ist, kommt das nächste an die Reihe. Professor Egleston von ö.cr Forstabtheilung des Ackerbaudepartements in Washington wird auf der Weltausstellung ein Stück eines 401 Jahre alten Baumes ausstellen, sowie eine Karte, welche inneihalb der Ringe, )ie das Wachsthum des Baumes kenn;eichnen. eine Darstellung der Geschichte er Welt seit der Entdeckung Amerikas Zibt. DasGe schrei derSeevögel oorzügUch der Möoen. ist oft sehr schätzbar als Signal bei Nebel. Die ögel bocken dann gern auf Klippen und Ielsoorfprüngen der Küste bei nnander und ihr Schrei verräth dem Seemanne, daß er sich in der gefährlichen Nähe des Landes befindet. - Diefe nützliche Eigenschaft der Seevögel hat in besonders gefahrlichen Stellen auch schon veranlaßt, daß das Abschießen )cr Thiere streng verboten worden ist. In das Farmhaus von Andreas Geiti in der Umgegend von Windom jm Staate New A'or't brachen neulich ain Hollen Nachmittag fünf zer lumpte Laudstreicher.inöem sie ein Hinterienster des Haufcs aushoben. Frau Äeiki. welche allem in dem Hause war, mtscckte die Einbrecher bald; sie pfiff ihren beiden Hunden, ergriff einen Kessel mit sieöendemWasser und schritt zur .'ertbeidigung. Tie Hunde fielen den Strolchen in den Rücken und die Sei:cn und Frau Geiti übergoß die vorKiste mit kochend.m Wasser. Taraus zzgen die Eindringlinge sich auf dem ege. auf dem .sie gekommen waren, so eilg zurück, daß sie keine Zeit san öen. irgend etwas zu stehlen. Der Nordpolsahrer Lieu lenant Peary hat mit dem Dr.-Major öl. Vecder in Luons im Staate New t')ort ein Abkommen betreffs, der Beobachtungen von Nordkicht-Erscheinungen seitens der Meter'eowgen der ganzen :ivilisirten Welt getroffen: Danach sind derartige Beobachtungen in allen Theilen der Welt veranlaßt und die Beobachter mit Formularen versehen wo? den, welche sie ausfüllen und an Dr. Veeder behufs einer Zusammenstellung einsenden foen. Dr. Veeder hat schon seit Jahren einen derartigen Plan, wenn auch nicht in so. ausgedehntem Maße, zur Ausführung gebracht und sämmtliche bei ihm eingegangenen Berichte zusammengestellt: er wird sie dem in diesem Jahre in Ehicago zusammen tretenden Meteorologen-Eongresse untcrbreiten. Von der Ausführung des Pearq - Vecder'schcn Planes werden große Gewinne für die meteorologi,che Wissenschaft erwartet.' - - Unter den Ni rzlich m it dem Tamp.er Fythiana in NewVork eingetroffenen Anlömmlingen warenAn bestreitbar die Orientalen, welche auf dcr Weltausstellung für die Srian Hippodrcme Eo." Vorstellungen geben werden, die interessantejten. Die große Mehrzahl der Leute destandauö Syriern und Arabern, während- die übrigen Egpter, Türken und Griechen waren. Von den zwanzig Frauen und Mädchen, welche mit ihnen gekommen waren, konnte man kaum ein halbes Dutzend als hübsa bezeichnen. Die Männer dag?gen waren meistentheils große kräftige Gestalten, besonders fielen in dieser Hinsicht etwa zehn sehr malerisch gekleidete Beduinen auf, welche mit ihren vielfarbigen Burnussen seltsam von ihren. Begleitern abstachen. Mehrere vpn ihnen litten an den Augen, welche Krankheit in Egypten infolge deS Wüstensandcs eine sehr weit verbreitete ist. Die Vorstellungen dieser Leute werden sich darauf beschränken, den Besuchern der Ausstellung das Leben und Treiben der Beduinen und Araber, ihr Leben in Zeltcu, ihre Plunderungszüge ect. bild lich vrzilsühren. Oilkel Sam hat seinen Streit mit den Tabaks ''Importeuren verloren und muß berappen. Der Zollcollector von New Z)ork wurde jürjlich vom Schatzamtssecretär aufge

