Indiana Tribüne, Volume 16, Number 197, Indianapolis, Marion County, 6 April 1893 — Page 2

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Azdimm Tribüne. Erscheint Liiglich und Sonntags. Tie tZzliZe. Tribüne" koyrt durch den TrZzer EentS prr Jochr, die SonntagSTrtbüneCents per Woche. Beide zusammen ISSentS oder 62 Cent per Monat. Per Post ,ugefchickt in Vor auSbrzahlung K ptx Jahr. Ossice : Nq, 18 Süd Alabama St?. Indianapolis, Ind., G. April 1893 Zllpenbahnen in Südamerika. Die Ver. Staaten haben nur wenic: ungewöhnlich hoch steigende Bahnstrecken auszuweisen; der höchste von eine? iZisen bahn in unserem Lande erreichte Punkt liegt 9.027 Fuß über dem Meeresspie. gel, in den Rocky Mountains. Vc tanntlich gehen manche Balznen in der Schweiz und Italien weit höher. Aber die Palme in dieser Hinsicht tragt doch Südamerika davon, welches stets der übrigen Welt in Hochbahnen im ver' wegenst:.: Sinne des Wortes voraus sein dürfte es sei denn, daß es in spa itx Zukunft noch in Ostindi:n über flügelt werden sollte). ' Aus der Callaö-Aroya.Bahnlinie in Peru sind jefct ganz erstaunliche Höhen erreicht. Wenn ein Zug dieser Linie in den Tunnel von Galera einlaust, um vom westlichen nach dem östlichen Ab' hang der Arden oder Cordillern über zugehen, befindet er sich einc volle Meile höher, als der höchste BahnJerkehrs' Punkt in unserem Lande. Bis jet hat dieser Tunnel das iAeußerste in dieser Beziehung erreicht: 115,638 Fuß über dem Meeresspiegel. Am 28. September v. I. lief der erste Zug von Callao durch diesen Tunnel nach Osten. Zwanzig Jahre vergingen nach der Anlegung dieser Bahn iinie am Meeresufer, bis die Cordille ren überwunden waren, und 106 Mei len weit haben die Bahnzüge kaum einen einzigen Fuß ohne Steigung zu sahren, bis sie in den Galera -Tunnel einlaufen. Tieles Tunnel würde, auch wenn er nicht das höchste der Welt wäre, immer hin eine der größten Merkwürdigkeiten des Bahnbaues bilden. Es wurde 3855 Fuß weit durch Felsgestein gesprengt, und wenn ein Zug im Tunnel nhZlt, so können die Passagiere das Wasser von der Wölbung herab auf die Wugqondacher tropfen hören. Tenn in Theil des Schnees, welcher oben aus dem GebirgZgipsel liegt, sickert 'beim Schmelzen hindurch und regnet von der Tunneldecke herab. Man sah sich genöthigt, zwei (5anäle in dem elsaestein anuilecen. um das Wasser aus dem Tunnel zu leiten-, einer dieser 5ani.le führt nach den Quellgewässern eines Nebenflusses des Amazonenstromes und dem Atlantisch.' Ocean, der andere westwärts hinab nachdem Ri mocfluß und dem Stillen O.ean. Wahrscheinlich wird nie eine zweite SÜyfrt ilti flsfrtmm TO.wf .k4 itMiil -juifn ut uutytiiiiiit ;(iiii3yuiut eine solche Höhe erreichen, zumal dabei nicht blos die technische Möglichkeit in Betracht kommt, sondern auch die Frage, ob es sich geschäftlich lohnen würde. Die Süd-Peruanische Bahnlinie von Molendo nach dem Titicacasee erreicht eine Höhe von 14,641 Fuß, also nur" 997 Fuß weniger, als der GaberaTunnel. Die ebenfalls sehr demcr kenswerthe Chilenische Bahn, welche nicht mehr weit von ihrer Bollendung ist und von Antofagzsta aus Hunderte von Meilen nordöstlich nach Boliva geht, erreicht, ihren höchsten Punkt in (5arcoto. 12.003 Fuß über dem Meeres spiegel. Merkwürdigerweise hat auch der höchste Punkt der TransSudamerikanlschen Linie, welche von Buenos AyrcZ in Argentinien nach Valparaiso in Chile geht, angeblich eine Höhe von genau 12.003 Fuß. Der größte Theil der allgemeinen Arbeiten bei diesen Bahnbauten wurde von Eiirgeborenen gelei let, und man könnte Bände erzählen über die damit verbundenen SchmierigZeiten und Leiden. Was die neue Pan-Amerikanische Bahn betrifft, so läßt sich aus den bisherigen Vermessun gen schließen, daß dieselben keine höheren Steigungen, als 7000 fftuß über dem Meeresspiegel, zu erreichen braucht. Mehrere Bahnstrecken in Mexico ha l)tn übrigens gleichfalls Verkehrspunkte auszuweisen, welche die höchsten in den Wer. Staaten noch übertreffen. Erhebliche Unfälle' sind aus allen diesen schwindelnden Höhen fast noch nie vorgekommen; natürlich wird auch die denkbar glößte Sorgfalt angewendet" WeltanSsteaunss'Opser. Ein betrübendes Kapitel in den Vor Bereitungen zur Chicagoer WeltauZstellung bilden die vielen Unfälle auf dem AusstellungZplatz. In den tagtäglichen Werichien der Localblätter fallen diesel. ben sehr wenig aus ; aber 'wenn man einen Blick auf die Gefammtzabl wirft, so bietet sich ein erschreckendes Bild, auf den ersten Blick wenigstens. Nach der legten zur cteit vorliegen den Zusammenstellung sind im Gan zen zehn Mann an den Gebäuden des AuSstellungsplatzes auf der Skellege ' tödtet worden, acht andere sind' an erlittenen Verletzungen gestorben, und glicht weniger, als 610, sind außerdem ' Verlebt worden ! ES steht zu erwarten. daß diese Liste noch erheblich anschwe ' len wird, bis der 1. Mai in's Land ? gezogen ist. Denn die Arbeiten müssen ! hastiger betrieben werden, als je zuvor. Bei näherem Zusehen mzg die Zahl 'der Unfälle allerdings, in etwas milde 'rn Lichie erscheinen. Etwa drei Vier, tel der Verletzten waren nur sehr leicht tttxlttf. Daß die Liste so groß ist. -hat seinen Grund zum Theil in einem Umstand, welcher eine der Lichtseiten in den .Arbeitsverhältnisien des Ausstel Nuugsplatzeö bildet. In einer Menge ; Fälle wurden die erleten. wenn iisinen der Unfall mdersirrn juaeftnfcen wäre, gar keine ärztlichlHijfcXÄN' svruch genommen Habens und jnrn der Kosten'und deZ Zeitverlustes wegen. ' ' '.Jm Ausstellungspark haben sie we. '"nigstenS das E ine vor anderen Arbei "1

