Indiana Tribüne, Volume 16, Number 200, Indianapolis, Marion County, 9 April 1893 — Page 1

& &J. V O ffo.WS r& O - K V0 yy iy w v v w o M V Jahrgang 16 Office : No. 18 Süd Alabama Strafze. No. 200 Indianapolis, Indiana Sonntag, den 9. Tlpril 895

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Sozial. Sektion !

Sonntag, den 9. April '3, Nachmittags 2 Uhr. K egelmäßig eGeschäfts -Versammlung i in der ARBEITER-HALLE ! Die Mitglieder sind gebeten, zahlreich zu er scheinen. Beginnend Mittwoch, 2. April. Täglich und Abends für 16 Tage gieße Bilder - Ausstellung! im Propylaeum, ?!orth StraKe. zw. Vleridian und Pennsol. Str. abgehalten unter den spizien der "Art Association." Eintritt 25 Cents. Mitglieder frei. Soz. Sienserbünd ! Sonntag, den 6. April, Theatervorstellung in der Maeniierclior-IIalle ! Das 5ügen ! Lustspiel in 4 Akten von Rod. Benedir.' Nachher Tanz ! Eintritt 25 (5entS a Person. Der New York STOßE ! lötablirt 1853.) Der große Zrühjahr-Verkauf von ausreinigungs u. kzans AusstattungS'Artikeln ini Base ment wird diese Woche fort'ge setzt. Lzier einige Artikel : Starke Waschtöpfe 39c. Starke Waschbretter 11c. No. 7 Waschkeffel 37c, No. 7 do. 47c. Theekessel mit Kupser'Böden, No. 7 und 8, 33c. Srsie Qual. 5 Fuß Treppenleiter 49c. Mäusefallen 1c. 25 YardS Bilderdraht Se. Rising Sun Ofmschwärze 3c. Ofenbürften 4c. Rothe Farbe 1 Pfd. Kanne 10c. 50 Fuß Gartenschlauch mit Gießapparat 4.18. Drahtfenster 25c, 30c und 35c. Blumen-, Gemüse und SraZ-Saamen. 24 Zoll Waschkörbe 39c. 20 Zoll Waschkörbe 89c. Einkausskördchen 6c. tzanlehi gemalte Tisch-ServZce, 117 Stück, regul. Preis $16, zu tz9.50. lZnzlische Wasch-Service mit 10 Stücken $2.39. Bowle und 6 Fruchtschalen 37c. 3 Quart Wasserkrug 27c. 1 Vint $Ul Milchkanne 2c. Feste Putzbürste 39c. Federwedel 14c. Hammer nebst Zange 3c. Wasser-Eimer mit 2 Reifen 10c. Papier.Wassereimer 19c. 12 Quart Zink-Simer 14c. FEITIS DRY G00DS CO. . George Hemnann Leichenbeftatter, Ofsiee: 26 Süd Delavareftr. Ställe: 120, 122, 124, 124, 128 Oft Pearlftr. Aecbn 011 Offen Taa und NaSt. Verlor an Virginia Hut. zwischen Viadukt nd Washingtons!? goldene Medaille mir Dia mant besetzt und Inschrift' Twent? kour hour wo,ld record to r. Waller.- $15 Belohnung dem Finder bei .Waller. Standard Manufae turtng (io.,.219 Virginia Ave. lOap dcrlanqt ein aure Mädchen für gewöhnliche Hausarbeit. 170 Nord Delaware V trage. 10 llrla( in 97? rt 11 11. htT mit Ylr.rfcm um. .he ka. ach, frage in der Office bZ blaut. & 31 12 erlanal etu auter Schuhmacher. 7g Siid

