Indiana Tribüne, Volume 16, Number 200, Indianapolis, Marion County, 9 April 1893 — Page 3

Ein Mm am KrNenIjose.

ErziSlnnz von Otto irndt. (?. Fortsetzung und Schluß.) Die angekündigte Sendung traf am folgenden Morgen richtig im Mini stcrium ein. Werdenberg trug sie un verweilt in '5 Kabinet, entfärbte sich aber vor Schreck, als der Gebieter eine Anzah! Blätter neben einander aus breitete, sämmtlich Schuldscheine über bedeutende Summen, deren jeder die Namensunterschrist Adalberts trug. Meine Hand täuschend nachgeahmt!" rief der Fürst betroffen. In der That zum Verwechseln ähnsich!" pflichtet? Werdenberg bei. .Aber wer wer kann es gethan haben?" Tie Schrift in den Schuldnklärungen selbst verrath ihn," sprach der Fürst und fügte schnell hinu: Ist Pilgram schon im Vorzimmer?" Zu Befehl, der Adjutant begrüßte mich." Bitte, rufen Sie ihn!" Während der Minister Herrn von Pilgram herbeiholte, erhol) sich der Fürst, ging rasch in ein Nebengemach und erschien in dem Augenblick, als der Adjutant sichtbar ward, mit einem Re volver in der Hand wieder, den er in die Brusttasche gleiten ließ. Schließen Sie die Thür, Werdenbcrg!" gebot er kurz. Dem Beauftragten zitterten Hände und Füße. Der Fürst winkte: .Pilgram!" Arglos trat der Adjutantzwci Schritte vor: Durchlaucht befehlen?" Man hat mir da verschiedene Pn Piere übersandt. werfen Sie einen Blick daraus'." Pilgram gehorchte und schwieg. 'Der Fürst firirle ihn: tfen nen Sie den Schreiber?" Ich kenne ihn!" Seine Siulje frappirte den Beobachter, der jc!t gebot: So nennen Sie ihn dem Minister! Doch hüten Sie sich, einen Unschuldigen anzuklagen!" Gelassen, wie nur Jemand sein tann,. den nichts mehr außer Fassung bringt, weil ihm Alles auf der Welt glcichgiltig geworden, sagte Pilgram zu Werden berq: Ich bin der Schuldige, ich allein!" Der Minister fuhr entfett zurück: .Ist es möglich? Hauptmann!" Der Adjutant verzog keine Miene. Fürst Adalbert, der ihn nicht aus den Augen ließ, stand vor einem psychologischen Jiäthsel. Unsäglich!" mur nickte er. Tann begann er den Ossi cier, der keine Spur von Zerknirschung und Reue zeigte, zu verhören: Sie haben die Summen jederzeit richtig von dort erhalten?" Jederzeit!" Und was haben Sie mit dem Gelde gemacht?" Verbraucht!" Wofür?" Der Verhörte schwieg. Wofür, frage ich!" Erlassen mir Durchlaucht die Ant Wort!" Ich will es wissen!" drängte der Fürst heftiger. Kostspielige Neigun gen haben Sie nicht, das wäre mir zu. Ohren gekommen."

rc fh4 4 rr a 4 xat ? v r ... Heraus mit der Sprache!' befahl der Fürst streng. Sie sind von Haus ? . aus nicht reich; wollten Sie es werden i und haben heimlich an der Börse spelulirt'" Ncin!" Also wo ist das Geld geblieben?" Ich bin kein Lügner, die Wahrheit kann ich nicht gestehen!" Der Fürst stampfte? ungeduldig den Boden: Sie haben ein gemeines Ver brechen begangen, wissen Sie das?" Der Ofsicicr zog den Degen halb auZ der Scheide. Der Fürst griff nach nmx verborgenen Waffe: Was wollcnSie" .Ew. Durchlaucht meinen Degen zu uubi.it !.. r I ,!Qaur meyne lym fern Herr.

vf ZZZZrVn'J; was sollte er in der kleinen Residenz gePilgrun wie traumverloren vor nch sucht haben, die keinen besonderen An-

. Wenn ich tz-ie nicht wie einen niedri am Schelm behandle, so geschieh: es,

tuen mir im ueonge cu flcuicui. Sie warcn mein Liebling, pilgram. - A . . . A fc Ä A A . A k : .: ' ' i . .v" .1 und ygre icylge uuung I,l oerari. van -ie noo) niazi oen uinorua voukommener ugnongicu maen. uvrn M t r . i . i feie die eryovenen mummen in klgenem Interne verwendet!- . , .urcyau ..'aqien ir. oer urinit waivz zu lazuchlern ,em, mn seinen oroerungen onen aufzutreten k . eazneren tit aus lange iyui uno uoffien oici leicht, eine glänzende Heirath zu schlie ßen. die Ionen die Mittel zur Rück zahlung verschaffte?" TaZ hoffte ich nicht!" Herr, wie wollen Sie den Gläubier befriedigen?" Ich sehe keinen Weg!" C ient durchschaue ich Sie," rief der Fürst. Sie schmeichelten sich, wenn lhre Schuld an den Tag käme, ich ivürde Sie auslösen?" Pilgram schmieg. Nem. mein Lieber, da ha IlUiUllll m VIU. MIWIII Wtl. V. M ben Sie mein Mitleid überschätzt! Ich aebe Ihnen aus besonderer Gnade vier. c:xe Q;f frtttrt UUÜAiuiiu wiMiiuui Ok" . w" .v irh (5rrHi.ni rhenhtra hr 9Vr. , : c T"c: u,Wr V.u-.3ak t j - fr nih in M, ST. f fqvi.,;,V ,uihrtrW,rhahina. v. Vv. ...,.v.rr.. - . Yn Wrfn Nila, n,hMtnt fi au u.U. fcunv un Hts' rc. f..u xmh fc?;itihtrtt 5 lV4Vwk -yj wwvw stumm, schloß mit fester Hand die Thür aus und verließ das Kabinet. Der nurit atmete licr aus. wie von iner Last besreit. .Durchlaucht sind zu nachsichtig ver fahren!" ertaubte sich Werdenberg zu rügen. tftr PnnrierÖn runzelte die PiHrn? Weil ick, immer noch Zweifel beae. ob r frt fuldirt ist. wie er sckeint. Cfr erbirat den'wabren Grund, der ibn , her .Hishund netrieden. Warum sfenh nickt Rede' wo er die Summe elaüen?- . t .rif i.: .r: nk?: .Xnmi. VTinC lDILIUlCllLLC -UUIllüll iUUlillt CL

