Indiana Tribüne, Volume 16, Number 214, Indianapolis, Marion County, 23 April 1893 — Page 5
Sonntags-Plauderei. 4 , Ich wüßte nicht, was sich als Gegenstand für eine Sonntagsplauderei bestt eignen könnte, als der Sonntag selber. Und hier in Amerika hat man schon von Zeit zu Zeit Veranlassung über den Sonntag etwas zu sagen. Weiß der Himmel, ich bin kein Freund der Geistlichen, aber dem Pattor Ranger von der Christ Church
möchte ich gelegentlich schütteln und ihm die Hand mein Kompliment machen; allerdings nicht gerade, weil er ein Pastor ist sondern nun ja weil er aus der Art schlägt. Hielt der Mann am vorigen SonntaQ eine Predigt und sagte: Tausende And aber Tausende in den Städten gehören nicht zur Kirche. Sie sind Schafe ohne Schäfer. (N. B. darin, daß sie Safech sind, stimme ich mit dem .Herrn Pastor allerdings nicht überein.) Allerdings wird ihnen kein geistlicher Beistand zu Theil, aber soll ihnen da?um auch sozialer, ästhetischer, körperLicher Beistand versagt werden? Wenn sie nicht zur Kirche kommen, soll ihnen die erfrischende Schönheit der Natur vorenthalten werde? Sollen wir unsere Museen, unsere Kunst-Gallerien, unsere Bibliotheken schließen und ihnen sagen: Entweder die Kirche oder nichts? Gewiß eS wäre menschlicher und mehr im Einklänge mit dem Geists Shristi den Leuten ;u begegnen, wo sind, und selbst amsTage des Herren iUtit berechtigten Bedürfnisse aller Wensjjtt, zu sorgen." v Hübsch zusagt, und gewiß alles, was inan von i amerikanischen Geistlichen verlangen tan. . Und auch nicht ganz ohne spezielle Absicht gesagt. Es fern? ein Win? mit dem Dresch5egel fücj den Kunftverein. Denn wenn auch die Bilder-AuSfteLuvg desselben nicht dei großen Bildergaöeki in den europäischen Hauptstädten ttU&ti&t, so ist c doch immerhin eine sehe5vrthe Semälöesammlung, an der sich wöhl Mancher eifttueu würde, wenn ihm am Sonntag tit Aelezenheit dazu geboten würde. Die - Äkehxjahl der Menschen hat ja nur de ont,$ für öexzkichen übrig. Aber a iex Keß Jfrgffcrrein3 steht auch ein Pastor, See jedenf,5 nicht so liberale AnLchsuuvgen ,ha.t, mt der Pastor Ran&x Seine Kire .ist w& eine noblere ud je ihUx d.ie Leu,te esto fester hänge sie a gesellschaftliche Borurtheilen. Aber ein Sunstverein sollte doch nicht Rücksicht auf purita&tft Schrullen und Anschauunge Aehlx,öje aus früheren Zahrhundertfn .vfo&n sind. Falls der Neo. Hyde ö &r fl4 Aakrileg hält, wenn Jemand am St.?S sein Portrait ansieht, so könnte man eö ja an diesem Lege mit einem recht dicken Tuche ver&482ts, es wird deshalb keiner etwas SV, SistttttSgeld abziehen wollen. Die Woche sängt gut an," sagte ei, mer Sünder, der an einem Montag Brmittag gehängt wurde. D? lete W.oche sing auch gut an, allere ivgS nicht schlimmer, alS die andere K,ssehört hatte. Die tint endete mit aic Mord und die andere mit einem Msed an, und in beiden Fällen die blutige w jttie'.js man noch nicht, wer
' . So singt der Dichter. Wir vermuthen daß auch der kommende Mai seine Liebesblüthen zu machen, daß wir eine prächtige Auswahl führen in
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machen wir besonders aufmerksam. Wir haben deutsche Verkäufer in allen Departements und gehen von dem Grundsatze aus unsern Kunden vorzulegen. Unsere Preise sind' maßig, unsere Bedienung ist prompt nnd gut. ' Wir laden nnsere deutschen Freunde zu einem Besuche ein.
