Indiana Tribüne, Volume 16, Number 207, Indianapolis, Marion County, 16 April 1893 — Page 8
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Nicht etnia, daß meine Braut häßlich, dumm oder sonst unangenehm gewesen, roare. . im Gegentheil, reizend!' Achtzehn Jahre elt, goldblond, mit großen, blauen,, schelmisch aufleuchtenden Augen, die Einen fest und dabei eigenthümlich fragend an blickten. ... ganz überraschend, obwohl man doch in (der Welt und hinter den Coulissen so Manches schon gesehen und kennen gelernt hat. Wie ich zu ihrer Bekanntschaft gekommen bin? Ganz einfach. Wie es gewöhnlich geht, wenn man heirathen roill. Eines Morgens war ich höchst verdrießlich, mit schwerem Kopfe, ?dem Magen und leerem Herzen erwacht. . . .Dazu das düstere, kalte, trau rige Wetter! Am frühen Marge.: schon ein Gesühl der Langemeile, das sich bU Mittag zu tödtlicher Langeweile stei gerte. So sagte ich mir, jetzt ist der Augen blick zum Heirathen gekommen! Wie lvär's denn, wenn ich eine Familie grün dete? Das würde mich beschäftigen!... Ich werfe mich in mein Coupe, eile zu meinem Notar, einem alten Familien freunde. .. .lege ihm den Fall vor, er durchblättert seine Acten und fragt schließlich, ob ich eine blonde oder eine brünette zrau haben möchtet Die Blonde wäre mir lieber. .Wetzhalb? Wdl Toupinette brünett war. ES ist nur wegen des Contrastes." Tiefe Bemerkung scheint ihm cinleuch tend. Er schlagt ein Fräulein Bertha Brioard vor. . . Hübsch?" ' Sehr hübsä,. Wem sieht sie ähnlich?"' Niemandem ... sich selbst!" Aber bitte, denken Sie doch nach, lieber Freund ; sollte es Niemanden im Vallet'-Corps geben, der an sie erinnert," Im Vallet-Corps ! Im Valletorvs ? . . . Nein, ich wüßte Niemanden! Aber bei den Bousses ist die kleine Angela!" Angela! Entzückend ! ... Wär's mögtich, daß ihr das junge Mädchen ähnelte? Dann heirathe.ich sie sofort. Wann stellen Sie mich vor?" Die einleitenden Details deute ich nur kurz an. Zuvörderst die Vorstellung! Man sollte im Hotel Continental" zu sammenkommen. Ein Wohlthätigkeitö ball zu Gunsten armer Ladenmädchen, die sich zu Aquarellmalerinnen ausbilden wollten. Eine Quadrille, ein Walzer. Kurzes Kokettiren.... worauf wir unS hinlänglich kennen würden, um in fsi cielle Verhandlungen zu treten. Echter AmerikanismuS! Man erledigt die Ge schäste rasch Doch der Ball wird abgesagt. Dafür sctzt man die Komische Oper. Classische Vorstellung. Der Notar öffnet mir die Logenthür. Einen Gruß für den Vater, einen sür die Muts ter, einen Blick auf daS junge Mädchen! 0, zum Anbeten, das junge Mädchen! Ein Pastellbild. Eine kleine, schelmische Nase, hübsche Lippen, große, weit geöffnete Augen und ganz nahe an den kindlichen'rosigen Ohren Löckchen, die im Lichterglanz wie goldiger Hauch erschie? nen .... Viel hübscher als Angela ! . . . . Wohlan, abgemacht! Wann ist die Hochzeit? Die Hochzeit! Diesem NealiSmus geht erst die ganze Poesie deS Braut stand es voran. Ich war entzückt bei dem Gedanken an meine Heirath. Herr Vrioard, ein sehr liebenswürdiger Mann, der nichts zu. thun hat, als seine Coupons abzuschneis den, hatte mich gleich am ersten Tage eingeladen. Ich sehe es noch vor mir, das Familienbild, auf dem Boulevard Mal herbes, in dem weiß und goldtavezierten, mit allem banalen Prunk moderner pezirkunst ausgestatteten Salon. Ab scheulich überladene Möbel von Beau vaiS .zu reich vergoldete Bronzeoasen, grelle Ofenschirme, auffallender Peluche, zu