Mti tlöiäiii, öüg i such ökt bet ge'. ringsten Verletzung sich nach demHospi ,tc:l begeben, sich einen Verband oder ein Pfiüsterchen auslegen und dann wie der ihre Arbeit sortsetzen können, oHe, wenn ihre Abwesenheit nicht zu lange dauert, etwas von ihrer Bezahlung zu verlieren. Davon wird, und zwar mit vollem Recht, reichlich Gebrauch ge macht. Läßt man Verletzungen dleser Art beiseite, so bleiben immerhin noch 18 Getödtete oder ihren Verletzungen Er legene und 152 erheblich Verletzte übrig, so weit die bisherigen Berichte gehen. Auch diese Zahlen sind sicherlich traurig genug. Bei dem kolossalen Ardeitsandrang nach Chicago und der Thatsache, daß sehr Viele nur deswegen Arbeit auf dem AuSstellungsplatze nah men, weil sie keine andere fanden, und die Zahl der Neulinge eine bedeu tende ist, begreift es sich, daß gar 'manche Unfälle lediglich auS Ersahrungsmangel vorgekommen sind. Die ,Meh?zahl der Verletzten erscheint denn auch nur e i n m a l auf der Liste. Andererseits munkelt man auch viel davon, daß in der Verwaltung keines. wegs Alles ist, wie eS sein sollte, nnfc die leitenden und beaufsichtigenden Per sonen nicht alle nach Tüchtigkeit ausgc Wählt worden sind. Was den Schauplatz der Unfälle be trifft, so nimmt die Maschinenhalle den obersten Rang ein; dort sind allein 74 Unfälle vorgekommen. Für einen Reporter, welcher diesen Dingen unter der Hand nachginge, gäbe es übergenug unerfreulichen vtoff! Schlitzäugige Eolumbusse. Ebenso, wie fast alle anderen wicht! gen Dinge, scheinen die Chinesen auch Amerika' lange entdeckt zu baden, ehe Unsereins daran dachte. Wenn man auch ganz von der Theorie absehen will, daß die indianischen .Ureinwohner" un seres Landes überhaupt ursprünglich von Asien gekommen und Vettern oder Stiefbrüder der Mongolen sei.'n. so kann doch sehr wahrscheinlich gemacht werden, daß späterhin, immer noch mindestens ein Jahrtausend vor ColumbuS öfter von Chine'en Fahrten über den Stillen Ocean nach der amerikanifchen Küste, von Meriko bis nach Alaska. gemacht wurden. - Die Chinesen haben mcht nur mündliche Ueberlieserungen.' sondern eine uralte Literatur amtlichen Charakters Über ihre Entdeckung Amerikas, und jeder der wenigen Weißen, die sich bis jetzt in dieser Literatur verliest haben, ist überzeugt, daß ihr An'pruch wohl begründet ist. Einer dieser Kenner ist Rev. Frederick J.Master. Vorsteher der chinesischen Missionen an der Pacific küste und seit 17 Jahren als Chinesencommiffär thälig, wovon 9 im Reiche der Mitte selbst verbracht wurden. Er hat gerade diese Frage nach allen Seiten gründlich stüdirt. .Vor etwa 1400 Jahren." erkärte er jüngst in einer Discussion, macht? sich eine Partie chinesischer Buddhistenmönche, von heiligem Eifer getrieben, da ran. ihre Lehren in den fernsten erreichbaren oder möglicherweise verhandenen Ländern zu verbreiten. So erzählen wenigsten chinesische Chroniken, und nachweislich fällt dies mit der Zeit zu sammen, als eine ungewöhnliche Begeistcrung die buddhistischen ReligionSkreise in ganz China beseelte, eine Art friedlichen KreuzzugS Enthusiasmus. Verschiedene Fahrten wurden über den Ocean mit Frfolg gemacht, und eines der Schiffe dieser Missionäre muß weiter nördlich gefahren sein: die Ueber lieferung von ihrem Besuch lebt noch heute bei den Alaska Indianern, und man hat an den Gestaden von Alaska chinesische Münzen ausgegraben, deren Datum noch älter ist, als die berichtete Zeit jener Reise.- Was den Süden betrifft, so zeigt die Civilisation der alten Azteken und Tolketen in Mexico ganz unverkennbare Spuren mongoli schen Einflusses. Daß sich das Gleiche von vielen Bräuchen der Indianer überhaupt sagen läßt, ist schon srüer hervorgehoben worden. Einer dieser buddhistischen Missio näre. Namens Lay ang, ist 40 Jahre lang in dem neu gefundenen Festlande geblieben. Dann kehrte er in seine Heimatü zurück und lieferte eine aussührliche Beschreibung von Land, Leu ten und Sitten. Diese Beschreibung kann sich nur auf Mexico beziehen. Vielleicht lebten später noch andere buddhistische Sendlinge lange Zeit oder sogar für immer in der .neuen Welt":

