Indiana Tribüne, Volume 16, Number 214, Indianapolis, Marion County, 23 April 1893 — Page 4

n

'? ." -t im"

Mttfc Sttdiana Tribüne. Erscheint Täglich und Sonntngs. Die täattche .Tribüne" koyrt durch den Träger Cent? der Woche, die SonntagSTrtbüne 8 ErntS per Osche. Beide zusammen ISSentI oder 55 Cent perMonat. Per Post ,ugeschtkt in Vor subezahlung per Jahr. Ossice : No. 18 Süd Alabama Str. ö..dianapoliS, Ind., 23. April 1893. Brautnacht. 30,1 . !. Endlich allein! Louise! QmiW Zwei flammende Küffe wurden aiii getauscht. Zum ersten Male seit unserer Verlobung vollzog sich diese? won iige Tausch, ohne daß der strenge, zur Tugend und Entsagung auffordernde ölick der Mama ihn controllirte. Wie unS dabei um'S Herz' war, welche schauer unser Blut durchrieselten l. wie lägt sich da in Worten fassen. Mit glühenden Wangen und bebend wie ein scheuer Vogel barg sich 'die Ge liebte, um deren Besitz ich jahrelang ge ungen. in meinen Armen, dann ließ sie den schönen Kopf,'dessen Haarkrone noch von Myrtbenblüthen durchsetzt war, rückwärts sinken. Welch' ein Tag war daS! Mit den lärmenden Späßen und Neckereien der Freunde hatte er begonnen: sie. die ich als Trauzeugen geladen, machten sich das boshafte Vergnügen, meinen Gang jurn Standesamt durch eine Parodie zuf Schiller'S (tag nach dem Eisenhammer" zu verspotten, dinn war der feierliche Act der Trauung gekommen, sem die Glückwünsche aller Derer, die dem Hause Müller anverwandt und zu zethan sind, folgten. Und nun kam daß schier endlose Hoch ;?itSmahl mit seinen Toasten, Hochrufen, Umarmungen, verschütteten Sektfluthen nd vergossenen FreundschaftSthräaen, :ndlich das Lamento der Schaieger mama, welche . unter dem Ausruf: .Mein einziges Kind verläßt mich!" ouife fester umklammerte, als eine russische Mutter den zur Deportation irnch Sibirien verurtheilten Sohn. RlleS daS lag nun hinter uns, und Die vielen Erregungen bei TageS klan zen aus in dem Jubelgeschrei: Jetzt bist Du mein!Louise ließ noch ein veiterei Kuß Attentat über sich ergehen, dann ent ivand sie sich meinen Armen und be merkte schalkhaft : Bevor ich den Besitz jtand meines Herrn und GebieterS rückhaltlos anerkenne, gewähre mir noch sie Freiheit, mich hier umzusehen. In oem Bestreben, unser Nest behaglich ein zurichten, konnte Mama kein Ende sin sen. Ich wette, wir werden noch auf ttne Ueberraschung flößen.DaS sürcht' ich auch. . . 06 mir mein ahnendes Gemüth diese lieblose Bemerkung auf die Lippen Drängte ich weiß eZ nicht allein un war sie gefallen und Louise blickte nlch zürnen an. Geh'! Du bist undankbar! Du soll lest eS der Mama doch endlich einmal serzeihen. daß sie Dir nicht gleich Eh renpforten baute, als Du mit Deiner Bewerbung auftratst. Jede Mutter baut für dle Zukunft lhreS KmdeS Luft, schlösse?, und wenn dann ein wildfrem der Mensch kommt und dieselben zer stört, so darf dieser nicht , gleich eine freudigen Wmkommgruß erwarten.Nun, mein Schatz, ie hat uns wcid lich zappeln lassen Ja, findest Du daS nicht ganz natauch ? tat stand a!S Rlval ein nam izaster Künstler gegenüber, der zwar beZeutend älter war als ich, der mir aber eine lehr behagliche Lebensstellung bie ten konnte,währendDu als engagement loser Sänger gestehen mußtest: Mein zanz?r Reichthum ist mein Lied. Kein LZunder, daß da die Mama auf Deine Untrag ironisch bemerkte: Wir wollen :rst svwarten, ob sich das Metall i Ihrer Kehle auch in Münze verwan beln läßt.- Die Wahl ist ihr schwer lenua geworden." Potz Blitz! Darin liegt ja die Verkehrtheit mütterlicher Bevormun sang; nicht sie hatte zu wählea,sondern Du Und ich habe gewählt und zwar die sen braunlockigen Brausekopf. Der Professor von Krusemark aber hat mir Zen Korb längst verziehen. Wie schön bei Tische gesprochen hat!Ja, fern Toast zeichnete dieselbe elezische Stimmung, wie die Arie deS Jä zerS im Nachtlager! Er umschrieb den Seufzer: Mir blühet diese Rse nicht.- Nein, si; ist mir erblüht, mich berauscht ihr Duft, bezaubert ihr Alanz Aber Emil! Lächelnd wich Louise meiner. Umarmung auS. Die Liebe macht Dich ja zum Poeten. Wen? Mama Dich hörte - So würde mir das Wort auf den Lippen erfrieren- diesen Gedanken unterdrückte ich noch rechtzeiliz und be merkte laut' Deine Mama hatte übri genS heute noch irgend eine Heimlichkeit mit dem Professor, denn bevor wir uns U3it der Tafel erhoben, wurde sie in'5 Vorzimmer gerufen; sie verließ gleich oarauf in Begleitung 'deS Professors öe Saal und als wir beide uns von den Jutimen des HaufeS 'verabschiede ten, kam Deine Mama erst wieder zu Vorschein nd sah sehr erhitzt auS.Vielleicht ist im letzten Augenili noch ein Geschenk für unS eingetroffe. bemerkte Louise in freudiger Erregung, für dessen Aufstellung Mama und der Professor Sorge trugen; komm, laß uns sehen, was eS ist. Sitte, zünde die Lampe an.- -. , Neugierige! Hat das icht biSr iZ Zeit? Soll vir diese feierliche Mondnachtstimmung zerstören, die ganz rait unseren Empfinden hcrpi irt?Rein, Du HK echt.' Liebster.. &tlä thLtszttexlm&Ztib HtiP:

