Indiana Tribüne, Volume 16, Number 217, Indianapolis, Marion County, 26 April 1893 — Page 2
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vaessssu JndZaua Tribiws. Erscheint iiglich und Sonntngv. Tie tZAliche.lribünekoyrt durch den Trkige, 12 Gents per Woche, die SonntazZ,.Tribüne" 6 Cent? pcröZoZie. Beide zusammen ISSentS oder 52 Cent per Monat. Per Post zugeschickt in Vor auibezihlunz per Jhr. Ossice : No. 18 Sud Alabama Str. Indianapolis Ind., 2 April 1893. , - kTveciaIdri,s.) Zklus der WeltauöstellungSstadt.
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Chi.aao. 22. April. Ter Patriotis mus und die Wahrheit sind Beides schöne Dinge, stehen aber manchmal aus etwas gespannten Fuß miteinander. So sehr harmlos, wie sie in hie sigen Berichten dargestellt wurden, wa ren die vom Sturm und Negen auf dem WeltausstellungZl ifc verursachten Verheerungen gerade nicht. Etellen weise sieht es im Jackson- und Wash ' ingtonPark geradezu grauenhast aus ; die Wege waren noch nicht ganz so weit vervollkommnet, um nicht von einem so greulichen Verzweiflungsausstand des dahinstrebenden Winters bedenllich zu leiden; das Erdreich wurde da und dort garstig verhaumatscht- und zu den künstlichen Lagunen" gesellten sich auch verschiedene vollständig natürliche on sehr unpassenden Stellen. Die (öedäude der weißen Stadt- haben sich zwar ziemlich wacker gehalten, doch gab es zerschmetterte Scheiben und Risse in oen Wänden und Dächern genug, und zum Theil kann man es als ein Glück bezeichnen, daß das Auspacken und Einräumen der Ausstellungsge genstände noch lange nicht vollendet ist. Immerhin hat da? Unwetter den Weltjahrmarkt nicht unvorbereitet ge troffen. Man rüstete sich schon viele Stunden im Voraus auf einen gebüh renden Empfang Ihrer Majestäten Ju , pii?r Pluvius und Boreas. Viele' der luftigeren Gebäude am Midway Plai sance und anderwärts wurden ertra mit Tauen engebunden, die gefährde ten Herrlichkeiten wurden sorgfältig be deckt, und dann sahen Ehrist, Türke und Heide mit ziemlicher Ruhe dem Angriff entgegen, der nicht einmal so schlimm ausfiel, wie vom Wetterhüreau in Aussicht gestellt worden war. ' Tie jetzt Tag und Nacht arbeitende - Armee auf dem AusstellungZplatz und der Vogelwiese" (an die 16,000 Mann) wird mit den angerichteten Schäden ebensogut fertig, wie mit ihrer Riesen aufgäbe überhaupt, und Generaldirec tor Tavis ist ganz guten Muthes, ob wohl er eine sehr bescheidene Portion Heldenmnth besitzt. Noch lange vor dem 1. Mai wird von den geschlagenen Wunden nichts mehr zu sehen seien, und im Uebrigen möge der Himmel weiter helfen! Mitten im Sturm, Regen und Schnee wurde das Berner Alpenpano rama ganz programmäßig eingeweiht, bei Sekt und begeisterten Reden, und die Schweizer können wirtlich stolz auf dieses Panoramn sein, der vom fran zösifchen Präsidenten preisgekrönten Frucht neunmonatiger Arbeit von 12 Künstlern und siebenmonatiger Stu--dien auf dem Männlicher. Tie Lein wand dieses Panoramas ist über 500 .nuß lang und 65 Fußhoch, und das ' Auge schaut die Jungfrau, den Mönch, den Männlicher und andere Himmelstarrende Alpengipfel in großer Natur treue. Mit Recht sprach es der Schwei zer Eommisiär Bolinqer in seiner Weihe rede aus, daß wir hier die reine Alpen luft zu athmen glauben und den eisigen Hauch der Berge mit dem ewigen Schne fühlen. Doch man muß diese große artige Nachbildung selber, sehen, um sie vollauf würdigen zu können. Noch ein' anderes merkwürdiges, aber nicht unerwartetes, kragikomisches . Schauspiel hat sich unmittelbar in dem schaurigen Wetter, -beim flackernden SchrZi! einiger Laternen, abgespieltWa ich jüngst von den armen Eskimos - prophezeite, ist schneller eingetroffen, . als selbst die Schwarzseher geahnt hat ten. - Die ganze Lederth'ran-Garde ist ausgerückt! ' Doch haben die Weitaus stellüngs . Gäste Aussicht, sie dennoch bewundern zu können. Nicht im Dienst - einiger herzlosen Yankee . Speculanten, sondern auf eigene Rechnung wollen sich jetzt die interessanten Nordländer auf oder doch neben dem WeltauS stcllungSplatze in ihrem heimischen Trei den zeigen, und eS scheint, daß ihnen daS nicht verwehrt wird. Erst jetzt . bört man Näheres darüber, wie diese bedauernswerthen Naturlinder so schnöde über's Ohr gehauen, in ihrem - Eskimodorf" beinahe wie Gefangene - gehalten, zum beständigen Tragen