Indiana Tribüne, Volume 16, Number 210, Indianapolis, Marion County, 19 April 1893 — Page 2
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Jndiana Tribiitts. Erscheint täglich und onntngs. Tie tägliche , Tribüne" kostet durch den TrZzer il Cents per Woche, die SonntagS-.Tribüne- fi EentS per Woche. Beide zusammen 15Cent oder Cent pcrMonat. Per Post zugefchil t in Bor auSbezahlung l per Jahr. Ossice : No. 18 Sud Alabama Str. Indianapolis, Ind., 19 Äpril 1893. Wracke von England nach Frankreich. JcdenZ gehört die Errichtung einer blicke zwischen Frankreich und England über den englischen Kanal zu den kühnsten Gedanken, welche je das Gehirn eines Technikers ausgeheckt hat, und seine Ausführung scheint in ziemlich nebelhafter Ferne zu liegen, nicht nur aus technischen Gründen, sondern auch aus anderen, nämlich politischen; letztere scheinen ein solches Proect ganz und gar in die Zeit der oft sehnlich herbeigewünschten allgemeinen Völkerrerbrüderung und des idyllischen Welt sriedens zu verweisen. Und doch hört die. ser Plan (nebst dem womöglich noch kühneren, ein Tunnel unter dem Kanal hindurch von Frankreich nach England zu legen) seit länger, als zwanzig Iah. ren nicht auf, englische und französische Ingenieure beschästigen. Ueber den derzeitigen Stand der Sache, soweit sie überhaupt einen Stand" hat, wird neuerdings von fachmännischer Seite geschrieben: Tas 2unnelProject hat man aller dings auf unbestimmte Zeit fallen gelassen; dagegen wird immer nvch Hoff nunz gehegt, daß die große Brücke über oen Eanal'noch gegen Ende des jetzigen Jahrhunderts wirklich zustande kommen werde. Tie in neuerer Zeit gemachten Fortschritte in der In genieurswissenschast, sowie in der Me-tallurgie-Kunst machen die Erbauung einer solchen gewaltigen Brücke nicht unmöglich, sondern geradezu wahrscheinlich, soweit wenigstens die techni schen Bedingungen in Betracht kom m.en. Bestimmte Plane tauchen immer zahlreicher auf. Einer dieser Planmacher ist der frühere Präsident des französischen Eivilingenieurs - Verbandes, Hr. Hersent. 'Derselbe verweist darauf, daß die Vollendung der viel-, zenannten Forth- Brücke in Schottland einen grosartigen Schritt näher zur Verwirklichung des vorliegenden Brückentraum.'S bedeute. Seinen Plänen zufolge soll die Brücke im Ganzen eine Länge von 30 Kilometern haben und eine'Platform von 150 Fuß Höhe über der See (zur Hochfluthzeit). Auch Die größten Tampfe? und die hochmastizen Segelschisse müßten natürlich jeder zeit ganz bequens unter der Brücke durchführen können. Außerdem soll dieselbe breit aenug stin, nm vier Eisenbahngeleise zu tragen und daneben rin Bett für Geführte aller Art, für Fußgänger, Radfahrer u. s. w. An jedem Pfeiler sollen sich Zufluchtsorte, Wachtbäuschen, Marmglocken und elek trische Lichter befinden. Man erwartet, da'z sich mit Hilse der Truckluft Taucherglocken ohne allzu große Schwierigkeiten ein Fundament für die Pfeiler herstellen lassen würde, da die Tiefe des Eanals zwischen Dover jn! Calais nirgends mehr, als 50 Meter beträgt, die durchschnittliche Tiefe aber 2535 Meter. Tie Kosten für den ganzen Bau (vorausgesetzt, daß er überhaupt zur Vollendung gebracht erden kann, und nicht etwa ein Pa-liama"-TalleZ in vergrößerter und verschlimmerter Auflage sich daraus bildet. Das aber wegen der Lage der Brücke mitten in der Eulturwelt wohl kaum anzunehmen wäre) werden vorläufig auf das bescheidene Sümmchen von 20 Millionen Dollars veranschlagt. Tie vorhandenen Pläne sollen in na her Zukunft einem internationalen technischen Ausschuß unterbreitet wersen. Sollte dieser günstig berichten dann wird man die nöthigen Concessionen zu erhalten suchen. 'Mit welchem Erfolg? Die Frauen alS timmgeber. Man mag darüber streiten, ob die - Frauenstimmrechtsbewegung eine wirkliche große Zukunft hat. oder nur eine eittweilige Manie ist; leugnen läßt sich ledenfalls nicht, daß sie in den letzten Jahren fast auf der ganzen Linie, in Amerika sowie in Europa, Eroberungen gemacht hat. Es ist gesagt und durch allerlei Thatfachen belegt worden, daß die Frauen mit Ausnahme einer verschwindend kleinen Minderheit niemals diese Idee ernst nehmen und wo sie Gelegenheit zu ihrer 'Ausführung hätten, damit wir Kinder kurze Zeit spielten und dann das Interesse daran verlören. In der That ist es an manch.' Orten so ge gangen, und wo bei der Wahl 1U0 Frauen stimmten, da stimmten vielleicht bei der nächsten 15. Aber die meisten