Indiana Tribüne, Volume 16, Number 221, Indianapolis, Marion County, 30 April 1893 — Page 5
Sonntags-Plaudcrei. 3n einem Artikel überschrieben : Skat" von Dr. Paul Barth in Mazimilian Harden's Wochenschrift Die Zukunft" rechnete derselbe für Deutschland auS, daß auf je zwölf Seelen der Verbrauch eines Spieles Karten kommt. Unter diesen zwölf Seelen sind etwa fünf Kinder, von den übrig bleibenden sieben Erwachsenen wiederum die Hälfte grauen, deren Betheiligung am Spiel immerhin noch gering ist, so daß fast der ganze Verbrauch des Spiels aus die drei und ein halb übrigbleibenden erwachsenen männlichen Seelen fallt. Wieviel Seele bemerkt dazu Dr. Barth wird in diesen drei und ein halb Mannesseelen noch übrig bleiben, wenn sie im Jahre ein Spiel Karten zur Unbrauchbarkeit gedroschen haben ! Man bedenke nur, wie lange die Karten mit Staub und Schweiß imprägnirt werden müssen, ehe sie dem Philister ersatzbedürstig erscheinen. Er rechnet dann ferner aus der Zahl der verbrauchten Spiele und der Annahme, daß iedes drei Stunden täglich benützt wird, auf Grund der durchschnittlichen Lebensdauer von dreißig Jahre aus, daß jeder erwachsene männliche Bewohner Deutschlands durchschnittlich 85 Arbeitstage mit dem Kartenspiel verbringt. Dazu führt er dann den Ausspruch Börneö an : Wenn man alle die Kraft und Leidenschast, die Seelenbewegungen und Anstrengungen, die Aengste und Hoff nungen, Die jährlich in uropa an Spieltischen vergeudet werden, wenn man dieses alles zusammensparte, würde es nicht ausreichen, ein römisches Volk und eine römische Geschichte da (raus zu bilden." BZrue hat hier natürlich nur das Hazardspiel im Auge, an das harmlo sere Spie! um kleine Beträge in ge selligen Kreise hat er dabei wohl nicht gedacht. Wenn mau aber bedenkt, eine wie viel größere Zahl sich mit diesem harmloseren Spiel, als mit cem Ha zardspiel abgiebt, so dürfte sein Aus svrucö wobl aucb darauf anwendbar sein, denn mit Kraft und Leidenschaft, mit Seelenbewegungen und Anstren Surfen, mit Aengsten und Hoffnungen fvird o&ö jenes betrieben. Run b.eMrf der Mensch nach des Ta geS Laß irnjb ?)ühen einer Erholung, und Zeder verschafft sich dieselbe auf seine Weise. Das Lese m Büchern ist nun leider den meisten 5?es.ch5N k,:hr Arbeit als Erholung. Wozu! soll Sch heutzutage der Mensch eine Ansicht eJ Büchern holen ? Das hat man kil bezuzer. Die Ansicht wird .in der Zeitungssixj? vom Redakteur Hergestellt und für tiu Kleinigkeit tarst man dieselbe. Man die Zeitu? und dann hat man auch eie 113, Hat man die Zeitung gelesen, so ist Mit dem Selbstuntericht fertig. Zu einem gemüthlichen Beisammenße vd Austausch' der Gedanken bringe t$ bh 2titt auch nicht. Anzunehmen, daß ße keine Gedanken auSzutauschen haben, toHzt eine Veleidigunz. Es ist selbstverftättNich, daß die Leute alle geistreich und gebildet sind, uud sehr viele Gedanken haben. Sie sind o(ftsiw nur zu bescheiden, t!eS zu zeigen. Aber dics ist sehr bcSäuerlich, weil dadurch für dik Mitunb Nachwelt viel verloren geht. Las thun ? Man greift zu .en Karten. Msn wartet ängstlich auf btn vierten Mann, ja xS kommt vor fct der Wirth ihn auS der .Nachbarschift holen muß, dann kann's loSge Hen, fca Skat" uymlich. Sonder bar, ttx üktlt Mann ist der, welcher jucht itthut, unb doch ist er eine so nichtige Perso. 