ja ein," erinnerte Werdenderg. viel leicht eine heimliche Liaisoni die " Die Papiere." fiel der Fürst ablcn kend ein, schicken Sie morgen an das Bankhaus zurück mit dem Bemerken, daß mein Adjutant spurlos verschwunden, wir aber seine Verfolgung'betreiben werden, der Bankier mag gleichfalls Schritte dazu thun! vichen Sie jetzt, lieber Werdenberg, ich brauche Einsamkeit, bis ich die häßliche Geschichte verwunden! Sie bewahren unverbrüchliches Schweigen!" schloß 'er scharf uns der Minister empfahl sich. Ter entlassene Adjutant täuschte die Erwartung seines Herrn völlig, er be rni&le die ihm gegönnte Frist weder zur Flucht aus dem Leben noch aus dem Lande, sondern saß ruhig in seiner Wohnung, als Herr von Werdenberg mit einem Major bei ihm eintrat, um die Verhaftung vorzunehmen. Ter Minister traute seinen Augen nicht, er hatte mit Bestimmtheit angenommen, auf's leere Nest zu kommen, und wollte eben nur zum Schein den Befehl ter.

Durchlaucht ausführet. Dem Fürsten berstete Werdenbergs Napport die unangenehmste Ueberraschung. Der Thor hat wirklich ge träumt, ich würde für seine Schuld ein stehen!" rief er in hellem Zorn. Der Minister zuckte die Achsel; Anders ist seine Dreistigkeit nicht zu erklären!" So macht ihm den Proceß!" ent schied der Herrscher. Und der Proceß wurde dem Uebel thäter nach aller Form des Rechts ge macht. Ter Umstand, den Namen des Landesherr schmählich gemißbraucht zu haben, erschwerte das Vergehen, Pilgram ward zu zehn Jahren Gefäng' niß, Ausstoßung aus dem Ofsiierö' stände un) fünf Jahren Ehrverlust verurtheilt. Unter der Hand erhielt er den Wink, die Gnade des Fürsten um Milderung der Strafe anzurusen; er lehnte es nb. Tie einzige kleine Festung des Landes nahm ihn auf, Bücher gestattete man ihm zu seiner geisti gen Beschäftigung. Nach einigen Monaten sprach kein Mund mehr von ihm. Nach einem Jahre raunten die Leute sich zu, der fürstliche Wittwer sei entschlossen, eine dritte Ehe einzugehen, und zwar mit der Sängerin Hulda Witepska. die ihm zur linken Hand angetraut werden solle. Man wollte schon den Vermäh lungstcrmin wissen. Da geschah etwas völlig Unerwartetes: die gefeierte Kunstlerin ward kontraktbrüchig und verließ bei Nacht und Nebel die Stadt, entführt durch einen polnischen Grafen, der kurz zuvor in der Residenz aufgetaucht war. Bei Hofe hatte er sich nicht vorstellen lassen, doch seine Anwesenheit war in den höchsten Kreisen bekannt ge worden. Wer ihn gesehen, schildert den Polen als eine Erscheinung von seltsamer Schönheit, die fascinirend wirke, namentlich auf das andere Ge schlecht. . Nach seinem Verschwinden er zählten auswärtige Blätter von ihm, er habe mit unerhörtem Glück an der Äant von Monaco gespielt, und die Meinung verbreitete sich, daß er mit der entflohenen Künstlerin bereits vor ihrem Engagement an der fürstlichen Bühne aus vertrautem yu gestanden; denn Zlehungspunlt lur Reifende bildete 5 -nni 5hrrz hmrht Seiner Durchlaucht so behutsam wie möglich die Mittheilung vom Entweichen des Lieblings bei. Anfangs glaubte der Fürst nicht daran, als aber die Zweifel ichwanden, blieb er mehrere Tage unjichtbar für Jedermann. Wenn das Schicksal ein Schernglück, wonach wir getrachtet, vor unzern Au aen zertrümmert, lernen wir den Blick dahin richten, wo echtes Glück für uns lag; aber der mißachtete Schaft läßt sich meist nicht mehr finden, lo gern wir auch zu ihm zurück'chren möchten. Ob der Fürst nicht des ersten Urtheils der tnMpn rntiinr? iihpr hip ?ifpnZk,, bad)t: cine' Lamia"? Was er in sich varcvaelamvsl. wein er allem. Ais er .. . . w flw mtT unur Men,'ck?n tt&n $atte cr männlich überwunden, sein mi ttQr ;r;; Unx f.. fr firm 0n naif jeder Richtung hin Thätigkeit zu ÜÜeil für das Wohl seines Volles, und I . . "' " i a "-r bald übertrug sich aus ihn die Liebe. Ö:c luan einst der bolden 5?rau an sei . ' w ncr gcc zollt. Abermais veraina ein abr. Nrin m o o -vj-"-r zessin Maadalene wurde mündig er rt und ihr die freie Verfügung über mütterliches Vermögen zugejpro ch. Sie bat das Familienhaupt um Urlaub vom Hofe, sie wollte auf einige Tage eine Freundin besuchen, mit der sie in lebhaftem Brieswechzel stand Gleichzeitig mit ihr verreiste der Hof rath Bohr, unter der Angabe, zu einer ärztlichen Berathung geladen zu sem. In der kleinen estungsstadt, wo Pü gram seine Strafe yerbüßte, traf die junge Dame mu dem grellen Toctor zusammen. . Ter Abend dämmerte, in seiner Zelle saß der Gefangene und schrieb trotz des Zwielichts, die Stirn gegen die linke I . . , f- ' i . ! ' H?lN geftutz X Jn mSjm v.? ujimc int wuiiu utuubcu orr r 1 iti. r. J. 7?.,.. : .:.t... 1". ooyu i;v runcuia in oic .gur - hastig das Heft zu . i irnf.r rnrn OlHtS Y. l vi.v - ... " NNN davor .,-.Er ,'hr. sich '.ich. n. ui er uic -lyui uiuuc yun, jon I ftitfcir irirt h t?Yrr Urtn Wt i " . VV MtuU I rr: m:-- w.: ..,.7 -Pl wuuiuiw ,,,1, w nimmt keine Notiz davon. Pilgram!- klang eS leise hinter ihm. Wo hat er den Ton doch schon gehört? r wendete Zangiam den Kopf und erblickte im Halbdunkel eine sckmäcktiae Frauengestalt, die dichtver schleiert an der Schwelle Fuß gesaßt I batte. .Wer da?" sragte er, sich überrascht erbebend: ? Sie kennen meine Stimme nicht I TNcbr? r bebte an allen Gliedern: Wm I mich kein Phantom täuzcht Prin ! irirtl I w.