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That vollbracht hat. Für beide Mordthaten sihen Verdächtige im Gefängnisse,.aber in keinem Falle besiht man genügenden Nachweis. Nachdem die Woche gut angefangen hatte, ging's iu gleich guter Weife fort. Zwei grauen wollten die Bürde des Lebens von sich werfen, aber sie wurde ihnen wieder aufgeladen und so schleppen sie sie einstweilen weiter. Ein Ei-senbahn-Eondukteur wurde überfahren und getödtet, ein Arbeiter siel von ei-
nem Gerüst und verlebte sich schwer, ein Mann starb plötzlich und ein anderer wurde auf der Landstraße todt gefunden. Eine Maschine zum Rösten von Erdnüssen esplodirte und richtete ringS umher Verwüstung an. Eine deutsche Frau hatte mehr Erfolg mit der Abreise aus diesem Jammerthal. Sie machte ihre Rechnung mit dem Himmel und zog freiwillig ab. Es war eine rechte Unglückswoche. Gerade als ob so eine kleine Mordund Selbstmord - Epidemie gewesen wäre. Was nur die Ursache sein mag? Wir leben ja in einer recht guten und frommen Stadt, in der die Polizei am Sonntag die Theater schließt und die Bilderaustellung nicht gesehen werden darf ! Vielleicht entdeckt nächstens eine fromme Seele, das? es die Strafe dafür ist, daß am Sonntag die Hinterthüren der Wirthschaften offen sind. Wer weiß ? Der Plauderer. sr c r.onslnn der Kinder. .- V! ... . , fllli ixn Mi las ich in er neuen '!un!;i!!Zg einen Artikel über üon mn. o5 heiLt Zongehör und Tontaub )eit. Da ich als Auftk l,no speciell zls Musitlehrer mit vxeley pptci? senden Leuten in Berührung tmiae, abe ich schon oft Gelegenheit gefunden, n'ich eingebender von ihrem Gefühl und Empfindung für Tonhöhe, Ton tiefe iin ythmuS zu überzeugen. Die meisten 'ftuU teutzutaae machen Musik. Die höhere 'Tochter spielt selbstverständlich Klavier' und hat 's'ch ffeistnS nach Ansicht des Familienva ieii ein Kerr)iche Stimme, die gewiß schon ein Jede? inmal Gelegenheit hatte, zu bewundern',' Per junge Sohn betreibt die Musik als Suder, Gymnasiast oder als junger Kaufmann pfl) herrscht natürlich meisterhaft das SeLode, $)t G:ige. ES wäre nun nicht uninteuffani, alle diese hochbegab tea jngen Dilettanten uf ihr Tönge. hör hin einmal m prüfe?. ' Ich etuhe, es würde ein kurioses ftatistischeS 'Er gebnig dabei zu Tage gefördert werde, Cr flu "nen besonders eyesden Fall beschränken, der mir Ähnlich schey stufig in meiner Thätig keit als Lehrer vrkömnien lö. ' ' &W Knabe, von dem ich Mozarksch Klaviersenaten börte. erweckte mit sei ner Spielart in mir den Gedanken, es mit einer völlig tontauben Person zu thun zu .haben. Da ich sein Lehrer werden sollte, fand ich bald Gelegen heit, mich davon zu überzeugen. Ich suchte ihn, ein einfaches bekannleS SolkölZch, welches ich zuerst auf. dem lavier o?rfpil, 'nzchzusnae ' und war nicht wenig v'erwundkrt, als kch''kj? jufammenhangloses Durcheinander vgn. Tönen vernahm. Ich ließ eS jedoch dabei nicht bewenden, da ich aus Er sährung weiß, daß es obwohl dieser Fall zu den seltenen gehört sogar Nttsj.ker gibt, welche eine Melodie nach dem ßte WAhl aufschreiben können, ohne jedoch im Gtanie jji sein auch nur einen Ton richtig nachzüliqgen Dieser letzteren Erscheinung liegt die Unkabiakeit der Stimmbänoermuskeln i -n , . .. I ' ' V ? I m dem .ongeoanren zu sugen zu Grunde. '
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-Ja; schlug nun virscyieöene z.one'äuk bh Klaviatur an und stellte daraufhin meine Fragen, ohne' daß der Knabe überhaupt im Stande war, zwischen Höhen und Tiefenlagen zu unterschei den. Hierdurch gewann ich die Ueber zeugung von seiner völligen Tontaub heit. Auf Befragen erzählte er mir, daß er von seinem sechsten Jahre an Musikunterricht erhalten habe. Er sei mit Unlust an das Studium gegangen und habe nur auf wiederholten Wunsch seiner 'Angehörigen seinen Fleiß für oasielbe eingesetzt. Hätte er die Zeit. Die er unfruchtbarem Heben geopfert bat. zweckmäßiger, d. h. erfolgreicher
