Indiana Tribüne, Volume 16, Number 200, Indianapolis, Marion County, 9 April 1893 — Page 4
ÄÄiracsDBrsCTc3&fc, , ' , - -.., Zndiana Tribüne. Erscheint - füglich und Sonntags. Die tägliche Xriliünt" koyrt burOt den Träger UCcntJ per Woche, die Sonntag.Tribüne" 5 SentZ ver Woche. Weide tzusammen 15Gent oder 52 Cent vr SKonot. Per Post geschickt in Vor. autbczzhluns per Jahr. Cjf.ee : No. 18 End Alabama Str. Indianapolis, Ind., . April 1893 Die Eiserne ZNaSke , Das Geheimniß der Eisernen TlaiU wurde ron ernsten Schriftstellern soroehl wie von phantasiereichen Romanciers schon oft zum Gegenstand ihrer Arbeiien gemacht, Gor Allem schrieb Voltairc darüber ganz unglaubliche Hypothesen nieder. Condorcct fügte dem Werke Voltaires Notizen bei, um den Forschern Material an die Hand zu geben, doch zeigte er nirgends den Weg. der zur Auf deckung der- Wahrheit führen konnte. Nach diesen beiden großen Männern kam ein Herr Roth und setzte ein Opusculum in die Welt, das im Jahre 1803 in Turin gedruckt rourde und den überbcscheidenen Titel führte: Der wahrhaftige Schlüsfel zur Geschichte des Mannes mit der (Zisernen Maske." Herr Roth behaup: tcte, dafc der geheimnißvolle Häftling der französischen Staatögefängnisse kein an derer gewesen sei, als der Graf von Mathioly, geboren in Bologna, Secre tär, Vertrauter und geheimer Agent des Herzogs von MAitone. Mathioly, so erzahlt der Verfasser, wäre von seinem Herrn zum Ankauf der Stadt Casal nach Frankreich gesandt worden, hatte aber aus der Rückreise die Unschicklichkeit be gangen, dem Hofe von Turin sowie dem Grafen von Melgar, ältestcu Sohne des gleichnamigen Amirante von Castilien, das Staatsgeheimnis zu verrathen. Der französische Gesandte in Turin war über die Sache so roüthend geivefendaß er den verhängnißvollen Schwätzer gelegentlich einer Jagd auf französisches Gebiet lockte und dorr am 2. Mai 1679 im Namen deL Königs verhaftete. Selbstredend besitzt auch diese hübsch combinirte Historie keinen ernsten Hintergründ. Der Verkauf der Stadt Casal wurde niemals geheim betrieben, sondern vom Marquis de Saint;Thomas,' Pre mier-Minister des Herzogs von Savoven, mit Herrn v. Crenan. einem Verirauensmann Ludwig's XIV., abgeschlossen. Der Verkauf ergab große Vortheile für Frankreich und ward überdies nicht 1679, sondern im Jahrc 1095 durchgeführt. Zwei Monate nach Unterschrift des Ver, träges reiste aber der Herzog von Mentone nach Paris, um dem Könige zu danken und ihn seiner unerschütterlichen Ergebenheit zu versichern. Las aber den Secretär des Herzogs von Mentone anbelangt, so war das weder Mathioly noch Mogni, nie die ..Encyclopedie Universelle" von 1770 und 1780 ihn nennt, sondern der Graf und spatere Marquis von Bagliani, der als bevollmächtigter Minister seines Landes mehr als dreißig Jahre in Paris lebte und sich am Hofe Ludwig'S großen Ansehens erfreute. Er starb, 72 Jahre alt, ohne je gefangen gewesen zu sein. Nachdem ich die Haltlosigkeit dieser Legende dargelegt hab,, will' ich die auf Grund der angestellten sorgfältige Nes cherchen eruirte Wahrheit über den be rühmten Gefangenen hier mittheilen. Hoffentlich gelingt es mir, auch die Leser von der Authenticität meiner Geschichte zu überzeugen, welche ich in allen