Indiana Tribüne, Volume 16, Number 202, Indianapolis, Marion County, 11 April 1893 — Page 2

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Jndiana Tribüne. Erscheint UgUc$ und S o n n t u g s. Tie tägliche .Tribü-.k" kostet durch den TrLger CentS per Woche, die EonntagSTribüne- b QfntS perWoaze. Beide zusammen 15Ctnt3 oder es Cents personal. Per Post ,Lgeschickt in Vor auSbejahlung per Jahr. Ossice : No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis. Ind., 11. Ap il 18)". Der ?lh!wardtskattdal. Die TicnstagZsunz dcs NeichZtagZ oorn 21. Mär; hatte zu qutcr Lekt ein unerwartetes Nachspiel: Der Abz. 3iici Itx kam wieder auf den Reichsinvali densonds zu sprechen und fragte gleiche zeitig bei der Regierung on. ob den un geheuerlichen Anschuldigungen dcS Abg. Ahlwardt, daß die Regierung vor der Begründung des JnvalidenfondS Kulisjenspiel mit großen Börseninte resienten zun: Nachtheile des Reichs getrieben abt, irgend etwas Thatsächtickes zu Grunde liege. Ter Reichs schatzsecretär v. Maltzahn verneinte d'ese Frage glatt. Darauf erhob sich Ählwardt, suchte in seiner Rede zunächst auszuweichen, kam aber zum Schluß mit der Behauptung hervor, er besitze zum Beweise des Gesagten 11 Aktenstücke über Verhandlungen der schlimm ften Art hinter den Kulisien", durch die das Volk um Hunderte von Millionen betrogen worden sei. Und die Akten stücke trügen auch die Unterschriften des Finanzministers Dr. Miquel und mehrerer gegenwärtiger Reichstagsabgeord' neter. Darauf erklärte der Abg. Eug?n Richter, nun müsse man Ahlwarbt zwingen, den Wahrheitsbeweis anzutreten. Der Abg. Rickert beantragte daher, die Berathung an diesk? Stelle zu unterbrechen und auf den Mittwoch zu vertagen, damit Ahlwardt seine Schriftstücke vorlegen könne. Bon konservativer Seite wurde dieser Antrag unterstützt und dann einstimmig ange-. nommen. Am Mittwoch entwickelte sich schon eine Stunde vor Beginn der Reichs tagssitzung in der leipziger Straße vor'm Hause ein solcher Zudrang von Neugierigen, daß der Verkehr aus den Bürgersteigen hüben und drüben ge hemmt war. Ter Saal füllte sich nur langsam: aber im Foyer war ein Treiben, wie nie zuvor. Die Abae ordneten wurden von ihren Bekannten mit Bitten bestürmt, ihnen noch einen Tribünenplatz zu verschaffen, aber achselzuckend mußten sie ablehnen, da über alle Tribünenplütze längst verfügt war. Kurz vor N Uhr nahender Präsident v. Levetzow seinen Sitz, ein, und die elektrischen Klinget schallten durch das Haus. Am BundeSrathstische erschien der Finanzminister Miquel. Je dichter sich die Gruppen der Abgeordneten zu sammenfanden, um so lebhaser ward die Unterhaltung im Saale. Um 1 Uhr 20 Minuten begann die Sitzung. Vor Eintritt in die Tagesordnung ertheilte der Präsident dem Abg. Ahl wardt, der im selben Augenblicke ein trat, eine umfangreiche Papierrolle in , der Hand, nachträglich einen Ordnungs ruf, weil er am Dienstag in unzweideu tiger Weise Mitgliedern des Hauses den Vorwurf des Vaterlandsverraths ge macht habe. Auf die Worte des Herrn s . m . r ii. ? cn ... tu f. 1 von nveKow solgie ein nraoo: ;ugi warbt börte die Zurechtweisung stehend an, die Hände auf dem Rücken zusam mengelegt. Nachdem die Tagesord nung bis zur Berathung t:2 Clais oZ ReichZinvalidensond5 gediehen war, nahm Herr Älchter das Wort; man habe erwartet, daß Ahlwardt jetzt den Versuch machen werde, seine gestrigen Behauptungen zu belegen, und nun sei er nicht hier. Ahlwardts Anwesenheit ward darauf von mehreren Seiten durch Zuruf bestätigt, und Richter zog sich auf die Worte zurück: Warum macht er denn keine Miene dazu?" Ter Präsident erwiderte: Ich kann ihn doch nicht zwingen.- In demselben Augenblick bat Ahlwardt um's Wort und trat etwas schwankenden Schrittes auf die Rednertribüne, in der Hand einen abgerissenen blauen Aktendeckel haltend, den er von der Papierhülle be freit hatte. Er habe, so begann er, über zwei Zentner Akten (Lachen links). die könne er nicht in seiner Wohnung bergen, und ein Theil davon sei beim Verlagsbuchhändler Glöß in Leipzig. Was er über Nacht habe beschaffen können, lege er hier vor; aber diese Stücke seien für sich allein unverständlich, und er wolle nach Ostern das Ganze bei bringen. Er ward wieder mehrmals v ? -. v n.:n. r . xttrcv-rccjen iino lüiitgcniujc uu zerbrochen; so rief, als er sagte: Haben Sie keine Angst, daß ich das -Material nicht beibringe!" eine Stimme aus dem Chorus der Freisinnigen: Vor Ihnen Angst haben? Haha!" Graf v. Ballestrem stellte darauf den Antrag, die Sitzung auf eine Stunde zu vertagen, damit der Senioren convent unter Vorsitz dcs Herrn v. Le vetzow die Papiere Ahlwardts prüfe und dann dem Hause Bericht erstatte. .Nach .mancherlei Hin