neue Gemälde. . . .Ern gestern erstan dener Lurus, ein durch die Factura ver dürgter Geschmack! Und ganz reizend das muß man zugeben zum Anbeißen hübsch, den blonden Kopf unter die Lampe geneigt, Fräulein Bertha, die mit einem japanischen Messer eben die letzte Nummer der Nevue des deur Mondes" auf schnitt: ein Greuze, der Feuillet liest! Das Ganze wohl etwas gemacht, ein wenig erkünstelt, das gemüthliche Familien leben veranschaulichend, aber dennoch reizend ! So hübsch, daß es einen Heiligen hätte rasend machen können. Ich bin kein Heiliger. Mein Wort darauf, ich hätte Fräulein Bertha Arioard augenblicklich oeheirathet. Die Eltern wären wahr scheinlich nicht einverstanden damit gewe sen. Aber Recht hätten sie nicht gehabt, a ihnen doch daran lag, ihre Tochter z" verheirathen. Genau genommen, ist der Brautstand eine herrliche Zeit. Er ist der Prolog, das Vorwort, die Vorrede zum Ehefrüh ling. Ein Vorwort, verlockend, süß, vielversprechend. . . . Man sagt sich wäh, rend des Lesens: Welch' schönes Buch! WclePoesic! öerrlicbk
Göttlich!.... O, Zkw!ßl....schaoe nur, daß man die Seiten umwenden muß und dann.... doch, wie gesagt, ich wünschte nichts sehnlicher, als wciterzu lesen und zwar rasch, rasch ... Ach, das junge Mädchen! Dieses Ideal, dieses unerfahrene, naive, köst liche, unberührte, reine Wesen, ich hatte es gefunden! Welches Glück, diesen klaren, offenen Blick, das Lächeln dieses Mundes mein zu nennen ; das Erschau ern dieser weichen, sammtweichen Haut zu fühlen.... Kh war entschlossen, ich wollte Fräulein Brivard heirathen.... Seitdem kehrte ich jeden Abend zum Diner nach den: Boulevard Malherbes zurück, machte regelrecht den Hof und fand mich immer wieder in dem weiß und goldtapezierten Salon, mit denselben Bronzevasen, denselben Ofenschirmen, denselben Fauteuils von Beauvais ein.. Nur Fräulein Bertha schnitt nicht mehr die Nevue detz deur MondeS" auf.... Sie las jetzt kleine, komischere Journale mit niedlichen Zeichnungen, die reizende, wunderreizende Flauen darstellten, die ihr ähnelten. . . . Täglich brachte ich ein Bouquet. Einen Strauß Rosen oder weißen Flieders. Ich trat zu derselben Stunde 'in densel ben Blumenladen, und wie selbstver ständltch streckte dasselbe Blumenmädchen,' sobald es mich erblickte, die Hand nach derselben Richtung aus und reichte mir mit derselben Bewegung die stets gleichen Rosen und FliederbouguetZ. Ich war ein Habitus geworden. . . .der übrigens Niemanden ansah. Stets sehr eilig, obzrsar cs gewiß angenehm ist, all' die Blumentusfes, die Unmenge frischer Veil chen, die schönenRosen ... all' die Straueher, Orangenbäume, Camelien.mit ihren zarten, glatten Blumenblättern zu be trachten, und mitten in all', dem Grün junge, lächelnde Frauengestalten, mit rosigem Hauch übergössen, gleich lebende Blumen .y c mich. Ich werde idyllisch. Es ist eine Erin neninaA Ich Barbar, hatte nicht einmal die seltene Anmuth und daö kübsche traurige Gesichtchen des kleinen Blumenmädchens, welches mich bediente, bemerkt. Ich dachte nur an Bertha, ich sah nur Bertha. und wenn ihre herzigen Goldlockchen mir vor den Augen tanzten, sagte ich mir. daß sie hundertmal hübscher als die kleine An gela sein müßte, wenn sie dasselbe Co Itüm als morlakische Bäuerin trüge, wie jene Operettensängerin .... Angela! Als mir eines Abends geradein dem grs ßen Salon beisammen saßen, blätterten mir im Familien:Album .... Sehr gemischte Gesellschaft in