Phasen bis 51 dem traurigen, tieferschütterten 3Alufe mittheilen will. Drei Monate, nachdem sich die Königin Anna von Oesterreich (Gemahlin Lud oig's Xlll.) Mutter fühlte, verließ sie pa$ Louvre und begab sich mit dem Hofe in das königliche Schloß von Saint Germain. Sie führte die kleine, neun jährige Prinzessin von Monv,nsier mit sich, welche ihr für die Trennung vom Herzog Gaston d'Orleans, der ihr Lieb aber war und den sie anbetete, Ersatz bieten sollte. Dem Könige wurde zur selben Zeit ein Floh in's Ohr gesetzt. Man warf vor ihm eine Frage auf, welche ihn sehr beschäftigte. die Frage nämlich, was zu thun sei. wenn ihm die Königin statt :ines Dauphins deren zwei schenken sollte? Man machte aus dem Zustande -V C ver onigin, oeren augere formen aller Dings die Erwartung auf Zwillinge rechtfertigten, ein Geheimniß, und nach dem vierten Monate ihrer interessanten Um stände durfte auße? dem Cardinal Niche lieu sowie den Damen Hautesert und Chevreuse Niemand zu ihr gelangen. Im Jahre 1637 wurde der Dauphin geboren. Man kündigte die Nachricht von seiner Geburt dem versammelten Hofe an, die Geburt eines zweiten Sohnes der Koni gin aber, der um einige Stunden später zur Welt kam, Niemandem. Nur die genannten drei Personen und der Leib arzt der Königin, der berühmte Chirurg Guenaut, wußten um das Geheimniß. Der Arzt trug das zweite Kind unter dem Mantel verborgen und brachte es in Gesellschaft des Cardinals Richelieu nach Ruel, wo diefer Prälat seinen gewöhn lichen Wohnsitz hatte, wenn sich der Hof in Saint Germain befand. Der Cardi nal setzte den Arzt mit seiner geheimniß vollen und kostbaren Last in einem der nächstgelegenen .Dörfer ab, damit er dort eine Amme suche, die er auch glücklich fand. Die Königin machte später in Begleitung der Damen von Hautefort und Ehevreuse häusig Befuche in dem Dorfe, um das arme Kind zu sehen, die Amme aber wurde im Unklaren gehalten, welche der drei Damen die Mutter deS Säuglings war. i?m Jahr nach diesem Ereigniß dachte man daran, das Kind nach Holland z bringen. Holland war damals als Er ziehungsort sür Kinder, deren Geburt man verheimlichen wollte, in Mode. Di Gatten zogen oft auf Jare in den Krieg und es vassirte den vornehmen Dame Frankreichs manchmal, daß sie trotzdem in die Lage kamen, Mutterfreuden zu haben. In solchem Falle brachte man die Kinder bis auf das ho.ländifche Ge biet. Crdinal Richelie. elcher die
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littttchi ÄlihSttgttchkttt lit tzerzvgln tZöS Ehevreuse, einer Tochter deö Herzogs von Rohan Montbazon. für die Königin kannte, sandte diese Dame mit dem Kinde nach Brüssel, wo sie es selbst im Gehei: men pflegen sollte, bis er eZ angezeigt finden würde, sie ihrer heiklen Mission zu entheben. Um aber den Schein zu retten, mußte man für da? Exil der Dame einen plausiblen' Grund sinden. Die Zärtlichkeit der Mutter opferte den Ruf der Königin, die sich vom Cardinal eines Complots mit ihrem Bruder, Phi