ihrer dicken Pelze auch im heißesten Wetter gezwungen und auf alle Weise wie Sklaven behandelt worden sind. Sie haben es lange getragen, aber 'endlich - mußte auch die zähe Eskimogeduld reißen, und eS kam zum -Ausstand, welchen der humane Richter Porter ihnen glücklich durchi'kchten'half. Jeder Menschenfreund und jeder Freund eines moralischen Erfolges der WeltauZstel lung in allen Beziehungen kann sich ' über dieses Resultat nur'freuen. durch welches ein dunkler Flecken der Aus ' stellungssonne geschwunden ist. Einen recht interessanten Zuwachs . hat der Midway Plaifance in Gestalt von 65 moslemitischen Schauspielern und Schauspielerinnen erhalten, nebst Sängern. Tänzern und Musikern. Tie 18 buntgeschmückten, sich aber bei uns nicht verschleiernden Evastöchter darunter sind Orientalinnen von aus gesuchter Schönheit, wenn sie auch nicht aus einem SultansHarem kommen und der alte gebückte Far-away . Mases", welcher schon Mark Twain einst durch Konstantinopel begleitete,schwört bei dis Propheten 'und seinem eigenen Bart, daß die ganze Truppe aus Krästen ersten Ranges im Orient bestehe manche kommen vom Euphrat, "manchc'vom Nil, manche von den Ge staden des Bosporus, und im Türkischen Torf werden sie schon am 23. April, am Tage der Einweihung der Moschee, schauspielern und concertiren. Vi den nächsten Taaen sieben eine
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ganze Reihe Csttweihüngssefle bevor, obgleich dieselben, wie auch ihre Vor gänger. alle in eine solche Zeit fallen, daß sie nur einen verhältnißmäßig klei nen Kreis zu Zeugen haben, und das Publikum erst aus den Zeitungen et was über sie erfährt; in dieser Be zietzung sind also die Gartenstädtler nicht günstiger gestellt, als die noch eintreffenden Weltausstellungsgäste. Recht lustig für die Beamten, Angestellten und Zeitungsreporter dürfte na mentlich die Einweihung des neuen Wiener EafeZ- am Midway Plaifance werden; alle Freunde des Wiener Le benS werden sich dort in den nächsten Monaten wie im siebenten Himmel fühlen, wenn die Geschäftsleitung hält, was sie verspricht. Ohne besondere Einweihung ist die Polnische Rcstau ration" eröffnet worden, mit dem weißen Adlerwappen und den Nationalstörchen ; die Feier kommt aber noch, am 8. Mai nämlich gelegentlich des StanislauS Festes: Roch ist Polen nicht verloren!" Auch die Rothhäute geben sich noch nicht verloren. Sie erhoffm von ihrer Betheiligung an der Weltausstellung einen günstigen indirttten Erfolg bezüglich' ihrer Anerkennung als Menschen und Bürger. Zu den bereits hier weilenden Kupfergesichtern aus ver schieden! Theilen unseres Landes und dem kanadischen Dominion ist neuer dings noch ein Hu'ndert malerischer Ge stalten gekommen, die unS an ein be sonders blutiges und schmerzliches Ge schichtSblatt gemahnen, die Rothhäute nämlich, welche . das Gemedel am Lvounoed na: Eek Überlebt haben und sich einst in der Umgebung deS Rache-Engels Sitting Bull befanden. Sie machten recht grimmige Gesichter, als sie am Northwestern Depot dem Dampfroß entstiegen, aber hauptsäch lich des Hundewetiers wegen. Ein noch grimmigeres Gesicht würde jeden falls Sitting Bull machen? wenn er von den seligen Jagdgesilden" aus diese Ausstellung übersehen könnte; denn er war in seiner letzten Zeit ein unerbittlicher Gegner .aller solcher Schaustellungen und hat sich ja auch dadurch den unternehmenden Buffalo Bill zum Todfeinde gemacht. Hoffen wir, daß die Zeit der Sitting Bulls bei den Rothen wie bei den Weißen! endlich einmal zu Grabe getragen wird, und diese Rasse 400 Jahre nach Co lumbus wenigstens das Gnadenbroi aus ihrem Heimathboden findet! P. K. Nakimillan Harbins Freispre yung. Ueber die seinerzeit vom Kabel gemeldeteFreisprechung des bekannten Schrift stellers Maximilian Harden von der Anklage der Majestätsbeleidigung gegen Kaiser Wilhelm II. nach erfolgte? Ver Handlung vor dem Landgericht I zu Berlin entnehmen wir dortigen Blät tern folgende interessante Einzelheiten: X Unter Anklage stand ein Artikel der Zukunft- unter der Ueberschrift Monarchen Erziehung-, welcher in An knüpfung an den Erinnerungstag der Hinrichtung Ludwigs XVI. allgemeine Betrachtungen über Monarchen-Erzie-hung anstellte und darlegte, , wie ver hängnißvoll es für Fürsten und Völker werden kann,, wenn ein überhandneh mender Ayzantismus und Servilismus en