und Her, während des scn Ahlwardt sich mehrmals gegen diese Prüfung wehrte, weil sie ohne die voll ZnTndigiN Akten keine Bedeutung habe, erklärtem sich Di: Konservativen, die Nationilliberalen und die freisinnigen mit dem EentrumZanträge einverftan den. weil das Land' und das HauZ ein Recht habe, sich sofort über die Sache klar zu wcrden. Von 2 Uhr ward denn auch die Sitzung vertagt. ES war fünf Minuten vor 3 Uhr, als Ahlwardt wieder im Saale erschien; er gmgjiuf den Antisemiten Liebermann con-son nenberg zu ud machte Miene, ihn an zusprechen. Herr v. Liebermann wandte ihm aber kurz den Rücken, steckte die' Hände in die Taschen und begab sich zu Stöcker, um mit dem einige Worte zv wechseln. Mn' Minuten nach 3 Ufa beaann es im Hause wieder lebhaft zu werden. Ahlwardt begab, sich wieder mehr nach vorn, und als er im Gange einen Eon. fervativen streifte, klopfte di- sich den Aermel ab. Um ubr tlana

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ti mm M PialUtttttl! lüttdtt, und die UrtbeilSverkündigUng be gann. Graf von Ballestrem trat als Berichterstatter ans Rednerpult. Laut lose Stille. Tie VertrauensEommis s:on erklärt, daß die von dem Abgeordneten Ahlwardt vorgelegten Aktenstücke durchaus nichts enthalten, was seine sestrigen Behauptungen irgendwie un t'erstü'tze; und der Berichterstatter fügt hinzu, daß ein Benehmen, ivie es der Abg. Ahlwardt hier gezeigt, bis jetzt im Reichstage Gott sei Tank noch nicht vorgekommen sei, und schwer in parla mentarischen Ausdrücken qualificirt. werden könnte. Hieran schloß jich noch eine längere Auseinandersetzung. Vkedijtntsese Grillen. -Die ärztliche. Wissenschaft kann in i hrcr Geschichte von gewissen Modethor b eiten sprechen, welche in Entstehung, Duer und Vergehen eine gewisse Aehn lichkeit mit der Mode selbst haben. Doch steckt in diesen Neuerungen in den meisten Fällen ein gesunder Kern, und man kann sicher darauf rechnen, daß, wenn das erste Feuer der Begeisterung verraucht ist und die anfänglich miß trauischen ernsten Forsch :r der Wissen fchast der Sache näher getreten sind, der wirklich werthvolle Theil der neuen Entdeckung als bleibendes Gut der Me dizin erhalten bleibt. Was anfänglich als Grillenfänger, ja, noch schlimmer als marktschrelmsche Quacksalbere: er welcher die echte Wissenschaft von foi chen neuen Erscheinungen Notiz nimwi. entspringt keineswegs aus ungegründe ungegrünve aus der den i eigenthüm. tem Mißtrauen oder gar Menschen im Allgemeinen lichen Abneigung gegen alle Neuerun gen; denn wahre Männer der Wissen schast sollten sich gerade durch ihren völligen Mangel an Vorurtheilen vor der unverständigen Menge auszeichnen. Aber man weiß, daß solche Personen, die sich d,n Anschein geben, als könnten sie die leidende Menschheit von allen ihren tausend Schmerzen erlösen, schaa renweise austauchen und namentlich im Lande der Patentmedizinen weiß man ein Lied davon zu singen. Deshalb ist auch die äußerste Vorsicht geboten., und dem wirklich Guten wird eö deshalb so unendlich schw.'r gemacht, sich durch all den Wust von Betrug durchzuarbeiten. Ter bekannte medizinische Schrist steller EyruS Edson hat in der North ölmerican Review" über solche wissen schaftliche Grillen einen lefenSmerthen Sluffatz veröffentlicht, dem wir im Aus zuge Folgendes entnehmen::. Unter' den ältesten dieser Grillen taucht in meinem Gedächtnisse die Kalt Wasserkur auf. Nach der anfangs bei neu entdeckten Heilmitteln stets geübten Uebertreibung wurde das kalte Wasser als unfehlbares Universalmittel gegen alle möglichen Krankheiten angeprie.en. lTer deutsche Naturarzt, der bekannte Bauer Prießnitz in Gröfenberg, befliß sich jedoch nach dem ehrenden Zeugniß der. Aerzte einer großen Mäßigung und Borsicht bei Anwendung .des kalten Wassers. Anm'-' d. "Red.) Neu war ja die Anwendung des kalten Wassers keineswegs, sondern geht schon auf' die Zeiten deS Hippokrates zurück. Aber die allgemeine Empfehlung war etwas neues für den großen Haufen, und die Wasserkur mußte es sich gefallen lassen, unter die medizinischen Grillen gezahlt zu werden. Doch nachdem die Wissen schast langsam und gründlich geprüft halte, kam der große, und unersetzliche Heilwerth des kalten Wassers bet sebr vielen Leiden zu Ehren und geniest heute in beschränktem Maße eine gerechte und wohlverdiente Anerkennung. Eine außerordentlich .seltsame Er scheinung, welche nach dem bekannten Billrarck'schen Ausspruche zu den Im ponderabilien der Wissenschaft gezahlt werden muß, ist die ungewöhnlich große Zahl wirtlicher Heilungen, von denen das Austauchen einer solchen "neuen Panacee regelmäßig begleitet zu werden pflegt. Diese Thatsache, welche ver geben) von der allzu materialistischen