statistischen Mittheilungen der letzten Monate sind denn doch durchaus nicht geeignet, diese Annahme zu bestätigen, mag auch späterbin vielleicht wieder eine Reaction zu verzeichnen sein. . Bei den Gemeindewahlen in Boston " im vergangenen December ließen sich 9,922, Frauenspersonen registriren, wovon 9,510 stimmten. D. h. es stimmten im Ganzen 95.18 Procent de: überhaupt wahlberechtigten Frauen, wahre, von den Männern nur 84.40 Procent stimmten. Dabei war die Sache nicht neu, und das Interesse daran hatte bald auf-, bald abgcwogt. Im Allgemeinen aber wird die politische Thätigkeit der Frauen im Osten von der im Westen weit übertroffen. Schen wir unS etliche Zablen aus dem So nenblumenstaat an: Nach den Registrirungsbüchern von KansaS wurde bei den letzten Wahlen eine noch 'nie dagewesene Anzahl Frauenstimmen eingetragen. Nach gehend seien aus acht der hervorragend sten Städte die Zahl der weiblichen und daneben die .der männlichen Stimmäeder anaeeben welche letztere
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rmger war: Frauen 3482 2354 883 1385 1000 40D0 320 2464 Männer 8286 4001 605 2240 2460 6000 2808 5065 KansaS Eity Leavenworth Emporia Fort Scott Lawrence Topcka Atchinson Wichita Bei den Schulrathswahlenin Detroit ließen sich am ersten Tage 5253 Frauen ; registriren, und bei der Prüfung der ; Registrirungen in den einzelnen WardZ , ergab sich, daß in der 1. Ward sich 139 ! Männer und 304 Frauen registriren ließen, in der 2. Ward 195 Männer und 591 Frauen, in der 11. Ward 120 Männer und 496 Frauen, in der 16. Wd 111 Männer und 452 Frauen' u. s. w. Es kann unter diesen Umständen nicht überraschen, daß ln den gesetzgebenden Körpern die Frauenstimmrechts' , vorlagen mehr Gnade finden, als je zvor, und in der kalifornischen Legislatur wahrscheinlich noch dieses Jahr eine solche Vorlage angenommen wer den wird. Nebenbei bemerkt, hat auch im britischen Unterhaus eine derartige Vorlage glücklich die zweite Lesung vaisirt. Sregespenst. Jedermann kennt die Sage vom Fliegenden Hollander.- Dichter, wie Eoleridge, haben sie in Balladenform gebracht: Nomanschriftstcllcr. wie Eapitän Marrat. in spannende Erzähhingen umgeschmolzen, und Eomvonisten, wie Richard Wagner, sie dem Opernschatze der musikalischen " Welt einverleibt. Unstreitig Hat zu der romantischen Sage einer jener Schrecken der Hohen See, ein führerlos umherirrendes, bald den Strömungen, bald dem Winde gehorchende? Wrack Veranlassung gegeben. Besonders häusig sind diese ruhelosen Wanderer in jener Gegend, wo die Stürme das ganze Jahr ruhelvs toben, wo tückische Klip, pen und Felsenriffe selbst dem erfahren sten Seemann taufende von Gefahren bereiten. Wir meinen das Kap Hoorn und seine nähere Umgebung, die Ma- ! gelhaenZstraße und die Falkland-Jn-sein. i Hätte Homer jene Gegend gekannt. er hätte sicherlich die Wohnung des j Katers der Winde, Aeolus, und seiner unbändigen Sprößlinge hierher der- ' legt. Nur niedriges Buschwerk und i spärlicher GraswuchS entsprießen dem Felsboden, denn der stets rasende I Sturm laßt keinen Baumwuchs auf j kommen, und stets ist der Himmel mit düsteren Wolken verhangen. Und doch j leben Menschen, vielleicht die elendesten auf dem Erdenrund, unter diesem düste- , rcn Himmel und auf diesem kargen Felsboden. die PescherähZ. Ein Schiff scheitert in einer Sturm nacht. Vielleicht kommt nicht ein Ein ziger der Mannschaft mit dem Leben davon. Vielleicht retten sich einige kühne Matrosen an's Land, um endlich. , nachdem sie Jahre lang von Seemuscheln und den Eiern der Seevögel ihr Dasein I -n-i. . . , ? . . . . gesrlsiei, von einem voruoersayrenoen Walfischjäger, der frisches Wasser ein nahm, aufgenommen und der Eivilifa ! tion zurückgegeben zu werden. Solche ivAfi :U.t r. u.. mu- :. (juuc iuu muyi icucu. UVli, lil Z7Ul ist verloren gegangen. Nicyt aber liegt m. a .. v kl Tl.. -.9 . v . : . v": . rs uui ucui lcsgrunvc, icic oic landläufige Anschauung geht. Zwar hatten die Wellen und' die furchtbare Brandung an den schwarzen zackigen Felsen der Riffe das Schiff arg mitge nommen. Die Ladung wurde von den Sturzwellen allmählich hinausgespült i und an den öden Strand geworfen. C - C LiC : O. V ! . I' - 1 V . CYT co surlvur ii oie wewllti oer vogen, daß man bei einem gescheiterten Schiffe, welches eine in Kisten fest verpackte be deutende Summe gemünzten Goldes führte, nach mehrnen Jahren einen Theil der kostbaren Ladung, fest einge klemmt und zu