Monarchen in ein ungezügeltes Olympiergefühl hinemdrüngt. In einzelnen Wendungen dieses Arti els wurde von der Antlagedehörde eine Be ziebung auf den Kaiser herausgelesen und in Folge dessen die Anklage wegen Majcstätsbeleidigung erhoben. Der Staatsanwalt beantragte 4 Mo' nate Gefängniß. Der Vertheidiger und der Angeklagte selbst plaidirten m län gercr Rede für Freisprechung. ' Nach kurzer Berathung erkannte der Gerichtshof auf Freisprechung des An geklagten. Aus den Urtheilsgründen ist folgendes hervorzuheben: Man dürfe sich in der Beurtheilung des Artikels von der Unbefangenheit deZ Urtheils nicht entfernen und der Interpretation nicht Zwang anthun. Ter Artikel be stehe aus zwei Theilen, der eine wende sich an Frankreich, der anoere an Teutschland, den Ausgangspunkt bilde die Hinrichtung Ludwigs X VI. und es werden Vergleiche zwischen 1792 und 1892 angestellt. Von dem regierenden Kaiser sei erst im zweiten Theile die Rede. Der Artikel enthalte außerdem eine Reihe ganz unzweifelhafter Wahr heiten. , Die l5brfurckt vor einem bürsten I -TI"T w " ---.. . zeige sich nicht darin, daß man ihm by zantinisch zu Füßen liegt und ihm schmeichelt, sondern die wahre und echte Ehrfurcht vor dem Monarchen bestehe darin, daß man dem Monarchen gegen über die Wahrheit hochhölt. voraus gesetzt, daß man derselben keine straf bare Form gibt. Der Gerichtshof habe in den einzelnen Wendungen des Arti lels eine Beleidung der Majestät nicht finden können. Wenn gesagt werde, daß ein König auf dem Throne erst sich selbst erziehen müsse, so sei dies eine Wahrheit, die nicht in verletzende Form gekleidet worden sei. Die theoretische Vorbildung eines Königs sei gewiß gut und nützlich, aber sie allein mache ihn noch nicht zum Herrscher. Die Erzie hüng gerade auf einen so hervorragen den Posten dauere fort durch's Leben, und wenn der Angeklagte dieses aus -tthrte. so sei er dabei getragen worden von großer Ehrfurcht gegen den Kaiser. Der junge Kaiser in seiner Thatkraft, seinem Elan, mit seinem mächtigen und guten Willen glaubt rasch vor wärts gehen zu können mit seinen Re formen, und wenn in dem Artikel ge sagt werde, er habe wahrscheinlich ge glaubt, in kürzerer Frist durchdringen zu können, so liege darin wohl eine Wahrheit, aber keine Beleidigung. Ter Staatsanwalt hat gegen das Ur theil die Revision bei' dem Reichsgericht eingelegt.. Deutsche Einfuhr in Amerika. Ueber den AntheilTeutschlandS an der Einsuhr in den Vereinigten Staa ten bringt der neueste Jahresbericht des österreichisch-ungarischen Generalconsu lats in New Z)ork eine Reihe bemer kenswerther Angaben bei, welche ein recht gutes Bild von der Bedeutung des
amerikanischen Markte? für dle euröpcÜ sche Produktion und speziell sür die deutsche Industrie liefern. Darnach stellte sich im letzten Fiskaljahre die Einfuhr in den elf hervorragendsten Waarenkategoricnfolgendermaßen:Ein fuhr in die Vereinigten Staaten im Fiskaljahre 189192:' Im Ganzen AuöTeutschl. Zucker .$8,081,170 4,804,6i8 Hopsen 883,701 796,232 Bier 1,709,900 235,085 Wein 8,994,503 1,671,093 Baumwollwaaren .27,061,993 7,608,132 Wollwaaren. . .34,088,427 7,718,946 Handschuhe . . . 5,830,380 2.213,821 Thon und Por zellanmaaren 8,703,593 1.623.961 Glaswaarcn... 8.758.964 3,792,622 Eement 3,845,572 1,549,821 Seidenwaaren. 23,821,07 6,088.068 Hierzu bemerkt das Berl. Tagebl.": Aus allen drei Positronen der Ein fuhr in die Ver. Staaten geht die große Beoeutung dcS amerikanischen Marktes für den deutschen Erport hervor. Gleichzeitig lassen sie aber auch die Wichtige Stellung erkennen, welche sich Teutschland dort gegenüber den koncur rirenden europäischen Staaten, erkämpft hat; fast bei allen Waarengrupven macht der Antheil Deutschlands über zwanzig bis fünfzig Prozent der Ge sammtcinfuhr aus. Es gilt dies ins besondere auch von Baummoll, Sei den und Wcllwaaren, in denen doch die englische, resp, die französische Evn currenz eine sehr starke ist. Die Mac KinleyBill hat diesen deutschen Absatz nur zum Theil nachtheilig beeinflussen können, und eS ist wohl nicht zu zwei, feln, daß die Aussichten für den deut schen Export auch ferner sich günstig entwickeln werden, wenn die im vorigen Jahre hergestellten handelspolitischen Beziehungen zwischen Deutschland und den Ver. Staaten zum Zweck neuer Verkehrserleichterungen weiter auSge bildet werden."