lipp IV. von Spanien, gegen Frankreich beschuldigen ließ, in welchem die Herzo. gin, ihre Vertraute, den geheimen Brief Wechsel ermittelt haben sollte. Die Herzogin ging nach Brüssel und die Kö nigin erschien, um die Sache noch glaub hafter zu machen, vor dem Parlament, da sie einstimmig freisprach und ihr nur Unbesonnenheit zum Vorwurf machte. Sorgfältige Nachforschunzen und alte Documente, welche ich entdeckte, habe mir diesen Zusammenhang der Saoe enthüllt, der bis heute aller Welt ein Geheimniß blieb. . .. Die Herzogin von Chevreuse war seit dem Jahre 1638. enlirt, und als der Cardinal im Jahre 1642 starb, emsing der Staatsfecretsr Mazarin, später berühmt als Cardinal Mazarin, daS könia, liche Familiengeheimniß auS dem Munde des tterbendenÄichelieu selbst. Mazarin benützte das Geheimniß so gut für seine Zwecke, daß die Königin nachdem Tode Ludwigs XIII. im Jahre 1643 nur noch ein Spielzeug in seinen Händen war. Als ihr die Regentschaft zusiel, war sie gezwungen, ihre Macht mit dem Cardi, .nal zu theilen, gegen den sie eine persön: liche Abneigung empfand. Diese Ab neigung wurde noch vermehrt, als sie sah, wie rücksichtslos Mazarin seine Macht über sie ausbeutete. Während der Unruhen der Fronde sagte sie einmal dem ''irdinal. wenn der König, ibr Sobn. lhn wirklich so liebe, wie Mazarin U bauvtete '"id ibm ienen Wortbeil in der Meaieruna einrau:nel wurde, oen er am r . c . r? . r? r . ?. : . vlllonlrre, weroe iie na mit iyrrm zwn ten Sohn an die Spiye ihrer Anhänger stellen, um den intriganten Cardinal aus dem Königreiche zu verjagen. Man dachte bisher, die Königin habe unter ihrem zweiten" Sohn Philipp von Frankreich, geboren im Jahre 1640, gemeint, doch ist es zweifellos, daß sie eine Anspielung auf den Zmillingsbruder deS Königs machte. Mazarin. welchen der große Conds niemals anders nannte, als den .berühmten Faquino-, sah, daß er sich zu weit vorgewagt hatte, und stellte sich nunmehr auf einen freundschaftlicheren Fuß zur Königin, ja. er wurde sogar ihr Liebhaber, wenngleich auf keiner Seite Liebe vorhanden war. Die Historiker haben mit Rücksicht auf dieses Verhältniß von einer geheimen Ehe zwischen den Beiden gesprochen, 'roas einfach lächerlich ist,' nachdem der Papst im Sinne der ca nonischen Gesetze niemals den Dispens zur Ehe eines Priesters' hätte geben kön nen. Zum Glücke für die Königin und das Königreich hat der Cardinal das große Familiengeheimniß niemals verrathen, aber er lieg die Herzogin von Chevreuse trotz der Opposition der Königin im Jahre 1643 nach Frankreich zurückkam men. Die Königin zitterte, ihr Kind und ihr Geheimniß in fremden Handen zu lassen, aber der Cardinal mußte auch da ein AuSkunstsmittel, daS seinem sindigen Geiste alle Ehre machte er sandte nämlich den Leibarzt Guenaut nach Holland, um für das Kind zu sor gen. Nachdem dieser um daS Geheimniß wußte, eignete er sich vorzüglich für diese Mission. Der Jünger AeskulapS gina auf alle Bedingungen ein und reiste nach Brüsiel, um dort die schone und geist reiche Herzogin von Chevreuse zu er setzen, welche triumpihrend zurückkehrte und ihre frühere Vertrauensstellung bei der Königin wieder einnahm, was be Hos cfjx überraschte, weil man wußte, daß die hohe Frau sich der Rückkehr der Herzogin widersetzt hatte. Die Kini gin hatte von Brüssel aus einen lebhask ten Briefwechsel mit der Herzogin unter halten, was leicht begreiflich ist, nachdem es sich um das Schicksal deö Kindes han delte. Die Historiker haben jedoch für diese