Seen Sie sich nieder!" forderte sie sanft. Weniger aus Gehorsam, als weil ihm die Kräste verließen, sank er auf den Schemel zurück. Sie näherte sich ihm bis auf wenige Schritte und redete ihn, den Schleier vor dem Antlitz be I haltend, von Neuem an: Ich habe nicht lange Zeit, beantworten Sie mir kurz ein paar Fragen!" (5r raffte sich zusammen: Wenn ich kann. Prinzessin!" Sie können, sobald Sie wollen!" erwiderte sie. Meinem Bater haben Sie nicht die Wahrheit gestanden, wes halb Sie sich in's Berderben gestürzt. Wissen Sie. daß die Witepska seit Jahr und Tag verschwunden ist?" Ach habe davon gehört!" (Line kurze Pause entstand. Magda lene nahm zuerst wieder das Wort: Meine z-veite Mutter litt in der letzten ett ihres Lebens große Schmerzen, die sie aus Klugheit und Stolz verbarg. Erst spater ward mir die Ursache klar; Sie. glaube ich. blickten früher in die

Seele der Aermsten." Pilgram senkte den Kopf auf die Brust: Ja!" Mama suchte sich zu betäuben. War sie schon vordem keine ängstlich hausHälterische Natur, so überließ sie sich jetzt noch mehr ihrem Hang, nach allen Seiten ield auszustreuen. Wenn es ihr mangelte, schassten Sie Rath, Pilgram! War es so oder nicht?" ls war lo!" Kannte die Fürstin ihre Bezugs quellen?" , Ne.n. Prinzesun!" Sie redeten ihr ein. der Succur flösse aus der Kasse meines Vaters?" Ich ließ die hohe Frau in dem Glau ben. den sie hegte." Mehr wollte ich nicht wissen. In Kurzem, hoffe ich. sind Sie frei!" (5r fuhr in die Höhe: Prinzefsin Magdalene! Fahren Sie wohl auf immer!" spiach sie mit zitternder Stimme. Tie Gestalt verschwand im Dunkel aus der Zelle. Pilgram griff sich an die glü hende Stirn. Hatte er eine Bision oder einen lcbhastcn Traum gehabt? Die Prinzessin kehrte in die Residenz zurück, der Hofrath Böhr aber fuhr mit dem ??achtzug nach der Hansastadt, in der Pilgram ehedem seine Anleihen ge macht.' (5r kam nach Hause und über brachte Magdalenen eine Quittung, worauf von dem betrogenen Bankier bescheinigt stand, daß die, irrthümlich dem Fürsten, vorgestreckten Summen nebst Zinsen bis auf den im Formular vermerkten Tag bezahlt feien. Die Tochter setzte den Vater von ihrer Wiederkehr erst in Kenntniß, als sie die Quittung in Händen hielt. Der Fürst drückte sein Erstaunen über die Kürze ihres Besuchs bei der Freundin aus. Ich war gar nicht dort, Papa," beichtete Magdalene. Wo warst Du denn?" ,Jn der Festung bei Pilgram!" Wo?" fragte er gedehnt mit großen Augen. Sie wiederholte Wort für Wort ihr Gespräch mit dem Gefangen?; nur den Anlaß, der die verstorbene Fürstin zur Verschwendung gereizt, kleidete sie anders ein. Tann erzählte sie schlicht weiter, daß sie aus ihren Mitteln Pil grams Schuld bei dem Bankhause ge iilgt, und knüpste die Bitte daran, dem Eingekerkerten die Freiheit zn schenken. .Der Vater küßte sie inniger als je. Nachdem sie von ihm gegangen, schrieb er eigenhändig an den Festungscom Mandanten, der sich unmittelbar nach Empfang des Briefes in Pilgrams Zelle verfügte und den Sträfling das Schreiben lesen ließ. Ein unbekannter Freund, hieß es dar:n, sei den Verpflich tungen des ehemaligen Adjutanten ge gen das Bankhaus gerecht geworden, den Mißbrauch seines Namens wole der Fürst in Gnaden verzeihen, Pik gram fei unverzüglich aus der Haft zu entlassen. Magdalene, Magdalene!" murmelte der Erlöste. Der Commandant Überreichte ihm em anderes Papier: .lölcim.cttia mtl. dem Befehl Seiner Durchlaucht hat der Courier dies zweite Schreiben gebracht. das ich Ihnen geichloiien einhändiaen foll." Es war vom Hofrath Böhr abge faßt: Indem ich Ihnen von Herzen Gluck zu Ihrer Befreiung wünsche, ersuche ich 'ie, den Weg nach London zu nehmen und gleich nach Ihrer Ankunft im Bankhause des Mr. Somers, St. Johns Wood. Marlborough Hill. vor zusprechen, wo Sie das Weitere ersah ren werden. Reisegeld erlaube ich mir beizuschließen, bitte aber, nicht dem Irrthum zu verfallen, als rühre es von mir her. Gute Fahrt und Lebewohl! Ihr alter Freund Dr. Böhr." Und wieder sprach Pilgram vor sich hin: Magdalene. Magdalene!" El drückte das Blatt an seine Lippen. In Bremen ging er zu Schiff. Tei erhaltenen Weisung folgend, stellte er sich in London bei Mr. Somers vor. wo er mit großer Artigkeit empfangen wurde. Der Bankier zeigte ihm einen Wechsel, mit dessen Zahlung er beauf. tragt sei. Der Betrag war so doch, daß Pilgram sich in Stand gesetzt sah, ein vokleS Jahr in der Themiestadt be baalich zu leben, vix. omer er klärte, sein Prlvathaus stehe Herrn von Pilgram jederzeit offen. Das Gesicht des' früh gealterten Mannes mit den deutlichen Spuren nefen virams tx weckte feine, Theilnahme, er fragte aber nie nach der Vergangenheit des Deut schen. Obgleich ihn keine äußere Sorge drückte, fühlte Pilgram sich doch ver bannt. TaZ Welen der Engländer entsprach dem seinigen nicht. Aismei len suchte er Zuflucht bei der deutschen Gattin des Bankiers, sein Herz durfte er ihr jedoch nicht ausschütten, so freund lich sie auch mit ihm verkehrte. Die meiste Zeit verbrachte er im Athenäum mik dem , Studium wissenschaftlicher