diesem Album! Militärs. Kaufleute, Einjahrig-Freiwil lige, ausgediente Tanten, apoplektische Onkel, ein Artillerie-Oberst, ern Mini st er .... aber heutzutage hat Jeder fast einen Minister in der Familie .... Das hat nichts weiter zu bedeuten .... es ist gerade so, wie ehemals das Bild eineS mit der Bärenmütze der Nationalgarde geschmückten Großvaters .... Während sie daS Album schloß, sagte mir Bertha: Ich habe ein viel amüsanteres." Sie geht es holen. Sie läuft danach. Ach. welche Taille! .... Sie bring? eS. Ganz mit Schauspielerinnen gefüllt. Sängerinnen, Tänzerinnen. Und dort, zwischen . der Theo und der Judic, lä chelnd, schelmisch, decolletirt, die kleine Angela von den Bousses .... Nicht wahr, ich sehe ihr ähnlich?" fragt mich Fräulein Bertha lebhaft. So ohneweiters, Aug' in Auge, aus nächster Nähe, mit Blicken, sunkensprühend, glü hend, elektrisirend ! Man muß entftam men, wenn man ihnen ausgesetzt wird! .... Alle sagen mir, ich sehe ihr ähnlich." Und indem sie die Haltung der kleineu Angela annahm, begann sie, sich etwai zierend mit den Augen blinzelnd, den kleinen Finger mit den spip, niedlichen Zähnen bearbeitend, die Operettensinze rin genau copirend, die Couplets zu trällern: Eine Puppe, Eine Puppe, Eine Puppe mit dem Schlüssel. . . . Ich Unglücksmensch ! Sie kannte daS Repertoire der BousjeS sie, Fräulein Brivard, die Tochter BrivardS, deS hoch angesehenen Kaufmannes und gewesene HandelsgerichtsiPräsidenten. An dem Abend ging ich etwas gedrückt aus dem weiß: und goldtapezirten Sa: lon des Boulevard Malherbes. Die kleine Angela und die kleine Bertha ver schwammen eigenthümlich in einander
i und hüpften lustig, wie zwei gleich kleidete Puppen, vor mir her und, bei Gott, je weiter ich ging, desto weniger klar war es mir, ob ich dem Debüt deS Friuleins Brivard im Passage Choifeul beiwohnen oder Fräulein Angela von den BouffeS vor einer tricoloren Schärp angetraut werden sollte. . . . Eben schritt ich wieder an dem Blu menladen vorüber, den ich jeden Abend regelmäßig betrat; man ging an'S Schließen' aber zwischen den großen Azaleenbüschen, über all' die Riesenbau quetö in der Auslage hinweg, durch die großen, grünen Blätter der Gummi bäume, die wie aesirnißt glänzten, be merkte ich dasselbe Blumenmädchen, welches mir seit zwei Wochen tagtäglich da? gleiche Bouquet mit dem gleiche Lächeln reichte.... einttn verbindlichen, weichen, etmaS tauben Lächeln,- daS ich nie beachtete.... Sie vollendete eben ein Bouquet .... Hübsch, wahrhaft hübsch sah sie in ihrem schwarzen Kleide mit dem schlichten Kragen aus, der die Blässe ihres braunen Köpfchens noch mehr hob .... Im Anschauen verloren, blieb ich stehen. Sie war reizend, meine kleine Freundin, die Blumenhändlerin. . . .Mit dem schwarzen Haare, welches ihre Stirn umrahmte, und dem schöngeschnittenen Prosile sah sie aus wie eine antike Denkmünze. Es gibt solche Köpfe in Arles. Doch wie thöricht! Es gibt deren auch in Paris; denn sie war eine Pariserin, fein, elegant, sanft, mit et was Pikantem, Uebermüthigen. . . . Sie arbeitete unter dem Gaslichte, drehte und wendete ein Rosenbouquet, welches sie so sorgsam zusammensetzte, wie man ein Sonette dichten soll. . . . Ich sah wie gc bannt auf ibre weiße, zarte Hand! Fnn, riftokrKtisch, auf meine Ehre! Und ich bewunderte diese Hand, ich, der ich dort unten, Boulevard Malherbes, in dem weiß und goldtapezirten alon um eine ndere Hqnd anhalten wogte ! . . . .