Correspondenz ganz andere Gründe angeführt. Die Gunst, welcher sich Sie Herzogin nun erfreute, erlitt aber bald eine starke Einbuße. Die schöne Dame wollte nämlich allein die Königin beherrschen, sie war eifersüchtig auf die Macht des Cardinals und ließ sich in alle möglichen Intriguen gegen ihn ein.' So kam eö. daß sie nach (dem Kriege gegen die Fronde auf ihre Guter verbannt wurde, wo sie viele Jahre lang blieb und sich der Erziehung ihre? lnoer widmete, cacy dem Zoot deS Cardinals, im Jahre 1381. erschien sie selbstverständlich wieder am Hofe und stand von Neuem in hoher Gunst. Die Königin wurde indessen bild darauf von einem schweren Leiden heimgesucht, einem Brustkrebs, den sie längere Zeit vor Aller Augen verbarg, bis sie der Schmerz zwang. daS Geständnis ihrer Krankheit zu machen, die unheilbar befunden wurde. Ihr Arzt Vallot ließ zwar eine Op;ration vornehmen, doch starb die Köntäia sechs Monate später, am 20. Januar n a i Tr a rt jooo in INI: vermaln. In den letzten Tagen ihre? Leben hatte die Köniain wiederholt Besprechun gen nw lyren oynen und deren grauen, schließlich eine lange, lanae Unterredung mit dem König allein. Als der König das Gemach der Sterbenden verlieh. malte sich der Gram lebhaft in seinen Zügen, dann stieß er einen Schrei auS und stürzte bewußtlos in die Arme der Prinzeiilnnen, die lhn im Nebenaemach erwartet hatten. Man brachte ihn in seine Appartements, wo er erst eine halbe i7i:L V. f;i v tr" vsiunor ipaicr roicocr zur Vesinnung ge brecht werden konnte. Die ersten Worte. r 1. cm oie er ipracy, waren: ,30)0 xji tx r Die Damen dachten, er verlange nach r.i m v er c : o- . lauem viuvci, Pyiiivo von tfranrreia der König schenkte ihm aber keine BeacZ tung, als er erschien. Monsieur siel am Bettrande nieder und schluchzte dort, sei nem Schmerze ganz hingegeben, bis ih . T - ?' r ' 7 oic jionigin zu nicn lieg. Nach dem Tode seiner Mutter ent sandte der König Herrn v. Saint-MarS. r r i .V . innen oeionveren Vertrauensmann lsrü her erster Kammerherr seines Vetters. de Prinzen von Conti) nach Italien. v of.i ra a c V - s ozi uiu urnaui rill oem wlUlNgs bruder Ludwia'S lebte. Suent batte
, ' assUMm den Namen und Titel eines Herzogs von Marchiali angenommen, und der Sohn Anna's von Oesterreich wurde .Prinz von ücarchiall" genannt. Als Herr v. lvaintMars den alten Arzt gefunden hatte, theilte er ihm die Instruktionen des Königs mit. Der Arzt war tief be wegt. als er horte, daß er nch von Dem jenigen trennen sollte, den er dreiund- ! zwanzig Jahre als seinen Sohn betrachtet hatte. Der junge Mann hatte die Erziehung eines Prinzen gehabt und wußte Alles, waS ein solcher wissen mußte, außerdem spielte er geschickt die Guitarre und sang italienische Lieder und Barcarolen sehr schön. Das Italienische sprach er fertiger als das Französische, nachdem er den größten Theil seines Le bens unter dem schönen Himmel des Wälschlands verbracht hatte. Der Arzt starb ein Jahr später, 1667, ,m Alter von 70 Jahren, dem Trübsinn verfallen. Der unglückliche Prinz aber wurde nach Frankreich geschleppt und sein Gesicht un ter einer eisernen MaSke verborgen, Herr s . nnr n t t v. alNl:ulars cnianc, ain ctcdi oes Königs zu handeln, welcher den jungen Mann