ldoch finden sich keine urkundlichen Anhaltspunkte da,ür.Die Himmelssöhne können also bei der Betheiligung an der bevorstehenden Weltausstellung einen ganz besonderen Stolz in ihrem Busen süblen. Es liegt eine merkwürdige Ironie darin, daß ihnen gerade dieses, von ihnen zuerst entdeckte Land künftig ganz ver schloffen bleiben soll. Allerdings ist diese Entdeckung, wie alle chinesischen Entdeckungen, lediglich in der Familie -geblieben"; aber die Schuld der Buddhisten missionäre war das jedenfalls nicht. !!rtndian!scher Tchnaps. Es" ist nicht ganz richtig, daß die Weißen den rothhäutigen Naturkindern das verhängnißvolle Feuerwasser- ge bracht haben. Im Süden wenigstens haben die Indianer nachweislich zum Theil schon seit uralter Zeit berauschende Getränke besessen. Ueber eines derselben schreibt man neuerdings aus Arizona: ' Alle Jndianerstämme in Arizona kennen das .Tizmin" nur zu gut. Dasselbe wird aus der Frucht eines RiesencactuS gewonnen, welcher unter dem Namen Sahuara" bekannt ist. Diese CactuSgattung ist die größte und merkwürdigste, die überhaupt vor kommt, und sie wächst, heutzutage we nigstenS. nur noch in diesem Territorium. Sie kommt im Mai oder Juni zur Blüthe und trägt große sternarti weiße, nur i der Mitte goldgelbe Bin men.. Jm Juli oder August wird die'birnenförmige Frucht reif ; . dann rötbet sie sich, springt oben an den Seiten auf und zeigt eine brejige, glänzendrothe Masse, in der sich eine Menge kleiner schwar.er Samenkörner heinden. Im

ejchmack tzät dle'se Masse ttivsS Aeyn. lichkeit mit Himbeer" ist indeß nicht so süß. Nun haben die Squaws und d:e Kleinen der Indianer zu thun. Meilenweit kommen sie über Berge und Ebenen herbei und. tragen große Körbe auf den Köpfen. Leicht ist das Ein sammeln dieser Frucht gerade nicht; denn mit CactuSsträuchern ist ohnedies nickt sebr aut umaehen. und diese Rie-