Richtung in der Heilkunde in .Abrede gestellt wird, ist durch glaubwürdiges Zeugniß über allen Zweifel erhoben. Dr. Edson weift auf Diese Erfahrung hin, warnt aber auf das eindringlichst davor, sie etwa als einen Beweis voz der der neuen Kur jnnewohnenden Heil kraft anzusehen. Der Grund dieser Heilungen ist nämlich ausschließlich in der Person deS Petienten selbst, in seinem Seelenleben zu suchen. . In i der Periode, wenn das neue Mittel l große Ausregung in gewissen Kreisen verursach!, erzeug! die Vonnung aus baldige Heilung einen ganz besonderen Znstand bei den gewöhnlich in hohem Maß? nervösen und empfänglichen Kranken, einen Zustand, welcher, der Wirkung einer starken geistigen Macht durch Vermittelung deS Willens einen besonders großen Einfluß auf den Körper gestattet. Nur unter diesem Gesichtspunkte där fen solche Heilungen betrachtet werden. Wir wissen heute mit Bestimmtheit, daß der sonderbare Zustand des hyno tischen SchlaseS bei den dazu disponir ten Personen willkürlich von. dem Mag netiseur hervorgerufen werdcn und daß durch sogenannte Wlllenssuggestion in diesem Zustande Heilungen solcher Lei den hervorgebracht werden können die den gewöhnlichen Hilfsmitteln d:r Me dizin hartnäckig Widerstand geleistei hatten. Wie gesagt, werden die meisten Heilungen in der ersten. Begeisterung, wenn das Mittel noch neu ist, herbei geführt; später scheint die Krast nachzü. lassen. -..... Ein der, auffallendsten Kuren war sicher die Anwendung des blauen Gla es. Ter Erfinder glaubte eine wun derbare Wirkung blauen Glases aus gewisse Pflanzen wahrgenommen zu haben. Vielleicht hatte er Recht Ei übertrug seine Erfahrung auf. die Be Handlung nervöser Krankheiten; andere verallgemeinerten die Sache uncl scheu.7 r-' t .. . r r. . ' ' I ten sich nicht, das blaue Glas als ein Unlversalmitte! anzuposZipnn. Map j nahm laue Bäder unter lauer,Licht? i beftrahlung.' damit der 'ganze Körper des neuen MBttKlheilhastig werde. ' nn tatsächlich fanden dauernde Hei jungen statt. ' Der Gesichtspunkt, UN. . tcr welchem wir solche Fälle betrachten . müssen, ist oben bereits anLueben: ei

schien, ist vielleicht bestimmt, nach Iah w"m l" ren einen Ehrenplatz in der Wissenschast )ork emzetrossenen Passagieren befan .;rn.,m,. o,n,(,mf ; mir ' )en sich drei ZuluS. von denen beson

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steht M; VeltllüZ elnM UNS S!W tltql in einer wunderbaren Kraft deS Mit telS. sondern in der Willenskraft dcZ Kranken. Wir wissen, daß der Mag. netiseur. wenn er seinen Willen daraus richtet, an dem Körper desHypnotlsirten Blasen hervorruten kann. Er sagt ; ihm in bestimmtem festen Tone, daß an , einem gewissen Tage sich eine Brand-! Vlafe an einer bestimmten Stelle deZ i Körpers zeigen wird. Die Blase er scheint, nickt aber durch die wundem blre Kraft" des MagnetiseurS, sondern durch den Willen deS Hypnotisirten. Vom Anlande. ' on der Versammlung eines .'rauenclubS in Springfield,- Mo., iurde ein Toast ausgebracht auf: Die Männer, welche wir im Stich gelassen laben!" Der kürzlich inBaltimore xrstorbene Capt. Henry H. LewiS sah n Figur und Gesicht George Washing, -on sehr ähnlich. Er war ein UrUr ?nkcl George Washingtons. Die Beerdigung von-Joseph Tavener, eines riesenhaften SchusterS, ins Staffordshire in England, fand in Kahway, N. I., statt. Ueber dem Ärabe war ein Gcrüst errichtet, um die ! 'chwere Leiche in das Grab hinabzulas in. Ter Sarg war 6 und w Soll lang, 32 Zoll breit und 22 Zoll ! f. Unter den kürzlich mlt dem o:Vc vn-t..n k.:. i ILi ffX fj CÜq f" k ngewöhn iche Groee vo ? 0 ' v'Z"TJn uni Smm.ii Utn anderen, ooboso und Kunmell '"t Namen waren ebe n all. nich ge . iuuz UJiici uic iwtiyt ju iiuuijijusn. Die schwarzen Söhne Afrikas befinden ich auf dem Wege nach Chicago, um ich dort von den AuZstellungsVesuchern .bewundern- zu lassen. Dieser Tageereignete sicy n der MessiaZkircke in Toronto in der anadischkn Provinz Ontario zwischen )em "Pastor John Gillespie und dem l?irch?atcr Parler ein schmachvoller Austritt. AlZ Parker den Sammelte! cr dem Pastor auf der Kanzel zu über reichen im Begriff war, weigerte der ediere sich, den Teller von Parker ent Z'g.'nzunehmen. Darüber wüthcnd varf Parker den Teller auf den Fuß ioden und verließ mit seiner Frau die Kirche; -die entrüstete Kirchmutter er ?iärte. nicht langer an einem GotteZ )ienste theilneh'.nen zu wollen, 'der von inem so unchristlichen Geistlichen'gelei, !et werde. Seit e inigcr Zeit werden n Tcnver, Eol. die Gebeine der in zem städtischen Friedhofe beerdigten !odten aus den Gräbern genommen, um anderweitig wieder begraben zu werden. Sogar bei ' dieser Arbeit, velche an E. P. McGovern verdungen sorden ist, soll sich