deS Hochverrats beschuldigte. Der BedauernSwertye wurve in vie iZestuna Pianerol bracht, die sich nahe der italienischen Grenze auf französischem Gebiete befand. Commandant der Äejte war damals err v. ainl-cars zu dessen persönlichem Dienst bestellt, der sollte ihn überwachen und aus feinen Spaziergängen begleiten. Im Hofe der Festuna fowohl wie auf der Reife sollte der Gefangene stets die eiserne Maske y . e r. . . r tragen, zur cacyiruye ourfie er ne ourcy eine Sammtlarve mit langem Barte er setzen. Kn Sterblicher sollte ihn ohne Maske sehen die Todesstrafe stand für Jeden darauf, auch der Gefangene sollte sterben, wenu er ohne Maske erblickt würde. Davon abgesehen, sollte ihm jede Rücksicht ermiesen erden, welche er seinem hohenStande gematz beanspruchen durfte. Weder an Wäsche, noch an Kleidung, noch an Nahrung, noch an Schmuck, noch an Möbeln oder anderen Dingen sollte ihm je ein Wunsch unerfüllt bleiben. Diese OsdreS galten bis auf Wiederruf. Der Unglückliche verbrachte seme '.aae m Thränen. Bermunschungen, ZorneSauSbrüchen, Verzweiflung. Er wukte sich fr von teder Schuld, begriff .die grausame Behandlung nicht. deren Opfer er war, und konnte nichts thun, ulS über sei unglückliches Schicksal seufzen. Der Commandant . von Pignerol, Guitaut, starb im December 1635 und Monsieur de SaintiMars trat an seine Stelle, die er bis 1637 einnahm. Dn König fand jedoch das Gefängniß der Eisernen Maske- nahe der Grenze nicht sicher genug, machte daherSaint?MarS um Gouverneur der Inseln von Lörin, ind dieser nahm seinen Gefangenen mit sich, um ihn in dem ncheren Käsig van Sainte-Marguerite zu bewachen. SaintMars erhielt überdies, außer den reiz chen Einkünften, die er schon btte, noch eine jährliche Pension von lausend Tip mmhiU An? ftn nrls&rn!- . k 1 1 , tf Utlttl Wl vift v y genheit lohnen wollte. Der arme Prinz gewöhnte sich mil der Zeit so sehr an die Gefangenschaft, daß er sich in derselben schließlich ganz wohl befand. 5i;h Ändri, der Mit fünfzehn Jahren vor dem Gemache der .Eisernen Maske- Schildwache stehen mußte, in seinen Memoiren erzählt, sang der Gefangene so entzückend zur Guitarre, daß man .das fchöne Concert inmitten dieser schönen Wüste- nur mit dem hoch sten Genusse anhören konnte. (Terselbe Andri wurde unter der Negentschaft Gouverneur der Inseln von Lerin und starb 1750, 70 Jahre alt.) Das Schick sal wollte aber nicht, daß der unglückliche Gefangene feine Tage in der .schönen Wüste" beschließe. Der König gedachte nämlich die Einkünfte Saint-Mars, der sich um ihn so ergeben zeigte, und dessen tapferer Sohn ihm in der Armee gute Dienste erwies, noch zu vermehren und ernannte ihn zum Commandanten der Bastille, welche Stelle mit Revenuen von mehr als hunderttausend FrancS jährlich verbunden waren. Der erste Staats minister. Louvois wurde damit betraut, SaintrMaiS diese Nachricht zu verkün den, sowie den Befehl, daß er den mas kirten Häftling" mit nach Paris bringen solle. Als Louvois bei dem Prinzen eintrat, wurde er von SeintiMarS er sucht seinen Hut abzunehmen und den Häftling, mit Hoheit- zu betiteln. Lou voiS war sehr überrascht, gehorchte aber unverzüglich, da er sehr wohl mußte,daß es ich da nur um einen Befehl deS KöniaS handeln