Vom Jnlande. Nur 250 Pfund wiegt ein Nüdchen in Nebroska, daS 15 Jahre llt und 6 Fuß 3 Zoll hoch ist. Dcr nedliche Backfisch trägt Schuhe No. 10 ind ist noch zusehends" im Zunehmen begriffen. N ickel st abl. Panzerplatten vill die Earnegie'Eompagnie in Home iad, Pa., herstellen. Zu dem Zwecke hat sie mit dem Bau von 16 neuen Hochöfen begonnen und in Birming ham, England, Maschinen bestellt, von zenen die größte einen Druck von 10, M'Tonnen auf den Ouadratzoll ausübt. Die Hochofen werden 36 Fu im Umfang, eine Tiefe von 15 Fuß haben uns je 815,000 kosten. Man wird Panzerplatten im Gewicht von 150 Tonnen ansertigen. Die Gesammt kosten der neuen Vergrößerung der Homesteader Stahl und Eisenmerkt werden auf 51,000,000 geschätzt. Ueber den Viehstand in den Per. Staaten veröffentlichte kürzlich das Ackerbaudepartement folgenden Be richt: Pferde, Durchschnitts Gesund hcitszustand, 97.5; Verhältniß der Verluste zum Pferdebestande des gan zen Landes 1.7 Procent gegen 1.5 Procent im Vorjahre. Hornvieh, Durchschnitfszustand 94.7 gegen 93.2 im Vorjahre; Verluste 3.4 Procent. Schase, Durchschuittszustand 94.9 ge gen ! 6.3 im Vorjahre: Verluste 4.4 Prozent. Schweine. DurchschnittSzu stand 96.4, die höchste Ziffer seit vielen Jahren; Verluste 6.3 Pro.ent. Unge fähre Höhe des GesammtviehstandeS: 16,207,000 Pferd.', 52.378,000 Stück Hornvieh, 47.274,000 Schafe, 46,095,. 900 Schweine. Die alte Geschichte von ocin schon etwas bejahrten Bauer, der m's Holz fuhr, wahrend in seiner Ab Wesenheit sein junges, dralles Weibchen mit anderen Männern charmirte, hat kürzlich in Long Swamp, einer Ort schast nahe Green Lamn, L. I. eine neue und verbesserte Auflage erlebt. Tort betreibt schon seit mehreren Iahren John Riu 'ch, ein angehender Vier zigcr. eine kleine Farm und führte mit feiner noch im jugendlichen Alter stehen den Gattin, die ihm im.Laufe der Zeit zwei niedliche Kinderchen, einen Knaben und ein Mädchen, geboren, ein wenn auch nur dcscheideue, so doch glückliches Da. ein. Von früh bis spat war Rausch in seinem nahe gelegenen Ge hölz mit Holzfällen beschäftigt, und nur des Mittags kehrte er heim, um sein frugales Mahl einzunehmen. Kürzlich nahm Rausch als Arbeiter den wohlgebauten,, kraftstrotzenden Adam Schwab in seine Dienste, der ihm beim Holzschlagen dehülflich war und , wie üblich bei der Familie seine Mahlzeiten einnahm. Die Augen der Liede sind bekanntlich blind und blind muß Rausch gewesen sein, da er die zärtlichen, verliebten Blicke, die sich sein Weib und der . Blitz'Schwab" zuwaren, nicht gewährte. Eines Tages kündigte ihm Schwab den Dienst auf und verdingte sich auf der Farm eines gewissen Oftar bosky, eines Nachbars von Rausch. Als eines Mittags Rausch von seiner gewohnten Arbeit im Gehölz zur Mit tagZzeit nach seinem Hause zurückkehrte, stand er wie versteinert, denn nicht nur 4'cin Weid, seine Kinder und sein klei nes Capital, das er sich durch seine harte Arbeit erspart und in einem alten Strumpfe, nach Bauernmanier, aufbe wahrt hatte, auch sein Pferd und sein leichtes Wägelchen waren spurlos ver schmunden. Jetzt erst begann dem Aermsten, wie man so sagt, ein Seifensieder" aufzugehen: er war von sei nen Lieben treulos verlassen worden. In aller Hast sprach Rausch nun bei seinem 'Nachbar OstarboSky vor, der ihm auf Befragen mittheilte, daß er das Gefährt in dem sich Rausch'S Gat tin nebst Kindern und zwei großen Koffern befand, vor einigen Stunden an seinem Gehöft vorbeifahren sah und merkwürdiger Weise sei kurz vorher auch Adam Schwab, sein Arbeiter, auf und davon gegangen. Man glaubt, daß das Pärchen sich auf den Weg nach dec alten Heimath gemacht hat, wo Frau Rausch vor Kurzem eine bedeutende Erbschaft zugefallen sein soll. - Eine k leine U ederra schung wurde dieser Taae den Erben des .im
Februar d. I. in der Stadt New York verstorbenen Millionärs Jean JacqueS Schlumberger. welche in Mühlhaufen, Elsaß, wohnen, durch dS plöliche Auftauchen einer angeblichen Gattin des allgemein als Junggesellen gelten den Verstorbenen bereitet, chlumber ger, von 'seinen Freunden kurz chlumin" genannt, war ein Lebe mann, wie ihn nur der Pariser Boule? va.d erzieht, doch war es ihm nicht vergönnt, sich lange der von seinem ater. einem der reichsten Fabrikanten im El saß, ihm hinterlassenen Hunderttausende zu erfreuen. Der Vater starb im ver gangenen November und im Februar mußte der Sohn von seinem Gcld. sei nen Pferden und seine. Geliebten sür immer Abschied nehmen. Er hinterließ li, seiner New Vorker Wohnung va schieden? wertvolle Einrichtungsgegenftände. Möbel. Waffen, Bilder und sonstigen eleganten Kram, sowie einige kleine' Schulden. Letztere wurden vom Anwalt LouiS Mathot bezahlt, welcher rann beim Nachlaßgnicht um Bestal lung zum Nachlaßverwalter ersuchte und zwar unter der Begründung, daß sich in diesem Lande keine. Erbberechtig ttn 'befanden. Al5 Erben wurden Pi rre. Theodore und Eduard Albert l irnberg, Brüder, und Frau Ernst Siegfried und Frau JuleS Schwartz, Schwestern des Verstorbenen, sämmtlich in Mühlhausen. Elsaß, an s.ißig, genannt. Plötzlich tauchte aber eine Frau Jennie Schlumbergcr, Jean Jacques' Wittwe, auf, bean.prucht gleichfalls die Ernennung zur NachlaßVerwalterin und Erhielt dieselbe auch anstandslos. Hiergegen legte Anmalt Mathot Einspruch ein und beschwor, daß der Verstorbene wohl mit einer ge wissen Jennie Roberts zusammengelebt hätte, niemals jedoch mit ihr verheira thet gewesen sei, Schlumbergcr habe der betreffenden Person wöchentlich . acht Dollars zählen wollen, wenn sie sich nach ihrer Heimath in Ohio zurückbege den wolle, sie hätte jedoch in Pausch quantum mehrere Tausende gefordert. Nach Angabe eines Dr. Louis de Passe soll sich das Mädchen diesem gegenüber dahin geäußert . haben, daß die Ver wandten des Verstorbenen, mit welchem sie acht Jahre ihres Lebens zusammen gewesen war, ihr wohl ein nettes Sümmchen abtreten könnten. Ein Antrag, die Ernennung Jennie Ro berts zur Nachlaßvermalterin zu wieder rufen, lag nun dem Nachlaßrichter Ransom zur Entscheidung vor. In dessen hat Jennie'S Anwalt im Gericht darum nachgesucht, die ErnennungS Papiere, ohne in die Verhandlung ein zutreten, zurückgeben zu dürfen. ' Da rauf hin hat aber Richter Ransom ent schieden, daß Jennie Robert Gründe angeben soll, warum' sie jene Papiere zurückziehe, um auf diese Weise zu un terschetden, ob jene die Wittwe deS Ver storbenen ist, oder nicht, und damit auch etwaige Erdansprüche zu konssati ren.