Werke. Noch rn? das erste Jahr sei nes Aufenthalts in der Fremde nichk ganz rerttrichen, alS Mr. Somers ihn benachrichtigte, er könne bei ihm einen Wechsel von gleicher Höhe wie der vorige erheben. Pilgram lächelte matt: Ich werde die Wohlthat nicht lange mehr brauchen!" Kurz darauf, erkrankte er und ließ den Bankier zu sich bitten, der ihm sofort seinen eigenen, sehr bewähr teil Arzt schicken wollte. Kopfschüttelnd dankte der Leidende: Es geht mit mir zu Ende. Nach meinem Tode haben Sie die Gefälligkeit, ein kleines Packet Schriften, das Sie dort in meinem Pult finden, an die Prinzessin Magda lene von zu senden! Sonst ist in meinem Nachlaß nichts zu ordnen." Vier Tage später holte sein Diener den Bankier noch einmal, doch Mr. Somers traf den Kranken nicht mehr am Leben; einsam war Pilgram gestorben. Niemand hatte seinen letzten Athemzug belauscht. Der Prinzessin ging das Vermacht niß zu. Sie duldete keinen Zeugen beim Qeffnen der Siegel. Das Heft, worin Pilgram bei ihrem Besuch in der Festung geschrieben, fiel ihr zuerst ent gegen. Sie las Lieder voll leidenschaft licher Gluth an eine Ungenannte, alle vom Schmerz der Entsagung durchtränkt, dann Klagen um die Verbli

chene, dann Lieder eines Gefangenen, das letzte nicht beendet, aber unter dem 7uchstück die Anmerkung: Unterbrochen durch einen Engel", daneben das Datum des Tages, an dem Magdalene in der Zelle erschien. Lofe Blätter, der Zeitfolge nach geordnet, bildeten den Rest der Schriften. Sie enthielten Lieder aus der Fremde", Sehnsuchtsrufe nach der Heimath", Abschiedsgrüße an Magdalene". Nie zuvor h.'tte die Prinzessin den heimlichen Dichter in dem Unglücklichen geahnt. Und seine Beaabuna munte der Welt unbekannt Y . - . . - 4L bleiben, ein große Talent durste jclbst Jl . . " O . u . j. 1 alt IkltHA tX I nack ieinem .ode nicht zu Eure und Ruhm gebracht werden, so wollte es das tragische Schicksal, das über ihm gewaltet, an dem er zu Grunde gegan gen. Lange erfuhr keine Seele am Hofe von Pi'lgrams poetischer Hinterlassen schaft. Erst als die Erde ihn ein Jahr deckte, an seinem Sterbetage, weihte die Prinzessin ihren alten Bertrauten, den Leibarzt Böhr, in das Geheimniß ein und las ihm Lied für Lied vor. Der greise Herr sollte darüber schweigen, hat es aber nicht lassen können, hier und da von dem-Besitz zu plaudern, der sich in Händen seiner fürstlichen Freundin befindet. Sie grollt der Geschwätzigkeit des Alten nicht; denn der treue Hosratd hat es bei dem Fürsten durchgesetzt, daß Magdalene zu keiner Vermählung ge zwungkn wird. Ihr Reichthum kommt den Armen in Stadt und Land zu gute; wo sie von Noth hört, greift sie helfend ein; so weit die Herrschaft ihres Baterö sich erstreckt, heißt sie bei Groß und Klein: Unser Genius". Ende. Die Stints. Von einem englischen MissionärNa mens Äatchelor, der sich eine Nkiye von Jahrenauf der Insel Jeso aushielt, um . ,,... . . .. den dort lebenden ueverrenen der ur sprüuglichen Bevölkerung Japans, den Ainu, das Christenthum zu predigen, ist soeben ein fesselndes und lehrreiches 2erk über diesen in mancher Bezie hung merkwürdigen aussterbenden Volksstamm veröffentlicht worden. Die Japaner nennen die von ihnen unterjochten Urbewohuer ihres Landes verächtlich Aino", d. h. halb Thier, halb Mensch, sie selbst nennen sich da gegen ftrnu". d. h. Mensch oder Men schen. Batchelor gibt ihre Zahl, so weit Jeso in Betracht kommt, auf 17, 000 an. während 350,000 Japaner auf der Insel leben. Ueber ihren all gemeinen Charakter schreibt er: Nach dem ich länger als acht Jahre unter ihnen in ihren eigenen Hütten gelebt. an ihren täglichen morgen und reuden theilaenosninen habe und in Gesundheit und Krankheit an ihrer Seite gewesen bin. nachdem ich sie bei ihren religiösen Gebräuchen und in der Stunde des Tod.'s beobachtet habe, wage ich zu beHäupten, daß es sehr schwer sein würde. auf der Welt ein freundlicheres, sanfteres und sympathischeres Volt zu finden. Ganz besonders merkwürdig erscheint uns das. was der englische Missionar über die Religion der Ainu und die da mit zusammenhängenden Gebräuche und die Ausschließung des weiblichen Geschlechts von der Anbetung und Ver ehrung der Götter schreibt. Tempel und Priester kennen die Urbemohner Japans nicht, dagegen gibt es in jeder Hütte eine Stelle, die stets am östlichen Ende derselben liegt und den Göttern, deren sie eine Unzählige Menge haben, geweiht ist. Ueber allen Fber thront nach ihrem Glauben ein höchster Gott, der Schöpfer aller Welten, der, Herr des 'Himmels. Mit ihm kann der armselige und so tief unter ihm stehende Mensch nur durch die Fürsprache und Vermittelung der untergeordneten Göt ter in Verbindung treten. Jedes Opfer, das man diesen zu einem solchen Zweck darbringt, heißt inao- und ist fast nie etwas Anderes, als ein Weidenstab, desien Rtnde so abgeschält ist. daß sie vom oberen Ende perruckenartig herab hängt. Unter Gebeten werden diese Opserstäbe entweder vor dem Herd, oder in der heiligen Ecke der Hütte, oder auswärts derselben an der östlichen Seite in die Erde gesteckt. Vatchelor schreibt darüber : Man verfertigt und opfert sie sast bei jeder Gelegenheit zum Gebet und pflanzt sie aus dem Ge biet eines besonderen Gottes auf. Wenn Jemand krank wird, verschafft sich sein Freund oder Verwandter ode . . v . rr r.a f r der Häuptling des Dorfes einen frischen Weidenstab, sekt sich vor dem Feuer der , Hütte nieder, fchält ihn zu einem inao . ab. stellt ihn dann in eine Ecke des Her des auf und bittet die Feuergöttin, der große Heilkraft bei allen Krankheiten zuaeschrieben wird, mit freundlichem