2?ch bin kein Kartenspiele,, mtlnt VildttNS erstreckt sich nicht bis auf daö S5at" dich weiß die Schönheiten jbts SpieleF vicht zu würdigen. Wenn über die Leutchen i'U Mitternacht, und stt noch weit darüber $iuuj, ßch nicht Ksvon trennen können,- so muß es wohl etvaJ Fesselndes haben. D.ie Hinterund SeiteßSböen der Wirthschaften und die ängstlich auf Un heimkehren $rn Satten wartenden grauen wissen Kavoa zu reden. ja gegen ein Kartenspiel untti Funde nichts zu sagen, aber wenn eS, wie bei fr Vielen fr zur Leidenschaft wird, daß sie gar nichts AessereS zu ihrer Erholung wissen, da sie jede freie Stunde und die halben achte lamlt zubringen, so ist es denn doch vom Uebel und hkkundet eine traurigrZGeistesöde. Wahrhastig, ttfnu man die Begeisterung wahrnimmt, mit welcher mancher Spieler von seinem ;.2fat spricht dann ist man anzunehmen geneigt, daß in seimm Kopfe für 'gar nichts anderes mehr Platz ist. ES mag ja ein sehr schöneö Spiel sein,' das Skat, und eö mag ja eine riesigePortion Verstand dazu ge-
.... rt v -V Q..TT manchmal vor, daß Jemend, der gar keine andere Unterhaltung 'kennt, alö das Skatspiel und sich ohne die Karten r fi r.r. . : OT..TT immer langweil, jeioer eine iiuu ouvert ist. DerPlauderer. Ter Blinde und seine lung. ?ntwi?e Von uft, Jleischman. Schon im 17. Jahrhundert hören .oir von Vllnoen. oenen e vergonnl war, sicb durch berv'orragende Fahigkeiteil einen Namen zu machen. So lebte zu jener Zeit tn Enqland em Tlchter. J ' . . tY .'lamens ULll on. au oe en Vioara phie wir hier eine kleine Episode in Erinnerung bringen wollen. König Karl II. von England fragte gelcgentlich den blinden Dichter: Halten Sie den Verlust Ihres Augenlichtes nicht für eine Strafe des Himmels, dieweil Sie so viel gegen meinen Vater geschrieben haben?- JHtm," antwortete UUilon, denn wenn solcherart Geschicke Strafen des Himmels sein sollten, so belieben (iro. Majestät zu bedenken, daß Ihr Herr Bater den Kopf verloren hat!In nicht minder bobem Werthe, als der Name 'enes Dickters Wilion steht der des Gelehrten Schöneberger. von dem es heißt: Obwohl seine beiden leib lichen Augen von ewiger Nacht umgeben waren, so trug er doch hundert Augen in seiner Brust." Zu (5nde des vorigen Jahrhunderts leble in besterreich ein gewisser Joseph Kleinhans, welche? tro seiner Blindheit die BildHauerei erlernte; viele seiner Werke sind bis heute aufbe.vahrt geblieben. Doch wie verschwindend klein war vormals die Zahl dieser verhaltnißmäßig glücklichen Blinden gegen die Menge derer, von denen es heißen tonnte, wie von jenem, Bartimäns in der Bibel: tzs saß ein Blinder am Wege und bettelte. Aber nicht für alle Zeit sollten die Blinden auf diesen traurigen NahrungSzmeig angewiesen sein; im Jahre 1784 erschien ihnen ein Retter, dies war Valentin Haun, dessen Name auf ewig in der Geschichte erhalten bleiben möge. Valentin Hauy, im Jahre 17ö6 als Sohn eines Gerders geboren, bis dete sich zum Lehrer aus und erhielt in Paris eine Anstellung. Bei Gelegn' heit eines Spazierganges sah er einen Blinden, der an einem der Hauptwege saß und um Almosen ansprach; das er füllte den charaktervollen jungen Mann mit tvf.em Schmerze und er dachte dar über nach, oh pen Blinden nicht eine gewisse Schulbildung zu geben und dq mit auch ein ehrenvollerer Beruf zu ex. öffnen sei, als sich von der allgemeinen Wohlthätjgffit ernähren zu lassen. Er