Goldblech geschlagen zwischen den Fugen der Schigstrümmei vorfand. Eapitän Spurring brachte in dem Logbnch seines guten SchoonerS Drumcraig" die Mär von einem unheimlicheren Meeresirrwisch von einer seiner glücklichen Fahrten um das Eap Hoorn mit nach Hause; und das Log buch eines Schiffes, mein Junge pflegte schon Eapn Euttle seinem gc spannt aufhorchenden Verehrer Tootö zu versichern, .ist das wahrhaftigste Buch, das jemals ans der Gotteserde geschrieben wird, denn da schreiben sie reine tilgen innern Und daß Eapt. Spurring diesem ehrendm Zeugnisse gemäß gehandelt und die Wahrhaftig. keit seines Logbuches oder Schiffsjour nals durch keine Ausgeburten seiner Phantasie, die der schlichte Seemann gemeiniglich Lügen zu nennen pflegt, entstellt hat, dafür bürgt der neuelliche Bericht eines anderen braven See manns. Namens Atkinson. von der Eautious Elara". Es handelt sich aber im vorliegenden Falle nicht um einen .Fliegenden Holländer", ein, führerloses Wrack, das die erhitzte Phantasie des abergläubischen See manns mit allerlei Gespenstern, Mar ryatS kleinem unheimlichen Mynheer", oder gar EoleribgeZ personisicirter Pe stilenz und Freund Hain ausstafsirt, von Eddar Poes noch viel entsetzlicheren Phantasiegebilden zu geschweigen. Dcch wir möchten die Geduld des Le sers nicht länger uf die Probe stellen. Was nämlich die beiden -Schiffsführer in jenen unwirthlichen Breiten erschau ten, war ein Eisberg, der eine unheim liche Last auf seinen Rücken trug, eine vollständig aufgetakelte Brigg, mit vol len Segeln, .jeden Fetzen Leinwand" vor htm Winde. aber mit eisigem Robsrost und glitzerndem Reif von' der Mastspitze bis zum Kiel umhüllt. Hart Backbord hielt der gewaltige Eis berg. und Eapitän Spurring' konnte von der Eommandobrücke mit seinem guten Tollond alle Einzelheiten der n heimlichen Erscheinung genau studiren. wahrend die Matrosen vom Verdeck und den Raaen aus in betretenem Schwei gen dem allmählich im Nebel der Ma. gelhaenö-Straße entschwindenden Wan derer nachstarrten. Einige wollten in dem Takelwerk menschliche Körper wahrgenommen haben,- obwohl Capi tän Svu'rrina trofc seines aujeu Olaftf
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nichts davon zu Gesichte' gekomnien war. ebensowenig wie von dem entsetzlichen Klabautermann, der, wie eine alte, vielgereiste Theerjacke hoch und theuer schwur, am Bugspriet gesessen, seine rothen Augen rollend und seine grünen Zähne fletschend. Obgleich also, nach der Versicherung jener Matrosen, die Beobachtung des Eapitäns an einer bedauerlichen Un Vollständigkeit leidet, wollen wir doch die Hauptpunkte seines Berichts mittheilen. Danach waren alle Theile dcö Schiffes dicht mit einem Panzer von Eis und' Reif umhüllt, dessen Ticke Spurring und Atkinson auf etwa drei bis fünf Fuß schätzen. Rings herum hatten sich gewaltige Zacken und Zapfen von Eis gebildet, sodaß es schien, als ob das Schiff in einem Walde von Eis bäumen eingebettet war. Augenscheinlich war die Brigg schon seit Jahren in den Eisberg eingefroren. In den eisi gen Regionen des Südpols sind die nach Norden abfließenden Meeresströ mungen nicht von solcher Mächtigkeit, um Eismasscn, welche den in entgegengesetzter Richtung wehenden Stürmen eine große Fläche darbieten, trotzdem unentwegt nordwärts zu treiben. Am Nordpol'hatle jene augenscheinlich von ihrer Mannschaft verlassene und im Eise festgefrorene Brigg unfehlbarnach Lösung des Eisberges vom Festlande südwärts treiben und schon im ersten Jahre ihrer Irrfahrten in den warmen Fluthen des Golfstromes durch Schwel zen ihres eisigen Trägers verlustig gehen müssen. In dem Mslstrom der südpolaren Eislaufe mag sie noch Jahrelang als Seegespenst im heulenden Sturm und Schneegestöber den abergläubischen Matrosen reichen Stoff zu den herrlichsten .Varns" liefern. Bom Anlande. In einem Garten von Le lington, Fla., sind 122 verschiedene Arten von Rosen zu sinden. Eine Anzahl Arbeiter fan den in Turango, Meziko, beim Aus graben eines Bauplatzes zwecks Legung rines Fundaments etwa fünf Fuß unter der Erboberf!