----7-.-r.-

iÄe-lliii-ta:(jiS

Meine Frau blieb wie aebanzzt irt mitten des schön ausgestatteten Salons stehen und betrachtete den Erker, dessen feine Spitzengardine, wallend Portiere, rothe mit Weinlaub umschlungene Ampel, majestätisch wirkende Marmor büste und schöngeformten Stühle ganz vom Mondlicht Übergossen waren. AuS der Majolika Base, die sich im Fond deS ErkerS von einer koriuthifchea Säule erhob, drängten sich in üppiger Fülle rothe und gelbe Rofen hervor, als suchten sie daS milde Himmelslicht. .Wie traumhaft daS alles ist!Louise kehrte mir ihr schönes Gesicht lächelnd zu, dann schritt sie über die Stufen zum Erkerfenster und blickte . . zum Himmel aus. ivo iiqmmiaunuc Wolken mit dem Herbstsind über die Himmeldecke segelten. Ich folgte ihr mit den Blicken und als sie nun int erhobenem Gesicht und strahlenden Lugen da oben stand, die jugendlich blühende Gestalt ganz in Licht getaucht, kam mir die Illusion, als erfülle sich ei wonniges Märchen. Ein tremor corsandte Schauer durch wem Blut und ich flog mit einigen Sprüngen zum Erker hin, um mich durch eine Umar mung zu überzeugen, ob diese Lichtge -. . & . statt ätherischen ooer lrsiiqen ur sprang S sei. Als wir aber zärtlich aneinander ge schmiegt beim Fenster standen und auf die Bäume deS Gartens fchauten, zog etwas durch die Luft, daS befremdend und erkältend wirkte. ES war ein Ge ruch. der seltsam mit den nahestehenden Rosen contrastlrte. Ich erhob die Nase mit einer schnuppernden Bewegung und ,'aate: W,e merkwürdig die Rosen bus ten sollte fauliges Wasser in der Vase sein?Louise wandte stch dem Blumen Gnu tu und meinte ach cvisscs bafter Prüfung: .Dtt Roienstno qmo loS.,N,er eS liegt ern böfeS Element in der Luft, von dem Hamlet sagen würde: There is something rotten . . Engel und Boten Gottes steht uns bei das . c? ? r f . rr i r ivlro za immer icoilmmer: ou.it neu die Verfälschung der Genußmittel schon auf die Lust erstreckt baben? DaS riecht ja, alS habe ein boshafter Chemiker den Sauerstoff elimimrt und durch Schwe felwasserstoff erfetzt. Wenn ich in dieser Atmosphäreden Lohengri singen sollte, würde ich in der Brautnachtscene de Text dahm abändern: Athmest Du nicht die Schweselgas-, Elsa, so hast Du keine Nase.Louise trat lachend in die Mitte des Salons. Wahrhaftig, hier strömt Gas , aus. Bitte, öffne die Fenster, Emil, ich werde die Lampe anzünden. Vielleicht ist ein Gasyahn offen gebheben.Jch brachte frische Luft, mein Frau chen Licht in die Sache, dann forschte wir mit Eifer der Gasquelle nach. Un s?re Wohnung war nur klein und wir fanden alle Verschlußmlttel der GaS krönen in Ordnung. Als Louise aber zuletzt die Schlafzimmerthüre aufstieg. prallten wir Beide zurück, denn es strömten