besuchte den jdljnZik Bejtler in dessen Wohnung und machte i&ta fcal ?jnfr bieten, ipn in allen 'Schulfäch'ex'n' zu unterrichten und überhaupt für jhn zu sorgen. Doch es währte lange, bis sich jener entschließen konnte, seinen einträglichen vm yuf dem Boulevard des Invalides zu räume. Haun legte Ludwig XVI. den Plan zur Gründung einer Blinden schule in Parzs vsr, yelchem Plane der König auch sofort die Ausführung sol gen ließ. So wurde im Sommer 1734 erste Blindenschule der Welt eröffnet, ;nb zwar mit einem einzigen Zöglinge. war Lesunier; doch aus der ür sprünglichn. Schule wurde bald eine Anstatt, welche viele Zöglinge ausnahm und die auch unter Un Stürmen der Revolution fest stand. Im Jahre 180! übergab Hauy die Leitung deß Instituts seinem ersten und tüchtigsten chülr Lesunier, folgte dem Rufe Friedrich 'Whelms III. von Preußen und erwarb sich d.urch Gründung der königlichen Blindenanstalt zu Berlin, nielche. wie wir mitermähnen wollen, in neuerer Zeit nach Steglitz verlegt worden ist, wiederum hohen Verdienst. öinen treuen Bundesgenosien fand er hier ' in dem Patrioten Tr. August Zeuner, den der König, als sich Haun später nach Nußland begab, um auch dqu ein eoies Wer: zu oegmnen, zum Tirectsr per Berliner Anstalt ernannte. In Rußland nun fttilia) war das Wirken des großen Blinhen'freune nicht mit so gutem Ersolge gekrönt wie in Frankreich und Pceußen; denn jener taat verweigerte ihm die Zöglinge, und mar durch den einfachen Bescheid: Rußland bade keine Vlinden! Ten ernsten Bemühungen des'unelgennützi gen Franzosen gelang es zwar schließ lich. in Petersburg eine Blindenanstalt zu Listen, doch das Jnterene für die silc wgr und blieb gering, so daß sich Saus mUtxt Jahr? später nach Frank reich zurückbegab. U litzte greijde entZ 2thtn& bildete ein Koncert, wri cheS ihm zu Ehren im Pariser Blinden institut veranstaltet wurde. Kurze Zeit darauf starb er; ern herrliches Denkmal ist jhm errichtet worden doch in den Herzen Ux Blinden steht sein m 4 " f i f'l jr i MIMA AtlAtjMIAhn äS 1 fr I M WCtt UUmC(l(V(l, im Pein seiner Statue. Kommen wir nunmehr auf den eigentlichen Kern unseres Artikels, roelchZr bestimmt ist, die Entmicke lung der Blinden, die leibliche, sowie . ' , '. itfc die geistige, in einigen Worten zu scyll dern. Drei Fächer sind eS. in denen Sie Blindenanstalt ihre Zöglinge mög lichst zu bijoen. zu kkitwickeln sucht: der Schulunterricht, die Musik und das Handwerk: diese drei Punkte wollen wir in's Auge fassen. Betrachtet man ein blindes Kind, tät es von der Anstalt ausgenommen wird. s? scheint fs in. vielen Men.' lau.m, glaublich, aß ihm je etwas Tütigis wrchen könne; denn eS zeigt uns in des Ä'eael nichts, als unschöne Beweaunaen des Kopfes,' der Hände und Füße. Das m 13 ourmus kem Wunher; denn d heim im (Zlternhause wird daß bljnde Kind meistens zu keiner Thätlgkei,t pn. gehalten und, um sich eine solche zu verschMn, gewöhnt es fi die geichil
yoren, um em rano over em .m durchzuführen, aber es kommt mir doch