äcke ein Kästchen mit kl 000 Gold in spanicher Münze. Man glaubt, daß das Geld vor mehr als einem Jahrhundert dort vergraben worden sei. Großes Aufsehen hat in Denver. Eolorado. die vor mehreren Wochen erfolgte, aber gebeim gehaltene Scheidung des Ehepaars Hermann und Laura D. Schweichheimer erregt. Frau Schweichheimer war in einem obskuren Neste von Eolorado als grü ncö deutsches Dienstmädchen beschäftigt, als sie im Jahre 1884 ihren Gatten, einen Silberbergwertarbeitcr, kennen lernte. Beide waren arm wie Kirchen mäuse, als sie sich am Weihnachtstage jenes Jahres heirateten. Sie zogen nach Rico, Col., wo die Frau einen kleinen Laden eröffnete, während ihr Gatte lohnende Beschäftigung fand. Ihre sich immer mehr vergrößenden Er sparnisse legten sie in Enterprise-Mi nen-Attien an, die dcnnalS sehr niedrig standen. Gerade sollte die Grube auf gegeben werden, als Frau Schweich heimer S5000 in der Louisiana Lotterie gewann. Mit diesem Gelde wurden die Grubenarbeiten fortgesetzt. Nach vierzehn Tagen stieß man auf eine reiche Silberader und dann wurde Schweichheimer's Antheil von östlichen Spcculanien um drei Millionen Dol lars angekauft. Mit dem Gelde kam das Paar nach Denver und dort brach der erste Zwist aus, da die Frau jetzt ein besseres Leben führen wollte. Im Oktober letzten Jahres verließ Schweich heimer seine Frau und zog nach New .'.'ork, wo er jetzt noch wohnt. Die Scheidunqwurde bewilligt undSchweich heimer zahlte seiner Frau eine Absin dungssumme von einer Million Dol lars. Das' Paar ist allen Gruben spekulanten des Westen? bekannt. Wilhelm Gibbs hat in sei nem Kosthcrrn Hugh Hughey von Ha miltonstraße. N. seinen Meister gefunden. Er befindet sich in den Fle geljohren: neunzehn Sommer sind über seine n Haupte dahingegangen und jeder einzelne scheint als Merkmal ein Här chen auf Wilhelms Oberlippe zurückge lassen zu haben, so daß er jetzt der stolze Besitzer eines 19haarigcn Schnurrbartes ist. Als solcher hält er es na. türlich für seine Pflicht, sein reichhalti geS Vokabularium von ausgewählten Schimpf und Fluchmorten bei jed.'r Gelegenheit auf seine Zuhörer loszu lassen. Als er das neulich in seinem Kösthause, dem Hr. Hughey mit An staud und Grazie vorsteht, beim Abend broö ein wenig zu arg trieb und 'die Ermahnungen Hughey's unbeachtet blieben, lud dieser seinen jungen Kostganger zu einem Gesvrüch unter vier Augen in's nächste Zimmer ein. Das Gespräche beschränkte sich aber nur auf ein einziges Wort. In' dem Zimmer angekommen, sagte Herr Hughlsq nümlich . blos Flegel und legte alsdann das junge Herrchen über sein Knie und versuchte ihm durch schlagende Argumente die Ungehörigkeit seines Benehmens nicht sowohl vor Au gen, als zu Gemüthe zu bringen. End lich war die Prozedur zu Ende. Mit einer Hand rieb sich Wilhelm seinen wunden Punkt" und mit der anderen griff er suchend nach einer Waffe, um die brennende" Schmach zu rächen. Er fand ein Wasserglas und warf eö seinem Sittenlehrer an den Kopf. Da für wurde er eingesteckt und vor Richter Taintor im Egex'Market'Polizcigericht kam dann die ganze Lebensgeschichte des Angeklagten zum großen Gaudium der Zuhörer an's Licht. Wilhelm hatte, um ein altes Sprichwort umzu kehren, den Spott, und wird auch für den Schaden nicht x soraen baben. da er zum Prozesse in den Spezial-Assisen ' auf die Anklage des schweren Angriffs festgehalten wurde. j I n ein Aquarium wird jetzt das unter dem Namen Castle Garden" bekannte New Yorker Gebäude, welche bis vor drei Jahren das Einwände rungS.Dext war und früher künstleri schen Zwecken diente, verwandelt erden. ' Der Umstand, dafc' der Bau in kreis'örmiger Gestalt errichtet ist. kommt bei der Einrichtung der neuen.' Anlaae sehr zu statten, und auÄ der
v.- ' luppelartihe Dach mit seinem zut licht, sowie, die großen, im oberen Theil des Gebäudes eingebrachicn Fenster sind für ein Aquarium nie ge schaffen, da das Tageslicht durch diese Fenster in Schachte fallen wird, welche es den darunter befindlichen, mit Wasser gefüllten und für die Fisch bestimmten Behältern zuführen sollen. Die Einrichtung des Innern des Gebäudes ist derart geplant, daß die größten Behälter den äußersten Kreis bilden mrdcn, dann kommt eine zweite Reihe von Achaltern verschiedener Größe, sogenannter .Tadle Tanks", und in der Mitte wird ein riesiges, sür die Avrxhi bien bestimmtes Bassin angelegt weiden. Man beabsichtigt, den Schachten und der Decke ein selSgesteinartiges Aussahen zu verleihen, wodurch das Ganze mit Znhil'enahme von Schlingpflanzen und anderen Gewächsen einer riesigen Grotte glcichm wird. Links vom Eingang sollen die Salzwasserfische untergebracht werden und auf der anderen Seite diejenigen, welche Seen und Bäche belehn. Das schon erwähnte Bassin, mit einem Kranz von Blattpflanzen und Palrien umgeben, wird in vier Theile