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Drahtnachrichten

Noch einBotschaster. Washington, 8. April. Herr Patenotre, der hiesige französische Gesandte, ist heute ofsiziell von seiner Negierung davon benachrichtigt worden, daß er zu dem Rang eineö Botschafters ernannt worden ist. Eine Abschrift dieses Schreibens ist von Herrn Patenotre dem Staatssekretär, Hrn. Gresham, unterbeitet worden. Wird nicht viel nützen. Washington, 8. April. Der Sen. VoorheeS reichte im Bundessenat eine Resolution ein, derzufolge der Ausschuß für zwischenstaatlichen Handel angewiesen werden soll, sich mit den kürzlichen richterlichen Entscheidungen in Bezug auf den Ann Arbor Streik zu beschäftigen, eine Untersuchung in Bezug auf die Rechte und Pflichten der Lisenbahnangestellten vorzunehmen und zu berichten, welche Gesetze etwa erlassen werden könnten, um die natürlichen und unveräußerlichen Rechte der Arbeiter zu beschützen. Die Resolution wurde an den Ausschuß für zwischenstaatlichen Handel selbst verwiesen. . .. Freie Liebe. Cl e vel an d, O., 7. April. Die Mitglieder einer Kirchengemeinde l ei Wooster, O., werden beschuldigt, seit mehreren Jahren der freien Liebe gehuldigt zu haben. Und dies hat eine Predigerin, Frau Ellen Ann Olnstedt zu Tage gebracht. Es ist ihr gelungen, von den Mitgliedern der Gemeinde Geständnisse zu erlangen, daß sie seit Jahren Anhänger des Prinzips der freien Liebe gewesen seien und solches auch praktisch untereinander zur Durchsührung'gebracht hätten. Frau Dir ftead behielt diese Sache für sich, bis vor einigen Tagen der frühere Pastor der Gemeinde, ein sehr netter Mann, der mit in die Sache verwickelt ist, es fentlich uud in der Kirche ein Gestandniß ablegte. Es geschah dieö in der United Brethren Kirche in Madisor--bürg bei Wooster. Es. hat sich nun herausgestellt, daß eine ganze Anzahl prominenter Farmer in Medianburg und in LouiSville seit Jahren baS Prinzip der freien Liebe praktisch zur Durchführung gebracht hat und daß nicht nur verheirathete Frauen und Männer, sondern auch deren Töchter in die Sache mit verwickelt waren. Der nette" Pastor scheint der Hahn im Korbe gewesen zu fein. Ein zeitiger Alarm. C h i ca g o, 7. April. In der großen Vorstadt RavenSwood ging letzte Nacht überall plötzlich das GaS auS. Einige Augenblicke später wurde das Gas wieder angedreht und da alle GaSHahne und Brenner offen waren, so gerieth ein großer Theil der Bevölkerung in die Gefahr des Erstickens. ES wurde sofort ein Alarm-AuSschuß gebildet und die Mitglieder durcheilten mit ihren BicycleS die Straßen, um die schlafenden Bewohner zu warnen. ES gelang ihnen auch, die ganze Bevölkerung zeitig genug zu alarmiren. Frau Agneö Roß und ein Dienstmädchen von H. H. Anderson die GaS in ihren Zimmern gebrannt hatten, waren bereits besinnungslos und werden sterben. . Viele andere Personen, denen daS GaS in den Schlafzimmern ausgegangen war, sind noch zu? rechten Zeit an die frische Lust gebracht worden. CS ist ein Wunder, daß keine Explosion vorgekommen ist. , Schlimme Aussichten. Ehihuahua, Mexiko, 8. April. 3n diesem und dem benachbarten Staat Sonora herrscht in Folge der anhzltenden Dürre große Noth. 3n einigen Gegenden dieser Staaten herrscht schon seit mehreren Wochen Wassermangel und daS Vieh stirbt in großer Zahl. Die Ernte scheint gänzlich mißrathen zu sein und die Aussichten für die armen Leute sind äußerst schlimm. Die einzigen Gegenden, .in welchen überHaupt eine Ernte erzielt werden kann, sind die Flußthäler, wo die Felder künstlich bewässert werden können. Viele kleinere Flüsse und Bäche sind

gänzlich ausgetrocknet.

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Cholera u n d E. l e n d i n R u fland. St. Petersburg, 7. April. Die hiesigen Zeitungen enthalten ofsizie5e Annoncen seitens der Regierung, in w-lchen Aerzte aufgefordert werden, sich der Regierung für den Fall zur Verfügung zu stellen, daß die Cholera wieder epidemisch auftreten sollte. Die Aerzte solleu alle nach dem Inneren Rußland'S geschickt werden. Der Graf BobunSky sagt, daß das Elend unter den Bauern im Gouvernement Toola ein furchtbares seid. Schase im Werthe von $2 bis $3 würden dort für vierzig und fünfzig Cents an Spekulanten verkauft, welche den Bauern alles Vieh abkauften, dessen sie nur habhaft werden können. Dockarbeiter-Streik. London,?. April. In Hnll, dem großen Seehafen am Ausfluß des Humber in Jorkshire hat heute ein Dockarbeiter - Streik begonnen, der 'noch schlimme Folgen haben kann. In letzter Zeit sind an den dortigen DockS immer mehr Nicht - Unionisten zum Ein- und Ausladen der Dampfer beschäftigt worden, und dieö hat die Unionisten derart aufgebracht, daß sie heute einen Streik inaugurirten, um die Kompagnie zu zwingen, die anstößigen Leute zu entlassen. Eine große Anzahl von Männern meldete sich sofort zur Arbeit an den DockS . und eS schien, alS ob die Streiker' von vornherein geschlagen seien, es geläng den letzteren jedoch, die neuen Arbeiter derart zu terrorisiren, daß diese sich nicht weiter getrauten,' die Arbeit fortzusetzen und daS Ein- und Ausladen der Schisse mußte ganz eingestellt werden. Nur auf dem Dampfer Montebello", auf welchem eine große Anzahl von Nicht-Unionisten beschäftigt war, die sich stark genug fühlten, um den Unkonisten Widerstand zu leister, wurde ruhig weiter gearbeitet.

EUKOPA. Passag e auf allen Linien Vollmachten ausgestellt und Erbschaften eingezogen. Sprecht w. A. Metzger Agentur. O Vermischtes.