der beinahe lan zes.idüch? Boodle- eingeschlichen ha zeit und es wird behauptet, daß die den tfräbrni entnommenen Gcbeine der Toötcn derartig getheilt werden daß zus einem Knochengerüste deren zwei ;em.icht und als zwei wkder begraben oerdcn. um dadurch den bedungenen v'chn zu verdoppeln. In Folge dieses chr bestimmt austretenden Gerüchts ,ut der Ä!aior sich zur zeitweiligen iinstcllttnz dcr Arbeit veranlaßt gcse zen, um die Sache näher untersuchen ;u können Die Herren Officiere in )cc Broollyv.ec Navy $rt sind an redlich sehr verschnupft darüber, daß ich in;r ihrer Kam.raden, Kapitän m. H. Whiting. soweit vergessen .'onnte, einer Chinesin einen HeirathS znlrag zu machen. Wie schon berich et, hat sich Kapitän Whiiinz mit .?räulcin Ah Fong der Tochter eines ceichen chinesischen KausmanncS in Honolulu, verlobt. ' Tie Wahl des 5eeh:lden, der. bereits über 50 Jahre alt ist, scheint durchaus nicht so Übel zu sein, und manche seiner Kameraden, die letzt nch besenllich das Haupt schütteln, erden Herrn Whiting wahrscheinlich beneiden, denn seine Braut ist ein hüb sches und liebenswürdiges Mädchen und hat in England eine ausgezeichnete Er siehung genossen. Als Tochter eines Vohlhabendcn Mannes ist Fräulein Ah .Zong auch eine sehr gute Partie, waS selbst hier zu Lande für einen Offizier Etwas für sich hat. Kapitän Whiting lvurde im Jahre 1860 Seekadett und avancirte ziemlich schnell. Seit 1892 befehligt Kapitän Whiting die Alli ane-. Ueber die greuliche Be Handlung d?r Mannschaften auf Au sternzchissen.ist schon viel geklagt und geschrieben worden; jetzt erzählt eine uxaa Daniel For aus Brooklyn von der km?örend5n. Rohheit, mit welcher die Leichen der. auf den Aufternschiffen Versiorb.'nen behandelt werden. Der Solm der Frau war kürzlich auf einem solch? schiffe gestorben, und als die Mutter kam, um die Leiche heimzuho' len, fand sie dieselbe auf Miller'S IS land -bei Baltimore ohne Sarg noth dürftig im Sande verscharrt vor. Sie lag auf d:m Gesicht in einem nicht ein mal zw'i Fuß tiefen Loche und anstatt eines Hügels bezeichnete lediglich ein in den Sand gesteckter Stock die Stelle des Grabes. Wie die Frau erfahren hat, sollen dort schon an fünfhundert Lei chen in dieser Weise verscharrt worden sein. Das Wasser spült in kurzer Zeit die flachen Gräber au5, und es vergeht keine Woche, in d?ren Verlaufe nicht wenigstens zehn von den Wogen ent führte Leichen in der Bai aufgefangen werden. ., Das Testament aus dem Schlachtselde spielt in einer ErbschastS angelegenheit eine Rolle, welche dem No:ar Alfred Bernheim, Arooklvn, zur Ordnung übergeben worden ist. Es war in. den Scklachttaaen des Som mer5l8Z4. als Johann Gottlied Ti. aus Neuffen. Württemberg, ein : n : v ' r , rr- w - Freiwilliger, der Eompagme E des 52. New z)orker NeglnientS, von ' trüben Ahnungen befallen wurde und am Abend eines heftigen Kampfes mit den Evnsöderirten auf dem Schlachtselde folgendes Testament verfaßte: Ich. Johann Gottlieb Digel, geboren am 10. Nov. 1325, erstgeborener Sohn der beiden : Ebeleute Gottlieh Diael und

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Äükkö Akdittü Dise!, &h6üH WU fer, vermache hiermit mein elterliches Erbe meiner mir angetrauten Frau Gottliebin Digel, geborene Gaiser, aus Rcutlingcn. Durch diesen meinen letz tcn Willen ist dieselbe berechtigt, nach meinem und meines VaterS Tode mein mütterlich'S und väterliches Erbtheil anzutreten. Dieser 'ist mein letzter Wille.. Joüann Gottlieb Digel. Jeu gen? Louis Spengler aus Tann.'. Fried rich Spielmann au? Aarau. Schwartz und August Salig aus LandZberg, Preuken" Dieses Testament über sandte Digel seiner zur Zeit in New Vork wohnenden Frau. Er sollte sie nicht wieder sehen, denn zwei Tage nach Abfassung desselben wurde Digel in e'ner Schlacht in Pennsylvanien von einer Granate getroffen und getödtet;i so behauptet wenigstens der Regiments Arzt, der ihn unter den Todten gesehen bat. Die Wittwe bezog von Uncle Sam- Pension bis zum Jahre 1889. Dann verheirathete sie sich nochmals, und zwar mit einem gewiss:-?' Müller, mit dem si? jetzt in No. 19 Skillman Ave.. Broollyn. wohnt. Kürzlich er fuhr grau Müller, daß ihres ersten Mannes Vater gestorben sei. und sie oersuch:?. in den Besitz des ih7 zustehen den Erdteils zu kommen auf Grund des Testaments hin, welches Johann Gotilieb Digel auf dem Schlachtselde f;eich:ieben und als letztes Zeichen seiner sorgenden Liebe ihr gesandt hatte. Vom usianve. Ein vierfacher Mord tn Am 1O WD. ;M Vtarn ft nr,ri!fyn i z xmij in sin vuiu wwt Dorfe Salmdorf hinter Riem begangen . ein Einwohner entdeckt, daß es in dem . . , Anwesen der Gürt ttwe Anna ReitSberger brannte. Das Haus bewohnte die etwa 55 bis 56jährige Wittwe mit ihren drei 14