fordert, .den annayerno'en betrag der

Zollgebühren mitzutheilen, welche in Folge der am 18. April vom BundesKreiSappellations Gerichtshöfe in den Pro.essen der Tabalsimportcure gefällten Erkenntnisses zurückerstattet werden müssen. Nach Angabe des Eollectors belaufen sich die von den Tabak Im porteuren erhobenen Ansprüche auf insgesammt 91,500,000 bis 52.000. 000. Die Klagcfätte waren durch das Tarifgcsetz vom 3. März 1883 entstanden. Die Importeure mußten statt 35 einen Zoll von 75 Eents auf das Pfund Tabak bezahlen und erhoben daber zwei Testtlagcn und zwar die eine in New Z)ork und die andere in Eonneeticut. Die Entscheidung lautete zu Gunsten der Importeure und das Aundesgericht, bei welchem gegen jene Entscheieung Berufung eingelegt wurde, hielt das von der unteren Instanz getroffcne Urtheil aufrecht. Mit dem Dampser La Bretagne" sind am letzten Tage des April mönatS seltene Gäste auf Ellis Island, N. Z)., angekommen. Es waren d''es echte, rechte unverfälschte Neger aus Afrika, die ersten, deren Landung sich die Einwanderungsbehörden erinnern können. Tie kohlschwarzhautige Geseil schaft bestand aus t5 Köpfen, unter denen sich vier Kinder und zwanzig Frauen, letztere aber durchaus keine Schönheiten, befanden. Eine der Frauen halte ihren Säugling auf ihrem Rücken so sst gebunden, daß der kleine Kerl sich nicht rühren tonnte. In Erman' gelung einer besseren Thätigkeit, ver trieb derfelbe sich die Zeit mit Schlafen. Die meisten der Ankömmlinge waren Dahomeq-Neger, während die Uedrigen vom Kongo und von Liberia kamen. Man sieht es ihnen an, daß sie im Vergleich mit den hiesigen Farbigen ein wilder Menschenschlag sind. JhreHavt ist kohlschwarz und settglänzend, ihr Haar gekräuselt und sehr kurz und ihre Stirn sehr zurückstehend. Tie Männer tragen europäische Kleidung, dunkel' blaue Anzüge und Uederzieher. Auf der Weltausstellung wollen sie ihren amerikanischen Brüdern zeigen, wie ihre Vorväter in ihrer Heimath zu le den, zu tanzen, zu musiciren und ein ander zu bekriegen pflegten.' Unter ihien Habseligkeiten, die sie mitschlepp ten. befanden sich mehrere mannshohe Schilder, hinter welchen man Verstecken spielen könnte, Holznäpfe von zwei Fuß im Durchmesser, große Matten, kuriose Instrumente, mit welchen sie ein Ge räu'cb. rai sie Musik zu nennen belieben, herrorbrinaen. Einige Arten Seegras mach, sen 1500 Fuß lang. In der Messerfabrikation ist die Arbeit so vielfältig eingetheilt, daß jedes Messer durch siebzig verschie dene Hände geht, bis es sertig und eingepackt für den Markt ist. Kürzlich schrieb aus Middle. village. ., ein 73jährizer Jüngling" den Beamten aus Ellis