könne, da sich die Hsf, lichkklt des Gouverneurs gegen seinen Gefangenen niemals so weit verstiegen c . ? I Ä . yarre, an ven macyrigen iaalsmlniiler ohne Bevollmächtigung em solches An innen zu stellen. Er bezeugte demnach cm Prinzen so viel Rücksicht, und der selbe nahm sie mit solcher Liebenswürdig seit entgegen, daß der Eine vom Ande ren entzuckt war. - Am nächsten Taae machten sie sich luf die Reise, und im Juli 1693 empfingen die kalten un-. düsteren Mauern der Ba stille die illustre Persönlichkeit, die hier verblieb, bis sie ihren letzten Seufzer aushauchte. Der Zwillingsbruder deS Königs starb hier am 19. November 1703 im Alter vou 66 Jahren. 'Er wurde agS daraus um 4 Uhr Morgens in der Gruft der Pfarre von Saint Paul in Paris unter dem Namen deS Prinzen van Marchiali begraben. Als die Todtenaräber erfuhren, daß der Mann, den sie beerdigt hatten, der berühmte Gefangene sei, von dem Du Jouca, Beamter m der Bastille, in sei nem Tagebuch vom Jahre 1693 gcspro chen hatte, öffneten sie neugierig den (Sarg des Todten. Sie fanden darin einen wohlproportionirten Körper von auffallend dunkler Hautfarbe (wie sie auch Ludwig XIV. befaß) ; DaS Gesicht deS Todten aber war mit einem Dolche zerstört worden, so daß die Fleischfehen herabhingen. Sie wagten von der Grabschändung erst zu sprechen, nachdem der König gestorben - war und Manches über die .eiserne Maske" in die Oefsent llchkelt drana, was bis dahin geheim ge halten blieb. Der treue Diener seines Herrn, Monsieur de SaintMars, über lebte seinen Gefangenen nur um fünf Jahre. Er folgte ihm in die bessere Welt, wo es keine Kerker gibt, im Jahre 1703. ein Neuniiiaer. ' llls Ludwig XIV. am 1. Sntember 1715 üarb. at&a&fe
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M. 3 fr 8 1 CJm 'in tt)ftll)tpl!c5 S3u4 für Nrrvenlctdkndr ViCl und sin; 'rrrbe.Jlasckie. ,uge,audi. Arm erhalten auch dir Mednin mioritt. $iel f!Jithim wurde seit htm i,hrt 187'. hnn n ßoitllr). 5!üitiirct5nta in iatt JUntui r.K miurnt.i - - - 3 - . . " 1 v., AMVV.. unö Ktt unter Inner Anweisung ton Der KOENIG MED CINE CO.. 238 ItandolpU St., CHICAGO, 9lei 9fHltlhf t It hnlin " 01.00 die fflasche, C Fkajkkien für $5.00. 0to6C Vi.7S, ü für iHtf.OO. In Jndianavolil in de deutschen votbeken on st. Wili. an -er. 54 Lest Washington M- k rr. A - k . fh. c w t i 1 r . tii. uno uac euo l toit. uns vincoin vanc. großes Geheimniß dem Neaenten Philipp von Orleans mit dem Auftrage, dasselbe Niemandem kundzuthun und selbst dem künstigen Könige, Ludwig XV. (seinem Urenkel), erst im Alter von dreißig Iah ren eine Mittheilung davon zu machen. Zu diesem Zwecke hinterließ der König n geheimes Testament. Der Regent war aber in seine Tochter, Fräulein von Valois, verliebt, welche ihrerseits wieder leidenschaftlich den schönen und berühm? ten Marschall v. Richelieu liebte. Der Letztere bestürmte sie, ihrem Vater das Geheimniß der Eisernen Maske" zu entlocken, was ihr auck, wie sie ihrem Liebhaber sagte, zu settsamen Vedingungen" gelang. Sie theilte e3 auch Richelieu mit, welcher natürlich die pein lichste Geheimhaltung versprach. Ge, schwahig und indiScret wie er war, fand er wenigstens eine Erleichterung darin, die Sache in seinen Memoiren zu erzäh Wie dort