Ueber die ultrau, oatane Presse schreibt da .Barerüche Valer land: Un-.ere lalholijche Centrums presse ist nichts als eine große Schönfar bereiffirma uud eine yartgeiottene üg' nerkomxagnie. die in ihiem dummen Pu deleijer vor den ehrlosesten und gemein steil Aanlvjmitlem nicht zurückschreckt. Und wie vli.erabel diese armseligen Pa Piere bedien: ui.d redigirt sind! TaS heute Aufgetischte tri.d morgen wieder desavouirt und zurückgenommen, jedes Blakt ist ein Topf voll Sinn und Unsinn, von Gift und Gegengift, wie in einer Heienküche.- In eben derselben Hefen suche sind fvlgeude 3 Verse zusammengeraut: Zufrieden. Mein Herz, gieb dich zufrieden! Und siel dein l oos auch schlich!, Tir war doch Sonne beschicken. Und Tausenden schien sie nicht! Tir blühen gesunde Sinne (Na. na!). Du schaffst im goldnen licht; Und wurdest der Treue fanty Und Taufende wurden es nicht! Und was du je xnugt klagen, Tu betest, murrest nicht. Du kannst deine Schmerzen sagen, Und au.ende lölmen es nicht! Man sollte nun meinen, darüber gingt nich.S mehr hinaus, BorstehendeS wäre schon der vollende e Blödsinn. ZUt doch giebt eS noch eine .Steigerung", die wir hier gleich zum Besten geben: Geht AlleS dir verloren Und du .verreckst-, als zeicht: Du wurdest doch geboren. Und Tauseude wurden es nicht! Ein afrikanisches Urtheil über Perl in. Der .Gloduö enl hält einen Artikel, der an die. Niederlage der Eipedition Bülow am Ritimandscharo ankvüpjt und darüber klagt, daz jene reklamenhasle Ge,audtfchaslkomadie von Killmandjcharo-Negecn, die uuur Fütz rung des teilenden Otto EhlerS vor niedreren Jahren ln Berlin erschien, dem deutschen ütnfluß erheblich geschadet da'. Ein Bericht des im Mo.chilande vorübergebend thätig geweienen Missionär Mgr. Alexandre it iKou in der LLo tdtuschrift ..Lei Musions üatholiqucs'

ist bcigeiugt. 'der lich wie folgt dazu äußert: Ätandara (der im vergossene Jalzre gestorbene Häuptling der Mschl) hat einuial im ivesolge eir-.eö deutschen weisenden - drei junge i'eute nach Europa reisen lassen, drei Hir tn, die von den deutschen Zei. Zungen sofort mit dem Titel .Prinzen, Gesandte. beLoUmächtigte Minister ge schmückt wurden, welche gekommen seien, um dem deutschen aijer Afrika im Allgemeinen Und die Kilimandscharo im Be loudereu zu üßeu zu tegen. Ä(?ir trafen heute b.c.e draven dünge::, die aus solche sveise lostentrei eine titteres?ante For scnuuaZtour inö l'and der meinen e-

macht jzabkn. 'Natürlich mvchle man gern ihre Eindrücke erfahren. aS hat in Berlin ihrer naiven BorstellungStraft am meisten imronirl? Die enorme Menge von K ü h e n , die sie auf dem Viehtjof gejeheu haben. Im Uedrigen sind t vollnändia enttäuscht keimae lehrt. Sie hatten die Europäer immer -für reiche und kluge .'eule, zur eine Art atvgvller genauen; .aver, jagten sie. stellt tuch vor, dort sieht man wirkliche Weiße die Straßen tehren, Nasser tragen. Hunde fcheeren. Mist iammeln. Freilich gibt es auch Reiche; z. B. die Besitzer jener Kühe, aber die gehen niemals aus. Sie wohnen in großen Steinhäusern, in Räumen, die wie Spiegel glänzen, und sitzen i oh früh bis Adeud auf Stühlen, die mit Zeug gestopft sind; daneben stehen :lene. mit Sagefvänen gefüllte Käst.en. neben die man l;ini?ndt. Tieje Menschen sind allerdings alücklich; ihre einzige Beschäftigung ist eS, beständig die Hände in die lasche zu steäen. Aber die, welche zu nnS hier herauskommen, sich abmühen und arbeiten, die haben leine mit Zeug auSaestopflen Stühle; sie sind von den .andern ausgeschickt und müssen ganz arme Teuiel seiu.' Mandara lachte laut bet dieiem Berichte feiner ..'Gesandten-, üurn Schluß der .Audienz besich:igken wir die beschenke des deutschen- Ka serS: einen Siegelring, wollene und seidene Decken, zweiürajse, Kanonen, Flinten, Uhren. Trompeten, gnei Nähmaschinen, künstliche Thierein Schachteln, itx fragte uns nach unserer Ansicht und wir fanden das AlleS selbst verständlich großartig.

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