Island folgendes: Ich bin ein ruhiger alter Mann von TS Jahren und mochte gern eine Lady zwischen 25 und 35 Jahren haben, .welche in diesem Lebensalter wohl schon über ihre jugendlichen Sprünge hinaus und gesetzten Eharakters ist. Ich . kann Ihnen bewcifen, daß ich ein ehrbarer Mensch und von gutem Eharatter bin." Bis jetzt hat sich jedoch noch keine Ladysür dcn alten Jüngling gemeldet. om Auslande. Die Schwierigkeit, Kin dern eine hygienisch richtige Haltung beizubringen, namentlich beim Sitzen auf der Schulbank, hat ein schweizer! scher Lehrer in sehr praktischer Weise zu lösen gesucht. Die lange Zeit üblitten sogenannten Geradehalter" er füilen nur sehr mangelhaft ihren Zweck; statt dessen hat jener Lehrer eine Brille erfunden, welche bezweckt, im kritifchen Augenblick, d. h. wenn die Neigung des Kopfes nach vorn zu stark wird, einen vollständigen Verschluß der Augen her beizuführen. Dies wird durch zwei mit einander verbundene.Klappen aus ganz leichter Masse (Aluminium. Eel luloid oder dergl.) erreicht, die beim Sinken des Kopfes nach unten fallen und die Augen verdecken. Beim He den des Kopfes geht die Klappe wieder in die HI he. 'Das Zu- und Auf schließen der Klappen wird durch ein kleines Gewicht, bewirkt. Sobald sich der Kops so weit neigt, daß dasselbe über ' seinen Stützpunkt zu ' liegen kommt, fällt es nach vorn, wodurch die Klappen die beschriebene Bewegung machen. Sehr wichtig ist,' daß die Bewegung der Klappen . nicht immer bei derselben Kopsneigun'g erfolgt, sondern den iNdivdiuellenBerhältnissen angepaßt werden kann mittels eines kleinen Lauf gewichts; besindct sich dasselbe in der Mitte der kleinen Stange, so hält es den Klappen das Gleichgewicht, wird eS tiefer gestellt, so'schließen sie sich früher und umgekehrt. Die praktische Erprobung die,es kleinen Apparats hat bisher trotz der dilettantenhasten AuSfüh rung desselben recht günstige Ergebnisse in Bezug auf dje Körperhaltung der Schüler ergeben.' ' Noch ehe die Krinoline, so schreiben Wiener Blätter, den officiellen Einzug in die Modenwelt gehal ten, hat sie fchon Unheil angestiftet. Die Urheberin ist eine Wiener Dame, die sich nicht' enthalten konnte, haß niedliche Kleidungsstück den Augen der erstaunten Welt in einer öffentlichen Anlage zu zeigen. Im Türenschanz park geschah es, wo die Dame mit der Krinoline erschien und damit ein so großes Aufsehen erregte, wie e5 an einem sonnigen Vormittage in dem bezeichneten. Parke nur möglich war. Die Trägerin wurde von mehreren Personen auf das Empfindlichste verhöhnt und beschimpft, so daß sie sich zu einer Ehrenbeleidigungsklage gegen Diejenigen., entschloß, deren Namen und Adresse sie in Erfahrung bringen konnte. So hatten sich fünf Personen. und zwar bis Schwestern Anna und Rosalie Dürer, sowie fcU Herren August Selcher. Franz Rothegger und Franz Mohn wegen önentlicher Be schimpfung der Krinolinträgerin, Frau Anna Dörgl vor dem Straf richter des . neunzehnten Bezirks zu verantworten. Unter den Schimpf. Worten, die sich sämmtlich , auf die Kri