biSMlgen Töchtern. Eeltfamer weise regte sich in dem ' brennenden Hause Niemand, so daß man zu fürch' ten begann, die Jnwohder seien viel leicht schon im Rauch erstickt. Man rief, man pochte an die Fenster,' man schlug gegen die Thüren keine Ant ttoit! Da schlug man die Thür deS VauseS ein und drang in die Schlaf kammer.... Dort, lagen, blutüber strömt und mit dem Tode ringend die Wittwe Reitsberger und die beiden älteren Töchter, während die dritte Tochter, ein NjährigeS Mädchen, hin ter einem Schranke zusammengebrochen war. Alle vier waren von ruchloser Hand auf eine geradezu bestialische Weise verletzt. Mit kalter Grausam keit hatten der oder die Mörder sämmt lichen vier Menschen die SchlSsen zer trümmert. Rasch wurden die noch ath wenden Opfer aus dem brennenden Haufe getragen und auf der Straße niedergelegt. Man versuchte, von der Wittwe ReitSberger noch irgend welche Anhaltspunkte für. das Verbrechen zu bekommen. Die Unglückliche schien die an sie gerichteten Fragen zwar zu ver stehen, vermochte aber nicht mehr zu sprechen. Während die Feuerwehr den Brand zu löschen versuchte, wurden die zu Tode Getroffenen in ein HauS des Dorfes geschafft, wo nach einander die beiden ältesten Töchter, dann die Mut ter und endlich die jüngste Tochter, ohne wieder das Bewußtsein erlangt zu haben, verschieden. Die beiden Herzogthü mec Coburg und Gotha sind bekannt lich durch PecsonalUnion vereinigt, führen aber im übrigen völlig getrennte' Wirthschaft und leisten sich auch daS Vergnügen zweier Ministerien, zweier Landtage u. f. w. Die Trennung geht foweit, daß der Gothaer in Eoburg als Ausländer" betrachtet wird. Wenn ein Angehöriger des HerzogthumS Go tha eine höhere Schule besuchen will, so muß er als Ausländer" einen höheren Schulgeldsatz zahlen als die Angehört gen des HerzogthumS Coburg. DaS geht nun dem Gothaer Speciallandtag über den Spaß, und als die Regierung eine Erhöhung d:5 Schulgeldes im Gymnasium zu Golha vorschlug, wurde dies genehmigt mit dem Ersuchen, die Eodurger Brüder ebenfalls als AuS länder" zu den höheren Eätzen heran zuziehen. Der Minister erblickte zwar in solchen Repressalien- einen Verstoß gegen den politischen Anstand, mußte sich aber sagen lassen, daß man auf den Abzeordnetenbänken genau so viel Anstand besitze, wie am Regierung?, tisch. Umgelehrt beklagte man sich wieder im Eodurger , Speziallandtage über Eingriffe" in die wohl ermord nen Eodurger Rechte: ein Eodurger Grunddesier hatte ein Fideikommiß im Eodurgijchen errichtet und hatte da sür nach Gotha einige Tausend Mark etra (3 Proz. vom Gesammtmerthe des fideikommissarifchen -BestßeZ) zahlen müssen. Man erblickt darin eine Uu gerechtigkeit und will die Sache auf dem gemeinschaftlichen Landtag zur Ent fcheidung bringen. I n eine m Orte des Ne gierungsbezirks Kassel ist die evangeli jche Schulstelle erledigt, und der vor tige israelitische Lehrer erhielt von dem Lokalschulinspector den Auftrag, in Gemeinschaft mit dem Nachbarkollegen die Stelle während der Dauer der Va kanz in der Weise zu versehen, daß Er sterer den Unterricht in den Realien er theilen sollte. Gegen die Mitwirkung des israelitischen Lehrers bei der Vertre tung erhob jedoch der Landrath, als Mitglied des SchuloorstandeZ. Ein spräche, da nach seiner Auffassung ein israelitischer Lehrer an einer christlichen Schule überhaupt keinen Unterricht er theilen könne, auch nicht, wie in diesem Falle, vertretungsweise in den Realien. Der Lokalschulinspector, ein Geistlicher, theilte aber diese Ansicht nicht, und auf sein Betreiben wurde die Angelegenheit der königlichen Regierung zu Kassel zur Entscheidung vorgelegt, die jetzt verfügt hat, daß gegen die Mitwirkung deZ is raelitischen LehrerS nichts einzuwenden wäre. - .Professor Kaposi führte in einer Versammlung d.'r Wiener Ge sellschaft der Aer.te einen Fall vor. der das lebhafteste Jnteresse der anwtsendcn Aer;te erlegte. Es ist ein junger Kam merdiener mit Cutis laxa (loser Haut), dessen Haut eine außerordentlich elasti sche AnHaftung an ihren Unterlagen am ganzen Körper besitzt, so daß er mit derselben die überraschendsten Uebun