giftige Dünste heraus, die unS des AthemS beraubten. Schnell die Lampe bei Seite pellend, sprang ich in den gaSgesullten Raum und stieß das Fenster wett aus. AlS ich hastig in den Salon zurück kehrte, schnappte ich wie ein auf den Strand geworfener Stockfisch nach Luft, dann brach ich m Verwünschungen gegen den Anstifter dieses Bubenstucks aus, denn ich nahm an, daß einer meiner übermüthigen Tollegen mir einen Possen habe spielen vollen. Louise besänftigte meinen Grimm durch den Einwand, daß man erst daS Schlafzimmer untersuchen müsse, bevor man sich ereifere. Sobald die kalte Nachtluft den Raum durchströmt hatte, traten wir ein. Unsere Blicke fiele auf daS levensgroße Porträt meine? Echwiegermama. Da hast Du die große Ueberraschung beS Tages!- rief Louise aus und be trachtete mit Andacht das Gemälde. DaS hat Krusemark gemalt. Wahr schemllch Ist der Rahmen nicht rechtz tig fertiq geworden und s, konnte dat Bild erst vor unserem Eintritt ausge hängt werden.Mit sehr gemischte Gefühlen in der Brust erhob ich die Lampe. Mir schien es, als fei. das Bild recht deplacirt. Jeden Abend vor dem Schlafengehen und jeden Morgen beim Aufstehe der gestrengen Schwiegermama in'ö Antlitz seyen zu muffen. baS förderte vahrhas tig nicht mem Wohlbehage. Wenn eS sich auch nur um ein Bildaiß. nicht um die Person selber handelte, so hatte Krusemark seine langjährige Freundin doch mit einer geradezu unheimlich wir kende Naturtreue dargestellt. Diese ftahlgraue Auge besaßen ganz den schar-.en, inquisitorischen Blick deS Ori ginalS und auf den Lippen schien die Bemerkung zu schweben: Noch ist meine Tochter nicht Ihre Frau.ES schien in der That, als verthei dige die Mutter ihr Lind mit Waffe, welche durchdie LSikerconvention von der modernen SriegSführung ausge schlössen sind. Vom Bilde her strömte Miasmen, welche einen längere Auf enthaltSort im Schlafzimmer ganz un möglich machten. Sobald wir Minute lang das Fenster geschlossen hatte, vurve der Raum zum Gasometer. Schaudernd und fröstelnd holten wir unsere Mäntel herbei, um ach der Ur fache deS Uebels weiter zu forschen. Die Hängelampe des Schlafzimmers gab kein Licht her. Wir folgerten daraus. daß das GaS der Leitung einen andere Ausweg, alS durch den Brenner her ge nommen habe. Wo aber lag dieser Punkt? Unsere Nase hatten bald die rechte Witterg er lag unter dem Bilde, oder dicht über demselben. W nähme feal fatale HochzeitSgeschenk herunter, ueia mr fände nichts, als einen großen Bilderhake. ; Und doch mnßte i der RS.he deSsel ton das Gas ausströmtt, den plötzli mr , mm - 4x m M f uot ncy uoer er IN ouiiens vö den bksiktlicheu Petroleumlampe eine Flamme, der $wd platzte und ta nächst Augenblick las dje Lampe zer-ltMtttSvM