sencacteen erreichen eine Höhe von 10 i 50 Fuß ! Cin großer Theil der 'druckt kann daber nickt einaeheimst. sondern muß den Spechten und. den blauen Eichelhähern überlassen werden, die eine außerordentliche Vorliebe sür diese Frucht haben und oft in solchem Maße in derselben schwelgen, daß sie ganz betäubt davon werden und eine Zeit lang nicht mehr fliegen können. Die Bereitung von Schnaps aus dieser Frucht ist den Indianern durch unzäbliae Generationen hindurch von ihren Vorfahren überkommen ; ja man i hat Grund zur Annahme, daß schon i dft vorgeschichtlichen Jndianerrassen, ' lange vor der Entdeckung Amerikas, dleses Getränk gekannt haben. Nachdem nun die Indianerinnen mit langen dünnen Stangen, an deren Spitze sich hölzerne Haken befinden, die erreichbaren Früchte herabgezogen und ihre Körbe gefüllt haben, bringen sie die ganze Ausbeute an einen gemeinsa men Ort. Tage lang kommt noch immer mehr hinzu. Die Frucht wird gepreßt, und der Saft kommt in große irdene Gefäße (OllaS) und wird mit Wasser versetzt. Die Gefäße werden in ein geschlossenes dunkles Zimmer ge bracht und dort mehrere Tage hindurch einem langsamen Feuer ausgesetzt, bis sich auf der Flüssigkeit ein Schaum bildet, was daZ Zeichen eingetretener Gährung ist. Sobald das Getränk seine berauschende Kraft erlangt hat, wird die frohe Botschafft" hiervon rasch von Dorf zu Tors vermittelt, und Alles strömt herbei zum Tizwin-Gelage. Tag und Nacht wird gekneipt, und die Orgien verbunden mit Tanz und oft auch mit Rauferei hören nicht auf, bis der ganze Vorrath dieses dämonischen Stoffes erschöpft ist. Gar manchmal hat. wenn die Leidenschaften auf das Höchste gestiegen waren, ein junger Indianer einen KriegSschrei aus'gestoßcn, und im nächsten Augen blick schwang sich ein ganzer Haufen Krieger auf ihre Ponies und machten sicb a und davon ... am JNlanse. Röhren auS Papier bat ein Eingeborener in St. Helena erfundcDie erste Kabelbahn in dieiem Lande ist vom verstorbenen Gcn. Beauiegard kurz nach Beendigung des Bürgerkrieges gebaut wor den. Sie erstreckte sich von der Stadt New Orleans bis nach dem Vororte Carrollton. Alle GebirgSschafe in C o lorado gehören dem Staate und werden sorgfältig beschützt. Die Strafe für Töotung eines dieser Sch'ase ist zehn Jahre Zuchthaus. Tror. dieser strengen Strafe wird das betreffende Ges.-tz zuweilen verletzt. Lee Mantle. "der neuer nannte Senator von Montana, ist das jüngste Mu?,l:ed der Sternkammer." Er ist erst 39 Jahre alt, in England geboren und seit seinem neunten Lebensjahre im Lande. Er hat immer in d.n Territorien gewohnt und seine Lausbahn als Telegraphist begonnen. ' Joseph Pulitzer unterhält mit einem jährlichen Kostenausmande von S200.000 eine Wohnung in Pa. ris. in welcher Summa die Ausgaben für dreißig Dienstboten und ein Dut. zend Pferde eingeschlossen sind. Er hat auch in New tyoxi nahe dem Centralpark eine elegante Wohnung, lebt aber wegen seiner schlechten Gesundheit im Auslande. Zu Racine in WiScon sin machte kürzlich Fred Holly, ein böhmifcheL Turner mit seinen Kämeraden Uebungen in der Turnhalle. Dabei machte er den Riesenschwung und blieb an einem in der Wand steckenden Haken hängen. Seme Gefährten er lösten ihn 'so schnell als möglich aus seiner furchtbaren Lage und riefen einen Arzt herbei. Holly hat eine 3 Zoll lange, tiefe Wunde am Bein. Die Reihenfolge der Planeten, nach ihrer Nähe zur Sonne zu sammeugestellt. ist wie folgt: Mercur, 35,392.000 Meilen entfernt, VenuZ, 66.134.000 Meilen; die Erde. 91.430, 000 Meilen: Mars. 139,311.0.0 Meilen; Jupiter. 475,692.000 Meilen. Saturn. 872.137.000. Meilen; Uranus. 1.753,869.000 teilen und Nep. tun. 2,745,993,000. Eine ganz neue Art, ei nen Prozeß zum Austrag zu bringen, wurde in dem Städtchen Lebanon, Kg., angewandt. C.r-Richter H. W. RiveS und E. C. Hunley, hatten einen Streit we gen eines Grundbesitzes. Die Frage war eine schwierige und vier verschie dene Juries, vor denen der Fall verhandelt worden wär, waren nicht im Stande gewesen, sich auf einen Wahr sprach zu einigen. Der Prozeß wurde zum fünften Male verhandelt und wie der blieb die Streitfrage unentschieden. Richter Rires wurde der Sache müde, und in seinem Aerger schlug er seinem Gegner vor, den ledigen Pro.eß durch einen Ringkampf zum AuStrag zu brin gen. Tie Herausforderung wurde an genommen und der Ringkampf fand in Gegenwart des Richters, der Gefchworenen, der Gerichtsbeamten und zahlreicher Zuschauer statt. Er dauerte nicht lange. Richter RiveS wurde drei Mal niedergeworfen und verlor den Kamps und seinen Prozeß. Cr stellte selbst im Gerichte den Antrag aus eine z?tsch!idung zu Gunsten Hunleys, welche auch erfolgte. In Colorado wird der Bau eines der größten Wassersammel decken im Lande von Leuten aus vterling in dem genannten Staat: geplant. Der Becken, i oll dreizehn Meilen vzn Sierling gebaut und zehn bis zwölf Meilen lang werden unb einen Flüch.mraum von zehntausend Acres einnehmen. Die Kosten des Beckens und

der nördlichen Dämme werden auf eine! Million Dollars .veransülaat. ' Bog' . , ' ' .