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,,iii!iMh:j:i du IM gen uusju huii im üisins i ti. D Hm V u cHt rt,;r,-. I es VfcfcltlWA WIV J Wi iA 4 Wil in Xnrm einer Xxt,m ein Msk, iif w ww mm m srt4 rtufi-r, s.. MUfci UU3t IIUI IIUUJ VVVIi V IV über die Stirn zu ziehen und dadurch dasselbe vollständig verhüllen; er kann ! serner die Augenbrauen über die Nase ! herabziehen und die Haut an beiden ' ' . : Schultern in Form von Flügeln auZ dehnen, wodurch der Zuschauer unwill kürlich an einen Vogel gemahnt wird. Von fast allen Körperstellen kann dieser dermatologische Wundermensch Haut falten bis zu einer Höhe von ungefähr emem Fuk emporheben. In Eesarea in der Türkei sind jüngst während des Gottesdienstes drei armenische Kirchen von mohame dänischen Pöbelhaufen zerstört worden. Frauen wurden ihres Schmuckes be' raubt. Läden blieben während meh rerer Wochen aus Furcht vor mohamedänischen Gewaltthaten geschlossen und das Geschäft ist zum Stillstand gebracht worden. 510 Armenier aus Ersarea befinden sich im Gefängniß. In Z)os gat sind die Gefängnisse voll und 65' angesehene Armenier sind in den Mili tärkasernen nahe der Stadt eingekerkert worden. In Marrovan. Eesarea und' Aosgut befindet sich fast jeder gutsituirte Armenier im Gefängnisse. Der Um stand, daß Jemand gut erzogen oder wohlhabend ist, genügt, seine sofortige Verhaftung herbeizuführen. Tiefe Gührung ist durch zwei Plakate hervor gerufen worden, welche die Mohame daner gegen die Armenier aufhetzen. Ein großer Streit war bekanntlich im Jahre 1391 zwischen den beiden katholischen Kirchen von Argenteul und Trier entstanden. Jede glaubte, den echten Rock Ehristi'zu be fitzen. Der Versailler Bischof Gour wurde damals beauftragt, dielen Streit' zu entscheiden. Wie Pariser Blätter, melden, hat der Bischof je!)t seinen Bericht fertiggestellt. Danach wäre der Trierer Rock echt. Der von Argen teul wäre eö in nicht geringerem Grade,' jedoch mit dem Unterschied, daß er unter den Kleidern getragen wurde. Er ist von Wolle und gleich jenen Ge wänoern. die in den ersten Zeiten des. Christenthums von den Kopten berge, stellt wurden. Dieses salomonische Ür theil des Bisch,fS von Versailles dürfte. wohl beide Partelen befriedigen. Eine Erfind ng deS Mannheimer Schneidermeisters Dowe ist geeignet, Bedeutung auf militäri schein Gebiete zu erlangen. Hrn. Towe ist e5 nämlich gelungen, eine Masse herzustellen, an welcher selbst die sieben Vüllimeter-Geschosse der jetzigen klein kalibrigen Geroehre ihre Macht verlie ren, indem die Masse die Kugeln auf fängt. Bei den in den legten Tagen mieerhoit vorgenommenen Schieß versuchen durch die 10. Eompagnie des hiesigen Grnadierregiments erwies sich die verbesserte Masse als vollständig widerstandssähig gegen , jedes Geschoß und zwar ohne Rücksicht auf die Ent fernungen. Ganz besonders zweckmZ big ist die Masse zur Herstellung von Brustpanzern, um so mehr, als solcher ein Gewicht von nur fünf Pfund be ,1tzt. Diese Brustpanzer können bequem auf der Uniform dtt Soldaten befestigt werden, sind mit dem gleichen Tuche, aus dem die Uniform besteht, überzogt und schützen die Brust und die edeln Theile oeS Soldaten vor den Kugeln, ohne jedoch seine Bewegungsfreiheit irgend wie zu behindern. Die in den letzten Tagen vorgenommenen Schießübungen fanden auf eine Distanz von 400 Meter statt. Keines der Geschosse drang je doch in den Panzer ein. Um auch fest Kellen zu können, in wie weit der Sol bat durch den Anprall der Kugel in LZitleidenfchaft gezogen werde, wurde der Panzer an einem weichen Stoff be festigt. Hierbei zeigte sich nun, daß die Kugel an dem weichen Gegenstand einen etwa zwei Millimeter tiefen Eindruck verursacht. Der von der Kugel an der Brust getroffene Soldat dürst: somit, wenn es sich um eine Entfernung von 400 Meter handelt, mit einer Schräm me davonkommen. Bei einer Entfer iung von 100 bis 200 Meter dürfte die Wirkung einer Kugel auf einen ge troffenen Soldat derart sein, daß der Soldat umgeworfen und eventuell ei nige Zeit feines Bewußtseins beraubt, aber nicht getötet wird. Ein Berliner Konsortium hat bereits dem Erfinder den Ablauf seiner Erfindung ange boten und zwar mit den glänzendsten Bedingungen: jedoch ist Herr Dowe auf dieses Anerbieten bis jetzt noch nicht eingegangen. E in großer Studenten tumult ist jüngst Abends in Lille auSge brachen, wo 250 Studirende der Uni versität sich vor das Journal ProgreS du No.d" begaben. Mit Knütteln und Steinen bewaffnet, begannen hier die selben regelrecht das Gebäude zu bela gern, um endlich in die RedaktionSzim mer einzudringen, dort die Scheiben zu zerbrechen und die Tische umzustürzen. Hierauf versuchten die Eindringlinge die Redakteure anzugreifen. Einer der Letzteren ha.te Muth genug, sich mit einem Hammer zu bewaffnen mit der Drohung, jeden niederzuschlagen, der sich ihm zu nahen versuchte. DaS hin derte jedoch die Studenten nicht, einem Kollegen desselben einen Faustschlag in'S Gesicht zu versetzen, der diesen schwer verwundete, sowie große Steine einem anderen Redakteur und einem der Secretäre an den Kopf zu werfen. Man rief die Polizei herbei, welche auch bald den Bedrängten zu Hilfe kam und die Tumultuanten mit Gewalt auseinander trieb, wobei der Com missär mehrere Faustschläge von der Rotte erhielt. Mehr als vierzig Ver Haftungen wurden vorgenommen. Diefe StudentenManifestation war das Resultat folgenden Vorgänge? : Kürz lich befanden sich zwei der StudirendL in einem Restaurant an Chanteleu:-, Belgien, woselbst sie die Zeche mit einem 20.FrancSssück beglichen. Da der Kell ner nicht wechseln konnte, begab er sich nach dem im Nebenhause gelegenen Zollamt, wo daS Goldstück als falsch erkannt wurde. Die beiden jungen Leute wurden nun festgenommen und auf die Polizei geführt. Hier gaben sie dem Polizei'Kommissar ihre Namen an, worauf sie wieder in Freiheit ge