getheilt und von zwei, sich rechtwinklig schneigen den Brücken überspannt werden, von welchen der Beschauer von oben herab das Leben und Treiben der unten ' im Wasser sich tummelnden See.Lönen, Alligatoren. Schildkröten und anderer Thiere beobachten kann. Ter Zufluß zu den Salzwasserbehältcrn soll dzrch Pumpen bewerkstelligt werden,- die das mit der Fluth hereinströmende Wasser in ein hfchgelegeneö Reservoir befördern, wo eS Zeit zum Klären hcben wird, um dann in die Behälter und schließlich wieder in die Bai zurüzulaufen. Auf diese Weise hofft an den in dem Aquarium hausenden Lebewesen das belebende Element so fnfch und so rein, wie im Ocean selber, zuführen zu .können. Tie Süßwasser Fische werden mit Wasser aus der städtischen Wasserleitung ohne irgend welche Zuthaten vorlieb nehmen müssen. Tie beiden niedrigen Steingebäud, welche jetzt den Haupteingang fl'anknen. werden theils zu Burea'ur oder Vor rathsräumm, theils für ein großes Restaurant verwendet, in welchem den Besuchern Gelegenheit gegeben wird, sich zu erfrischen. Unter diesen Gedäu den liegen Keller, in denen die Pumpen, sowie Maschinen sür Ventilation untergebracht sind. Tie Kosten für die innere Einrichtung des Gebäudes, den Ankauf von Maschinerie. Fischen u. s. w. sind auf etwa 8l2.',000 ver anschlagt worden. Tas Dach des Baues soll zu einer Promenade herge icktet werden. Im Laufe der VerHand, lungen in einem Prozesse zwecks Feststellung, wer der Eigenthümer eines Bushelö Austern sei, beschwor ein Austernfisch'r von Eape Ma?, daß er die ihm gehörenden Austern identisici ren könne, wo immer er sie finden möge. Die Geschworenen waren jedoch anderer Ansicht, infolge dessen er er klärte, daß er gegen ihre Entscheidung Berufung einlegen werde. Aom Zustande. Der Name eines dieser Tage in Ehur Verstorbenen erinnert an eine rührende Geschichte ans den Bündnerbergcn, welche gegenwärtig durch die dortige Presse läuft: Der Vater die ses Vernordenen, Jakob Wohlwend war in den Dreißiger Jahren - in Engüdin auf einem Lehen. Auf Wunsch seiner aus JgiS gebürtigen Frauent schloß sich Woylwend zur Uebersiedlung nach dem letztgenannten diesseits der Berge liegenden Orte. An einem schö nen Spütherbstmorgen des Jahres 1839 trat die Familie, Mann, Frau und 5 Kinder, das älteste etwa achtjährig, das jüngste noch Säugling, den Weg an über den langen, rauhen, damals noch von keiner Kunststraße überbauten Flüelapaß. In. jähem Wetterwech'el werden die armen Leute mitten auf dem Berg von wildem Schneesturm überrascht. Nach viel Stunden langem, ausreibendem Kampf mit den entfesselten Elementen muß endlich die erschöpste Frau mit ihrem Säugling unterwegs zurückgelassen werden. Nur mit äußerster' Mühe und Noth gelingt es dem starken Mann, die. älteren Kinder, sie theils . tragend, theils schleppend, nach den nächsten Wohnstütten zu retten. Tann eilt er sofort mit aufgebotener Hilfe zurück, um Frau und Jüngstes zu bergen. Aber ach trotz aller menschenmög lichen Anstrengung gelingt.es erst am dritten Tag, 'die beiden, tief eingeschneit, aufzusinden. Und wie? ! Die Mutter todt, an ihrer Brust den Säugling noch lebend und munter.' Ader freilich, das arme tapfere Mütterlein hatte in aller Todesnoth für seinen Liebling gar wohl gesorgt. Die Frau hatte das Kindlein . sorglich in ihr eigenes warmes Unterkleid gehüllt und, indem sie in des Winters eisiger Umarmung ihr Leben bereitwillig da hingab, dasjenige ihres Kindes ge rettet. Der Grobe Unfugs Paragraph" hat kürzlich wieder einmal eine merkwürdige Ausdehnung durch das Schöffengericht 'in Dresden ersah ren. Der Redakteur der socialdemo kratischen Sächs. Arbeiterztg." hatte in einer Sonntagsplauderei die hyper loyalen Auslassungen einiger Dresdener Blätter über die Geburt des sächsischen Prinzen Georg scharf kritisirt. Eine Beleidigung des prinzlichen Elternpaares, des Prinzen Friedrich August und feiner Gemahlin, konnte auch der Staatsanwalt in jener SonntagSplau derei nicht erblicken, wohl aber war sie der Ansicht, daß ein grober Unfug vor liege, weil infolge der Veröffentlichung jenes Artikels eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung" nicht ausge chlos sen gewesen sei. TaS Gericht schloß sich dieser Auffassung an und erkannte auf einen Monat Haft. Die Ver Handlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. ' Recht appetitliche Zu stände müssen in manchen Bäckereien Münchens herrschen. Wie die Medi zwischen Neuigkeiten" -melden, haben dortige Bäckergesellen sich an den Magi prat mtt der Bitte, gewandt, ex möge die Bäckermeister unHalten,' ausgiebiger als bisher Handtücher zum Schweißa