noline bezogen, befand sich auch das Wort Krino - Lina", doch schied die ' Klägerin auf Anrathen ihres Anwalts vor Beginn der Verhandlung dasselbe aus der Anklage aus. Tie übrigen ?cki,ninworte waren freilich derb ae

nug. Die fünf Angeklagten zeigten sich denn auch ganz reuig und zer knirscht. Mit einer Abbitte wollte sich die Klägerin nicht zufrieden geben, sie erklärte' vielmehr,, cö thue ihr überaus leid, daß sie nicht auch die vielen ande ren Leute., die sich über sie lustig ge. macht hätten, fassen konnte. Es müsseein Ertmpd statuirt" werden, denn es , wäre sehr traurig, wenn man mit i einem Kleidungsstücke, welches Anderen ! zu mißfallen das Unglück habe, sich nicht auf die Gasse wagen dürfe, ohne ver höhnt zu werden. Die Angeklagten wurden insgesammt schuldig erkannt und je nach dem Grade ihrer Strafbarkeit zu Geldstrafen von 10 bis 25 Fl. verurtheilt. Obwohl wirthschaftlich und klimatisch in der allerungünstigsten Lage, könnte dennoch Island in einer Hinsicht dem Festlande zum Vorbild dienen, was nämlich die Schulbildung seiner Bewohner betrifft. Jm Alter von sieben Jahren können alle Kinder bereits lesen, schreiben und rechnen. Auch der ärmste Fischer hat einen guten Unterricht in den Lehrgegenständen der Volksschule genossen, und dies Alles, trotzdem Manche wegen Armuth ihrer Eltern oder allzu großer Entsernung die Schule nicht besuchen können. Wie löst sich das Räthsel 1 Unsere Mütter sind unsere Lehret '.nnen." sagt mit Stolz ein isländischer Arzt, und das Vaterhaus ist unsere Schule." Ter mütterliche Unterricht wird vom nüch sten Psarrer überwacht; ungenügend unterrichtete Kinder schließt er von der Eonfirmation aus. Da dies aber jede Mutter als große Schmach empfindet, so setzt sie alle Kräfte an ihr Erziehungswerk. Man wird von jedem ersten besten Fischerlnaben, den man fragt, wer ihn heimische Georgraphie. die Namen der Vögel und Blumen ge lehrt hat. die Antwort erhalten: Meine Mutter." Einem lü Lazzar i e r scheinenden Blatte wird aus Jllorai geschrieben: Um Ihnen zu zeigen, mit welcher Schnelligkeit die sardinischen Secundärbahnzüge von einer Station zur anderen laufen", will ich Ihnen ein Geschich'chen erzählen, das ganz wie eine Fabel klingt, aber doch buchstäblich wahr ist. Von der Station Tirso bis zur Station Jllorai ist eine Entfernung von tüns Kilometern. Ein einem va rabiniere gehörender Jagdhund folgt nun, so oft sich sein Herr von unserer Station nach Tirfo begibt, ln kurzem Trabe dem Zuge und erreicht das Endziel in weniger als einer Viertelstunde, etwas, was dem uge trotz aller An strenauna noch Niemals gelungen ist. Das treue Tbier bringt feinem Herrn auf diefe Weise das Geld ein, das dieser sonst für eine Hundefahrkarte hätte zahlen ninssen. und reist" außerdem vielleicht bequemer, als der Earablniere. Ich kenne ferner einen Reisenden, der. als der Zug sich bereits in Bewegung gesetzt hatte, ausftieg, um sich von einem Strauch eine Gerte abzuschneiden, und daraus langsam dem Zuge nachging. bis er wieder sein Eoupe erreichte." Das erinnert ja beinahe an die kostbare Oberländer Zeichnung rnden Flie