Nage ans den Kranken herabzublicken. Tarauf redet kr sie mit dem Namen Toten" an und ersucht sie, zum Schs pfer zu gehen und ihn zu bitten, die Qpfergade anzunehmen, seine Gebete zu erkoren und ihr zu erlauben, den Kranken zu heilen. Auch wenn die

W tii4 rtllt ih.tn O aXiI h Ärlii rt ti ;naw" n zum Schlaf niederlegen, vor dem Feuer .iu, u ww M l crninaorn die tzrbe Mi dem mm: ' n sltMtin h, ft,.ra wir k;.,, Dir dies inao dar. Wache über uns A-xvft vw r i v m v rvv 5 , ' in dieser Nach und gieb uns Erfolg wenn der borgen kommt." An der Quelle, aus der sie ihr Wasier schöpfen. vrlanzen sie ebenfalls iolmt abgeschälte Weidenstäbe auf indem sie beten: .0 Küttin des Wassers, wir sind aekom. Göttin des Wassers, wir sind qekom men. um hier an Deiner Quelle zu trinken. Thue uns Gutes und wache über uns.- Niemals gehen die Ainu zum Fischfang aus, ohne einen Weiden stab und ein Messer mit sich zu nehmen. Im Falle eines Sturmes schälen sie denselben rasch ab und werfen ihn in die See. wobei sie zugleich ein Gebet um RetUing sprtchen." Ueber die Ausschließung der Frauen vom Gebet und von der Darbringung von Opfern und über die Ursache dieser sonderbaren Thatsache. liest man in dem Buch des englischen Missionars: ..Die Thatsache, daß dieAinuFrauen weder im Gebet unterwiesen werden und überHaupt nicht beten dürfen, ist sehr merk würdig. Es ist betrübend, sich sagen zu müssen, daß sie keinen religiösen Trost : irgend welcher Art haben.' noch irqend welche heiligen Gedanken, " , " . . ' auch mit denen sie ihr Herz, und ihren Geist nähren könnten. . Tie Götter dürfen sie nicht anbeten und an d'n religiösen Festen nicht theil nehmen, abgesehen davon, daß sie die Männer dabei mit Speise und Trank versehen. Man verbietet es ihnen nicht VV V4v I vv V ftf t V t ctroa halb, weil sie keine Seelen hät- ' ' ' ' ten, für deren Hell sie beten münten, sondern weil die Männer sich vor den Gebeten der Frauen im Allgemeinen und ihrer eigenen beionders fürchten. Mit; ltll VlUlttVtt VW UVWllil. Ein alter Mann, mit dem ich mich einst über diesen Gegenstand unterhielt, sagte mir lm Vertrauen mtt völlig ernster Stimme: ..Früher pflegten die Frauen wie die Männer die Götter anzubeten und an allen religiösen Gebräuchen teilzunehmen, aber dann wurde es ihnen von unseren weisen Borvütern verboten, weil diese glaubten, sie könnten ihre Gebote gegen die Männer und vor allen Dingen gegen die Ehemänner richten. Wir'sind deshalb der Ansicht, daß es klug, von unseren Vorfahren war, sie von allen Gebeten auSzufchließen." Dieser Grund mag auf den ersten Blick thöricht erscheinen, aber in Wirklichkeit steht er in vollem Einklang mit den Grundsätzen der Ainu-Religion und überdies ist es ein logischer Grund. Die Ainu glauben an verschiedene Göt. tr ffirhrfp finrpn unS'rrfiftrpn i( ter. die Gebete hören und'erhören. Sie . p f ' " niiT-n hnh ft ihr rslitprt nifri fnniif behandeln VV I 1 V M v 7 v j D llv IUiV MkUUVIl tilVU IVUU wie sie sollten! fi? wissen sie ihren Jranm alle Last der ibördm und sie sind sich auch auch, daß Arbeit aus bürden und , sie sind sich auch der Thatsache dewußt, daß ihr Hang - zur Trunksucht ihre Familien ins Verderben führt. Daher ihre Furcht vor I ' ' den Gebeten ihrer Franen. Wenn em Mann die Götter bittet, sie möchten ihm Wein geben, und seine Frau, daß sie ihm alle geistigen Getränke vorenthalten möchten, so wäre es ja möglich. daß ihr Gebet leichter als das seinige erhört werde, weil sie weniger Sünden begangen hak, als er." . E. W. Die vier Jayreözetten. O Liebesfrühling, du Maienzeit, . Welch' inniglich Werben weit und breit. Wie auch der Griesgram d'rob scheltet. Doch Jüngling gib auf dein Herze gut Acht, Oft fiel ein Reif in der Frühlings nacht. Wo es gar leichtlich verkältet. Du Liebessommer voll Sonnenschein, Ziehst durch die Pforten des Standes amtsein Mit Prunk und Hochzeitsjlitter. Wie lachte der Himmel so klar und blau. Da zeigen sich Wolken düster und grau. Es gibt bald das erste Gewitter. Der Liebesherbst macht die Menschen solid,' Ihr Weizen ist gänzlich nun abgeblüht Darunter manch Unkraut sich mischte. Der Vater sieht wachsam die Kinder schaar Da wird sein Auge leider gewahr Auch einige saubere Früchte". Im Liebcswinter wird's gnmmlg kalt. DaS Haar wird weiß und das Herz wird alt. Das.Podagra weicht nicht von hinnen. t a M ' .!n C 7 1 1 1 4 A f Solang' noch ein Lebensfünkchen loht, Xa hat es, Alterchen, leine 'jcviy. Drum heize von außen und innen. , , . v . r I Auf einem Fest, das in Budapest der Baron Bela Atzel kürzlich gab und an dem Abgeordnete aller Parteien theilnahmen, sagte ein Oppo ! sitioneller scherzend zum Ministerpräsi denten Tr. Wekerle: rzellenz, wie konntest Tu Tesider Szilagyi und Lud wig Tlsza in das Kabmet nehmen i Welch ein schönes Leben hättest Du ohne sie!" Darauf lachte der Ministerpräsi dent und erwiederte: Ich bin nicht so dumm! Wenn mein Kabinet auZ lauter angenehmen Menschen bestünde dann würdet ihr mich ja hauen!" Verk annteö Genie. Sie haben also ein Gedicht für Ihre Angebe tete verfaßt?" Ja", antwortete der Eefragie, ein junger Mann, sehr ver stimmt. Nun und was sagte sie da zu?" Sie sagte, der Brief sei sehr ickSn aeickrieben. nur könne sie nickt begreifen, weshalb jede Zeile mit einem aroßen Anfangsbuchstaben beginne. .

WohlthStigkettS.Unfus.