Vom Auslande. Die Todtenhand in der Suppenschüsscl. Unier dieser sürchter lichen Uebcrschrist berichtet dS Wiener Zremdcnblatt .über folgenden Wiener LerichtSfall: Tie im ersten Bezirk woh nende Beamtenwittwe Thcrese Eglauer zatte an ihrer Nachbarin Minna' Win )isch. mit der sie lange Zeit in Feind ichaft lebte, einen Racheakt grauenhafter Art verübt. Als Frau Windisch eines TageS, nichts Böses ahn.nd, die Mit tagSsuppe auf den Tisch stellte, fand ste, nach Vertheilung der Suppe an die ttinder. am Grunde der Schüssel eine Todtenhand, die abgehakte Hand eines Menschen. Tie Frau siel bei die'em Anblick mit einem gellenden Aufschrei ohnmächtig zu Boden. Es wurde er hoben, daß Therese Eglauer in einem Augenblick, da Niemand in der Küche der ttrau Windisch war. die Todten Hand in den auf dem Herde stehenden Suppentopf geworfen hatte unk dann wieder rasch in ihre Wohnung geeilt war. Sie gestand dies auch später zu und gab als Motiv der That ihre Eisersucht gegen Frau Windisch an, die ihr ihren Verehrer habe abwendig mach.n wollen. Die Todtenhand war ein medizinisches Präparat, das sie aus dem Zimmer eines bei ihr wohnenden Studenten heimlich entnommen hatte. Da gegen Therese Eglauer schon frü her einmal-eine Untersuchung wegen öffentlicher Gewaltthätigkeit beim Kreis gerichte in Ehrudim anhängig war, wurde auch die Anzeige wegen des Racheaktes mit der Todtenhand an das dortige Kreisgericht geleitet, woselbst die Frau zu einer strengen TreiheitS' strafe verurtheilt wurde. Diese Affaire hatte hier aber noch ein Nachspiel vor dem BezirksgerichteJnnere Stadt. Der Mediziner, von dem die Eglauer die Todtenhandgenommen hatte, strengte nämlich gegen die Frau eine Bagatell klage auf Zahlung von 30 fl. an so hoch schätzte er nämlich das Präparat. Zur Verhandlung war jedoch die Ge klagte nicht erschienen; allein sie hatte einen 20 fl. enthaltenden' Brief' dem Gerichte übermittelt und in diesem er klärt, die Todteuhand sei nicht einmal so viel werth und sie schicke die 20 fl. nur, damit man sehe, daß sie eine an ständige Frau sei. Sie selbst besinde sich aus der Reise nach Chicago, wo sie bei der Ausstellung ein Engagement gefunden habe. Der Brief war aus Berlin ltirt. Der Mediziner gab sich mit den 20 U zufrieden, womit das letzte Stadium dieser abscheulichen An gelegenheit erled'rgt war. . AuS Athen wird geschrieben: Studenten aus Sparta gaben dieser Tage während einer Vorlesung des Professors der Anatomie. NuolaidiS. dem sie schon seit langer Zeit eine Vor liebe für die messenischen Studenten vorwarfen, ihre Unzufriedenheit durch Zischen und Scharren kund. Ein messenischer Student pxotestirte lebhaft gegen vieles nndlsche Benehmen" sei , ner Kameraden. Nach Schluß der . Vorlesung umringten ihn die Spar ' tiaten, riefen ihm. beleidigende Worte zu und drohten, ihn unschädlich machen zu wollen, falls er noch einmal die i Partei des Professors ergreifen würde. . Am Donnerstag, den 30. Mürz, ließen die Spartiaten bald nach Eröffnung der Vorlesung wieder die bekannten Zischlaute ertönen. Die Messenier waren darüber ledr aukaebraüt und
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riefen den . Lärmmachern Worte wie: Dumme Jungen," Gassenbuben streiche", Gesindcl" u. s. w. entgegen. Die Gemüther wurden schließlich so erregt) daß man in Gegenwart des Pro fessorS handgemein wurde. Revolver und Taschenmesser wurden hervorgezo gen und unter Johlen, Pfeifen und Schreien wälzten sich die kämpfenden Parteien vom Hörsaale auf die Straße; nur dem raschen Eingreifen der Polizei ist es zu verdanken, daß eine furchtbare Katastrophe verhütet wurde. Es wur den aber trotzdem acht Personen ver mundet, vier davon sehr schwer. Zwölf Studenten und zwar sechs Messenier und sechs spartiaten wurden verhaftet und gefesselt in das Gefängniß abgeführt. Eine strenge Untersuchung ist einaeleitet worden-. Der Pest i Naplo" läßt sich aus Wien melden: In Wiener ge merklichen Kreisen ruft eine vertrauliche Verfügung der Hofintendantur wegen Werkauss eines großen Theils der Hof Rutschen, besonders jener der Kaiserin und des Hospersonals, große Ueberra schung hervor. Auch ein großer Theil des Pferdebestandes ist zum Verkaufe gestimmt. ' In Wien ist