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Mii a?lchett künstlichen ee au sollen 300.000 ÄcreS Land bewässert uttd auS Weideland zu fruchtbarem Ackerdoden umgewandelt werden. Das nö thige Wasser, dessen Tiefe 106 Fuß be tragen soll, soll von der alljährlich im Frühjahr stattfindenden Hochfluth im Platteflusse und aus vielen kleineren Nebenflüssen desselben, welche fast den ganzen Mai über zum Ueberlaufen ge füllt, in dem übrigen Theile des Jäh res aber ausgetrocknet sind, bezogen werden. Unterhalb dieses Sammet beckens befinden sich 25,000 Acres Schullänoereien, welche die Gesellschaft kaufen oder auf lange Zeit pachten will. Die StaatSschuldehörde will auf die Verpachtung des Landes unter ange messenen Bedingungen eingehen und beabsichtigt, von den'enigcn 175,000 Acres, aus welche der Staat noch Anspruch hat. 150.000 Acres neben den 25,000 Acres auszuwählen und sie an wirkliche Ansiedler zu verpachten, so daß der taatsschulkasse aus diesen Ländercien ein dauerndes beträchtliches Einkommen erwachsen wird. Eine Räubergeschichte, die vielleicht der Jndia'nergeschichten mit Vorliebe lesenden Jugend recht viel Spaß macht, aber der Brooklyner Po lizei als sehr, sehr flau, ja sogar UN glaubwürdig erscheint, wird von Frau S. Sonnenstrahl erzählt, deren Gatte, Henry Sonnenstrahl, in New )ork ein EngroS - Spezereimaaren - Geschäft be treibt. Frau Sonnenstrahl ist eine gar kluge Frau, so daß ihr Gatte ihr die Führung der Geschästsbücher über trug. Sie war nie l'ehr erbaut von ihrer Buchhalterinstelle, und wenn sie Nachmittags so einsam in dem Geschäftslocale hinter ihrem hohen Pulte saß, da seufzte sie bei dem Gedanken, wie andere Frauen bei der herrlichen Witterung sich die neuesten Moden be sehen und Einkäufe machen können, während sie zu ewigem Addiren und Multiplicircn verurtheilt war. Sie war eben in lange Zahlenreihen vertieft, als zu ihrem nicht geringen Schreck ein vermummter Mann in's Local trat. Ihr Geld oder Ihr Leben'." soll ihr dann der unheimliche Besucher zugeru en ha ben, und Frau Sonnensträhl, wie eZ einer klugen Frau geziemt, anstatt so fort in eine Ohnmacht und vom Stuhle zu fallen, erklärte dem Räuber, daß der Kassenschrank offen sei und er sich nur selber bedienen möchte. Dies war aber nur eine Nothlüge; die Kasse war gar nicht offen, aber während der angebliche Räuber sich dem Geldfchranke näherte, eilte Frau Sonnenstrahl aus die Straße, wo sie dann doch in die übliche Ohn macht siel. Später kam sie wieder zum Bewußtsein und eilte schleunigst i ihre Woh?iung No. 162 Ryerson'straße, wo sie ihrem Gatten den Raubanfall mittheilte und von ihm das Versprechen erhielt, daß sie nie wieder Buchhalterin zu spielen" braucht. Unterdessen hatte sich der enttäuschte, vermummte Räu der wieder zurückgezogen, ohne auch nur das Geringste im Laden zu berüh ren. So die Geschichte der Frau! Nie mand hat aber den Vermummten gesehen. Niemand hat ihn gehört. Niemand sah Frau Sonnenstrahl in Ohnmacht fallen, und jetzt will sogar Niemand die Geschichte glauben! Abr Frau Sonnenstrahl besteht dennoch fest auf ihrer Version, die sie der Polizei ,;ab. und Frauen wissen gewöhnlich, vas sie reden. Vom nufiane. Bei der Romfährt deutschen Kaiser? und derKaiserin wird das eigenthümliche, bis jetzt in der Ge schichte einzig dastehende staatsrechtliche Verhältniß zwischen dem König von Italien und dem Oberhaupte der röini schen Kirche, dem Papste, einen der schwierigsten Punkte bilden; zwei auf dem Raume einer Quadratmeile vereinigte gegnerische Mächte, so nahe, daß sie sich sozusagen in die Fenster schauen können und im Prinzip, wenn auch nicht persönlich, doch von einander ge schieden sind wie AlteS und Neues, wie Vergangenheit und Gegenwart. Kö nig Umberto und Leo XIII. sind sich von Angesicht zu Angesicht nie begegnet, aber wie man sich in Rom erzählt, bestehen zwischen Ouirinal und Vatikan gewisse persönliche Beziehungen der Höflichkeit, die sich.bei Gedenktagen deS italienischen KönigspaareS sowohl wie d.'s Papstes gegenseitig kundgegeben. Man sagt sogar, daß eS ein nie gestill ter Herzenswunsch der Königin 'Mar gherita ist, im Vatikan empfangen zu werden und den Segen des heiligen VaterS zu empfangen. Aber zwischen Quirinal und Vatikan, so nahe sie auf der Halbinsel zusammen liegen, fluthet wie zwischen Hemisphären ein Ocean. Schon bei der Anwesenheit deZ dama' ligen Kronprinzen Fried. Wilh. in Rom im Jahre 1L3t-waltete die Schwierigseit, wie die Besuche im Ouirinal und im Vatikan zu vereinen seien'.- ohne Empfindlichkeiten an beiden Seiten zu berühren. Der Kronprinz war Gast des Königs im Oririnal. Da es '.m Vatikan aber empfindlich berührt haben würde, wenn der Beauftragte des oeut schen Kaifers Wilhelms I. direkt zum Vatikan vom Quirinal sich begebe, so war eS vereinbart worden, daß der Kronprinz b?im deutschen Gesandten beim päpstlichen Stuhle Herrn v. Schlözer erst frühstückte und dessen Wagen sich dann in den Vatikan begab. Auch 1383 war Kaiser Wilhelm II. Gast im Quirinal. Der Kaiser hatte wieder bei Herrn von Schlözer in dessen Wohnung gefrühstückt, und war dann in seiner eigenen. Equipage mit dem Prinzen Heinrich nach dem Vatikan gefahren. Dieser Vorgang wird sich auch zetzt bald wiederholen, nur daß die deutsche Kaiserin an der Seite ihres Gemahls bLeo XIII. erscheinen wird. Dieser hat Königinnen empfangen, aber vorher hat der päpstliche Palast k?ine Kaiserin, auch nicht einmal des alten römischen Reichs deutscher Nation gesehen. Bemerkens werth ist. daß fast sämmtlich- japanischen Aerzte ihre Studien in.Deutschland gemacht haben., dessen Sprache sie gleichsam als .An denken in ihre Heimath mitnehmen und dort so treu bewahren, daß sie sich alljährlich zum medizinischen Idiom auszubilden scheint. . In den medicinischen Bereinen wird deutsch debattirt selbst die Aerzte, wellte die deutsche Sprache