gendcn Blättern", welche veranzchau lichte, wie ein praktischer Beamter einer Secundärbahn fein lüngstes cchter chen, weläzes von dem legten Waggon des Zuges am Gängelbande hinterher' gezogen wnrde, lausen lernen ließ. Gebührend abgetrumpft hat ein Eisendahnbeamter in Mch die berüchtigte Pariser Erfinder-Akadcmie, welche diesem Beamten ih:e Ehrcnmit. gliedschaft in bekannter Weise angetra gen hat. Der Angefallene" hat dieses Anerbieten nämlich in folgender Weise beantwortet: Herr Professor! Auf Ihre ge'üUige Mittheilung, daß Sie meine Erfindung eingehend geprüft, als praktisch erkannt haben und mir deshalb die EhrcnmitgliedschastJher Akademie anbieten, die ergebene Erwiederung, daß Ihre Anerkennung, weiche einem Diplom ja schon sehr ähnlich sieht, einen gewissen Werth für mich hitte, wenn Ihr Institut eine S:aatseinrichtung und dazu die eines civilifirten Landes wäre.' In meinem großen deutschen Laterlanoe'gibt man dem Verdienst die Slrone .oh::e Entgelt; Ihr Anerbieten. Herr Professor, gegen Bezahlung hat einen starken panam'ltischenBeigefchmack. Die Akademie hat übrigens einen fchlcchten Moment gewählt und überschwemmt Deutschland 'mit ihren Prospekten zu einer Zeit, während welcher mun auf. wehrlole deutsche Frauen und Kinder lFamilie Brandes) durch die Pariser Straßen eine wilde Hetzjagd veranstal tet und einen harmtosen Thierarzt sKurtz) gewaltsam zum Spicn stempelt und einkerkert.' Können Sie, Herr Professor, dafür garantiren, daß einem neben deutschen Ehrenmitglied Ihrer Akademie beim Besuch seiner Pariser Herren Kollegen nicht ein wüthender ööbelhaufen auf den Leid gehetzt wird? Wenn Ihre Medaille die Kraft besitzt. femem Inhaber sicheres Geleit über das Pariser Pflaster zu gewähren, so will ich derselben doch nicht 'jedwede Werth losigkeit absprechen; sie besitzt dann we? nigstens eine Eigenschaft, welche seit 2 Jahren allen Regierungen Frankreichs abging. Mit höflicher Empfehlung u. s. w. u. s. w." . -Einen neuen Beitrag zum Kapitel: Soldatenmjßhandlyngen und Militärstrafverfahren liefert der Stuttgarter Beobachter". Am 5. Juni 1891 richtete die Wittwe I. aus H.,deren Sohn beim Ulanenregiment No. 20 in LudwigSburg diente, eine Eingabe an das kgl. Generallommando, worin sie vortrug,-ihr Söhn werde von seinem Vorgesetzten so arg mißhandelt pd ge quält,' daß sie befürchte, er könnte sieh ein Leid anthun; sie bitte dringend um Untersuchung. Die hierauf eingeleiteteUntersuchung ergab jedoch ein nega iivkZ Aesllltat, da die von dem Miß. handelten als Zeugen bxnamtcn Kam?, raden die vorgebrachten - Mißbandlun? gen nicht wahrgenommen haben woll ten und dabei auch bei der. Gegenüber, stellung mit I. blieben, obgleich diese? ibnen entgegenhielt, daß si selbst ivr