im Zusam rnenhange damit die Nachricht verbrel tet. daß die Kaiserin für lange Zeit den Wiener Aufenthalt melden will. Auch glaubt man. daß der Hof auch in Un garn nicht mehr mit einem Hofstaat auftreten wolle wie bisher, was mit der Verstimmung des Kaisers über verschie dene frühere Vorkommnisse in Ungarn in Verbindung stände. Das .'eue Pe ster I our nal" meldet aus Budapest vom 4. Äpril: Ein merkwürdiger Fall ereignete sich heute Vormittag in der Mädchen Volksschule auf dem Hirschenplätze. Kaum hatte der Unterricht begönnert, wurde eine Schülerin von Krämpfen ! befallen: als die Lehrerin dem Mädchen tu Hilfe eilte, wurde bereits eine andere Schülerin von dcmselbm Schicksal er eilt und we.üge Minuten später klagten sämmtliche Schülerinnen der betres'zen den Klasse über heftiges Unwohlsein. Die Lehrerin, welche selbst große Uebel keit verspürte, öffnete rasch das Fenster, und auf das Wehgeschrei der in die Eorridore flüchtenden Mädchen eilte man aus allen Klassen .herbei, um die Ursache der Panik zu erforschen. Die rasch herbeigeholten Aerzte konnten den Entstehungsgrund dieser massenhaften plötzlichen Erkrankungen nicht cr!lä t, und während der Schuldirector oer Meinung Dar, daß die Kinder sich gelegentlich des gestrigen KirchweihfestcS d.'n Magen verdarben, wollte einer der Aerzte in den Erkrankungen die Folgen ein.r Ga aasströmung erkannt haben, w.;3 aber nicht sehr wahlscheinlich ist, weil in dem Trakt deS -chulgebäudcs. in welchem sich die Mädchenklassen besin den, überhaupt kein Gas eingeführt ist. Zwei andere Aerzte äußerten die An sicht, d'aß die kleine Kronaffer Herzlei dend sei und ihre Mitschülerinnen durch den Anblick der Krampfbefallenen die Ohnmachtsanfälle erlitten. Das Wahr scheinlichste ist. daß die Erkrankungen durch die den Ableitungsröhren der Wasserleitung entströmenden Gase ent standen ist. Der Schulstuhlprüsident sistirte sofort den Unterricht in allen Klassen, und der Lehrsaal, in welchem die'Erkrankungen erfolgten, wurde des infizirt. Das Schulgebäude wird übrigens behördlich untersucht werden, dämlt die En'.stehungsursache der Er trankungen sestgcstellt werden könne. Bonden erkrankten Kindern sind viele bettlägerig.- In der Mehrzahl d?r Erklärungen, die dieser Fall herzorgerufen, zeigt sich eine seltsame Alter thümlichkeit der Ansich'.m. Daß Lehrer und Reporter eine pathologische Er scheinung solcher Art nicht zu klajsifiziren wissen, soll nicht befremden. Aber daß ein Arzt auf eine Gasausströmung räth, die nach dem Lokalbefund gar nicht stattgefunden, haben kann, ist höchst belustigend' Man hat es bei diesem Vorkommniß selbstverständlich mit einer jener förmlich ansteckenden Suggestions-Wirkunen zu thun, wie sie in größerem Maßstabe so vielfach auch historisch verzeichnet sind. Ein Fall von religiö sem Wahnsinn ist kürzlich in Granada vorgekommen. Dort lebte in der Fa milie eines Oberförsters die 47jährige Wittwe Maria Cueto als Dienerin. Sie hatte sich nie etwas zu. schulden kommen lassen, nur nahm ihre Herr schast wahr, daß ihre Frömmigkeit all mälig in Fanatismus auszuarten be ganu. der ein schlimmes Ende voraus sehen ließ. Stundenlang beschäftigte sie sich damit, Skapuliere und Medail len abzuküssen, die sie von einem Bischof zum Geschenk erhalten hatte und die sie in Folge dessen als Reliquien betrach tete. Des Nachts rutschte sie die Treppe mit bloßen Knieen ab. Sie las nur die Geschichte der Märtyrer, und ihre einzige Sehnsucht 'wär, auch unter die Zahl der Heiligen aufgenommen zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, schloß sie sich in ihrem Zimmer ein, brachte einige Heiligenbilder an der Wand an, kniete davor nieder, begoö sich die Kleider mit Petroleum und zttn dete die'eS un. Als die Hausbewohner, durch den Rauch erschreckt, herbeieilten fanden sie eine verkohlte Leiche, -7-Der Spieldank zu Monte Carlo sind in den letzten Tagen -einige betrügerische Streiche gespielt worden, ohne daß es gelang, die Urheber zu fassen Die Angestellten sagten bestimmt, es passire etwas, was nicht in der Ordnung sei, aber sie konnten nicht sa gen was. ' Endlich wurde die Sache nach sorgfältiger Beobachtung entdeckt. Die Betrüger . verfuhren folgender maßen: Ein Spieler .stellte sich links vom Croupier, der die Kugel in Bewe gung setzte, ein anderer.mi'schte sich un, ter die Spieler und setzte ein Fünfzig francSBillet auf die sechs ersten Num mern; sobald diese Nummern heraus kamen, setzte ein Dritter noch ein paar tfiif mit ttrx isirnnn 'X'KA nrtA)m i . V . jj . HUVIII der Croupier bereits das entscheidend Rian nA va. 