Mi MstÜndlZ beherrschet!, ded!tiie:t sich ihrer, und die Lazaretgehllfen werden aus der deutschen Fibel unterrichtet, bis sie besäbiat sind, die Aerzte zu ver-

stehen. Die Universität Tokio besitzt j Gesellschaft den Charakter 'eines moderaußer der HeiZswissenschast noch drei ! nen literarischcn Vereins angenommen,'

Fakultäten, die zurlstl'che. naturmi,senschastliche und literarische. Ein ausreichende Anzahl ordentlicher. außerordentlicher Professoren und Assistenten steht zur Verfügung der Studenten, die sich übrigens von ihrctt deutschen Kommilitonen sehr wesentlich unterscheiden. Die japanischen Musensöhne leben in Anstalten, die sicy in der Nähe der Universikät bcfinden. Sie erhalten dort für 87 monatlich vollkommene Verpflegung, find aber sehr streng gehalten. Sie dürfen du Wochentagen nur bis acht Uhr Abends ausbleiben, in ihren Wohnungen weder Tabak rauchen, noch altoholifche Getränke zu sich nehmen. Tie klinischen Anstalten stehen tdeils unter Leitung von eingeborenen Aerzten, die ihre Studien in Teutschland gemacht haben, th.'ils von deutschen Professoren, die von d?r japanischen Regierung hinberufen worden sind. Das Material anKranken ist ausreichend. Von Interesse ist noch, daß die in Japan er scheinenden medicinischen und thierärzt lichen Zeitschristen in deutscher Sprache abgefaßt sind und daß Deut.ch in Tokio so gut gesetzt und gedruckt wird, wie sicher nicht in London und Paris. Italienische Blätter erzählen folgendes Factum, das fast unglaublich erscheint: Der Lehrer von St. Giorgio in Bos o, St. k'eorg im Walde, in der Provinz Padua. ist Gläubiger der kleinen Gemeinde, die ihm an rückständigem Gehalt 2:M3 Lire schuldet. Der Lehrer wendet sich an den UnterrichtSministe", und dieser räth der Gemeinde zu einem Freundschaft lichen Vergleiche. Der Sinda.o fordert den Lehrer auf, von seiner Förderung etwa? nachzulassen und der arme Schulmeister fordert erst 1000 und schließlich nur 800 Lire. Großmüthig bewilligen ihm die Herren Stadtverordneten endlich statt der 2343 Lire ganze 400 Lire; das heißt, bewilligen ist nicht der richtige Ausdruck die 400 Lire werden dem glücklichen Lehrer vielmehr nur versprochen und sind in fünf Jahresraten zahlbar. Ter Unter richtSminister freut sich überden.freund schaftlichen Vergleich, und am 10. März 1894 wird der Lehrer, falls er bis dahin noch nicht verhungert ist. die erste Abschlagszahlung von 80 Lire erhalten. ' ' Ueber das Erdbeben in Türkisch-Kleinasien liegen jetzt ofsizielle Angaben vor, welche erkennen lassen, daß die durch die Erdstöße verursachten Verwüstungen größer- sind, als nach den ersten' Nachrichten angenommen wurde. In Malatia im Vilailet Diar bekr wurden von 3500 Häusern ein Drittel gänzlich zerstört. In neun Dörfern in der Umgebung von Malatia fielen 160 Häuser ein. wobei 33 Menschen und 396 Stück Vieh umkamen. In 16 anderen Dörfern wurden 179 Häuser zerstört. Die Zahl der getödte ten Menschen betrug 125 und an Vieh gingen .1106 Stück zu Grunde. In Hasmanzor zählte man 22 Todte und 2 Verwunde'?. Aber noch immer kann man kein richtiges Bild über die Stärke des Erdbebens gewinnen, da an vielen Orten die Wege noch unpafsirbar sind und die Brücken durch Regengüsse abgerissen wurden. Das erste AluminiumSchiff wird in Frankreich gebaut wer den. Ein eifriger Freund des Segel sportZ, der Franzose Le Comte Ze Eha banneS La Police, hat dieoc-!:s clsz 0n?.lltlvrs 6s la Loire" mit dem Bau einer 10 TonS-Vacht beauftragt, zu welcher er . die nöthigen Zeichnungen selbst anfertigte. Wenn die stecht, wie die meisten Fahrzeuge ihrer Klas'e. auS Stahlspanten mit Holzbekleidung gebaut werden würde, so würde der Rumpf ein Gewicht von 4,500 Kilo gramm ausweisen, während die Anwen dung von Aluminium dasselbe auf fast die Hälfte, nämlich 2,500 Kilogramm, reduzirt. TieZ wird das erste Seefahr zeug werdeu, welches aus dem neuen Material hergestellt ist. A m 14. März starb tn EI berfeld ins 57. Lebensjahre der könig. liche Musikdirektor Alfred Dregert, einer der. bedeutendsten zeitgenössischen Tondichter auf dem Gebiete des deut schen MännerchorS. dessen Name in allen Sangerkreisen d:s deutschen Va terlandes . und weit d7über hinaus ehrend belanut ist. Alfred Dregert war am 26. September 183! ;u Frank furt a. d. O. geboren. Tüchtrge Lehrer sorgten für gediegenen musikalischen Unterrichts und sein bereits als Gm vasiast componirter Ehor Lob dcö Rheins" kam von seinen Musikstücken als erstes in dem Frankfurttr Gesangverein mit Beifall zur Aufführung Von seinen bekannteren (Kompositionen mögen genannt werden: DaZ Gebet des Herrn" sür Toppelchor - und Or chester Kaiserhymne" für , Männer und Knabenchor, Orchester und Orgel, Der todte Kamerad", der auf große Massen berechnete Chor DeS deutschen Mannes Wort und Lied", der auf dem Gesangfeste dcS Rheinischen Sänger bundeS" in Düsseldorf mit außeror deutlichem Erfolge, aufgeführt wurde, der 1836. für Köln geschaffene Preischor Gruß an Deutschland aus der Ferne-, der sich auch bei den deutschen Vereinen in Amerika großer Beliebtheit erfreut, Rheingruß". Sängertreue". DeS deutschen Liedes Macht-, DaS deutsche VaterlandZlied", Es steht eine Lind' in tiefern Thal," Am Rhein und beim Wein". Mein Vaterland", .Zieh' hinaus", Heut' kommt jainein Schutz-, u Rükesheim in der Dros sklaass'" u. s. wI m kommenden Jahre in 'Nürnberg das' 250-jährige Jubiläum des BlumenvdenS- statt, einer jener deutschen Sprachgesellschaf. ten. welche im 17. Jahrhundert begrün det. wurden, um das seit dem 30-jühri gen Kriege in Verfall gerathene deutsche Sprachwesen und Schristthum zu retten". Von allen diesen. Gesellschaften hat sich nur der Pegnesisqe Älumenorden . die e,ellschat.t der Pegniß liVf-. I- -.7 ,71' V V'" löaict to aenannt tviaen ber biä zur Z