verwendet, so würde er sich dadurch viele unangenehme Augenblicke erspart ua den; ersten? die tägliche Unlust, mit der er dem mechanischen Einstudiren nachging und zweitens das oftmals mißglückte Vorspielen im Gesellschaft oder Familienkreise. Ich will diesen letzten Punkt näher beleuchten. Die meisten Vortragenden sind beim Auftreten mehr oder minder aufgeregt. Die wirklich Musikalischen kennen die Melodienfolge und den An bau ihres Stückes so genau, daß ein 'Steckenbleiben äußerst selten bei ihnen vorkommt. Geschieht eS aber doch, so werden sie sich leicht vermöge ihrer obengenannten Kenntniß durch einige geschickte Modulationen in den Zusam menhang wieder hineinfinden. Der Unmusikalische oder Tontaube wird je doch gezwungen sein, daS Stück noch einmal von Anfang an zu wiederholen, da sein ganzes Spiel, wie gesagt, nicht? weiter wie gedankenlose mechanische 'Zingerarbeit ist, ohne geistige Tonvor stellüng. Nun frage ich, hat solches Spiel Sinn, . Zweck und Verstand? Nein, und tausendmal nein! Man sollte daher ein Kind davor schützen, ein Cpser der jetzt grassirenden Musik sucht zu wc?)en und eS vor Beginn des Unterrichts erst auf Tonsinn ode.' rich tigeS Tongehör hin prüfen. Die meisten Leute lasten heutzutage ihren Kindern lediglich deshalb Musikunterricht ertheilen, um die Mode mit zumachen und nicht hinter Anderen zurückstehen zu müssen. Ich halte eS de sonder? für empörend, wenn nzan aus den unzljjljchm Wesen gewaltsam Talent heeausprissen wjls pH schon von dem sechsten Jahre an mst Vtäfi! beginnt. ES ist dieS nur dann zuläs sia, wenn ein Kind selbst, d. h. auil ! eigener Initiative sich durchaus mit Äunk zu beichästlgen sucht und eine gustMütt hkzwingliche Lust und Neigung zu dieser Kunst Uf$U Dikstt war) e Hang zur Kunst zeigt sich njeili schon im zartesten KindcSalter und b; pFrf stur YeS 'allerleisesten Anstoßes, un, ssch s-ereiH zu entfalten. 'Voi Allem mijöten ie EMft, Hr, Ki 'der tn Munt untttrichten mm wollen, daraus bedacht sein, dieselbe? erst musikalisch richtig zu erziehen. Was heikt aber musikalisch richtig rzlehknf Das heißt die in der Kinde. lkele'sHlummerkzden. YZesühle für Musi! richtig zu erwecken, dsr Allem dö rhythmische Empfinden, welches fast alle Mischen in höherem oder geringerem . ,t . (.01 . . tfmmy m to l K . M ' CX l sich hierdurch 'f Tmb in ihnen, daZ Gehörte nachzusingen, und man kann aus diesem kindlichen Gesänge zumeist auf daS musikalische Empfinden schließen. Ein Hauptpunkt aber, welcher nicht genug betont werden kann ist her: Jedes Kind soll vor Beginn des Mn fltuntzrcichtZ äijf'sein.'GehLr''h!n Ke. psüfs nzexdkn. Htßll't ' m TWM heraus, so wird auch he? best? lnttt' richt wenig segensvoll und nutzbringend sein.Sin ter ZlJtiUmtliimu . Die neueste Nummer der Wochen schrift Die Nation" bringt unter der tteherschrift: nt Inschrift qus, Ajy! kanda- ' eiyen Beitrag züm' qntitelj Atttisem'tismüZ mit Gloffen öon Theo dor Mommsrn. Wir entnehmen dech interessanten Artikel baiftolaende: '
iY filS1' WHH MißlC V(Hn' oern esterS' öelenheit gebstten wer den, V'usik zu boren. Es entwickelj
eignen sich vortrefflich unsere .feinen Glas- und Porzellan - Waaren, unsere Nippfachen ;Bric-a.B?ac,) Lampen, Vasen :c. Auf unser reiches
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Das größte Haus in- Staate.