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I Präsident Tr. Wekerle in Ungarn fürW

die dlll?atarim (S inilf ist hö5 ?r. ' fl JL W Ü . t . 9 ' r . : zahlt das Bud. Tgbl. IN folgender r.:r.. :n X 7..:.: k...' Welse: un ist da GehttMNig heraus; er hat es selbst verrathen, und zwar in . . ' ' tvw n einer jener gemüthlichen Plauderstun , hm r fii iinh hrt im l5ss oen, TDtlJjZ er MC Uno oa IM MIüO oer Regierungspartei zu halten pflegt. ' mt wenn ihn gerade die ReglerungSsorgen nicht drücken, über welche er sich jedoch ' gewöhnlich kein graues Haar wachsen ' läßt. (Sine solche Gelegenheit aab sich dieser Tage in dem bezeichneten Club. ES war natürlich wieder die Rede von der Reform der Ehegesee, und Ministerpräsident Wekerle sagte . unter Anderem: Am meisten kann ich , , yfc- . ... . ui vas JmeiMlilwenyslem nicyr mden. Und alZ man ihn fragte, was das wäe, fuhr er fort. 15S pflegt zu passtren, daß sich, wenn ein Be. amter stirbt, ' am Tage nach dem Begrabniß zwei Wittwen desselben Prä sentiren, um ihre Pensionsansprüche geltend zu machen. Die Eine ist blond und die Andere brünett, die Eine trau riger als die Andere. Jetzt sollte man glauben, daß da ein Fall von Bigamie vo. liege; nicht wahr? Auch ich glaubt das zuerst: aber nichts weniger als das! (SS ist b!oZ die Folge der jetzigen Ehe gesetze. Der gute Mann hatte sich von i!nr ? nsfnTtfin sftrtltttt rtfci (titiit twtiy viiuyvt wuiiiti vui uijtitii scheiden lasten, und nachdem er zur re formirten Konsession übertrat, konnt! - 4 fnfYA (DaiIa m.1 m. Im. 7jt Cl iUll UUUlill -ViUlC flUCUC jjiuu heirathen. Und jetzt, da er starb, kommen nun die beiden Wittwen. Wasjsol! ich mit ihnen , anfangen? Ich bedauere Beide: die (Zine bekommt dtt Pension, und zwar regelmäßig.... " (Die Schönere! ruft eine Stimme da zwischen).. .. Nein, gewöhnlich du Letzte. Die Andere verweise ich aus einen Gnadengehalt. . Wie viele solch Verdrehtheiten hat - aber das jetzig Eherecbtl- Wie aus dem ersichtlich, be. merkt das citirte Blatt scherzhaft, ist der Ministerpräsident auZ Sparsamkeit für die Civilehe. Das Gerücht, daß de, verstorbene päpstliche Leibarzt Cecca. relli von einem Verwandten und einer Dame vergistet worden sei, soll sich att Racheakt herausstellen und das Wert eines jungen Mädchens sein, die vor fünf Jahren zu dem Sohne dc verstor denen Arztes in sehr nahen Beziehun gen stand und ihn dermaßen bethörte, daß der' Vater ihn nach Australien .schickte. Der verliebte junge Mann nahm Vernunft an und ist jetzt zweiter Kapitän eineZ JndienfahrerS der N vigazione generalo und Familien va?. Da? Mädchen scheint aber daß Gefühl der Bitterketl uver die Tren nung von ibm nocb nicht überwunden iü bafc'n. or l e q z l g fuhren tooi General PaSkewitsch der gefürchtest Man in Warschau. Ür war Gouver neur der Stadt und waltete seines Am teS mit grausamer Strenge. Zu Hun. derten sandte er die Polen in Sibiriens Bergwerke. Dabei aber lebte er selbst in größtem Luxus. Und jetzt?-Kürz lich traf als ZwischendeckSpassagier ein Neffe jenes Fürsten auf ClliS Island in, Alexander PaSkewitsch. Und ar es Zufall, oder eine Vergeltung des Schicksals? der Neffe des Gou verneurS mußte sich vor einem Opfer seine OnkelS legitimiren. I. RacS- . kewicz mußte unter der Schreckensherr schast des Generals sein geliebtes Polen verlassen. Er kam nach Amerika. machte hier den Bürgerkrieg mit und sinn hier als Emigranten' Inspektor dem Neffen jenes Fürßen gegenüber. Dieser ist arm wie eine Kirchenmaus und will im Lande der Freiheit sein Kilück vrsck?n. Wenn, das Uff - euch beschwerlich wird, Ver daulichkeit ungenügend, Schlaf eine Unmöglichkeit, und Appetittosigkcit sich einstellt, so gebraucht sofort den ächten Johann Hoff sche Malz.ENrakt. Ter. selbe wirkt kräftigend auf den 'ganzen Organismus und wird gegen Dyöpepfia, Magenleiden, Schwäche, Husten und Erkältungen von allen Aerzten emvfot len. Der ächte Johann Hoffsche.Mal;.Eftrakt bat die Unterschritt von Jo bann Hoff" auf dem Halse einer jeden Masche. Nehmt' keine der werthlosen Nachahmungen. Eisner ä?Mendclson Co., Aaenten und Jmportare' von Mineral Wässern, e Barclay Str., New Jork. Gebrauche die ächten " , Joiaun Hoff'schen Malj'BonbonS für Halsleidcn, Heiserkeit und Erkültunger! Tie Johann Hoff'sche MalvCboeolade ist ancrkaunt al raS beste Nährmittel fü r Kinder uno e. onvaiesjenten. SnaenchnleS, kräftigende frühstück. Telephon 1269 Unterstützt du UNION CO - OPERATIVE 8 a ü n d r y, betriebe von Union WnschmLdche. : No. 1L8, 140 und 142 Virginia Sven. T. E. Somerville, Manager. ) Umgezogen. Fr ist Hier um Hier. lUftm.'' Die zunehmende Prari dek Dr, V-ixiff, lei 'Tuzcn dnd Ohren ÄrxteS, zirang :y, nach Krbkercn Räumlichkeiten nmzuzieken. ikr mie tbtte rtSbnlb die öiäum.'ichkerlen im jivciten Etock dJron Blo'. 