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i?wittl yttzuAkdett. itt alle für den Mann nur ein Handtuch bekä men. sähen sie sich genöthigt, zuletzt zu den Tüchern greifen, auf welche die Semmeln,vor dem Backen gelegt wer den. Drastischer, als durch diese Bitt sckrikt. kann die unsaubere Art deru bereitung des BroteS in vielen kleinen Bäckereien nicht aufgedeckt werden. Und diese Handtücher sind in der Bäckerei noch nicht einmal der wundeste Punkt, ebenso wenig wie diese erbaulichen Zustände sich auf München beschränken. Hier sollten die Behörden, , die sich ost vor Thatendrang nicht zu fassen wissen, mit Entschiedenheit eingreifen. Zum Besuch der Chicagoer Weltausstellung hat nach dem Pernehmen der Rhein. Wests. Ztg." der Teutsch-Amerikaner Villard (Hilgard) dem Reichskanzler- die Summe von 50,000 Mark zukommen lassen, um deutschen Interessenten, denen die Mittel dazu fehlen, die Reise zur bevorstehenden Weltausstellung in Ehicago zu ermöglichen. 30,000 M. sollen Hand.werkern. Kleinindustriellen und Tech.' nikern und 20,000 M. anderen Be rufsarten zu Gute kommen, und zwar in Einzelbetrügen von 1800 bis 200 Mark. Zur Auswahl geeigneter Per sönlichkeiten, die mit diesen Reisestipen dien bedacht werden können, hat der Reichskanzler Vorschläge seitens der technischen Hoch und Industrieschulen des Reiches, sowie anderer Körperschaf, ten erbeten. Das Reichskanzleraml stellt oen aus dieser bochherzigen Stis. tung bedachten Ausstellungsreisendcn überdies Fahrpreisermäßigungen, so wie werthvolle Empfehlungen an den deutschen ReichSkommissäre in Chicagc in Aussicht. Im verflossenen Jahre sind beim 7. Jnsanterie-Regiment in Bayreulh Mißhandlungen und Be- ! schimpsungcn der Soldaten durch OffiI ciere vorgekommen, namentlich haben ! sich hierüder die Einjahrig-Freiwilligen ! zu beklaaen aeÄabt. Tie einaeleitete Unteruchung hat, wie der Würzbur ger Gen.-Anz." berichtet, ergeben, daß die Mißhandlungen und Beichimpfungen in der That vorgekommen sind. Oberst Schuster, Kommandeur des 7. Jnfanterie-RegimentS, ist infolgedessen penssonirt worden und bat, wie der Regimentsbefehl vom 21. März besagt, die Führung des Regiments dem Oberstlieutenant Schunck übertragen müssen. Lieutenant Sauter,' der die Einjährig Freiwilligen einzuexerciren hatte und sich die Ausdrücke ehrlose Blase, saudummer Judenjunge.HundSknochen, Hammel, Sanbauer ?c. bediente, wurde nach Hof an das Bezirkslommando versetzt. , Alle diese Vor kommni-'se gelangtendadurch zurKennt niß der Behörde, daß der EinjährigFreiwillige Baron v. Metsch sie in der Presse veröffentlichte. Aus Paris wird gemel det: In der Pfarrkirche von Samt Tenis spielten sich kürzlich wüste Auf tritte ab. Eine Bande Anarchisten, begleitet vom Bürgermeister und einigen Stadträthen ihrer Farbe, drang während einer Predigt des PfärrerS L'Enfant in die Kirche, bemächtigte sich der Stühle und begann auf die Gemeilrde wild cinzuhauen. Tie Schlägerei hörte erst auf, als Polizei und Gensdarmerie herbeigeholt werden konnte. Zahlreiche Personen wurden verwundet. Aus Hessen-Darmstadt. . Kaufmannsehefrau Helene Uge, geb. Baltz; Schneidermeister Joh. Koch. Privatin Eatharina Weber, Frau M. Schuster, geb. Jost. pens. Oktroiauf seher A. Wenner, Nätherin Anna Lang. Frau Amalle Schmitt, geb. Röhrich, Holz- und Kohlenhändler Ehr. Henkel. . berlandesgerichtsrathswittwe Ehr. Element, geb. Senstner, Haupt staatskasse Assistentenwittwe Henuette Förster, geb. Weppler. Obcrmüller Albert Ncukirch, Privatin Earoline Möhl, pcnl. Staatsverwaltcr Kugel mann. ' , Btertaul endiayrlge Tot lettengeheimnisse hat der derzeitige Rek tor der Münchener Universität, Profes sor der Chemie Tr. Bayer, enthüllt, indem er Schminken aus den Mumien gräbern zu Achmim chemisch untersuchte und dabei zu höchst interessanten Ent deckungen kam. Die üg?ptiichcn Schö nen benutzten zu ihren schminken Blei Präparate, welche auf sehr umständli chem, von . Professor Bayer in 'allen Einzelheiten nachgespültem Wege sehr geschickt v erarbeitet wurden. Die Blei erze, welche sich in Aegypten nirgends finden, sind jedenfalls, aus Indien bezogen worden, was einen weiteren Be weis dafür giebt, wie viel Mühe und Kosten , man vor 4000 Jahren schon auf die Täuschung der Männerwelt verwandte. Die .Aerztl. Rundschau" berichtet auch über die Bestandtheile und Zubereitung einer grünen Schminke, mit welcher die egyptischen Prinzessin nen das Weiße ihrer Augen in einem feuchten grünlich. n Schimmer crscheinen ließen, eine .Sitte, die sich heute noch unker den taurischen Tartarinnen und Araberinnen sinden soll. Solche grüne Schminke wurde im Körper der vor 3600? Jahren verstorbenen Prm--zessin Ast nachgewiesen. Das türkische Nordaf. rika, vor Allem das Vilajet Aarka usd in geringem Grade auch Tripolis, wird dieses Frühjahr durch eine entsetzliche Dürre schwer heimgesucht. Seit fünf Monden ist in Barka kein Tropsen Regen gefallen. Felder und Wiesen find verdorrt, die Heerden und Haus thiere der Bevölkerung verendek, und die Bewohner der Verzweiflung nahe gebracht. Schon vor etwa drei Mona ttn führte das. allgemeine Elen)) zu aufrührerischen Bewegungen, die aber niedergeschlagen wurden. Heute ist die unglückliche Bevölkerung des Landes von Hunger und Krankheit gänzlich entkräftet Und bat ssck) stumnisinnia in j ihr Schicksal, ergeben. In Folge der Verwesung der vielen gefallenen Thiere 1 in v:. n..:i v. t . III oic ui 0 ganzen 'anoes Mlf Miasmen erfüllt, die eine pestartige Krankheit erzeugt haben. In Bengasi, der Hauptstadt BarkaS. ist. wie eS beißt. die Hälfte der Bevölkerung diefer Krank btit zum Opfer gefallen. . Auch der Gouverneur dkr Provinz und der Kad; sind ihr erlegen. Von den 2000 euro püischen Bewohnern Benaasis haben sich 'die Wohlhabenderen alle'nacb Aeavvten
rrtiwnbisfi-iTfiiijt sH oder Malta eingeschifft. Da es voll standig an Aerzten und, an Medicin mangelt, nnd die Nahrungsmittel im mcr theurer werden, so scheint es aus gezchlollen. da& sich das unglückliche Land ohne fremden Beistand wud ret ten können. Die Notabeln BcngasiS hshrt hpftrvifh lSs ffcsrtlTir 5 )(Krtr ff W V V VVW4M4V V V f 1 4 4 VlliV nung nach Konstantinopel zum Sultan' zu schicken und deen Hilfe zu erbitten.' I m Wiener städtischen' Versorgungshause befindet sich seit zwei Jahren ein erblindete-, altes Weib unter dem Namen Marie Wagner in Pflege. Die blinde Pfründnerin hat vor einigen Tagen ein furchtbares Ge ständniu ahct'Unii sie hai einiikstand'n? x-. ,; .;.. L . UiU.x4 f.!i daL ne mit einer von der Behörde seit akren llsnckten weaen I'btZllnabme uyrett gCstlicil, n rgril yu.IlUlmc an einem Raubmorde verfolgten Ver brechen identisch ist. Vor 34 Jahren im Jahre wurde an einem' Jsraelitcn Namens Wei bei Weihmichl in Bauern ein Raubmord verübt. Zur selben Zelt war beim Einödbauern .zum Dachs" eine damals 24jäHrige Magd Marie Neumayer bedienstct. Ter Einödbauer wohnte auf einem (Sehöfte in Eugenbach in Bayern, nicht weit vom Thatorte. Unmittelbar nach dem Morde wurde Marie Neumaver ucui ii'ius uuiut ui juuiuui,u Mit wem Geliebten, denen Namen man damals nicht kannte, von Haus und Hof flüchtig. Zehn Jahre ver' gingen, oyne daß das ervrecyen ge fühnt wurde, und erst im Jahrc 1863 eruirte die Behörde die Namen der Thäter. Es waren ihrer Drei: Ein' Mann Namens Josef Staringer. der! eigentliche Thäter, und die junge Marie Neuma'er mit ihrem Geliebten, Alois Ullrich. der zugleich mit ihr flüchtig geworden war. Nur Staringer siel da mals den Behörden in die Hände; die
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Neumarer und Ullrich blieben nach wie Zimmer No. 19. über Fletcher's Bank, eegenvor verschollen. Am 13. August 1863 über vom New York Store.
stand Staringer in Straubing vor sei nen Richtern. Er wurde des v . 3 CCT - ! n s X . . f W ! i u 1 ... ntnrhPS an Mein scküldia erkannt. ,um Tode verurtheilt und justifizirt. Marie m v w tft , Aeumayer uno lyr oumallgcr veneD ter Alois Ullrich wurden wegen Theil' nähme an dem Kapitalverbrechen in uz ei .. ti ? coniurnaciarn zu zwvis uyren Jucyi-j haus verurtheilt. Jetzt hat sich durch. M .MM - 4. I einen Zufall herausgestellt, daß die ftin: m.. 4 mXt ? ? XlUliC WU(IRl lllll VU LlUUytlil VllU'j marer identisch ist, und nach abgelegtem Rftimi& ?ft v? Slrfr(jfi(rirf in linTt.l L ui Will o ; "k w.wvvv i ik I zetlichen Gewahrsam genommen wor. ' t 7,ri Triinnrirt ,i . - - A - -7 n - - - bursche einer Restauration in Bam berg spielte vor einigen Tagen in der Küche mit einem scharf geladenen Re volver. und als gelegentlich das Dienst Mädchen scherzend zu dem Genannten sagte: Schieß' mich todt-, war sie auch ebenso schnell schon verwundet. Das Geschoß prallte glücklicher Weise im Munde am Kinnbacken ab