'nlii" nfrrnrfcii fcrtif . v . fw ij - yifivuyvt yuttv. Dle ErouplerS, die nun dan?" heschäs tigt waren, die zu spät gesetzten Geldez zurückzuschieben, bemerkten nicht, daß der Mann links vom kugelmerfenden Croupier an Stelle des Fünfzigfrancs BilletS schnell ein anderes schob, an welches eine dritte Banknote befestigt war. Ein Anaestettter bemerkte endlich
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Mfff?. JIoVfrtFif rt ssavlt Xli 1 vw vtt utytvii Mitv vitivuiilil v Auszahlung des Gewinnes. 'Als der Mann sein Geld verlangte und Lärm machte, wurde er nach dem Polizei Eommissariat geführt, wo man ihm den Betrug aus den Kopf zusagte. Da rauf ergriff er die Flucht, wurde aber bald wieder eingefangen. Wahrschein lich wird man ihn mit einem gelinden Verweise lausen lassen, denn die Ver waltung der Spielbank hat alle Ur sache, össentliche Gerichtsverhandlungen zu vermeiden. , E i n junger spanischer Grande hat jüngst in Madrid bei einer ' Hoffeierlichkeit im königlichen Schloß,! wie sie alljährlich mehrere Mal stattsin ! det und die darin besteht, daß die neuen ' Granden von Spanien in Gegenwart , der Königin sich bedecken und dann eine . Rede halten bezm. verlesen, worin sie aus den von den Vorfahren ererbten Titeln und aus den eigenen Verdiensten den Nachweis zur Berechtigung dieser nacb spanischen Begriffen-höchsten Aus Zeichnung führen, einen in der Ge : schichte der spanischen Etikette bisher nicht e: hörten Freimuth bewiesen. Diesmal traf die Reihe u. a. auch den Herzog von Tarisa, den jüngsten Sohn der Herzogin von Medinaceli, die dem ersten und ältesten spanischen Adel an gehört. Anstatt nun auf die Ge schichte seines Hauses hinzuweisen, ' führte der Herzog als einziges Verdienst sein auf dem Polytechnikum regelrecht erworbenes Jngenieurzeugniß' an. ! - ri . . ' Acancye Aristokraten anderer Zander könnten sich daran ein Beispiel neh mcn. Königin Vkctoria wird Exemplare aller von ihr verfaßten Bücher zu unserer Weltausstellung nach Chicago schicken. Der 85jShrige Kannibale Potari auf Neu-Seeland besit noch gute Zäbne und verspeiste den letzten Weißen im Jahre löl. Potari zieht als Nahrung seine Landslcute vor und behauptet, das Fleisch der Kaukasier labe einen salzigen und bitteren Ge chmack. Ä on dem kürzlich verstor denen Werner,Siemens wird in del Central Zeitung sür Optik" folgende Anekdote berichtet, wie er selbst sie er zählt hat. Auf der CheopS-Pyramide bei Kairo beobachtete Siemens die elek irischen Eigenschaften des Wüstenwin des. Beim Erheben eines auSgestreck ten Fingers über den Kopf entstand ein scharfer singender Ton und ein prickeln des Gefühl im Finger; als SiemenS aus einer Weinflasche trinken wollte, erhielt er einen gelinden elektrischen Schlag. Mit seiner scharfen Beobach tuugsgabe erkannte er sofort den Grund ver seltsamen Erscheinung. Durch Umhüllung mit feuchtem Papier ver wandelte er eine gefüllte Flasche mit metallisch belegtem Kopfe in eine Ley bener Flasche.die sofort geladen wurde, wenn man sie hoch über den Kopf hielt. Dies bestätigten die großen Funken, welche man aus ihr sodann ziehen konnte. Den die Gesellschaft führen den Arabern erschien dies Experiment als Zauberei und als Schädigungb rer Erwerbsquelle der Pyramide. Mit Gemalt suchten sie daher die ge fährlichen Zauberer von der Pyramide herabzudrängen. Siemens hatte jedoch die Geistesgegenwart, eine Weinflasche auf die oben erwähnte Weise rasch zu laden und dem Araber - Scheik an die Nase zu halten, worauf dieser von ei nem heftigen Schlage getroffen zu Bo den stürzte. Mit lautem Geschrei flohen die Araber und die Schlacht bei den Pyramiden" war entschieden. Es gehört zum guten Ton in Carlsbad um früh Morgens aufzuste hcn. Jeder nimmt das TSasser zeitlich morgens. Man kann eS auch hier so neh men ohne nach Carlsbad zu gehen. DaS natürliche Carlsbader Wasser, sowie daS .CarlSbadcr Sprudel-Salz ist hier in allen Apotheken zu haben, und man kann die Kur zu Haufe haben. 