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aujjvuivilt imiwi, jvniuuii ju j chen. 'Sämmtliche Zeugen betheuerten auch, daß sie bereit seien, ihre Angaben j zu beschwören. I. wurde im Herbst j zur Reserve entlassen. Jm Januar j 1802 wurde cr ganz unerwartet vor öen Untersuchungsrichter des Amts-, gerichts geladen, und hier erfuhr er zu ! seiner Genugthuung, d seine inzwi sch?n cbensa'äs zur Reserve entlassenen Kameraden vor dein Civilricbtc'r die von ibm früher gemachtm Angaben über dit W?ifiii Murrn mih "MiMrriimhf nrm he 1 )W w'v I Mkl V l v I V MJ-.t..s ii:. (. lu v uimuuj uciuuui uuuui, um uciu, ."w-C". . v... rtn:f:i5.t.tj.. 2 1 ANiuaen, vor oer Miiiiaroeyoroe oes .s... UU w,;t Cm v, wegen geleugnet zu haben, weil sie von

ihren theils direkten, . theils indirekten dm brauch aber o Pastor Lnig'S Neroen-Elktt ' .v, .i v V'ld alle Symptome der Krankheit verschwunden und vorgelebten hierzu angehalten worden Halle ich deShald sür meine Pflicht. tdem Leidenden in iiiih fi( hptiirrhtPt finhpn si niiiv. xaln tintw krsuch damit zu machen, damit e: ,eien, Ulio lie oesurcyiei yaoen, lie MUL. kdenso. mit ich erirkut und dankbar sein möge. ten es büßen, wenn sie die Wahr' MahHouje.M0S.Aoe. . enhard, heit sagen. - (5s ist dies in kurzer Zeit . i01t dcr dritte oder vierte au, daß lN einem Herzzitt-ra ud Schwindel im opse. Württemberg das Militürgerichtsver-'' A.d.... zas,. ahren ' niAt in der 9ant war die 5N5? wertvoNcS ?uch für Nervenlcidend sayren niqr in , oer z.age war, oz , t unÖ tme tbbe.g,fi(iie jll3fjanl)tt arme Wahrheit festzustellen. - P-,m "aiteB iie jin mtontt an r L t i o I Tse Medizm wurde sett dem Jahre 187 von dem M a n schreibt aus L o n Hochw. Pastyr Königin ortWayne. Ind.. zuberettet don: Gegenüber den jüngst von Pros. " Virchow gemachten Aeußerungen, daß 33 KaadoiPh st raiscoiijLL. in Bezug auf sanitäre Zustände die: . Vei Apotheker haden sür

i?i,l.inhe hen Veuitfon iirn lnhr, Hunderte voraus seien. Deut'chlaud aber im (iziehungswesen vor England einen großen Vorsprung ausweise, hat sich Mr. Mundella veranlaßt gesehen, sein Urtheil dahin abzugeben, daß in Bezug auf die Erziehung von ganz jungen Kindern sowie auf die Ausbildung erwachsener Damen England doch Deutschland entschieden überholt hätte. Nun, der gegenwärtige President des Handelsamts sollte es wissen, hat er doch unter dem zweiten Ministerium Kladstone selbst einmal den Posten des Unierrichtsministers bekleidet. Auch haben die Engländer ja besondere Illis' tlnivsrslt' College, wie Girton. Newnham und Holloway Eollege, und wir nicht. Allein what' in a iianie?" Cb wohl unsere Leh rerinnen-Seminare nicht ebenso viel leisten sollten, wie die englischen ,,Da men-Universitäten- ? Die Engländer sind ja doch stets darüber aus, internationale Wett.ämpfe auf allen möglichen Gebieten einzugehen. Wie amüsant ein Gelehrsamleits-Turnier zwischen einer Anzahl von Girl Gracluaies und einigen weiblichen Se minar-Zierden Deurschlands sich ausnehmen müßte! Der Herr Minister hat den Handschuh hingeworfen. Wer verspürt Neigung, ihn aufzuheben? Ein Unikum i m schwei zerischen PostWesen dürste die originelle Art der Beförderung von Briefen und selbst größeren Packeten zwischen den Ortschaften Arvigo und Braggio im tessinischen Ealancathal sein. ' Auf steiler, im Winter wegen Lawinen gefahr oft unzugänglicher Höhe, 1500 Meter über dem Meer, liegt das etwa 400 Seelen