Entsetzt jdidrtd ich dü meiitt Zräü

zu und riß sie auS dem Zimmer. Zum Glück war sie unversehrt und die Flamme verlöschte gleich nach der Ex plosion, allein wir waren beide minu tenlang vom Schreck gelahmt und mit dem Gasgeruch mischte sich jetzt daS Parfüm deS Naphtas. RathloS standen wir im dunkeln Zimmer und alS sich gleich darauf drau ßen die volle Mondscheibe durch die Wolken drängte, schien eS uns. als lache der Mann im Monde uuferer Ver zweiflung. Endlich raffte ich mich aus. ES galt einen Entschlu zu fassen. .Louise, in dieser von Pestluft erfüllten Wohnung könne wir nicht Hausen, daS Schicksal zwingt uns, in einem Hotel Zuflucht zu suchen.ott sei'S geklagt, lieber Schatz !- Da verzichtet man aus Furcht vor den Hotelbetten auf die Hochzeitsreise und muß schließlich seine Flitterwochen in einem Berliner Hotel zubringe es ist zum rasend werden !- Ja, lieber Mann..Aber nicht eher verlasse ich das L tal, als bis ich weiß, wer unser Schlaf zimmer in eine GaSretorte verwandelt hat. Wo ist Dora?sie icrnait.Bitte, wecke sie." Dora war uns von der Schwieger mama als Dienstmädchen aus einem Kurort des Schwarzwalds zugeführt worden. Sie leitete ihr Reden und Haudeln gewöhnlich mit den Worten ein: Warten Se mal e Bißle-. Dieser Redensart entsprach auch die Zeit dauer, welche sie für ihr Erscheinen i Anspruch nahm. Als sie endlich schlaf trunken über die Schwelle schritt und ich ihr bebend vor Kälte und Ungeduld die Frage stellte, wer daS Bild aufge hängt habe, legte sie erst nachdenklich den Zeigefinger an die Nase und sagte: Warten Se mal e Bißlc-. Endlich malte sich ein geistiges Aufleuchten in ihrem Gösicht. Ja freili. jetzt weiß is. Die Frau Schwiegermutter ifcht dagevese mit 'nem ältere Herre im ZwickSbart, aber aufgehängt hat'S Bild e Ma auS der Kellerwohnung und i hab' em die Leiter g'halte.AlS dies geschah, war da schon eme solch schlechte Lust im Zimmer, wie jetzt, Dore?Warte Je mal e Bißle. WaS ischt denn daS? Ach Tu lieb'S Hcrrgöttle von Biberach. das benimmt dem Men sche ja den Athem. Noi, so geschdunke hat'S derzei net.Zunden Sie draußen eme fferze an, .Dora, und führen Sie mich nach der Kellerwohnung, ich muß den Mann ver hören, der den Haken eingeschlagen . . . AIS wir die Kellerwohnung erreicht hatten, fragte ich Dora nach dem Na me des Einwohners. Warte Se mal e Bißle: Wann meescb reckt ischt. so führt er de Nam vun einem berüdmte russische Kaiser, aber wie der heischt daS haw ich ver gesse.Wx mtmt historischen Kenntnisse zu sammenrafseuo rte ich: . metrius! Herr Boris! Herr A:... Herr Iwan! der Schrecklich:'." Endlich regte sich etwas. ?Il''o wan war der Na-.ne. der den Schläfe? au ;t rüttelt hatte. Ein Mann im Schlag rock und etNer P'.ldelmüye öffnete brum mend die Thür: .Was für verlückte Namen schreir Ihr denn da aus?Herr Iwan. . . .