Sehr wenig schmeichelhaft hat jüngst eine Gesellschaftsdame die fashionablin amerikanischen Wohlthätigkeits'Unter Haltungen beschrieben. Es gibt Schwinbelpraktiken sagte sie die sich nicht einmal durch die sWki: Geselligkeitsinterefse rechtfertiqrn lassen und in keinem nnlhrnrn nrfithslrrnri, 17;Y r ? T vatge,chast geduldet wurden. DaHm twt vor Allem der Brauch, Leuten S?Dce LUl- Ö0m Zar bis zum Wohlthattg eltsball, in größerer oder .7 r: 8::: ' 7 -.... ?" ,4U"""" .wjl.??iu"ü" en eidvetrag juniajuidiiÄen. ist- l u? -roar -0U,c.r -?eirUS nieyl ,o gro, wie qeule. aoer nur. weil man nicht so häusig zu demielbcn antt. Denn es bleibt unter allen Umständen ein Betrug, wenn man erwartet Leutezu verielien ooer zu Zwingen, tztwas ja 4uucu, uru nc uiuji rooucn. ... t ..z o . : . i a wll irgendwo eine Unterhaltung zu einem womlyatlgen $ma patlnn. ücii vruu-gciryi ous me Womio2iig. . v C w: . cm -f.iif. : I leu uoerauupi niaji icoiguaj oer ervi juiiicbcii üu, iui'ityr uic uaje orr anstaltet.) Nun werden Karten oe druckt oder gravirt, und man stellt eine Lizte Derer zusammen, denen sie zugeschickt werden sollen. Jeder Sendung wird das Ersuchen beigefügt : ..Entweder das Geld heraus, oder die Karten ... : i. er : er.", j.-... v . i idicocc : nie iluajenoungömarie mirn naiur ira nirni npinnrnT pnpnini nj?C '- k!! ' " trt prr itnr rn3L IMmt lmiffn -norr nhi - " 7 -I ...v.. vv.V i.ui , tftf fr ifl nerniUert Xv firtrii,4 I Vv.iv V ' vuvv" v"" anuujciiung zu maqen uno BriN nebst den zugesandten Sachen uu u9ulc .u,icu uü3uiyiui, uun so schnell wie möglich, um zu vermei. 4 m J J A 1 k i I j l den, dav ?le für den ganzen Krempel bezahlen müssen. Legen Sie die Kara j. . c.n . i- 2 I "ur mrjc 0cu weg. o iünncn lie verioren geyen ooer vergien weri... . rr . r t -" oen. unp eie munen unvmeyens für hlmn liiriim I I . - r CV-iM. r n . . s , . i aus alle jalle Kosten und Scherereien Inrt Wt ir . I uk9 vvwm. oiuvjum, uuviiii vaMil. I jjmn mag o;cC ciraa)iungen sllr kleinlich halten; aber in vielen Füllen irrt trtiirt h nrt n ' I nr CT fnn iiiiton v..r. m-i-.i.! f.. . ' jvii. 'v er, n denenzede Woche 5 bis 10 Par tien solcher Karten von verschiedenen Seiten eintressen, und man großartig VU j4 7 I Ca.AA 4 a . 1 uuiuü luyic .Illlv, um ic muji au oem -uge zu verileren uno t Vielleicht , noch zurückzuschicken zu können. freies nnme,en yar ncy neser emge. jiwn, lliunringeweiyieuynen. -tau c?n r . r u ..c rij. (ciiuc uuu iuuuis jiuu iyuu uuj lütuc Areuicn aogeprevl woro n, m ow uiicn i uyi luuicn wouun uno pu gar nicht in Der 'age waren, basur FI H , ? H, cr, a 9 crH.,L.M ii uuuuc,. i ein ,.oan us. llue mlrinqe oyiiyailg. 1 1 ; ?iv , '"mm,ien zor. '"'".".7. 