zählende arme Dörflein Braggio. Zweimal des Tages ver mittelt ein Einspänner den kümmer lichen Verkehr in diesem abgeschiedenen, rauhen Hochthal. Um nun den oft lebensgefahrlichen, mühsamen zweistün digen Weg von Braggio nach der Post station Arvigo zu ersparen, kam der .Ablagehalter" auf folgende praktische Ide: Er kaufte ein solides, fingerdickes Drahtseil, mit einem gondelartigen, in zwei Rädern laufenden Korb versehen, und baute oben, auf der anderen Thal feite ein Bletterhüttchen als Abgangs station, unten im Thal 1500 Meter tiefer, ebenso ein zweites als Endstation mit Wellbaum. Die Einrichtung ist die denkbar einfachste. Ter Kob wird beladen, die zurückhaltende Schnur ge löst, und vfeifend schießt das Bebikel in hii irnrnr i.f.r nnX tiof-r .. V V -4 IV Vf tV IV Vfr V Vf ftM letzt nur noch als ein kleiner gelber Punkt den Obenstehenden erkennbar. Das vibrirende Seil gibt ein singendes Geräusch von sich. Plötzlich verstummt dieses, die Post ist in Arvigo angelangt. Bier Minuten dauert die Thalsch't, 10 Minuten die Berafabrt. Verlangt Mucho'ö BestHaoarna 5iaarK." Zu müde zum Tanzen. Wenn du ermüdet suhlst, Schlaf dich nicht erfrischt, wenn du an Unverdaulichkeit leidest so gebrauche den ächten Johann . - Hoff'schen Malz-örträkt. Prof. Colemann- von (Slaö gow - sagt Folgendes hierüber: Durch meine Unfähigkeit, Speisen richtig zu assimiliren roLhrend meiner Krankheit, war ich sehr heruntergekommen und sehr geschwächt; da versuchte ich den ächten Johann Hoff'schen , MalZ'Extrakt, und das Resultat war ein , 'LberrLschendeS. Speisen, die früher, ohne aisimillrt zu werden, passirten, verdaute. , ich vorzüglich. - Es kräftigt nicht nur, son dern es hat auch die Eigenschaft, das Kör. perqewtcht ;u vermehren. ' . . - Man hüte sich vor Nachahmungen nnd nehme nur das. echt imponitte, das die Unterschrift von Johann Soff-auf, dem Halle einer jeden Flasche haoeu muß. ElSner & Mendelson Co.", Jmportäre von Minneral Wässern, C Barclay Str, New York. Gebrauche die ächten ' I obanu Hoff'schen Malz-VonbonS . für Halsleidcn, Heiserkeit und Erkältungen. Tie obann H. .5.. .alz-Choeolade Ifr rt 1 . P .- - r nl H h.fi. O?. irmit0l filrOinfr iiuiit 'v vyiii uuimi 1 , und fre nuatCt jcnrcn. Angenehmes, kikstigendes strühstück. N. F. Talton ä? Cp., Händler in B N 11 b O X Kindeln. Latten: . . ... Thür und Fensterrahmen, Schi Süd Noble 4 Oft Washington?. Indianapolis . nvlanapoils Umgezogen. Er ist hier um hier zu dieibn. Die u-rbmende BliriS de?Tr SMt d.-s Augen dno Okren virile, ivf-igM t'.r-. :.ch giölzeren Räumllchke,ten umzuzic?? '. u if tücte oesualv tte Naumttchkeitci, iui 5uvt;n etod tu Xron 5lot-. V4 W. Wasl,ington Str., nächst i'i BowkN'Mcrrill l!o's. für fünf Jahre, wo er au&stx'xf.v.tt CScen ei.iverjchtet hat für : ar .l... w( : , .. 1 . oi. . . c ,ia Wie viiu:iviu.H, WH Mkd i, ;U'C ang ti? und dir flfertigung vln Brillen, künstlichen Au gen und die Geradestellung von Ech elaugen, so wie die Overation nur Unternvna des ßtor vortunehmen, ju Preisen für Alle errttchbar. Ubusultarto frei vnfe Jedermann eiagklade.