- .Jch heiße Peter und bin meines Zeichens :in Klempner. Wo brennt'S denn?Jch erklärte dem Meister Peter unsere Lage. Hm. km! DaS ist freilich schlimm." Der Alte kraute sich den Kopf und meinte dann: AlS ich den Bilderhaken zuerst in vie Wand trieb, stieß ich auf etwa! Hartes und ich mußte eine andere Stelle wählen. . . .hm, sollte amEnde?- . Peter holte etwa! Handwerkszeug auS seiner Werkstatt uns folgte mir dann zu unserer Wohnung. Nach kurzer Unter suchuna der Wand stellte sich die verblüf sende Thatsache heraus, daß Peter beim Eintreiben des Bilderhakeas auf eine Röhre der Gasleiiung gestoßen war und diese lm Eiser durch ewige heftige Ham merschläge zertrümmert hatte. Alle Versuche, die Gasquelle zu ver stopfen, schlugen fehl und alS der Mei fter erklärte, daß eine neueNöhre einge legt werden müsse, verließen wir gege zwei Uhr Morgens unser Domlnl rni dem traurigen Bewußtiein, daß unser Schlafzimmer wahrend der nächsten dre Tage unbewohnbar sein werde. Und daS hatte mit ihrer Ueberra schung die Schi?germtter gethan. Unserer Austreibung aus dem ersehn ten Paradiese folgte eine Obyssee in der Nachtdroschke. Am nächsten Tage sollte eine große EinzugSfeierlichkeit stattfin den und Berlin war von Fremde über schwemmt. Wohl ein Dutzend Portier und Hausknechte brachten wir um die wohlverdiente Nachtruhe, ohne au unsere Bitte um ein Zimmer andere Auskunft zu erhalten als die: Alle besetzt! Nach langen Zick.zacksahrte durch die Stadt erklärt Louise fiebernd Vor Kälte und Müdigkeit, daß sie r daS HguS ihrer Mutter zurückkehrn össe, um nicht krank zu werde. E brachte ich denn aeaen S Ubr MoraenS eme juvge Frau iuS elterlich HauS zurück, wo si, la aller Stille ihr alte? Stübche bezog, und ich klopfte mein, a ' r y- r p i ausmlrioln aus cen vqtai un streckte och einmal hie, müden Gliede Bett meiner Junggesellenwphnunä aus. Ss endete unsere Brautfahrt. Als wir am nächsten Tage derSchmie germutter unier Mißgeschick berichtete lachte diese hellauf. Zu unferer Eryolung fuhren Louise und ich auf drei Tage nach Dresden. '. Als wir zurückkehrten, stellten sich Pros Kruienmark und die Schwleaer ama als Brautpaar vor. Ich über reichte dem glückliche Brautpaar nsere Gasrechnung. . . - QÖfuäit d5 0ige7 Man weiß i Leu roeiteste Kreise, tzl ierühmte SängmaMuh tsst