und wurde von der Verletzten sofort ausgespuckt (!). Ter herbeigeholte Arzt konstatirte eine leichte (!) Halsverletzung. Aus London, 25. März wird berichtet: Vor dem Marylebone Polizeigericht in London stand gestern Lord HastingS unter der Anklage, sich gegenüber einem jungen Dienstmädchen in Regents Park in unziemlicher Weise entblößt zu haben. Ter Angeschul digte wurde verurtheilt und zwar zu drei Monaten Gesängniß oder eine Buße von 50 Lstrl. allerdings eine eigena.tige Alternative, für einen reichen Lord. Derselbe legte übrigens sofsrt Berufung ein. Miö (C '' wi. v i (tx W vwy Eine Anzahl von ThsPePtlcS schreien und lamentiren nach jeder Mahl lt. Magenleiden (Dyspepsia) kommt hauptsächlich von fehlerhafter Verdauung und kann ernstliche Folgen nach sich ziehen. ES schmacht den ganzen Körper. Es ist daher von großem Lortheile den achten Johann Hofs'schen Malz Extrakt zu gebrau chen. Dies ist nicht nur ein stärkendes, son der auch ein Nährmittel, daß der Ver dauung nachhilft, Appetit erregt und die Speisen zu verdauen hilft. Es wird von den besten Aerzten verordnet und wurde rnit 76 Mdaillen leiner vorzüglichen, heil wirkenden Eigenschaften wegen, prämnrt. Man hüte sich vor Nachahmungen. Der üchte Johann Hoff'fche ialz-Ertrakt trägt .die Unterschrift von Johann Hoff" auf dem Halse einer jeden Flasche. Eisner & Mcndclson Co.. Agenten und Imports ' von Mineral Wäszern, e Barclay St., ' New Jork. Fettleibigkeit. - Dr. Tckindler-Bar. nao'S Marienbader ReductionSpil len habe , sich als des vorzüglichste Mittel gegen Fertleidigkei d'wäin-t. r. Schindler Barna lit eire anet kannte Autsrität in allen diesen Fäl le. Königin J'akella. Marie Geist, inorr, Gräfin P a l f s v und tankende de rühmt: Persö"lickke ten traben tie Wirkung der selben attrstirt. Marie Hnistängl, Optrnsän?erin, Stuttgart, ickrebt : nlicgki'd meine Photographie, wo ich boffentiick ,vtn NeductionöviUen alle (ifire macke. Sollten Sie damit nichs zufrieren sein, io will ich hnrn eine spicken, wo ick noch im hoch sten Stadium war. Weitere Information er theilen: Eigner Sc Mendelfon C o m v a n v. gcnten für 7r. Schindlr-Barnay. VoZ 154 Jranklin Str.. ew ?)ark. Theodore Stein, Nachfolger von W. E. nderson. Abstrakte von Besitztiteln und Grundeigenthum werden in prompter und zuverlässiger Weise ausgeführt. . tto. 00 Äst Market Strafe. .Jn.ianavoli l. Ind. mMm Umgezogen Er ist hier .-um. her zu bleib u " Die unebmende PrariS des Dr B-t ua Augen ono Obren Arzte S, imana 'S' nach größeren Stäumtichkeiten umuzieteu. une thete deshalb die Räumlichkeuen im zweiten Stock dcS.Zron Btock-, 11,. W. Washington Str., - nächst zu Bowen.PZerrill Co'S. für fünfabre. wo er auSgcz'ichnet? Officen einuerichtet bat für die Behandlung von Auge, Ohr, ?kae uno Hat und die Anfertigung von rillen, künstlichen Au gen und die Veradcstellung von Schieliugen, so mit die Operation jur Untkernnna de Star vorzunehlnen, zu Preisen für AU erreichbar. E,nsultarion sie und Jedktmann eingeladen.
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Mehr al uMfleiiX 8 B r o k l ? n. N. ?).. Jan. 19. 1891. 5 gmlt mit jur besonder Besrikdigung. Ihnen r?n der n undervoUcn Xvx, welche .Pastor König' Z?erv,n-Llälkeran meinem Eohn Johann vollbrachte, Z.'!illh:ilung zu machen. Zwölf Jahre lang b:!am er rämpie. zuleyl sogar ein- und zweimal wöchentlich. Wir zogrn prominente Aerzte zu Rath und ersuchte alle möztichen Mttel, aber alle ohne die geringste Hoff nung zu erhalten, da erfuhren wir von diesem werth vollen Nillel und entschlossen uns zu einem Versuche Derselbe bat un mehr al lufric eingestellt! Seitdem er mit dem Neroen-Ttärker ror drei Monaten anfing, ist er nicht wieder krank gewe scn. vtt sci qcdankll Jedt kau er lein Lebe genie. kn. und wir schkn sür ihn eine Zukunft. Bitte., psggkn Tie hercsühlteu Dank dieser Familie. Ihre wvn Hai ihn mcht nur rurin. sonder ah sein m?!?;.'!" üherezuftad. d.2u. er -66 ix- - F. M. c-: w.rthvllcz V, für Nnv.l.idendc rtt X&W&WA . Tiefe Medizin würd ti Un Sah 1873 Den bera KOENIG MEDICINE CO., 238 ndoiph su, Chicago, iix. ,i.oo8? ebe ri.?s, u ?.. I Jndianapou in den deutsche porheken tt. Will, ander. U Wett Wafkinaro Str. und Ecke Süd Es Str. und Lincoln ane. Krebs, Gcsär.vüre, Iiktcln, Tuors, ohr Anwendung deS BkesscrS kurirt. Dp. L. HOWARD, Süd Illinois Ctrabe. Frage nach einem Zirkular. Mary C. Lloyd, Zahnärztitt,
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