chlZiaSkhiil cMltt'tütit Mä diö' eridylls in der ersten Periode fei' Bestehens) bis heute erkalten.' Aacy manchen Wandlungen hat die . j. . . w . . r . weiter o,e P iegeuno Literatur und eine vernünftige prachreinigung anstrebt und sich nebenbei noch alt uoenommener Gepflogenheiten und des Ve nncs des e - r miiv hrwürdiaen Ordens, inventars her Nenikss-v kv.t

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.. ... (lUtl. 4SI-rW B VVV verwahrt der Verein z. B. noch Mölancüoli-. Sdilaffofirtven alten flnvnrnt P,Wrt. "".rli.., Nj.Us.VIkg

ven alten Apparat der Schäserfeste aus dem 17. Jahrhundert, darunter einen kostbaren Pokal, welcher noch bei all jährlichen Sommeresten im Jrrhain" bei Nürnberg, der seit 200 Jahren den Ordensmitgliedern überlassenen ftest statte, den Rednern zum Trunke credenzt wird. Schon vor cittiaen aKren aak der ereln eine Auswahl der in dem in Os.ia.rt'Af x7. selben gehaltenen Vortrage als Sam melband heraus; darunter befinden sich zwtt auch im se 1 2 Sl 'si .s 2 i iivvic wiy.uiujcH; -vVrraain-jve iViiDUm von, Teutschen Parnaß- und Älsinaz .Faust auf der Nürnberger Bübn? nnti npm ipnt in iwrrtnfrnrt lhnfiin " -"!" 'WHI Schriftsteller HanZ Pseilschmidt. Das Festalbum enthält poetische Beiträge,! lN denen die Dlchtart von Walter von c, Gr , . vl wjvui'iivi, yuii9 oui9, vycuig Philipp Harsdörffer, Goethe, Jean Paul und Heine humorvoll und mit feinem Gefühl für das Charakteristische nachgebildet erscheint. Der in Str akbura weacn schändlichen Mädchenhandel verhaftete' Jean Hauwiller ist in Rixheim im' Jahre 1852 geboren. Er ist dort eine! berühmte Persönlichkeit, seitdem er vor, Jahren angeblich als Beamter am' Hofe des Vicekönigs von Egypten aus Besuch hier war. Seine hohe Gestalt, T . ' .- 1 . lerne vt?rnieuer, oie er gejcyial zu erzählen wußte, sowie seine unversiegbare' Börse und seine verschwenderischen'. Ausgaben hatten ihm hier viel Freunde! zugezogen; sie ernannten ihn schließlich '