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"5tr$r aU znsrkedkN? 8 B r o o tt r n, 91. , Jan. 19. 1891. ?5 gs?r!cht mit zur bffontertn Äejriediguvg. Ihn? Pon dtt undervoUtn Ikur. wrlche .Pastor köntg'I ?crvil-Tlärkcr" on uikinkm Sohn Johann voUbrachlc, Zlillhkilung zu machen. Zwölf Jahre lang bekam er rämpie. zulcyt sozar ein- und zweimal öchentlich. LZir zog? prominente Aerzte zu Rath und verjuchte alle müzllcbcn XUnl, aber alle ohne die geringste Hoff vunz zu er!a!:kn. da ersubren wir von diesem e.lh vollen 'I'liltcl und eittschlosscn un zu einem Versuche. Derselbe ha un mehr all z u k r t fc e n a. e st e 11 1 1 Seitdem er mit dem Nerven-Slärker vor drei ,'Zonsicn ansing, ift er nicht wieder krank gerve sen. (vci ici jicbunttl Jctzt kann er sein ebe genie ß?n. und wir sehen für ihn eine Zukunft. Litte, en pianqkn Eie herzgesühlten Dank dieser Familie. Ihre Medizin hat ihn nicht nur kuriri, sonder auch sei cben tjerettet, denn in seinem trühcren Zustand hatt e? icht mehr lanqe leben können, öheever Str. F. 8R. 3Rlf ei werthrwlle Vuch für Nervenlcidends feViXi und eine Prcde.Flasche zugesandt, rcu ST T Z erhalten auch die Medizin msonst. Dres Medizm wurde seit dem Iahn 1876 von dem Hochm. Pastor Königin KortWayne. Ind.. zubereUet ud jcfcl rnlrr seiner Anweisung von der KOENIG MEDICI NE CO., 838 Ilandolph SU, CHICAGO, 1IX t aa ?i?p."deker , habe für 91,00 die I lasche, u Flasche ,ür $5.00, grosze V1.7S, , P.. In Indianopoli? in den deutschen Apotheken von ff. Will, an er. tt West Washington Btr. und Ecke Süd Gatt Str. und Lincoln Lane. Dr. C. N. Schacfcr, 5?rzt nnd Chirurg, No. 430 Madison Avenue, nahe Morris Etr. Tvreckstundktt : 7:30- NhrMorgens. I ZNHr Nzchmittag, 7:L0 1 llhr Abends. Telephon 2S. Mary C. Lloyd, Zahnarztin, Zimmer No. 19, über Fletcher's Bank, oegen, ' über vom New Z)ork Store. Dr. Wagner. Office: Po. 6 Sst Khio Str. Offlce-Slunden : 10 llhr Vovmtuac. i 4 Mr Nachmittags. Wohnung: Ekersadtvy iuroUde. Televdo , ' DE. XPnxn.tt2zMir, Chirurg und Frauenarzt. Heilanstalt und Office: No, 194 Ost Mickigan eirate, lurue u'(aaa)N(iig senue.) Täglick von 24 llhr. Sonntag ausgenommen. C. C. Wnerts. Deutscher Zahn-Aizt, No. 8z Nord Pennsylvania Str. 9al wird uf Wuns6in?ewandr. Dr. I. Wühler, Teutscher Arzt. Office und Wohnung: 3S7 Süd Dclaware Straße. Ofsice'Stundcn: 8 9 Uhr Vorm.; i 3 Uhr Nachm.: 7 9 Uhr Abend. Televhon 144. Krebs, Geschwüre. Jilleln. TumorS, olx Anwendung deS Messers kuriit. Dp.LN.HOWARD, ?;,'Süo Illinois Straße. Frage nach einem Zirkular. Bandagen nnd wnndärztliche A?parate, rucktSuder, Krücken, Schönen un alle wundürtlichen Gegenstände. Das grökt. Lager künstlicher Auge. Wm. H. Armstrong & Co., - - 77 Süd Illinois St, afze. dv. PPAPP, Ossice: 134 Nord Pennsylvania Str. Osfice-Stundcn von 24 Ubr ackm. No. 425 Madison Avcnue. Stunden von 1011 llhr Borm. Vohnung: 197N.labam str. .EckeVrmontstr. Ttltthon ' l Ossice Lv?. Telephon . Wohnung VS. UDiiPm Qxr&ILm9 No. 38 Ost Ohio Str'be. Sprechstunden : 1012 Uhr Vormittags, 13 Nachmittags und 78 Abends. Sonntag? von S Uhr Nachmittag. bs M: M WMz. Das beste Stärkungsmittel. $1.00 per Flasche 6 Flaschen für $5.00. Zu habe in der Deutschen Apotheke von F. Will. Pantzer, 54 West Washington Straße und Ecke East Straße und Lincoln Lane. Dtaanie Nait offen! Ferd. A. Müller. (Nachfolger von Sevcge ZNüller.) APSthekeV. Tie Unfertigna von Rezepte geschtebt In ,derlösflger. schderftöndiger Weise. Südweft-Ecke der rrrut ..K rx l v'Uv uuv tkji wir Telephon 870. Jno. 'A. Kutsch, I WÄ?SW?Z uj.......,.. ..k. ......... -. . . - . ' JUVUIUIUUH viitHB(. uu5ugj No. 263 Massachusetts Avenue. ' ' Keine Heilung ! Keine B .-Zahlung ! v W . f-y.'j-t .a V .1 i 0ros3-eye3 as curcd by Dr. Barker In on rninute by k nevr irnproved and fxilea nethoJ. 6 real iapr? eceit ii ngkt l ifftvtux, Schielaugen. Wje sie pcn Pr. Batter durch eine neue, verbesserte schmerzlose Methode kurirt werden . r w m n. . öfA Aau:m noianapvlls gespcui, von oenen Sie sich persönlich überzeugen Unuen.. &'äfr tze jnunl?.
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