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"Am anderen Tage (ich "erlaß eucy den Bericht meiner Träume, der schlaflosen Stunden, die ich verbrachte, Stunden, in denen ich Blumenmädchen mit echt jungfräulichem Wesen und junge Damen vor mir sah, die in morlakischem Costüm Ballet tanzten und Couplets dazu san aen) am anderen Tage sollten wir Alle, Bertha Fräulein Bertha, ihre Eltern und ich, bei dem verteufelten No ar speisen, der mir zugeraunt hatte: Nun, mein lieber Gontran, (sie schel nen zu erkalten!" Ich hatte Fräulein Bertha ein Taillen bouquet versprochen. Ich mußte eS ihr bringen; sie wollte es anstecken und dann sollte gemeinschaftlich nach dem Speise saale von Madame Verdier ausgebrochen werden. . . . Ich trete bei meiner Blumenhändlerin ein. Dieselbe Hand streckt sich nach einem ganz gleichen Fliederbouquet aus, wie die früher dort gekauften alle. . . . Mein Fräulein, heute brauche ich ein Taillenbouquet." Ach so!" lächelt sie und blickt mich mit den großen, ehrlichen, schwarzen Au aen an, holt ein anderes Bouquet und sagt: Da, mein Herr." .Wird das recht sein, Fräulein? Ist es nicht zu groß? Wollen Sie nicht s freundlich sein. ..." Offen gestanden, lag mir nichts am Umfange deS Bouquets, aber ich weiß nicht, welche Anwandlung mich plötzlich überkam, diesen großen Blumenladen nicht so rasch zu verlassen, wie am Vor: abende. Cs war ja ein wahres Para dies. So viel Grün, Weiß, Rosa!.... Und das junge Mädchen, welches mit lie benswürdister Natürlichkeit den Thee rosenstraun an die Taille hielt und meinte: Sehen Sie, mein Herr, es sieht sehr hübsch aus." O ja, hübsch, so hübsch, daß ich am liebsten gesagt bätte: Bitte, lassen Sie das Bouquet dort, wo es ist; behalten Sie es. . . . Es ist wie für Sie gemackt, Fräulein.... Dieses Bouquet gebüyrt einem Mädchen, wie Sie sind.... so rechtschaffen und tugendhaft, so hübsch, wie man hübscher nicht sein kann, und so bezaubernd liebenswürdig mit ihrem traurigen Gesichtchen .... Aber sie hätte mein Glaubensbekennt niß sicherlich sonderbar gefunden. So nahm sie denn das Bouquet und trug e fort. Beim Eintreten in den Salon bemerkte ich, daß Fräulein Bertha be reits ein anderes angesteckt hatte.' Ein riesig großes Bouquet. . . . O," sagte sie, ich habe auf das Ihre nicht mehr gerechnet!" Sie ließ eS im Salon liegen? Desto besser, ich nahm eine Rose sür mich heraus. Ich wurde kindlich.... Aber die Rose behielt ich und sie machte mir warm um's Herz, wäbrend Fraulein Bertha bei Tisch fortwäyrend lachte, Witze machte, Anekdoten und Scherzworte wiedererzählte und sich schließlich bei einem Herrn, der seit dein Jahre 1854 seine Candidatur am Jnsti tut betrieb nach der Etymologie deS Wortes Pornograph-erkundigte. O, diefes TZiner! ES Öährte so endlos lange, wie eine Operette, die nicht recht in Gang kommen will. Es wollte mir scheinen, als hätte die kleine Angela von den BousseS an diesem Abend keine ortheilhafte Rolle. Eine die nicht sür si? paßte: die 9Jolle einer Braut...' . und immer und immer wie der sah Ich daS sanfte, Profil, das ernste, süße lGesichtchen des hübschen Blumen, madchcnS in ihrem schwarzen Kleide vor mir .... Sie war die Braut .... siel Die Braut! Hätten Worte irgend eine Färbung, diesesmüßte - weiß, blüthen weiß oder rosa sein!.... Sie war ein junges Mädchen!.... sie ja!.... Warum hatten die Autoren nicht lieber ihr dieie Rolle zugetheilt?.... Die Autoren, o ich Thor! Der einzl aeÄutor alles dessen war ja ich!.... Aber Sie kennen die Lösung.... Sie