ktsttn tut größter! lNnnaymen ttztkmt, die e auf künstlerischem Gebiete gibt, wenn man die Zeitdauer der Probuk tion in Rechnung zieht. Die Patti hat seinerzeit in Amerika für ein Concert

25.000 Franken erhalten, die berühmte Henriette Sontag erzielte in London einem Abend das , Doppelte, es war allerdings ihr Benefiz Abend. Nubini nahm in Petersburg ebenfalls 50,000 Mark für ein einziges Concert ei. Von außerordentlichen Entlohnungen der besonderen Gelegenheiten soll erst gar nicht weiter die Rede sein. Man weiß z. B.. daß die Catalmi von Napo eon I., vor dem sie in St. Cloud sang, ür ein Concert 5000 Franken erhielt und die Zusicherung einer lebenSlängli chen Pension im Betrag von 12,000 Franken, außerdem wurde ihr au zwer Abenden die Oper zur Verfügung ge stellt zur Veranstaltung eines Concerts, und doch ging sie nach London, wo man sie mit 250,000 Franken für eine Sai son engagirte und wo der CataliniKul tuS in W2hrhaft fabelhaften Summe, die man ihr allseitig anbot, seinen AS druck fand. Auch die Einnahmen der Sembrich dürften eine sehr erkleckliche' Summe darstellen, sowie die unserer reisenden Gäste, bezonderö Goetze der z. y. i Köln eine JahreSgaze von 60.0)0 M. bezog; er ist bereits ein sehr wohlha bender Mann geworden, hauptsächlich freilich durch die Gastspiele. Aber auch die ständigen Gazen find sehr bedeutend und sichern den stimmbeznadeten Künst lern ein sehr auskömmliches Leben. Ein amerikanischer Heldentenor hat sich für eine Gaze von 750.000 Franken dem Impresario verpflichtet. Dagegen schmelzen die 30,000 Gulden, die der Tenorist' Perotti in Pest verlangte, sehr zusammen, oder gar die 18.000 ft. deS Reichmann und die 32.000 M., die die Münchener Hofbühne dem Kammer sanger Vogel bezahlt. eS sind eben eur päische Gazen, und Vogel erhielt in New York auch 6000 Dollar sür den Monar. Schon seit langer Zeit wird da und dort gegen die schwindelnde Höhe der Tenoristenzagea geeifert, aber du Operw Unternehmer sind es selbst, welch die Gazen so maßlos in die Höhe treu ben, nur um sich gegenseitig die Be rühmtheiten abzujagen. Kein anderer Künstler erntet eiuen solchen Loh, wie ihn die Sänger zu empfangen gewohnt sind. Freilich ist aber auch dafür ge sorgt, daß die Bäume nicht in den Hirn mel wachsen, und oft dauert die Zeit der goldenen Triumphe für den Stimm begnadeten nicht allzu lang. ES gibt aber hinwieder nichts Aussichtsloseres. Traurigeres, als ein ausgesungene, Tenorist als ein Sänger, der feil Stimme verloren hat. Unsere Nädchen. Bis zu dem Altare, da kos't Ihr und küßt Euch schmeichelnd und streichelnd die Wangen, Da kommt nun der Eh' stand waS nun Ihr genießt, Voll Seligkeit bald ift's vergangen! Und leise gewittertS bald hier und' bald dort Und kälter werden die Blicke Bald sällt auch das erste verletzende Wort, Nichts hält jetzt de Stur mehr zu rücke. Dem rauschende Winde folgt wilder Orka I Zwietracht verwandelt der Friede I Allem lebt daS Weibchen, allein lebt der Mann. DaS ist dann das Ende vom Liede! Boshaft. .: .Ein ent setzlicher Roman daSl V.: .Aber der Autor muß doch ei edler Mensch sein! Er schreibt ja gleich am Ar sang des Buchet: Vor Nachdruck wird gewarnt ir . W o seine Gehäuses areu. Professor der Botanik: Und , a c! . . ! w 'e rea crsiiaca Mir, meilkl im npni oic Regentage legt?". Student .Nette DamenfSßche!" m rn m Geschäftöverlegnng. Meinen verehrten Kunden und dem Publikum zur An zeige, daß ich mein BürstenGeschäft vou No. 423 Virginia Zlvenne nach 420 Ost McVarty Straße, etwa 300 Fuß westlich von dem alten Platze verlegt habe. Um gütigen Zuspruch bittet ' H. Schmedel. Unter denOddFellows wob'bekannt. Julius Grummann, der Jahre lang über das Odd Fellorvs Gebäude die Aufsicht führte und einer der bekanntesten deutschen Bürger ist, wurde vor neun Jahren von einem hiesi gen Ar,te vom Bruch kurirt. Die Lollstän digkeit feiner SeilunA drückt Herr Grummann in folgender Weise aus : Indianapolis. 2-1. März, 1893. Dieses bezeugt, daß ich im Oktober im Jahre 1884 von Doktor W. H. Nott für einen Bruch, auf der linken Seite behandelt wurde. Amt. November wurde ich als kurirt be trachtet und war es auch. Ich habe Dr. Nott viele Patienten zugesandt und kann ihn Allen in dieser Hinsicht Leidenden empfehlen. ' Er thut Alles, was er verspricht. 1 Julius Grummann, Custodian des Odd Feliows GebaudeS, Nordost lZcke P'ennszloani? und Wash', ,nzton Str.' ' ' - Wir beantworte alle Anfragn per Po, st in prompter Weise. W. H.'ttett,' fest 23 Jahren em vraktizirender Ärzt. 14 ;n' Indianapolis, hat in den letzten 9 Jahren die Kurirung von Bruch zur Spezialität gemacht. Er macht alle Untersuchungen und fexnexen Behandlungen persönlich. , . Bedingungen: Seine Aezihlung bis kurirt. Pamphlete frei. Adresse Dr. Nott. Rupture Cure Co., 2j West Washington Straße. Indianapolis, Ind. " Kaufe Mucho'S Best Havanna CigarS."