0a0ei M incu oer ociicici uno rprenung. uno , r rt m - i . VaUa 41' .. t 4 iiMfc4iÄVlAM "i l1 .l"fuil,"c.r: Bi"" 1 r rtm itnnimli(li Vrt h.vhr.it.t , 1 ttrt ?0eiu Un tt f . , M .... , , . ... blouberockten Knuppe'lchmmger bis zur !,L"""' 'schsten beedanie. ? l(ty.?n- mtl r X . -y . Ffr lniihhll4imiA V. in. den Belrenenden abhängen, mujsen nv tt " v ' ttC4l.Vr. - Unsug ,nur darum, weil die Opser nicht n M lii th nrt hert Itrn mit , VStrif r. r r? 1 c i - rä beme zu stellen, ch nehme langst ?'??ran. noch auch schicke ich es "k, wuu. Variante. nas ift im nven yaßllch eingerichtet, . . ap nach dem ten erst der Erst kommt. Undankbar. Nun Sie sind wohl Mit der Vertheldiauna zufrieden? Ein solches Resultat haben Sie wohl rrnnrravl.M CÄ i ' O n v Cs. luuiu uwuuui wVud4 oiuui, cyui Anwalt! vatt ich vor der verband lung gewußt, da ich bin so e' Ehren. mann und so unschuldig, wie ?ie mich haben geschildert, hatt ,ch mer über Haupt genommen gar tan' Verthei. diger!" Zu viel verlangt. Ein alter Taglöhner findet 5 Thaler. Er liefert sie bei der Gutsherrschaft ab und . v v i i i i t - wlro oori gefragt, oo er'aucy einen yo heren Betrag, vielleicht 10 Thaler noch abaelieiert bahrn niirhp. l?i isll I . v ß antwortet er. Auch 100 Thaler? Gewiß, gnädiger Herr"! Und sogar 1000?" Nee", sagte der Alte, das könnt' ich doch vor meiner Fami lie nicht verantworten!" Auffallende Erschei n u n g. Dame in Gesellschaft) : . Unter uns gesagt: das Pulver hat er auch nicht erfunden!" Tochter (Backfisch): DaS ist aber doch auffallend, Mama, was für eine Masse von Menschen daz Palver nicht erfunden hat. ' Ach so! Wissen Sie nicht, was aus dem jungen hübschen Mäd chen geworden ist. . das im vorigen Jahr hier bediente? Hieß sie nicht mma? Ja. Nun. das Gegen tneil. 5ck verstebe Sie nickt.' Drehen Sie den Namen ' herum. Ach fo, M versteh' ich!' 'Abwarten. Also, Sie sind der Gutsbesitzer N. auö Pommern? Nicht möglich! Ter soll ja stottern und Sie thaten es nicht, als Sie mir eben Ihren Namen nannteni Herr N.: Da da dat ki ki kimmt no no noch! In. der Schule. Lehrer: isrolzmuty it eine der höchsten .ugen den des Herrschers! Wer kann mir nun noch etwas höheres nennen? (Alles schweigt.) Lehrer: Nun weiß keiner die Steigerung von Großmuth? Der kleine Frly: (Äroijmuth, Grolzmutter An einem Briefe. Liebe Freundin! Gestern war bei meinem Bruder Carl Kindtaufe. Um 11 Uhr wurde fein Junge getauft und dann kalt gespeist. . . ." Die Nachbarinnen, nrau Piesecke: Als wir uns verheiratheten. habe ich meinem Manne erst das Tan M gelernt!-Frau Ziesecke: Nach Jhier Pi"fe, natürlich! '

Gin englischer Sonderling. 'AuS London kam vor Kurzem die Kunde: der Mo" ist gestorben. Es war eine Berühmtheit Alt England, Dieser alte Gentleman. In dem Lande, wo die excentrischen Klubs sprießen, steckte er bei gesunder Vernunft 52 Jahre lang in Bedlam. das ist daZ Dalldarf von London. Dieser senior der englischen Irrenhäusler war nach