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l Das Vcfie kn d,r W?t. g P r v i d k c e . R. I. Mai '9v Ich kbrauchte Pastor KZia' RervknslSrker bier on mkinm Eohn, xicher t,s:eSkrank war, nach dem ZWr'WKÄiWL drr Wklt sür Nkrvenleid, und rämvse z emvsedltn.. .n. t ' im v ra,. T r tat !b4 h!k,.vk Ave. Frau M. . U,u g h lt. 0 , ai 'M. . ... . . ,w r. iniaurlgtr söhn ,t ,tch, ahrkn a ' Epilepitk. a:ie iür bieje beiden mpsohlkne Mittel .utden anqewandt. aber leider ebne Eriolz. Durch ! ur P.v, ersöe $1.75, 0 sür $9.00. In Indianapolis tn den deutschen Apotheken on ß. Will. Van er, 64 iäth Washington fetr. und vf Süd ttoft Ltr. ud tncoln Lane. ary (5. Lloyd, Zahttärztin, Zimmer ?!o. 19, über Fletcher'ö Bank, gegen. der vom New Z)ork Store. r. Wagner, ii Offic : Po. 60 ol Khio Str. Osft.S!unden : Nhr Poi mittag. - Uhr ölaömtttakS. Wohnung : Scke Vr,dv d Vtneol de. gQ" Teltvbsn S4S. xrxi, fc. ju. vi tLt-rxAT Chirurg und Frauenarzt. Heilanstalt nd Office: No. m Ost l'i,ttflan Sirave. (liefe 2'kaffschnsett venue.) Täglich von S 4 Uhr. Sonntags ausgenommen. Dr. C. N. Schacscr, f)rLt und Chirurg, No. 430 Madison Avenue, nche Morris Str. Sprccksluuden : 7:809 UhrMzrgk, 12 Uhr Vcacvmittugs. llyr denvö. Telepbou Dr. I. Wühler, Deutscher Arzt. Office und Wohnung: 337 Süd Delrwarc Straße. Ossire-TtuAden: 9Uhr Brm.; 2 3 Uhr Naä,m.: 7 9 Uhr Abends. Teiephon 1ttl. Or. Office: 134 Nord Pennsylvania Str. Okstcr-Slinden von 2 i Ubr Nachm. No. 425) Madison Avenue. Stu.'iden von 10 II Uhr Borm. Wohnung: 17 N.Alabam str. .Ecee Brmontstr. Z-elevKon ' ince5. klepuon . j Wohnuug UZS. Dv. Anielia R. Keller, Office: 39 Süd Meridian Straße. , 9 !NhrV'm. Osnce stunden : l 2 4 Nr 9-ayi. . . 7 tthr Ävend. Telephon vtt7.' , 130 er T5Ä.55, No, 33 Ost Ohio Str?ße Sprechstunden t-'lQ IS ttgr ormltkayö. Zickmittaqe und 78 Abendi. ,onulagk lt ! Uhr Nachmittags Lgö b0I V. 'C. Gverts, Deutsche Zahn-Aizt, No. 8 Nord Pennsylvania Str. Aal wird auf Wunsch ngewandt. ' Bandagen und wundärztliche Axparatr, Bruchbänder, rücken. Schienen un alle wundärztlicken Gegenstände. Das gröt;t Lager künstlicher Augen. Wm. H. Armstrong & Co., 77 Süd JZinvi Straüe.. fferd. A. Müller, ;chfolger Strze Vküver.k Apsthekee. Tie uferttgnng dv Stezevte eschiedt t uveelSsflger. schvexftsdtgerv)etfe. - Südwest-Ecke der OK Wasbington nnd Ost Str. Telephon 670. . k Im M m Mfum , Das beste Stärkungsmittel. $ 1.00 per Flasche 6 Flaschen für 5.00, --Zu haben i ier-- " ' Deutschen Apotheke ton- '' " " ' F. WiU. Pantzer, 54 West Washington Straße und Ecke East' r i um . 'I üitukc und iLincDin m Dtegan,e Nacht bffent , Jno. A. Kutsch, . : ftitftrititnt 4antkflt. (ni.ali. Sattel; HÜ6?. VettZchen, ämm. n. Bürgen ,k. Reparaturen rnrWgu, u. xtmt a98i rn- onr, j...f.i.a cv-, :.' to'is v. ir k. Mi'viu irren ...".f" ciA i ;... nx.w. tu v. uuu,,ro vrnur. Keine Heilung ! Keine Bezahlung ! v Cross-eyes as cre4 Uy vr. Barke f .1 2jt - -W. W- Sft.' - n onc minule bj a new imprövcd an rrfW." Creil ÜBproreceal ia ligkt k ipwmi Sch ielaugeff. Wie ne von Dr. Barker durch eine neue. verbesserte schmerzlose MeiKsde turirt werden' 372 Züfl in JndisnapolU teM, d?z Uztn Sie sied persönlich überzeugen nnen.

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