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oenen Bewegungen an und mücyt die selben sozusagen mechanisch. Den Le fern wird somit erklärlich sein, daß eine Blindenanstalt viel, sehr viel thun muß, um ihre Schüler zu nützlichen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranzubilden. Soll der Geist deö Blinden von frühester Jugend an ge weckt und geschärft, soll der Körper un regelmäßige Bewegung gewöhnt wer den. so ist ein sorgfältiger Schulunter richt zu diesem Zwecke das beste Mittel, und hieran lasten es unsere Blindenm stitute auch nicht fehlen. . Nun kommt es freilich darauf an, daß das blinde Kind frühzeitig genug, vielleicht im siebenten oder achten Le bensjahre. die Anstalt betritt. Der Unterricht eines BlindeninstitutZ ist in seinen Bestandtheilen dem einer Bolks schule gleich: nur an Stelle des Zeich nens. welches man früher dadurch be sorgte, daß man die betreffenden Win kel, Flächen u. f. m. auf einem kreis förmigen. mit der Einleitung der Grade versehenen Apparate durch das Auf spannen einer am Zeichenapparate be sindlichen Schnur herstellte, ist seit einigen Jahren das Modellirew ge treten. Wir bitten die Leser, uns im Geiste durch die Schulräume der gut einge richteten Blindenanstalt folgen zu wollen. um den Unterricht in nächster Nahe zu betrachten. ' Treten wir in ein Klas enzimmer, welches eine im durch chnlttllchen Alter von sieben bis acht Jahren stehende Schülergruppe enthält! Sie kleinen Schuler und Schülerinnen. welche in der gemeinschaftlichen Klaff iinierriuilet nxtotn. huben ihre in der oae:iannien Puultschrist gedruckten Fibeln vor sich auf dem Tische liegen und empsa.lge av oem 'icunoe oes eürers die zur Erlernung des Lesens nöthigen Weisungen. Wie eifrig glei en die kleinen Fmger über die voll tändig aus Punkten bestehenden Zeilen hin! Wie deutlich ist die Verlegenheit aus dem Gesichte des Schülers zu nUn neu. wenn seine Hand auf ein ihm noch unbekanntes Schrsstzeichen stößt! Diese Punktschrist erfand im Jahre 1829 nn Zögling der Blindenanstalt zu Paris, namens .'ou;s Vrallle; m der war es diesem nicht vergönnt, zu t.ft S" V v" 4 schauen, in roesch' pi;sgdehntem VZaße emp lrsinoung heute perwendet wird. Lange fehlte es an einem Apparate, !er den Blinden ermöglichte, hie Punkt Ärjst selbst zu schreiben: doch als im Jahre 1873 ein solcher erfunden wurde, da führte man Braille's Punktschrift auf allen Blindenanstalten ein. Ein flotter Schreiber ist im Stande, in die ... rssi ffint V Bcrlaufs einer Stunde auf Papier zu .ujii w wuuKitu Uw setzey; ja, Yas BraillssZz: System W sogar hie Erfindung einer Noten und Kurzschrift, sowie einer Stenographie nach sich gezogen. Wir betreten nun eine zweite Schulklasse, welche uns eine Apfyessunc; Schüler zeigt, die etwa zwei bjö rei Jahre äljer sind, als di vorher gesehenen, 6 ist Geographie stunde; jeder Schüler hat eine ffarte von Europa vor sich ausgebreitet und zeigt, auf Befehl des Lehrers, jeden gluß, ;ede Stadt, jedes Gebirge, b auf der Karte zu finden sind. Die Landkarten für Blinde fertigte man früher, indem man die Gestalt der Flüsse durch Auskleben von Bind faden auf eizz Sttftf Pappe darzustellen suchte; über dies GeHilde klebte nan sodann weißes Papier und darauf setzte man kleine, mit Gummiarabikum ae mischte Sandhäufchen, welche die Städte vorstellen sollten: die Formen der Ge birge waren auf diesen Karten nicht anzudeuten. Neuerdinas arbeitet man Fjaur des betreffenden Landes mit 4 tt sy i v t - . y r giuszen, iaylen iqq epi.rgtt aus einer Blechplatte aus, preßt die Cson touren mittels einer Maschine in gutes Hanspapier und gießt den hohlgeworde nen Theil des Papieres mit einer Kleb masse