dem Urthen der hervorragendsten Irren ärzte im Besitz aller seiner Geiste-krüfte. hatte eine gute Bildung, war stetZ guten Humors und seine Ünterhaltuna HUlc umor- uno leine unieryanung wird als lenelnd. za geistreich gerühmt Jedermann kannte die Ge chichte deZ TOo- - eine Abkürzung von mono man- und Niemand bezweifelte. biZ .us einen Punkt, seine resnectabilitr und seine neiunhe 5Wnnnrt Vnh hni .rfioh ü& Uim Ptimm in hm nrr.inigten Königreichen für , den siebzig. iabriaen Gefangenen, kein Nertbeidi.ier ' ' - . - ' r--er t and t r ihn in dem Lande, rno alle Nren ihren Bertbeioiaer finden, wo Zausende von Vsunden Sterling unk ' Hundertiausende von Unterschriften einen so verwegenen Gauner unlerstütz ten. wie den daim-anr" Tisch dorne. der von Australien kam,-um Millionen zu stehlen. Und warum das? Weil der ..Mo" die schlimmste öffentliche Tollheit begangen hatte, die es für einen Engländer auf der Welt gibt, eine Tollheit, die an' ein unsühnbares . ' ' verbrechen grenzt. cri-z in v j i r i r r i n iiii um nnr nrr n -rnnis. Verbrecher behandelt wurde, hatte die entseuche Tollheit Lerübt, die Königin , r .-. m lieoen uno es mr iu aoen. !ines r - . , - iqonen '.'.'caimorgens, lo ieen wir m der .Zünch. Allg. Ztg." ritt Ihre gnädige Majestät 'im Hyde-Park spaüe- . . . . - ren; plötzlich wirst sich ein lunger Mann vor das Bserd. areiit. wie in den Ramanfn nfrnr tpsin?n Wnriift in ; q,wi und taat zuhtr mnntn Imh nn. v" .'.: o i n-- " " mmbiaen Köniain: ch liebe Sie. 6r wurde sofort erarinen und iür ver , - ii 1 1 i - " rückt erklärt. Manstellte ihn gar nicht . . r .. . . ' YrT lYiPrimr 1 nrinom llhrnnh ihn in - " - - - "7 -' , - - 3 - gleich den Aerzten. Ganz England, . ri . -irtfl (fnlriiftiinrt npnen n füMmrtrr ""i'-'M lumiuii, der seiner Königin aus der Straße nachgelaufen war. wie ein horsemianl - ..." einer ocyln, oiurnte laut die ewige Einkerkerung des neuen v. d. Trenk. Ist 'das Verbrechen, eine Königin zu lieben, so groß, daß es mit lebenslang. . . " llchem Tollhaus bestraft werden muß? Ter Mann wurde als Narr, nicht als Maiestätsverbrecher in den Zellen von Bedlam sestgehalten. Seine besondere Art von Narrheit währte, 0 sagt man. i . . 1 1 r 1 o r bZ Ode. Dann muß man gestehen, daß diese 2rcue bewundernswürdia war. fort comms 1a mort, uno Ihre gnädige Ma. i . . . ' - lepät lann U9 rühmen, den standhaf. sten und treuesten Verehrer seiner Zeit gehabt zu haben. Seine lange lpsan,iensast war iinn, mp,Zn,sP i i i I 1 ' .. . 1 ' Standpunkt aus zwei ellos nicht berech. I .. . . . . . . 7 ä1 ein ectjidtai kann übrigen? I " ' . " . .it ., -,., ., mnn Leulm als Warnung diene. Sie zeig,, worin die in 6c: Liebe besteht. und l'chre die Vernunft Denn auch diese scheinbar unvernüns tige LeldenlchaN hat ihre Logik und jh Gesetze. Ter Schuster sollinder . .... . . . - . Ae,tyetit oelannlilcy nlcyt uver seinen Listen hinausgehen. Auch in der iebe soll man sich nicht versteigen, Jede Leidenschaft, deren Gegenstand unerreichbar ist, ist Narrheit er gewöhnliche sterbliche, der eine leben diae Köniain liebt, ist ebenso närrisck. I ' ' ' ' w wie der. der eine ägyptische Mumie, eine Aipasia, eine Kleopatra. eine i?o rinna. oder eine namenloie Odaliske ans dem Serail des roüi'ultans liebt. (Zs sei denn, daß die Königin es ist. von der die Initiative ausgebt. Und dafür soll es ja auch Beispiele in der I tt -I 3.1 js.i. . . l t - 1 v fi?.rXlXl. 5Ccyiujic gcvcil, sogar iu uu qcyicyic Knalands. Der arme Mo" bat zahlreiche Vor. ganger gehabt,, von Mazarin und Struensee bis zum schönen Fersen und zu Bergami, dem galanten Postillon der Königin Karoline von England. Von denTronbadouren zu gefchweigen. Aber Niemand hat, wie er, seine Narr heit mit einem halben Jahrhundert Ir I c -d l::z.. .'i sTrenyuus üuzu uiu cn. Studenten Abschied. Wie mir die alten Thürme dort Zum Abschied freundlich winken ! Frau Wirthin, schnell das GlaS ge füllt ! Ich muß noch eins trinken. Das bring' ich dir, Studentenzeit, Tie, ach. so schnell vergangen ! Nach vieler Müh' ist's mir geglückt Ein Aemtlem zu erlangen. i Tors Zimmer wieder auf Mensur Nicht jedes Mädchen küssen. Und auch mein grofzes Pumpgerne Wird nun verkümmern müssen. t Es muß wohl sein ! Von heute ab Beginnt ein and'res Treiben Doch diesen letzten Abschiedstrank Will ich noch schuldig bleiben. . Kleine Verwechslung. Lehrerin: Wir haben nuirAlleZ durch genommen, was der Mensch zum Leben braucht: Nahrung, Wohnung. Klei dung. Nun fehlt noch Ein's! Mari anne, kannst Du mir sagen, was der Mensch, um leben zu können, ebenso nothwendig, ja noch nothwendiger als Alles Andere braucht? (Marianne be sinnt sich vergeblich.) Ich will Dir daraufhelsen; das Wort fängt mit an! .. . Die 2!" Marianne (rasch): Die Liebe!" Ei u Dulder. Sie: Kommst Du schon wieder so spät aus dem Wirthsbause! Ich habe kein Auge während der ganzen Jeit zuthun kön nen!" Er: Ja, denkst Tu denn Ich?!A p h r i S rn e. Künstler, welche die Schönheit d Natur nicht schilderu können, nennev ni Naturalisten