ESSäSäMHM

Der

Frauen, Mädchen, Männer, Knaben, Alle sinden ihren Srühjalzrsbedarf an Rleidern bei uns. SchnittWaaren in großer Auswahl, darunter das Neueste in Klckdcr-Stoffcn.

Anzüge

txr

für grauen, Alänner und Rinder. Strümpfe, Unterzeug, Handtücher, Tischtücher le, Große Auswahl ! Billige preise !

. v o .L

An unsere Lefer ! Mit der Einrichtung unseres neuen, schönen Lokales sind wir nun so ziemlich fertig, und wir wollen jetzt daran gehen, einen schon seit einiger Zeit gehegten Plan zur Ausführung zu bringen. Wir werden Anfangs Juli 1894 ein neues piano im werthe von . $300, ein schönes Sopha und einen schönen Schaukel stuhl verloosen. An dieser Verloosung kann sich Jeder durch Abonnement auf die Tribüne" betheiligcn. Jeder, welcher vom 1. 3uli 1893 biS zum 31. Juni 1894, also ein Jahr lang, Abonnent der Jndiana Tri büne", und am letztgenannten Tage mit seinen Zahlungen nicht im Rückstände ist, erhalt unentgeltlichem Loos. Die Ziehung wird durch ein Comite achtbarer Bürger, deren Namen wir zur Zeit bekannt machen werden, vorgenommen werden. Jeder Abonnent der Tribüne" hat somit Gelegenheit im nächsten Jahre ein neueS Piano im Werthe, von $300, ein schönes Sopha, oder einen schönen Schaukelstuhl zu gewinnen, ohne daß eS ihm etwas kostet. Wir laden nun zu zahlreichem Abonnement ein, und wir machen darauf aufmerksam, daß neue Abonnenten nur dann an der Verloosung theilzunehmen berechtigt sind, wenn sie vor dem 1. 3uli abonniren. ' Diese Gelegenheit sollte Keiner unbenüht vorübergehen . lassen. ES ist dies eine Eztragabe sür die Leser der Tribüne". Da wir aber nicht Jedem ein Piano,, ein - Sopha oder einen Schaukelstuhl geben können, so muß eben daS LooS entscheiden, wer eS bekommt. Also auf und abonnirt auf die 3n diana Tribüne"! 1'ribune ?ubl. Co. Chas. Jhndris, Nerekäut Saloon, 23 Süd Delaware Str., (cke Pearl Strabe.) Der neue Eigenthümer versichert seinen reunven und unden nur die besten etnyn mischen und importirten Getränke und Cigar ren zu verabreichen. Reelle Bedienung ist gurantt Vormittags warmer Lunch. Fao. NetFsr & Co. Importeure und Händler in Weinen u. Bieren der besten Sorten, ssallfornische Weine eine Spezialität. IEBp?8 PersthMteS Techl - Piex. Agentur für Schliß 5?jlk?S)i?ee Qjer in Fischen. Beftelln exu a ein it'f tztadt drouxpt abgeljeseft 00 ü 33 Sst ZtatnUnb ytr. r,KphA No. 407 Jno. A, Kutich, Zkatrikt d Hilntteet yferde Geschirre Satteln. Zügel. Vettschen, Kämm', Buruen ,c. Reparaturen erden gut u. prompt auSzesüHrt No. SS Nsffachusetti venue.

rühling ist

für Manner ! Anzüge für Knaben !