aus, welche sich nach kurzer Zeit verhärtet und dadurch ein Vermischen oder Mgdküclekz der Abbildung un möglich macht. Noch ejnen Ächritj weiier und wir befinden uns in per sogenannten ersten Schulklasse, in der soeben die Elektrisirmaschine besprochen wird: die Schüler gehen, einer nach dem anderen, zum Sitze des LehrerS, welcher die Maschine vor sich stehen ha und ihnen hie einzelnen; Theile rsl ben jejgt. Fieberhafte Ausmertsflni. keit wldmet ' d'er Zöglinz' jedem Worte des Lehrers, selbst in 'dem erlo schenen Auge ist ein reges Jnicresse zu lesen für daS, was de'r Geist zu fassen bemübj ili. Wenngleich dem Blinden durch den Verlust feines Augenlichtes viel, sehr viel entzogen wird, so ist doch nament lich sein empfängliches Ohr geeignet, die vorhandene Lücke, wenn auch nur theilweise, auszufüllcrz; sieht 's? gleich nicht, von den herrlichen Knospen und Blüthen, mit denen uns de'r erwachende Frühling beschenkt, so hört er doch den lieblichen Gesang der heimgekebrten Vögel. So eifrig der Blinde jedem Tone lauscht, welcher der klonen Brust dieses Jrühlingssanger entquillt, so gern erquickt' sich auch an den Klän gen einer guten Musik: sie ermöglicht ihm, sich über so manche Entbehrung. )ie ihm sonst vielleicht schnierzlich sem würd;, lejchien Herzenö hinwegzusetzen, und hauptsächlich auS diesem Grunde wird in den meisten Blindenanstalten ein höher Werth auf die Pflege der Musik aeleaj, ' Pl'e Erlernung des Klavier, Geige und OrgelspielenS ist jedenfalls auf' allen deutschen Instituten zu finden, deren eS gegenwärtig 48 mit etwa 2000 Zöglingen gibt. Dagegen empfangen ausnahmsweise die Zöglinge der 6e" trgl.Blindenanstlt ziz Mun.chclz Unter richt tnz Zithe,rspielen und wieder qn dere Älindsninstltute, wie z. B.' hie Hannover und Königsberg. t?eid'?i sH. gar OrchesterinusiZ, Mehr qlS ew Lfün.stlr ist be.reit5 ?uS unsere Bim herianftalten hervorgegangen ; über Haupt dürst? eß te.inem Zweifel unter liegen, das ein Blinder auf dem Ge &L& der Musik etssL wirkliü GroieS
TAliW leisten tan. iv Die Methode, welche det der Erlernt rig der Musik zur Anwen dung gebra ljt wird, ist an sich ziemlich einfach; der' Lehrer nennt die Noten einiger Tak l(! oder er spielt dieselben aus demienil irrt Musikinstrumente, wel. ches der Zög. ling erlernen will, mehrere Male vor, w orauf Letzterer das Gehörte nachspielt. Doch so viel die Blindenanstalt auch sucht, ihre Zöglinge durch, den sorg fältigsten Uitterricht im Schulwesen, wie in der Ttufik, zu belehren, so hat sie damit noch immer nicht alle ihre Aufgaben er jüllt; sie strebt auch dahin, daß ihre Pfleglinge, wenn dieselben als genügend ausgebildet die Anstalt verlassen, im Stande seien, sich mit ei gener Hand ihr täglich Brod zu erwer den. Hierin sieht das Institut eigent lich den Schwerpunkt aller seiner Pflichten und Bemühungen. Schon Valentin Hauy war der Meinung, daß den Blinden ein gewisser Beruf vorzu schreiben und zu eröffnen sei. Der Plan dieses großen Denkers ist nach und nacy aucy zur Erfüllung gelangt. Den bisherigen Ergebnissen nach lassen sich vier Handwerke als für den Blin den geeignet betrachten: Korbmacherei, Seilerei, Bürstenbindern und Klavier stimmen. Von diesen hat jeder männ liehe Zögling der Blindenanstalt' nach seiner Wahl eins zu erlernen, während die blinden Mädchen im Stricken und Häkeln unterrichtet