Bei der bikZjährllM Vc'nnsors schött Spedition ttach Kleinasien ist in der jokischcn Stadt Arykanda eine merk. LNrdige Urkunde entdeckt, eine etwa litten halben Meter. hohe und ebensc l reite Platte mit einer theils latei n ifchen. theils griechischen Inschrift. )ie Platte ist nur theilweise erhalten, a. ier die Urkunde ließ sich inhaltlich mit gc nügender Sicherheit ergänzen. Die je lbe erweist sich in dem lateinischen T ext als ein kaiserlicher Bescheid aus t'v.ze angehängte, in griechischer Sprache atgcfaßke Eingabe. In dieser Eingabe bittet die Provinz Lykicn und Pam phylien den Kaiser Mariminus und
se:.ne Mitregenten (Konstantin und" Li cinius) um- Ausrottung der der beste hcnden Religion gefährlichen undott lo.en Christen. Mommsen nimmt an, daß die Ein gäbe aus dem Jahre 311 oder 312 n. (ihr. (S. stammt, und er gibt dazu in den .archaoloaisck-eviaravblscken Mit. theilungen von Oesterreich" folgende historische Erläuterung: Nachdem Ea leriuS zu Gunften der-Christen das Toleranzedict. crkssen hatte, wies sein Unterherrfcher Maximinus. auch seiner seit die Behörden an, von der Verfolgung der Christen abzusehen. Aber als er nach dem Tode des GaleriuS .sich zum Herrn von Kleinasien bis zum Heilespont gemacht hatte und mit dem Machthaber im östlichen Europa. Lici nuS, auf einer Eonferenz im Helles Pont zu vertragsmäßiger Einigung ge langt war, fühlte er sich sicher und wechselte sein Verhalten gegen : die Christen .... Nachdem die höheren Beamten ?sich überzeugt hatten, wie der Kaiser' in Wirklichkeit gegen die neue Religion gesinnt war, veranlaßten sie einen Pe titionSsturm um Wiederaufnahme ider Christenhetze, welchem dann der Kaiser stattgab. i Mommsen fügt seiner epigraphischen Studie noch folgende Glosse hinzu. .Die Antisemiten Christus war ja auch ein Semit hatten eZ vor an derthalb Jahrtausenden weiter gebracht als ihre heutigen Gesinnungsgenossen. Unsere offenbaren Antisemiten haben eS bisher noch nicht erreicht, daß ihre Petitionen um Semitenhetze von Üti gierijngsween jy jee? kjnen yan stadt öffentlich angeschlagen ' werden, und die hochgestellten Krlzptö'Antisemi tcn, die eigentlichen Schuzdigen, stehen nicht minder weit zurück hinter der Lei. stung deS Kaisers Maziminus. Einen Fortschritt der Kultur auf diesem Gz. W SP enschsNfrenn qlso.ge.rn registriren.? .Die Nation schließt ihren Artikel mit den Worten: ' ' verdan!e.n & M?mmsen! zrjunlchkeit. dqß wjr gf en Artikel der Archäoloisch-epigraphischen Mit lheilungen au)me?ksam gemacht find. Theodor Mommsen schrieb dabei: 1 .Vielleicht findet dieser kleine Beitrag zum Humor der Weltgeschichte auch außerhalb deS GelehrtenkreijeS ' lver. standPßolle Leier, Daß der schlechte Christ em schlter TtaatZdrger. u.nd. ein illo-ases Unterthan Nh'HÄartiger Weiss ist, Iqi hekommen wir zurrest oft genu in. wenig eleganter Mannig fasfigteit zn hören und zu lesen Hier kommt nun die StaatSreligion, welche durch die christliche verdrängt worden ist. und derfolat eben diesen Christen als einen schlechten Bürge? uafc illoya t i ... i. .". . . ... 5. i,...-.' ' ..v .' iui wuicununui mo vor uucrn ai no t..:r.' '.lin'" cr! inaligen' Glaadiqsn imitnt sich gu dirÄeiKmMilltlÄai fA L?uSm. Ivtiui illticil aCMC ucr du i- .V. " . T iur StaatZconlesnon oemorden rind. -w - O v. i jet ihren Widerpart verfolgen. So wecysein die fetten und ewlg lst mchtß als die Dummheit und die BoZ&Jt,?'' t ' . t, Siqe. sgnf, Djenfthtkrschast. Eine musterhafte Dienstherrin lernte an einem der letzten Tage, der Shäf ricbter deZ Wiener BenrlSaerichlS Aller