parataddruck verönent-. t aucn aus, die vizin mwnst. . ' . Tiefe Nedum wurde seit dem Jahre I67S von dem

zum Vice.önig", so daß er seitdem!, r . nicht mehr Jean Hauwiller, sondern DctttM)er Zahtt - AlZt, t t... rrr-i i ' ' ' -u '

viviimiiij yviiuiuu iuuiuc. wCluei armen Mutter und Schwester ließ er jedoch wenig Geld zukommen. Vor' ungefähr drei oder vier Jahren kam er, ! wie dem Elsässer" geschrieben wird, wieder nach Rirheim zurück und führte !., ?stts Q.t.. CT -1a L'-t. I ilU iiuiic cucil. jUUlUld mco rr IN Muhllzau en da neide ise cyattwie nun : . ..J i , mehr in Ätraßdurg und gab zu erkennen, welchen Amtes er waltete und wie er zu seinem Gelde kam. Tamals soll . . . V H w - . Pr hfireiti nret virnnmn nm vtmrrifn ' geliefert haben. Vor etlichen Monaten hat derselbe aus der' Umgegend von Mülhausen wieder mehrere Mädchen fortgeliefcrt. unter welchen auch ein Mädchen von Brunstatt. Dort be. hauptet man allgemein, die Mädchen wären nach Südamerika in die Skla verei verkauft worden. Tie Kreis ! direction von Mülhausen soll den Verwandten der genannten Person über deren Loos , Mittheilung gemacht haben. Ein anderer Eorrespondent meldet weiter: Der Mädchenhändler Johann Hauwiller ist der mißrathene Sohn einer hiesigen achtbaren Familie; er verließ schon früh die Heimath mit einer Geld summe, die er für seinen Vater erhobenhatte. Vor etwa 10 Jahren kehrte er i zurück; er gab sich für den Kämmerer des Vicekönigs von Egypten aus. Letz ten Sommer kam er wieder auf Besuch. Zwei gedungene Mägde wurden durch die Warnung guter Leute von der Mitreise nach Südamerika im letzten Augenblick abgehalten. ' Daß er die Reise hin und her in so kurzen Zwischenräumen wiederholte, beweist, daß er den Mädchenhandel geschäftsmäßig betrieben hat. Mancher Mann spottet die Frau wegen ihrer Kochkunst. Kochen ist eine Kunst. Doch der beste Koch kann nicht einen verdorbenen klagen wieder herstellen. Da ift e wo der Gebrauch von karlsbader Salz vortreffliche Dienste leistet nicht zum Kochen, sondern morgens in heißem Wasser eingenommen. Die Carlsbader .Quellen sind viel zu berühmt und bekannt um noch weiterer Anpreisung zn bedürfen. Seit 500 Jahren haben schon Potentaten, Dichter, Staatsmänner und Hunderttau. sende von Menschen dieselben gebraucht. Es ist nicht nöthig nach Carlöbad zn gehen. Man kann die Kur hier zu Hause in aller Bequemlichkeit haben. Die achte Wässer von Carlsbad und das Carlsbader Sprudel'Sal; müssen die Unterschrift von Eis ner & Mcndclfon Co., Agenten nnd Im portäre oller Mineral Wilsser, 6 Barclay St., New Jork, um den Hals einer ieden Flasche haben. Schreibt um Pamphleten. Jettleibiekeit Dr. Schindler Ba r n a y 's .'t a r l e n b a d-e r Reducti onSpil! l e n h'bcn sich als da vorzüglichste Mittel gegkN ! ettlribigktir b'roädrr. r. Schindler Barnay ' l,t eine ane, kannte Autorität in allen diesen gal lest. Königin Jahella. Btarie eist inaer. Gräfin Palffy und taniende be rühmte PersSnlichke tta haben die Wirkung der selben atteslirr.' . Marie LanfstSnal. Ov?rnsSnaerin. Dtuttaart. schreibt : Inliegend meine Photographie, no ich hoffentlich Ihren NeductiorsviUen alle Ehre mache Sollten Sie damit nicke zufrieden lein, so fein ich it) nen eine schicken, wo ich noch im ftin Stadium war." Weitere Information er theilen: . .UtSner Mendelson C o m a n vaentrn für Dr. Lckindz.L'Sarnaq. . !c VA granklin Str.. New Jork. Nmgezogclt. Er ist hier-um hier zu bUlbtii" Die zunehmend Prari5 deS Tr. VrkAugen dnd Okien ÄrzteS, zavg itjü, nach grdgercn Räumlilkeiten umzuziehen. Er mie te& tk'.te deshalb die Raumllchkeiten im zweiten E tock t.e Jron Block-, UH W. Washington Str., nächst zu BowenMerrill So', für fünf Jahre, wo er ausgezeichnet Oiftcen eingerichtet hat für die Behandlung von Auge, Ohr. Nae und HalS nn- die Anfertigung von rillen, künstlichen Au ptn und die LäeradesteUung van Echielaugen, so vtt .ttnftjmcn. zu Preise für All. erreichbar. ,sultattn sret und ged ngSaden. ut' vie jperaiion ,ur ni'ernung vk tar

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