1! W. Washington Str., nZchsi ,u VowkN'Merrill So's, für fünf Jahre, too er auSgej'icbnet? Osficen einrichtet hat für die rkant,una von Aae. Obr. Nae und OalS nnd di nfkrtlgung rn Brillen, künstlichen Wu i . rt . w . r . , rji-f.. t - Sjä&T& &3'fi. ,nsuuti u n sd,rm, etguden. ,

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satt-H Vehrak. Mtient g srkln.N.?)..Jn.,s. mu gxrkicht mir z befand,? Bksrikdigunz, Ihn, vcn Ur nmvdcrv-llcn ur. welche .Pastor König' ?:k?zcaClälke an lNkinem Sohn Johann vollbracht. - f f . m W ir zogkn xrcininen, erzte ,ual und v,r,uchle alle mögliche Mittel, aber alle ohne die geringste Hoff, nung ,u erbettln, da erknhren wir von diesem wenh, vollen Mittel und entschlossen UN zu einem Versuche. Derselbe hat mehr al zusrte. e" $'z j ' !' ?Reibt??r m!Vera-vnf l4rttr vor drei Dknakco anfing, ist er nicht wieder krank gewk se. n sei gedanr,, ?.zt er .be gmi.. ben.undir sehen sür ihn ein Zukunft. Bitte. engen Sie hrrzgcsühsken Tank dieser Familie. Ihre t m tdn nicht kuri. sonder auch sei üeoen geretket. denn in seinem srühere Zustande hätte ick, mehr lanqe leben können, .n. um. (M.: ew roerthvovez vuch für Nnvenkideno 1 Vim wurde M demJalzn i?s vondem ft?Ä KOENIG MEDICINC CO.. 838 Kd,pISu' Chicago, iix. k.oo!MM M, . o i mm m - ä. w vu 'U In Jadiankvoli In bett fcculfäen Vtnthtten d &. tll. aner, U West Wssgingto 6tr. und Ecke Süd Orft fctr. un Clm.pt t&wm kuriren Verstopfung. N flch guter Vesund'zktt zu erjrmen, soZte Ledttmaun oCc vier55zn'5';!s Ctt:n;n egelmköiz ettkngi t,liu. ttt uck gkwoZnheilsmWAk? Lcrstöpwg eZy5?,k ezctse eilittinS pw c vi?7e k ",d cvnf:ti:4. sn5if?fUw5,3 disserLkks:5z?.,?:is'.ts5!is5cn Söti i UtlerpiV.tll tlut UltvittlcU Bspu lati.at eriAxt Ct tcr ,uSe tt ittt?Ktt uhtvcM vsvlxaiifl. Dr. J. Viihler, Teutscher Arzt. Office und Wohnung: 33? Süd Delaware Straße. Office'Stuudeu: 9 Uhr Borm.; Z Z Ulzr Nachm.: 7 9 Udr Abend. Televho 1t. Dr. PFAFF, Office : 134 Nord Pennsylvania Str. OfsiceTtnden von Z 4 Ubr Nackm. N.o. 425 Madison Avenue. Stunden von 10 II Nir Vorm. Wohrung: IK7 .illabanr str. .Er Lrmontstr. rr.r.f.n -'' i-. I 0l. r z,nce Wohnung 930. kvvy wv Dr. F. H. Harrlson, Arzt, Office und Wohnung: 97NordAlabamnStr. Telephon DU. 2ttJXJLtkzsz&?2?9 Wrurg und Frauenarzt. Heilanstalt und Office: No. 19 Oft Michigan ' Strabc. (CSJt Äicffachnsetts Avcnuk.) TZalich von 2 1 Uhr. Sonntag? auSacn?nimen. "Dr. Wagner, Ofsice: Zlo.6 Sol Shw Str. Offtce'Stunden : lS NSr"Bsrtttag. Nhrachmittaa. ohnuva.: cke Broadwa;, vnd Ltneol live. Telesbon S. G. C. &vcvt&9 Deutscher Zahn-Aizt, Ro. 84 Nord Pennsylvania Str. a wird nf Wunsch angesindt. ,)HDb?ä CBH&ILs, No. 28 Virginia Avenue. Sprechstunden : 10 H Uhr Vormittag, i S SkicbrnittagS und'7 S brndö. Sonnlag ven Z-S Uhr Nachmittags. Dr. ß. R. Schaefer, jSrzt und Ehirurg, No. 43 Madison Avenue, n.'.he Morris Str. Sprechstunden : 7:20-S UhrrZergenö, 1-SUHr Nachmittag. 7:30 9 Uhr AbendS. Telephon L8S. K r e b s. Geschwüre, Fisteln, TumorS, r Anwendung de Messers kurirt. Or. L.N. HOWARD, S Süd Jllinoi Straße. Frage nach einem Zirkular. Mary C. Lloyd, Zahnärztin, Zimmer No. 19, über Flcicher's Bank, oegcn über vom New York Store. Bandagen und wundarztliche Apparate, Bruchbänder, Krücken, Schienen un alle wundürjtlichrn Gegenstände. Taö größte Lager künstlicher uen.. Vim. H. Armstrong & Co 77 Süd Jllinoi Straße. Ferd. A. Müller, , Machfolger von Äevcge T?2ller.l I - iKpothekeV. l Anserttgnna ton Rezepten I.scht.bt in tzderlZsfiser. sachverYLndtger Weise. ? S2dweft-Ecke der .. - t OK Wasbingtön nnd OS Str. " ; G&T Tclevion 87ß. steil Hcilunz ! Keine Bezahlung ! Zrc-sves cuxxd br Dr. Barker üf one rninute by a new improved tnd fthlta Bitioi. Grut inprecett h xu 1 ttaruei Schielaugen. Wie sie von Dr. Barker durch eine neue, verbest-te schmerzlose Methode kurirt werden372 ?äll? in Indianapolis geheilt, von denen Sie sich persönlich überz,u:en können.- MLK itzeyenchnung..

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