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es Mädchen wegen Diebstahls zu ver antworten hatte. Anna Buriansky habe, so lautete die Anzeige, ihre Ticnstherrin, der Privaten und ehema ligen Bankiersgattin Frau Caroline Güterbock, Kunstblumen, schwere Sei denstoffe, Atlasbänder und andere Werthsachen entwendet. Ursprünglich pflog das Landesgericht die diesbezüg lichen Erhebungen, aber es stellte sich heraus, daß der Werfh dieser schweren Seidenstoffe u. s. w. weit unter fünf Kuwen betrage, weshalb der Act dem Einzelrichter abgetreten wurde. Wei nend erklärte die Angeklagte, sie sei un schuldig, sie babe nie in ibrem 9thm etwas ge'toyien. Richter (ungläubig): Wir werden ja sehen (zum Justizwachmann): Bringen Sie die gestohlenes Sachen auf den Tisch. (Geschieht.) Richter: (zur Angeklagten) Kennen Sie dieses Sacktuch? Angekl.:Ja, das gehört mir. Richter: Und diese kleinen Tüchel? Angekl.: DaS sind Geschenke von meiner früheren gnädigen Frau, wie ich nachweisen kann. ' Richter (in den Sachen suchend): Und was ist denn mit den Seidenstoffen? (Einen kaum acht Centimeter langen, zerdrückten Fetzen hervorziehend.) Sie. Juftizmachmann, wo sind die Seiden stoffe? Frau Güterbock (einfallend): Den haben Sie jz in der Hand. Herr Nich. ter. Richter lerktaunti: WaZ .kgz sind die Seidenstoffe? Das ist ja ein" jrriiVn.J )!rmTtttH 1s k c 0 II vHniuini, UU9 uz werthen Sie Mit einem Gulden? Vertheidiger: Die freilich social tief unter Ihnen stehende Angeklagte, gna. dige Frau, bewerthet eS höchstens auf fünf Kreuzer. Richter: DaS Stück scheint auch nicht mehr werth zu sein. Frau Güterbock: Ich bitte, ich kann meine Sachen so bewerthen wie ich will. Bezüglich der angeblich entwendeten Kurstblumen erklärte die als Zeugin vernommene Kammerzofe der Frau Güterbock, daß sie derAngeklagten diese Btumen geschenkt habe. Richter (zur Zeugin): Dann haben also dies? Blu men Ihnen gehört? Zeugin,: Ja, die Gnädige hat sie selbst geschenkt. Richter (zu Frctu Güterbock): Ja, wie können. Sie dann die Angeklagte be. schuldigen, sie babe Ihnen Blumen a ftohlen, wenn diese Blumen, gar Mi bnen ' aeboren? ftrm tiiittvhtvi- , Ja, ich bitte, ich habe Blumen. ver ammerzose und Nicht der Dienst, magd gescheht. Richter, (strena); Va.Z ltz galz geichgiltig. oann, rs es thm nicht mehr Ihr Eigen.thw. Ul uberdie,s. hat, die KammesM der An geklagte. hie Blumen cesche,nk.. . " nWe Jeugin erttartt. ein At. laMn. u?che4 Frau Güterbock eben, salls, altz ih? Eigenthum in der Anzeigt bezeichnete, der Angeklagten gelegentlich eines Balles gegeben zu hadm. Rich. te? (zu Iran Güterbock): Alfo das. auch nicht Ihr Eigenthum? . M ging es weiter, Stüct M'UtM'- bij aus eine s?genMte Hutschachtel, die fyl IMwUfchafUlche Functionär M t Kreuzer bewerthetet! Diese hatt, gbex die Angeklagte gar nicht gestohlen, sondern in einem Kleiderkasten i der Gnädigen aufbewahrt. Richte' szu Frau Güterbock): Spreche J.Scha. denersatz an? F Wterbock: Wa. rum' nichi? tzirüu Gulden 'fiir.den, MMos. - Te Richter spraÄ A Vlnaeklote Im urth hnftiM s-tk. ! laminlucoe ???.t!iche GeaenstSn.dj.Z uf die. T . .u Im. A - -l-C t 1 k. L tAAu ct.lli:i ZX 1 t.oa?nann. vnt ckncbtel und den.5?tk. : -a .-k -- - ' . WföitZTU Frau Wt zVkagung stellt wurde. ein. iruU U)llICrD0i: Trn h iü w , Y " m VAMM ft mmm. fl t M I ' " ' ? r -ttr- 'i 1 r V'W "IUH1Cmehr, sie ist freaesvrocben. tr hnhm. W Klin hit Ihren. E' Mn,,ßrüchen von einem, Gnlde.ni M da.S Gericht abgewiesen. Viyathoch.WM," MS i&U Columbia ! Verlangt Mucho'S Best Havanna Cigari." .
Im wunderschönen Monat Mai Als alle Knospen sprangen.5 . Da ist in meinem Herzm ' Die Liehe aufgegangen. zeiiigt, und erlauben uns He i t athsluftige darauf aufmerksam
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