zu lesen, hatte der Regent seiner Tochter mllaethellt, da? der Mann mit der eisernen Maske der jüngere Bruder deS Königs gewesen und zwei Stun den nach diefem zur Welt gekommen sei. Der Regent starb 1723 an einem Schlag anfalle. Man fand unter seinen Papieren daS versiegelte Testament des Königs. Auf der Enveloppe standen die Worte: Für den König Ludwig XV.,' zu öffnen an seinem dreißigsten Geburtstage." Der junge König gehorchte, obzwar er durch die geheimnisvolle Weisung sehr intriguirt roar. Nachdem er beim Tode des Regenttn erst 13 Jahre alt roar, mußte er noch 17 Jahre warten, bis er in das Testement des oi-Loleil Einblick nehmen konnte. Am Abend des sehnsüchtig erwarteten Tages erlaubte sich der Herzog von Richelieu, sein Günstling. zu fragen, roeßhalb der König an seinem Geburtstage so verstimmt märe. Der König ankwortete traurig; Ich habt heute das Testament gelesen, das ich erst an meinem dreißigsten Geburtstage 5 ff nen sollte. Ich weiß endlich, waS ti enthält .... aber ich hätte vorgezogen, es nicht zu erfahren, und werde mich wohl hüten, es meinen Kindern mitzu: theilen. Ich leide genug darunter.... Wir sind genug gestraft D Herzog von Richelieu errieth anfangs nicht, was der König mit diesen Räthsel orten meinte, aber als er die Sache überlegt hatte, wußte er genug wie er selbst saat. Vonaparte benutzte be, kanntlich die Geschichte, um z behaup ten, er stamme von den Bourbons ab. der Mann mit der eisernen Maske sei sein Ahnherr gewesen. Als sein Urgroß, vater zur Welt gekommen sei. hätte man desfen Mutter um die Vaterschaft gefragt und da habe die Frau erwiedert, das Kind stamme von guter Seite", d duoda parte. Der Abkömmlina dei Eisernen Maske- hätte später auch den Namen Buonaparte angenommen. DaS ist die Wahrheit überdie Eisern, Maske" deren Geschichte ich sorgsam nachgegangen bin. Ich habe sie au? einer Mosaik historischer Notizen zusam, mengesetzt, an deren Authenticität nicht !zu iweiseln ist. Ich bin von der Rich, -tigkeit der dargelegten Version überzeugt, .weil die historischen Quellen, aus wel ichen ich - schöpfe, nicht trügen können. Hoffentlich ist es mir auch gelungen, de Lefer zu überzeugen. Es muß wohl st .'sein, wenn La Rochefoucauld Recht hat. jcr in seinen Marimen sagt: De überzeugten Manne, der lebhaft fühlt. noai er sagt, ist allein die überzeugend ede aeaeben." v Aus o e r cy i in g e gezo gen. ....Ach, da sieht man, wi falsch und meineidig Ihr Männer seid! Är unserer Heirath hast Du mir in di, Aand geschworen, alle meine Bedürfniss, m Zukunft zu bestreiken und schon jetzt brichst Du Dein Wort ! " Aber welch' .unaerechte Beschuldigung! Wieso denn, Siebes Weibchen?" .Nun, ich wieder 'hole Dir, ich brauche ein neues Kleid ! ' .Gut, und ich bestreike es!" Einzige Betrachtung. Dienstmädchen: So'ne Mädels in Afrik, ihaben's eijentlich janz jut, da merkt d, Jnädige niemals, wenn die ee Schornsteinfeger jeküßt hat. Auch ene Verehrerin Pasteur. In einer niederrheini sehen Stadt kommt eine junge Dame freudestrahlend z einer Freundin, fällt derselben zubelnd um den Halt, indem sie ausruft : (Sott fei Dank, wir geben nach Paris, Papa ist von einem toll Hunde hissen worden.
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