werden. Aus meh reren großen Ausstellungen ist das, was von der Hand des Blinden gefer tigt worden, zur öffentlich? Schau ge langt und un ere Blindenanstalten ha ben in solchem Falle stets nur Ehre und Anerkennung geerntet. . Ist es schon einem Sehinden schwer, sich durch das Leben zu schlagen, wie vielmehr ist dies beim Blinden der Fall! Es kommt zwar vor. daß Blinde durch hre Hände Arbeit eine ganze Familie erhalten, doch müssen wjr. dies immer hin als sehr selten bezeichnen. Leider geschieht e-3 aa? zu häuna. daß die tück. jigften Klavierspieler das mit so viel Mühe Gelernte auf den gewcdnllchften amiiAm fZi t XM l ... . " r? mijwuufu 44 vuey neigen MUssen.. V.amentllcY aber ist es den blinden i paschen :n einzelnen Fallen ganz un inöglich, im Leben fortzukommen, Pitte Vlindenari,stTlsen, fln yd werden pe.uerdingz mit Asylen für entlassene r ev " poonnge, ogenannien erlorgung ri.i v cn? v. . , aystalten oder Blindenheims versehen. wa die ErwerbZunkahlgen, den Gefah ren, des Lebens enthoben, ein stilles. friedliches Dasein führen. Unter den iörrungenfchaften, an denen unser Jahrhundert so reich ist, steht die Blm, denblldung gewiß als eme der axbu tn n ' " " vu. - "''-.-jfA...:t " j ). .jjini Ztvat) VernyarstS Bekenntnisse. Auf einem ihr vomIttlsniusz vorgelegten Fragebogen yat, wie un längst Maurus Jokai, die jetzt in Bu dapest weilende Sarah Bernhardt eine l. ..U,:C. stfi L Kl ' C'' ' . ' 1 i' I jciiyc Aniioorien eriqciir, c;c iox nacq den: Neuen Peiie.r Jo'urrzal reprodu cirens Ze? Hyuptzug meines Charak tersz Die Offenheit. Die Eigenschaft, die ich am Manne am meisten schätze: Ter Muth. Tie EigerZschaft. die ich an der Frau am meisten schätzt Die Güte. Meine LieblingSElgen'schaft: Die Geduld. Mein Hauptfehler: Leichtgläubigkeit. Meine Lieblings Beschäftigung: Die Arbeit. Meiq Traum vom Glücke.: Dgs zu. sejn, was ich bjni Wäs'mein größtes Unglück wäre: Daran will ich gar nicht denken. Das Land, in welchem ich leben möchte: Das Weltall. Meine, Lieb lings.Prosaschriftsteller: Die besten. Meine Lieblings Dichter: Die besten. Meine Lieblings Male: Dft besten. Meine LiebZjngH, Kompo, Nisten : - Die" testen. Meine Lieblings Helden in der : Fik tion: Die Göt.er. Meine Lieblings Heldinnen in der Fiktion: Die Göttin nen. Mein Lieblings'Held in der Wirklichkeit: Jesus. Meine Lieb lingZ.Heloinnen in her Wirklichkeiu Maria und Janne d.'Arc. 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So. e. was M's be.i Euch doch nicht!" sagl ein Teutscher zu einem Amerikaner. ,,23i? haben eine Kirche baut, di lang ist, daß man vom Portal bis zur Kanzel eine halbe Stunde braucht Z?s ist noch gar nichts!" entgegn, her Arnerikaner, wir bben einv Kirche, da wird der flnaty' dur.ch dii Osttzortal z?ir Zo,ufe getragen un Heinz Wstportl kommt er als Minister y. ei,ner zweiten Frau heraus !" Pumpernickel. Jeder Deutsche, ob Schwabe, Pg;, oder Mecklenburger ißt an,? syich. gu.tey Pumpernickel, mci.n ihubefomut bei Änh. Thau. 81 Hoöbrook Strahe-Marktstand Ro. 123 und Auch gute? Aogge und Weißbrod und de? so beliebte Tträußeikuchen ist daselbst zu haben. 'W m Aufträge für die weltberühmten PabstMilwaukee Biere in Flaschen und Gebinden werden in der Branch-A?. No. 224240' Süd Delawa,e Stroße, entgegengenommen. Telephon 1231.
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