naht mit Riesenschritten.... Je öfter ich nach dem weiß und goldtaxezierteu Salon zurückkehrte, desto mehr fürchtete ich mich vor Fräulein 'Bcrtha. Eine reizende Geliebte, aber eine schreckliche, kleme Frau! Und je öfter ich bei mei, ner Blumenhändlerin versprach, desto mehr sah ich ein, daß das ein echteS, rechtes Weib, eine treue Gefährtin in Freud' und Leid, eine Freundin sei.... O, das reizende Mädchen! Ich sagte mir, daß sie arm, sreundlos, wahrscheinlich verwaist sei; daß sie, gan auf sich an aewiefen, dazu bestimmt se,, iraend einen CommiS, einen klinen Eisenbahnbeam ten oder dergleichen 'zu heirathen ; viel leicht gar vom Geschick umheraeworfen zu werden, wie so viele Andere, die schütz, los, ohne Stütze dastehen! Es märe doch schön und gut, daS Kind Vor solchem Geschick zu bewahren, sie auS ihrer Lebensstellung zu erHeien, sie .... sie zu seiner Geliebten zu machen! .... ftttil, Go:itran, daran hast du gewiß icbt gedacht!" Nein, auf Ehre, daS nicht! Also sie zu seiner grau zum: chen .... Ja, bei Gott, wenn man eS wagte.... Und während ich eS immer noch nicht wagte, machte ich mich langsam, leise, höflich von Fräulein Bertha Brivard von den BovfseS los und überließ sie ihrem Vater, ihrem roe'ß und goldtape tkerten Salon und ihren Couplets. Ich suchte nach Ausflüchten .... nach Vor wänden .... Doch eineS TageS sprach Herr Verdier'zu mir: Entschließen Sie sich, mein Lieber, wir können Herrn Brivard unmöglich mit leeren Versprechungen hinhalten! Ja oder nein ?.... DieSm! antwortete ich ehrlich und von Herzen: Nein, nein, ich bin nicht zum Heirathen geeiz, net!Ich setzte keinen Fuß mehr zu den Bri vards und lief am nächsten Morgen nach dem Blumenladen. Anstatt meines brünetten Mädchens saß eine andere Verkäuferin da. mit rotbblondem öaare. I.t t.'tri -, e?r yuoicy. ,eyr yonicy cy aber uchte eine Andere. Man sagte mir, sie ei abgereist. Sie hatte Verwandte in Burgund! -Man hatte sie nach Hause zurückberufen, um sie zu verheirathen. An wen? An irgend einen Säufer? an einen Weinbauer?. Ich weis 4 nicht, roerde es auch niemals erfahr.. Von meinem kleinen, brünetten Blumen mädchen weiß ich überhaupt nichts, weder Namen noch Alter und Lebensgeschichte. Ich rreiß nichts, als nur, dcß sie m Entzücken bübscb war. eiaen lieben, ebr.
Irliefci
vkebr alZ vftMenl 8 Brokl,n.N. N., Jan. 19. 1891. 5? grrkicht mir zur besondtr Äksrieiügung. Ihn? von der wundknzollkn kvx, vklchk .Pastor önig't Nkrvkn-Slärker- an meinem Kohn Johann vollbrachte, Mittheilung zu machen. ZivZlf Jchre lang bttum er ikrämvse. ziilc$t sogar ein uife zweimal wöchentlich. Wir zogen prominente Lerzte zu Rath und versuchte alle möglichen Mittel, aber clle zhne die geringste Hoff ung zu erhalten, da eriuhrrn vit von diesem we.th vollen Mittel und entschlossen unl zu einem Versuche Derselbe hat uni mehr alt zusei c beuge st tlltl Ceiidem er tut dem Neroenis!ärker cot drei Rona!en ansing, ist er licht wieder krank gewe se. Vott sei gedankt! Ieyt k,nn er sei Ytbtn genie szen. und mir sehen sür ihn ei Zukunst. 