5 dj tt i) t ! "C3

Alu's

mt

580 und 582 Süd East Straße, Der populäre Store auf der Südfeite.

I 11.

Die billigfte und besten Möbel,

Teppiche n nd Gefen V in der Stadt. Sprechet vor, ehe Ihr kaust. No. 50 West Washington Straße, ' Square westlich von der Transfer Car.

Sommer-Schule.

Altes Vrhant und Ltratton. etablirt Jahre. Einzige vollständige Handels, Stenographie u. Maschinenschreib'Schule. Mehr alS i0,0 Schüler für eine erfolgreich? Laufbahn vorbereitet. ttZ Schüler im letzten Jahre. Acht Lebrer unterrichten sechs Stunden täglich. Sprechen Sie vor oder bestelle St eleganten Katalog. Telephon 499. . HEEB & OSBORN. Sisenthfimrc Warnung: Seine Unterrichts -Hausirer. Unterzeichnen Sie kein Uebereinkommen und gebe Sie kein Geld einem Fremden. ,

EMU WÜLSCHNER und SOHN, Haupthändler in hiesiger Stadt in zuverlässigen

ll

Pianos und Orgeln.

(Höchsten Grades.)

Wir ersuche Käufer ohne Rücksicht darauf, ob sie vorbereitet sind, setzt zu kaufe der erst sväter bei un vorzusprechen und unser reichhaltiges Lager von musikalischen J-rnmete aller Art zu besichtige. Unsere Preise sind anerkannt dre iedrizften. trotz der Supertoriti der Qualität. Gebrauchte Instrumente werden eingetauscht, gestimmt und reparirt bei EmilWulschner und Sohn, No. 42 U 44 Nord Pennsylvania Str., gegenüber der Poft-Office. Telephon 835 ruft SalltS, deutscher Verkäufer.

Stadlirt Albert Krull. Fabrikanten und Engros Händler von

&

ru

WWW.

Händler in PeanutS. Mandeln. BrafilianislZen, Pecun., Qall'" unb vchl.Jäffen 9 Citronen, Sardinen, Austern, Qitxattt it. ttx

Groeeristen, Bäcker, Vereine, Kirchen und Sonniagöschulen, der

den auf unser vollständige? Lager aufmerksam gemacht. Südwest-Ecke Pennsylvania und Maryland Str.

Dr. PPAFP, Ossice: 134 Nord Pennsylvania Str OfftceTtnden von 24 Ubr Nachm. No. 425,Madison Avenue. - Stunden von 1011 Uhr Vorm. Wohnung: IV7N.labam-str. .EckeVlrmor.tftr, Ttleahon Office 29. eU"on Wohung 036. HD:nr. ets9 3lo. 28 Virginia Avenue. Vvrekd, : 10 lt Ubr BormtttaaS. iS ?kaimllraa uno ? venA. eoataa w uor acymurag Dx.C.N. Schaeser, . w m. WWNMU Telephon s?. Mary C. Sloyd, Zahnürztin, Zimmer No. 19, übn Jletcher'S Bank, gegen der vom New joxt Store,

iti3U nf ij'HF Ikf 9?

vxesnnden : ?:öl- UbrWoraen. 13 Uhr

KächqiiktLjiK. ?.'Pifi;ftx Vhends.

ftjeafti5söiäaaäv da! ü sowie Man trete letzt ein. lBester Qualität.) 185&. Chas, j. Schmidt chmidt, den billigsten bis zu den feinsten Sortis HermannHunzinger'S Wirthschaft. 802l2lLR.UrLX. Jeden Samstag Abend Musik und feiner Lunch. 192 Nord Mississchpi Straße. Große Bargains ! Ko. 8 kupferne Wa'schkessel Große Lämen-Cylinder 6 ßg. LaffpeN' M 9MC?flW Uliig n Be&tsoh's Porzellan Store, No. 196 Virginia Auenue. H. B. H o o d, Zimmer 29 und 80 Wriabt's lock. licitor für 'amerikanische' aädtsche JFc&TmXlx&m Lang rfahrnng, liige vedienu.. '

'i-i'rirtTTlTisT-liiiiy'

IM,

..

w