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U West Washington &tr. uub tidz üb ttott Srtx. und tttncoln Vartt. ltHen Ausdruck,, tiese, seelenvolle Augen hatte, unv daß sie mir meine Sträuße us Flieder und roeißel Rosen mit einer feinen, ach so zarten Hend reichte, urn die ich sie auf mein löort! gebeten hatte, die mich aber jedenfalls verhindert hatte, um eine andere and zu werbenum eine 'jener Hände, ' die euch langsam erdrosseln, um die Ha,d einer Liebes wucherin während Häide, wie die mei neS Mädchens, ebenso LebeSniarm, wie lind und wohlthuend sind! Das ist mein Abenteuer. Es ist einfach und dock, bei Gott, ich habe in meinem aanlkn Leben kein angerehmeres gehabt. Es scheint mir fast, als Uttt ich in unse: rer Treibhaus - Eristenj eine Felblume aepftückr, deren Duft roch an meinen Fingern hastet und daS Herz erfreut... Doch, ich werbe da elegisch, auf Ehre! Aber Gott segne sie, roz immer sie sein möge, meine kleine, unbtkannte Blumen, Verkäuferin, die mir im Vergleiche ni ihrer eleganten, koketten Nebenbuhlerin wie ein Bouquet mit frischen, grünen Stengeln vorkam, während mich Jene an die auf Draht gebundenen Blumen sträuße erinnerte. . . . Es ist doch etwa? Schönes, Gutes. Süßes, Amüsantes um eine verpaßteHeirat hrnd um riitJ, das man bei einem Haare gesprochen hätte und doch nicht gesprochen hat. X propos, ihr roißt doch, Fräulein Ber tha Brivard heirathet morgen einen jun aen, sehr geschickten Bankier, der es ver standen hat. sich im .Krach", der die An deren ruinirte, ein Vermögen zu machen. Fräulein Bertha nennt das gewiß: .von den Todten leben-, Sie werden jeden falls sehr glücklich zusammen sein. Ich reise heute nach Monaco ! Mein kleine, brünette Blumenoerkäuferin, mit dem schlichten weißen Kragen, habe ich verloren vielleicht gewinne ich einige Louis am Noulettetisch. Unglück in der Liebe.... Nun, wenigstens habe ich Glück im Spiele der Ehe gehabt in diesem Lotteriespiel, das jedem anderen Lotteriespiel gleicht und nurDem sicheren Gewinn bringt der kein Billet immt!" Früylingömorgen. So Helene . elhard. Kühl da? Licht den jungen Morgen FSllt der Thau auf Blüth' und Blatt, Hei. wie wandell sich's da lustig Durch die grüne WaldeSstatt! , Tönt so hell der Quelle Rauschen. Lacht daS Vrün so zauberisch, Pocht das Herz in trunk'ner Wonne, Klingt daS Lied so jung und frisch .' Küßt daS Licht den jungen Morgen, Fällt der Thau aus Blüth' und Blatt, Traun, da mag ich 's nimmer glauben, Daß daS Leben Schmerzen htt. Lacht mir so die weite Erde In des LenzeS Blumenflor, Sommt mir Herzeleid und Trütsinn Wie ein böeS Märchen vor. Tausend Blüthen seh' ich sprossen. Und da denk' ich so dabei. Ob die Blume meines Glücke! Denn nicht auch zu sinden sei ; 5ie auch muß so frei erblühen Unter Sturm und Sonnenschein, Darf kein matte Topfgewächse. Keme Treidhauspflanze sein. WaS doch so die Menschenseele Wunderliche Träume hat, Küt daS Licht den jungen Morgen, yöllt der Thau auf Bluth' und Blatt! Mißverstand e n. Juwelier: Denken Sie sich, als ich heute mein Ge wölbe offne, vermisse ich eine Mengi werthvoller Steine! Polizist: Da muß doch eine furchtbare Entdeckung sür Sie gewesen sein. Haben Sie denn da die Fassung behalten? Juwelier: Nein, die haben die Diebe auch mitgenommen Aus Borsicht. Baron: Jeff wollte Sie gern bezahlen, aber leider lieg ich Ihre Rechnung in den Kamin fallen, und da verbrannteste.... Sckneider: O, das thut nichts, ich habe aus Borsicht eine neue RechnuniZ eingesteckt. Bari (ergreift sie und wlrft sie in den Kamin): Und ich habe aus Porsicht heizen lasse. Eingehende Kenntniß Als der Häuptling eines wilden Stam meS nach Frankreich kam, fragte man ihn bei seiner Landung in Havre, ob a schon früher Europäer gesehen habe. Sie gesehen, ach, und Vielmali sie gt koket, antwortete er grinsend. J3TiDTiaTm.tIsa1l-nn. Saloon u. Billiard-Hall No.92 Ost Washington Str. I o H tx c i l a äj e v Eigenthümer
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